Placebo oder echt – wie merkt man das bei sich selbst überhaupt??
Zitat von leni_bk am August 15, 2026, 20:31 Uhr@markus_hh88 jetzt wo du das fragst... ja, es gibt da was. Letzten Monat bin ich mit meiner Cousine eine Tour gegangen, einfach so zum Reden. Und ich hab gar nicht gedacht "oh das ist jetzt ein Lauf" sondern wir sind halt losgegangen und ich hab ihr erzählt dass ich gerade mit den Großen im Kindergarten Stress hab und dann sind wir zwei Stunden gelaufen und ich hab null Ahnung wie schnell das war oder wie lange. Und hinterher hat sie gemeint "hey das war aber flott" und ich war ehrlich überrascht weil ich das gar nicht gemerkt hab. Das ist jetzt irgendwie... ich weiß nicht ein seltsamer Moment beim Lesen deiner Frage. Weil das heißt ja dass ich es KANN, dass es nicht unmöglich ist. Es passiert nur wenn da jemand anderes ist, irgendwie. Oder wenn ich einen Grund hab der größer ist als die Sache selbst. Was mich aber gerade komisch beschäftigt ist - und das ist vielleicht total absurd - ob ich mir da selbst im Weg steh weil ich alleine trainiere. Also nicht dass ich Trainingspartner brauch um glücklich zu sein, aber... wenn ich mit meiner Cousine lauf bin ich nicht allein mit meinen Gedanken und vielleicht ist genau das der Punkt. Bei den Kindern is es genauso - ich kann nicht in meinen Kopf gehen weil da immer was los is. Vielleicht muss ich das einfach akzeptieren dass ich eine Person bin die besser funktioniert wenn da Leben um mich rum passiert statt in mir selbst. Und das is nicht falsch nur... anders als diese ganze "du musst lernen alleine präsent zu sein"-Logik die ich mir immer selbst einrede. Weiß nicht, sitzt mir gerade komisch im Bauch.
@markus_hh88 jetzt wo du das fragst... ja, es gibt da was. Letzten Monat bin ich mit meiner Cousine eine Tour gegangen, einfach so zum Reden. Und ich hab gar nicht gedacht "oh das ist jetzt ein Lauf" sondern wir sind halt losgegangen und ich hab ihr erzählt dass ich gerade mit den Großen im Kindergarten Stress hab und dann sind wir zwei Stunden gelaufen und ich hab null Ahnung wie schnell das war oder wie lange. Und hinterher hat sie gemeint "hey das war aber flott" und ich war ehrlich überrascht weil ich das gar nicht gemerkt hab. Das ist jetzt irgendwie... ich weiß nicht ein seltsamer Moment beim Lesen deiner Frage. Weil das heißt ja dass ich es KANN, dass es nicht unmöglich ist. Es passiert nur wenn da jemand anderes ist, irgendwie. Oder wenn ich einen Grund hab der größer ist als die Sache selbst. Was mich aber gerade komisch beschäftigt ist - und das ist vielleicht total absurd - ob ich mir da selbst im Weg steh weil ich alleine trainiere. Also nicht dass ich Trainingspartner brauch um glücklich zu sein, aber... wenn ich mit meiner Cousine lauf bin ich nicht allein mit meinen Gedanken und vielleicht ist genau das der Punkt. Bei den Kindern is es genauso - ich kann nicht in meinen Kopf gehen weil da immer was los is. Vielleicht muss ich das einfach akzeptieren dass ich eine Person bin die besser funktioniert wenn da Leben um mich rum passiert statt in mir selbst. Und das is nicht falsch nur... anders als diese ganze "du musst lernen alleine präsent zu sein"-Logik die ich mir immer selbst einrede. Weiß nicht, sitzt mir gerade komisch im Bauch.
