Rote Beete roh essen - macht das wirklich jemand ernsthaft?
Zitat von leni_k am August 7, 2026, 17:02 Uhr@leni_bk das mit dem "daran glauben MÜSSEN damit es wirkt" - da hast du irgendwie was aufgemacht das mich gerade beschäftigt. Weil das ist eigentlich das Gegenteil von dem was man sich bei sowas erhofft. Man kauft eine Kapsel weil man sich das Nachdenken sparen will und am Ende denkt man mehr drüber nach als vorher. Was mich dabei stört: bei frischen Beeten gibt's diese ganze mentale Last nicht. Ich kauf die am Markt, koch sie, ess sie. Fertig. Ob da jetzt Betalaine drin sind oder nicht - egal, ich hab Gemüse gegessen und gut ist. Aber die Kapsel zwingt dich irgendwie dazu, dich zu rechtfertigen. Vor dir selbst. Ich frag mich ob das nicht auch der Grund ist warum Leute dann nach drei Wochen aufhören. Nicht weil's nicht wirkt, sondern weil der kognitive Aufwand zu groß wird. Du nimmst jeden Tag die Kapsel und jedes Mal fragst du dich ob du gerade Geld verbrennst. Das zermürbt. Zitat von leni_bkda muss ja was Großes dran sein
genau das. Und wenn dann "nichts Großes" passiert - also kein Aha-Moment beim nächsten Lauf - fühlt sich das wie Versagen an obwohl vielleicht eh nix falsch war. Das ist ein bisschen ein bescheuertes System ehrlich gesagt. Ich bleib glaub ich einfach bei den echten Beeten. Weniger Kopfkino. Edit: Oder anders gesagt - der Placebo-Effekt braucht Glaube, aber Glaube ist anstrengend wenn man ihn sich selbst täglich neu erklären muss.
@leni_bk das mit dem "daran glauben MÜSSEN damit es wirkt" - da hast du irgendwie was aufgemacht das mich gerade beschäftigt. Weil das ist eigentlich das Gegenteil von dem was man sich bei sowas erhofft. Man kauft eine Kapsel weil man sich das Nachdenken sparen will und am Ende denkt man mehr drüber nach als vorher. Was mich dabei stört: bei frischen Beeten gibt's diese ganze mentale Last nicht. Ich kauf die am Markt, koch sie, ess sie. Fertig. Ob da jetzt Betalaine drin sind oder nicht - egal, ich hab Gemüse gegessen und gut ist. Aber die Kapsel zwingt dich irgendwie dazu, dich zu rechtfertigen. Vor dir selbst. Ich frag mich ob das nicht auch der Grund ist warum Leute dann nach drei Wochen aufhören. Nicht weil's nicht wirkt, sondern weil der kognitive Aufwand zu groß wird. Du nimmst jeden Tag die Kapsel und jedes Mal fragst du dich ob du gerade Geld verbrennst. Das zermürbt. Zitat von leni_bkda muss ja was Großes dran sein
genau das. Und wenn dann "nichts Großes" passiert - also kein Aha-Moment beim nächsten Lauf - fühlt sich das wie Versagen an obwohl vielleicht eh nix falsch war. Das ist ein bisschen ein bescheuertes System ehrlich gesagt. Ich bleib glaub ich einfach bei den echten Beeten. Weniger Kopfkino. Edit: Oder anders gesagt - der Placebo-Effekt braucht Glaube, aber Glaube ist anstrengend wenn man ihn sich selbst täglich neu erklären muss.
