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Vakuumverpackt vs. frisch – schmeckt man den Unterschied wirklich?

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Zitat von fg_1988

ich hab das mal durchgerechnet, nicht akkurat aber so grob

okay das klingt eigentlich nach mir, ich mach sowas auch - so eine Kopfrechnung auf dem Weg zum Markt. und ja, wenn ich ehrlich bin stimmt das wahrscheinlich. zwei Knollen wegschmeißen und dann noch so tun als wär frisch automatisch günstiger, das ist Selbstbetrug. was mich bei deinem Beitrag aber mehr interessiert: du schreibst du gibst das dann direkt in den Smoothie aus dem Tiefkühler. also gefroren, oder erst auftauen lassen? weil ich mir das grad nicht so recht vorstellen kann, gefrorene Rote Beete in den Mixer und dann was rauskommt ist... was eigentlich? ich hätte Bedenken dass das so eine merkwürdige Konsistenz ergibt, so halb-suppig. und noch was das mir gerade auffällt, weil du auch HM läufst laut deiner Signatur - machst du das morgens vor dem Laufen oder eher als Recovery? ich überleg nämlich ob das fürs Training einen Unterschied macht wann ich die Beete ess. hab da so einen Artikel gelesen über Nitrate und Timing aber der war relativ vage was die konkreten Abstände angeht.

@leni_k

Zitat von leni_k

also gefroren, oder erst auftauen lassen?

direkt gefroren rein, ja. der Mixer macht das, wenn der stark genug ist. bei mir ist das ein alter Aldi-Teil, der hat keine Probleme damit. die Konsistenz wird nicht suppig eher so cremig-dickflüssig, kommt halt drauf an was du noch reinkippst. ich mach da meistens Banane und Ingwer dazu, dann schmeckt man die Beete nicht so dominant. zum Timing-Thema: ich nehm das etwa zwei Stunden vor dem Lauf, nicht direkt danach. hab das mal auf nem Subreddit diskutiert, da war Konsens dass die Nitrataufnahme Zeit braucht bis die Umwandlung läuft, irgendwas mit Speichelenzymen. ob das jetzt auf die Minute stimmt, keine Ahnung, aber zwei Stunden vorher fühlt sich bei mir besser an als kurz vorher. einmal hab ich es direkt vor dem Lauf probiert, das war eher kontraproduktiv, Magen hat gebrummt. was mich bei deiner Frage eigentlich mehr triggert: du redest vom Timing als ob das die entscheidende Variable ist. aber wenn du frisch rösten, einfrieren, antauen, Smoothie machen, dann ist der logistische Aufwand schon nicht ohne. ich mach das Sonntagabend im Block, dann hab ich die ganze Woche Ruhe. ohne so ne Routine vergisst man das dann doch wieder und greift zum Konzentrat, kann ich dir sagen.

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Zitat von fg_1988

ohne so ne Routine vergisst man das dann doch wieder und greift zum Konzentrat

okay das ist ehrlich gesagt der Satz der mich am meisten trifft. weil genau das ist mein Problem - ich hab null Routine was Meal Prep angeht. ich bin eh schon froh wenn ich Sonntags meine Laufsachen zusammenpack. Rote Beete in Portionen einfrieren klingt in der Theorie super aber ich kenn mich, das passiert einmal und dann nie wieder. was mich bei dem Subreddit-Ding interessiert das du erwähnst: Speichelenzyme, Umwandlung - ich hab dazu auch was gelesen aber nie gecheckt ob das z.B. bei Zahnpastas mit antibakteriellen Zusätzen einen Unterschied macht. hab irgendwo aufgeschnappt dass manche Mundspülungen die Umwandlung blockieren sollen. klingt absurd aber wenn das stimmt wäre das halt blöd wenn man morgens vor dem Lauf die Beete trinkt und sich danach die Zähne putzt. vielleicht red ich mich da aber auch raus damit ich nicht zugeben muss dass die eigentliche Hürde einfach der Aufwand ist 😄

@leni_k

Zitat von leni_k

vielleicht red ich mich da aber auch raus

nee, das Mundspülungs-Ding ist tatsächlich real, kein Ausrede-Quatsch. hab das mal auf nem Ernährungs-Blog gelesen, der sich auf irgendne Studie bezogen hat - Chlorhexidin-Mundspülungen sollen die nitratreduzierenden Bakterien im Mund killen. das sind genau die, die du brauchst damit aus dem Nitrat überhaupt Stickstoffmonoxid wird. also wenn du morgens Beete trinkst und dann mit so einer antibakteriellen Spülung gurgelst, hast du dir den Effekt schon halb ruiniert. normale Zahnpasta ist laut dem was ich gelesen hab weniger das Problem aber die aggressiven Mundspülungen schon. ob das jetzt bei dir relevant ist, keine Ahnung, du hast das ja selbst aufgebracht. aber interessant ist das schon. was mich bei deiner Selbsteinschätzung mehr beschäftigt: du sagst du kennst dich, das passiert einmal und dann nie wieder. okay. aber du hast den Thread hier angefangen weil du frisch gegen vakuumverpackt verglichen hast also die Motivation ist ja da. vielleicht ist das Problem nicht der Aufwand sondern dass Sonntags-Block-Prep halt ein bestimmter Typ Mensch ist. ich bin da durch Lagerlogistik vorbelastet, ich denk automatisch in Chargen. wer das nicht macht, für den ist das echt unintuitiv. vielleicht wär für dich der einfachere Einstieg nicht Einfrieren sondern einfach öfter frisch kaufen aber kleinere Mengen, also wirklich nur was du in zwei Tagen verbrauchst. dann entfällt das Einfrieren komplett und du hast trotzdem die frische Qualität die du dir beim Naschmarkt-Vergleich so deutlich angemerkt hast.

