Rote Beete schälen - warum macht das alle so fertig?
Zitat von n.feld am September 9, 2026, 05:24 Uhr@ms_77 das mit dem saubereren Vergleich ist eigentlich der erste methodisch sinnvolle Ansatz in diesem Thread. Zwei Variablen gleichzeitig ändern und dann wundern warum das Ergebnis abweicht - das ist in meiner Branche auch der Klassiker. Jemand ändert Betriebssystem und Netzwerkkonfiguration gleichzeitig und fragt mich dann warum nichts mehr geht. Was mich an deiner Ofenbeobachtung interessiert: der Wasserverlust ist real, aber ob das automatisch Geschmackverlust bedeutet ist nicht klar. Die Datenlage zeigt zumindest bei anderen Wurzelgemüsen das Gegenteil - Rösten konzentriert Aromen weil Wasser raus geht und Zucker karamellisiert. Rote Beete hat genug Eigengeschmack um das auszuhalten, würde ich vermuten. Aber das ist auch nur Vermutung ohne kontrollierten Vergleich.
Zitat von ms_77verliert man dann wirklich so viel Geschmack dass es den Aufwand nicht wert ist
Das hängt wahrscheinlich davon ab was man nachher damit macht. Als Beilage pur - ja, die Textur spielt eine Rolle. Wenn man die danach püriert oder raspelt für irgendwas, ist der Feuchtigkeitsunterschied vermutlich egal. Die Würze-Frage hinterher ist interessant, aber da müsste man erstmal wissen was fehlt bevor man kompensiert. Konkret gesagt: deine Frau sollte diesmal die Kerntemperatur im Auge behalten falls möglich. 200 Grad 50 Minuten ist grob, je nach Knolle kann das stark variieren.
@ms_77 das mit dem saubereren Vergleich ist eigentlich der erste methodisch sinnvolle Ansatz in diesem Thread. Zwei Variablen gleichzeitig ändern und dann wundern warum das Ergebnis abweicht - das ist in meiner Branche auch der Klassiker. Jemand ändert Betriebssystem und Netzwerkkonfiguration gleichzeitig und fragt mich dann warum nichts mehr geht. Was mich an deiner Ofenbeobachtung interessiert: der Wasserverlust ist real, aber ob das automatisch Geschmackverlust bedeutet ist nicht klar. Die Datenlage zeigt zumindest bei anderen Wurzelgemüsen das Gegenteil - Rösten konzentriert Aromen weil Wasser raus geht und Zucker karamellisiert. Rote Beete hat genug Eigengeschmack um das auszuhalten, würde ich vermuten. Aber das ist auch nur Vermutung ohne kontrollierten Vergleich.
Zitat von ms_77verliert man dann wirklich so viel Geschmack dass es den Aufwand nicht wert ist
Das hängt wahrscheinlich davon ab was man nachher damit macht. Als Beilage pur - ja, die Textur spielt eine Rolle. Wenn man die danach püriert oder raspelt für irgendwas, ist der Feuchtigkeitsunterschied vermutlich egal. Die Würze-Frage hinterher ist interessant, aber da müsste man erstmal wissen was fehlt bevor man kompensiert. Konkret gesagt: deine Frau sollte diesmal die Kerntemperatur im Auge behalten falls möglich. 200 Grad 50 Minuten ist grob, je nach Knolle kann das stark variieren.
