Placebo oder echt – wie merkt man das bei sich selbst überhaupt??
Zitat von leni_bk am August 15, 2026, 22:21 Uhr@markus_hh88
Zitat von markus_hh88die Frage ist ob du dann wieder anfängst das als Test zu behandeln
ja... ich seh das. Und ehrlich, das ist wahrscheinlich die erste Frage die mich wirklich nervös macht statt irgendwie interessant. Weil ich merke gerade - wenn es wieder stressig wird und ich schlecht schlaf und die Läufe fühlen sich mies an, dann sitze ich garantiert wieder da und denk "okay jetzt test ich nochmal ob der Saft hilft, vielleicht war ich zu schnell fertig damit". Das ist so ein klassisches Muster bei mir, wenn ich unsicher bin: Projekt raus, neuer Test anfangen, zurück in die Evaluation. Statt einfach... weiterzumachen. Was mich aber gerade beschäftigt ist etwas anderes. Also nicht die Flasche - die kann gerne da stehen. Aber wenn der nächste Stressblock kommt, dann brauch ich wahrscheinlich wieder das Notizbuch oder sowas ähnliches als Ankerpunkt. Nicht um zu messen ob es funktioniert, sondern einfach um nicht wieder in diesen "aber vielleicht liegt es daran"-Modus zu rutschen. Und ich weiß gerade nicht ob das heißt ich sollte jetzt schon anfangen irgendetwas zu etablieren bevor's wieder schwierig wird, oder ob das genau wieder dieses "vorausplanen für Perfektionismus" ist das du vorhin kritisiert hast 😅
Also... eher ne echte Frage. Nicht weil ich ne Anleitung brauch sondern weil ich merke dass ich gerade wieder anfang auf die falsche Weise nachzudenken. Und ich kenne mich mittlerweile gut genug um zu wissen dass das Problem nicht die Flasche ist sondern ich selbst wenn's wieder stressig wird.
Zitat von markus_hh88die Frage ist ob du dann wieder anfängst das als Test zu behandeln
ja... ich seh das. Und ehrlich, das ist wahrscheinlich die erste Frage die mich wirklich nervös macht statt irgendwie interessant. Weil ich merke gerade - wenn es wieder stressig wird und ich schlecht schlaf und die Läufe fühlen sich mies an, dann sitze ich garantiert wieder da und denk "okay jetzt test ich nochmal ob der Saft hilft, vielleicht war ich zu schnell fertig damit". Das ist so ein klassisches Muster bei mir, wenn ich unsicher bin: Projekt raus, neuer Test anfangen, zurück in die Evaluation. Statt einfach... weiterzumachen. Was mich aber gerade beschäftigt ist etwas anderes. Also nicht die Flasche - die kann gerne da stehen. Aber wenn der nächste Stressblock kommt, dann brauch ich wahrscheinlich wieder das Notizbuch oder sowas ähnliches als Ankerpunkt. Nicht um zu messen ob es funktioniert, sondern einfach um nicht wieder in diesen "aber vielleicht liegt es daran"-Modus zu rutschen. Und ich weiß gerade nicht ob das heißt ich sollte jetzt schon anfangen irgendetwas zu etablieren bevor's wieder schwierig wird, oder ob das genau wieder dieses "vorausplanen für Perfektionismus" ist das du vorhin kritisiert hast 😅
Also... eher ne echte Frage. Nicht weil ich ne Anleitung brauch sondern weil ich merke dass ich gerade wieder anfang auf die falsche Weise nachzudenken. Und ich kenne mich mittlerweile gut genug um zu wissen dass das Problem nicht die Flasche ist sondern ich selbst wenn's wieder stressig wird.