Zitat von leni_bk am August 7, 2026, 17:08 Uhr@leni_k ja das mit dem kognitiven Aufwand - da sagst du was. Ich merke das bei mir selbst irgendwie auch. Bei den Beeten denk ich null drüber nach, die landen im Ofen und fertig. Aber wenn ich mir die Kapsel kaufen würde würde ich wahrscheinlich das gleiche machen wie meine Kollegin - alle zwei Wochen denken "ach ja stimmt" und dann wieder vergessen. Und irgendwann steht die im Regal und ich weiß gar nicht mehr warum ich die mal gekauft hab. Was mich aber gerade noch interessiert und das hab ich vorhin nicht so gut formuliert - du hast gesagt bei frischen Beeten fragst du dich nicht ob du Geld verbrennst. Aber... fragst du dich denn auch nicht ob du die überhaupt essen MUSST weil sie gesund sein sollen? Also ich mein, ich esse die schon gerne irgendwie, aber ich glaub ich würde die auch essen wenn sie null gesund wären. Die Frage ist ob das bei den Leuten die Kapseln nehmen auch so ist oder ob da die ganze "Gesundheits-Geschichte" der einzige Grund ist. Bei mir ist es eher so dass ich die Beeten irgendwann im Supermarkt sehe und denke "okay, kauf ich mit" weil ich weiß dass sie mir schmecken. Nicht weil ich mich davon was für meine Ausdauer verspreche. Und ich glaub das ist der große Unterschied. Die Kapsel funktioniert nur wenn man an sie glaubt, aber das echte Gemüse funktioniert auch wenn man sich gar nix davon verspricht.
@leni_k ja das mit dem kognitiven Aufwand - da sagst du was. Ich merke das bei mir selbst irgendwie auch. Bei den Beeten denk ich null drüber nach, die landen im Ofen und fertig. Aber wenn ich mir die Kapsel kaufen würde würde ich wahrscheinlich das gleiche machen wie meine Kollegin - alle zwei Wochen denken "ach ja stimmt" und dann wieder vergessen. Und irgendwann steht die im Regal und ich weiß gar nicht mehr warum ich die mal gekauft hab. Was mich aber gerade noch interessiert und das hab ich vorhin nicht so gut formuliert - du hast gesagt bei frischen Beeten fragst du dich nicht ob du Geld verbrennst. Aber... fragst du dich denn auch nicht ob du die überhaupt essen MUSST weil sie gesund sein sollen? Also ich mein, ich esse die schon gerne irgendwie, aber ich glaub ich würde die auch essen wenn sie null gesund wären. Die Frage ist ob das bei den Leuten die Kapseln nehmen auch so ist oder ob da die ganze "Gesundheits-Geschichte" der einzige Grund ist. Bei mir ist es eher so dass ich die Beeten irgendwann im Supermarkt sehe und denke "okay, kauf ich mit" weil ich weiß dass sie mir schmecken. Nicht weil ich mich davon was für meine Ausdauer verspreche. Und ich glaub das ist der große Unterschied. Die Kapsel funktioniert nur wenn man an sie glaubt, aber das echte Gemüse funktioniert auch wenn man sich gar nix davon verspricht.
Zitat von leni_k am August 7, 2026, 17:18 Uhr@leni_bk das Letzte was du sagst stimmt - aber ich glaub da steckt noch was drin was mich grad beschäftigt. Du sagst du würdest Beete auch essen wenn sie null gesund wären, weil sie dir einfach schmecken. Ich frag mich ob das bei mir wirklich so ist oder ob ich mich da selbst ein bisschen anlüge. Ich mein - ich hab die Beete auch erst angefangen öfter zu kaufen nachdem ich diesen Artikel über Ausdauerleistung gelesen hab. Davor war das für mich eher so ein Salat-Beilage-Ding das meine Mum immer gemacht hat und das ich okay fand. Jetzt steht das fast jede Woche in meiner Einkaufsliste. Ist das wirklich weil ich den Geschmack so liebe oder weil sich da irgendwo im Hinterkopf der "das ist gut fürs Training"-Gedanke festgesetzt hat? Zitat von leni_bkdie Kapsel funktioniert nur wenn man an sie glaubt
vielleicht stimmt das aber auch für das Gemüse mehr als wir zugeben wollen. Ich glaub ich würd Rote Beete immer noch ab und zu essen, aber so oft wie jetzt? Wahrscheinlich nicht. Was ich damit sagen will - ich glaub die Grenze zwischen "ich esse das gerne" und "ich esse das weil ich mir was davon erhoff" ist bei Roter Beete für viele Leute fließender als sie denken. Auch ohne Kapsel. Edit: kleine Anmerkung - das soll nicht heißen, dass es dann "schlecht" ist, wenn man es aus beiden Gründen isst. Aber es ist halt interessant zu merken, wie viel die Erwartung dabei spielt.
