Rote Beete schälen - wie macht ihr das ohne auszusehen wie ein Mörder?
Zitat von rainer_w am September 10, 2026, 13:11 UhrZitat von n.feldDie Neugier-Schlosser-Analogie klingt gut aber Beete ist kein defektes Bauteil
fair point, aber da liegt auch der Unterschied - bei einer Maschine weiß ich genau was falsch ist. Bei Beete bin ich grad am Rumprobieren und weiß gar nicht was ich eigentlich will. Der Zitronensaft-Tipp ist konkret, das kann ich mir vorstellen, aber deine Frage vorher war hart - "entweder man macht es oder nicht". Das stimmt wahrscheinlich. Nur dass ich jetzt grad wirklich neugierig bin ob rohe Beete mit Zitrone anders schmeckt als das gekochte Zeug, und das ist keine Pflicht mehr sondern einfach... naja, Neugier eben. Das Komische ist - ich hab gerade mit meiner Tochter telefoniert, die ist Krankenschwester und hat mir erzählt dass in der Klinik die ganzen Patienten nach Herzop Saft trinken müssen, Rote-Beete-Saft und sowas. Die Typen kriegen den einfach vorgesetzt ob sie wollen oder nicht. Da hab ich gedacht - okay, das ist das Gegenteil von dem was ich mache. Ich hab Zeit zum Probieren, die haben keine. Vielleicht is das der Punkt warum mir das immer noch im Kopf rumspukt und ich's nächste Woche doch mit der Reibe versuche. Aber ehrlich gesagt, wenn der Zitronensaft nix bringt, dann is auch gut. Dann bleib ich bei Karotte und gut is.
Zitat von n.feldDie Neugier-Schlosser-Analogie klingt gut aber Beete ist kein defektes Bauteil
fair point, aber da liegt auch der Unterschied - bei einer Maschine weiß ich genau was falsch ist. Bei Beete bin ich grad am Rumprobieren und weiß gar nicht was ich eigentlich will. Der Zitronensaft-Tipp ist konkret, das kann ich mir vorstellen, aber deine Frage vorher war hart - "entweder man macht es oder nicht". Das stimmt wahrscheinlich. Nur dass ich jetzt grad wirklich neugierig bin ob rohe Beete mit Zitrone anders schmeckt als das gekochte Zeug, und das ist keine Pflicht mehr sondern einfach... naja, Neugier eben. Das Komische ist - ich hab gerade mit meiner Tochter telefoniert, die ist Krankenschwester und hat mir erzählt dass in der Klinik die ganzen Patienten nach Herzop Saft trinken müssen, Rote-Beete-Saft und sowas. Die Typen kriegen den einfach vorgesetzt ob sie wollen oder nicht. Da hab ich gedacht - okay, das ist das Gegenteil von dem was ich mache. Ich hab Zeit zum Probieren, die haben keine. Vielleicht is das der Punkt warum mir das immer noch im Kopf rumspukt und ich's nächste Woche doch mit der Reibe versuche. Aber ehrlich gesagt, wenn der Zitronensaft nix bringt, dann is auch gut. Dann bleib ich bei Karotte und gut is.
Zitat von rainer_w am September 10, 2026, 13:34 UhrZitat von rainer_wich hab Zeit zum Probieren, die haben keine
das hab ich grad nochmal gelesen und das trifft mich mehr als ich gedacht hätte, ehrlich. Meine Tochter hat das so nebenbei gesagt am Telefon, aber da steckt ja wat drin. Die Leute nach ner Herzop kriegen den Saft weil's ihnen nicht gut geht - und ich sitz hier und grüble ob mir das Gemüse schmeckt oder nicht, obwohl mir im Grunde nix fehlt. Das ist schon ne komische Situation. Was mich trotzdem beschäftigt - sie hat gesagt die Patienten *müssen* den Saft trinken. Ich würd gerne mal wissen ob die das freiwillig weitertrinken wenn sie wieder zuhause sind. Weil das wäre doch die eigentliche Frage, ne. Wenn jemand nach ner Herzop plötzlich Rote-Beete-Saft gerne trinkt dann hat der sich wahrscheinlich gar nicht mehr groß um den Geschmack gekümmert, der wollte einfach wieder auf die Beine kommen. Motivation ändert alles, das kenn ich noch aus der Schicht, wenn du weißt warum du was machst dann machst du das auch. Bei mir fehlt dieser Grund halt noch. @n.feld hat das eigentlich mit "entweder oder" schon richtig gesagt, ich will das nur nicht so stehen lassen weil's sich zu einfach anfühlt. Vielleicht ist das auch gar kein Kochproblem mehr sondern einfach die Frage was ich eigentlich von dem ganzen Rote-Beete-Kram will. Und das weiß ich nach diesem Thread immer noch nicht so genau.
