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Rote Beete roh reiben – wie macht ihr das ohne komplettes Küchenchaos?

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@leni_k du hast recht dass das mit dem Glasbehälter wahrscheinlich smarter is aber ehrlich - ich hab keinen. mein Mixer is so ein günstiges Plastik-Ding vom Lidl, da würd ich mir wahrscheinlich auch wenig Hoffnung machen. aber jetzt wo du das mit dem Verdünnen sagst - stimmt ja, die Jungs an der Saftbar machen das auch so, kleine Menge Beete + viel Wasser/Flüssigkeit. das war mir irgendwie nicht so bewusst.

Zitat von leni_k

ob dann aber noch irgendwas vom Betanin übrig bleibt

- da fragst du was wichtiges. wenn ich das so verdünne dass es trinkbar is, dann is das ja eigentlich wieder wie so ein Konzentrat von der Flasche, nur halt selbstgemacht. und dann zahle ich auch noch extra für die Arbeit. krass wenn man's so sieht. was mir aber gerade noch in den Kopf kommt - meine Sis hatte letztens so einen Stabmixer und hat damit Smoothies gemacht, da is weniger innen im Behälter verfärbt als wenn man den großen Mixer nimmt. weil die Menge kleiner is und die Kontaktfläche auch. ob das für ne einzelne Portion Beete-Drink relevant wäre - keine Ahnung, aber billiger is so ein Stabmixer auf jeden Fall. und @n.feld - wenn du von der Chioggia noch mehr weißt weil du die öfter siehst, würde mich interessieren ob die beim Kochen auch weniger färben. für den Salat-Fall von leni vielleicht ja nicht so relevant aber generell

weniger reden mehr heben

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weniger reden mehr heben

@derbasti der Stabmixer-Gedanke ist gut, daran hab ich gar nicht gedacht. wobei ich mich frage ob das bei Rote Beete überhaupt Sinn macht - die ist ja roh so fest dass ich nicht weiß ob ein normaler Stabmixer da durchkommt ohne sich zu überhitzen. mein Ding jedenfalls würd da wahrscheinlich kapitulieren, der schafft kaum Suppe ohne zu stottern. was mich bei deinem Kommentar aber mehr beschäftigt: du erwähnst deine Sis mit dem Stabmixer - habt ihr das wirklich mit Rote Beete gemacht oder nur generell für Smoothies? weil das wär für mich tatsächlich relevante Info, nicht nur Theorie. und zu deiner Frage an @n.feld wegen Chioggia beim Kochen - ich bin gespannt was der dazu sagt. ich hab die gestreifte Sorte ehrlich gesagt noch nie bewusst in einem Rezept gesehen, nur so am Markt-Stand vorbeigeschaut und gedacht "hübsch, aber was macht man damit". vielleicht ist das genau der blinde Fleck bei mir, dass ich immer die dunkelroten kauf weil ich die kenn und die anderen liegen lasse.

@leni_k joa aber die Sache is - meine Sis hat das mit Himbeeren und Banane gemacht nicht mit Beete. das war mir grad selbst eingefallen dass ich da gar kein konkretes Beispiel hab. und ehrlich, wenn die Beete roh so fest is dass selbst dein normaler Stabmixer Probleme hat, dann schmeiß ich den Gedanke vielleicht auch in die Tonne. da wär ich eher bei dir - dann is die geriebene Version für nen Salat tatsächlich besser. aber was mich grad anders beschäftigt: du fragst ob ich die Chioggia mit meiner Sis gemacht hab oder nur generell. gar keine Beete, meine Sis nutzt den Mixer hauptsächlich für süßkram. nur - jetzt wo ich drüber nachdenk - ich könnte ja selber mal eine Chioggia vom Markt mitnehmen und testen ob die sich anders anfühlt beim reiben. nicht ob die weniger färbt, sondern ob sie überhaupt genauso praktikabel is wie die normalen. wenn die zu weich is zum reiben dann bringt mir die ganze Sortengeschichte ja nix. und @n.feld - zu deiner Frage ob Chioggia beim Kochen auch weniger färbt, da würd mich echt interessieren ob du das irgendwo gelesen hast oder nur vermutest. weil wenn die Sorte grundsätzlich weniger Betanin hat, dann sollte das ja auch beim Kochen weniger Verfärbung geben oder nicht? weniger reden mehr heben

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weniger reden mehr heben

also ich les das hier jetzt schon ne Weile mit und muss mich mal zu Wort melden. @derbasti du redest die ganze Zeit vom Gym und Betanin-Kapseln und Konzentraten und fragst dann ob man das mit echten Knollen im Mixer hinkriegt "ohne den Mixer zu schrubben". das klingt für mich nach jemandem der eigentlich gar keine Lust hat Rote Beete zu essen sondern irgendwas optimieren will was keiner Optimierung braucht. eine Knolle kostet auf dem Markt vielleicht 50 Cent. eine rohe Rote Beete reiben dauert - was, fünf Minuten? und dann ist der Salat fertig. das ist kein Aufwand, das ist Kochen. dieses ganze Gedankenspiel mit Stabmixer, Glasbehälter, Chioggia weniger Betanin, Nährstoffe besser aufgeschlossen durch Mixer - da muss ich lachen. ich hör das von meinem Schwager genauso. der kauft sich Kapseln für 30 Euro im Monat und fragt sich ob da wirklich was drin ist. sag mir einer warum man das Zeug nicht einfach isst.

