Rote Bete, Magnesium, Protein - wer hat wirklich aufgehört und was passierte dann?
Zitat von rennradrenate am Juni 8, 2026, 14:59 Uhr@kb_91 die Frage an deinen Kollegen ist eigentlich ziemlich gut. Ob er es auch nähme wenn keiner zuschaut. Das ist eine Frage die ich mir für das Rote-Bete-Konzentrat gerade selbst stelle - und die Antwort ist ja, ich nehme es auch bei Ausfahrten wo ich allein unterwegs bin und niemandem davon erzähle. Was nicht heißt, dass ich damit beweise dass es wirkt. Aber es heißt zumindest, dass der soziale Anteil bei mir da kleiner ist als beim Magnesium damals.
Zitat von kb_91viele leute vermischen das einfach
Ja, das stimmt. Und ich glaube, ich mache das auch - aber mit einem gewissen Bewusstsein dafür. Das klingt jetzt wie eine Ausrede, ist es vielleicht auch. Was mich bei deinem Beitrag aber mehr beschäftigt als die Aminosäuren-Anekdote: du sagst "das reicht" in Bezug auf Gefühl als Orientierung. Ich bin da nicht ganz so entspannt. Nicht weil ich glaube, dass man alles messen muss. Sondern weil "das reicht" manchmal dazu führt, dass man gar nicht mehr nachfragt. Und das ist ja genau das Muster das wir seit heute Mittag beschreiben - man hört auf zu fragen weil das Gefühl angenehm genug ist. Wobei ich zugebe, dass ich das gerade möglicherweise zu weit treibe. Manchmal ist eine Banane einfach eine Banane.
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Rennrad ist kein Hobby, das ist Therapie.
@kb_91 die Frage an deinen Kollegen ist eigentlich ziemlich gut. Ob er es auch nähme wenn keiner zuschaut. Das ist eine Frage die ich mir für das Rote-Bete-Konzentrat gerade selbst stelle - und die Antwort ist ja, ich nehme es auch bei Ausfahrten wo ich allein unterwegs bin und niemandem davon erzähle. Was nicht heißt, dass ich damit beweise dass es wirkt. Aber es heißt zumindest, dass der soziale Anteil bei mir da kleiner ist als beim Magnesium damals.
Zitat von kb_91viele leute vermischen das einfach
Ja, das stimmt. Und ich glaube, ich mache das auch - aber mit einem gewissen Bewusstsein dafür. Das klingt jetzt wie eine Ausrede, ist es vielleicht auch. Was mich bei deinem Beitrag aber mehr beschäftigt als die Aminosäuren-Anekdote: du sagst "das reicht" in Bezug auf Gefühl als Orientierung. Ich bin da nicht ganz so entspannt. Nicht weil ich glaube, dass man alles messen muss. Sondern weil "das reicht" manchmal dazu führt, dass man gar nicht mehr nachfragt. Und das ist ja genau das Muster das wir seit heute Mittag beschreiben - man hört auf zu fragen weil das Gefühl angenehm genug ist. Wobei ich zugebe, dass ich das gerade möglicherweise zu weit treibe. Manchmal ist eine Banane einfach eine Banane.
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Rennrad ist kein Hobby, das ist Therapie.
Zitat von rennradwolf am Juni 8, 2026, 15:17 Uhr@rennradrenate die Bananen-Kurve am Ende gefällt mir, aber da ist noch was dran das mich stört.
Zitat von kb_91ob er das auch nähme wenn er allein trainiert und keiner sieht dass ers nimmt
Hab ich selbst getestet, kann ich sagen. Ich nehm mein Rote Bete-Zeug vor Ausfahrten auch wenn ich allein rausfahre und niemandem davon erzähl. Aber ich nehm es nicht vor jedem kurzen Tritt nach der Arbeit. Nur wenn ich was vorhab. Und das ist eigentlich der Punkt der hier noch fehlt: die meisten von uns nehmen Zeug nicht einfach täglich blind, sondern situationsabhängig. Das ist schon eine Art Filter. Kein Protokoll, aber auch nicht gar nichts. Was mich bei dem ganzen Thread gerade mehr aufregt: ihr dreht euch um die Frage ob Erleben reicht oder nicht - aber keiner hat gefragt was eigentlich der Unterschied ist zwischen "nichts gemerkt beim Absetzen" und "hat nicht geschadet beim Nehmen". Das ist nämlich nicht dasselbe. Wenn ich drei Monate Betanio PLUS genommen hab und beim Absetzen nichts merke, heißt das nicht zwingend dass es vorher nichts gemacht hat. Könnte sein dass der Effekt real war aber weggefallen ist ohne dass ich den Wegfall als Einbruch registrier. Der Körper adaptiert halt. Ich sag damit nicht dass Magnesium wirkt wenn man's nicht braucht. Das Ding ist: "kein Unterschied beim Absetzen" ist genauso wenig Beweis wie "kein Unterschied beim Nehmen". Beide Richtungen haben das gleiche Problem.