Zitat von elvira_k am September 9, 2026, 07:29 Uhr@ms_77 ich muss sagen, dein letzter Beitrag beschäftigt mich, weil du da etwas ansprichst das ich im Garten ständig habe. Du sagst, du kannst Methode und Produkt nicht trennen - genau das. Bei mir ist es so, dass ich meine Beete von Hand ernte, immer im Juni wenn sie noch zart sind, und die schmecken einfach anders als wenn ich im August die großen hole. Aber ist das die Sorte, ist das das Alter, ist das wie lange sie in der Erde waren? Keine Ahnung ehrlich gesagt. Was ich aber weiß - und das ist vielleicht hilfreich für deinen Vergleich - wenn ich die jungen Beete koche, brauchen die viel weniger Zeit. Vielleicht 25, 30 Minuten. Die großen vom Markt, die brauchen locker 45. Das könnte auch bei dir der Grund sein, warum die Ofenvariante trockener war. Nicht weil der Ofen schlecht ist, sondern weil deine Frau vielleicht zu lange drin waren, wenn die vom Rewe waren und damit älter. Zur eigentlichen Frage - nein, ich würde nicht sagen dass man viel Geschmack verliert. Aber ehrlich, ich mache das nicht so oft, dass ich da eine echte Aussage treffen kann. Der Hausarzt hat mir geraten mehr Rote Beete zu essen, und ich koche sie halt, das ist mir am sichersten. Im Ofen experimentiere ich nicht rum wenn ich nicht genau weiß worauf ich achten muss. Deine Frau mit dem nächsten Versuch - ja, Marktware mit gleicher Zeit und Temperatur, das wäre aussagekräftig.
@ms_77 ich muss sagen, dein letzter Beitrag beschäftigt mich, weil du da etwas ansprichst das ich im Garten ständig habe. Du sagst, du kannst Methode und Produkt nicht trennen - genau das. Bei mir ist es so, dass ich meine Beete von Hand ernte, immer im Juni wenn sie noch zart sind, und die schmecken einfach anders als wenn ich im August die großen hole. Aber ist das die Sorte, ist das das Alter, ist das wie lange sie in der Erde waren? Keine Ahnung ehrlich gesagt. Was ich aber weiß - und das ist vielleicht hilfreich für deinen Vergleich - wenn ich die jungen Beete koche, brauchen die viel weniger Zeit. Vielleicht 25, 30 Minuten. Die großen vom Markt, die brauchen locker 45. Das könnte auch bei dir der Grund sein, warum die Ofenvariante trockener war. Nicht weil der Ofen schlecht ist, sondern weil deine Frau vielleicht zu lange drin waren, wenn die vom Rewe waren und damit älter. Zur eigentlichen Frage - nein, ich würde nicht sagen dass man viel Geschmack verliert. Aber ehrlich, ich mache das nicht so oft, dass ich da eine echte Aussage treffen kann. Der Hausarzt hat mir geraten mehr Rote Beete zu essen, und ich koche sie halt, das ist mir am sichersten. Im Ofen experimentiere ich nicht rum wenn ich nicht genau weiß worauf ich achten muss. Deine Frau mit dem nächsten Versuch - ja, Marktware mit gleicher Zeit und Temperatur, das wäre aussagekräftig.
Zitat von n.feld am September 9, 2026, 09:44 Uhr@elvira_k
Zitat von ms_77das wäre zumindest ein saubererer Vergleich
Das stimmt, und elvira_k hat das mit der Garzeit jetzt noch sinnvoll ergänzt. Wenn die Knolle vom Rewe älter und damit wasserärmer war, dann erklärt das einiges. Das ist faktisch eine weitere Variable die ms_77 nicht auf dem Schirm hatte. Was mich aber gerade mehr beschäftigt als die Ofenfrage: elvira_k schreibt, sie kocht weil ihr das am sichersten ist, und experimentiert nicht rum wenn sie nicht weiß worauf sie achten muss. Das halte ich für eine ehrliche Position, aber sie ist auch ein bisschen paradox. Man weiß vorher nie genau worauf man achten muss - das lernt man erst beim Ausprobieren. Kein Admin der ich kenne hat sein erstes Produktivsystem perfekt konfiguriert weil er vorher alles wusste. Die eigentliche Kerntemperatur-Frage die ich in meinem letzten Beitrag aufgeworfen hab interessiert mich noch. 50 Minuten bei 200 Grad ist eine Zeitangabe, keine Garangabe. Ob die Knolle fertig ist hängt von ihrem Durchmesser ab, nicht von der Uhr. Das ist eigentlich das was bei dem ganzen Vergleich fehlt - eine definierte Zielbedingung statt einer fixen Zeit. Wenn man das nicht kontrolliert, vergleicht man am Ende Äpfel mit Birnen, egal wie sorgfältig man sonst vorgeht.
