Rote Beete roh hobeln – lohnt sich das wirklich oder ist das Marketing?
Zitat von leni_bk am August 11, 2026, 21:24 Uhr@ms_77 haha okay, jetzt fragst du mich was mich selbst überrascht hat. Also ehrlich - die Betanio-Dinger kosten mich so... 15 Euro im Monat würd ich sagen, manchmal weniger wenn die im Angebot sind. Nicht die Welt aber auch nicht nix. Und jetzt wo du das fragst merkl ich selbst dass das irgendwie albern ist wenn ich mir dann gleichzeitig überlege ob ich frische Beete kaufen soll oder nicht. Das ist ja quasi das gleiche Geld nur anders ausgegeben. Aber was mich gerade mehr beschäftigt - du sagst deine Frau kocht die und ihr esst die als Beilage, fertig. Das ist ja das was meine Kollegin auch macht. Aber ich frag mich grade - macht es für mein Training wirklich nen Unterschied ob ich die regelmäßig esse oder ob ich das bleiben lass? Weil wenn ich ehrlich bin - ich kauf mir das Betanio hauptsächlich weil ich irgendwas für mein Halbmarathon-Training tun will und überall liest man dass Rote Beete hilft. Aber ob das wirklich messbar was bringt oder ob ich mir das nur einbilde... keine Ahnung. Ich hab noch nie ne Zeit gemacht wo ich vorher und nachher trackt hab oder so. Das klingt jetzt blöd aber - reicht es wirklich wenn ich einfach normal frische Beete koche und die regelmäßig esse, oder bin ich dann wieder in der Situation dass ich mir was vormache? Weil das mit dem Geschmack und der Textur interessiert mich weniger. Mich interessiert nur ob der Trainings-Effekt noch da ist wenn ich das "normal" mach statt mit all dem Extrakram.
@ms_77 haha okay, jetzt fragst du mich was mich selbst überrascht hat. Also ehrlich - die Betanio-Dinger kosten mich so... 15 Euro im Monat würd ich sagen, manchmal weniger wenn die im Angebot sind. Nicht die Welt aber auch nicht nix. Und jetzt wo du das fragst merkl ich selbst dass das irgendwie albern ist wenn ich mir dann gleichzeitig überlege ob ich frische Beete kaufen soll oder nicht. Das ist ja quasi das gleiche Geld nur anders ausgegeben. Aber was mich gerade mehr beschäftigt - du sagst deine Frau kocht die und ihr esst die als Beilage, fertig. Das ist ja das was meine Kollegin auch macht. Aber ich frag mich grade - macht es für mein Training wirklich nen Unterschied ob ich die regelmäßig esse oder ob ich das bleiben lass? Weil wenn ich ehrlich bin - ich kauf mir das Betanio hauptsächlich weil ich irgendwas für mein Halbmarathon-Training tun will und überall liest man dass Rote Beete hilft. Aber ob das wirklich messbar was bringt oder ob ich mir das nur einbilde... keine Ahnung. Ich hab noch nie ne Zeit gemacht wo ich vorher und nachher trackt hab oder so. Das klingt jetzt blöd aber - reicht es wirklich wenn ich einfach normal frische Beete koche und die regelmäßig esse, oder bin ich dann wieder in der Situation dass ich mir was vormache? Weil das mit dem Geschmack und der Textur interessiert mich weniger. Mich interessiert nur ob der Trainings-Effekt noch da ist wenn ich das "normal" mach statt mit all dem Extrakram.
