Rote Beete roh reiben – lohnt sich der Aufwand wirklich?
Zitat von leni_k am August 1, 2026, 12:43 Uhr@leni_do das Einfrieren - ich glaub das wird tatsächlich ein Problem. Geriebenes Gemüse mit viel Wasseranteil friert zwar ein, aber beim Auftauen zieht sich das Zellgewebe zusammen und du hast dann so eine wässrige, weiche Masse. Das kenn ich von Zucchini, da hab ich das einmal probiert und das Ergebnis war wirklich nicht verwendbar. Bei Rote Beete könnte das ähnlich sein vielleicht sogar schlimmer weil die von Natur aus schon saftiger ist. Was ich mir eher vorstellen könnte: rohe ganze Knollen einfrieren, und dann direkt gefroren reiben. Hab irgendwo mal gelesen dass das bei manchen Gemüsesorten ganz gut funktioniert weil die Struktur beim Reiben erhalten bleibt. Ob das bei Rote Beete klappt - keine Ahnung, das ist wirklich nur Spekulation von mir.
Zitat von leni_dowas Umami. Nüsse vielleicht, Walnuss
das klingt eigentlich gut. Ich hätte da spontan auch an Tahini gedacht - also so ein Dressing mit Tahini, Zitrone, vielleicht bisschen Knoblauch. Das hat dieses nussige Gewicht das du meinst, aber noch zusätzlich diese leicht bittere Note. Ob das mit dem Erdigen der Beete kollidiert oder sich gut verträgt, das weiß ich nicht. Müsste man probieren. Das Apfel-Thema lass ich jetzt mal ruhen, du hast mich da eigentlich überzeugt dass das eher Richtung Konfusion geht.
@leni_do das Einfrieren - ich glaub das wird tatsächlich ein Problem. Geriebenes Gemüse mit viel Wasseranteil friert zwar ein, aber beim Auftauen zieht sich das Zellgewebe zusammen und du hast dann so eine wässrige, weiche Masse. Das kenn ich von Zucchini, da hab ich das einmal probiert und das Ergebnis war wirklich nicht verwendbar. Bei Rote Beete könnte das ähnlich sein vielleicht sogar schlimmer weil die von Natur aus schon saftiger ist. Was ich mir eher vorstellen könnte: rohe ganze Knollen einfrieren, und dann direkt gefroren reiben. Hab irgendwo mal gelesen dass das bei manchen Gemüsesorten ganz gut funktioniert weil die Struktur beim Reiben erhalten bleibt. Ob das bei Rote Beete klappt - keine Ahnung, das ist wirklich nur Spekulation von mir.
Zitat von leni_dowas Umami. Nüsse vielleicht, Walnuss
das klingt eigentlich gut. Ich hätte da spontan auch an Tahini gedacht - also so ein Dressing mit Tahini, Zitrone, vielleicht bisschen Knoblauch. Das hat dieses nussige Gewicht das du meinst, aber noch zusätzlich diese leicht bittere Note. Ob das mit dem Erdigen der Beete kollidiert oder sich gut verträgt, das weiß ich nicht. Müsste man probieren. Das Apfel-Thema lass ich jetzt mal ruhen, du hast mich da eigentlich überzeugt dass das eher Richtung Konfusion geht.