Zitat von markus_hh88 am August 15, 2026, 22:25 Uhr@leni_bk
Zitat von leni_bkob das heißt ich sollte jetzt schon anfangen irgendetwas zu etablieren bevor's wieder schwierig wird
Das ist tatsächlich eine echte Frage, keine Rhetorik. Und ich glaub die Antwort ist: nein, aber nicht aus dem Grund den du vielleicht erwartest. Das Notizbuch ist schon da. Das Handy ist schon weg. Du hast nicht nichts - du hast zwei konkrete Sachen die funktionieren und die du nicht vorbereitet oder geplant hast, die sind einfach entstanden. Das ist ein anderer Ausgangspunkt als vor sechs Wochen. Was mich aber an deiner Frage wirklich aufhält: du formulierst den nächsten Stressblock als wäre er ein Examen für das was du hier gelernt hast. So als ob du dann bestehen oder durchfallen kannst. Aus meiner Erfahrung - sowohl beruflich als auch selbst nach schlechten Trainingswochen - funktioniert das nicht so. Du wirst in einem stressigen Seminarblock wahrscheinlich schlechter schlafen, vielleicht die Flasche rausholen, vielleicht das Notizbuch zwei Wochen nicht anrühren. Das ist kein Rückfall in ein altes Muster, das ist einfach eine stressige Phase. Der Unterschied zu vorher ist nicht dass du jetzt immun bist. Der Unterschied ist ob du danach drei Tage brauchst um wieder anzufangen oder drei Wochen. Das merkst du erst wenn es passiert, nicht vorher. Und realistisch betrachtet - ich weiß das von mir selbst nach langen Wettkampfphasen - manchmal greifst du zu Sachen die du eigentlich schon hinter dir hattest. Das sagt nichts über dich aus außer dass du gerade müde bist.
Zitat von leni_bkob das heißt ich sollte jetzt schon anfangen irgendetwas zu etablieren bevor's wieder schwierig wird
Das ist tatsächlich eine echte Frage, keine Rhetorik. Und ich glaub die Antwort ist: nein, aber nicht aus dem Grund den du vielleicht erwartest. Das Notizbuch ist schon da. Das Handy ist schon weg. Du hast nicht nichts - du hast zwei konkrete Sachen die funktionieren und die du nicht vorbereitet oder geplant hast, die sind einfach entstanden. Das ist ein anderer Ausgangspunkt als vor sechs Wochen. Was mich aber an deiner Frage wirklich aufhält: du formulierst den nächsten Stressblock als wäre er ein Examen für das was du hier gelernt hast. So als ob du dann bestehen oder durchfallen kannst. Aus meiner Erfahrung - sowohl beruflich als auch selbst nach schlechten Trainingswochen - funktioniert das nicht so. Du wirst in einem stressigen Seminarblock wahrscheinlich schlechter schlafen, vielleicht die Flasche rausholen, vielleicht das Notizbuch zwei Wochen nicht anrühren. Das ist kein Rückfall in ein altes Muster, das ist einfach eine stressige Phase. Der Unterschied zu vorher ist nicht dass du jetzt immun bist. Der Unterschied ist ob du danach drei Tage brauchst um wieder anzufangen oder drei Wochen. Das merkst du erst wenn es passiert, nicht vorher. Und realistisch betrachtet - ich weiß das von mir selbst nach langen Wettkampfphasen - manchmal greifst du zu Sachen die du eigentlich schon hinter dir hattest. Das sagt nichts über dich aus außer dass du gerade müde bist.
Zitat von leni_bk am August 15, 2026, 22:49 Uhr@markus_hh88 Zitat von markus_hh88manchmal greifst du zu Sachen die du eigentlich schon hinter dir hattest. Das sagt nichts über dich aus außer dass du gerade müde bist. das sitzt mir gerade irgendwie... anders. Nicht "aha ich versteh das jetzt" sondern mehr so - ich merke gerade dass ich mir selbst zu viel Druck damit mach dass ich es NICHT wieder tun darf. Also die Flasche nicht anfassen, das Notizbuch nicht vergessen, das Handy nicht wieder rein ins Schlafzimmer. Und das ist ja wieder genau dieses Kontrollding, oder. Ich ersetze nur die Sache die ich kontrollieren will - erst der Saft, dann die "Lösung", jetzt die "Nicht-Rückfall-Prävention". Das ist so