Zitat von derbasti

dann is die geriebene Version für nen Salat tatsächlich besser

ja genau. das war von Anfang an die Antwort. @leni_k du bist auf dem richtigen Weg mit deiner Flohmarkt-Reibe und dem Küchenpapier drunter. mehr braucht das nicht.

@ms_77 ok ich hör dich, und ein Teil davon stimmt auch. aber ich find den Ton etwas hart gegenüber @derbasti - der Typs stellt halt Fragen, das ist doch der Sinn von so einem Thread. was mich bei dir aber wirklich beschäftigt: du sagst "mehr braucht das nicht" und zeigst auf Flohmarkt-Reibe und Küchenpapier. das stimmt schon, für den reinen Salat ist das die Antwort. aber die Frage dahinter - warum man so einen Umweg über Kapseln und Konzentrate nimmt obwohl die echte Knolle billiger und offensichtlich simpler ist - die find ich eigentlich nicht blöd. ich stell die mir auch manchmal selbst.

Zitat von ms_77

sag mir einer warum man das Zeug nicht einfach isst

ehrlich gesagt weiß ich das bei mir selbst nicht immer. ich hab jetzt wochenlang über Nitrat nachgelesen und Konzentrate verglichen bevor ich einfach mal eine Beete gerieben hab. und der Salat war gut. das hätt ich früher haben können. aber ich glaub der Punkt ist nicht Bequemlichkeit oder Optimierungswahn, sondern dass man halt nicht weiß wo man anfangen soll wenn man mit dem Gemüse nix am Hut hatte vorher. das war bei mir genauso. mein erster Kontakt mit Rote Beete war so ein gummiartiges Zeug aus dem Glas bei meiner Oma, das hat mich jahrelang abgeschreckt.

Zitat von leni_k

mein erster Kontakt mit Rote Beete war so ein gummiartiges Zeug aus dem Glas bei meiner Oma

das kenn ich. meine Mutter hat das auch immer aus dem Glas geholt so ein saures Zeugs, hat nach Essig gerochen und nach nix anderem. das ist halt nicht Rote Beete, das ist eingelegtes Konservenzeugs. kein Wunder dass man da jahrelang einen Bogen drumherum macht. und @leni_k - ich hab nicht unrecht mit dem Ton, das räum ich ein. aber ich steh dazu. wer wochenlang Nitrat-Artikel liest bevor er einfach mal eine Beete kauft, der hat ein anderes Problem als die Beete. das ist kein Vorwurf an dich persönlich, das ist einfach wie das heute läuft. alles muss erst recherchiert und optimiert sein bevor man irgendwas anfasst. das Glasgummi-Zeug vom Oma-Tisch hat jedenfalls mehr geschadet als jeder erdig schmeckende Rohkostsalat. ich kann mir gut vorstellen dass viele Leute genau da hängen und dann lieber eine Kapsel schlucken als nochmal so ein Erfanrung zu riskieren. das macht die Kapsel trotzdem nicht weniger Quatsch - aber als Erklärung taugt das schon.

@ms_77

Zitat von ms_77

als Erklärung taugt das schon

Das ist der interessanteste Satz den du bisher geschrieben hast, weil du damit implizit zugibst dass der Umweg eine Logik hat - auch wenn du die Kapseln trotzdem für Quatsch hältst. Das stimmt. Und ich halte sie auch für Quatsch, das ist hier kein Geheimnis. Was mich an deiner Analyse aber stört: du beschreibst das Glasgummi-Trauma als Erklärung, dann sagst du "das macht die Kapsel nicht weniger Quatsch". Stimmt. Aber die Konsequenz fehlt. Wenn der Einstieg das Problem ist, wäre die sinnvolle Antwort nicht Kapsel und nicht Rohkost-Optimierung, sondern ein einziger guter Ersteindruck mit echtem Produkt. Was @leni_k letzte Woche gemacht hat, war genau das - einfach anfangen, mit frischer Ware, ohne Erwartungsdruck. Das löst das Kapsel-Problem natürlich nicht strukturell. Die Leute die @derbasti im Gym sieht kaufen das Zeug nicht wegen Oma-Trauma, sondern weil es als Sportprodukt vermarktet wird und daneben ein Sixpack-Foto steht. Das ist ein anderer Mechanismus. Konkret gesagt: Oma-Glas erklärt Skepsis, Fitness-Marketing erklärt Kauf. Beides führt am Gemüse vorbei, aber aus verschiedenen Richtungen.

