Rote Beete schälen – lohnt sich das Vorkochen oder lieber roh ran?
Zitat von markus_hh88 am August 12, 2026, 01:15 UhrIch stehe gerade in der Küche und überlege, wie ich das angehen soll. Habe heute Abend Zeit und will endlich mal eine größere Menge verarbeiten - teils zum Einlegen, teils einfach als Beilage für die Woche. Die Frage ist: Schäle ich die Knollen roh, was eine ziemlich klebrig-rote Angelegenheit ist, oder koche ich sie erstmal vor und schiebe dann die Schale ab? Ich hab beides schon gemacht. Roh schälen geht mit einem guten Sparschäler eigentlich okay, aber die Flecken sind halt Programm - Handschuhe lösen das im Wesentlichen, ja, aber das Schneidebrett sieht danach aus wie ein Unfallort. Vorgegart lässt sich die Schale fast von selbst abziehen, das ist deutlich sauberer. Der Nachteil: Man verliert dabei etwas Kontrolle über den Garpunkt, weil man ja nicht weiß, wie lange man sie danach noch braucht. Aus meiner Erfahrung - beruflich wie privat - gibt es bei Gemüse immer diesen Trade-off zwischen Aufwand und Ergebnis, den die meisten Leute entweder komplett ignorieren oder maßlos übertreiben. Ich bin da pragmatisch: Wenn es keinen messbaren Unterschied macht, nehme ich den einfacheren Weg. Was ich aber wirklich noch nicht einschätzen kann: Gehen beim Vorkochen relevante wasserlösliche Verbindungen verloren? Bei Nitrat zum Beispiel ist das keine triviale Frage. Ich hab da bisher keine vernünftige Quelle gefunden, die das für Rote Beete spezifisch aufdröselt - die meisten Artikel sind entweder sehr allgemein gehalten oder kommen von Supplement-Seiten, was ich direkt ignoriere. Hat jemand hier damit praktische Erfahrung gesammelt oder kennt zufällig eine Studie dazu? Wäre auch interessant zu wissen, ob das Kochwasser dann eigentlich noch irgendwie nutzbar ist - wegschütten fühlt sich jedenfalls falsch an bei dem tiefroten Zeug.
Ich stehe gerade in der Küche und überlege, wie ich das angehen soll. Habe heute Abend Zeit und will endlich mal eine größere Menge verarbeiten - teils zum Einlegen, teils einfach als Beilage für die Woche. Die Frage ist: Schäle ich die Knollen roh, was eine ziemlich klebrig-rote Angelegenheit ist, oder koche ich sie erstmal vor und schiebe dann die Schale ab? Ich hab beides schon gemacht. Roh schälen geht mit einem guten Sparschäler eigentlich okay, aber die Flecken sind halt Programm - Handschuhe lösen das im Wesentlichen, ja, aber das Schneidebrett sieht danach aus wie ein Unfallort. Vorgegart lässt sich die Schale fast von selbst abziehen, das ist deutlich sauberer. Der Nachteil: Man verliert dabei etwas Kontrolle über den Garpunkt, weil man ja nicht weiß, wie lange man sie danach noch braucht. Aus meiner Erfahrung - beruflich wie privat - gibt es bei Gemüse immer diesen Trade-off zwischen Aufwand und Ergebnis, den die meisten Leute entweder komplett ignorieren oder maßlos übertreiben. Ich bin da pragmatisch: Wenn es keinen messbaren Unterschied macht, nehme ich den einfacheren Weg. Was ich aber wirklich noch nicht einschätzen kann: Gehen beim Vorkochen relevante wasserlösliche Verbindungen verloren? Bei Nitrat zum Beispiel ist das keine triviale Frage. Ich hab da bisher keine vernünftige Quelle gefunden, die das für Rote Beete spezifisch aufdröselt - die meisten Artikel sind entweder sehr allgemein gehalten oder kommen von Supplement-Seiten, was ich direkt ignoriere. Hat jemand hier damit praktische Erfahrung gesammelt oder kennt zufällig eine Studie dazu? Wäre auch interessant zu wissen, ob das Kochwasser dann eigentlich noch irgendwie nutzbar ist - wegschütten fühlt sich jedenfalls falsch an bei dem tiefroten Zeug.