Zitat von ms_77 am August 11, 2026, 21:46 Uhr@leni_bk
Zitat von leni_bkreicht es wirklich wenn ich einfach normal frische Beete koche und die regelmäßig esse
du fragst das jetzt zum vierten Mal. ich zähl mit. aber gut ich sag dir mal was anderes als die übliche Antwort: ich weiß es nicht. ehrlich. ob Rote Beete beim Halbmarathon wirklich was bringt, da hab ich keine Ahnung und ich red nicht so als ob. @markus_hh88 könnte dir da mehr sagen, aber der hat sich grad verabschiedet scheinbar. was ich aber sagen kann - du hast gerade selbst ausgerechnet dass du 15 Euro im Monat für Betanio ausgibst. und gleichzeitig überlegst du ob frische Beete zu viel Aufwand ist. das ist doch das eigentliche Problem. nicht roh oder gekocht, nicht vakuumverpackt oder frisch. du willst ein Ergebnis sehen und weißt nicht ob du es siehst weil du nie verglichen hast. das kenn ich. ich hab mal einem Kunden eine neue Verteilung eingebaut und er war überzeugt dass danach der Strom "besser läuft". gibt's nicht. aber er hat's gespürt. Menschen sind so. wenn du wirklich wissen willst ob das was bringt beim Training - dann lass das Betanio zwei Monate weg, iss stattdessen normale gekochte Beete und schau ob deine Zeiten schlechter werden. wenn nicht, dann hast du die Antwort. wenn doch, dann weiß ich auch nicht weiter. aber ich glaub du willst das gar nicht wirklich testen.
Zitat von leni_bkreicht es wirklich wenn ich einfach normal frische Beete koche und die regelmäßig esse
du fragst das jetzt zum vierten Mal. ich zähl mit. aber gut ich sag dir mal was anderes als die übliche Antwort: ich weiß es nicht. ehrlich. ob Rote Beete beim Halbmarathon wirklich was bringt, da hab ich keine Ahnung und ich red nicht so als ob. @markus_hh88 könnte dir da mehr sagen, aber der hat sich grad verabschiedet scheinbar. was ich aber sagen kann - du hast gerade selbst ausgerechnet dass du 15 Euro im Monat für Betanio ausgibst. und gleichzeitig überlegst du ob frische Beete zu viel Aufwand ist. das ist doch das eigentliche Problem. nicht roh oder gekocht, nicht vakuumverpackt oder frisch. du willst ein Ergebnis sehen und weißt nicht ob du es siehst weil du nie verglichen hast. das kenn ich. ich hab mal einem Kunden eine neue Verteilung eingebaut und er war überzeugt dass danach der Strom "besser läuft". gibt's nicht. aber er hat's gespürt. Menschen sind so. wenn du wirklich wissen willst ob das was bringt beim Training - dann lass das Betanio zwei Monate weg, iss stattdessen normale gekochte Beete und schau ob deine Zeiten schlechter werden. wenn nicht, dann hast du die Antwort. wenn doch, dann weiß ich auch nicht weiter. aber ich glaub du willst das gar nicht wirklich testen.
Zitat von markus_hh88 am August 11, 2026, 22:04 Uhr@ms_77 der Strom-Vergleich ist eigentlich gar nicht schlecht, auch wenn er ein bisschen hinkt. @leni_bk ich meld mich nochmal, weil ms_77 eine Sache gesagt hat die ich so stehen lassen will: ob Rote Beete beim Halbmarathon messbar was bringt. Da gibt es tatsächlich Daten. Die Cochrane-Auswertungen und einzelne Studien, u.a. von Lansley et al. aus 2011, zeigen einen moderaten Effekt auf die Sauerstoffeffizienz bei Ausdauerbelastung - aber die Effektgröße ist überschaubar, und die Studienpopulationen sind oft gut trainierte Sportler, keine Freizeitläuferinnen. Der Nitratgehalt spielt die entscheidende Rolle, nicht ob die Beete roh oder gekocht ist. Was dabei oft untergeht: der Nitratgehalt variiert stark, je nach Boden, Sorte, Lagerung. In vakuumverpackten Produkten ist der nach Wochen Lagerung oft deutlich reduziert - das ist mein eigentlicher Vorbehalt gegen das Supermarkt-Fertigzeug, nicht der Geschmack.
Zitat von leni_bkIch kauf mir das Betanio hauptsächlich weil andere das auch nehmen
Das ist ehrlich, das respektier ich. Aber Betanio ist für mich ein Paradebeispiel für Marketingaufschlag auf ein Standardprodukt. Du zahlst für Branding, nicht für Wirkstoff. Wenn du wirklich etwas mit Nitrat machen willst, dann frische Beete aus dem Wochenmarkt, kurz gegart, nicht ewig warmgehalten. Das ist günstiger und du weißt wenigstens ungefähr was drin ist. Ob du damit deine Halbmarathon-Zeit um zwei Minuten verbesserst - wahrscheinlich nicht. Ob es ein sinnvoller Teil einer vernünftigen Ernährung ist - ja.
