Rote Bete Inhaltsstoffe: Nährwerte & Wirkung erklärt

Rote Bete gilt als besonders nährstoffreiches Gemüse. Verantwortlich sind nicht nur Vitamine und Mineralstoffe, sondern vor allem bioaktive Pflanzenstoffe wie Nitrat, Betanin und Betain. Hier erfährst du, was wirklich in der Knolle steckt.

Das Wichtigste in Kürze

Makronährstoffe der Roten Bete

Die Grundzusammensetzung ist typisch für ein Wurzelgemüse. Mit rund 88 % Wasseranteil zählt Rote Bete zu den wasserreichen Gemüsesorten – entsprechend niedrig ist mit etwa 43 kcal pro 100 g der Energiegehalt. Die festen Bestandteile verteilen sich auf Kohlenhydrate, Ballaststoffe, etwas Eiweiß und nahezu kein Fett.

Ernährungsphysiologisch relevant ist vor allem der Ballaststoffanteil, der zu einer normalen Verdauung beiträgt. In Kombination mit dem geringen Fettgehalt eignet sich die Knolle gut für eine kalorienbewusste, ballaststoffreiche Ernährung.

Nährwerttabelle: Rote Bete im Überblick

Die wichtigsten Inhaltsstoffe pro 100 g roher Roter Bete:

NährstoffMenge pro 100 gAnteil Tagesbedarf
Energieca. 43 kcal
Wasserca. 88 g
Kohlenhydrateca. 9,6 g
davon Zuckerca. 6,8 g
Ballaststoffeca. 2,8 gca. 9 %
Eiweißca. 1,6 g
Fettca. 0,2 g
Folsäureca. 109 µgca. 36 %
Vitamin Cca. 5 mgca. 5 %
Kaliumca. 325 mgca. 16 %
Magnesiumca. 23 mgca. 6 %
Eisenca. 0,8 mgca. 6 %
Nitrat100–250 mg
Betainca. 130 mg

Mythos Eisen: Wie viel steckt wirklich drin?

Wenige Lebensmittel halten sich so hartnäckig im Ruf eines wertvollen Eisenlieferanten wie die Rote Bete. Die intensive Färbung legt das nahe – die Datenlage zeichnet jedoch ein anderes Bild.

100 g Rote Bete enthalten etwa 0,8 mg Eisen. Zum Vergleich: Linsen liefern rund 8 mg, Haferflocken rund 5 mg. Rote Bete bleibt ein wertvolles Lebensmittel – als gezielte Eisenquelle bei erhöhtem Bedarf ist sie jedoch nicht geeignet.

Sekundäre Pflanzenstoffe in der Roten Bete

Sekundäre Pflanzenstoffe sind nicht lebensnotwendig, gewinnen in der Ernährungsforschung aber zunehmend an Bedeutung.

Nitrat

Rote Bete zählt zu den nitratreichsten Gemüsesorten. Im Körper kann aus Nitrat Stickstoffmonoxid entstehen, das die Gefäßmuskulatur entspannt und die Durchblutung verbessert. Mehr dazu im Beitrag Nitrat aus Roter Bete.

Betanin

Betanin gehört zur Gruppe der Betalaine und ist für die rote Farbe verantwortlich. Ernährungswissenschaftlich interessant ist vor allem seine antioxidative Wirkung.

Betain

Betain ist am Stoffwechsel beteiligt und wird besonders im Zusammenhang mit dem Homocystein-Stoffwechsel untersucht.

Oxalsäure

Oxalsäure ist ein natürlicher Pflanzenstoff, der auch in Spinat und Mangold vorkommt. Relevant ist der Gehalt vor allem für Personen mit Neigung zu Nierensteinen. Ausführlich erklärt im Beitrag Oxalsäure in Roter Bete.

Unser Tipp

Für gesunde Menschen mit normaler Nierenfunktion ist der übliche Verzehr von Roter Bete unproblematisch. Wer die Oxalatbelastung zusätzlich senken möchte, für den kann fermentiertes Saftkonzentrat eine ideale Lösung sein – geringerer Oxalatgehalt bei erhaltenen Pflanzenstoffen. Mehr dazu beim fermentierten Rote-Bete-Konzentrat.

Einzelne Inhaltsstoffe im Detail

Nitrat aus Roter Bete

Wie Nitrat im Körper wirkt und was die Studienlage zu Herz und Leistung sagt.

Oxalsäure in Roter Bete

Wie viel Oxalsäure steckt drin, für wen sie relevant ist und wie man sie senkt.

Fazit

Rote Bete ist weit mehr als ein farbintensives Wurzelgemüse. Besonders interessant sind die bioaktiven Pflanzenstoffe Nitrat, Betanin und Betain. Wer Rote Bete regelmäßig konsumieren möchte, für den können fermentierte Rote-Bete-Konzentrate eine praktische Ergänzung sein.

Häufige Fragen

Rote Bete enthält vor allem Kohlenhydrate, Ballaststoffe sowie Vitamine und Mineralstoffe. Besonders interessant sind die sekundären Pflanzenstoffe Nitrat, Betanin und Betain.

Nitrat gehört zu den bekanntesten Inhaltsstoffen. Im Körper kann daraus Stickstoffmonoxid gebildet werden, das an der Regulation der Gefäßfunktion beteiligt ist.

Betanin ist der rote Pflanzenfarbstoff der Roten Bete. Er besitzt antioxidative Eigenschaften und kann körpereigene Schutzsysteme gegen oxidativen Stress unterstützen.

Rote Bete liefert unter anderem Folsäure, Kalium, Magnesium und kleinere Mengen Vitamin C. Besonders der hohe Folsäuregehalt ist relevant.

Rote Bete kann roh, gekocht oder als Saft verzehrt werden. Fermentierte Konzentrate bieten gute Alltagstauglichkeit und einen geringeren Oxalatgehalt.

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