Rote Bete vor langen Ausfahrten – wieviel ist sinnvoll, wieviel ist zuviel?
Zitat von rennradhorst am Juli 11, 2026, 10:46 UhrIch fahr samstags meistens meine lange Runde so 90 bis 120 km je nach Lust, und seit einem halben Jahr hab ich angefangen freitags abends bewusst Rote Bete reinzuhauen. Nicht als Konzentrat, einfach als Salat mit Apfel und etwas Walnuss dazu. Hat sich halt so ergeben weil meine Frau sowieso öfter welche kauft. Was ich aber net ganz verstehe: wie viel braucht man eigentlich damit das Nitrat-Zeug überhaupt wirkt? Ich mein, ich ess dann vielleicht 150-200g, gekochte Knolle aus dem Vakuumbeutel vom Edeka. Manchmal mehr, manchmal weniger. Der Podcast wo ich das erste Mal drüber gestolpert bin hat immer von Konzentraten geredet, aber die ganze Knolle kommt doch auf ähnliche Werte wenn man genug davon nimmt - oder nicht? Mein Problem ist das mit dem Zuviel. Letzten Herbst hab ich mal so einen richtigen Hunger gehabt und geschätzt 400g auf einmal gegessen. Am nächsten Morgen war mein Magen net böse aber ich hab mich irgendwie aufgebläht gefühlt auf der Fahrt, das erste Drittel war zäh. Kann das von der Roten Bete kommen oder war das einfach zuviel Essen generell vor einer Ausfahrt. Ich weiß es net. Was mich auch interessiert: kennt jemand den Unterschied zwischen frischer Knolle vom Wochenmarkt und dem Vakuumzeug? Ich kauf momentan das Fertige weil's schnell geht nach einem langen Arbeitstag, aber ich hab mal irgendwo aufgeschnappt dass beim Kochen und Vakuumieren ein guter Teil vom Nitrat verloren geht. Stimmt das überhaupt? Ich frag net aus Sparsamkeit, das ist preislich ja kein Unterschied, mich interssiert einfach ob ich da was verpasse.
Ich fahr samstags meistens meine lange Runde so 90 bis 120 km je nach Lust, und seit einem halben Jahr hab ich angefangen freitags abends bewusst Rote Bete reinzuhauen. Nicht als Konzentrat, einfach als Salat mit Apfel und etwas Walnuss dazu. Hat sich halt so ergeben weil meine Frau sowieso öfter welche kauft. Was ich aber net ganz verstehe: wie viel braucht man eigentlich damit das Nitrat-Zeug überhaupt wirkt? Ich mein, ich ess dann vielleicht 150-200g, gekochte Knolle aus dem Vakuumbeutel vom Edeka. Manchmal mehr, manchmal weniger. Der Podcast wo ich das erste Mal drüber gestolpert bin hat immer von Konzentraten geredet, aber die ganze Knolle kommt doch auf ähnliche Werte wenn man genug davon nimmt - oder nicht? Mein Problem ist das mit dem Zuviel. Letzten Herbst hab ich mal so einen richtigen Hunger gehabt und geschätzt 400g auf einmal gegessen. Am nächsten Morgen war mein Magen net böse aber ich hab mich irgendwie aufgebläht gefühlt auf der Fahrt, das erste Drittel war zäh. Kann das von der Roten Bete kommen oder war das einfach zuviel Essen generell vor einer Ausfahrt. Ich weiß es net. Was mich auch interessiert: kennt jemand den Unterschied zwischen frischer Knolle vom Wochenmarkt und dem Vakuumzeug? Ich kauf momentan das Fertige weil's schnell geht nach einem langen Arbeitstag, aber ich hab mal irgendwo aufgeschnappt dass beim Kochen und Vakuumieren ein guter Teil vom Nitrat verloren geht. Stimmt das überhaupt? Ich frag net aus Sparsamkeit, das ist preislich ja kein Unterschied, mich interssiert einfach ob ich da was verpasse.
Zitat von rote_socke_83 am Juli 17, 2026, 08:17 Uhr@rennradhorst das mit den 400g kenn ich. Hab das auch mal gemacht, nicht aus Kalkül sondern weil die Portion einfach da war. Ehrlich gesagt glaub ich nicht dass das Nitrat daran schuld war - 400g auf einmal ist halt einfach viel Volumen im Magen, egal was drin ist. Hätte auch Möhren sein können.
