Placebo oder echt – wie merkt man das bei sich selbst überhaupt??
Zitat von miramira am Juli 28, 2026, 04:59 Uhrmich beschäftigt das gerade echt sehr. Ich mein - wie soll ich als Hobbyläuferin überhaupt rausfinden ob irgendwas wirklich was bringt oder ob ich mir das nur einbilde? Bei meinem letzten langen Lauf (war Sonntag, so 18km) hab ich vorher Rote-Beete-Saft getrunken weil ich das grade ausprobiere. Gefühlt war die Pace besser, aber... ich hatte auch mal schlechter geschlafen als die Woche davor und war entspannter irgendwie. Wie soll ich da auseinanderhalten was der Saft gemacht hat und was einfach der Tag?? Ich studier Sportwissenschaft und weiß eh dass man für sowas eigentlich Kontrollbedingungen bräuchte. Aber ich bin halt keine n=30 Studie ich bin eine Person. Selbstexperiment ist da echt schwierig. Das Problem is auch: wenn ich glaub dass es hilft fühlt es sich wahrscheinlich besser an. Placebo is ja bei Ausdauersport scheinbar nicht zu unterschätzen, das hab ich mal in nem Paper gelesen (weiß grad nicht mehr welches genau). Also selbst wenn der Rote-Beete-Saft nix tut - bringt er mir dann trotzdem was weil ich glaub er bringt was?? Das dreht sich irgendwie im Kreis. Und dann kommt noch dazu dass ich nicht wochenlang nur eine Variable änder weil sich eh ständig irgendwas verändert - Schlaf, Stress, Trainingbelastung. Ich frag mich ob irgendjemand hier g'scheit auseinanderhält was bei ihm wirklich was tut und was einfach... Gefühl ist. Habt ihr da irgendeine Methode oder ist das bei euch auch so ein Bauchgefühl-Ding am Ende?
mich beschäftigt das gerade echt sehr. Ich mein - wie soll ich als Hobbyläuferin überhaupt rausfinden ob irgendwas wirklich was bringt oder ob ich mir das nur einbilde? Bei meinem letzten langen Lauf (war Sonntag, so 18km) hab ich vorher Rote-Beete-Saft getrunken weil ich das grade ausprobiere. Gefühlt war die Pace besser, aber... ich hatte auch mal schlechter geschlafen als die Woche davor und war entspannter irgendwie. Wie soll ich da auseinanderhalten was der Saft gemacht hat und was einfach der Tag?? Ich studier Sportwissenschaft und weiß eh dass man für sowas eigentlich Kontrollbedingungen bräuchte. Aber ich bin halt keine n=30 Studie ich bin eine Person. Selbstexperiment ist da echt schwierig. Das Problem is auch: wenn ich glaub dass es hilft fühlt es sich wahrscheinlich besser an. Placebo is ja bei Ausdauersport scheinbar nicht zu unterschätzen, das hab ich mal in nem Paper gelesen (weiß grad nicht mehr welches genau). Also selbst wenn der Rote-Beete-Saft nix tut - bringt er mir dann trotzdem was weil ich glaub er bringt was?? Das dreht sich irgendwie im Kreis. Und dann kommt noch dazu dass ich nicht wochenlang nur eine Variable änder weil sich eh ständig irgendwas verändert - Schlaf, Stress, Trainingbelastung. Ich frag mich ob irgendjemand hier g'scheit auseinanderhält was bei ihm wirklich was tut und was einfach... Gefühl ist. Habt ihr da irgendeine Methode oder ist das bei euch auch so ein Bauchgefühl-Ding am Ende?
Zitat von fk_1988 am Juli 28, 2026, 06:35 Uhr@miramira haha ja das dreht sich im Kreis stimmt. Aber ich glaub du machst es dir zu kompliziert mit dem wissenschaftlichen Ansatz. Du bist keine Studie, genau - und das ist okay. Bei mir wars so: ich hab jahrelang nichts genommen, laufe einfach. Dann hat ein Kumpel vom Training mir Magnesium empfohlen, meinte das hilft gegen Krämpfe. Ich war skeptisch aber hab es probiert, ein paar Wochen. Danach habs wieder gelassen - nicht weil ich dachte es hilft nicht, sondern weil mir der Unterschied nicht aufgefallen ist. Punkt. Keine Krämpfe vorher, keine Krämpfe nachher. Und das wars für mich. Das heißt nicht dass es anderen nicht hilft. Aber wenn du selbst keine klare Veränderung merkst - und zwar beim trainen, nicht beim nachdenken - dann ist es wahrscheinlich auch egal ob es wirkt oder nicht. Dein Problem ist glaub ich dass du vorher schon überlegst ob es funktionieren könnte. Versuchs anders: nimm es einfach zwei, drei Wochen und merk dir wie deine Läufe sich anfühlen. Dann setz es ab, lauf normal weiter. Wenn es danach deutlich schlechter wird, war wahrscheinlich was dran. Wenn nix passiert - naja, dann weißt du bescheid. Rote Beete als Saft ist auch billig genug dass man das einfach machen kann ohne viel Geld zu verschwenden. Das ist für mich der Unterschied.
@miramira haha ja das dreht sich im Kreis stimmt. Aber ich glaub du machst es dir zu kompliziert mit dem wissenschaftlichen Ansatz. Du bist keine Studie, genau - und das ist okay. Bei mir wars so: ich hab jahrelang nichts genommen, laufe einfach. Dann hat ein Kumpel vom Training mir Magnesium empfohlen, meinte das hilft gegen Krämpfe. Ich war skeptisch aber hab es probiert, ein paar Wochen. Danach habs wieder gelassen - nicht weil ich dachte es hilft nicht, sondern weil mir der Unterschied nicht aufgefallen ist. Punkt. Keine Krämpfe vorher, keine Krämpfe nachher. Und das wars für mich. Das heißt nicht dass es anderen nicht hilft. Aber wenn du selbst keine klare Veränderung merkst - und zwar beim trainen, nicht beim nachdenken - dann ist es wahrscheinlich auch egal ob es wirkt oder nicht. Dein Problem ist glaub ich dass du vorher schon überlegst ob es funktionieren könnte. Versuchs anders: nimm es einfach zwei, drei Wochen und merk dir wie deine Läufe sich anfühlen. Dann setz es ab, lauf normal weiter. Wenn es danach deutlich schlechter wird, war wahrscheinlich was dran. Wenn nix passiert - naja, dann weißt du bescheid. Rote Beete als Saft ist auch billig genug dass man das einfach machen kann ohne viel Geld zu verschwenden. Das ist für mich der Unterschied.