Zitat von leni_bk am August 1, 2026, 15:47 Uhr@leni_k das mit der gefrorenen Knolle direkt reiben - das ist interessant, hab ich noch nie gehört. Aber irgendwie macht das Sinn, wenn die Struktur beim Frieren eh schon verdichtet ist. Müsste man halt testen ob das mit den Händen noch zu machen ist oder ob man da extra ne Vorrichtung braucht. Was mich aber gerade mehr beschäftigt ist das Tahini-Dressing von dir. [quote=leni_kdas hat dieses nussige Gewicht das du meinst, aber noch zusätzlich diese leicht bittere Note[/quote] - ja genau, aber ich frag mich jetzt ob die bittere Note nicht eher mit dem Erdigen kollidiert statt es zu ergänzen. Also bei mir im Kindergarten mach ich manchmal Hummus mit den Kindern und wenn das Tahini zu dunkel geröstet ist, wird das schnell unangenehm bitter. Ich würd da eher zu nem hellen Tahini greifen wenn ich das probieren würde nur um auf der sicheren Seite zu sein. Aber ehrlich - ich glaub ich overthink das ganze jetzt auch. Die Diskussion hat mir gezeigt dass es bei roh geriebener Rote Beete wirklich auf die Balance ankommt, nicht auf irgendwelche speziellen Hobel oder so. Grob, würzig, fertig. Vielleicht versuch ich das am Wochenende noch mal, aber dann mit weniger Drama in der Küche und ohne dass ich nachher wie ne Mörderin aussehe haha.
@leni_k das mit der gefrorenen Knolle direkt reiben - das ist interessant, hab ich noch nie gehört. Aber irgendwie macht das Sinn, wenn die Struktur beim Frieren eh schon verdichtet ist. Müsste man halt testen ob das mit den Händen noch zu machen ist oder ob man da extra ne Vorrichtung braucht. Was mich aber gerade mehr beschäftigt ist das Tahini-Dressing von dir. [quote=leni_kdas hat dieses nussige Gewicht das du meinst, aber noch zusätzlich diese leicht bittere Note[/quote] - ja genau, aber ich frag mich jetzt ob die bittere Note nicht eher mit dem Erdigen kollidiert statt es zu ergänzen. Also bei mir im Kindergarten mach ich manchmal Hummus mit den Kindern und wenn das Tahini zu dunkel geröstet ist, wird das schnell unangenehm bitter. Ich würd da eher zu nem hellen Tahini greifen wenn ich das probieren würde nur um auf der sicheren Seite zu sein. Aber ehrlich - ich glaub ich overthink das ganze jetzt auch. Die Diskussion hat mir gezeigt dass es bei roh geriebener Rote Beete wirklich auf die Balance ankommt, nicht auf irgendwelche speziellen Hobel oder so. Grob, würzig, fertig. Vielleicht versuch ich das am Wochenende noch mal, aber dann mit weniger Drama in der Küche und ohne dass ich nachher wie ne Mörderin aussehe haha.
Zitat von leni_do am August 1, 2026, 16:06 Uhr@leni_bk haha ja, die Mörderin-Optik ist echt das größte Problem dabei. Aber das mit dem hellen Tahini ist ein guter Punkt, das hätte ich so nicht überlegt. Ich glaub du hast recht dass dunkles Tahini schnell zu viel wird, vor allem wenn die Beete eh schon so präsent ist. Was mich jetzt aber gerade beschäftigt ist was @leni_k mit der gefrorenen Knolle gesagt hat. Also ich hab das noch nie gemacht, aber das Prinzip klingt logisch. Nur - wenn ich ehrlich bin - würd ich mir da eher die Finger wund reiben als dass ich das hinkrieg. Die Dinger sind ja hart wie Stein wenn sie gefroren sind. Da brauchst du dann wahrscheinlich ne Reibe mit ordentlich Grip, oder? Ich stell mir vor dass das mit normalen Handschuhen nicht so gut funktioniert. Das Ganze macht mich auch irgendwie nachdenklich - wir diskutieren hier jetzt über gefrorene Knollen und helle Tahini und Ofenchips, aber eigentlich war die Original-Frage ja ob sich roh reiben überhaupt lohnt. Und ehrlich gesagt bin ich da immer noch bei meiner ersten Reaktion: wenn's im Salat landet und schnell gegessen wird klar. Aber für regelmäßiges Meal Prep? Da fahr ich persönlich lieber damit, die Beete einfach gekocht in kleinere Stücke zu schneiden. Weniger Drama, mehr Ruhe beim Essen. Das ist vielleicht nicht so fancy wie das Raw-Ding, aber praktisch halt auch anders.
