Rote Bete roh vs. Saft - spürt ihr da wirklich einen Unterschied?
Zitat von markus_b82 am Juli 16, 2026, 18:37 Uhr@rote_socke_83
Zitat von rote_socke_83wann fängt Optimierung überhaupt an, sinnvoll zu sein
Ehrlich gesagt gab es bei mir keinen Moment, keinen klaren Punkt. Das ist einfach passiert - ich hab irgendwann gemerkt dass meine Läufe stabiler wurden, nicht weil ich irgendwas optimiert hab, sondern weil ich konsequenter trainiert hab. Und dann kam die Neugier auf das Drumherum. Rückblickend war das keine Entscheidung. Was ich dir aber sagen würde: ich glaub die Frage "bin ich zu früh" stellt sich falsch. Relevanzschwelle ist keine feste Grenze. Wenn dich das Thema interessiert und du dabei bleibst, ist das kein Schaden. Wenn du anfängst, das Training dem Nitrat-Timing unterzuordnen, ist das ein Problem. Das ist ein Unterschied. Was mich bei deiner Frage aber wirklich kurz gestoppt hat: du sagst "ich weiß nicht ob das eine Rolle spielt und man einfach anfangen soll". Ich glaub das zweite stimmt. Einfach anfangen. Nicht weil Theorie irrelevant ist, sondern weil man ohne Datenpunkte aus echten Einheiten auch keine sinnvollen Fragen stellen kann. Ich hab das gemerkt - nach meinem ersten Halbmarathon hatte ich auf einmal konkrete Fragen, vorher war das alles abstrakt. Der Fettstoffwechsel-Punkt den du erwähnt hast ist übrigens nicht trivial. Wenn der noch im Aufbau ist, überlagert das wahrscheinlich alles andere sowieso. Da würde mich mal interessieren wie deine langen Einheiten aktuell strukturiert sind - fährst du die komplett nüchtern oder mit Kohlenhydraten?
Zitat von rote_socke_83wann fängt Optimierung überhaupt an, sinnvoll zu sein
Ehrlich gesagt gab es bei mir keinen Moment, keinen klaren Punkt. Das ist einfach passiert - ich hab irgendwann gemerkt dass meine Läufe stabiler wurden, nicht weil ich irgendwas optimiert hab, sondern weil ich konsequenter trainiert hab. Und dann kam die Neugier auf das Drumherum. Rückblickend war das keine Entscheidung. Was ich dir aber sagen würde: ich glaub die Frage "bin ich zu früh" stellt sich falsch. Relevanzschwelle ist keine feste Grenze. Wenn dich das Thema interessiert und du dabei bleibst, ist das kein Schaden. Wenn du anfängst, das Training dem Nitrat-Timing unterzuordnen, ist das ein Problem. Das ist ein Unterschied. Was mich bei deiner Frage aber wirklich kurz gestoppt hat: du sagst "ich weiß nicht ob das eine Rolle spielt und man einfach anfangen soll". Ich glaub das zweite stimmt. Einfach anfangen. Nicht weil Theorie irrelevant ist, sondern weil man ohne Datenpunkte aus echten Einheiten auch keine sinnvollen Fragen stellen kann. Ich hab das gemerkt - nach meinem ersten Halbmarathon hatte ich auf einmal konkrete Fragen, vorher war das alles abstrakt. Der Fettstoffwechsel-Punkt den du erwähnt hast ist übrigens nicht trivial. Wenn der noch im Aufbau ist, überlagert das wahrscheinlich alles andere sowieso. Da würde mich mal interessieren wie deine langen Einheiten aktuell strukturiert sind - fährst du die komplett nüchtern oder mit Kohlenhydraten?
Zitat von rote_socke_83 am Juli 16, 2026, 18:46 Uhr@markus_b82
Zitat von markus_b82fährst du die komplett nüchtern oder mit Kohlenhydraten
Ehrlich gesagt - beides durcheinander, ohne Plan dahinter. Ich nehm meistens eine Banane vor dem Start und ein Gel in der Tasche für den Fall der Fälle. Ob das Sinn macht weiß ich nicht, das hab ich irgendwo aufgeschnappt und nie hinterfragt. Was mich bei deiner Frage aber mehr trifft als die Frage selbst: ich merke grad dass ich eigentlich keine einzige Variable in meinem Training wirklich bewusst gesetzt hab. Ich fahr wann ich Zeit hab, ich ess was grad da ist, ich nehm Betanio PLUS weil es im Regal stand. Kein Wunder dass ich nicht weiß was wirkt und was nicht. Das ist mir zu diffus um irgendetwas draus zu lernen. Und jetzt frag ich mich ob das überhaupt ein Problem ist oder ob ich das einfach akzeptieren sollte. Die meisten Leute in meinem Umfeld die Rad fahren machen das genauso - Kumpel aus dem Verein trinkt vor jeder Ausfahrt einen Kaffee und gut ist, der kommt auch an. Der denkt nicht über Fettstoffwechsel nach. Was du mit "Datenpunkte aus echten Einheiten" meinst - das leuchtet mir ein. Nur setzt das voraus dass man überhaupt anfängt, was aufzuschreiben. Ich hab nichtmal ein Trainingstagbuch. Strava läuft aber ich schau da eigentlich nur ob die Strecke gespeichert ist.