@leni_bk das Letzte was du sagst stimmt - aber ich glaub da steckt noch was drin was mich grad beschäftigt. Du sagst du würdest Beete auch essen wenn sie null gesund wären, weil sie dir einfach schmecken. Ich frag mich ob das bei mir wirklich so ist oder ob ich mich da selbst ein bisschen anlüge. Ich mein - ich hab die Beete auch erst angefangen öfter zu kaufen nachdem ich diesen Artikel über Ausdauerleistung gelesen hab. Davor war das für mich eher so ein Salat-Beilage-Ding das meine Mum immer gemacht hat und das ich okay fand. Jetzt steht das fast jede Woche in meiner Einkaufsliste. Ist das wirklich weil ich den Geschmack so liebe oder weil sich da irgendwo im Hinterkopf der "das ist gut fürs Training"-Gedanke festgesetzt hat? Zitat von leni_bkdie Kapsel funktioniert nur wenn man an sie glaubt
vielleicht stimmt das aber auch für das Gemüse mehr als wir zugeben wollen. Ich glaub ich würd Rote Beete immer noch ab und zu essen, aber so oft wie jetzt? Wahrscheinlich nicht. Was ich damit sagen will - ich glaub die Grenze zwischen "ich esse das gerne" und "ich esse das weil ich mir was davon erhoff" ist bei Roter Beete für viele Leute fließender als sie denken. Auch ohne Kapsel. Edit: kleine Anmerkung - das soll nicht heißen, dass es dann "schlecht" ist, wenn man es aus beiden Gründen isst. Aber es ist halt interessant zu merken, wie viel die Erwartung dabei spielt.
Zitat von leni_bk am August 7, 2026, 17:24 Uhr@leni_k das was du da am Ende schreibst... ja okay das sitzt. Ich glaub ich muss das zugeben - ich kauf die Beete auch nicht weil ich sie so wahnsinnig lecker find sondern weil ich mir eingeredet hab dass sie gut fürs Laufen sind. Wenn ich ehrlich bin hab ich die vorher auch nie aktiv gekauft. Meine Mum hat die halt immer gemacht und ich hab die mitgegessen, aber das war's. Jetzt seit ich diesen einen Artikel überflogen hab - und ja, auch ich weiß nicht mehr genau woher der war - denk ich "okay Rote Beete ist jetzt Teil meines Trainings-Dings". Aber ob ich die noch essen würde wenn ich nicht laufen würde? Weiß ich ehrlich nicht. Das ist irgendwie komisch weil es sich anfühlt als würde ich die lieben, aber wahrscheinlich ist das nur... Gewöhnung mit einem guten Grund dahinter? Was mich aber gerade mehr stört ist dass ich jetzt nicht mehr weiß ob ich das ganze Thema überhaupt noch "mögen" kann ohne mich dabei irgendwie zu belügen. Vorher war es einfach - Beete kaufen, rein in den Ofen, fertig. Jetzt denk ich jedes Mal dran dass ich dran denk dass ich dran denken soll. Das ist ja noch bescheuerter als die Kapsel weil die Kapsel wenigstens ehrlich ist in ihrer Absurdität. Die sagt ja direkt "ich bin hier um dir was zu bringen" aber das echte Gemüse so zu essen während man sich selbst was vormacht... naja. Irgendwie bin ich jetzt verwirrt ob das noch "essen weil's schmeckt" ist oder ob das auch nur ne subtilere Version vom Placebo-Ding ist.
