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Rote Beete einlegen - wie lange hält es wirklich im Keller?

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Zitat von elvira_k

bei den Säften aus der Flasche - da weiß man ja oft nicht so genau

das ist eigentlich mein Punkt auch, und ich sag das obwohl @leni_bk das Betanio PLUS da grad ein bisschen promoted. ich hab das Zeug im Drogeriemarkt schon gesehen und kurz überlegt obs was für mich wäre - aber ich will ehrlich gesagt erst hören was echte Leute dazu sagen, nicht was auf der Packung steht. Werbung kann ich selbst lesen. was mich bei dem ganzen Saisonthema grad wirklich beschäftigt - @elvira_k wenn du den Garten hast und jetzt eh gerade erntest, wär das vielleicht auch eine Option: einfach einfrieren statt einkochen. Ich weiß nicht ob du das schon mal probiert hast, aber ich hab gehört (von einer Kollegin, die das macht) dass tiefgekühlte Rote Beete sich besser hält als man denkt und der Geschmack weniger kippt als bei der eingekochten Variante. Kurz vorkochen, in Stücke, einfrieren - dann hast du auch im November noch was. Kein Wasserbad, kein Einkochen, kein Spekulieren ob der Deckel noch dicht ist. ob das für Blutdruck-Zwecke genauso wirkt wie frisch kann ich dir nicht sagen, das ist zu spezifisch für mich. Aber geschmacklich könnt das ein Kompromiss sein der übers Jahr trägt. schauen wir mal was @elvira_k dazu meint

zitat von leni_keinfrieren statt einkochen
ah ja, das ist tatsächlich ne smart Idee die ich so gar nicht auf dem Zettel hatte. Ich mein, ich frier ja auch andere Sachen ein aber bei Rote Beete bin ich irgendwie immer beim Einkochen hängengeblieben weil das so klassisch ist. Aber du hast recht - das wär für @elvira_k wahrscheinlich weniger Stress und auch weniger dieses Bauchgefühl-Problem mit den alten Gläsern. Was mich aber grad neugierig macht - wenn man die Beete vorher kocht und dann einfriert, wie lange halten die denn wirklich? Also im schlimmsten Fall wenn sie bis zum nächsten Sommer im Tiefkühler bleiben? Und wird das nicht auch irgendwann matschig wenn man es auftaut? Ich hab mit eingefrorenem Gemüse generell immer das Problem dass es nachher komisch weich wird, aber vielleicht is das bei Rote Beete anders. Aber nochmal zu @elvira_k - ich glaub das Kernproblem is eh nicht die Form sondern dass du einfach ein System brauchst das du auch wirklich durchziehst. Ob das jetzt frisch raspeln, einfrieren oder am Ende doch fertiger Saft ist - es muss in deinen Alltag passen sonst vergisst du es. Und ehrlich gesagt, wenn der Arzt nur sagt "mehr Rote Beete" ohne Details dann hast du da auch Spielraum. Vielleicht versuchst du einfach im Herbst wenn die Ernte läuft ne kleine Portion einzufrieren und schaust ob das für dich praktikabel is?

Zitat von leni_bk

wie lange halten die denn wirklich

also ich kann dir da keine genaue Zahl nennen, aber meine Kollegin (die die das macht) hat gesagt bis zu sechs Monate ist kein Problem. Ob das dann noch genauso gut ist wie nach einem Monat - keine Ahnung ehrlich gesagt. was mich bei der Matschig-Frage aber interessiert: ich glaub das kommt drauf an wie lange du vorher kochst. Wenn du die Beete zu weich kochst bevor du einfrierst, dann ist das nachher tatsächlich komisch. Ich würd sie eher halb-gar lassen - also noch mit etwas Biss - und dann erst einfrieren. Dann hat sie nach dem Auftauen noch irgendwas zu beißen. @elvira_k eine Sache die ich noch nicht angesprochen hab: du hast ja gerade Ernte. Das wär eigentlich der Moment um einfach mal eine kleine Testportion einzufrieren, nicht die ganze Ernte. Einfach zwei, drei Beete vorkochen, würfeln, einfrieren. Im Oktober auftauen und schauen wie es dir schmeckt. Dann weißt du ob das was für dich ist bevor du groß umplanst. Kein Risiko, kein Aufwand. ich bin grad ehrlich gesagt zu müd um das weiter durchzudenken aber das fänd ich den logischsten ersten Schritt.