Zitat von leni_k am August 12, 2026, 02:11 UhrZitat von markus_hh88Gehen beim Vorkochen relevante wasserlösliche Verbindungen verloren?
das hab ich mich auch schon gefragt, ehrlich gesagt. Ich bin halt kein Ernährungswissenschafter aber meine Sportphysiotherapeutin hat mal am Rande erwähnt, dass Nitrat tatsächlich relativ hitzeempfindlich ist und ins Kochwasser übergeht. Wie viel genau - keine Ahnung, sie hat das auch nicht beziffert. Was mich bei deinem Post aber mehr beschäftigt: das Kochwasser wegschütten wäre ich auch nicht. Ich hab das früher mal als Basis für eine schnelle Suppe verwendet, einfach mit etwas Brühe aufgegossen, Ingwer rein. War überraschend gut. Nicht spektakulär aber gut genug dass ich's nochmal gemacht hab. @markus_hh88 die Frage nach dem Garpunkt finde ich eigentlich interessanter als die Schäl-Frage. Wenn ich vorkochen will und nachher noch röste oder in einer Pfanne karamelisiere, dann soll die Knolle ja nicht schon durch sein. Ich mach das so: kurz vorkochen bis die Schale sich löst, aber der Kern noch leicht fest ist. Braucht ein bisschen Gefühl aber das kommt. Roh schälen tu ich eigentlich nur wenn ich Carpaccio machen will weil die Scheiben dann wirklich gleichmäßig werden. Für alles andere - vorkochen passt.
Zitat von markus_hh88Gehen beim Vorkochen relevante wasserlösliche Verbindungen verloren?
das hab ich mich auch schon gefragt, ehrlich gesagt. Ich bin halt kein Ernährungswissenschafter aber meine Sportphysiotherapeutin hat mal am Rande erwähnt, dass Nitrat tatsächlich relativ hitzeempfindlich ist und ins Kochwasser übergeht. Wie viel genau - keine Ahnung, sie hat das auch nicht beziffert. Was mich bei deinem Post aber mehr beschäftigt: das Kochwasser wegschütten wäre ich auch nicht. Ich hab das früher mal als Basis für eine schnelle Suppe verwendet, einfach mit etwas Brühe aufgegossen, Ingwer rein. War überraschend gut. Nicht spektakulär aber gut genug dass ich's nochmal gemacht hab. @markus_hh88 die Frage nach dem Garpunkt finde ich eigentlich interessanter als die Schäl-Frage. Wenn ich vorkochen will und nachher noch röste oder in einer Pfanne karamelisiere, dann soll die Knolle ja nicht schon durch sein. Ich mach das so: kurz vorkochen bis die Schale sich löst, aber der Kern noch leicht fest ist. Braucht ein bisschen Gefühl aber das kommt. Roh schälen tu ich eigentlich nur wenn ich Carpaccio machen will weil die Scheiben dann wirklich gleichmäßig werden. Für alles andere - vorkochen passt.