Zitat von markus_b82fährst du die komplett nüchtern oder mit Kohlenhydraten
Ehrlich gesagt - beides durcheinander, ohne Plan dahinter. Ich nehm meistens eine Banane vor dem Start und ein Gel in der Tasche für den Fall der Fälle. Ob das Sinn macht weiß ich nicht, das hab ich irgendwo aufgeschnappt und nie hinterfragt. Was mich bei deiner Frage aber mehr trifft als die Frage selbst: ich merke grad dass ich eigentlich keine einzige Variable in meinem Training wirklich bewusst gesetzt hab. Ich fahr wann ich Zeit hab, ich ess was grad da ist, ich nehm Betanio PLUS weil es im Regal stand. Kein Wunder dass ich nicht weiß was wirkt und was nicht. Das ist mir zu diffus um irgendetwas draus zu lernen. Und jetzt frag ich mich ob das überhaupt ein Problem ist oder ob ich das einfach akzeptieren sollte. Die meisten Leute in meinem Umfeld die Rad fahren machen das genauso - Kumpel aus dem Verein trinkt vor jeder Ausfahrt einen Kaffee und gut ist, der kommt auch an. Der denkt nicht über Fettstoffwechsel nach. Was du mit "Datenpunkte aus echten Einheiten" meinst - das leuchtet mir ein. Nur setzt das voraus dass man überhaupt anfängt, was aufzuschreiben. Ich hab nichtmal ein Trainingstagbuch. Strava läuft aber ich schau da eigentlich nur ob die Strecke gespeichert ist.
Zitat von markus_b82 am Juli 16, 2026, 19:00 Uhr@rote_socke_83
Zitat von rote_socke_83Strava läuft aber ich schau da eigentlich nur ob die Strecke gespeichert ist
Das kenn ich von früher, und ich sag dir: Strava hat deutlich mehr Daten als die meisten Leute rausholen. Herzfrequenz-Verlauf über die Einheit, Pace-Drops auf den letzten Kilometern - das ist kein perfektes Trainingstagbuch, aber es ist auch kein Nichts. Du hast die Daten schon, du schaust sie nur nicht an. Was mich an deinem letzten Beitrag aber eigentlich mehr beschäftigt ist der Kumpel mit dem Kaffee. Der "kommt auch an", ja. Aber die Frage ist ja nicht ob man ankommt, sondern ob man nach Kilometer 100 noch was in den Beinen hat oder ob man die letzten 20km nur noch verwaltet. Das ist der Unterschied. Nicht Ankommen vs. Nicht-Ankommen. Und nein, ich glaub nicht dass dein Ansatz ein Problem ist - solange du nicht erwartest, daraus Erkenntnisse zu ziehen. Das ist eigentlich der Punkt. Dein Kumpel erwartet das auch nicht, der trinkt Kaffee und fährt los. Du fragst dich ob Betanio PLUS wirkt und ob dein Nitrit-Peak noch steht. Das sind zwei verschiedene Spielweisen, und die zweite kostet mehr Kopfkapazität ohne zwingend mehr Ertrag. Was ich wirklich nicht weiß und dich fragen würde: merkst du nach deinen langen Einheiten einen Unterschied in der Erholung, je nachdem was du vorher gegessen hast? Nicht Leistung während der Fahrt, sondern danach. Das wär für mich ein einfacherer Datenpunkt als irgendwelche Nitrat-Überlegungen.