@leni_bk haha ja, die Mörderin-Optik ist echt das größte Problem dabei. Aber das mit dem hellen Tahini ist ein guter Punkt, das hätte ich so nicht überlegt. Ich glaub du hast recht dass dunkles Tahini schnell zu viel wird, vor allem wenn die Beete eh schon so präsent ist. Was mich jetzt aber gerade beschäftigt ist was @leni_k mit der gefrorenen Knolle gesagt hat. Also ich hab das noch nie gemacht, aber das Prinzip klingt logisch. Nur - wenn ich ehrlich bin - würd ich mir da eher die Finger wund reiben als dass ich das hinkrieg. Die Dinger sind ja hart wie Stein wenn sie gefroren sind. Da brauchst du dann wahrscheinlich ne Reibe mit ordentlich Grip, oder? Ich stell mir vor dass das mit normalen Handschuhen nicht so gut funktioniert. Das Ganze macht mich auch irgendwie nachdenklich - wir diskutieren hier jetzt über gefrorene Knollen und helle Tahini und Ofenchips, aber eigentlich war die Original-Frage ja ob sich roh reiben überhaupt lohnt. Und ehrlich gesagt bin ich da immer noch bei meiner ersten Reaktion: wenn's im Salat landet und schnell gegessen wird klar. Aber für regelmäßiges Meal Prep? Da fahr ich persönlich lieber damit, die Beete einfach gekocht in kleinere Stücke zu schneiden. Weniger Drama, mehr Ruhe beim Essen. Das ist vielleicht nicht so fancy wie das Raw-Ding, aber praktisch halt auch anders.
Zitat von leni_k am August 1, 2026, 16:30 Uhr@leni_do der Punkt mit dem Meal Prep und einfach gekocht schneiden - ja, ich versteh das total. Und ich glaub du hast da auch nicht unrecht, wenn's ums Alltagstauglich-sein geht.
Zitat von leni_doDa fahr ich persönlich lieber damit, die Beete einfach gekocht in kleinere Stücke zu schneiden
Aber genau da frag ich mich gerade ob das nicht zwei verschiedene Anwendungsfälle sind. Also roh gerieben macht für mich vielleicht gar keinen Sinn als Meal-Prep-Strategie - eher als "ich hab gerade Lust und mach das jetzt direkt" Sache. Gekocht auf Vorrat ist dann halt das andere Ding. Was mich bei deinem letzten Beitrag aber wirklich beschäftigt: du sagst die Diskussion macht dich nachdenklich weil wir uns so weit vom ursprünglichen Thema entfernt haben. Das stimmt irgendwie schon. Ich hab heute früh einfach roh gerieben weil ich neugierig war, nicht weil ich da ein System draus machen wollte. Und das hat eigentlich auch gepasst. Was ich mich jetzt frag - und das hat im Thread noch niemand angeschnitten - ob der Zeitpunkt eine Rolle spielt. Also ich hab das morgens gegessen, vor dem Laufen. Ob das mit dem Erdigen nüchtern anders wirkt als mittags nach einer Mahlzeit. Das ist so eine rein subjektive Geschichte, aber ich bin mir nicht sicher ob mein Magen das generell gut findet roh.
@leni_do der Punkt mit dem Meal Prep und einfach gekocht schneiden - ja, ich versteh das total. Und ich glaub du hast da auch nicht unrecht, wenn's ums Alltagstauglich-sein geht.