Zitat von markus_hh88 am August 15, 2026, 20:46 Uhr@leni_bk
Zitat von leni_bkich eine Person bin die besser funktioniert wenn da Leben um mich rum passiert statt in mir selbst
Das ist eigentlich eine ziemlich nüchterne Selbstbeobachtung, und ich würde da nicht so schnell "ja aber man muss auch alleine..." draufsetzen. Manche Leute funktionieren tatsächlich besser mit sozialer Einbettung, das ist keine Schwäche und kein Defizit das du beheben musst. Was mich an dem Cousinen-Beispiel aber wirklich aufhält - du sagst "es passiert nur wenn da jemand anderes ist". Ich glaub das stimmt nicht ganz. Es passiert wenn deine Aufmerksamkeit einen echten Gegenstand hat, der nicht du selbst bist. Deine Cousine war dieser Gegenstand. Das Kind aus deiner Gruppe heute morgen beim Laufen war auch so ein Gegenstand. Und der war nicht physisch dabei. Das heißt es braucht nicht unbedingt eine zweite Person. Es braucht etwas das groß genug ist um den Kopf zu füllen. Manchmal ist das ein Gespräch, manchmal ein Problem das du mit dir rumträgst. Realistisch betrachtet: du hast jetzt zwei Beispiele aus der letzten Woche wo es funktioniert hat. Das ist keine Theorie mehr. Was ich mich frage - nicht rhetorisch - ist ob du das überhaupt als "funktioniert" abgespeichert hast oder ob du es gerade erst beim Schreiben hier gemerkt hast.
Zitat von leni_bkich eine Person bin die besser funktioniert wenn da Leben um mich rum passiert statt in mir selbst
Das ist eigentlich eine ziemlich nüchterne Selbstbeobachtung, und ich würde da nicht so schnell "ja aber man muss auch alleine..." draufsetzen. Manche Leute funktionieren tatsächlich besser mit sozialer Einbettung, das ist keine Schwäche und kein Defizit das du beheben musst. Was mich an dem Cousinen-Beispiel aber wirklich aufhält - du sagst "es passiert nur wenn da jemand anderes ist". Ich glaub das stimmt nicht ganz. Es passiert wenn deine Aufmerksamkeit einen echten Gegenstand hat, der nicht du selbst bist. Deine Cousine war dieser Gegenstand. Das Kind aus deiner Gruppe heute morgen beim Laufen war auch so ein Gegenstand. Und der war nicht physisch dabei. Das heißt es braucht nicht unbedingt eine zweite Person. Es braucht etwas das groß genug ist um den Kopf zu füllen. Manchmal ist das ein Gespräch, manchmal ein Problem das du mit dir rumträgst. Realistisch betrachtet: du hast jetzt zwei Beispiele aus der letzten Woche wo es funktioniert hat. Das ist keine Theorie mehr. Was ich mich frage - nicht rhetorisch - ist ob du das überhaupt als "funktioniert" abgespeichert hast oder ob du es gerade erst beim Schreiben hier gemerkt hast.
Zitat von leni_bk am August 15, 2026, 20:58 Uhr@markus_hh88 ich glaub ich hab es gerade beim Schreiben gemerkt, ja. Also nicht "abgespeichert" im Sinne von "super, das war produktiv", eher so... ich hab das gar nicht als relevant eingeordnet? Der Lauf mit meiner Cousine war einfach nur ein Lauf, und heute morgen mit dem Kind im Kopf auch. Ich hab da nie gedacht "oh schau, jetzt funktioniert es ohne Saft und ohne Selbstbeobachtung" - es war einfach nur da. Und jetzt wo ich das hier aufschreib wird mir klar dass genau DAS der Punkt ist, oder? Dass ich es nicht merken muss damit es passiert. Es braucht keine Bestätigung dass es funktioniert. Was mich aber gerade anders beschäftigt - und das ist vielleicht ne blöde Beobachtung - ist dass ich merke wie sehr ich selbst die Zeit verschwende mit dem Analysieren davon, dass ich nicht analysieren soll. Das ist so meta-absurd dass ich mir selbst auf die Nerven geh. Bei den Kindern würde ich das einfach loslassen und weitermachen. Aber bei mir... ich hab irgendwie immer noch Angst dass wenn ich nicht drüber nachdenk, es wieder weg ist. Wie wenn ich nicht aufpasse vergess ich dass ich es kann. Das Handy ist immer noch weg, das Notizbuch liegt da, und ich glaub ich merk gerade dass das reicht. Ich brauch nicht zu verstehen WARUM es funktioniert, es funktioniert einfach. Oder es tut's auch nicht und dann... naja. Dann lauf ich halt einfach trotzdem, glaub ich. Edit: Und jetzt wo ich das nochmal lese - ich glaub der ganze Punkt ist einfach, dass ich mir selbst weniger im Weg stehen muss. Punkt.