@leni_k das was du da am Ende schreibst... ja okay das sitzt. Ich glaub ich muss das zugeben - ich kauf die Beete auch nicht weil ich sie so wahnsinnig lecker find sondern weil ich mir eingeredet hab dass sie gut fürs Laufen sind. Wenn ich ehrlich bin hab ich die vorher auch nie aktiv gekauft. Meine Mum hat die halt immer gemacht und ich hab die mitgegessen, aber das war's. Jetzt seit ich diesen einen Artikel überflogen hab - und ja, auch ich weiß nicht mehr genau woher der war - denk ich "okay Rote Beete ist jetzt Teil meines Trainings-Dings". Aber ob ich die noch essen würde wenn ich nicht laufen würde? Weiß ich ehrlich nicht. Das ist irgendwie komisch weil es sich anfühlt als würde ich die lieben, aber wahrscheinlich ist das nur... Gewöhnung mit einem guten Grund dahinter? Was mich aber gerade mehr stört ist dass ich jetzt nicht mehr weiß ob ich das ganze Thema überhaupt noch "mögen" kann ohne mich dabei irgendwie zu belügen. Vorher war es einfach - Beete kaufen, rein in den Ofen, fertig. Jetzt denk ich jedes Mal dran dass ich dran denk dass ich dran denken soll. Das ist ja noch bescheuerter als die Kapsel weil die Kapsel wenigstens ehrlich ist in ihrer Absurdität. Die sagt ja direkt "ich bin hier um dir was zu bringen" aber das echte Gemüse so zu essen während man sich selbst was vormacht... naja. Irgendwie bin ich jetzt verwirrt ob das noch "essen weil's schmeckt" ist oder ob das auch nur ne subtilere Version vom Placebo-Ding ist.
Zitat von leni_k am August 7, 2026, 17:34 Uhr@leni_bk
Zitat von leni_bkdas echte Gemüse so zu essen während man sich selbst was vormacht
ich weiß nicht ob das wirklich "sich selbst was vormachen" ist. Vielleicht ist das einfach... wie Gewohnheiten entstehen? Ich hab zum Beispiel auch irgendwann angefangen nach dem Laufen mehr Protein zu essen, nicht weil ich das von Anfang an so geplant hab sondern weil ich mal irgendwas darüber gelesen hab und dann hat sich das eingeschliffen. Und jetzt mach ich das einfach und denk nicht mehr drüber nach. Ist das Placebo? Nein, da ist ja was Echtes dran. Aber der Auslöser war trotzdem ein Artikel und nicht ein plötzlicher Hunger auf Hüttenkäse. Ich glaub was dich grad verwirrt ist dass du das Essen und den Grund dafür auseinanderdividierst. Aber die meisten Sachen die wir regelmäßig essen haben irgendeinen Startpunkt der nicht rein geschmacklich war. Kaffee vor dem Laufen zum Beispiel - das hat bei mir auch mal jemand empfohlen, inzwischen will ich den morgens einfach haben. Draußen ist es heute übrigens schön, also hab ich mir vorhin kurz überlegt ob ich gleich noch eine Runde drehe. Was ich aber tatsächlich interessant finde: du sagst du weißt jetzt nicht mehr wie du die Beete "einfach essen" kannst. Aber ich frag mich ob du das vorher wirklich konntest oder ob das im Nachhinein so aussieht weil du es damals nicht hinterfragt hast.
Zitat von leni_bkdas echte Gemüse so zu essen während man sich selbst was vormacht
ich weiß nicht ob das wirklich "sich selbst was vormachen" ist. Vielleicht ist das einfach... wie Gewohnheiten entstehen? Ich hab zum Beispiel auch irgendwann angefangen nach dem Laufen mehr Protein zu essen, nicht weil ich das von Anfang an so geplant hab sondern weil ich mal irgendwas darüber gelesen hab und dann hat sich das eingeschliffen. Und jetzt mach ich das einfach und denk nicht mehr drüber nach. Ist das Placebo? Nein, da ist ja was Echtes dran. Aber der Auslöser war trotzdem ein Artikel und nicht ein plötzlicher Hunger auf Hüttenkäse. Ich glaub was dich grad verwirrt ist dass du das Essen und den Grund dafür auseinanderdividierst. Aber die meisten Sachen die wir regelmäßig essen haben irgendeinen Startpunkt der nicht rein geschmacklich war. Kaffee vor dem Laufen zum Beispiel - das hat bei mir auch mal jemand empfohlen, inzwischen will ich den morgens einfach haben. Draußen ist es heute übrigens schön, also hab ich mir vorhin kurz überlegt ob ich gleich noch eine Runde drehe. Was ich aber tatsächlich interessant finde: du sagst du weißt jetzt nicht mehr wie du die Beete "einfach essen" kannst. Aber ich frag mich ob du das vorher wirklich konntest oder ob das im Nachhinein so aussieht weil du es damals nicht hinterfragt hast.