Zitat von leni_doDa fahr ich persönlich lieber damit, die Beete einfach gekocht in kleinere Stücke zu schneiden
Aber genau da frag ich mich gerade ob das nicht zwei verschiedene Anwendungsfälle sind. Also roh gerieben macht für mich vielleicht gar keinen Sinn als Meal-Prep-Strategie - eher als "ich hab gerade Lust und mach das jetzt direkt" Sache. Gekocht auf Vorrat ist dann halt das andere Ding. Was mich bei deinem letzten Beitrag aber wirklich beschäftigt: du sagst die Diskussion macht dich nachdenklich weil wir uns so weit vom ursprünglichen Thema entfernt haben. Das stimmt irgendwie schon. Ich hab heute früh einfach roh gerieben weil ich neugierig war, nicht weil ich da ein System draus machen wollte. Und das hat eigentlich auch gepasst. Was ich mich jetzt frag - und das hat im Thread noch niemand angeschnitten - ob der Zeitpunkt eine Rolle spielt. Also ich hab das morgens gegessen, vor dem Laufen. Ob das mit dem Erdigen nüchtern anders wirkt als mittags nach einer Mahlzeit. Das ist so eine rein subjektive Geschichte, aber ich bin mir nicht sicher ob mein Magen das generell gut findet roh.
Zitat von elvira_k am August 2, 2026, 13:20 Uhr@leni_k das mit dem Magen und dem Zeitpunkt - das ist ehrlich gesagt ein Punkt, den ich wichtig finde. Bei mir im Garten, wenn ich frische Sachen direkt ernte und probiere, merke ich tatsächlich einen Unterschied je nachdem wann ich das esse. Rote Beete roh und nüchtern, da bin ich auch skeptisch, ob das gut verträglich ist. Der Körper braucht ja auch Zeit um sowas zu verarbeiten, und wenn die Beete eh schon so intensiv schmeckt und wirkt - das kann ja auch auf den Magen gehen. Was mich bei dieser ganzen Diskussion aber etwas gereizt hat, wenn ich ehrlich bin - wir reden hier ständig von rohem Gemüse und Intensität und Struktur, aber keiner hat gefragt ob das überhaupt nötig ist. Bei mir hat der Hausarzt mir geraten mehr Rote Beete zu essen wegen des Blutdrucks, und da spielt es ehrlich gesagt keine große Rolle ob ich die roh oder gekocht esse. Der Nährstoff-Unterschied wird übertrieben, da bin ich mir ziemlich sicher. Gekochte Beete aus eigenem Anbau - die tut's auch. Und die verträgt mein Magen deutlich besser. Das mit dem Meal Prep und einfach gekocht vorbereiten, wie @leni_do das gesagt hat - das ist für mich persönlich auch der realistische Weg. Ich verstehe die Neugier, keine Frage. Aber ob das wirklich öfter als einmal probiert wird, wage ich zu bezweifeln. Das Drama in der Küche und dann noch die Frage ob der Magen mitspielt - da würde ich mir das sparen.
@leni_k das mit dem Magen und dem Zeitpunkt - das ist ehrlich gesagt ein Punkt, den ich wichtig finde. Bei mir im Garten, wenn ich frische Sachen direkt ernte und probiere, merke ich tatsächlich einen Unterschied je nachdem wann ich das esse. Rote Beete roh und nüchtern, da bin ich auch skeptisch, ob das gut verträglich ist. Der Körper braucht ja auch Zeit um sowas zu verarbeiten, und wenn die Beete eh schon so intensiv schmeckt und wirkt - das kann ja auch auf den Magen gehen. Was mich bei dieser ganzen Diskussion aber etwas gereizt hat, wenn ich ehrlich bin - wir reden hier ständig von rohem Gemüse und Intensität und Struktur, aber keiner hat gefragt ob das überhaupt nötig ist. Bei mir hat der Hausarzt mir geraten mehr Rote Beete zu essen wegen des Blutdrucks, und da spielt es ehrlich gesagt keine große Rolle ob ich die roh oder gekocht esse. Der Nährstoff-Unterschied wird übertrieben, da bin ich mir ziemlich sicher. Gekochte Beete aus eigenem Anbau - die tut's auch. Und die verträgt mein Magen deutlich besser. Das mit dem Meal Prep und einfach gekocht vorbereiten, wie @leni_do das gesagt hat - das ist für mich persönlich auch der realistische Weg. Ich verstehe die Neugier, keine Frage. Aber ob das wirklich öfter als einmal probiert wird, wage ich zu bezweifeln. Das Drama in der Küche und dann noch die Frage ob der Magen mitspielt - da würde ich mir das sparen.