Zitat von ms_77das wäre zumindest ein saubererer Vergleich
Das stimmt, und elvira_k hat das mit der Garzeit jetzt noch sinnvoll ergänzt. Wenn die Knolle vom Rewe älter und damit wasserärmer war, dann erklärt das einiges. Das ist faktisch eine weitere Variable die ms_77 nicht auf dem Schirm hatte. Was mich aber gerade mehr beschäftigt als die Ofenfrage: elvira_k schreibt, sie kocht weil ihr das am sichersten ist, und experimentiert nicht rum wenn sie nicht weiß worauf sie achten muss. Das halte ich für eine ehrliche Position, aber sie ist auch ein bisschen paradox. Man weiß vorher nie genau worauf man achten muss - das lernt man erst beim Ausprobieren. Kein Admin der ich kenne hat sein erstes Produktivsystem perfekt konfiguriert weil er vorher alles wusste. Die eigentliche Kerntemperatur-Frage die ich in meinem letzten Beitrag aufgeworfen hab interessiert mich noch. 50 Minuten bei 200 Grad ist eine Zeitangabe, keine Garangabe. Ob die Knolle fertig ist hängt von ihrem Durchmesser ab, nicht von der Uhr. Das ist eigentlich das was bei dem ganzen Vergleich fehlt - eine definierte Zielbedingung statt einer fixen Zeit. Wenn man das nicht kontrolliert, vergleicht man am Ende Äpfel mit Birnen, egal wie sorgfältig man sonst vorgeht.
Zitat von rainer_w am September 9, 2026, 14:41 Uhr@n.feld, das mit der Kerntemperatur statt Zeitangabe - dat ist eigentlich der einzig saubere Punkt den du da machst. ich kenn das aus dem Betrieb, da hat auch keiner gesagt "mach die Schweißnaht 40 Sekunden" sondern "bis die Farbe stimmt". Zeit ist ne Krücke wenn man eigentlich nen Zustand messen will. aber jetzt bin ich hier reingestolpert weil ich mal was über Betanio nachlesen wollte und lese seit einer Weile diesen Thread, und was mich ehrlich gesagt mehr beschäftigt als die ganze Garmethoden-Diskussion: ihr redet hier alle über Variablen kontrollieren und sauberere Vergleiche, und das ist gut, dat stimmt. aber keiner hat gefragt ob ms_77 seine Frau überhaupt mal gefragt hat was sie selbst will. die macht das seit Jahren roh, hat das von ihrer Mutter, und jetzt wird hier fleißig optimiert. vielleicht ist ihr die leichtere Schale egal weil sie das Gefühl in den Händen haben will, hat sie doch selbst gesagt am Anfang.
Zitat von n.feldeine definierte Zielbedingung statt einer fixen Zeit
ja aber die Zielbedingung ist auch "schmeckt es mir hinterher wie ich es haben will". das ist keine Messgröße die man mit Kerntemperatur löst. ich hab 35 Jahre lang Toleranzen eingehalten die auf dem Papier stimmten und trotzdem hat manchmal das Teil nicht gepasst weil der Mensch der es verbaut hat andere Vorstellungen hatte als der der es konstruiert hat. wat ich eigentlich fragen wollte - hat hier jemand Rote Beete mal mit Schale im Ofen gemacht ohne Alufolie. weil Folie hält ja den Dampf drin, das ist wieder fast kochen. ohne Folie wäre das tatsächlich trockener aber vielleicht auch konzentrierter.