Zitat von rainer_wich hab Zeit zum Probieren, die haben keine
das hab ich grad nochmal gelesen und das trifft mich mehr als ich gedacht hätte, ehrlich. Meine Tochter hat das so nebenbei gesagt am Telefon, aber da steckt ja wat drin. Die Leute nach ner Herzop kriegen den Saft weil's ihnen nicht gut geht - und ich sitz hier und grüble ob mir das Gemüse schmeckt oder nicht, obwohl mir im Grunde nix fehlt. Das ist schon ne komische Situation. Was mich trotzdem beschäftigt - sie hat gesagt die Patienten *müssen* den Saft trinken. Ich würd gerne mal wissen ob die das freiwillig weitertrinken wenn sie wieder zuhause sind. Weil das wäre doch die eigentliche Frage, ne. Wenn jemand nach ner Herzop plötzlich Rote-Beete-Saft gerne trinkt dann hat der sich wahrscheinlich gar nicht mehr groß um den Geschmack gekümmert, der wollte einfach wieder auf die Beine kommen. Motivation ändert alles, das kenn ich noch aus der Schicht, wenn du weißt warum du was machst dann machst du das auch. Bei mir fehlt dieser Grund halt noch. @n.feld hat das eigentlich mit "entweder oder" schon richtig gesagt, ich will das nur nicht so stehen lassen weil's sich zu einfach anfühlt. Vielleicht ist das auch gar kein Kochproblem mehr sondern einfach die Frage was ich eigentlich von dem ganzen Rote-Beete-Kram will. Und das weiß ich nach diesem Thread immer noch nicht so genau.
Zitat von n.feld am September 10, 2026, 13:57 UhrZitat von rainer_wich will das nur nicht so stehen lassen weil's sich zu einfach anfühlt
Das ist faktisch das ehrlichste was du in diesem Thread geschrieben hast. Aber ich glaub, du verwechselst da was. "Entweder oder" ist kein Urteil über dich, das ist nur eine Beobachtung. Du kannst das Ding wochenlang im Kopf drehen - ändert nichts daran, dass du irgendwann entweder zur Reibe greifst oder nicht. Was mich bei dem Herzop-Exkurs stört: Das ist keine verwertbare Analogie. Die Patienten trinken den Saft nicht weil Rote Beete gut schmeckt, die trinken ihn weil ein Arzt es anordnet und der Kontext Angst produziert. Das hat mit Geschmacksfindung nichts zu tun. Die Frage ob die das zuhause freiwillig weitertrinken - die würde ich auch gerne wissen, aber ich bezweifle dass die Antwort was über den Geschmack aussagt. Konkret gesagt: Wenn dir nach diesem Thread immer noch unklar ist was du von Roter Beete willst, dann ist das keine Frage der Motivation. Es ist einfach ein Gemüse, keine Lebensphilosophie. Ich mach das seit Jahren so - wenn ich gerade keine Lust drauf hab, kaufe ich es nicht. Kein Drama. Das Einzige was mich aus diesem ganzen Thread noch beschäftigt ist eigentlich die Sauerei-Frage vom Anfang, weil da war das Thema noch konkret. Holzbrett ist gelaufen, das ist klar. Aber ob du das unter fließendem Wasser schälst oder mit Handschuhen - das hängt davon ab wie oft du das überhaupt machst.