Zitat von markus_hh88 am August 12, 2026, 03:04 UhrZitat von leni_kkurz vorkochen bis die Schale sich löst, aber der Kern noch leicht fest ist
Ja, genau das ist der Punkt, den ich bisher zu wenig kontrolliert habe. Ich hab das immer eher nach Gefühl gemacht und dann gemerkt, dass die Knolle beim Weiterverarbeiten schon zu weit war. Das kostet Textur, gerade wenn man danach noch in der Pfanne arbeitet. @leni_k was du über deine Physiotherapeutin sagst - deckt sich ungefähr mit dem, was ich aus einer Metaanalyse zur Bioverfügbarkeit von Nitrat aus Gemüse kenne, die ich vor ein paar Monaten quergelesen hab. Der Verlust ins Kochwasser ist real, wird aber in manchen Quellen auch überschätzt. Es kommt wohl auf die Kochzeit und die Wassermenge an - lange in viel Wasser ist schlechter als kurz in wenig. Was interessanterweise kaum diskutiert wird: Dämpfen statt kochen könnte da einen Unterschied machen, weil das Gemüse dann nicht direkt im Wasser liegt. Ich hab das selbst noch nicht systematisch verglichen, aber rein mechanistisch macht das Sinn. Draußen ist es gerade noch angenehm warm für August, fällt mir auf. Die Kochwasser-als-Suppe-Idee find ich eigentlich naheliegend - wenn das Nitrat da rausgeht, ist es ja immerhin nicht weg. Ob man das wirklich quantitativ sinnvoll nutzen kann oder ob das eher ein "fühlt sich besser an als wegschütten" ist, weiß ich nicht.
Zitat von leni_kkurz vorkochen bis die Schale sich löst, aber der Kern noch leicht fest ist
Ja, genau das ist der Punkt, den ich bisher zu wenig kontrolliert habe. Ich hab das immer eher nach Gefühl gemacht und dann gemerkt, dass die Knolle beim Weiterverarbeiten schon zu weit war. Das kostet Textur, gerade wenn man danach noch in der Pfanne arbeitet. @leni_k was du über deine Physiotherapeutin sagst - deckt sich ungefähr mit dem, was ich aus einer Metaanalyse zur Bioverfügbarkeit von Nitrat aus Gemüse kenne, die ich vor ein paar Monaten quergelesen hab. Der Verlust ins Kochwasser ist real, wird aber in manchen Quellen auch überschätzt. Es kommt wohl auf die Kochzeit und die Wassermenge an - lange in viel Wasser ist schlechter als kurz in wenig. Was interessanterweise kaum diskutiert wird: Dämpfen statt kochen könnte da einen Unterschied machen, weil das Gemüse dann nicht direkt im Wasser liegt. Ich hab das selbst noch nicht systematisch verglichen, aber rein mechanistisch macht das Sinn. Draußen ist es gerade noch angenehm warm für August, fällt mir auf. Die Kochwasser-als-Suppe-Idee find ich eigentlich naheliegend - wenn das Nitrat da rausgeht, ist es ja immerhin nicht weg. Ob man das wirklich quantitativ sinnvoll nutzen kann oder ob das eher ein "fühlt sich besser an als wegschütten" ist, weiß ich nicht.
Zitat von elvira_k am August 12, 2026, 06:40 Uhr@markus_hh88 das mit dem Dämpfen statt Kochen finde ich tatsächlich einen interessanten Gedanken, den ich so noch nicht durchdacht habe. In meinem Garten mache ich das bisher immer klassisch - also kochen in reichlich Salzwasser - weil ich dachte, das ist einfach die bewährte Methode. Aber Sie sprechen da was an, das mich neugierig macht. Eine Frage dazu: Wenn ich dampfe statt koche, wie lange brauchen die Knollen denn ungefähr, bis die Schale sich löst? Das ist ja das entscheidende Kriterium, ob die Vorbereitung überhaupt praktikabel ist. Beim Kochen weiß ich mittlerweile ungefähr, wann es so weit ist - das war einfach eine Sache von mehrmals ausprobieren. Beim Dämpfen müsste ich das erst rausfinden, und mein Hausarzt hat mir ja geraten, regelmäßig Rote Beete zu essen, da möchte ich schon sichergehen, dass ich nicht unnötig lange herumexperimentiere. Was @leni_k über das Kochwasser sagt - das mit der Suppe - das mache ich auch manchmal, nur eben eher intuitiv. Dass da tatsächlich Nitrat drin sein könnte statt einfach nur weg zu sein, ergibt Sinn. Ich habe das bisher mehr als "schade, das Zeug wegzuschütten" gesehen als wirklich bewusst genutzt.