@n.feld, das mit der Kerntemperatur statt Zeitangabe - dat ist eigentlich der einzig saubere Punkt den du da machst. ich kenn das aus dem Betrieb, da hat auch keiner gesagt "mach die Schweißnaht 40 Sekunden" sondern "bis die Farbe stimmt". Zeit ist ne Krücke wenn man eigentlich nen Zustand messen will. aber jetzt bin ich hier reingestolpert weil ich mal was über Betanio nachlesen wollte und lese seit einer Weile diesen Thread, und was mich ehrlich gesagt mehr beschäftigt als die ganze Garmethoden-Diskussion: ihr redet hier alle über Variablen kontrollieren und sauberere Vergleiche, und das ist gut, dat stimmt. aber keiner hat gefragt ob ms_77 seine Frau überhaupt mal gefragt hat was sie selbst will. die macht das seit Jahren roh, hat das von ihrer Mutter, und jetzt wird hier fleißig optimiert. vielleicht ist ihr die leichtere Schale egal weil sie das Gefühl in den Händen haben will, hat sie doch selbst gesagt am Anfang.
Zitat von n.feldeine definierte Zielbedingung statt einer fixen Zeit
ja aber die Zielbedingung ist auch "schmeckt es mir hinterher wie ich es haben will". das ist keine Messgröße die man mit Kerntemperatur löst. ich hab 35 Jahre lang Toleranzen eingehalten die auf dem Papier stimmten und trotzdem hat manchmal das Teil nicht gepasst weil der Mensch der es verbaut hat andere Vorstellungen hatte als der der es konstruiert hat. wat ich eigentlich fragen wollte - hat hier jemand Rote Beete mal mit Schale im Ofen gemacht ohne Alufolie. weil Folie hält ja den Dampf drin, das ist wieder fast kochen. ohne Folie wäre das tatsächlich trockener aber vielleicht auch konzentrierter.
Zitat von n.feld am September 9, 2026, 15:14 Uhr@rainer_w der Punkt mit der Folie ist konkret und interessiert mich. Du hast recht, dass Alufolie den Dampf hält, das ist im Grunde ein Dämpfvorgang im Ofen, kein Rösten. Ohne Folie wäre die Maillard-Reaktion an der Oberfläche möglich, die Schale würde stärker eintrocknen und wahrscheinlich noch leichter abgehen. Gleichzeitig verliert die Knolle mehr Flüssigkeit nach außen. Das ist kein Nachteil wenn man danach püriert, aber als Beilage in Scheiben könnte das zu ledrig werden.
Zitat von rainer_wdie Zielbedingung ist auch "schmeckt es mir hinterher wie ich es haben will"
Das stimmt, aber das ist kein Argument gegen Kerntemperatur, das sind zwei verschiedene Ebenen. Reproduzierbarkeit und persönlicher Geschmack schließen sich nicht aus. Wenn du nicht weißt unter welchen Bedingungen du das Ergebnis erzielt hast das dir gefallen hat, kannst du es auch nicht wiederholen. Das ist das eigentliche Problem bei dem ganzen Thread. Was mich an deiner Frage zur Frau von ms_77 mehr stört: du hast recht dass die das selbst entscheiden soll, aber ms_77 hat nie behauptet er zwingt sie. Er will es selbst nächstes Mal machen, hat er früh geschrieben. Das ist eine andere Sache. Zur Folie-Frage konkret: hat jemand Erfahrung wie lange die ohne Folie bei ähnlicher Temperatur braucht bis sie gar ist. Das würde mich für den Vergleich interessieren, weil sonst reden wir wieder über unterschiedliche Garzeiten bei unterschiedlichen Bedingungen.
@rainer_w der Punkt mit der Folie ist konkret und interessiert mich. Du hast recht, dass Alufolie den Dampf hält, das ist im Grunde ein Dämpfvorgang im Ofen, kein Rösten. Ohne Folie wäre die Maillard-Reaktion an der Oberfläche möglich, die Schale würde stärker eintrocknen und wahrscheinlich noch leichter abgehen. Gleichzeitig verliert die Knolle mehr Flüssigkeit nach außen. Das ist kein Nachteil wenn man danach püriert, aber als Beilage in Scheiben könnte das zu ledrig werden.