@markus_hh88 ich glaub ich hab es gerade beim Schreiben gemerkt, ja. Also nicht "abgespeichert" im Sinne von "super, das war produktiv", eher so... ich hab das gar nicht als relevant eingeordnet? Der Lauf mit meiner Cousine war einfach nur ein Lauf, und heute morgen mit dem Kind im Kopf auch. Ich hab da nie gedacht "oh schau, jetzt funktioniert es ohne Saft und ohne Selbstbeobachtung" - es war einfach nur da. Und jetzt wo ich das hier aufschreib wird mir klar dass genau DAS der Punkt ist, oder? Dass ich es nicht merken muss damit es passiert. Es braucht keine Bestätigung dass es funktioniert. Was mich aber gerade anders beschäftigt - und das ist vielleicht ne blöde Beobachtung - ist dass ich merke wie sehr ich selbst die Zeit verschwende mit dem Analysieren davon, dass ich nicht analysieren soll. Das ist so meta-absurd dass ich mir selbst auf die Nerven geh. Bei den Kindern würde ich das einfach loslassen und weitermachen. Aber bei mir... ich hab irgendwie immer noch Angst dass wenn ich nicht drüber nachdenk, es wieder weg ist. Wie wenn ich nicht aufpasse vergess ich dass ich es kann. Das Handy ist immer noch weg, das Notizbuch liegt da, und ich glaub ich merk gerade dass das reicht. Ich brauch nicht zu verstehen WARUM es funktioniert, es funktioniert einfach. Oder es tut's auch nicht und dann... naja. Dann lauf ich halt einfach trotzdem, glaub ich. Edit: Und jetzt wo ich das nochmal lese - ich glaub der ganze Punkt ist einfach, dass ich mir selbst weniger im Weg stehen muss. Punkt.
Zitat von markus_hh88 am August 15, 2026, 21:04 Uhr@leni_bk
Zitat von leni_bkdann lauf ich halt einfach trotzdem, glaub ich
Das "glaub ich" am Ende würde ich rausnehmen. Nicht weil es falsch klingt, sondern weil du den ganzen Thread lang so formuliert hast - immer noch ein kleines "glaub ich", "irgendwie", "vielleicht" hinterher. Als ob du dir noch eine Hintertür offenhältst. Was mich aber jetzt wirklich aufhält - und das ist ein Gedanke der mir erst gerade beim Lesen kommt - ist dass du den Rote-Beete-Saft am Anfang des Threads als Frage eingebracht hast. Ob er wirkt, Placebo oder nicht. Und inzwischen ist das so weit weg dass ich fast vergessen hätte wo das angefangen hat. Das ist aus meiner Erfahrung eigentlich das ehrlichste Ergebnis das so ein Thread haben kann. Nicht "der Saft wirkt" oder "der Saft wirkt nicht", sondern dass die Frage selbst irgendwann nicht mehr interessant war. Ich frag mich ob du das auch so siehst oder ob du im Hinterkopf immer noch weißt dass im Kühlschrank eine Flasche steht.
Zitat von leni_bkdann lauf ich halt einfach trotzdem, glaub ich
Das "glaub ich" am Ende würde ich rausnehmen. Nicht weil es falsch klingt, sondern weil du den ganzen Thread lang so formuliert hast - immer noch ein kleines "glaub ich", "irgendwie", "vielleicht" hinterher. Als ob du dir noch eine Hintertür offenhältst. Was mich aber jetzt wirklich aufhält - und das ist ein Gedanke der mir erst gerade beim Lesen kommt - ist dass du den Rote-Beete-Saft am Anfang des Threads als Frage eingebracht hast. Ob er wirkt, Placebo oder nicht. Und inzwischen ist das so weit weg dass ich fast vergessen hätte wo das angefangen hat. Das ist aus meiner Erfahrung eigentlich das ehrlichste Ergebnis das so ein Thread haben kann. Nicht "der Saft wirkt" oder "der Saft wirkt nicht", sondern dass die Frage selbst irgendwann nicht mehr interessant war. Ich frag mich ob du das auch so siehst oder ob du im Hinterkopf immer noch weißt dass im Kühlschrank eine Flasche steht.