absurd wenn ich das schreib. Was mich aber gerade anders beschäftigt - und das ist vielleicht ne praktischere Frage - ist was ich mit der Flasche Saft machen soll. Einfach stehen lassen? Trinken weil ich Lust hab? Wegwerfen damit ich nicht in Versuchung komm? Weil ich merke dass ich gerade wieder dabei bin das zu einem Ding zu machen das es nicht sein muss. Aber irgendwie fühlt sich einfach-Saft-trinken auch komisch an, als würde ich das Ganze nicht ernst nehmen oder so. Ich weiß dass das blöd klingt aber ich kann mir nicht helfen. Und der Kindergarten wartet nicht bis ich das geklärt hab also... 😅
@markus_hh88 Zitat von markus_hh88manchmal greifst du zu Sachen die du eigentlich schon hinter dir hattest. Das sagt nichts über dich aus außer dass du gerade müde bist. das sitzt mir gerade irgendwie... anders. Nicht "aha ich versteh das jetzt" sondern mehr so - ich merke gerade dass ich mir selbst zu viel Druck damit mach dass ich es NICHT wieder tun darf. Also die Flasche nicht anfassen, das Notizbuch nicht vergessen, das Handy nicht wieder rein ins Schlafzimmer. Und das ist ja wieder genau dieses Kontrollding, oder. Ich ersetze nur die Sache die ich kontrollieren will - erst der Saft, dann die "Lösung", jetzt die "Nicht-Rückfall-Prävention". Das ist so absurd wenn ich das schreib. Was mich aber gerade anders beschäftigt - und das ist vielleicht ne praktischere Frage - ist was ich mit der Flasche Saft machen soll. Einfach stehen lassen? Trinken weil ich Lust hab? Wegwerfen damit ich nicht in Versuchung komm? Weil ich merke dass ich gerade wieder dabei bin das zu einem Ding zu machen das es nicht sein muss. Aber irgendwie fühlt sich einfach-Saft-trinken auch komisch an, als würde ich das Ganze nicht ernst nehmen oder so. Ich weiß dass das blöd klingt aber ich kann mir nicht helfen. Und der Kindergarten wartet nicht bis ich das geklärt hab also... 😅
Zitat von markus_hh88 am August 16, 2026, 00:48 Uhr@leni_bk
Zitat von leni_bkwas ich mit der Flasche Saft machen soll
Trink sie. Nicht als Test, nicht als Ritual, nicht weil du gerade nachgedacht hast ob du dich damit verrätst. Einfach weil Rote-Beete-Saft Saft ist und du vielleicht Lust drauf hast oder nicht. Das ist keine tiefere Entscheidung. Was mich an deiner Frage aber wirklich aufhält - du fragst gerade ernsthaft was du mit einer Flasche Saft machen sollst. Das ist der Moment wo ich merke dass wir hier beide vielleicht zu lange an dem Ding geredet haben. Ich auch, nicht nur du. Ich bin heute nach der Arbeit noch kurz gelaufen, war schon dunkel fast. Und ich hab mir dabei keine Frage gestellt. Nicht wegen irgendwas das ich gelernt habe - einfach weil ich müde war und der Kopf schon leer. Das klingt jetzt fast so als hätte ich eine Botschaft dabei. Hab ich nicht. Ich sag nur: die Flasche ist das kleinste Problem in diesem Thread gewesen und das war sie von Anfang an.
Zitat von leni_bkwas ich mit der Flasche Saft machen soll
Trink sie. Nicht als Test, nicht als Ritual, nicht weil du gerade nachgedacht hast ob du dich damit verrätst. Einfach weil Rote-Beete-Saft Saft ist und du vielleicht Lust drauf hast oder nicht. Das ist keine tiefere Entscheidung. Was mich an deiner Frage aber wirklich aufhält - du fragst gerade ernsthaft was du mit einer Flasche Saft machen sollst. Das ist der Moment wo ich merke dass wir hier beide vielleicht zu lange an dem Ding geredet haben. Ich auch, nicht nur du. Ich bin heute nach der Arbeit noch kurz gelaufen, war schon dunkel fast. Und ich hab mir dabei keine Frage gestellt. Nicht wegen irgendwas das ich gelernt habe - einfach weil ich müde war und der Kopf schon leer. Das klingt jetzt fast so als hätte ich eine Botschaft dabei. Hab ich nicht. Ich sag nur: die Flasche ist das kleinste Problem in diesem Thread gewesen und das war sie von Anfang an.