Zitat von rainer_wdie Zielbedingung ist auch "schmeckt es mir hinterher wie ich es haben will"
Das stimmt, aber das ist kein Argument gegen Kerntemperatur, das sind zwei verschiedene Ebenen. Reproduzierbarkeit und persönlicher Geschmack schließen sich nicht aus. Wenn du nicht weißt unter welchen Bedingungen du das Ergebnis erzielt hast das dir gefallen hat, kannst du es auch nicht wiederholen. Das ist das eigentliche Problem bei dem ganzen Thread. Was mich an deiner Frage zur Frau von ms_77 mehr stört: du hast recht dass die das selbst entscheiden soll, aber ms_77 hat nie behauptet er zwingt sie. Er will es selbst nächstes Mal machen, hat er früh geschrieben. Das ist eine andere Sache. Zur Folie-Frage konkret: hat jemand Erfahrung wie lange die ohne Folie bei ähnlicher Temperatur braucht bis sie gar ist. Das würde mich für den Vergleich interessieren, weil sonst reden wir wieder über unterschiedliche Garzeiten bei unterschiedlichen Bedingungen.
Zitat von rainer_w am September 9, 2026, 16:21 Uhr@n.feld
Zitat von n.feldhat jemand Erfahrung wie lange die ohne Folie bei ähnlicher Temperatur braucht
keine Ahnung, ehrlich gesagt. aber ich frag mich ob das überhaupt die richtige Frage ist. du willst nen reproduzierbaren Vergleich ich versteh das, aber draußen auf der Terrasse ist grad so ein Wetter dass ich mich frag ob ich heute noch rausfahre, und ich merk dass ich hier über Rote Beete im Ofen nachdenk statt einfach mal eine reinzuschieben und zu gucken was passiert. das ist eigentlich das Problem mit dem ganzen Thread. zu viel Theorie, zu wenig jemand der das einfach mal ohne Folie gemacht hat und sagt wie es war. ich kenn das aus dem Betrieb - irgendwann hört man auf zu rechnen und fängt an zu schweißen. sonst passiert gar nix. was mich aber wirklich beschäftigt bei der Folie-Sache: wenn man die Schale als natürliche Hülle nutzt und keine Folie drumwickelt, dann übernimmt die Schale die Rolle der Folie doch zum Teil selbst, ne. die ist ja nicht wasserdurchlässig wie Papier. das wäre dann irgendwas dazwischen. ob das dann wirklich so viel trockener wird wie du sagst - ich bin da nicht sicher. kann sein dass das Material selbst schon reguliert. das wäre mal ein Versuch wert der tatsächlich was bringt. aber den macht hier keiner weil alle lieber drüber reden.
@n.feld
Zitat von n.feldhat jemand Erfahrung wie lange die ohne Folie bei ähnlicher Temperatur braucht
keine Ahnung, ehrlich gesagt. aber ich frag mich ob das überhaupt die richtige Frage ist. du willst nen reproduzierbaren Vergleich ich versteh das, aber draußen auf der Terrasse ist grad so ein Wetter dass ich mich frag ob ich heute noch rausfahre, und ich merk dass ich hier über Rote Beete im Ofen nachdenk statt einfach mal eine reinzuschieben und zu gucken was passiert. das ist eigentlich das Problem mit dem ganzen Thread. zu viel Theorie, zu wenig jemand der das einfach mal ohne Folie gemacht hat und sagt wie es war. ich kenn das aus dem Betrieb - irgendwann hört man auf zu rechnen und fängt an zu schweißen. sonst passiert gar nix. was mich aber wirklich beschäftigt bei der Folie-Sache: wenn man die Schale als natürliche Hülle nutzt und keine Folie drumwickelt, dann übernimmt die Schale die Rolle der Folie doch zum Teil selbst, ne. die ist ja nicht wasserdurchlässig wie Papier. das wäre dann irgendwas dazwischen. ob das dann wirklich so viel trockener wird wie du sagst - ich bin da nicht sicher. kann sein dass das Material selbst schon reguliert. das wäre mal ein Versuch wert der tatsächlich was bringt. aber den macht hier keiner weil alle lieber drüber reden.