Zitat von ms_77 am August 8, 2026, 00:41 UhrZitat von leni_bkwenn nicht für die Kleine sondern einfach für mich selbst
nee wart mal kurz. ich les hier jetzt schon ne Weile wie ihr beide euch in irgendwas reinredet das immer komplizierter wird. und @leni_k hat am Ende was gesagt das mich mehr aufhält als der ganze Kapseln-Quatsch. ob du die Beete vorher wirklich "einfach" gegessen hast oder ob das nur im Rückblick so aussieht - das ist ne ehrliche Frage. aber ich glaub ihr macht da gerade was mit dem Essen was ich beim Kaffee nie machen würde. ich trink morgens Kaffee. ich frag mich nicht ob ich ihn trinke weil er mir schmeckt oder weil ich ihn brauche oder weil meine Mum den immer gemacht hat. ich trink ihn einfach. fertig. das ist bei euch mit der Beete irgendwie kippt. ihr guckt jetzt von oben drauf und fragt euch warum ihr was tut während ihr's tut. das macht doch jeden normalen Vorgang bescheuert. ich könnt mir das auch bei der Karotte antun - esse ich die weil ich sie mag oder weil meine Frau die immer kauft und ich das irgendwann übernommen hab - sag mir einer, dann wird aus dem simpelsten Gemüse auch noch ein Thema. ich glaub das ist das was passiert wenn man zu viel über Rote Beete liest. irgendwann isst man nicht mehr sondern analysiert. das war bei mir mit dem Roh-Probieren letzte Woche auch so ein bisschen. hab das dann doch mehr bewertet als nötig.
Zitat von leni_bkwenn nicht für die Kleine sondern einfach für mich selbst
nee wart mal kurz. ich les hier jetzt schon ne Weile wie ihr beide euch in irgendwas reinredet das immer komplizierter wird. und @leni_k hat am Ende was gesagt das mich mehr aufhält als der ganze Kapseln-Quatsch. ob du die Beete vorher wirklich "einfach" gegessen hast oder ob das nur im Rückblick so aussieht - das ist ne ehrliche Frage. aber ich glaub ihr macht da gerade was mit dem Essen was ich beim Kaffee nie machen würde. ich trink morgens Kaffee. ich frag mich nicht ob ich ihn trinke weil er mir schmeckt oder weil ich ihn brauche oder weil meine Mum den immer gemacht hat. ich trink ihn einfach. fertig. das ist bei euch mit der Beete irgendwie kippt. ihr guckt jetzt von oben drauf und fragt euch warum ihr was tut während ihr's tut. das macht doch jeden normalen Vorgang bescheuert. ich könnt mir das auch bei der Karotte antun - esse ich die weil ich sie mag oder weil meine Frau die immer kauft und ich das irgendwann übernommen hab - sag mir einer, dann wird aus dem simpelsten Gemüse auch noch ein Thema. ich glaub das ist das was passiert wenn man zu viel über Rote Beete liest. irgendwann isst man nicht mehr sondern analysiert. das war bei mir mit dem Roh-Probieren letzte Woche auch so ein bisschen. hab das dann doch mehr bewertet als nötig.