@ms_77 der Strom-Vergleich ist eigentlich gar nicht schlecht, auch wenn er ein bisschen hinkt. @leni_bk ich meld mich nochmal, weil ms_77 eine Sache gesagt hat die ich so stehen lassen will: ob Rote Beete beim Halbmarathon messbar was bringt. Da gibt es tatsächlich Daten. Die Cochrane-Auswertungen und einzelne Studien, u.a. von Lansley et al. aus 2011, zeigen einen moderaten Effekt auf die Sauerstoffeffizienz bei Ausdauerbelastung - aber die Effektgröße ist überschaubar, und die Studienpopulationen sind oft gut trainierte Sportler, keine Freizeitläuferinnen. Der Nitratgehalt spielt die entscheidende Rolle, nicht ob die Beete roh oder gekocht ist. Was dabei oft untergeht: der Nitratgehalt variiert stark, je nach Boden, Sorte, Lagerung. In vakuumverpackten Produkten ist der nach Wochen Lagerung oft deutlich reduziert - das ist mein eigentlicher Vorbehalt gegen das Supermarkt-Fertigzeug, nicht der Geschmack.
Zitat von leni_bkIch kauf mir das Betanio hauptsächlich weil andere das auch nehmen
Das ist ehrlich, das respektier ich. Aber Betanio ist für mich ein Paradebeispiel für Marketingaufschlag auf ein Standardprodukt. Du zahlst für Branding, nicht für Wirkstoff. Wenn du wirklich etwas mit Nitrat machen willst, dann frische Beete aus dem Wochenmarkt, kurz gegart, nicht ewig warmgehalten. Das ist günstiger und du weißt wenigstens ungefähr was drin ist. Ob du damit deine Halbmarathon-Zeit um zwei Minuten verbesserst - wahrscheinlich nicht. Ob es ein sinnvoller Teil einer vernünftigen Ernährung ist - ja.
Zitat von ms_77 am August 11, 2026, 22:25 Uhr@markus_hh88
Zitat von leni_bkIch kauf mir das Betanio hauptsächlich weil andere das auch nehmen
das hat sie ja selbst gesagt, und du hast das dann nochmal bestätigt. okay. aber jetzt interessiert mich was anderes. du redest von Lansley et al. und Cochrane und Nitratgehalt - ich glaub dir das. aber sag mir einer: wenn der Nitratgehalt so stark variiert je nach Boden und Sorte, woher weiß ich dann was in meiner Beete vom Wochenmarkt drin ist. das weiß doch keiner. der Typ am Stand auch nicht. also ist das am Ende genauso eine Schätzung wie alles andere. das ist nicht böse gemeint, das ist ne echte Frage. du gibst @leni_bk den Rat "kauf frisch vom Wochenmarkt" aber das ist doch auch Vertrauen ins Blaue. bisschen weniger teuer als Betanio okay. aber Gewissheit hat sie da auch keine. was mich bei dem ganzen Thread eigentlich am meisten nervt - alle reden über Nährstoffe und Nitrat und Trainingswirkung, aber das Gemüse an sich geht total unter. meine Frau kocht das weil es gut schmeckt. punkt. nicht wegen Cochrane.
Zitat von leni_bkIch kauf mir das Betanio hauptsächlich weil andere das auch nehmen
das hat sie ja selbst gesagt, und du hast das dann nochmal bestätigt. okay. aber jetzt interessiert mich was anderes. du redest von Lansley et al. und Cochrane und Nitratgehalt - ich glaub dir das. aber sag mir einer: wenn der Nitratgehalt so stark variiert je nach Boden und Sorte, woher weiß ich dann was in meiner Beete vom Wochenmarkt drin ist. das weiß doch keiner. der Typ am Stand auch nicht. also ist das am Ende genauso eine Schätzung wie alles andere. das ist nicht böse gemeint, das ist ne echte Frage. du gibst @leni_bk den Rat "kauf frisch vom Wochenmarkt" aber das ist doch auch Vertrauen ins Blaue. bisschen weniger teuer als Betanio okay. aber Gewissheit hat sie da auch keine. was mich bei dem ganzen Thread eigentlich am meisten nervt - alle reden über Nährstoffe und Nitrat und Trainingswirkung, aber das Gemüse an sich geht total unter. meine Frau kocht das weil es gut schmeckt. punkt. nicht wegen Cochrane.