Zitat von n.feld am September 16, 2026, 16:01 Uhr@rainer_w
Zitat von rainer_waber den macht hier keiner weil alle lieber drüber reden
Das ist faktisch der sinnvollste Satz seit einer Weile, und er trifft mich auch. Ich red hier seit Tagen mit und hab selbst keine einzige Rote Beete im Ofen gehabt. Was mich an deinem Punkt mit der Schale als natürlicher Hülle aber wirklich beschäftigt: das ist nicht falsch, aber es hängt davon ab wie intakt die Schale ist. Wenn die Knolle Druckstellen hat oder irgendwo aufgeplatzt ist, verliert sie dort überproportional viel Feuchtigkeit. Das wäre dann keine kontrollierte Bedingung mehr. In meiner Branche würde ich sagen: undokumentierter Ausgangszustand, Ergebnis nicht verwertbar. Was ich jetzt eigentlich machen werde - ich hab samstags eh den Markt in Plagwitz, ich nehm drei Knollen mit. Eine mit Folie, eine ohne, eine koche ich einfach. Gleiche Herkunft, annähernd gleiche Größe wenn ich Glück hab. Dann weiß ich zumindest was ich gesehen hab, auch wenn das kein kontrolliertes Experiment ist. Das Ergebnis ist dann natürlich immer noch n=1 und ich bild mir vielleicht auch was ein. Aber besser als hier weiter zu theoretisieren ohne Datenpunkt.
Zitat von rainer_waber den macht hier keiner weil alle lieber drüber reden
Das ist faktisch der sinnvollste Satz seit einer Weile, und er trifft mich auch. Ich red hier seit Tagen mit und hab selbst keine einzige Rote Beete im Ofen gehabt. Was mich an deinem Punkt mit der Schale als natürlicher Hülle aber wirklich beschäftigt: das ist nicht falsch, aber es hängt davon ab wie intakt die Schale ist. Wenn die Knolle Druckstellen hat oder irgendwo aufgeplatzt ist, verliert sie dort überproportional viel Feuchtigkeit. Das wäre dann keine kontrollierte Bedingung mehr. In meiner Branche würde ich sagen: undokumentierter Ausgangszustand, Ergebnis nicht verwertbar. Was ich jetzt eigentlich machen werde - ich hab samstags eh den Markt in Plagwitz, ich nehm drei Knollen mit. Eine mit Folie, eine ohne, eine koche ich einfach. Gleiche Herkunft, annähernd gleiche Größe wenn ich Glück hab. Dann weiß ich zumindest was ich gesehen hab, auch wenn das kein kontrolliertes Experiment ist. Das Ergebnis ist dann natürlich immer noch n=1 und ich bild mir vielleicht auch was ein. Aber besser als hier weiter zu theoretisieren ohne Datenpunkt.
Zitat von ms_77 am September 16, 2026, 16:15 Uhr@n.feld okay das überrascht mich jetzt ehrlich gesagt. du machst das wirklich. Markt Plagwitz drei Knollen, sauberer Vergleich. da muss ich kurz nicken.