Zitat von rennradhorstbeim Kochen und Vakuumieren geht Nitrat verloren
Das hab ich auch irgendwo gelesen, glaube es war bei nem Sporternährungs-Blog den mein Kollege mir geschickt hat. Ob das signifikant ist weiß ich aber wirklich nicht. Ich hab Betanio PLUS eine Weile parallel zur frischen Knolle genutzt, weil ich dachte ich kann dann vergleichen - aber wie soll man das vernünftig vergleichen ohne alles andere konstant zu halten? Geht nicht. Der Eindruck war subjektiv und bleibt subjektiv. Punkt. Was mich bei deinem Post mehr beschäftigt ist der Zeitpunkt. Du isst das Freitag abends für Samstag früh. Ich hab meine Hausarztin mal gefragt wegen dem Nitrat-Zeug generell - sie meinte das Nitrat braucht ein paar Stunden bis es überhaupt umgewandelt wird, also der Abend davor ist eigentlich gar nicht so verkehrt. Aber ob 150g oder 250g dann den Unterschied machen, da hat sie nur die Schultern gezuckt. Was ich sagen will: das Timing klingt bei dir vernünftig, die Menge ist wahrscheinlich ok. Das mit dem Aufgebläht-sein war einfach zuviel auf einmal, das hat mit dem Nitrat wenig zu tun wenn ich so raten müsste. Das Vakuum-vs-frisch hab ich noch nicht wirklich durchgetestet bin auch zu faul dafür nach der Schicht.
@rennradhorst das mit den 400g kenn ich. Hab das auch mal gemacht, nicht aus Kalkül sondern weil die Portion einfach da war. Ehrlich gesagt glaub ich nicht dass das Nitrat daran schuld war - 400g auf einmal ist halt einfach viel Volumen im Magen, egal was drin ist. Hätte auch Möhren sein können.
Zitat von rennradhorstbeim Kochen und Vakuumieren geht Nitrat verloren
Das hab ich auch irgendwo gelesen, glaube es war bei nem Sporternährungs-Blog den mein Kollege mir geschickt hat. Ob das signifikant ist weiß ich aber wirklich nicht. Ich hab Betanio PLUS eine Weile parallel zur frischen Knolle genutzt, weil ich dachte ich kann dann vergleichen - aber wie soll man das vernünftig vergleichen ohne alles andere konstant zu halten? Geht nicht. Der Eindruck war subjektiv und bleibt subjektiv. Punkt. Was mich bei deinem Post mehr beschäftigt ist der Zeitpunkt. Du isst das Freitag abends für Samstag früh. Ich hab meine Hausarztin mal gefragt wegen dem Nitrat-Zeug generell - sie meinte das Nitrat braucht ein paar Stunden bis es überhaupt umgewandelt wird, also der Abend davor ist eigentlich gar nicht so verkehrt. Aber ob 150g oder 250g dann den Unterschied machen, da hat sie nur die Schultern gezuckt. Was ich sagen will: das Timing klingt bei dir vernünftig, die Menge ist wahrscheinlich ok. Das mit dem Aufgebläht-sein war einfach zuviel auf einmal, das hat mit dem Nitrat wenig zu tun wenn ich so raten müsste. Das Vakuum-vs-frisch hab ich noch nicht wirklich durchgetestet bin auch zu faul dafür nach der Schicht.
Zitat von markus_b82 am Juli 17, 2026, 08:44 Uhr@rote_socke_83 der Punkt mit deiner Hausärztin ist interessant, aber "ein paar Stunden" ist halt recht vage. In den Exeter-Studien (Jones et al., konkret die von 2010 im JAP) war das Zeitfenster eher so 2-3 Stunden bis zum Peak-Plasmaspiegel, manchmal wurde sogar 2,5h vor dem Sport als optimal angegeben. Freitagabend für Samstagmorgen wäre also eher zu früh, wenn man das so rechnet - außer rennradhorst startet spät am Vormittag.
Zitat von rote_socke_83wie soll man das vernünftig vergleichen ohne alles andere konstant zu halten
Das ist eigentlich der Kern des Problems bei all diesen Selbstversuchen. Ich hab das auch probiert mit Betanio PLUS, und irgendwann hab ich aufgehört so zu tun als ob ich daraus valide Schlüsse ziehen kann. Zu viele Variablen, schlechter Schlaf, anderes Trainingsvolumen, mal Stress bei der Arbeit. Das macht den "Test" kaputt, bevor er anfängt. Was mich aber beim ganzen Thread noch beschäftigt: keiner redet darüber, dass der Nitratgehalt in Rote Beete selbst stark schwankt - je nach Boden, Lagerung, Sorte. Ich hab das mal in einem Review von Hord et al. (2009, American Journal of Clinical Nutrition) aufgeschnappt, da ging es um Nitrat in Gemüse generell. Die Varianz war erheblich. Das heißt, ob deine Knolle vom Edeka 150mg Nitrat hat oder 350mg, weißt du schlicht nicht. Von daher ist die Frage "wieviel Gramm Rote Bete" sowieso nur eine Annäherung an die eigentliche Frage, die Nitratdosis. Das macht das ganze Selbstoptimieren noch wackeliger als ohnehin.