Zitat von fk_1988 am August 16, 2026, 06:18 Uhr@markus_hh88 haha okay jetzt wird mir was klar. du schreibst "die Flasche ist das kleinste Problem" und ich sitz hier und hab gerade gemerkt - ich selbst bin das Problem. nicht die Flasche, nicht der Saft, nicht mal das Notizbuch. Ich bin derjenige der aus allem ein Projekt macht weil ich irgendwie nicht stillsitzen kann ohne es zu bewerten. Was mich aber gerade komisch trifft ist dass du das so beiläufig erwähnst - du bist nach der Arbeit einfach gelaufen, punkt. Keine Geschichte darum, keine Frage ob es richtig war. Und ich merke gerade dass ich das bei mir selbst noch nicht so kann. Ich lauf und im Kopf läuft gleichzeitig immer noch diese Stimme mit "aber ist das jetzt produktiv, machst du es richtig". Und das ist nicht weil ich so eine Perfektionist bin - bei den Kindern funktioniert das ja. Das ist weil ich mir selbst nie traue. Mir traue ich nur wenn ich es messen kann oder wenn jemand anderes dabei ist der mir sagt "hey, das war gut". Die Flasche Saft - ja, ich trink sie einfach wenn ich Bock drauf hab. Das ist dumm einfach, aber du hast recht dass das die Antwort ist. Was mich aber nervt ist dass ich das überhaupt als Frage formulieren musste statt es einfach zu tun. Das zeigt mir glaub ich wo ich wirklich noch hänge - nicht beim Supplement sondern beim Vertrauen in meine eigenen Entscheidungen. Und das is ein größeres Problem als jeder Rote-Beete-Saft.
@markus_hh88 haha okay jetzt wird mir was klar. du schreibst "die Flasche ist das kleinste Problem" und ich sitz hier und hab gerade gemerkt - ich selbst bin das Problem. nicht die Flasche, nicht der Saft, nicht mal das Notizbuch. Ich bin derjenige der aus allem ein Projekt macht weil ich irgendwie nicht stillsitzen kann ohne es zu bewerten. Was mich aber gerade komisch trifft ist dass du das so beiläufig erwähnst - du bist nach der Arbeit einfach gelaufen, punkt. Keine Geschichte darum, keine Frage ob es richtig war. Und ich merke gerade dass ich das bei mir selbst noch nicht so kann. Ich lauf und im Kopf läuft gleichzeitig immer noch diese Stimme mit "aber ist das jetzt produktiv, machst du es richtig". Und das ist nicht weil ich so eine Perfektionist bin - bei den Kindern funktioniert das ja. Das ist weil ich mir selbst nie traue. Mir traue ich nur wenn ich es messen kann oder wenn jemand anderes dabei ist der mir sagt "hey, das war gut". Die Flasche Saft - ja, ich trink sie einfach wenn ich Bock drauf hab. Das ist dumm einfach, aber du hast recht dass das die Antwort ist. Was mich aber nervt ist dass ich das überhaupt als Frage formulieren musste statt es einfach zu tun. Das zeigt mir glaub ich wo ich wirklich noch hänge - nicht beim Supplement sondern beim Vertrauen in meine eigenen Entscheidungen. Und das is ein größeres Problem als jeder Rote-Beete-Saft.
Zitat von evelyn83 am August 16, 2026, 08:04 Uhr@fk_1988
Zitat von fk_1988beim Vertrauen in meine eigenen Entscheidungen
das hat mich grad erwischt weil ich das so kenne und ich hab mit Sport eigentlich kaum was am Hut
ich les hier schon ne weile mit und meine freundin hat mich auf rote beete gebracht wegen blutdruck und so. und ich hab das betanio plus kurz angeschaut, dann war mir der preis zu hoch und ich habs gelassen. und jetzt les ich hier den ganzen thread und denk mir - vielleicht war das gar nicht wegen dem preis
vielleicht wollte ich einfach nicht die verantwortung übernehmen wenn es dann nix bringt. wenn ich es kaufe und es hilft nicht, dann hab ich geld verschwendet und das liegt an mir. wenn ich es nicht kaufe kann ich immer noch sagen "naja, vielleicht hätte es ja geholfen"
das ist doch genau das was ihr hier die ganze zeit beschreibt oder? nur halt umgekehrt - nicht kaufen als ausrede statt kaufen als ausrede
keine ahnung ob das bei anderen auch so ist aber bei mir zuhause ist das ständig so. ich überleg mir drei wochen ob ich irgendwas anschafffe für die kinder, und dann wenn ich es nicht kauf sag ich mir "ja man weiß ja nicht ob das was bringt" - und in wirklichkeit hab ich einfach angst dass ich die falsche entscheidung treff