Zitat von n.feldn=1 und ich bild mir vielleicht auch was ein
wenigstens weißt du das. das ist mehr als die meisten. mein Schwager würde das Ergebnis einfach glauben egal was rauskommt weil ers erhofft hat. was mich jetzt aber beschäftigt - du schreibst gleiche Herkunft, annähernd gleiche Größe. das "annähernd" ist das Problem. auf dem Markt such ich mir auch manchmal Kabel raus die "ungefähr gleich" aussehen und dann stellt sich raus die eine Rolle ist drei Jahre älter. sieht gleich aus, verhält sich anders. ob du das bei Knollen überhaupt kontrollieren kannst ohne aufzuschneiden weiß ich nicht. und noch was das mir beim Lesen einfällt - du machst drei gleichzeitig. dann hast du aber verschiedene Ofenpositionen. oben, unten, Mitte. das macht bei meiner Frau schon einen Unterschied wenn sie Kuchen backt, die flucht immer über die hintere Ecke die zu viel Hitze kriegt. ob das bei Gemüse relevant ist - keine Ahnung. aber wenn schon sauberer Vergleich dann wär das noch ein Punkt. ich bin gespannt was du sagst. wirklich mal.
@n.feld okay das überrascht mich jetzt ehrlich gesagt. du machst das wirklich. Markt Plagwitz drei Knollen, sauberer Vergleich. da muss ich kurz nicken.
Zitat von n.feldn=1 und ich bild mir vielleicht auch was ein
wenigstens weißt du das. das ist mehr als die meisten. mein Schwager würde das Ergebnis einfach glauben egal was rauskommt weil ers erhofft hat. was mich jetzt aber beschäftigt - du schreibst gleiche Herkunft, annähernd gleiche Größe. das "annähernd" ist das Problem. auf dem Markt such ich mir auch manchmal Kabel raus die "ungefähr gleich" aussehen und dann stellt sich raus die eine Rolle ist drei Jahre älter. sieht gleich aus, verhält sich anders. ob du das bei Knollen überhaupt kontrollieren kannst ohne aufzuschneiden weiß ich nicht. und noch was das mir beim Lesen einfällt - du machst drei gleichzeitig. dann hast du aber verschiedene Ofenpositionen. oben, unten, Mitte. das macht bei meiner Frau schon einen Unterschied wenn sie Kuchen backt, die flucht immer über die hintere Ecke die zu viel Hitze kriegt. ob das bei Gemüse relevant ist - keine Ahnung. aber wenn schon sauberer Vergleich dann wär das noch ein Punkt. ich bin gespannt was du sagst. wirklich mal.
Zitat von n.feld am September 16, 2026, 16:42 Uhr@ms_77
Zitat von ms_77du machst das wirklich
Ja, der Plan steht. Aber du hast recht mit der Ofenposition, das hab ich nicht bedacht. Mein erster Reflex wäre: alle drei auf dasselbe Blech, mittlere Schiene. Dann ist die Position wenigstens konstant. Das löst das Problem nicht vollständig, weil die Knollen sich gegenseitig beeinflussen wenn sie eng nebeneinander liegen - Dampf der aus einer kommt landet an der nächsten. Das ist faktisch eine weitere unkontrollierte Variable. Ich überlege gerade ob ich das seriös nur an zwei Knollen machen sollte. Mit Folie und ohne, gleiche Schiene, etwas Abstand. Kochen separat, weil da sowieso andere Bedingungen gelten. Dann ist der Vergleich zumindest intern sauberer. Was mich an deiner Kabelanalogie mehr beschäftigt: du hast das mit dem Alter erwähnt. Ich kann auf dem Markt in Plagwitz den Bauern fragen ob die alle aus derselben Ernte kommen. Das ist keine Garantie, aber besser als nichts. Ob er das weiß ist eine andere Frage. Konkret gesagt - ich erwarte nicht dass das Ergebnis eindeutig wird. n=1 mit unbekanntem Ausgangszustand bleibt n=1. Aber ich hab samstags sowieso nichts Besseres vor.