@rennradrenate die Bananen-Kurve am Ende gefällt mir, aber da ist noch was dran das mich stört.
Zitat von kb_91ob er das auch nähme wenn er allein trainiert und keiner sieht dass ers nimmt
Hab ich selbst getestet, kann ich sagen. Ich nehm mein Rote Bete-Zeug vor Ausfahrten auch wenn ich allein rausfahre und niemandem davon erzähl. Aber ich nehm es nicht vor jedem kurzen Tritt nach der Arbeit. Nur wenn ich was vorhab. Und das ist eigentlich der Punkt der hier noch fehlt: die meisten von uns nehmen Zeug nicht einfach täglich blind, sondern situationsabhängig. Das ist schon eine Art Filter. Kein Protokoll, aber auch nicht gar nichts. Was mich bei dem ganzen Thread gerade mehr aufregt: ihr dreht euch um die Frage ob Erleben reicht oder nicht - aber keiner hat gefragt was eigentlich der Unterschied ist zwischen "nichts gemerkt beim Absetzen" und "hat nicht geschadet beim Nehmen". Das ist nämlich nicht dasselbe. Wenn ich drei Monate Betanio PLUS genommen hab und beim Absetzen nichts merke, heißt das nicht zwingend dass es vorher nichts gemacht hat. Könnte sein dass der Effekt real war aber weggefallen ist ohne dass ich den Wegfall als Einbruch registrier. Der Körper adaptiert halt. Ich sag damit nicht dass Magnesium wirkt wenn man's nicht braucht. Das Ding ist: "kein Unterschied beim Absetzen" ist genauso wenig Beweis wie "kein Unterschied beim Nehmen". Beide Richtungen haben das gleiche Problem.
Zitat von rennradrenate am Juni 8, 2026, 15:33 Uhr@rennradwolf der Punkt mit der Adaptation ist tatsächlich neu in diesem Thread und ich finde, er verdient mehr als eine kurze Erwähnung.
Zitat von rennradwolfkein Unterschied beim Absetzen ist genauso wenig Beweis wie kein Unterschied beim Nehmen
Ja. Das stimmt formal. Aber ich glaube, da steckt eine Asymmetrie drin, die du ein bisschen übersiehst. Wenn der Körper sich an einen Effekt so vollständig adaptiert hat, dass ich beim Absetzen gar nichts merke - dann stellt sich die Frage, was genau da eigentlich noch geleistet wird. Eine Adaptation die so gründlich ist, dass sie unsichtbar wird, ist für den Alltag funktional dasselbe wie kein Effekt. Das klingt jetzt spitzfindig, ich weiß. Was mich aber bei deinem Beitrag wirklich beschäftigt ist das Wort "situationsabhängig". Das hast du beiläufig reingeworfen, aber ich finde das interessanter als die ganze Adaptations-Debatte. Ich mache das beim Rote-Bete-Konzentrat genauso - nicht vor jeder Runde, sondern wenn ich etwas vorhabe. Und das ist, wenn ich ehrlich bin, ein anderer Umgang als "täglich eine Tablette weil das halt dazugehört". Das eine ist eine Entscheidung, das andere ist Gewohnheit die sich selbst unsichtbar gemacht hat. Ob das einen Unterschied in der Wirkung macht, weiß ich nicht. Aber ich glaube, es macht einen Unterschied darin, ob man überhaupt noch merkt was man da eigentlich tut.
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Rennrad ist kein Hobby, das ist Therapie.
@rennradwolf der Punkt mit der Adaptation ist tatsächlich neu in diesem Thread und ich finde, er verdient mehr als eine kurze Erwähnung.