@leni_k ja das mit dem halb-gar kochen ist ein guter Punkt, das hab ich vorher gar nicht so überlegt. Bei mir im Gefrierschrank landet sonst immer alles was eh schon matschig ist, und dann wunder ich mich dass es nachher auch noch matschiger wird 😅

aber ehrlich gesagt bin ich jetzt neugierig geworden auf die ganze Sache. Ich mein, wenn @elvira_k sowieso gerade erntet, dann kostet sie ein Test-Tiefkühler-Versuch ja fast nichts. Und dann weiß sie endlich ob das was für sie ist oder ob sie doch wieder bei eingekocht landen bleibt. Was mich grad aber anders beschäftigt - und vielleicht bin ich da zu praktisch veranlagt - aber wenn die Beete erst vorkochen muss bevor sie einfriert dann brauchst du ja trotzdem Zeit dafür. Und @elvira_k hat ja gerade Garten-Stress. Das ist immer noch Arbeit, nur halt zeitversetzt. Ich mein nicht böse gemeint, aber es ist halt nicht so super-unkompliziert wie es vielleicht klingt. Bei mir in der Arbeit mit den Kindern - wenn ich was Neues probieren will muss es wirklich easy sein sonst vergess ich es nach einer Woche und bin wieder bei meinen Routinen. Aber naja vielleicht test sie es einfach wenn gerade Zeit ist. Im Herbst wird's weniger stressig im Garten glaub ich?

Zitat von leni_bk

wenn die Beete erst vorkochen muss bevor sie einfriert dann brauchst du ja trotzdem Zeit dafür

- ja, das ist natürlich wahr. Aber ehrlich gesagt, das Vorkochen ist nicht das Problem, das mache ich ja sowieso wenn ich frische Beete verarbeite. Der Aufwand liegt eher darin, dass ich mich überhaupt mal hinsetzen muss und es konkret tue, nicht nur drüber nachdenke. Das mit dem Test-Tiefkühler-Versuch - das spricht mich tatsächlich an. @leni_k hat recht zwei oder drei Beete sind kein großer Aufwand, und ich könnte dann wirklich sehen ob es mir schmeckt wenn ich es im Oktober wieder auftaue. Mein Problem ist eher, dass ich im Kopf immer gleich das große System plane statt einfach mal klein anzufangen. Das war auch früher schon so, mein Mann hat mich da immer ein bisschen geneckt damit. Was mich aber gerade beschäftigt - und das habe ich gar nicht richtig durchdacht - wenn ich die Beete vorher halb-gar koche und dann einfriere, schmecken die nachher dann noch so, wie wenn ich sie frisch aus dem Garten verarbeite? Oder ist das auch wieder so eine eingekochte Geschichte, wo der Geschmack kippt? Weil wenn ich die sowieso vorkochen muss, dann frage ich mich, ob das am Ende nicht doch wieder zu sehr in Richtung "erdige Variante" geht. Das war ja mein Problem mit den alten Gläsern. Vielleicht sollte ich doch erst mal die rohe Raspel-Variante probieren, einfach nächste Woche wenn ich Zeit habe.