@markus_hh88 das mit dem Dämpfen statt Kochen finde ich tatsächlich einen interessanten Gedanken, den ich so noch nicht durchdacht habe. In meinem Garten mache ich das bisher immer klassisch - also kochen in reichlich Salzwasser - weil ich dachte, das ist einfach die bewährte Methode. Aber Sie sprechen da was an, das mich neugierig macht. Eine Frage dazu: Wenn ich dampfe statt koche, wie lange brauchen die Knollen denn ungefähr, bis die Schale sich löst? Das ist ja das entscheidende Kriterium, ob die Vorbereitung überhaupt praktikabel ist. Beim Kochen weiß ich mittlerweile ungefähr, wann es so weit ist - das war einfach eine Sache von mehrmals ausprobieren. Beim Dämpfen müsste ich das erst rausfinden, und mein Hausarzt hat mir ja geraten, regelmäßig Rote Beete zu essen, da möchte ich schon sichergehen, dass ich nicht unnötig lange herumexperimentiere. Was @leni_k über das Kochwasser sagt - das mit der Suppe - das mache ich auch manchmal, nur eben eher intuitiv. Dass da tatsächlich Nitrat drin sein könnte statt einfach nur weg zu sein, ergibt Sinn. Ich habe das bisher mehr als "schade, das Zeug wegzuschütten" gesehen als wirklich bewusst genutzt.
Zitat von markus_hh88 am August 12, 2026, 07:10 UhrZitat von elvira_kwie lange brauchen die Knollen denn ungefähr, bis die Schale sich löst
Das ist schwer pauschal zu sagen, weil die Größe der Knollen so einen Unterschied macht. Aus meiner Erfahrung würde ich sagen: mittelgroße Knollen brauchen im Dampfgarer grob 40-50 Minuten, bis die Schale sich wirklich problemlos abziehen lässt - das ist länger als viele erwarten. Beim klassischen Kochen geht das schneller, weil Wasser die Wärme besser überträgt als Dampf. Der Vorteil beim Dämpfen ist halt, dass man nicht aktiv aufpassen muss ob Wasser nachgefüllt werden müsste. Einen wirklich validen direkten Vergleich - Nitratgehalt nach Dämpfen vs. Kochen, gleiche Knolle, gleiche Zeit - hab ich bisher nicht gefunden. Es gibt Studien zu Gemüse allgemein, da ist Dampfgaren meist günstiger, aber Rote Beete spezifisch ist dünn dokumentiert. Was mich bei @elvira_k aber eher neugierig macht: Ihr Hausarzt hat Rote Beete empfohlen - aus welchem Grund? Wenn es um den Blutdruck geht, ist Nitrat tatsächlich der relevante Mechanismus und da wäre die Zubereitungsfrage nicht ganz trivial. Wenn es einfach "mehr Gemüse" war, ist das weniger relevant. Das klingt vielleicht etwas direkt, aber ich frag das weil ich beruflich merke, dass Empfehlungen aus der Hausarztpraxis zu Ernährung oft sehr allgemein gehalten sind und dann Patienten anfangen, sich über Details Gedanken zu machen die für ihren konkreten Fall gar nicht entscheidend sind.