Zitat von rennradwolfkein Unterschied beim Absetzen ist genauso wenig Beweis wie kein Unterschied beim Nehmen
Ja. Das stimmt formal. Aber ich glaube, da steckt eine Asymmetrie drin, die du ein bisschen übersiehst. Wenn der Körper sich an einen Effekt so vollständig adaptiert hat, dass ich beim Absetzen gar nichts merke - dann stellt sich die Frage, was genau da eigentlich noch geleistet wird. Eine Adaptation die so gründlich ist, dass sie unsichtbar wird, ist für den Alltag funktional dasselbe wie kein Effekt. Das klingt jetzt spitzfindig, ich weiß. Was mich aber bei deinem Beitrag wirklich beschäftigt ist das Wort "situationsabhängig". Das hast du beiläufig reingeworfen, aber ich finde das interessanter als die ganze Adaptations-Debatte. Ich mache das beim Rote-Bete-Konzentrat genauso - nicht vor jeder Runde, sondern wenn ich etwas vorhabe. Und das ist, wenn ich ehrlich bin, ein anderer Umgang als "täglich eine Tablette weil das halt dazugehört". Das eine ist eine Entscheidung, das andere ist Gewohnheit die sich selbst unsichtbar gemacht hat. Ob das einen Unterschied in der Wirkung macht, weiß ich nicht. Aber ich glaube, es macht einen Unterschied darin, ob man überhaupt noch merkt was man da eigentlich tut.
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Zitat von rennradwolf am Juni 8, 2026, 15:55 Uhr@rennradrenate
Zitat von rennradrenateeine Adaptation die so gründlich ist, dass sie unsichtbar wird, ist für den Alltag funktional dasselbe wie kein Effekt
Nein, das stimmt so nicht. Funktional dasselbe klingt logisch, ist aber ein Denkfehler. Wenn ich mein Hinterrad aufpumpe und danach normal fahre, merk ich auch nicht aktiv dass das Rad aufgepumpt ist. Der Effekt ist trotzdem real. Das "nicht merken" sagt nichts über die Ursache. Aber ich will eigentlich auf was anderes raus. Du machst hier seit heute Mittag einen Unterschied zwischen Entscheidung und Gewohnheit, und ich glaub das ist zwar nett formuliert, aber am Ende auch wieder ein Gefühl. Ich nehme das Rote Bete situationsabhängig ja. Aber warum genau vor einer langen Ausfahrt und nicht vor einer kurzen? Weil ich irgendwann entschieden hab dass es "Sinn macht ab einer gewissen Belastung". Das war keine Analyse. Das war Bauchgefühl das sich dann als System verkleidet hat. Das Ding ist: unsere ganzen Entscheidungen im Sport sehen im Nachhinein strukturierter aus als sie es im Moment waren. Ich kenn das von mir. Ich erzähl dann "ich nehm das nur situationsabhängig" und das klingt reflektiert. War aber ursprünglich einfach so entstanden weil ich mal keine Lust hatte es vor einer Feierabendrunde rauszukramen. Ich will damit nicht sagen dass der Unterschied zwischen Gewohnheit und Entscheidung egal ist. Aber er ist kleiner als er in deinem Post klingt.
Zitat von rennradrenateeine Adaptation die so gründlich ist, dass sie unsichtbar wird, ist für den Alltag funktional dasselbe wie kein Effekt
Nein, das stimmt so nicht. Funktional dasselbe klingt logisch, ist aber ein Denkfehler. Wenn ich mein Hinterrad aufpumpe und danach normal fahre, merk ich auch nicht aktiv dass das Rad aufgepumpt ist. Der Effekt ist trotzdem real. Das "nicht merken" sagt nichts über die Ursache. Aber ich will eigentlich auf was anderes raus. Du machst hier seit heute Mittag einen Unterschied zwischen Entscheidung und Gewohnheit, und ich glaub das ist zwar nett formuliert, aber am Ende auch wieder ein Gefühl. Ich nehme das Rote Bete situationsabhängig ja. Aber warum genau vor einer langen Ausfahrt und nicht vor einer kurzen? Weil ich irgendwann entschieden hab dass es "Sinn macht ab einer gewissen Belastung". Das war keine Analyse. Das war Bauchgefühl das sich dann als System verkleidet hat. Das Ding ist: unsere ganzen Entscheidungen im Sport sehen im Nachhinein strukturierter aus als sie es im Moment waren. Ich kenn das von mir. Ich erzähl dann "ich nehm das nur situationsabhängig" und das klingt reflektiert. War aber ursprünglich einfach so entstanden weil ich mal keine Lust hatte es vor einer Feierabendrunde rauszukramen. Ich will damit nicht sagen dass der Unterschied zwischen Gewohnheit und Entscheidung egal ist. Aber er ist kleiner als er in deinem Post klingt.