@elvira_k [quote=elvira_kob das am Ende nicht doch wieder zu sehr in Richtung "erdige Variante" geht[/quote] hm das ist eigentlich ne gute Frage die ich mir auch schon gestellt hab. Aber ich glaub da machst du dir zu viele Gedanken ehrlich gesagt. Das mit dem Vorkochen und dann Einfrieren - das ist nicht dasselbe wie Einkochen. Bei mir im Training hat jemand erzählt dass tiefgekühltes Gemüse geschmacklich näher an frisch dran bleibt als wenn du es monatelang in ner Salzlake stehen hast. Logisch irgendwie, die Beete ist ja eingeforen und nicht ständig mit Flüssigkeit in Kontakt. Aber ehrlich - wenn du eh gerade am Überlegen bist ob roh raspeln oder gekocht - warum nicht einfach beide Varianten hintereinander testen statt jetzt schon wieder zu grübeln. Nächste Woche eine rohe Beete raspeln wenn du Zeit hast, probieren, Eindruck sammeln. Dann irgendwann ne gekochte einfrieren und schauen was dir besser liegt. Du brauchst nicht das perfekte System, du brauchst nur was für DICH funktioniert. Und das findest du nicht durch Nachdenken sondern durchs Ausprobieren. Was mich bei der ganzen Sache aber ehrlich nervt - und das is jetzt vielleicht unfair - ist dass du immer gleich das große Ding plant statt einfach mal was zu machen. Du hast den Garten, du hast die Zeit im Herbst, du hast ne ärztliche Empfehlung. Das reicht doch. Probier die rohe Beete, wenn sie dir nicht liegt dann versuchst du es im Oktober mit gefroren. Fertig. Nicht immer alles vorher durchdenken bis zur Erschöpfung

@leni_do du hast da gerade Dinge gesagt, die mir nicht so angenehm sind, aber ich glaube, du hast recht. Das mit dem Überplanen - ja, das kenne ich von mir selbst. Mein Mann hätte das genauso gesagt wie du eben. Ich merke das auch, dass ich mich da manchmal selbst im Weg stehe. Aber eine Sache möchte ich doch klarstellen: Das mit der Zeit im Herbst - das wird nicht unbedingt weniger stressig, das ist nur eine andere Art von Stress. Jetzt im Hochsommer mit den Tomaten und der Hitze, das ist anstrengend. Im Herbst kommt dafür das Putzen, das Aufräumen im Garten, die Vorbereitung auf den Winter. Es ist nie wirklich weniger nur anders. Das ist auch einfach die Realität wenn man einen Garten in diesem Alter noch selbst bewirtschaftet. Aber du hast mich erwischt: Ich plane tatsächlich viel zu viel vorher und probiere zu wenig.

Zitat von leni_do

Probier die rohe Beete, wenn sie dir nicht liegt dann versuchst du es im Oktober mit gefroren

- das ist eigentlich ganz einfach gesagt, und jetzt wo ich es so lese, merke ich, dass ich das komplizierter gemacht habe als nötig. Eine rohe Beete aus dem Garten, raspeln, probieren. Mehr nicht. Ich werde das nächste Woche machen wenn das Wetter passt. Keine große Planung, einfach nur machen. Danke dass du mir das so direkt gesagt hast.

@elvira_k ich bin den Thread jetzt erst heute morgen komplett durchgegangen, und der letzte Beitrag von dir hat mich kurz innehalten lassen.

Zitat von elvira_k

Ich werde das nächste Woche machen wenn das Wetter passt.