Zitat von ms_77 am August 5, 2026, 21:23 Uhrok ich bin mal wieder dabei nach ein paar Tagen.
Zitat von leni_dowenn es im Salat landet und schnell gegessen wird klar
ja das ist der einzige vernünftige Satz den ich heute hier lese. der Rest ist mir ehrlich gesagt zu viel Philosophie für ein Gemüse. @elvira_k hat aber auch recht mit dem Blutdruck-Ding. mein Hausarzt hat mir das vor Jahren auch gesagt und ich hab einfach öfter Beete gegessen - gekocht aus dem Glas, egal. kein Unterschied ob roh oder nicht soweit ich das beurteilen kann. der Körper kriegt das schon hin. was mich aber wirklich aufregt ist die ganze roh-vs-gekocht Debatte als ob da ein riesiger Unterschied wäre. ich hab heute Mittag kurz Pause gehabt auf der Baustelle und hab mir das nochmal durchgelesen. gefrorene Knolle reiben, helles Tahini, Miso-Marinade... da muss ich lachen. ich mach abends manchmal Beete auf dem Blech - Stücke drauf, Öl drüber, Ofen an, fertig. das ist alles. schmeckt gut macht keine Riesensauerei und ich muss nicht über Zellstruktur nachdenken. das mit dem Magen nüchtern - @leni_k - das würde ich auch lassen. ich ess morgens vor der Arbeit kein rohes Gemüse, das ist doch kein Frühstück. aber das ist wohl Geschmackssache.
ok ich bin mal wieder dabei nach ein paar Tagen.
Zitat von leni_dowenn es im Salat landet und schnell gegessen wird klar
ja das ist der einzige vernünftige Satz den ich heute hier lese. der Rest ist mir ehrlich gesagt zu viel Philosophie für ein Gemüse. @elvira_k hat aber auch recht mit dem Blutdruck-Ding. mein Hausarzt hat mir das vor Jahren auch gesagt und ich hab einfach öfter Beete gegessen - gekocht aus dem Glas, egal. kein Unterschied ob roh oder nicht soweit ich das beurteilen kann. der Körper kriegt das schon hin. was mich aber wirklich aufregt ist die ganze roh-vs-gekocht Debatte als ob da ein riesiger Unterschied wäre. ich hab heute Mittag kurz Pause gehabt auf der Baustelle und hab mir das nochmal durchgelesen. gefrorene Knolle reiben, helles Tahini, Miso-Marinade... da muss ich lachen. ich mach abends manchmal Beete auf dem Blech - Stücke drauf, Öl drüber, Ofen an, fertig. das ist alles. schmeckt gut macht keine Riesensauerei und ich muss nicht über Zellstruktur nachdenken. das mit dem Magen nüchtern - @leni_k - das würde ich auch lassen. ich ess morgens vor der Arbeit kein rohes Gemüse, das ist doch kein Frühstück. aber das ist wohl Geschmackssache.