Zitat von leni_bk am August 15, 2026, 21:17 Uhr@markus_hh88 Zitat von markus_hh88ob du im Hinterkopf immer noch weißt dass im Kühlschrank eine Flasche steht
ja... also ehrlich gesagt hab ich gar nicht mitgekriegt dass die noch da ist. Ich hab sie vor zwei Wochen gekauft und dann einfach vergessen. Heute morgen beim Frühstück machen hab ich sie gesehen und dacht mir "ah ja, die Rote-Beete-Geschichte". Aber es war so komisch - ich hatte gar kein Gefühl dazu, weder "ooh jetzt versuch ich sie nochmal" noch "pfui, weg damit". Einfach nur... Saft im Regal. Das hat mich irgendwie irritiert, weil ich dacht ich würde noch so eine emotionale Reaktion haben. Aber da war nix. Was mich aber gerade mehr beschäftigt ist, was du zum Anfang des Threads sagst - dass die Frage selbst irgendwann nicht mehr interessant war. Ich merke gerade, dass das total stimmt. Zu Anfang war ich so fokussiert auf "bringt der Saft was oder ist es Placebo" und jetzt... kümmert mich das ehrlich nicht mehr. Und das fühlt sich weniger wie eine Antwort an und mehr wie... ich bin einfach weitergegangen? Ohne dass die Frage geklärt ist. Das ist seltsam, weil ich sonst immer Abschluss brauch. Aber dieses Mal nicht. Vielleicht weil die echte Frage nie wirklich der Saft war, wenn das Sinn macht. Das war nur das Symptom für das ganze andere Zeug das wir hier besprochen haben. Edit: Moment, das klingt jetzt so, als würde ich sagen dass Fragen einfach so in der Luft hängen ist okay. Ist nicht ganz das was ich meine. Eher dass ich merke, dass diese Frage für mich ihre Relevanz verloren hat, weil sich der Fokus verschoben hat. Macht einen Unterschied, denke ich.
@markus_hh88 Zitat von markus_hh88ob du im Hinterkopf immer noch weißt dass im Kühlschrank eine Flasche steht
ja... also ehrlich gesagt hab ich gar nicht mitgekriegt dass die noch da ist. Ich hab sie vor zwei Wochen gekauft und dann einfach vergessen. Heute morgen beim Frühstück machen hab ich sie gesehen und dacht mir "ah ja, die Rote-Beete-Geschichte". Aber es war so komisch - ich hatte gar kein Gefühl dazu, weder "ooh jetzt versuch ich sie nochmal" noch "pfui, weg damit". Einfach nur... Saft im Regal. Das hat mich irgendwie irritiert, weil ich dacht ich würde noch so eine emotionale Reaktion haben. Aber da war nix. Was mich aber gerade mehr beschäftigt ist, was du zum Anfang des Threads sagst - dass die Frage selbst irgendwann nicht mehr interessant war. Ich merke gerade, dass das total stimmt. Zu Anfang war ich so fokussiert auf "bringt der Saft was oder ist es Placebo" und jetzt... kümmert mich das ehrlich nicht mehr. Und das fühlt sich weniger wie eine Antwort an und mehr wie... ich bin einfach weitergegangen? Ohne dass die Frage geklärt ist. Das ist seltsam, weil ich sonst immer Abschluss brauch. Aber dieses Mal nicht. Vielleicht weil die echte Frage nie wirklich der Saft war, wenn das Sinn macht. Das war nur das Symptom für das ganze andere Zeug das wir hier besprochen haben. Edit: Moment, das klingt jetzt so, als würde ich sagen dass Fragen einfach so in der Luft hängen ist okay. Ist nicht ganz das was ich meine. Eher dass ich merke, dass diese Frage für mich ihre Relevanz verloren hat, weil sich der Fokus verschoben hat. Macht einen Unterschied, denke ich.