Zitat von rainer_wich will das nur nicht so stehen lassen weil's sich zu einfach anfühlt
Das ist faktisch das ehrlichste was du in diesem Thread geschrieben hast. Aber ich glaub, du verwechselst da was. "Entweder oder" ist kein Urteil über dich, das ist nur eine Beobachtung. Du kannst das Ding wochenlang im Kopf drehen - ändert nichts daran, dass du irgendwann entweder zur Reibe greifst oder nicht. Was mich bei dem Herzop-Exkurs stört: Das ist keine verwertbare Analogie. Die Patienten trinken den Saft nicht weil Rote Beete gut schmeckt, die trinken ihn weil ein Arzt es anordnet und der Kontext Angst produziert. Das hat mit Geschmacksfindung nichts zu tun. Die Frage ob die das zuhause freiwillig weitertrinken - die würde ich auch gerne wissen, aber ich bezweifle dass die Antwort was über den Geschmack aussagt. Konkret gesagt: Wenn dir nach diesem Thread immer noch unklar ist was du von Roter Beete willst, dann ist das keine Frage der Motivation. Es ist einfach ein Gemüse, keine Lebensphilosophie. Ich mach das seit Jahren so - wenn ich gerade keine Lust drauf hab, kaufe ich es nicht. Kein Drama. Das Einzige was mich aus diesem ganzen Thread noch beschäftigt ist eigentlich die Sauerei-Frage vom Anfang, weil da war das Thema noch konkret. Holzbrett ist gelaufen, das ist klar. Aber ob du das unter fließendem Wasser schälst oder mit Handschuhen - das hängt davon ab wie oft du das überhaupt machst.
Zitat von rainer_w am September 10, 2026, 14:15 UhrZitat von n.feldDas ist kein Kochproblem mehr sondern einfach ein Gemüse, keine Lebensphilosophie
ja, da hast du recht, und das nervt mich ein bisschen dass du recht hast. Weil das genau der Satz ist der mir gefehlt hat um aufzuhören damit. Aber wat mich bei deinem letzten Beitrag doch noch kurz aufhält - du schreibst, ob ich das unter fließendem Wasser schäle oder mit Handschuhen hängt davon ab wie oft ich das überhaupt mache. Und das ist eigentlich die einzige Frage die hier noch offen ist, mal ehrlich. Nicht ob mir's schmeckt, nicht warum, sondern wie oft. Ich hab's einmal gemacht. Einmal ist kein Maßstab, das weiß ich aus 35 Jahren Werkstatt - wenn du eine Schweißnaht einmal versaut hast sagst du auch nicht "ich kann nicht schweißen". Du machst es nochmal und guckst ob's wieder passiert. Also konkret: nächste Woche kommt die Reibe dran, Zitronensaft dazu, und dann hab ich zumindest zwei Datenpunkte. Und wenn mir das immer noch so mittelprächtig vorkommt wie beim ersten Mal - dann kaufe ich mir Einmalhandschuhe und das ist dann auch mein letzter Rote-Beete-Ausflug für die nächste Zeit. Die gibt's ja bei Rewe in so nem kleinen Zehnerpack, hab ich heute beim Vorbeigehen gesehen. Hätt ich früher dran denken können. Das Holzbrett bleibt übrigens rosa. Hab's heute morgen nochmal mit Zitronensäure versucht, nix. Ist jetzt halt Charakter.
Zitat von n.feldDas ist kein Kochproblem mehr sondern einfach ein Gemüse, keine Lebensphilosophie
ja, da hast du recht, und das nervt mich ein bisschen dass du recht hast. Weil das genau der Satz ist der mir gefehlt hat um aufzuhören damit. Aber wat mich bei deinem letzten Beitrag doch noch kurz aufhält - du schreibst, ob ich das unter fließendem Wasser schäle oder mit Handschuhen hängt davon ab wie oft ich das überhaupt mache. Und das ist eigentlich die einzige Frage die hier noch offen ist, mal ehrlich. Nicht ob mir's schmeckt, nicht warum, sondern wie oft. Ich hab's einmal gemacht. Einmal ist kein Maßstab, das weiß ich aus 35 Jahren Werkstatt - wenn du eine Schweißnaht einmal versaut hast sagst du auch nicht "ich kann nicht schweißen". Du machst es nochmal und guckst ob's wieder passiert. Also konkret: nächste Woche kommt die Reibe dran, Zitronensaft dazu, und dann hab ich zumindest zwei Datenpunkte. Und wenn mir das immer noch so mittelprächtig vorkommt wie beim ersten Mal - dann kaufe ich mir Einmalhandschuhe und das ist dann auch mein letzter Rote-Beete-Ausflug für die nächste Zeit. Die gibt's ja bei Rewe in so nem kleinen Zehnerpack, hab ich heute beim Vorbeigehen gesehen. Hätt ich früher dran denken können. Das Holzbrett bleibt übrigens rosa. Hab's heute morgen nochmal mit Zitronensäure versucht, nix. Ist jetzt halt Charakter.