Zitat von fk_1988beim Vertrauen in meine eigenen Entscheidungen
das hat mich grad erwischt weil ich das so kenne und ich hab mit Sport eigentlich kaum was am Hut
ich les hier schon ne weile mit und meine freundin hat mich auf rote beete gebracht wegen blutdruck und so. und ich hab das betanio plus kurz angeschaut, dann war mir der preis zu hoch und ich habs gelassen. und jetzt les ich hier den ganzen thread und denk mir - vielleicht war das gar nicht wegen dem preis
vielleicht wollte ich einfach nicht die verantwortung übernehmen wenn es dann nix bringt. wenn ich es kaufe und es hilft nicht, dann hab ich geld verschwendet und das liegt an mir. wenn ich es nicht kaufe kann ich immer noch sagen "naja, vielleicht hätte es ja geholfen"
das ist doch genau das was ihr hier die ganze zeit beschreibt oder? nur halt umgekehrt - nicht kaufen als ausrede statt kaufen als ausrede
keine ahnung ob das bei anderen auch so ist aber bei mir zuhause ist das ständig so. ich überleg mir drei wochen ob ich irgendwas anschafffe für die kinder, und dann wenn ich es nicht kauf sag ich mir "ja man weiß ja nicht ob das was bringt" - und in wirklichkeit hab ich einfach angst dass ich die falsche entscheidung treff
Zitat von markus_hh88 am August 16, 2026, 08:25 Uhr@evelyn83 das ist tatsächlich ein interessanter Blickwinkel, den ich im ganzen Thread noch nicht so gesehen hab.
Zitat von evelyn83nicht kaufen als ausrede statt kaufen als ausrede
Das stimmt strukturell. Beide Varianten halten die Frage offen - kaufen und nicht-kaufen können beide dazu dienen, keine echte Antwort zu kriegen. Was mich daran aufhält: du beschreibst das als Angst vor der falschen Entscheidung. Aber bei Rote-Beete-Saft - egal ob Betanio PLUS oder normaler Supermarktflaschen - gibt es eigentlich keine wirklich falsche Entscheidung. Der Preis von Betanio PLUS wäre ein legitimer Grund gewesen, da steckt meistens nur Marketingaufschlag drin. Günstiger Saft aus dem Regal macht dieselbe Physiologie. Was mich aber wirklich interessiert ist der Vergleich den du ziehst, mit den Anschaffungen für die Kinder. Weil das ist ein anderer Einsatz. Da geht es um echte Verantwortung für jemand anderen, nicht nur um dein Blutdruckmanagement. Und trotzdem läuft das gleiche Muster ab. Aus meiner Erfahrung - beruflich und privat - ist die Frage "kaufe ich das oder nicht" fast nie die eigentliche Frage. Die eigentliche Frage ist meistens was du von dir selbst erwartest wenn es nicht funktioniert. Und die stellt man sich lieber nicht direkt. Ob das bei anderen auch so ist: ja, ziemlich häufig.
@evelyn83 das ist tatsächlich ein interessanter Blickwinkel, den ich im ganzen Thread noch nicht so gesehen hab.
Zitat von evelyn83nicht kaufen als ausrede statt kaufen als ausrede
Das stimmt strukturell. Beide Varianten halten die Frage offen - kaufen und nicht-kaufen können beide dazu dienen, keine echte Antwort zu kriegen. Was mich daran aufhält: du beschreibst das als Angst vor der falschen Entscheidung. Aber bei Rote-Beete-Saft - egal ob Betanio PLUS oder normaler Supermarktflaschen - gibt es eigentlich keine wirklich falsche Entscheidung. Der Preis von Betanio PLUS wäre ein legitimer Grund gewesen, da steckt meistens nur Marketingaufschlag drin. Günstiger Saft aus dem Regal macht dieselbe Physiologie. Was mich aber wirklich interessiert ist der Vergleich den du ziehst, mit den Anschaffungen für die Kinder. Weil das ist ein anderer Einsatz. Da geht es um echte Verantwortung für jemand anderen, nicht nur um dein Blutdruckmanagement. Und trotzdem läuft das gleiche Muster ab. Aus meiner Erfahrung - beruflich und privat - ist die Frage "kaufe ich das oder nicht" fast nie die eigentliche Frage. Die eigentliche Frage ist meistens was du von dir selbst erwartest wenn es nicht funktioniert. Und die stellt man sich lieber nicht direkt. Ob das bei anderen auch so ist: ja, ziemlich häufig.