Zitat von markus_hh88 am August 11, 2026, 22:57 Uhr@ms_77 du hast recht, und das ist eigentlich der ehrlichste Punkt in diesem ganzen Thread. Man weiß nicht was in der einzelnen Beete steckt. Das ist keine Schwäche meines Arguments, das ist einfach Realität bei Lebensmitteln. Aber der Vergleich hinkt trotzdem ein bisschen: beim Fertigprodukt wie Betanio zahle ich für eine Standardisierung die entweder nicht existiert oder deren Qualitätssicherung ich auch nicht überprüfen kann - ich glaube der Hersteller einfach. Beim Wochenmarkt vertraue ich dem Boden, der Frische, der kurzen Lagerzeit. Das ist auch Vertrauen, ja, aber es hat wenigstens eine biochemische Logik dahinter. Frische kurz gelagerte Beete hat mit höherer Wahrscheinlichkeit mehr Nitrat als ein Produkt das drei Wochen vakuumverpackt lag. Aber zu deinem anderen Punkt - dass das Gemüse an sich im Thread untergeht. Da hast du mich erwischt, ehrlich gesagt. Ich red hier seit einer Stunde über Nitratgehalt und Cochrane und verlier dabei komplett aus dem Blick dass Rote Beete einfach ein gutes Gemüse ist, das schmeckt wenn man es vernünftig zubereitet. Das Geschmacksargument deiner Frau ist eigentlich das stabilste das hier jemand gebracht hat. Was mich dabei gerade beschäftigt: ich kenn das aus der Praxis, dass Leute anfangen ein Lebensmittel zu essen weil es ihnen irgendjemand als funktional verkauft hat, und dann hören sie auf sobald der vermeintliche Effekt ausbleibt. Das ist eigentlich schade. Rote Beete schmeckt halt, wenn man weiß was man damit macht.
@ms_77 du hast recht, und das ist eigentlich der ehrlichste Punkt in diesem ganzen Thread. Man weiß nicht was in der einzelnen Beete steckt. Das ist keine Schwäche meines Arguments, das ist einfach Realität bei Lebensmitteln. Aber der Vergleich hinkt trotzdem ein bisschen: beim Fertigprodukt wie Betanio zahle ich für eine Standardisierung die entweder nicht existiert oder deren Qualitätssicherung ich auch nicht überprüfen kann - ich glaube der Hersteller einfach. Beim Wochenmarkt vertraue ich dem Boden, der Frische, der kurzen Lagerzeit. Das ist auch Vertrauen, ja, aber es hat wenigstens eine biochemische Logik dahinter. Frische kurz gelagerte Beete hat mit höherer Wahrscheinlichkeit mehr Nitrat als ein Produkt das drei Wochen vakuumverpackt lag. Aber zu deinem anderen Punkt - dass das Gemüse an sich im Thread untergeht. Da hast du mich erwischt, ehrlich gesagt. Ich red hier seit einer Stunde über Nitratgehalt und Cochrane und verlier dabei komplett aus dem Blick dass Rote Beete einfach ein gutes Gemüse ist, das schmeckt wenn man es vernünftig zubereitet. Das Geschmacksargument deiner Frau ist eigentlich das stabilste das hier jemand gebracht hat. Was mich dabei gerade beschäftigt: ich kenn das aus der Praxis, dass Leute anfangen ein Lebensmittel zu essen weil es ihnen irgendjemand als funktional verkauft hat, und dann hören sie auf sobald der vermeintliche Effekt ausbleibt. Das ist eigentlich schade. Rote Beete schmeckt halt, wenn man weiß was man damit macht.
Zitat von markus_hh88 am August 17, 2026, 02:55 Uhrkleines Update von mir, weil ich den Thread heute Abend nochmal aufgemacht hab.