Zitat von markus_hh88 am August 15, 2026, 21:37 Uhr@leni_bk
Zitat von leni_bkdas war nur das Symptom für das ganze andere Zeug
Das stimmt. Und ich glaub das ist auch das Ehrlichste was in diesem Thread gesagt wurde - nicht von mir, von dir. Was mich jetzt aber wirklich beschäftigt, und das ist ein Gedanke der mir erst beim letzten Post gekommen ist: du hast die Flasche im Kühlschrank gesehen und nix gefühlt. Keine Versuchung, kein Widerwillen. Einfach Saft. Das klingt banal, ist es aber nicht - aus meiner Erfahrung ist genau das der Moment wo ein Produkt aufhört ein Projekt zu sein. Vorher war die Flasche eine offene Frage. Jetzt ist sie einfach nur noch Gemüsesaft. Was ich aber nicht sagen würde - und da pass ich auf dass ich mich selbst nicht in eine Ecke red - ist dass das bedeutet der Nitrat-Mechanismus bei Roter Beete ist deswegen irrelevant. Die Physiologie ist real, der Effekt ist halt klein. Das sind zwei verschiedene Aussagen. Nur für dich war der Saft nie wirklich wegen der Physiologie interessant, das ist jetzt klar. Was mich aber nochmal zurückwirft zu miramira - sie hat das alles losgetreten und ich frag mich ob sie noch liest. Weil ihr Update von Mitte August klang noch so, als wäre die Frage für sie noch offen. Ob sie da auch irgendwo angekommen ist oder ob sie immer noch mit dem Notizbuch kämpft.
Zitat von leni_bkdas war nur das Symptom für das ganze andere Zeug
Das stimmt. Und ich glaub das ist auch das Ehrlichste was in diesem Thread gesagt wurde - nicht von mir, von dir. Was mich jetzt aber wirklich beschäftigt, und das ist ein Gedanke der mir erst beim letzten Post gekommen ist: du hast die Flasche im Kühlschrank gesehen und nix gefühlt. Keine Versuchung, kein Widerwillen. Einfach Saft. Das klingt banal, ist es aber nicht - aus meiner Erfahrung ist genau das der Moment wo ein Produkt aufhört ein Projekt zu sein. Vorher war die Flasche eine offene Frage. Jetzt ist sie einfach nur noch Gemüsesaft. Was ich aber nicht sagen würde - und da pass ich auf dass ich mich selbst nicht in eine Ecke red - ist dass das bedeutet der Nitrat-Mechanismus bei Roter Beete ist deswegen irrelevant. Die Physiologie ist real, der Effekt ist halt klein. Das sind zwei verschiedene Aussagen. Nur für dich war der Saft nie wirklich wegen der Physiologie interessant, das ist jetzt klar. Was mich aber nochmal zurückwirft zu miramira - sie hat das alles losgetreten und ich frag mich ob sie noch liest. Weil ihr Update von Mitte August klang noch so, als wäre die Frage für sie noch offen. Ob sie da auch irgendwo angekommen ist oder ob sie immer noch mit dem Notizbuch kämpft.