Zitat von evelyn83 am August 16, 2026, 08:38 Uhr@markus_hh88
Zitat von markus_hh88die eigentliche Frage ist meistens was du von dir selbst erwartest wenn es nicht funktioniert
okay das trifft mich jetzt nochmal anders als mein eigener post vorhin. weil ich merke dass ich das bei den kindern tatsächlich unterschiedlich mache - je nachdem ob es um sachen geht die man sieht oder nicht. wenn ich für die schule was kaufe und es bringt nix das sehen die anderen mütter nicht. aber wenn ich z.b. beim elternabend irgendwas vorschlage und es klappt nicht - das sehen alle. und dann trau ich mich beim nächsten mal weniger was zu sagen
beim saft ist das glaub ich auch so. meine freundin hat mir das empfohlen, sie würde dann wissen ob ich es probiert hab oder nicht. und wenn ich sage "hat bei mir nicht geholfen" muss ich mich irgendwie rechtfertigen warum es bei ihr funktioniert und bei mir nicht
keine ahnung ob das bei anderen auch so ist aber bei mir ist die frage "kaufe ich das" fast nie wirklich die frage. die frage ist eher - was sag ich dann meiner freundin 😅
Zitat von markus_hh88die eigentliche Frage ist meistens was du von dir selbst erwartest wenn es nicht funktioniert
okay das trifft mich jetzt nochmal anders als mein eigener post vorhin. weil ich merke dass ich das bei den kindern tatsächlich unterschiedlich mache - je nachdem ob es um sachen geht die man sieht oder nicht. wenn ich für die schule was kaufe und es bringt nix das sehen die anderen mütter nicht. aber wenn ich z.b. beim elternabend irgendwas vorschlage und es klappt nicht - das sehen alle. und dann trau ich mich beim nächsten mal weniger was zu sagen
beim saft ist das glaub ich auch so. meine freundin hat mir das empfohlen, sie würde dann wissen ob ich es probiert hab oder nicht. und wenn ich sage "hat bei mir nicht geholfen" muss ich mich irgendwie rechtfertigen warum es bei ihr funktioniert und bei mir nicht
keine ahnung ob das bei anderen auch so ist aber bei mir ist die frage "kaufe ich das" fast nie wirklich die frage. die frage ist eher - was sag ich dann meiner freundin 😅
Zitat von markus_hh88 am August 16, 2026, 08:47 Uhr@evelyn83
Zitat von evelyn83die frage ist eher - was sag ich dann meiner freundin
Das ist eigentlich ehrlicher als alles was die meisten Leute zugeben würden. Und das ist auch kein Sportler-Spezialphänomen - das ist einfach soziale Einbettung von Entscheidungen. Du kaufst nicht für dich, du kaufst für die Version von dir die deiner Freundin Bericht erstattet. Was mich daran aufhält: die Freundin hat Rote Beete wegen Blutdruck empfohlen. Das ist ein anderer Kontext als Ausdauersport - da gibt es tatsächlich eine breitere Datenlage, Nitrat und Blutdrucksenkung ist gut belegt, das ist kein Placebo-Terrain. Ich hab das letzte Woche noch in einem Review gelesen, Johnston et al., der Effekt ist moderat aber reproduzierbar. Also falls du das für Blutdruck überlegst und nicht für Pace-Optimierung - das wäre ehrlich gesagt eine andere Ausgangslage als das was hier die letzten Wochen besprochen wurde. Aber das ändert nichts an dem was du beschreibst. Deine Freundin empfiehlt was, du bist jetzt in der Position wo dein Ergebnis ihr Urteil irgendwie bewertet oder nicht bewertet. Das ist eine komische Schieflage. Die meisten Leute im medizinischen Bereich kennen das - Patienten die mir sagen "ich hab die Übungen gemacht" obwohl sie es nicht haben, weil sie mich nicht enttäuschen wollen. Das ist kein Lügen, das ist sozialer Druck der sich anfühlt wie persönliche Überzeugung. Betanio PLUS würde ich trotzdem weglassen. Da zahlst du für das Etikett.
