Rote Bete roh – ab wann macht das für den Magen wirklich Sinn?
Zitat von markus_b82 am Juli 11, 2026, 03:37 UhrIch bin in letzter Zeit dazu übergegangen, die Knolle öfter roh zu essen, also geraspelt in Salaten oder einfach in Scheiben, und ich frag mich ob das mein Magen langfristig lernt oder ob das schlicht eine Frage der Menge ist. Konkret: Die ersten Male nach dem Umstieg auf roh hatte ich deutlich mehr Bauchgrummeln als vorher mit gekochter Variante. Nicht dramatisch, aber merkbar - vor allem abends nach dem Training. Ich hab das erstmal als normalen Umstellungseffekt abgetan, weil ich irgendwo gelesen hatte (ich glaub es war ein Artikel auf der Seite von SWR Wissen, kann ich aber nicht mehr genau zuordnen) dass rohe Knollen schlicht mehr unverdauliche Ballaststoffe liefern und der Darm da eine Weile braucht. Nach etwa drei Wochen hat sich das bei mir tatsächlich gelegt. Ob das Adaptation ist oder einfach Zufall, weiß ich nicht. Was mich aber beschäftigt ist die Mengen-Frage. Ich esse roh selten mehr als 100-150g auf einmal, weil ich mir nicht sicher bin ob der Mehrwert bei höherer Menge linear steigt oder ob da irgendwann ein Plateau kommt - und das auch im Hinblick auf Nitrat, nicht nur Verträglichkeit. Hat jemand hier systematisch damit experimentiert, also über Wochen eine bestimmte Menge täglich gegessen und dabei auf irgendetwas geachtet? Ich frag das nicht wegen Performance-Metriken, sondern wirklich wegen Verträglichkeit und dem Gefühl im Bauch - das ist ein Bereich wo Selbstwahrnehmung ja auch tatsächlich etwas aussagt, auch ohne Biomarker. Und ja, ich weiß dass der Urin dann pink wird. Das erschreckt mich schon lange nicht mehr, aber beim ersten Mal war das durchaus ein Moment.
Ich bin in letzter Zeit dazu übergegangen, die Knolle öfter roh zu essen, also geraspelt in Salaten oder einfach in Scheiben, und ich frag mich ob das mein Magen langfristig lernt oder ob das schlicht eine Frage der Menge ist. Konkret: Die ersten Male nach dem Umstieg auf roh hatte ich deutlich mehr Bauchgrummeln als vorher mit gekochter Variante. Nicht dramatisch, aber merkbar - vor allem abends nach dem Training. Ich hab das erstmal als normalen Umstellungseffekt abgetan, weil ich irgendwo gelesen hatte (ich glaub es war ein Artikel auf der Seite von SWR Wissen, kann ich aber nicht mehr genau zuordnen) dass rohe Knollen schlicht mehr unverdauliche Ballaststoffe liefern und der Darm da eine Weile braucht. Nach etwa drei Wochen hat sich das bei mir tatsächlich gelegt. Ob das Adaptation ist oder einfach Zufall, weiß ich nicht. Was mich aber beschäftigt ist die Mengen-Frage. Ich esse roh selten mehr als 100-150g auf einmal, weil ich mir nicht sicher bin ob der Mehrwert bei höherer Menge linear steigt oder ob da irgendwann ein Plateau kommt - und das auch im Hinblick auf Nitrat, nicht nur Verträglichkeit. Hat jemand hier systematisch damit experimentiert, also über Wochen eine bestimmte Menge täglich gegessen und dabei auf irgendetwas geachtet? Ich frag das nicht wegen Performance-Metriken, sondern wirklich wegen Verträglichkeit und dem Gefühl im Bauch - das ist ein Bereich wo Selbstwahrnehmung ja auch tatsächlich etwas aussagt, auch ohne Biomarker. Und ja, ich weiß dass der Urin dann pink wird. Das erschreckt mich schon lange nicht mehr, aber beim ersten Mal war das durchaus ein Moment.
Zitat von markus_b82 am Juli 17, 2026, 03:58 UhrKleines Update von mir, weil ich gemerkt hab dass der Thread noch läuft. Ich hab die letzten Wochen bewusst die Menge etwas hochgezogen, auf so 200g roh täglich, verteilt auf zwei Portionen. Was ich dabei beobachtet hab: Die Verträglichkeit ist stabil geblieben, kein Rückfall in die Grummel-Phase. Was mich aber mehr beschäftigt ist eine andere Sache, die ich vorhin so nicht auf dem Schirm hatte. Ich hab angefangen, auf den Zeitpunkt zu achten. Morgens vor dem Lauf versus abends nach dem Training - das fühlt sich subjektiv komplett anders an, und zwar nicht nur im Magen. Ob das Einbildung ist, kann ich nicht sagen, ich hab da keine Kontrollgruppe mit mir selbst (wäre schön wenn das ginge). Aber der Morgen-Slot scheint mir deutlich angenehmer, auch weil der Magen dann noch nicht durch ein Training belastet ist. Was mich in diesem Thread wundert: Es redet hier kaum jemand über die Zubereitung in Kombination mit Fett. Ich hab das irgendwo aufgeschnappt - ich meine es war ein Ernährungsmedizin-Podcast, keine Ahnung mehr welcher - dass Fett die Aufnahme bestimmter Betalaine beeinflusst. Ob das für Nitrat direkt relevant ist, weiß ich nicht, das sind ja andere Verbindungen. Aber interessant wäre das trotzdem. Hast du da eine Quelle für, @irgendwer-der-das-kennt? Das würde ich gerne mal genauer nachschauen, bevor ich mir da was einbilde.