Zitat von elvira_kwie lange brauchen die Knollen denn ungefähr, bis die Schale sich löst
Das ist schwer pauschal zu sagen, weil die Größe der Knollen so einen Unterschied macht. Aus meiner Erfahrung würde ich sagen: mittelgroße Knollen brauchen im Dampfgarer grob 40-50 Minuten, bis die Schale sich wirklich problemlos abziehen lässt - das ist länger als viele erwarten. Beim klassischen Kochen geht das schneller, weil Wasser die Wärme besser überträgt als Dampf. Der Vorteil beim Dämpfen ist halt, dass man nicht aktiv aufpassen muss ob Wasser nachgefüllt werden müsste. Einen wirklich validen direkten Vergleich - Nitratgehalt nach Dämpfen vs. Kochen, gleiche Knolle, gleiche Zeit - hab ich bisher nicht gefunden. Es gibt Studien zu Gemüse allgemein, da ist Dampfgaren meist günstiger, aber Rote Beete spezifisch ist dünn dokumentiert. Was mich bei @elvira_k aber eher neugierig macht: Ihr Hausarzt hat Rote Beete empfohlen - aus welchem Grund? Wenn es um den Blutdruck geht, ist Nitrat tatsächlich der relevante Mechanismus und da wäre die Zubereitungsfrage nicht ganz trivial. Wenn es einfach "mehr Gemüse" war, ist das weniger relevant. Das klingt vielleicht etwas direkt, aber ich frag das weil ich beruflich merke, dass Empfehlungen aus der Hausarztpraxis zu Ernährung oft sehr allgemein gehalten sind und dann Patienten anfangen, sich über Details Gedanken zu machen die für ihren konkreten Fall gar nicht entscheidend sind.
Zitat von elvira_k am August 12, 2026, 07:20 UhrAh, @markus_hh88, jetzt verstehe ich besser, worauf Sie hinauswollen. Der Hausarzt hat mir geraten, regelmäßig Rote Beete zu essen, und ja, es geht tatsächlich um den Blutdruck - das mit dem Nitrat und der Gefäßfunktion, das hat er auch erwähnt. Insofern haben Sie völlig recht, dass die Zubereitung dann nicht ganz unwichtig ist.
Zitat von markus_hh8840-50 Minuten im Dampfgarer
- das ist ja deutlich länger als ich gedacht hätte. Ehrlich gesagt bin ich skeptisch, ob ich mir den Aufwand für einen längeren Garzeiten-Prozess antue, nur um möglicherweise ein bisschen mehr Nitrat zu halten. Mein Hausarzt hat mir nicht gesagt, dass ich die Knollen ganz spezifisch zubereiten muss, sondern einfach regelmäßig essen soll. Da frage ich mich: Ist der Unterschied zwischen Kochen und Dämpfen wirklich so groß, dass es merklich auf meinen Blutdruck ankommt? Oder bin ich gerade dabei, ein Problem zu konstruieren, das gar nicht so relevant ist? Was mich aber neugierig macht - Sie haben erwähnt, dass beim Kochen die Wärmeleitung besser ist. Das bedeutet ja auch dass die Garzeit kürzer ist. Könnte ich nicht einfach kürzer kochen, mit weniger Wasser, statt zu dämpfen? Das wäre für mich praktisch deutlich unkomplizierter, und wenn es um Nitrat geht, könnte weniger Zeit im Wasser ja auch helfen, oder?
Ah, @markus_hh88, jetzt verstehe ich besser, worauf Sie hinauswollen. Der Hausarzt hat mir geraten, regelmäßig Rote Beete zu essen, und ja, es geht tatsächlich um den Blutdruck - das mit dem Nitrat und der Gefäßfunktion, das hat er auch erwähnt. Insofern haben Sie völlig recht, dass die Zubereitung dann nicht ganz unwichtig ist.
Zitat von markus_hh8840-50 Minuten im Dampfgarer
- das ist ja deutlich länger als ich gedacht hätte. Ehrlich gesagt bin ich skeptisch, ob ich mir den Aufwand für einen längeren Garzeiten-Prozess antue, nur um möglicherweise ein bisschen mehr Nitrat zu halten. Mein Hausarzt hat mir nicht gesagt, dass ich die Knollen ganz spezifisch zubereiten muss, sondern einfach regelmäßig essen soll. Da frage ich mich: Ist der Unterschied zwischen Kochen und Dämpfen wirklich so groß, dass es merklich auf meinen Blutdruck ankommt? Oder bin ich gerade dabei, ein Problem zu konstruieren, das gar nicht so relevant ist? Was mich aber neugierig macht - Sie haben erwähnt, dass beim Kochen die Wärmeleitung besser ist. Das bedeutet ja auch dass die Garzeit kürzer ist. Könnte ich nicht einfach kürzer kochen, mit weniger Wasser, statt zu dämpfen? Das wäre für mich praktisch deutlich unkomplizierter, und wenn es um Nitrat geht, könnte weniger Zeit im Wasser ja auch helfen, oder?