Zitat von markus_hh88Rote Beete schmeckt halt, wenn man weiß was man damit macht.
Das hab ich gestern geschrieben und hab heute Mittag quasi zufällig die Gelegenheit gehabt das auszuprobieren - hatte noch eine Knolle vom Wochenmarkt Samstag liegen, kurz in Salzwasser gegart, aufgeschnitten, mit etwas Walnussöl und Orangenabrieb. Kein Konzept, kein Plan, einfach weil sie weg musste. Und das war tatsächlich gut. Nicht "funktional gut", einfach gut. Was mich dabei beschäftigt hat, und das ist der Gedanke den ich gestern nicht zu Ende gedacht hab: ich glaube das Problem bei @leni_bk ist nicht die Frage roh vs. gekocht oder frisch vs. vakuumverpackt. Das Problem ist dass sie das Gemüse nie wirklich als Essen wahrgenommen hat, sondern immer als Mittel zum Zweck. Und wenn du so anfängst, dann bist du eigentlich in einer schlechten Ausgangslage - weil du jede Enttäuschung beim Training automatisch dem Essen zuschreibst oder eben nicht, je nachdem was du gerade glauben willst. @ms_77 deine Frau kocht die weil sie schmeckt. Das ist tatsächlich der stabilste Einstieg. Aus meiner Erfahrung bleiben Leute viel länger bei einem Lebensmittel wenn sie es mögen, als wenn sie es aus Pflichtgefühl essen. Der Trainingseffekt, so moderat er auch ist, kommt dann quasi mit. Aber das ist jetzt eigentlich schon fast zu viel Psychologie für einen Küchen-Thread.
kleines Update von mir, weil ich den Thread heute Abend nochmal aufgemacht hab.
Zitat von markus_hh88Rote Beete schmeckt halt, wenn man weiß was man damit macht.
Das hab ich gestern geschrieben und hab heute Mittag quasi zufällig die Gelegenheit gehabt das auszuprobieren - hatte noch eine Knolle vom Wochenmarkt Samstag liegen, kurz in Salzwasser gegart, aufgeschnitten, mit etwas Walnussöl und Orangenabrieb. Kein Konzept, kein Plan, einfach weil sie weg musste. Und das war tatsächlich gut. Nicht "funktional gut", einfach gut. Was mich dabei beschäftigt hat, und das ist der Gedanke den ich gestern nicht zu Ende gedacht hab: ich glaube das Problem bei @leni_bk ist nicht die Frage roh vs. gekocht oder frisch vs. vakuumverpackt. Das Problem ist dass sie das Gemüse nie wirklich als Essen wahrgenommen hat, sondern immer als Mittel zum Zweck. Und wenn du so anfängst, dann bist du eigentlich in einer schlechten Ausgangslage - weil du jede Enttäuschung beim Training automatisch dem Essen zuschreibst oder eben nicht, je nachdem was du gerade glauben willst. @ms_77 deine Frau kocht die weil sie schmeckt. Das ist tatsächlich der stabilste Einstieg. Aus meiner Erfahrung bleiben Leute viel länger bei einem Lebensmittel wenn sie es mögen, als wenn sie es aus Pflichtgefühl essen. Der Trainingseffekt, so moderat er auch ist, kommt dann quasi mit. Aber das ist jetzt eigentlich schon fast zu viel Psychologie für einen Küchen-Thread.