@rote_socke_83 der Punkt mit deiner Hausärztin ist interessant, aber "ein paar Stunden" ist halt recht vage. In den Exeter-Studien (Jones et al., konkret die von 2010 im JAP) war das Zeitfenster eher so 2-3 Stunden bis zum Peak-Plasmaspiegel, manchmal wurde sogar 2,5h vor dem Sport als optimal angegeben. Freitagabend für Samstagmorgen wäre also eher zu früh, wenn man das so rechnet - außer rennradhorst startet spät am Vormittag.
Zitat von rote_socke_83wie soll man das vernünftig vergleichen ohne alles andere konstant zu halten
Das ist eigentlich der Kern des Problems bei all diesen Selbstversuchen. Ich hab das auch probiert mit Betanio PLUS, und irgendwann hab ich aufgehört so zu tun als ob ich daraus valide Schlüsse ziehen kann. Zu viele Variablen, schlechter Schlaf, anderes Trainingsvolumen, mal Stress bei der Arbeit. Das macht den "Test" kaputt, bevor er anfängt. Was mich aber beim ganzen Thread noch beschäftigt: keiner redet darüber, dass der Nitratgehalt in Rote Beete selbst stark schwankt - je nach Boden, Lagerung, Sorte. Ich hab das mal in einem Review von Hord et al. (2009, American Journal of Clinical Nutrition) aufgeschnappt, da ging es um Nitrat in Gemüse generell. Die Varianz war erheblich. Das heißt, ob deine Knolle vom Edeka 150mg Nitrat hat oder 350mg, weißt du schlicht nicht. Von daher ist die Frage "wieviel Gramm Rote Bete" sowieso nur eine Annäherung an die eigentliche Frage, die Nitratdosis. Das macht das ganze Selbstoptimieren noch wackeliger als ohnehin.
Zitat von rote_socke_83 am Juli 17, 2026, 09:13 Uhr@markus_b82 ok die Studie kenn ich nicht, kannst du mir nicht übelnehmen. Aber dein Punkt mit der Varianz im Nitratgehalt trifft mich ehrlich gesagt härter als ich zugeben will.
Zitat von markus_b82ob deine Knolle vom Edeka 150mg oder 350mg hat, weißt du schlicht nicht
Ja. Und das macht die ganze Diskussion über Gramm-Angaben irgendwie absurd, wenn man kurz drüber nachdenkt. Ich hab mir letztens im Kopf ausgerechnet wieviel Betanio PLUS ich bräuchte um auf einen halbwegs definierten Wert zu kommen - und da ist der Preis halt das Problem, nicht die Idee dahinter. Bei der Knolle vom Markt weißt du es nicht, beim Konzentrat steht wenigstens was drauf. Kann ich so nicht unterschreiben dass Selbstoptimierung damit komplett sinnlos ist, aber es stimmt dass man sich da was vormacht wenn man zu genau wird. Was mich bei dir aber stört, und das sag ich direkt: du bringst zwei Studien mit Autorennamen und Jahrgang und Journal. Machst du selbst Sport? Ich frag nicht um dich zu nerven. Ich frag weil die 2,5-Stunden-Empfehlung im Labor bei Leuten die sowas under controlled conditions machen vielleicht ganz anders aussieht als bei jemandem der freitags nach der Spätschicht irgendwann zwischen 21 und 22 Uhr isst und samstags um 8 aufsteht weil die Kinder nicht schlafen. Das ist mir zu theoretisch wenn der Alltag dazwischen knallt.
@markus_b82 ok die Studie kenn ich nicht, kannst du mir nicht übelnehmen. Aber dein Punkt mit der Varianz im Nitratgehalt trifft mich ehrlich gesagt härter als ich zugeben will.
Zitat von markus_b82ob deine Knolle vom Edeka 150mg oder 350mg hat, weißt du schlicht nicht
Ja. Und das macht die ganze Diskussion über Gramm-Angaben irgendwie absurd, wenn man kurz drüber nachdenkt. Ich hab mir letztens im Kopf ausgerechnet wieviel Betanio PLUS ich bräuchte um auf einen halbwegs definierten Wert zu kommen - und da ist der Preis halt das Problem, nicht die Idee dahinter. Bei der Knolle vom Markt weißt du es nicht, beim Konzentrat steht wenigstens was drauf. Kann ich so nicht unterschreiben dass Selbstoptimierung damit komplett sinnlos ist, aber es stimmt dass man sich da was vormacht wenn man zu genau wird. Was mich bei dir aber stört, und das sag ich direkt: du bringst zwei Studien mit Autorennamen und Jahrgang und Journal. Machst du selbst Sport? Ich frag nicht um dich zu nerven. Ich frag weil die 2,5-Stunden-Empfehlung im Labor bei Leuten die sowas under controlled conditions machen vielleicht ganz anders aussieht als bei jemandem der freitags nach der Spätschicht irgendwann zwischen 21 und 22 Uhr isst und samstags um 8 aufsteht weil die Kinder nicht schlafen. Das ist mir zu theoretisch wenn der Alltag dazwischen knallt.