Zitat von elvira_k am August 8, 2026, 08:15 Uhr@ms_77 du sprichst da was an das mir selbst schon lange auffällt. Dieses ständige Analysieren vom Essen - das macht es tatsächlich kaputt. Bei mir im Garten zum Beispiel, ich baue die Roten Beete an weil ich sie gerne esse und weil mein Hausarzt mir geraten hat mehr davon zu essen wegen dem Blutdruck. Fertig. Ich pflanze die, ich ernte die, ich koche die ein. Das ist keine Wissenschaft, das ist Alltag. Aber ich muss ehrlich sagen was hier gerade passiert ist im Thread - das ist mir zu sehr im Kopf. @leni_k und @leni_bk, ihr fragt euch jetzt ob ihr das Gemüse überhaupt noch mögen könnt weil ihr wisst dass es gesund sein soll. Das ist doch das Gegenteil von praktisch. Mein Mann damals, der hat einfach gegessen was auf dem Tisch stand, ohne drüber nachzudenken. Der hat nie gefragt ob er die Beete mag oder ob er sie essen soll. Er hat sie einfach gegessen. Was mich aber beschäftigt - und das ist was anderes als das Analysieren - ist die Frage ob man nicht auch einfach sagen darf: ich esse das, weil es mir gut tut und ich weiß dass es mir gut tut, und das ist völlig okay. Das ist nicht Placebo, das ist nur... Verantwortung für sich selbst übernehmen. Mein Arzt hat mir die Beete empfohlen ich esse sie seitdem öfter, mir geht's besser. Da muss ich mich nicht schuldig fühlen oder mich fragen ob ich mich selbst belüge. Das ist einfach nur vernünftig.
@ms_77 du sprichst da was an das mir selbst schon lange auffällt. Dieses ständige Analysieren vom Essen - das macht es tatsächlich kaputt. Bei mir im Garten zum Beispiel, ich baue die Roten Beete an weil ich sie gerne esse und weil mein Hausarzt mir geraten hat mehr davon zu essen wegen dem Blutdruck. Fertig. Ich pflanze die, ich ernte die, ich koche die ein. Das ist keine Wissenschaft, das ist Alltag. Aber ich muss ehrlich sagen was hier gerade passiert ist im Thread - das ist mir zu sehr im Kopf. @leni_k und @leni_bk, ihr fragt euch jetzt ob ihr das Gemüse überhaupt noch mögen könnt weil ihr wisst dass es gesund sein soll. Das ist doch das Gegenteil von praktisch. Mein Mann damals, der hat einfach gegessen was auf dem Tisch stand, ohne drüber nachzudenken. Der hat nie gefragt ob er die Beete mag oder ob er sie essen soll. Er hat sie einfach gegessen. Was mich aber beschäftigt - und das ist was anderes als das Analysieren - ist die Frage ob man nicht auch einfach sagen darf: ich esse das, weil es mir gut tut und ich weiß dass es mir gut tut, und das ist völlig okay. Das ist nicht Placebo, das ist nur... Verantwortung für sich selbst übernehmen. Mein Arzt hat mir die Beete empfohlen ich esse sie seitdem öfter, mir geht's besser. Da muss ich mich nicht schuldig fühlen oder mich fragen ob ich mich selbst belüge. Das ist einfach nur vernünftig.
Zitat von jana_w am August 8, 2026, 14:08 UhrZitat von leni_kwie Gewohnheiten entstehen
das trifft's ehrlich gesagt besser als alles was vorher kam. ich schwöre drauf, das ist genau das was bei mir mit dem Rote-Beete-Konzentrat passiert ist - hab das nach einem Podcast angefangen, und inzwischen greif ich einfach danach weil es zur Routine gehört. ob das jetzt Placebo ist oder nicht, ich weiß es nicht mal mehr und ich frag mich auch nicht mehr täglich danach. @elvira_k was du sagst finde ich aber auch wichtig, und ich glaub das wird hier ein bisschen übersehen: du isst die Beete weil dein Arzt das empfohlen hat UND weil du sie magst, und das fühlt sich für dich stimmig an. das ist doch kein Problem. das Problem entsteht erst wenn jemand anfängt, den Grund retrospektiv auseinanderzunehmen bis nichts mehr übrig bleibt. ich mein, das ist fast so als würde man aufhören laufen zu gehen weil man rausgefunden hat dass man nur damit angefangen hat weil eine Freundin einen mitgenommen hat und nicht aus reiner innerer Überzeugung. also was jetzt? was mich bei dem ganzen Thread aber eigentlich wundert - niemand hat bisher gesagt ob die Beete ihnen einfach schmeckt oder nicht. das ist bei ms_77 am Anfang noch kurz vorgekommen und dann ist das komplett weggefallen. vielleicht wäre das die ehrlichere Ausgangsfrage gewesen als das ganze roh-vs-gekocht-Nitrat-Ding.
