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Rote Beete roh hobeln – lohnt sich das wirklich oder ist das Marketing?

Ich bin gerade beim Vorbereiten fürs Wochenende und hab wieder über das Thema nachgedacht. Sehe ja regelmäßig in verschiedenen Ernährungsblogs und auch bei Patienten, dass rohe Rote Beete gehobelt oder gerieben groß in Mode ist. Oft kommt dann der Hinweis, dass die Nährstoffe so besser erhalten bleiben - was vom Prinzip her stimmt, das ist kein Mythos. Aber ich frage mich ehrlich ob der Aufwand sich im Alltag rechtfertigt. Rohe Rote Beete ist hart. Wer keine ordentliche Reibe oder einen stabilen Hobel hat, der kann sich dabei verletzen, und das meine ich nicht als Übertreibung, ich hab beruflich schon genug Schnittwunden an Fingern behandelt. Der normale Gemüsehobel aus dem Supermarkt ist meistens nicht stabil genug. Geschmacklich ist roh nochmal eine andere Sache. Der erdige Ton ist intensiver, die Textur deutlich fester, und nicht jeder findet das angenehm - ich selbst finde es okay wenn sie dünn genug geschnitten ist und genug Säure im Dressing ist, Zitrone oder guter Essig hilft da tatsächlich. Was mich interessiert: hat jemand hier einen konkreten Vergleich gemacht, roh vs. kurz gedünstet, beim Geschmack und beim tatsächlichen Gefühl im Mund? Ich frage weil ich Patienten manchmal die rohe Variante empfehle wenn sie mehr Biss wollen - aber ich merke dass viele dann nach einem Versuch wieder zu gekochter zurückkehren. Und was nutzt ihr zum Hobeln? Ich hab mir vor ein paar Monaten eine Mandoline mit Handschutzgitter geholt, das ist deutlich angenehmer. Davor war das immer eine kleine Katastrophe mit der Färbung, obwohl ich Handschuhe hatte.