Zitat von leni_do am August 7, 2026, 11:58 Uhrmelde mich nochmal kurz weil mich @ms_77 Beitrag irgendwie zum Nachdenken gebracht hat. Also nicht weil er unrecht hätte - der Punkt mit dem Ofen und einfach Stücke drauf ist ja genau das, was ich auch mache. Aber das hat mir gezeigt dass ich in den letzten Tagen irgendwie in diese Perfektionisierungs-Falle gerutscht bin die ich eigentlich gar nicht mag. Ich hab das ganze Rote-Beete-Ding nämlich nur angefangen weil meine Kollegin das mit den Shots macht und ich neugierig war. Nicht weil ich da jetzt ein System draus machen muss oder die ultimative Zubereitung finden muss. Und genau das ist mir im Thread passiert - wir sind von "hey, ich probier das mal" zu gefrorenen Knollen und hellem Tahini abgerutscht. Was ich aber seit diesem Wochenende tatsächlich gemacht hab: die geriebene Version nochmal probiert, diesmal aber gar nicht so verkompliziert. Grob gerieben, einfach nur mit ner Prise Salz und n bisschen Balsamico. Und ehrlich gesagt - wenn ich es so nehme ohne all die Überlegungen drum herum, dann schmeckt mir das sogar ganz gut. Nicht als Hauptsache, aber als kleine Beilage neben nem normalen Salat passt das. Das Drama mit der Färberei bleibt natürlich, da hilft auch keine Überlegung. Also mein Fazit nach dieser ganzen Diskussion: ja, probieren lohnt sich, aber nicht weil es irgendwie besser ist als gekocht, sondern einfach weil es anders schmeckt. Und manchmal ist anders ganz interessant, ohne dass man da ne große Wissenschaft draus machen muss
melde mich nochmal kurz weil mich @ms_77 Beitrag irgendwie zum Nachdenken gebracht hat. Also nicht weil er unrecht hätte - der Punkt mit dem Ofen und einfach Stücke drauf ist ja genau das, was ich auch mache. Aber das hat mir gezeigt dass ich in den letzten Tagen irgendwie in diese Perfektionisierungs-Falle gerutscht bin die ich eigentlich gar nicht mag. Ich hab das ganze Rote-Beete-Ding nämlich nur angefangen weil meine Kollegin das mit den Shots macht und ich neugierig war. Nicht weil ich da jetzt ein System draus machen muss oder die ultimative Zubereitung finden muss. Und genau das ist mir im Thread passiert - wir sind von "hey, ich probier das mal" zu gefrorenen Knollen und hellem Tahini abgerutscht. Was ich aber seit diesem Wochenende tatsächlich gemacht hab: die geriebene Version nochmal probiert, diesmal aber gar nicht so verkompliziert. Grob gerieben, einfach nur mit ner Prise Salz und n bisschen Balsamico. Und ehrlich gesagt - wenn ich es so nehme ohne all die Überlegungen drum herum, dann schmeckt mir das sogar ganz gut. Nicht als Hauptsache, aber als kleine Beilage neben nem normalen Salat passt das. Das Drama mit der Färberei bleibt natürlich, da hilft auch keine Überlegung. Also mein Fazit nach dieser ganzen Diskussion: ja, probieren lohnt sich, aber nicht weil es irgendwie besser ist als gekocht, sondern einfach weil es anders schmeckt. Und manchmal ist anders ganz interessant, ohne dass man da ne große Wissenschaft draus machen muss
Zitat von leni_k am August 7, 2026, 14:05 Uhr@leni_do das klingt ehrlich gesagt nach dem vernünftigsten Fazit das aus diesem Thread rauskommen konnte. Balsamico und Salz, fertig - ich glaub das ist genau der Punkt wo ich auch hätte aufhören sollen nachzudenken. [quote=leni_dowir sind von "hey ich probier das mal" zu gefrorenen Knollen und hellem Tahini abgerutscht[/quote]
