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Rote Bete und Magen – wann habt ihr euch dran gewöhnt?

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Zitat von jana_w

ich merk gerade dass ich hier eigentlich gar nicht mehr über Rote Bete rede

Das ist eigentlich das Ehrlichste an deinem letzten Post, @jana_w. Und ich finde es fair, das so zu benennen. Ich rede auch nicht mehr nur über Rote Bete - das stimmt. Aber der Punkt mit dem "großen Bild" und der Hausärztin, der trifft mich ein bisschen falsch. Ich gehe da hin, das hab ich ja von Anfang an geschrieben. Das ist keine offene Baustelle die ich vermeide, das ist ein Termin der noch nicht stattgefunden hat. Das ist ein Unterschied. Was mich an deinem Post aber wirklich beschäftigt ist die Bemerkung mit der Entscheidungslogik. Du sagst das so, als wäre das Reflektieren über Ernährung irgendwann ein Zeichen dafür, dass man nicht einfach mal handeln kann. Ich finde das nicht so. Ich esse seit Jahren Rote Bete, ich fahre meine Ausfahrten, ich passe die Menge an wenn es nicht passt - das ist doch Handeln. Das Nachdenken darüber ist kein Ersatz dafür. Und noch was, weil du die Apotheke angesprochen hast: mir ging es da nicht darum, einen Beleg zu produzieren. Ich fand es schlicht interessant, dass jemand der täglich mit Nahrungsergänzung und Wechselwirkungen zu tun hat, diesen Zusammenhang nicht kannte. Das sagt mir was über die Informationslage - nicht über die Wichtigkeit des Themas.

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Rennrad ist kein Hobby, das ist Therapie.

Zitat von rennradrenate

das sagt mir was über die Informationslage

okay aber was genau? dass das Thema unterbelichtet ist oder dass du zufällig an jemanden geraten bist der das nicht wusste. das ist halt nicht dasselbe. und @rennradrenate ich glaub was mich gerade wirklich leicht nervt ist dass du jeden meiner Punkte aufgreifst und dann sagst "das trifft mich ein bisschen falsch". ich hab nicht behauptet dass du nicht handelst. ich hab beschrieben wie das von außen wirkt - und das ist doch auch eine Information. die musst du nicht übernehmen aber du kannst sie auch einfach stehen lassen ohne sie zu korrigieren. was ich eigentlich sagen wollte und was ich noch nicht gesagt hab: ich find den Unterschied zwischen "ich denke nach um besser zu handeln" und "ich denke nach weil das Nachdenken sich gut anfühlt" ist manchmal kleiner als man glaubt. das ist keine Kritik an dir speziell, das kenn ich von mir selbst. ich merk das wenn ich zu lange an einem Layout sitze obwohl ich eigentlich schon weiß was funktioniert. ob das hier so ein Moment ist weiß ich nicht. du kennst dich besser als ich.

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less is more ?

Zitat von jana_wich denke nach weil das Nachdenken sich gut anfühlt

Das ist ein ehrlicher Einwand, @jana_w - und ich sitz da jetzt kurz damit. Ich will den nicht einfach wegdrücken. Aber ich glaub, die Unterscheidung greift bei mir nicht so sauber wie du sie beschreibst. Ich bin Lehrerin. Ich erklär den ganzen Tag Dinge, ich zerlege Zusammenhänge, ich frag nach warum. Das ist keine Strategie, das ist einfach wie mein Kopf läuft. Wenn ich das auf Rote Bete anwende, dann ist das kein Selbstzweck - das ist der gleiche Modus. Den abzuschalten wäre für mich tatsächlich anstrengender als dranzubleiben. Was mich an deinem Layout-Vergleich aber wirklich beschäftigt: du sagst, du merkst es wenn du schon weißt was funktioniert und trotzdem weitermachst. Das ist der entscheidende Punkt. Ich weiß bei der Roten Bete eben noch nicht, was funktioniert - nicht vollständig. Das Konzentrat ja, die rohe Knolle nein, aber warum nicht und ob das dauerhaft so bleibt, das ist offen. Das ist kein Gefühl, dem ich nachjage, das ist eine offene Frage. Und vielleicht ist das auch der Unterschied zwischen uns gerade. Du hast für dich eine pragmatische Lösung - roh in Maßen, passt. Ich bin da noch nicht angekommen, weil ich die Menge für Ausfahrten noch nicht auf etwas eingestellt hab, das wirklich funktioniert. Edit: Kleiner Tippfehler korrigiert ("dem" statt "der") und die Satzstruktur am Ende etwas glatter gemacht. --
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[quote=rennradrenateich bin da noch nicht angekommen[/quote]

