Rote Beete Saft vs. frisches Gemüse - lohnt sich der Hype?
Zitat von rainer_w64 am Juli 23, 2026, 16:16 UhrZitat von fk_1988ist das ja fast schon fahrlässig von der ärztlichen Seite
also ich sag dir - das kenn ich. mein Arzt hat mir vor zwei Jahren auch nur gesagt "Blutdruck zu hoch, Tabletten oder Ernährung, Ihre Entscheidung" und dann war der Termin rum. Kein Wort wie man richtig misst, nix. Hab mir das dann selbst zusammengesucht. @markus_hh88 der Punkt mit dem gleichen Arm hat mich jetzt aber wirklich erwischt. ich hab immer abgewechselt weil ich dachte das ist genauer so. war das falsch? und zu der Frage ob der Arzt schuld ist - ich würd das nicht so nennen. der hat zehn Minuten und zwanzig Patienten hinter ihm. der erklärt nicht jeden Handgriff. das ist die Realität, echt jetzt. aber genau deshalb sitzt man dann zuhause und googelt ob Rote Beete was bringt. so bin ich ja auch hier gelandet. was mich an dem ganzen Kumpel-Thema aber langsam nervt: irgendwann ist der Typ erwachsen und kann selbst fragen. beim nächsten Termin einfach sagen "zeig mir wie ich das richtig mache." das ist keine Raketenwissenschaft. wenn er das nicht fragt ist das sein Problem nicht das vom Arzt.
Zitat von fk_1988ist das ja fast schon fahrlässig von der ärztlichen Seite
also ich sag dir - das kenn ich. mein Arzt hat mir vor zwei Jahren auch nur gesagt "Blutdruck zu hoch, Tabletten oder Ernährung, Ihre Entscheidung" und dann war der Termin rum. Kein Wort wie man richtig misst, nix. Hab mir das dann selbst zusammengesucht. @markus_hh88 der Punkt mit dem gleichen Arm hat mich jetzt aber wirklich erwischt. ich hab immer abgewechselt weil ich dachte das ist genauer so. war das falsch? und zu der Frage ob der Arzt schuld ist - ich würd das nicht so nennen. der hat zehn Minuten und zwanzig Patienten hinter ihm. der erklärt nicht jeden Handgriff. das ist die Realität, echt jetzt. aber genau deshalb sitzt man dann zuhause und googelt ob Rote Beete was bringt. so bin ich ja auch hier gelandet. was mich an dem ganzen Kumpel-Thema aber langsam nervt: irgendwann ist der Typ erwachsen und kann selbst fragen. beim nächsten Termin einfach sagen "zeig mir wie ich das richtig mache." das ist keine Raketenwissenschaft. wenn er das nicht fragt ist das sein Problem nicht das vom Arzt.
Zitat von rote_socke_83 am Juli 23, 2026, 16:50 UhrZitat von rainer_w64wenn er das nicht fragt ist das sein Problem nicht das vom Arzt
Kann ich so nicht unterschreiben. Nicht weil ich den Arzt in Schutz nehmen will aber das klingt so als wäre ein Arzttermin ein Selbstbedienungsladen wo man nur kriegt was man aktiv bestellt. Wer mit 130/90 rausgeht und noch nie ein Blutdruckmessgerät in der Hand hatte, der weiß oft nicht mal was er fragen soll. Das ist kein Versagen des Patienten, das ist eine Lücke in der Kommunikation. @markus_hh88 dich würde ich aber gerne was fragen, weil du offenbar aus der Praxis kommst: gibt es eigentlich einen Wert oder eine Messreihe die dem Arzt wirklich nützt, wenn ein Patient die mitbringt? Also was müsste drinstehen damit du sagst "okay, damit kann ich was anfangen" statt "interessant aber nicht aussagekräftig". Ich frag das weil ich meiner Hausärztin mal was mitgebracht hab und die hat das wie gesagt kurz angeschaut und dann war das Thema durch. Ich hab nie rausgefunden ob das an meinen Daten lag oder ob das generell so ist. Zu @rainer_w64 mit dem Arm-Wechseln - ich hab das auch so gemacht anfangs. Irgendwo hab ich dann gelesen man soll immer den Arm nehmen der beim ersten Messen höhere Werte zeigt und den dann benutzen. Wo ich das gelesen hab weiß ich nicht mehr, könnte auch irgendein Forum gewesen sein, also nimm das mit Vorsicht.
Zitat von rainer_w64wenn er das nicht fragt ist das sein Problem nicht das vom Arzt
Kann ich so nicht unterschreiben. Nicht weil ich den Arzt in Schutz nehmen will aber das klingt so als wäre ein Arzttermin ein Selbstbedienungsladen wo man nur kriegt was man aktiv bestellt. Wer mit 130/90 rausgeht und noch nie ein Blutdruckmessgerät in der Hand hatte, der weiß oft nicht mal was er fragen soll. Das ist kein Versagen des Patienten, das ist eine Lücke in der Kommunikation. @markus_hh88 dich würde ich aber gerne was fragen, weil du offenbar aus der Praxis kommst: gibt es eigentlich einen Wert oder eine Messreihe die dem Arzt wirklich nützt, wenn ein Patient die mitbringt? Also was müsste drinstehen damit du sagst "okay, damit kann ich was anfangen" statt "interessant aber nicht aussagekräftig". Ich frag das weil ich meiner Hausärztin mal was mitgebracht hab und die hat das wie gesagt kurz angeschaut und dann war das Thema durch. Ich hab nie rausgefunden ob das an meinen Daten lag oder ob das generell so ist. Zu @rainer_w64 mit dem Arm-Wechseln - ich hab das auch so gemacht anfangs. Irgendwo hab ich dann gelesen man soll immer den Arm nehmen der beim ersten Messen höhere Werte zeigt und den dann benutzen. Wo ich das gelesen hab weiß ich nicht mehr, könnte auch irgendein Forum gewesen sein, also nimm das mit Vorsicht.