Zitat von leni_bk am August 15, 2026, 21:47 Uhr@markus_hh88 Zitat von markus_hh88ob sie noch liest. Weil ihr Update von Mitte August klang noch so als wäre die Frage für sie noch offen
ja ich frag mich das auch. Aber ehrlich - ich glaub das ist auch okay wenn die Frage bei ihr noch offen ist und bei mir nicht mehr. Wir sind ja nicht beim gleichen Punkt angekommen, nur weil wir den gleichen Thread gelesen haben. Bei mir war es halt irgendwann einfach... langweilig geworden darüber nachzudenken. Nicht gelöst, nur nicht mehr interessant. Was mich aber gerade anders beschäftigt ist etwas das du gesagt hast - dass die Physiologie von Roter Beete real ist aber der Effekt klein. Und irgendwie sitzt mir das komisch weil ich merke dass ich das vorher nicht unterscheiden konnte. Für mich war es immer "wirkt oder wirkt nicht", alles oder nichts. Und jetzt wo du das so formulierst - dass es real sein kann und trotzdem für meine alltäglichen Läufe einfach nicht relevant - das ist irgendwie eine andere Art von Antwort. Nicht auf die Frage ob der Saft was bringt sondern auf die Frage ob ich den Saft brauche. Und die Antwort da ist... nein. Aber nicht weil er nix tut, sondern weil ich andere Sachen gefunden hab die mir mehr helfen. Das klingt vielleicht pedantisch aber der Unterschied sitzt mir irgendwie im Bauch. Und ja, das Notizbuch liegt immer noch da. Manchmal schreib ich rein manchmal vergess ich ne Woche. Aber wenn ich es wieder anfang fühlt sich das nicht nach Fehler an, nur nach... weitermachen. Das war die eigentliche Veränderung, glaub ich.
@markus_hh88 Zitat von markus_hh88ob sie noch liest. Weil ihr Update von Mitte August klang noch so als wäre die Frage für sie noch offen
ja ich frag mich das auch. Aber ehrlich - ich glaub das ist auch okay wenn die Frage bei ihr noch offen ist und bei mir nicht mehr. Wir sind ja nicht beim gleichen Punkt angekommen, nur weil wir den gleichen Thread gelesen haben. Bei mir war es halt irgendwann einfach... langweilig geworden darüber nachzudenken. Nicht gelöst, nur nicht mehr interessant. Was mich aber gerade anders beschäftigt ist etwas das du gesagt hast - dass die Physiologie von Roter Beete real ist aber der Effekt klein. Und irgendwie sitzt mir das komisch weil ich merke dass ich das vorher nicht unterscheiden konnte. Für mich war es immer "wirkt oder wirkt nicht", alles oder nichts. Und jetzt wo du das so formulierst - dass es real sein kann und trotzdem für meine alltäglichen Läufe einfach nicht relevant - das ist irgendwie eine andere Art von Antwort. Nicht auf die Frage ob der Saft was bringt sondern auf die Frage ob ich den Saft brauche. Und die Antwort da ist... nein. Aber nicht weil er nix tut, sondern weil ich andere Sachen gefunden hab die mir mehr helfen. Das klingt vielleicht pedantisch aber der Unterschied sitzt mir irgendwie im Bauch. Und ja, das Notizbuch liegt immer noch da. Manchmal schreib ich rein manchmal vergess ich ne Woche. Aber wenn ich es wieder anfang fühlt sich das nicht nach Fehler an, nur nach... weitermachen. Das war die eigentliche Veränderung, glaub ich.
Zitat von markus_hh88 am August 15, 2026, 21:55 Uhr@leni_bk
Zitat von leni_bkmanchmal vergess ich ne Woche. Aber wenn ich es wieder anfang fühlt sich das nicht nach Fehler an
Das ist eigentlich der Satz den ich mir für Patienten manchmal aufschreiben würde wenn das nicht so seltsam wäre. Was mich an deinem letzten Post aber wirklich aufhält ist diese Formulierung: "nicht weil er nix tut, sondern weil ich andere Sachen gefunden hab". Das klingt unspektakulär, ist aber aus meiner Erfahrung eine ziemlich seltene Antwort. Die meisten landen bei "war eh Placebo" oder "ich brauch das eigentlich doch" - also wieder Schwarz-Weiß. Du hast da irgendwo dazwischen geparkt, ohne dass du es so geplant hast. Was mich gerade aber wirklich beschäftigt - und das hat nichts mit dem Saft zu tun - ist die Frage ob du das "manchmal vergess ich ne Woche" auch auf andere Sachen überträgst. Also nicht als Technik, sondern ob das ein Muster ist das gerade bei dir entsteht. Weil du vorher beschrieben hast dass du immer Abschluss brauchst. Und jetzt beschreibst du das Gegenteil davon, ohne dass du es so benannt hast. Ich frag das wirklich, nicht rhetorisch. Weil wenn ja, dann ist das tatsächlich was das sich verändert hat - nicht die Laufform, nicht der Schlaf. Sondern wie du mit Lücken umgehst.