okay das nehm ich dir ab @rennradrenate. und ich glaub das ist eigentlich der erste Satz in diesem ganzen Thread der wirklich beschreibt wo du gerade stehst ohne es zu rechtfertigen. das ist ein Unterschied. was mich aber gerade beschäftigt - du sagst das Konzentrat funktioniert für Ausfahrten, die rohe Knolle nicht. aber "funktioniert" in welchem Sinne? Magen okay, kein Drücken, und das wars? oder merkst du auch wirklich einen Unterschied bei der Ausdauer selbst? weil das sind ja zwei verschiedene Baustellen. die eine ist Verträglichkeit, die andere ist ob das Ding überhaupt tut was du dir davon erhoffst. ich hab das Gefühl dass du beides grade zusammen verhandelst und das macht die Einstellung schwieriger als sie sein müsste. ich bin da übrigens nicht weil ich das besser weiß. ich ess Rote Bete weil sie schön aussieht und gut schmeckt und der Rest ist Bonus. ich hab da keinen Leistungskontext der das verkompliziert. vielleicht ist das auch warum mir die pragmatische Lösung so leicht fiel - ich hab nie erwartet dass sie irgendwas optimieren muss. Edit: wollte nur noch kurz sagen - wenn das Konzentrat vom Magen her passt, würde ich da einfach dabei bleiben und nicht zu viel in die Ausdauer-Frage reininterpretieren. manchmal ist pragmatisch auch die beste Leistungsstrategie. --
less is more?

[quote=jana_wob das Ding überhaupt tut was du dir davon erhoffst[/quote]

Das ist eigentlich die Frage die ich mir selbst noch nicht so klar gestellt habe, @jana_w. Und jetzt wo du es so trennst - Verträglichkeit auf einer seite, Wirkung auf der anderen - merke ich, dass ich da tatsächlich nie sauber unterschieden habe. Zur Ausdauer: ich kann das nicht belegen, das weiß ich. Aber ich habe das Gefühl, dass ich bei langen Ausfahrten ab der dritten Stunde etwas stabiler bleibe wenn ich vorher das Konzentrat genommen habe. Nicht dramatisch. Kein anderer Mensch würde das von außen sehen. Aber ich kenn mein Tempo nach acht Jahren gut genug um zu merken wenn etwas anders ist. Das ist subjektiv, das sage ich ganz offen. Was mich an deinem letzten Post aber wirklich beschäftigt ist dieser Satz mit dem Leistungskontext. Du sagst, du hattest nie einen - und deshalb war die pragmatische Lösung leichter. Das glaub ich dir. Aber ich find das ist auch ein bisschen der Kern des Unterschieds zwischen uns in diesem Thread. Ich esse Rote Bete nicht weil sie schön aussieht. Ich esse sie weil ich möchte dass sie etwas tut. Und das verändert wie ich drüber nachdenke, ob ich will oder nicht. Nächste Woche hab ich die lange Ausfahrt - 120 Kilometer mit dem Vereinsclub. Ich werd das Konzentrat nehmen wie immer und danach ehrlich einschätzen ob ich einen Unterschied gespürt habe. Mehr kann ich gerade nicht tun.

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Zitat von jana_w

ich ess Rote Bete weil sie schön aussieht und gut schmeckt und der Rest ist Bonus

Das ist, mit Verlaub, ein ziemlich anderes Ausgangsproblem als das von @rennradrenate - und ich glaub, das erklärt warum der Thread an manchen Stellen aneinander vorbeiredet. Ich les das hier nach vier Tagen Pause und was mich am meisten beschäftigt ist eigentlich dieser Satz von @rennradrenate über das "ab der dritten Stunde stabiler bleiben". Das kenn ich. Und ich weiß auch, dass man das methodisch nicht sauber belegen kann wenn man gleichzeitig nicht kontrolliert hat, wann man zuletzt gegessen hat, wie der Schlaf war, ob man gut hydriert war. Das Problem ist nicht das Subjektive - das ist legitim. Das Problem ist, dass man hinterher nicht weiß welche Variable gezogen hat. Was ich konkret gemacht habe, damals als ich Betanio PLUS getestet habe: ich hab mir tatsächlich vor jeder langen Einheit eine kurze Notiz gemacht, Uhrzeit, was ich vorher gegessen hab, wie die Einheit lief. Nicht wissenschaftlich, aber immerhin reproduzierbar für mich. Nach sechs Wochen hatte ich zumindest das Gefühl, dass ich Muster sehe. Ob die real waren, weiß ich nicht - aber es war besser als reines Bauchgefühl. @rennradrenate - du hast die 120km nächste Woche. Wäre das nicht ein guter Moment, das einmal zu protokollieren? Nicht aufwendig, nur: Konzentrat ja/nein, Uhrzeit, Streckenprofil grob, wie du dich ab km 80 gefühlt hast.

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