Zitat von leni_kwie Gewohnheiten entstehen
das trifft's ehrlich gesagt besser als alles was vorher kam. ich schwöre drauf, das ist genau das was bei mir mit dem Rote-Beete-Konzentrat passiert ist - hab das nach einem Podcast angefangen, und inzwischen greif ich einfach danach weil es zur Routine gehört. ob das jetzt Placebo ist oder nicht, ich weiß es nicht mal mehr und ich frag mich auch nicht mehr täglich danach. @elvira_k was du sagst finde ich aber auch wichtig, und ich glaub das wird hier ein bisschen übersehen: du isst die Beete weil dein Arzt das empfohlen hat UND weil du sie magst, und das fühlt sich für dich stimmig an. das ist doch kein Problem. das Problem entsteht erst wenn jemand anfängt, den Grund retrospektiv auseinanderzunehmen bis nichts mehr übrig bleibt. ich mein, das ist fast so als würde man aufhören laufen zu gehen weil man rausgefunden hat dass man nur damit angefangen hat weil eine Freundin einen mitgenommen hat und nicht aus reiner innerer Überzeugung. also was jetzt? was mich bei dem ganzen Thread aber eigentlich wundert - niemand hat bisher gesagt ob die Beete ihnen einfach schmeckt oder nicht. das ist bei ms_77 am Anfang noch kurz vorgekommen und dann ist das komplett weggefallen. vielleicht wäre das die ehrlichere Ausgangsfrage gewesen als das ganze roh-vs-gekocht-Nitrat-Ding.
Zitat von leni_k am August 8, 2026, 14:58 Uhr@jana_w
Zitat von ms_77niemand hat bisher gesagt ob die Beete ihnen einfach schmeckt oder nicht
okay das ist eigentlich der einzige Satz der mich grad wirklich erwischt. weil ich merk dass ich das im ganzen Thread nie direkt beantwortet hab. ehrlich gesagt: ja, ich mag sie. also wirklich. nicht wegen dem Nitrat und nicht wegen dem Laufen. die schmecken mir schlicht gut, besonders wenn sie frisch gekocht sind und noch ein bissl Biss haben, mit Orangenabrieb drüber oder so. das ist kein rationalisierter Gesundheitsgedanke das ist einfach... Geschmack. was mich bei deiner Frage aber stört, @jana_w: ich glaub die wurde deshalb nicht gestellt weil sie zu einfach klingt für einen Thread über Rote Beete. als ob "schmeckt mir halt" keine ausreichende Antwort wär. dabei ist das eigentlich die einzige Antwort die zählt wenn man sich fragt ob man was regelmäßig essen will oder nicht. der Rest ist Kontext, nicht Grund. und ja, ich lauf dreimal die Woche und ja, ich hab irgendwann gelesen dass Rote Beete da was bringt. aber ich hab auch schon Dinge gegessen die angeblich super für Ausdauer sind und die mir einfach nicht geschmeckt haben - die sind dann nach zwei Wochen aus der Einkaufsliste verschwunden, egal wie viele Studien dahinterstecken. das Argument "aber es ist gesund" hat mich noch nie länger als einen Monat bei irgendwas gehalten wenn's nicht auch irgendwie passt.