Zitat von leni_k am August 17, 2026, 05:08 UhrZitat von markus_hh88sie das Gemüse nie wirklich als Essen wahrgenommen hat, sondern immer als Mittel zum Zweck
okay das hat mich jetzt ehrlich getroffen, weil ich das so auf @leni_bk bezogen lese aber ich merk grad dass ich selbst genauso drüber nachdenke. ich hab Rote Beete die letzten Monate auch fast immer nur im Kopf als "das mit dem Nitrat und dem Training" und nicht als... naja, Essen halt. und das ist komisch wenn ich drüber nachdenke, weil ich bei anderen Sachen gar nicht so bin. Ich kauf mir Feigen auf dem Markt weil sie gut schmecken, nicht weil da irgendwas drin ist. Rote Beete hab ich irgendwie in die Supplement-Schublade gepackt ohne das bewusst zu entscheiden. was mich bei @markus_hh88 seinem Update aber noch beschäftigt - du schreibst "Walnussöl und Orangenabrieb" und das klingt nach was das man einfach so macht, aber ich hab das noch nie probiert. den Orangenabrieb mein ich. ich kenn Rote Beete eigentlich nur mit Essig oder Meerrettich, das ist halt das was ich von zuhause kenn. passt das wirklich oder ist das so ein Profi-kocht-für-sich-selbst-Ding das daheim dann komisch wirkt
Zitat von markus_hh88sie das Gemüse nie wirklich als Essen wahrgenommen hat, sondern immer als Mittel zum Zweck
okay das hat mich jetzt ehrlich getroffen, weil ich das so auf @leni_bk bezogen lese aber ich merk grad dass ich selbst genauso drüber nachdenke. ich hab Rote Beete die letzten Monate auch fast immer nur im Kopf als "das mit dem Nitrat und dem Training" und nicht als... naja, Essen halt. und das ist komisch wenn ich drüber nachdenke, weil ich bei anderen Sachen gar nicht so bin. Ich kauf mir Feigen auf dem Markt weil sie gut schmecken, nicht weil da irgendwas drin ist. Rote Beete hab ich irgendwie in die Supplement-Schublade gepackt ohne das bewusst zu entscheiden. was mich bei @markus_hh88 seinem Update aber noch beschäftigt - du schreibst "Walnussöl und Orangenabrieb" und das klingt nach was das man einfach so macht, aber ich hab das noch nie probiert. den Orangenabrieb mein ich. ich kenn Rote Beete eigentlich nur mit Essig oder Meerrettich, das ist halt das was ich von zuhause kenn. passt das wirklich oder ist das so ein Profi-kocht-für-sich-selbst-Ding das daheim dann komisch wirkt
Zitat von markus_hh88 am August 17, 2026, 08:44 UhrZitat von ms_77das Gemüse an sich geht total unter
Das hat ms_77 gestern geschrieben und leni_k greift das jetzt eigentlich ganz gut auf, nur von einer anderen Seite. @leni_k zum Orangenabrieb - das ist kein Profi-Ding, das ist wirklich nur Schale drüberreiben. Was es macht: die ätherischen Öle brechen den erdigen Ton auf, nicht komplett, aber genug dass die Beete weniger nach Boden und mehr nach Gemüse schmeckt. Das klingt jetzt komischer als es ist. Mit Essig oder Meerrettich kennst du ja schon das Prinzip - Säure oder Schärfe als Gegenpol. Orangenabrieb ist einfach nochmal was anderes, eher aromatisch als sauer. Ich würd sagen: probier es einmal aus, du brauchst keine halbe Orange, ein paar Striche reichen. Was mich aber bei deinem Beitrag mehr beschäftigt ist dieser Satz mit der Supplement-Schublade. Das kenn ich aus der Praxis tatsächlich oft - Leute essen irgendwas und haben dabei so einen inneren Buchhaltungsmodus laufen. Das macht das Essen auf eine merkwürdige Art joyless, auch wenn man das nicht merkt während man isst. Bei Feigen machst du das nicht. Das ist eigentlich der relevante Unterschied, nicht die Zubereitungsmethode. Ob das bei dir mit der Roten Beete noch umzubiegen ist, weiß ich nicht. Manchmal sitzt so eine Assoziation zu fest.
Zitat von ms_77das Gemüse an sich geht total unter
Das hat ms_77 gestern geschrieben und leni_k greift das jetzt eigentlich ganz gut auf, nur von einer anderen Seite. @leni_k zum Orangenabrieb - das ist kein Profi-Ding, das ist wirklich nur Schale drüberreiben. Was es macht: die ätherischen Öle brechen den erdigen Ton auf, nicht komplett, aber genug dass die Beete weniger nach Boden und mehr nach Gemüse schmeckt. Das klingt jetzt komischer als es ist. Mit Essig oder Meerrettich kennst du ja schon das Prinzip - Säure oder Schärfe als Gegenpol. Orangenabrieb ist einfach nochmal was anderes, eher aromatisch als sauer. Ich würd sagen: probier es einmal aus, du brauchst keine halbe Orange, ein paar Striche reichen. Was mich aber bei deinem Beitrag mehr beschäftigt ist dieser Satz mit der Supplement-Schublade. Das kenn ich aus der Praxis tatsächlich oft - Leute essen irgendwas und haben dabei so einen inneren Buchhaltungsmodus laufen. Das macht das Essen auf eine merkwürdige Art joyless, auch wenn man das nicht merkt während man isst. Bei Feigen machst du das nicht. Das ist eigentlich der relevante Unterschied, nicht die Zubereitungsmethode. Ob das bei dir mit der Roten Beete noch umzubiegen ist, weiß ich nicht. Manchmal sitzt so eine Assoziation zu fest.