Zitat von ms_77du machst das wirklich
Ja, der Plan steht. Aber du hast recht mit der Ofenposition, das hab ich nicht bedacht. Mein erster Reflex wäre: alle drei auf dasselbe Blech, mittlere Schiene. Dann ist die Position wenigstens konstant. Das löst das Problem nicht vollständig, weil die Knollen sich gegenseitig beeinflussen wenn sie eng nebeneinander liegen - Dampf der aus einer kommt landet an der nächsten. Das ist faktisch eine weitere unkontrollierte Variable. Ich überlege gerade ob ich das seriös nur an zwei Knollen machen sollte. Mit Folie und ohne, gleiche Schiene, etwas Abstand. Kochen separat, weil da sowieso andere Bedingungen gelten. Dann ist der Vergleich zumindest intern sauberer. Was mich an deiner Kabelanalogie mehr beschäftigt: du hast das mit dem Alter erwähnt. Ich kann auf dem Markt in Plagwitz den Bauern fragen ob die alle aus derselben Ernte kommen. Das ist keine Garantie, aber besser als nichts. Ob er das weiß ist eine andere Frage. Konkret gesagt - ich erwarte nicht dass das Ergebnis eindeutig wird. n=1 mit unbekanntem Ausgangszustand bleibt n=1. Aber ich hab samstags sowieso nichts Besseres vor.
Zitat von ms_77 am September 16, 2026, 16:45 Uhr@n.feld
Zitat von leni_bkich kauf mir ja auch regelmäßig das Betanio-Zeug
sorry das kommt jetzt aus dem Nichts aber der Satz geht mir nicht aus dem Kopf während ich hier n.felds Plan lese. der eine kauft Zeug das er nicht versteht, der andere plant nen Dreifachvergleich mit Ofenpositionen und Dampfwolken. irgendwo dazwischen ist wahrscheinlich die Wahrheit wie man Rote Beete vernünftig macht. aber zum eigentlichen Punkt - du willst den Bauern fragen ob die aus derselben Ernte sind. das ist gut. aber ich würd noch einen Schritt weiter gehen und nach der Größe fragen bevor du kaufst nicht danach. auf dem Markt in Plagwitz kann man die doch anfassen. nimm die die sich am ähnlichsten anfühlen vom Gewicht her. das ist kein Labor aber besser als Augenmaß. ich mach das manchmal mit Schrauben - wenn ich keine Waage hab drück ich zwei gegeneinander und merk schnell ob die gleich sind oder nicht. klingt blöd aber funktioniert. was mich jetzt noch beschäftigt: du schreibst samstags. das sind noch ein paar Tage. ich will das Ergebnis ehrlich gesagt wissen. nicht weil ich das für wissenschaftlich halt sondern weil meine Frau fragt ob sie nächste Woche nochmal Marktware im Ofen macht und ich ihr dann entweder sag mach das oder wart kurz.
@n.feld
Zitat von leni_bkich kauf mir ja auch regelmäßig das Betanio-Zeug
sorry das kommt jetzt aus dem Nichts aber der Satz geht mir nicht aus dem Kopf während ich hier n.felds Plan lese. der eine kauft Zeug das er nicht versteht, der andere plant nen Dreifachvergleich mit Ofenpositionen und Dampfwolken. irgendwo dazwischen ist wahrscheinlich die Wahrheit wie man Rote Beete vernünftig macht. aber zum eigentlichen Punkt - du willst den Bauern fragen ob die aus derselben Ernte sind. das ist gut. aber ich würd noch einen Schritt weiter gehen und nach der Größe fragen bevor du kaufst nicht danach. auf dem Markt in Plagwitz kann man die doch anfassen. nimm die die sich am ähnlichsten anfühlen vom Gewicht her. das ist kein Labor aber besser als Augenmaß. ich mach das manchmal mit Schrauben - wenn ich keine Waage hab drück ich zwei gegeneinander und merk schnell ob die gleich sind oder nicht. klingt blöd aber funktioniert. was mich jetzt noch beschäftigt: du schreibst samstags. das sind noch ein paar Tage. ich will das Ergebnis ehrlich gesagt wissen. nicht weil ich das für wissenschaftlich halt sondern weil meine Frau fragt ob sie nächste Woche nochmal Marktware im Ofen macht und ich ihr dann entweder sag mach das oder wart kurz.