Zitat von rote_socke_83Strava läuft aber ich schau da eigentlich nur ob die Strecke gespeichert ist
Das kenn ich von früher, und ich sag dir: Strava hat deutlich mehr Daten als die meisten Leute rausholen. Herzfrequenz-Verlauf über die Einheit, Pace-Drops auf den letzten Kilometern - das ist kein perfektes Trainingstagbuch, aber es ist auch kein Nichts. Du hast die Daten schon, du schaust sie nur nicht an. Was mich an deinem letzten Beitrag aber eigentlich mehr beschäftigt ist der Kumpel mit dem Kaffee. Der "kommt auch an", ja. Aber die Frage ist ja nicht ob man ankommt, sondern ob man nach Kilometer 100 noch was in den Beinen hat oder ob man die letzten 20km nur noch verwaltet. Das ist der Unterschied. Nicht Ankommen vs. Nicht-Ankommen. Und nein, ich glaub nicht dass dein Ansatz ein Problem ist - solange du nicht erwartest, daraus Erkenntnisse zu ziehen. Das ist eigentlich der Punkt. Dein Kumpel erwartet das auch nicht, der trinkt Kaffee und fährt los. Du fragst dich ob Betanio PLUS wirkt und ob dein Nitrit-Peak noch steht. Das sind zwei verschiedene Spielweisen, und die zweite kostet mehr Kopfkapazität ohne zwingend mehr Ertrag. Was ich wirklich nicht weiß und dich fragen würde: merkst du nach deinen langen Einheiten einen Unterschied in der Erholung, je nachdem was du vorher gegessen hast? Nicht Leistung während der Fahrt, sondern danach. Das wär für mich ein einfacherer Datenpunkt als irgendwelche Nitrat-Überlegungen.
Zitat von rote_socke_83 am Juli 16, 2026, 19:20 Uhr@markus_b82
Zitat von markus_b82merkst du nach deinen langen Einheiten einen Unterschied in der Erholung je nachdem was du vorher gegessen hast
Das ist tatsächlich die erste Frage in diesem Thread wo ich kurz innegehalten hab. Weil: ja, ich glaub schon. Aber ich kann nicht sagen ob das Ernährung ist oder ob ich an manchen Tagen einfach schlechter geschlafen hab oder ob die Strecke hügeliger war. Es gibt Einheiten danach wo ich abends noch was tun kann und welche wo ich auf dem Sofa versacke. Ob da ein Muster drin steckt - keine Ahnung, ich hab nie hingeschaut. Was mich aber bei deiner Frage ein bisschen stört: du packst das als "einfacherer Datenpunkt" - aber Erholung ist doch genauso schwer zu greifen wie Leistung während der Fahrt. Wie misst du das? Ich hab kein Gefühl dafür ob ich "gut erholt" bin oder ob ich nur dachte, ich sei es. Schmerzen in den Beinen kenn ich, aber ob das von der Ernährung kommt oder davon dass ich zu faul war zum Dehnen, da bin ich ehrlich gesagt überfragt. Ich glaub das eigentliche Problem ist dass ich alles retrospektiv bewerte ohne irgendwas dokumentiert zu haben. Das ist so als würde ich in der Logistik sagen "irgendwie lief das letzte Woche besser" ohne die Kennzahlen anzuschauen. Das würde ich im Job nicht durchgehen lassen, beim Training mach ichs seit drei Jahren.
Zitat von markus_b82merkst du nach deinen langen Einheiten einen Unterschied in der Erholung je nachdem was du vorher gegessen hast
Das ist tatsächlich die erste Frage in diesem Thread wo ich kurz innegehalten hab. Weil: ja, ich glaub schon. Aber ich kann nicht sagen ob das Ernährung ist oder ob ich an manchen Tagen einfach schlechter geschlafen hab oder ob die Strecke hügeliger war. Es gibt Einheiten danach wo ich abends noch was tun kann und welche wo ich auf dem Sofa versacke. Ob da ein Muster drin steckt - keine Ahnung, ich hab nie hingeschaut. Was mich aber bei deiner Frage ein bisschen stört: du packst das als "einfacherer Datenpunkt" - aber Erholung ist doch genauso schwer zu greifen wie Leistung während der Fahrt. Wie misst du das? Ich hab kein Gefühl dafür ob ich "gut erholt" bin oder ob ich nur dachte, ich sei es. Schmerzen in den Beinen kenn ich, aber ob das von der Ernährung kommt oder davon dass ich zu faul war zum Dehnen, da bin ich ehrlich gesagt überfragt. Ich glaub das eigentliche Problem ist dass ich alles retrospektiv bewerte ohne irgendwas dokumentiert zu haben. Das ist so als würde ich in der Logistik sagen "irgendwie lief das letzte Woche besser" ohne die Kennzahlen anzuschauen. Das würde ich im Job nicht durchgehen lassen, beim Training mach ichs seit drei Jahren.