@n.feld das mit Oma-Glas versus Fitness-Marketing ist ein guter Punkt, aber ich muss ehrlich sagen, dass ich mich da ein bisschen unwohl fühle mit der ganzen Analyse. Es klingt ein bisschen zu abstrakt für das, was eigentlich los ist. Bei mir im Garten hab ich einfach festgestellt - die Leute essen das Zeug weil es praktisch ist und weil sie nicht wissen, dass frische Rote Beete genauso praktisch sein kann. Das ist alles. Nicht Trauma, nicht Marketing. Einfach Gewöhnung. Was mich aber bei diesem Thread mehr beschäftigt ist dass wir alle viel zu viel darüber reden, wie man die Beete in den Körper kriegt und viel zu wenig darüber, dass sie einfach schmecken sollte. @leni_k hat das am Anfang genau richtig gemacht - gekauft, gerieben, gegessen, fertig. Der Salat hat ihr geschmeckt. Das ist die ganze Geschichte.

Zitat von ms_77

mehr braucht das nicht

- das stimmt wirklich, aber nicht weil alles Optimieren Unsinn ist, sondern weil der Einstieg tatsächlich so simpel sein kann. Mein Hausarzt hat mir geraten mehr Rote Beete zu essen und ich mach das jetzt seit zwei Jahren regelmäßig, gekocht meistens weil das weniger Sauerei ist. Aber wenn jemand mit rohem anfangen will - bitte, dann nimm eine günstige Reibe, leg Papier drunter und fertig. Kein Stabmixer, kein Glasbehälter, kein Gedankenspiel. Die Beete macht das von alleine interessant genug.

@elvira_k

Zitat von elvira_k

viel zu wenig darüber, dass sie einfach schmecken sollte

Das ist fair, aber ich finde die Trennung künstlich. Dass etwas schmeckt und dass man versteht warum man es isst, schließt sich nicht aus. Das Problem ist eher wenn das Verstehen vor dem Essen kommt und den Einstieg blockiert - was du ja selbst beschreibst. Was mich an deiner Aussage aber wirklich stört: du sagst "Gewöhnung" erklärt den Kapsel-Kauf, nicht Trauma und nicht Marketing. Das halte ich für zu optimistisch. Gewöhnung erklärt Trägheit, aber nicht aktiven Kauf. Wenn jemand im Gym 28 Euro für ein Pulver hinlegt, hat er eine Entscheidung getroffen, keine Gewohnheit gelebt. Da steckt ein Kaufargument dahinter, und das kommt nicht aus dem Nichts. @derbasti hatte das eigentlich selbst schon fast gesagt, ohne es so zu nennen. Die Leute im Gym trinken das Zeug weil es neben dem Eiweißshake steht und weil ein Athlet drauf abgebildet ist. Das ist Kontext, kein Informationsmangel. Denen fehlt nicht der Hinweis "kauf einfach eine Knolle", die haben sich bewusst für das Produkt entschieden. Konkret gesagt: Gewöhnung erklärt vielleicht warum jemand nie auf die Idee kommt frische Beete zu probieren. Aber die Kapsel kauft man nicht aus Gewöhnung, die kauft man weil man glaubt dass sie etwas leistet was die Knolle nicht leistet. Und dafür gibt es keine gute Evidenz, zumindest keine die ich kenne.

kleines Update von mir - ich hab das mit dem Schnellkochtopf aus dem Keller dann doch mal ausprobiert letzte Woche. Frau war zufrieden ich hab mir keine Finger rosa gefärbt, Ende der Geschichte. aber @n.feld - ich les deinen letzten Beitrag und da ist was drin das mich beschäftigt. du sagst die Kapsel-Käufer haben eine aktive Entscheidung getroffen, kein Informationsmangel. stimmt wahrscheinlich. aber dann sagst du

Zitat von n.feld

für das gibt es keine gute Evidenz

- und da verlierst du mich ein bisschen. weil die Leute die das kaufen fragen ja gar nicht nach Evidenz. mein Schwager auch nicht. der fragt nicht ob Studien das belegen. der sieht dass sein Kumpel im Gym schneller läuft und daneben steht eine Dose mit roten Kapseln. das ist kein Informationsproblem und kein Evidenzproblem. das ist ein anderes Problem. ich hab mal einem Kunden Kabel verlegt der hat mir erzählt er kauft irgendwelche Steckdosen-Entstörer für 80 Euro das Stück weil die angeblich den Stromfluss verbessern. gibt es keine Evidenz für, stimmt. hat ihm trotzdem keiner erklärt warum das Quatsch ist auf ne Art dass er's gehört hätte. er hat einfach weiterhin welche gekauft. das Gemüse ist am Ende egal dabei. das läuft immer gleich.

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