Zitat von markus_hh88 am August 12, 2026, 07:30 UhrZitat von elvira_kKönnte ich nicht einfach kürzer kochen, mit weniger Wasser
@elvira_k ja, das ist eigentlich der pragmatischste Ansatz - und ich würde sagen: realistisch betrachtet macht das mehr Sinn als auf Dämpfen umzusteigen, wenn Sie das nicht gewohnt sind. Wenig Wasser, kürzere Zeit, Schale noch leicht fest - das trifft ungefähr das, was ich selbst inzwischen mache. Was ich aber noch ergänzen wollte, weil es mich bei Ihrer Frage nach dem Blutdruck tatsächlich beschäftigt: Der Nitrat-Effekt bei Roter Beete ist real, aber er ist dosisabhängig. Die meisten Studien, die ich kenne - Hobson et al. ist da häufig zitiert - arbeiten mit Mengen von 300-500ml konzentriertem Saft täglich. Das ist eine andere Hausnummer als eine Portion Rote Beete zur Beilage zweimal die Woche. Ich will das nicht kleinreden, aber der Hausarzt-Rat "iss regelmäßig Rote Beete" klingt für mich nach allgemeiner Gemüseempfehlung, nicht nach gezielter Nitrat-Supplementierung. Ob Sie da kochen oder dämpfen, dürfte den Effekt kaum verschieben. Was mich bei der ganzen Diskussion hier mehr interessiert wäre eigentlich: Wie viel essen Sie denn aktuell? Und in welcher Form - als Beilage, roh, als Saft?
Zitat von elvira_kKönnte ich nicht einfach kürzer kochen, mit weniger Wasser
@elvira_k ja, das ist eigentlich der pragmatischste Ansatz - und ich würde sagen: realistisch betrachtet macht das mehr Sinn als auf Dämpfen umzusteigen, wenn Sie das nicht gewohnt sind. Wenig Wasser, kürzere Zeit, Schale noch leicht fest - das trifft ungefähr das, was ich selbst inzwischen mache. Was ich aber noch ergänzen wollte, weil es mich bei Ihrer Frage nach dem Blutdruck tatsächlich beschäftigt: Der Nitrat-Effekt bei Roter Beete ist real, aber er ist dosisabhängig. Die meisten Studien, die ich kenne - Hobson et al. ist da häufig zitiert - arbeiten mit Mengen von 300-500ml konzentriertem Saft täglich. Das ist eine andere Hausnummer als eine Portion Rote Beete zur Beilage zweimal die Woche. Ich will das nicht kleinreden, aber der Hausarzt-Rat "iss regelmäßig Rote Beete" klingt für mich nach allgemeiner Gemüseempfehlung, nicht nach gezielter Nitrat-Supplementierung. Ob Sie da kochen oder dämpfen, dürfte den Effekt kaum verschieben. Was mich bei der ganzen Diskussion hier mehr interessiert wäre eigentlich: Wie viel essen Sie denn aktuell? Und in welcher Form - als Beilage, roh, als Saft?
Zitat von elvira_k am August 12, 2026, 08:02 Uhr@markus_hh88, das ist eine gute Frage, und ich muss ehrlich sagen, dass ich da selbst nicht so genau hingeschaut habe. Ich esse die Rote Beete aus meinem Garten eigentlich eher zweimal die Woche als Beilage - gekocht natürlich, weil das einfach praktischer ist. Manchmal auch in einem Salat mit Zwiebeln und Dill, den ich dann haltbar mache. Saft trinke ich nicht, das wäre mir viel zu süß und ehrlich gesagt auch zu aufwändig zum Pressen.