Zitat von leni_bkmanchmal vergess ich ne Woche. Aber wenn ich es wieder anfang fühlt sich das nicht nach Fehler an
Das ist eigentlich der Satz den ich mir für Patienten manchmal aufschreiben würde wenn das nicht so seltsam wäre. Was mich an deinem letzten Post aber wirklich aufhält ist diese Formulierung: "nicht weil er nix tut, sondern weil ich andere Sachen gefunden hab". Das klingt unspektakulär, ist aber aus meiner Erfahrung eine ziemlich seltene Antwort. Die meisten landen bei "war eh Placebo" oder "ich brauch das eigentlich doch" - also wieder Schwarz-Weiß. Du hast da irgendwo dazwischen geparkt, ohne dass du es so geplant hast. Was mich gerade aber wirklich beschäftigt - und das hat nichts mit dem Saft zu tun - ist die Frage ob du das "manchmal vergess ich ne Woche" auch auf andere Sachen überträgst. Also nicht als Technik, sondern ob das ein Muster ist das gerade bei dir entsteht. Weil du vorher beschrieben hast dass du immer Abschluss brauchst. Und jetzt beschreibst du das Gegenteil davon, ohne dass du es so benannt hast. Ich frag das wirklich, nicht rhetorisch. Weil wenn ja, dann ist das tatsächlich was das sich verändert hat - nicht die Laufform, nicht der Schlaf. Sondern wie du mit Lücken umgehst.
Zitat von leni_bk am August 15, 2026, 22:13 Uhr@markus_hh88 mit dem "wie du mit Lücken umgehst" - ja okay das trifft mich gerade wirklich. Weil ich merke dass das stimmt, aber anders als ich es vorher gemacht hab. Früher wenn ich ne Woche das Notizbuch nicht geschrieben hab war das für mich so ein... Versagen, und dann hab ich mir vorgenommen "nächste Woche dann WIRKLICH wieder". Und jetzt? Ich schreib einfach wieder rein ohne dieses ganze Drama darum. Aber ich glaub das ist nicht weil ich "gelernt" hab sondern weil mir das Notizbuch nicht mehr so wichtig ist - also nicht im negativen Sinne, sondern eher... es hat seinen Job getan und jetzt is es einfach da wenn ich es brauch. Was mich aber gerade komisch beschäftigt ist dass ich das auch bei den Kindern anders sehe jetzt. Also wenn ich einen Plan für die Woche hab und der läuft nicht - früher war das für mich immer so ein "okay, nächste Woche besser planen". Und jetzt bemerke ich, dass ich einfach... die nächste Woche anders mach ohne dass ich vorher schon wieder alles analysieren muss. Mit dem Kindergarten funktioniert das ja sowieso, weil ich gar keine Zeit hab drüber nachzudenken. Aber wenn ich mir selbst ne Struktur geb - wie beim Notizbuch oder beim Handy rausnehmen - da passiert das gleiche jetzt auch. Ich bin weniger am Planen von Perfektionismus und mehr am... einfach machen. Das ist seltsam weil ich die Flasche Saft immer noch im Kühlschrank hab und die könnte theoretisch morgen wieder relevant werden aber... ich glaub sie wird's nicht. Nicht weil ich sie aktiv verdamme sondern weil sie einfach nicht mehr die Lösung für ein Problem ist das ich nicht mehr hab.