Zitat von evelyn83die frage ist eher - was sag ich dann meiner freundin
Das ist eigentlich ehrlicher als alles was die meisten Leute zugeben würden. Und das ist auch kein Sportler-Spezialphänomen - das ist einfach soziale Einbettung von Entscheidungen. Du kaufst nicht für dich, du kaufst für die Version von dir die deiner Freundin Bericht erstattet. Was mich daran aufhält: die Freundin hat Rote Beete wegen Blutdruck empfohlen. Das ist ein anderer Kontext als Ausdauersport - da gibt es tatsächlich eine breitere Datenlage, Nitrat und Blutdrucksenkung ist gut belegt, das ist kein Placebo-Terrain. Ich hab das letzte Woche noch in einem Review gelesen, Johnston et al., der Effekt ist moderat aber reproduzierbar. Also falls du das für Blutdruck überlegst und nicht für Pace-Optimierung - das wäre ehrlich gesagt eine andere Ausgangslage als das was hier die letzten Wochen besprochen wurde. Aber das ändert nichts an dem was du beschreibst. Deine Freundin empfiehlt was, du bist jetzt in der Position wo dein Ergebnis ihr Urteil irgendwie bewertet oder nicht bewertet. Das ist eine komische Schieflage. Die meisten Leute im medizinischen Bereich kennen das - Patienten die mir sagen "ich hab die Übungen gemacht" obwohl sie es nicht haben, weil sie mich nicht enttäuschen wollen. Das ist kein Lügen, das ist sozialer Druck der sich anfühlt wie persönliche Überzeugung. Betanio PLUS würde ich trotzdem weglassen. Da zahlst du für das Etikett.
Zitat von evelyn83 am August 16, 2026, 09:04 Uhr@markus_hh88
Zitat von markus_hh88Betanio PLUS würde ich trotzdem weglassen. Da zahlst du für das Etikett.
okay das ist irgendwie das erste mal dass mir jemand das so direkt sagt und ich glaub ich brauchte das. meine freundin schwört ja auf das zeug aber ich hab nie wirklich nachgefragt ob sie normalen saft auch schon probiert hat oder ob sie gleich zum teuren gegriffen hat weil die verpackung seriös aussah
und das mit der blutdruck-datenlage - das wusste ich gar nicht dass das da anders ist als beim sport. ich dachte das ist alles irgendwie dasselbe also rote beete ist rote beete. aber wenn der effekt da wirklich belegt ist würde ich das meiner freundin glatt weitersagen, dann müsste ich mich auch nicht mehr so komisch fühlen wenn ich ihr sage ich kauf einfach den billigen saft aus dem supermarkt
was mich aber gerade wirklich beschäftigt - du sagst patienten sagen "ich hab die übungen gemacht" obwohl sie es nicht haben. und ich merk dass ich das mit meiner freundin umgekehrt mache. ich sag ihr noch gar nichts, damit ich gar nicht erst in die situation komme wo ich erklären muss warum ich es nicht probiert hab. das ist so ein... vorauseilendes vermeiden? keine ahnung ob das ein wort ist
ist das dann eigentlich noch die entscheidung meiner freundin oder schon meine
Zitat von markus_hh88Betanio PLUS würde ich trotzdem weglassen. Da zahlst du für das Etikett.
okay das ist irgendwie das erste mal dass mir jemand das so direkt sagt und ich glaub ich brauchte das. meine freundin schwört ja auf das zeug aber ich hab nie wirklich nachgefragt ob sie normalen saft auch schon probiert hat oder ob sie gleich zum teuren gegriffen hat weil die verpackung seriös aussah
und das mit der blutdruck-datenlage - das wusste ich gar nicht dass das da anders ist als beim sport. ich dachte das ist alles irgendwie dasselbe also rote beete ist rote beete. aber wenn der effekt da wirklich belegt ist würde ich das meiner freundin glatt weitersagen, dann müsste ich mich auch nicht mehr so komisch fühlen wenn ich ihr sage ich kauf einfach den billigen saft aus dem supermarkt
was mich aber gerade wirklich beschäftigt - du sagst patienten sagen "ich hab die übungen gemacht" obwohl sie es nicht haben. und ich merk dass ich das mit meiner freundin umgekehrt mache. ich sag ihr noch gar nichts, damit ich gar nicht erst in die situation komme wo ich erklären muss warum ich es nicht probiert hab. das ist so ein... vorauseilendes vermeiden? keine ahnung ob das ein wort ist
ist das dann eigentlich noch die entscheidung meiner freundin oder schon meine