Zitat von markus_hh88Ob Sie da kochen oder dämpfen, dürfte den Effekt kaum verschieben
- ja, das beruhigt mich irgendwie. Ich glaube, Sie haben da einen wichtigen Punkt getroffen, den ich übersehen habe. Mein Hausarzt hat mir nicht gesagt, ich soll täglich einen halben Liter Saft trinken, sondern einfach regelmäßig Rote Beete essen. Das ist dann wohl eher die allgemeine Gemüse-Geschichte, wie Sie sagen. Was mich aber neugierig macht - und das stelle ich mir gerade vor in meiner Küche - wenn ich weniger Wasser nehme und kürzer koche, verliere ich dann nicht auch schneller den Überblick, wann die Schale abzuziehen ist? Bei meiner üblichen Methode mit reichlich Wasser habe ich ein bisschen mehr Zeit zum Reagieren, wenn ich merke, dass es gleich zu lange wird. Mit weniger Wasser geht das wahrscheinlich schneller vorbei, oder täusche ich mich da?
@markus_hh88, das ist eine gute Frage, und ich muss ehrlich sagen, dass ich da selbst nicht so genau hingeschaut habe. Ich esse die Rote Beete aus meinem Garten eigentlich eher zweimal die Woche als Beilage - gekocht natürlich, weil das einfach praktischer ist. Manchmal auch in einem Salat mit Zwiebeln und Dill, den ich dann haltbar mache. Saft trinke ich nicht, das wäre mir viel zu süß und ehrlich gesagt auch zu aufwändig zum Pressen.
Zitat von markus_hh88Ob Sie da kochen oder dämpfen, dürfte den Effekt kaum verschieben
- ja, das beruhigt mich irgendwie. Ich glaube, Sie haben da einen wichtigen Punkt getroffen, den ich übersehen habe. Mein Hausarzt hat mir nicht gesagt, ich soll täglich einen halben Liter Saft trinken, sondern einfach regelmäßig Rote Beete essen. Das ist dann wohl eher die allgemeine Gemüse-Geschichte, wie Sie sagen. Was mich aber neugierig macht - und das stelle ich mir gerade vor in meiner Küche - wenn ich weniger Wasser nehme und kürzer koche, verliere ich dann nicht auch schneller den Überblick, wann die Schale abzuziehen ist? Bei meiner üblichen Methode mit reichlich Wasser habe ich ein bisschen mehr Zeit zum Reagieren, wenn ich merke, dass es gleich zu lange wird. Mit weniger Wasser geht das wahrscheinlich schneller vorbei, oder täusche ich mich da?
Zitat von markus_hh88 am August 12, 2026, 08:15 UhrZitat von elvira_kverliere ich dann nicht auch schneller den Überblick, wann die Schale abzuziehen ist
@elvira_k das täuschen Sie sich nicht, das ist ein realer Unterschied. Weniger Wasser bedeutet, dass der Temperaturabfall nach dem Abgießen schneller passiert und man etwas zügiger ran muss. Aber ich würde das nicht überbewerten - die Schale lässt sich auch noch problemlos abziehen, wenn die Knolle schon etwas abgekühlt ist. Das ist kein Fünf-Sekunden-Fenster. Was ich aber noch nicht erwähnt habe und was mir bei Ihrer Beschreibung auffällt: Sie machen das ja mit Gartenware, also mit Knollen, die wahrscheinlich unterschiedlich groß sind. Das ist eigentlich der größere Unsicherheitsfaktor als die Wassermenge. Ich hab das selbst auch lange unterschätzt - eine kleine Knolle neben einer großen im gleichen Topf, das geht nicht auf. Die eine ist fertig, die andere braucht noch zehn Minuten. Wenn Sie die Möglichkeit haben, nach Größe zu sortieren und getrennt zu garen, macht das mehr Unterschied als die meisten anderen Variablen hier im Thread zusammen. Ob das bei Ihrer Menge realistisch ist, weiß ich natürlich nicht.