Das "wenn das Wetter passt" - ich sag das nicht um zu nerven, aber das ist schon wieder eine kleine Bedingung die du dranhängst. Ich kenne das aus der Praxis, Patienten die sagen "ich fange mit den Übungen an wenn der Schmerz ein bisschen besser wird." Funktioniert selten. Rote Beete raspeln dauert zehn Minuten. Das Wetter spielt dabei keine Rolle, weil du ja drin bist. Was mich aber an der ganzen Diskussion hier mehr beschäftigt als der Geschmacksvergleich: du hast einen Garten, du hast frische Beete, und du isst sie trotzdem kaum. Das deutet meistens nicht auf ein Zubereitungsproblem hin, sondern darauf dass die Motivation noch nicht wirklich da ist. Und das wird sich nicht ändern egal ob roh, gefroren oder eingekocht, wenn das Essen sich wie eine Pflichterfüllung anfühlt. Ich sag das ohne Wertung - realistisch betrachtet hilft Rote Beete beim Blutdruck tatsächlich etwas, das ist kein Mythos. Aber der Effekt ist bescheiden, und wenn man sich dabei quält ist der Aufwand größer als der Nutzen. Falls du es wirklich regelmäßig durchziehen willst, wäre meine Frage: gibt es eine Zubereitungsform bei der du nicht anfangen würdest nachzudenken, ob du Lust hast - sondern es einfach passiert?

kleines Update hier, weil ich @markus_hh88 Punkt jetzt auch nicht mehr aus dem Kopf krieg. Ich hab nämlich grad realisiert dass ich das bei mir selbst genauso mach - mit dem Betanio PLUS z.B. Ich kauf das seit Monaten, nehm es aber nicht regelmäßig weil ich immer erst überlegen muss ob ich Lust drauf hab. Das schmeckt mir halt nicht so gut dass es einfach passiert, verstehst du? Es fühlt sich an wie Pflicht und nicht wie was das ich gerne mach. Bei @elvira_k ist es glaub ich ähnlich. Ich mein, sie hat den Garten direkt neben sich - wenn das nicht triggern würde dass mans regelmäßig macht, dann weiß ich nicht was. Aber vielleicht is das gar nicht das Problem sondern einfach dass Rote Beete für manche Menschen nicht die Zutat ist die man nebenbei isst. Und das ist völlig okay, oder? @markus_hh88 deine Frage "gibt es eine Form bei der es einfach passiert" - die fand ich ehrlich gesagt knifflig. Weil ich glaub da brauchts nicht unbedingt die richtige Zubereitungsform sondern eher dass man die Beete irgendwie liebt. Und das kann man sich nicht erzwingen. Ich kenn Leute die schwören auf Rote Beete und die essen die einfach so aus der Dose weil sie keinen Plan machen, und andere die haben einen Garten und kriegen es trotzdem nicht hin. Das hat glaub ich weniger mit kochen zu tun und mehr damit ob man wirklich Lust drauf hat.

@leni_bk du sprichst da was an das mich selbst beim Laufen triggert. Ich hab mir mal Betanio PLUS gekauft weil eine aus meiner Gruppe das genommen hat, und ich bin dann auch nicht dabei geblieben. Nicht weil es mir nicht geholfen hat - ich kann das ehrlich nicht beurteilen - sondern weil es sich angefühlt hat wie noch eine Pflicht-Aufgabe vor dem Training. Rote Beete essen weil es gesund ist, das ist die falsche Motivation. Aber bei @elvira_k sehe ich das anders als du vielleicht. Sie hat ja nicht einfach "keine Lust" - sie hat konkret gesagt dass die eingekochte Version für sie erdiger schmeckt und dass das ein Problem ist. Das ist nicht Motivations-Mangel, das ist einfach ein legitimer Geschmacks-Unterschied. Und wenn sie die rohe Variante süßlicher findet wie @leni_k beschrieben hat, dann könnte das tatsächlich ein Game-Changer sein, nicht wegen der Zubereitungsform sondern weil es ihr schmeckt. Die Frage von @markus_hh88 war aber glaub ich ziemlich spitz. Und ja, die trifft wahrscheinlich auch mich selbst. Aber eins ist für mich ein Unterschied - @elvira_k hat noch nicht wirklich ausprobiert was ihr schmeckt. Sie plant immer noch statt zu machen, das stimmt. Aber das heißt nicht dass Rote Beete nicht für sie funktionieren könnte, sondern nur dass sie noch nicht die richtige Form gefunden hat.

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