Zitat von elvira_k am August 18, 2026, 08:07 UhrZitat von markus_hh88Ob das bei dir mit der Roten Beete noch umzubiegen ist, weiß ich nicht. Manchmal sitzt so eine Assoziation zu fest.
Das hat mich gerade nachdenklich gemacht, weil ich selbst merke dass ich da ein bisschen in derselben Falle sitze, nur eben anders herum. Bei mir ist es nämlich so - ich baue die Roten Beete im Garten an, koche sie ein, mache Suppe draus, und der Hausarzt hat mir geraten mehr davon zu essen wegen des Blutdrucks. Und jetzt, wo es irgendwie zur Aufgabe geworden ist, merke ich dass ich das Gemüse weniger genieße als früher. Wenn ich ehrlich bin. Das ist komisch, weil es ja eigentlich mein Ding sein sollte - mein Garten, meine Ernte. Aber ich glaube markus_hh88 hat da was Wichtiges gesagt. Sobald man anfängt das als funktional zu sehen statt als einfach gutes Essen, geht etwas verloren. Bei mir wars früher so dass ich die Beete gekocht hab weil mir das Rezept gefallen hat oder weil ich gerade Appetit drauf hatte. Jetzt esse ich sie weil der Arzt das gesagt hat. @leni_k das mit dem Orangenabrieb klingt für mich auch interessant, ehrlich gesagt. Ich kenne das eher mit Essig und Kräutern wie du aber vielleicht probiere ich das mal aus wenn ich die nächste Ernte verarbeite. Nicht weil es gesünder ist oder so, sondern einfach weil es neue Geschmack bringt. Das ist vielleicht der Trick - sich selbst wieder überraschen.
Zitat von markus_hh88Ob das bei dir mit der Roten Beete noch umzubiegen ist, weiß ich nicht. Manchmal sitzt so eine Assoziation zu fest.
Das hat mich gerade nachdenklich gemacht, weil ich selbst merke dass ich da ein bisschen in derselben Falle sitze, nur eben anders herum. Bei mir ist es nämlich so - ich baue die Roten Beete im Garten an, koche sie ein, mache Suppe draus, und der Hausarzt hat mir geraten mehr davon zu essen wegen des Blutdrucks. Und jetzt, wo es irgendwie zur Aufgabe geworden ist, merke ich dass ich das Gemüse weniger genieße als früher. Wenn ich ehrlich bin. Das ist komisch, weil es ja eigentlich mein Ding sein sollte - mein Garten, meine Ernte. Aber ich glaube markus_hh88 hat da was Wichtiges gesagt. Sobald man anfängt das als funktional zu sehen statt als einfach gutes Essen, geht etwas verloren. Bei mir wars früher so dass ich die Beete gekocht hab weil mir das Rezept gefallen hat oder weil ich gerade Appetit drauf hatte. Jetzt esse ich sie weil der Arzt das gesagt hat. @leni_k das mit dem Orangenabrieb klingt für mich auch interessant, ehrlich gesagt. Ich kenne das eher mit Essig und Kräutern wie du aber vielleicht probiere ich das mal aus wenn ich die nächste Ernte verarbeite. Nicht weil es gesünder ist oder so, sondern einfach weil es neue Geschmack bringt. Das ist vielleicht der Trick - sich selbst wieder überraschen.