ja, und ich war da voll dabei. Ich merke das bei mir öfter - ich fang mit was Einfachem an und irgendwie wird daraus dann ein Projekt das ich gar nicht wollte. Passiert mir beim Laufen auch, da les ich drei Artikel über Schuhsohlen und am Ende weiß ich weniger als vorher. Was mich bei deinem Beitrag aber wirklich kurz gestutzt hat: du sagst "nicht als Hauptsache, sondern als Beilage". Das ist so eine kleine Verschiebung, aber die macht irgendwie Sinn. Ich hab das heute früh die ganze Zeit als "Salat-Hauptkomponente" gedacht, und vielleicht ist genau das der Fehler. Als Beilage neben was Anderem hat man ja auch weniger Druck dass das perfekt ausbalanciert sein muss. Ich frag mich jetzt ob das der Unterschied ist warum manche Leute Rote Beete mögen und manche nicht - ob mans als Hauptsache serviert bekommt oder als kleines Ding nebenbei. Weil nüchtern als Hauptdarsteller ist der erdige Geschmack halt schon sehr präsent. Jedenfalls, schauen wir mal ob ich das nächste Mal auch beim einfachen Balsamico bleibe oder ob ich wieder anfange Misopaste zu googeln 😅
@leni_do das klingt ehrlich gesagt nach dem vernünftigsten Fazit das aus diesem Thread rauskommen konnte. Balsamico und Salz, fertig - ich glaub das ist genau der Punkt wo ich auch hätte aufhören sollen nachzudenken. [quote=leni_dowir sind von "hey ich probier das mal" zu gefrorenen Knollen und hellem Tahini abgerutscht[/quote]
ja, und ich war da voll dabei. Ich merke das bei mir öfter - ich fang mit was Einfachem an und irgendwie wird daraus dann ein Projekt das ich gar nicht wollte. Passiert mir beim Laufen auch, da les ich drei Artikel über Schuhsohlen und am Ende weiß ich weniger als vorher. Was mich bei deinem Beitrag aber wirklich kurz gestutzt hat: du sagst "nicht als Hauptsache, sondern als Beilage". Das ist so eine kleine Verschiebung, aber die macht irgendwie Sinn. Ich hab das heute früh die ganze Zeit als "Salat-Hauptkomponente" gedacht, und vielleicht ist genau das der Fehler. Als Beilage neben was Anderem hat man ja auch weniger Druck dass das perfekt ausbalanciert sein muss. Ich frag mich jetzt ob das der Unterschied ist warum manche Leute Rote Beete mögen und manche nicht - ob mans als Hauptsache serviert bekommt oder als kleines Ding nebenbei. Weil nüchtern als Hauptdarsteller ist der erdige Geschmack halt schon sehr präsent. Jedenfalls, schauen wir mal ob ich das nächste Mal auch beim einfachen Balsamico bleibe oder ob ich wieder anfange Misopaste zu googeln 😅
Zitat von ms_77 am August 8, 2026, 01:38 UhrZitat von leni_kob ich wieder anfange Misopaste zu googeln
da muss ich lachen. ernsthaft. du weißt selbst dass du es tun wirst. @leni_do das mit der Beilage hat mich aber kurz erwischt muss ich sagen. nicht weil es neu ist sondern weil ich genau so esse ohne je drüber nachzudenken. bei mir kommt die Beete einfach neben was anderes auf den Teller - neben Kartoffeln, neben Fleisch, was auch immer. nie als Hauptsache. und ich hab die Diskussion hier die ganze Zeit verfolgt und gedacht wieso machen die das so kompliziert. jetzt weiß ich warum. ihr habt die als Hauptdarsteller behandelt von Anfang an. was mich aber noch beschäftigt - @leni_k du sagst du merkst bei dir öfter dass aus was Einfachem ein Projekt wird. das kenn ich vom Beruf her andersrum. ich komm auf ne Baustelle, einer hat sich drei YouTube-Videos angeschaut über Elektroinstallation und dann erklärt er mir wie das geht. am Ende ist die Lösung die gleiche die ich nach zehn Sekunden gesehen hätte. das ist kein Vorwurf, nur - manchmal ist das Denken das Problem nicht die Frage. ob Rote Beete als Beilage weniger polarisiert als Hauptgericht - das glaub ich eigentlich schon. meine Frau mag die nicht besonders, aber wenn die einfach so mit auf dem Teller liegt isst sie die kommentarlos weg.
