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Rote Bete im Sommer – sinkende Lust oder ich bin der Einzige?

Ich merk gerade, dass ich im Frühling noch konsequent zwei- bis dreimal die Woche Rote Bete gegessen hab, egal in welcher Form, und jetzt im Juli irgendwie deutlich seltener. Keine bewusste Entscheidung, das ist einfach passiert. Ich frag mich ob das bei anderen auch so ist, oder ob mein Körper da einfach gerade andere Signale sendet. Meine Theorie, die ich bisher nicht wirklich belegen kann: Im Winter und Frühling greife ich öfter zu Rote Bete, weil das Angebot an anderen saisonalen Alternativen dünner ist und sich gerade die gedünstete Knolle besser anfühlt - schwer, warm, sättigend. Im Sommer hab ich gefühlt weniger Lust darauf, auch wenn ich weiß dass Nitrat gerade im Trainingssommer eigentlich sinnvoll wäre. Was mich konkret interessiert: Habt ihr das auch so wahrgenommen, dass Rote Bete bei euch saisonal schwankt, also nicht nur vom Angebot her sondern wirklich vom Appetit? Und falls ja, kompensiert ihr das irgendwie bewusst, zum Beispiel durch Saft oder Konzentrat, wenn die Knolle gerade nicht zieht? Ich hab gestern noch kurz in einem Paper von Larsen et al. (2010, Acta Physiologica) nachgeschaut, da geht es zwar primär um Nitrataufnahme und Mitochondrien, nicht um Saisonalität, aber mich beschäftigt trotzdem ob der Körper bei Hitze überhaupt anders mit Nitrat umgeht. Meine Hausarztin hat das letztens abgewinkt mit "das ist kein relevanter Faktor", aber ich trau dem nicht blind. Also kurz: hat jemand beobachtet ob sich Körpergefühl und Appetit bei Rote Bete saisonal wirklich unterscheiden, oder bild ich mir das ein weil gerade Urlaubszeit ist und ich sowieso anders esse.