@markus_hh88 mit dem "wie du mit Lücken umgehst" - ja okay das trifft mich gerade wirklich. Weil ich merke dass das stimmt, aber anders als ich es vorher gemacht hab. Früher wenn ich ne Woche das Notizbuch nicht geschrieben hab war das für mich so ein... Versagen, und dann hab ich mir vorgenommen "nächste Woche dann WIRKLICH wieder". Und jetzt? Ich schreib einfach wieder rein ohne dieses ganze Drama darum. Aber ich glaub das ist nicht weil ich "gelernt" hab sondern weil mir das Notizbuch nicht mehr so wichtig ist - also nicht im negativen Sinne, sondern eher... es hat seinen Job getan und jetzt is es einfach da wenn ich es brauch. Was mich aber gerade komisch beschäftigt ist dass ich das auch bei den Kindern anders sehe jetzt. Also wenn ich einen Plan für die Woche hab und der läuft nicht - früher war das für mich immer so ein "okay, nächste Woche besser planen". Und jetzt bemerke ich, dass ich einfach... die nächste Woche anders mach ohne dass ich vorher schon wieder alles analysieren muss. Mit dem Kindergarten funktioniert das ja sowieso, weil ich gar keine Zeit hab drüber nachzudenken. Aber wenn ich mir selbst ne Struktur geb - wie beim Notizbuch oder beim Handy rausnehmen - da passiert das gleiche jetzt auch. Ich bin weniger am Planen von Perfektionismus und mehr am... einfach machen. Das ist seltsam weil ich die Flasche Saft immer noch im Kühlschrank hab und die könnte theoretisch morgen wieder relevant werden aber... ich glaub sie wird's nicht. Nicht weil ich sie aktiv verdamme sondern weil sie einfach nicht mehr die Lösung für ein Problem ist das ich nicht mehr hab.
Zitat von markus_hh88 am August 15, 2026, 22:18 UhrZitat von fk_1988die Flasche Saft im Kühlschrank könnte theoretisch morgen wieder relevant werden
@leni_bk das ist aber ein interessanter Satz zum Abschluss. Weil du sagst "ich glaub sie wird's nicht" - und ich glaub das auch. Aber nicht weil du jetzt irgendwas verstanden oder gelöst hast, sondern weil das Problem das der Saft lösen sollte einfach nicht mehr das Problem ist das du hast. Das ist aus meiner Erfahrung der einzige Weg wie Produkte wirklich aufhören relevant zu sein. Nicht durch Erkenntnis, nicht durch bessere Information. Sondern weil die Lücke die sie füllen sollten sich anderweitig gefüllt hat. Was mich jetzt aber wirklich noch beschäftigt - und das ist ein Gedanke der mir erst beim letzten Post gekommen ist - ist die Frage was passiert wenn der nächste Stressblock kommt. Seminar, Kindergarten läuft schlecht, Schlaf wieder chaotisch. Weil dann ist die Flasche noch im Kühlschrank. Und die Frage ist nicht ob du sie dann wieder nimmst - das wäre mir ehrlich gesagt egal, Rote Beete ist kein Supplement das mir Sorgen macht. Die Frage ist ob du dann wieder anfängst das als Test zu behandeln. Das wäre das einzige Muster das ich noch offen sehe. Ich frag das nicht als Warnung. Nur weil ich neugierig bin ob du das selbst auch siehst.
Zitat von fk_1988die Flasche Saft im Kühlschrank könnte theoretisch morgen wieder relevant werden
@leni_bk das ist aber ein interessanter Satz zum Abschluss. Weil du sagst "ich glaub sie wird's nicht" - und ich glaub das auch. Aber nicht weil du jetzt irgendwas verstanden oder gelöst hast, sondern weil das Problem das der Saft lösen sollte einfach nicht mehr das Problem ist das du hast. Das ist aus meiner Erfahrung der einzige Weg wie Produkte wirklich aufhören relevant zu sein. Nicht durch Erkenntnis, nicht durch bessere Information. Sondern weil die Lücke die sie füllen sollten sich anderweitig gefüllt hat. Was mich jetzt aber wirklich noch beschäftigt - und das ist ein Gedanke der mir erst beim letzten Post gekommen ist - ist die Frage was passiert wenn der nächste Stressblock kommt. Seminar, Kindergarten läuft schlecht, Schlaf wieder chaotisch. Weil dann ist die Flasche noch im Kühlschrank. Und die Frage ist nicht ob du sie dann wieder nimmst - das wäre mir ehrlich gesagt egal, Rote Beete ist kein Supplement das mir Sorgen macht. Die Frage ist ob du dann wieder anfängst das als Test zu behandeln. Das wäre das einzige Muster das ich noch offen sehe. Ich frag das nicht als Warnung. Nur weil ich neugierig bin ob du das selbst auch siehst.