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Zitat von gabi.f

frisch kaufen und direkt verwenden geht mir auch nicht immer auf

okay das kenn ich ja schon - aber was mich bei gabis Beitrag jetzt im Nachhinein eigentlich mehr beschäftigt ist dieser Mittelweg-Gedanke. weil @fg_1988 hat jetzt auch genau das gesagt: kleinere Mengen öfter kaufen, kein Block-Prep. und ich glaub das ist eigentlich der Ansatz der zu mir passt. ich bin halt keine Chargen-Denkerin, das hab ich ja selbst gesagt. was mich bei deinem letzten Beitrag aber wirklich erwischt hat @fg_1988 - du schreibst "ein bestimmter Typ Mensch". das stimmt. ich kenn Leute die Sonntagabend drei Töpfe auf dem Herd haben und sich das nicht komisch vorkommt. ich schau Sonntagabend meistens irgendwas auf dem Laptop und denk "ach, passt schon". draußen regnet's grad übrigens schon seit heute früh, passt irgendwie zum Thema Motivationstal. was ich aber noch nicht gecheckt hab - und das ist mir gerade aufgegangen während ich das hier schreib: wenn ich wirklich nur für zwei Tage kaufe, also wirklich kleine Mengen, dann lohnt sich der Naschmarkt kaum noch. der ist halt nicht ums Eck, ich fahr da extra hin. dann wäre die Frage ob der Billa-Biobereich da mithalten kann, die haben manchmal frische Rote Beete lose. ob die aber wirklich frisch ist oder schon ne Woche liegt kann ich da schlecht einschätzen. beim Naschmarkt seh ich wenigstens das Blattgrün und weiß dass die Knolle noch lebt.

@leni_k

Zitat von derbär

wie willst du das isoliert testen wenn du schon weißt welches welches ist

das ist eigentlich der einzige Punkt wo ich derbär voll zustimme, der Rest ist halt Meinung. aber zu deinem Billa-Frage: das mit dem Blattgrün als Frischeindikator ist gar nicht schlecht, echt jetzt. das ist kein Bauchgefühl, das ist tatsächlich was. Blattgrün welkt schnell, wenn das noch aufrecht steht und nicht schon labbert ist die Knolle in der Regel auch noch okay. beim losen Billa-Zeug ohne Grün hast du diesen Hinweis halt nicht mehr. da würdest du dann auf Haptik gehen müssen, fest drücken, wenn die nachgibt ist sie schon zu lange dabei. ob Naschmarkt sich lohnt für kleine Mengen, da hab ich keine klare Antwort. kommt drauf an wie weit der wirklich ist. ich fahr auch manchmal extra zum Wochenmarkt hier, aber der ist für mich auf dem Weg zur Arbeit einmal pro Woche, das ist kein separater Trip. wenn du extra hinfährst nur für zwei Knollen, dann ist das halt ineffizient, das würde ich auch nicht machen. vielleicht wäre der Kompromiss: Naschmarkt wenn du eh hingehst, und dann doch etwas mehr kaufen und halt wirklich konsequent innerhalb von drei Tagen verbrauchen. nicht einfrieren, nicht für die ganze Woche planen, einfach den Kauf an ein konkretes Gericht koppeln. du hast das Rote-Beete-Orangen-Ding noch erwähnt ganz am Anfang, das wär so ein Trigger der mich dazu bringen würde, gezielt zu kaufen

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Zitat von fg_1988

den Kauf an ein konkretes Gericht koppeln

okay das ist eigentlich das Einzige was bei mir funktioniert. wenn ich mit "ich brauch das für das Orangen-Ding" zum Markt geh, dann kauf ich genau die Menge die ich brauch und nicht "ach nehm ich noch zwei mit weil ich ja eigentlich öfter Rote Beete essen will". das ist der Unterschied zwischen Vorsatz und konkretem Plan. was mich jetzt aber wirklich beschäftigt ist was du über Haptik sagst @fg_1988 - also fest drücken beim losen Billa-Zeug. ich mach das bei Tomaten, bei Avocado, bei eigentlich allem. nur bei Rote Beete wär ich da nie drauf gekommen weil ich die immer für so eine Art unverwüstliche Knolle gehalten hab. so ein Gemüse das einfach... da ist, weißt du. dass die auch altert und nachgibt hab ich ehrlich gesagt nie wirklich wahrgenommen. das ist vielleicht auch der Grund warum ich beim Vergleich am Anfang nicht sicher war ob ich mir was einbilde. ich hab nie wirklich gelernt wie eine gute Rote Beete sich anfühlen soll. beim Naschmarkt lass ich mich vom Blattgrün leiten weil das sichtbar ist. aber ohne das Grün steh ich da wie beim Melonen-Klopfen ich tu so als ob ich wüsste was das bedeutet.

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