Zitat von elvira_kverliere ich dann nicht auch schneller den Überblick, wann die Schale abzuziehen ist
@elvira_k das täuschen Sie sich nicht, das ist ein realer Unterschied. Weniger Wasser bedeutet, dass der Temperaturabfall nach dem Abgießen schneller passiert und man etwas zügiger ran muss. Aber ich würde das nicht überbewerten - die Schale lässt sich auch noch problemlos abziehen, wenn die Knolle schon etwas abgekühlt ist. Das ist kein Fünf-Sekunden-Fenster. Was ich aber noch nicht erwähnt habe und was mir bei Ihrer Beschreibung auffällt: Sie machen das ja mit Gartenware, also mit Knollen, die wahrscheinlich unterschiedlich groß sind. Das ist eigentlich der größere Unsicherheitsfaktor als die Wassermenge. Ich hab das selbst auch lange unterschätzt - eine kleine Knolle neben einer großen im gleichen Topf, das geht nicht auf. Die eine ist fertig, die andere braucht noch zehn Minuten. Wenn Sie die Möglichkeit haben, nach Größe zu sortieren und getrennt zu garen, macht das mehr Unterschied als die meisten anderen Variablen hier im Thread zusammen. Ob das bei Ihrer Menge realistisch ist, weiß ich natürlich nicht.
Zitat von elvira_k am August 12, 2026, 08:42 Uhr@markus_hh88, das mit dem Sortieren nach Größe - das ist mir tatsächlich noch nie so bewusst in den Sinn gekommen, obwohl es eigentlich offensichtlich sein sollte. Ich habe da einfach immer alles zusammen in den Topf geworfen und gehofft, dass es passt. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich dann öfter das Problem, dass die kleineren Knollen schon fast zerfallen, während die großen noch fest sind. Das habe ich bisher eher als Materialverschwendung akzeptiert als es zu vermeiden. Nächstes Jahr werde ich das anders machen - das ist eine einfache Sache, die ich sofort umsetzen kann. In meinem Garten habe ich eh genug Zeit beim Ernten die Knollen nach Größe zu trennen bevor sie in den Topf gehen. Was mich aber noch interessiert: Wenn ich das mache und beispielsweise die kleinen und großen Portionen zeitversetzt gare, kann ich dann das Kochwasser von den ersten für die zweiten Portion noch verwenden oder sollte ich frisches nehmen? Oder ist das überhaupt keine praktische Überlegung, weil das Wasser nach einmal kochen schon zu viel von den Nährstoffen verloren hat?
@markus_hh88, das mit dem Sortieren nach Größe - das ist mir tatsächlich noch nie so bewusst in den Sinn gekommen, obwohl es eigentlich offensichtlich sein sollte. Ich habe da einfach immer alles zusammen in den Topf geworfen und gehofft, dass es passt. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich dann öfter das Problem, dass die kleineren Knollen schon fast zerfallen, während die großen noch fest sind. Das habe ich bisher eher als Materialverschwendung akzeptiert als es zu vermeiden. Nächstes Jahr werde ich das anders machen - das ist eine einfache Sache, die ich sofort umsetzen kann. In meinem Garten habe ich eh genug Zeit beim Ernten die Knollen nach Größe zu trennen bevor sie in den Topf gehen. Was mich aber noch interessiert: Wenn ich das mache und beispielsweise die kleinen und großen Portionen zeitversetzt gare, kann ich dann das Kochwasser von den ersten für die zweiten Portion noch verwenden oder sollte ich frisches nehmen? Oder ist das überhaupt keine praktische Überlegung, weil das Wasser nach einmal kochen schon zu viel von den Nährstoffen verloren hat?