Zitat von leni_kob ich wieder anfange Misopaste zu googeln
da muss ich lachen. ernsthaft. du weißt selbst dass du es tun wirst. @leni_do das mit der Beilage hat mich aber kurz erwischt muss ich sagen. nicht weil es neu ist sondern weil ich genau so esse ohne je drüber nachzudenken. bei mir kommt die Beete einfach neben was anderes auf den Teller - neben Kartoffeln, neben Fleisch, was auch immer. nie als Hauptsache. und ich hab die Diskussion hier die ganze Zeit verfolgt und gedacht wieso machen die das so kompliziert. jetzt weiß ich warum. ihr habt die als Hauptdarsteller behandelt von Anfang an. was mich aber noch beschäftigt - @leni_k du sagst du merkst bei dir öfter dass aus was Einfachem ein Projekt wird. das kenn ich vom Beruf her andersrum. ich komm auf ne Baustelle, einer hat sich drei YouTube-Videos angeschaut über Elektroinstallation und dann erklärt er mir wie das geht. am Ende ist die Lösung die gleiche die ich nach zehn Sekunden gesehen hätte. das ist kein Vorwurf, nur - manchmal ist das Denken das Problem nicht die Frage. ob Rote Beete als Beilage weniger polarisiert als Hauptgericht - das glaub ich eigentlich schon. meine Frau mag die nicht besonders, aber wenn die einfach so mit auf dem Teller liegt isst sie die kommentarlos weg.
Zitat von elvira_k am August 8, 2026, 07:23 Uhr@ms_77 das mit deiner Frau und der Beilage - das ist eigentlich sehr aussagekräftig, wenn ich ehrlich bin. Sie isst es kommentarlos weg, weil da kein Druck drauf liegt, es zu beurteilen oder zu lieben. Das ist ja genau das, was ich auch immer wieder beobachte bei mir im Garten. Wenn ich die Beete als Beilage neben anderen Sachen serviere, klauen sie mir die Leute weg. Wenn ich aber sage "probier mal, ich hab die ganz besonders zubereitet", dann wird es kritisch. Was mich bei dieser ganzen Debatte aber gerade beschäftigt - und das hat jetzt weniger mit dem Rohzustand zu tun - ist die Frage ob wir überhaupt noch normale Rote Beete essen, oder ob es mittlerweile um die Zubereitung geht. Also bei mir kommt die Beete aus dem eigenen Anbau gekocht ins Glas, dann im Winter einfach raus und auf den Teller. Fertig. Keine Philosophie, keine Struktur-Überlegungen, nur essen. Und das funktioniert seit Jahren einwandfrei, mein Blutdruck ist damit zufrieden und die Leute essen sie weg. Ich glaube, das Wichtigste was ich aus dem Thread mitnehme ist - und da stimme ich @leni_do zu - manchmal ist einfach besser als perfekt. Grob gerieben mit Balsamico passt, gekocht aus dem Glas passt auch. Beides tut dem Körper gut beides schmeckt. Der Rest ist Hobby, nicht Notwendigkeit. Und das sollte man auch so sehen.
@ms_77 das mit deiner Frau und der Beilage - das ist eigentlich sehr aussagekräftig, wenn ich ehrlich bin. Sie isst es kommentarlos weg, weil da kein Druck drauf liegt, es zu beurteilen oder zu lieben. Das ist ja genau das, was ich auch immer wieder beobachte bei mir im Garten. Wenn ich die Beete als Beilage neben anderen Sachen serviere, klauen sie mir die Leute weg. Wenn ich aber sage "probier mal, ich hab die ganz besonders zubereitet", dann wird es kritisch. Was mich bei dieser ganzen Debatte aber gerade beschäftigt - und das hat jetzt weniger mit dem Rohzustand zu tun - ist die Frage ob wir überhaupt noch normale Rote Beete essen, oder ob es mittlerweile um die Zubereitung geht. Also bei mir kommt die Beete aus dem eigenen Anbau gekocht ins Glas, dann im Winter einfach raus und auf den Teller. Fertig. Keine Philosophie, keine Struktur-Überlegungen, nur essen. Und das funktioniert seit Jahren einwandfrei, mein Blutdruck ist damit zufrieden und die Leute essen sie weg. Ich glaube, das Wichtigste was ich aus dem Thread mitnehme ist - und da stimme ich @leni_do zu - manchmal ist einfach besser als perfekt. Grob gerieben mit Balsamico passt, gekocht aus dem Glas passt auch. Beides tut dem Körper gut beides schmeckt. Der Rest ist Hobby, nicht Notwendigkeit. Und das sollte man auch so sehen.