Zitat von ms_77niemand hat bisher gesagt ob die Beete ihnen einfach schmeckt oder nicht
okay das ist eigentlich der einzige Satz der mich grad wirklich erwischt. weil ich merk dass ich das im ganzen Thread nie direkt beantwortet hab. ehrlich gesagt: ja, ich mag sie. also wirklich. nicht wegen dem Nitrat und nicht wegen dem Laufen. die schmecken mir schlicht gut, besonders wenn sie frisch gekocht sind und noch ein bissl Biss haben, mit Orangenabrieb drüber oder so. das ist kein rationalisierter Gesundheitsgedanke das ist einfach... Geschmack. was mich bei deiner Frage aber stört, @jana_w: ich glaub die wurde deshalb nicht gestellt weil sie zu einfach klingt für einen Thread über Rote Beete. als ob "schmeckt mir halt" keine ausreichende Antwort wär. dabei ist das eigentlich die einzige Antwort die zählt wenn man sich fragt ob man was regelmäßig essen will oder nicht. der Rest ist Kontext, nicht Grund. und ja, ich lauf dreimal die Woche und ja, ich hab irgendwann gelesen dass Rote Beete da was bringt. aber ich hab auch schon Dinge gegessen die angeblich super für Ausdauer sind und die mir einfach nicht geschmeckt haben - die sind dann nach zwei Wochen aus der Einkaufsliste verschwunden, egal wie viele Studien dahinterstecken. das Argument "aber es ist gesund" hat mich noch nie länger als einen Monat bei irgendwas gehalten wenn's nicht auch irgendwie passt.
Zitat von jana_w am August 8, 2026, 15:26 UhrZitat von leni_kdas Argument "aber es ist gesund" hat mich noch nie länger als einen Monat bei irgendwas gehalten wenn's nicht auch irgendwie passt
ja genau das. ich mein, das ist eigentlich die ehrlichste Aussage die hier seit Stunden gefallen ist. und ich find's gut dass du das so direkt sagst, @leni_k. was mich da aber gerade beschäftigt - und das ist ein Gedanke der erst jetzt kommt - ist ob der Geschmack vielleicht auch so eine Art Nachzügler ist. also ich mein: ich hab Rote Beete am Anfang nicht besonders geliebt. der erdige Geschmack war okay aber nichts wo ich sag, wow, das will ich mehr davon. das kam erst mit der Zeit. und ich frag mich ob das nicht auch so ein Gewöhnungsding ist, dass man den Geschmack mehr mag weil man das Ding öfter isst - und man isst es öfter weil man sich was davon erhofft. also quasi andersrum als du es beschreibst. nicht "ich ess's weil's schmeckt", sondern "es schmeckt mir inzwischen weil ich's so oft gegessen hab dass mein Gehirn das jetzt als normal abspeichert". das wär dann auch kein Placebo, aber auch kein rein geschmacklicher Zugang von Anfang an. das wär einfach... wie Geschmack funktioniert, oder? ich hab das mit Fenchel auch so erlebt. der war für mich jahrelang ein No-Go und jetzt find ich den okay, irgendwie hat sich das verschoben ohne dass ich's gemerkt hab.
Zitat von leni_kdas Argument "aber es ist gesund" hat mich noch nie länger als einen Monat bei irgendwas gehalten wenn's nicht auch irgendwie passt
ja genau das. ich mein, das ist eigentlich die ehrlichste Aussage die hier seit Stunden gefallen ist. und ich find's gut dass du das so direkt sagst, @leni_k. was mich da aber gerade beschäftigt - und das ist ein Gedanke der erst jetzt kommt - ist ob der Geschmack vielleicht auch so eine Art Nachzügler ist. also ich mein: ich hab Rote Beete am Anfang nicht besonders geliebt. der erdige Geschmack war okay aber nichts wo ich sag, wow, das will ich mehr davon. das kam erst mit der Zeit. und ich frag mich ob das nicht auch so ein Gewöhnungsding ist, dass man den Geschmack mehr mag weil man das Ding öfter isst - und man isst es öfter weil man sich was davon erhofft. also quasi andersrum als du es beschreibst. nicht "ich ess's weil's schmeckt", sondern "es schmeckt mir inzwischen weil ich's so oft gegessen hab dass mein Gehirn das jetzt als normal abspeichert". das wär dann auch kein Placebo, aber auch kein rein geschmacklicher Zugang von Anfang an. das wär einfach... wie Geschmack funktioniert, oder? ich hab das mit Fenchel auch so erlebt. der war für mich jahrelang ein No-Go und jetzt find ich den okay, irgendwie hat sich das verschoben ohne dass ich's gemerkt hab.