Kleines Update von mir, weil ich gemerkt hab dass der Thread noch läuft. Ich hab die letzten Wochen bewusst die Menge etwas hochgezogen, auf so 200g roh täglich, verteilt auf zwei Portionen. Was ich dabei beobachtet hab: Die Verträglichkeit ist stabil geblieben, kein Rückfall in die Grummel-Phase. Was mich aber mehr beschäftigt ist eine andere Sache, die ich vorhin so nicht auf dem Schirm hatte. Ich hab angefangen, auf den Zeitpunkt zu achten. Morgens vor dem Lauf versus abends nach dem Training - das fühlt sich subjektiv komplett anders an, und zwar nicht nur im Magen. Ob das Einbildung ist, kann ich nicht sagen, ich hab da keine Kontrollgruppe mit mir selbst (wäre schön wenn das ginge). Aber der Morgen-Slot scheint mir deutlich angenehmer, auch weil der Magen dann noch nicht durch ein Training belastet ist. Was mich in diesem Thread wundert: Es redet hier kaum jemand über die Zubereitung in Kombination mit Fett. Ich hab das irgendwo aufgeschnappt - ich meine es war ein Ernährungsmedizin-Podcast, keine Ahnung mehr welcher - dass Fett die Aufnahme bestimmter Betalaine beeinflusst. Ob das für Nitrat direkt relevant ist, weiß ich nicht, das sind ja andere Verbindungen. Aber interessant wäre das trotzdem. Hast du da eine Quelle für, @irgendwer-der-das-kennt? Das würde ich gerne mal genauer nachschauen, bevor ich mir da was einbilde.
Zitat von rote_socke_83 am Juli 17, 2026, 04:04 Uhr@markus_b82
Zitat von markus_b82Fett die Aufnahme bestimmter Betalaine beeinflusst
das hab ich auch irgendwo im Hinterkopf, aber ich kann dir da keine Quelle nennen. Ehrlich gesagt bin ich da auch skeptisch ob das praktisch irgendwas ändert, wenn du nicht gerade die Knolle pur ohne alles isst. Ein Schuss Olivenöl drüber ist ja bei Salat sowieso Standard. Was mich aber mehr triggert ist die Sache mit dem Zeitpunkt. Ich mach das auch morgens und hab das nie groß hinterfragt, weil es sich einfach so ergeben hat. Aber du beschreibst genau das was ich auch beobachte - ohne dass ich da eine Erklärung hätte. Das ist mir zu vage um da irgendwas draus zu schließen. Kann genauso gut sein dass morgens der Magen einfach noch nicht durch Kaffee und Stress bearbeitet wurde. Was ich noch nicht gelesen hab hier: Hat jemand roh mit einem säurehaltigen Dressing ausprobiert? Also wirklich Zitronensaft oder Essig direkt an die Raspeln. Ich mach das manchmal und hab das Gefühl dass es bekömmlicher ist - keine Ahnung ob das Einbildung ist oder ob da was mit der Zellstruktur passiert. Meine Frau sagt ich bilde mir da was ein, und sie hat meistens recht wenn sie das sagt.
Zitat von markus_b82Fett die Aufnahme bestimmter Betalaine beeinflusst
das hab ich auch irgendwo im Hinterkopf, aber ich kann dir da keine Quelle nennen. Ehrlich gesagt bin ich da auch skeptisch ob das praktisch irgendwas ändert, wenn du nicht gerade die Knolle pur ohne alles isst. Ein Schuss Olivenöl drüber ist ja bei Salat sowieso Standard. Was mich aber mehr triggert ist die Sache mit dem Zeitpunkt. Ich mach das auch morgens und hab das nie groß hinterfragt, weil es sich einfach so ergeben hat. Aber du beschreibst genau das was ich auch beobachte - ohne dass ich da eine Erklärung hätte. Das ist mir zu vage um da irgendwas draus zu schließen. Kann genauso gut sein dass morgens der Magen einfach noch nicht durch Kaffee und Stress bearbeitet wurde. Was ich noch nicht gelesen hab hier: Hat jemand roh mit einem säurehaltigen Dressing ausprobiert? Also wirklich Zitronensaft oder Essig direkt an die Raspeln. Ich mach das manchmal und hab das Gefühl dass es bekömmlicher ist - keine Ahnung ob das Einbildung ist oder ob da was mit der Zellstruktur passiert. Meine Frau sagt ich bilde mir da was ein, und sie hat meistens recht wenn sie das sagt.