Zitat von leni_bk am August 21, 2026, 20:47 Uhrkleines Update von mir selbst, weil ich merke dass der Thread mich nicht loslässt. Also ich bin heute mit meinem Lauftraining fertig gewesen und hab in der Küche gestanden und dacht - okay, versuch ich jetzt mal die ganze Supplement-Nummer mit den Augen von @elvira_k zu sehen. Und ehrlich gesagt war das weird, weil ich dann realisiert hab dass ich die Betanio-Dinger seit... ich weiß nicht, zwei Monaten?...immer mit dem gleichen Gedanken nehme. "Das hilft beim Training." Punkt. Und wenn dann die Zeit nicht besser wird denk ich mir "naja hat wohl nicht geholfen" und kaufe trotzdem die nächste Packung. Das ist irgendwie völlig hirnlos wenn ich das jetzt so schreib. Was mich bei @markus_hh88 aber noch beschäftigt - du hast geschrieben dass ich die Beete nie wirklich als Essen wahrgenommen hab sondern als Mittel zum Zweck. Das stimmt irgendwie aber auch nicht ganz? Ich mein, gekocht mit Essig oder so mag ich das ja tatsächlich, es schmeckt mir. Aber sobald ich anfange zu denken "das soll beim Training helfen" wird es merkwürdig im Kopf. Und @elvira_k das mit deinem Blutdruck - da merk ich mich selbst wieder. Bei mir ist es halt noch nicht so schlimm, aber ich glaub wenn mein Arzt mir sagen würde "ess mehr Rote Beete" dann würde ich das auch sofort falsch machen und es zur Pflicht machen statt es einfach zu essen weil ich Hunger hab. Was ich jetzt grad ausprobieren will ist eigentlich dumm aber ich schreib's trotzdem - ich kauf mir nächste Woche frische Beete und koch die einfach normal, ohne dass ich vorher im Kopf den ganzen Trainingskram durchkaue. Vielleicht merke ich dann ob mir das tatsächlich schmeckt oder ob ich mir das nur einbilde weil ich dachte es muss gesund sein. Und dieses Orangenabrieb-Ding probiere ich auch mal, nicht weil's besser ist sondern weil es anders klingt.
kleines Update von mir selbst, weil ich merke dass der Thread mich nicht loslässt. Also ich bin heute mit meinem Lauftraining fertig gewesen und hab in der Küche gestanden und dacht - okay, versuch ich jetzt mal die ganze Supplement-Nummer mit den Augen von @elvira_k zu sehen. Und ehrlich gesagt war das weird, weil ich dann realisiert hab dass ich die Betanio-Dinger seit... ich weiß nicht, zwei Monaten?...immer mit dem gleichen Gedanken nehme. "Das hilft beim Training." Punkt. Und wenn dann die Zeit nicht besser wird denk ich mir "naja hat wohl nicht geholfen" und kaufe trotzdem die nächste Packung. Das ist irgendwie völlig hirnlos wenn ich das jetzt so schreib. Was mich bei @markus_hh88 aber noch beschäftigt - du hast geschrieben dass ich die Beete nie wirklich als Essen wahrgenommen hab sondern als Mittel zum Zweck. Das stimmt irgendwie aber auch nicht ganz? Ich mein, gekocht mit Essig oder so mag ich das ja tatsächlich, es schmeckt mir. Aber sobald ich anfange zu denken "das soll beim Training helfen" wird es merkwürdig im Kopf. Und @elvira_k das mit deinem Blutdruck - da merk ich mich selbst wieder. Bei mir ist es halt noch nicht so schlimm, aber ich glaub wenn mein Arzt mir sagen würde "ess mehr Rote Beete" dann würde ich das auch sofort falsch machen und es zur Pflicht machen statt es einfach zu essen weil ich Hunger hab. Was ich jetzt grad ausprobieren will ist eigentlich dumm aber ich schreib's trotzdem - ich kauf mir nächste Woche frische Beete und koch die einfach normal, ohne dass ich vorher im Kopf den ganzen Trainingskram durchkaue. Vielleicht merke ich dann ob mir das tatsächlich schmeckt oder ob ich mir das nur einbilde weil ich dachte es muss gesund sein. Und dieses Orangenabrieb-Ding probiere ich auch mal, nicht weil's besser ist sondern weil es anders klingt.