Zitat von rainer_w64 am Juli 23, 2026, 17:10 UhrZitat von rote_socke_83immer den Arm nehmen der beim ersten Messen höhere Werte zeigt
das hab ich auch irgendwo aufgeschnappt, keine Ahnung ob das stimmt. @markus_hh88 wär da auch interessant was du sagst. aber was mich bei dem Arm-Thema beschäftigt: ich mess seit zwei Jahren und hab noch nie jemanden gefragt ob ich das überhaupt richtig mache. keinen Arzt, niemanden. hab einfach die Anleitung gelesen die dabei war und dachte das reicht. vielleicht ist das bei dem Kumpel von @fk_1988 genauso. der hat ein Gerät, hat die Anleitung gelesen, und denkt er weiß jetzt wie das geht. mal ehrlich - die Anleitungen die bei diesen Geräten dabei sind, die erklären dir alles mögliche außer wann und wie oft du messen sollst damit die Zahlen irgendwas aussagen. das steht da einfach nicht drin. und dann wunderst du dich dass jeder wild drauf losmisst. was mich aber bei dem ganzen Thread langsam beschäftigt ist was eigentlich rauskommt wenn man die Werte wirklich richtig erhebt und die dann trotzdem zu hoch sind. dann ist Rote Beete halt nicht die Antwort und Messen auch nicht. dann kommt man irgendwann doch nicht um Tabletten rum. das ist die Frage die keiner hier so richtig anspricht, finde ich. Edit: wollte noch sagen - natürlich gibt es auch Fälle wo Lebensstil-Änderungen reichen, aber ich glaub bei vielen wird das unterschätzt wie schnell man an den Punkt kommt wo es ohne Medikamente nicht mehr geht.
Zitat von rote_socke_83immer den Arm nehmen der beim ersten Messen höhere Werte zeigt
das hab ich auch irgendwo aufgeschnappt, keine Ahnung ob das stimmt. @markus_hh88 wär da auch interessant was du sagst. aber was mich bei dem Arm-Thema beschäftigt: ich mess seit zwei Jahren und hab noch nie jemanden gefragt ob ich das überhaupt richtig mache. keinen Arzt, niemanden. hab einfach die Anleitung gelesen die dabei war und dachte das reicht. vielleicht ist das bei dem Kumpel von @fk_1988 genauso. der hat ein Gerät, hat die Anleitung gelesen, und denkt er weiß jetzt wie das geht. mal ehrlich - die Anleitungen die bei diesen Geräten dabei sind, die erklären dir alles mögliche außer wann und wie oft du messen sollst damit die Zahlen irgendwas aussagen. das steht da einfach nicht drin. und dann wunderst du dich dass jeder wild drauf losmisst. was mich aber bei dem ganzen Thread langsam beschäftigt ist was eigentlich rauskommt wenn man die Werte wirklich richtig erhebt und die dann trotzdem zu hoch sind. dann ist Rote Beete halt nicht die Antwort und Messen auch nicht. dann kommt man irgendwann doch nicht um Tabletten rum. das ist die Frage die keiner hier so richtig anspricht, finde ich. Edit: wollte noch sagen - natürlich gibt es auch Fälle wo Lebensstil-Änderungen reichen, aber ich glaub bei vielen wird das unterschätzt wie schnell man an den Punkt kommt wo es ohne Medikamente nicht mehr geht.
Zitat von gg1987 am Juli 24, 2026, 12:27 UhrZitat von rainer_w64dann kommt man irgendwann doch nicht um Tabletten rum. das ist die Frage die keiner hier so richtig anspricht
moin @rainer_w64, das ist eigentlich der wichtigste Punkt den du gemacht hast. aber ich glaub genau deswegen reden hier alle um die Rote Beete rum - weil Tabletten nehmen bedeutet dass man akzeptiert, es ist ein echtes Problem. Und das ist psychologisch was ganz anderes als "ich trinke vorsorglich nen Saft". Das Problem ist nur: wenn der Arzt dem Kumpel von @fk_1988 sagt "Blutdruck zu hoch, machen Sie was dagegen", meint der wahrscheinlich beides. Also erst die Lebensstil-Sachen probieren, und wenn das nicht reicht, dann Tabletten. Aber keiner erklärt wie lange "erst probieren" sein darf. Zwei Wochen? Zwei Monate? Ein Jahr? Mein Hausarzt hat mir da auch nix zu gesagt die sagen einfach "versuchen Sie's mit Ernährung" und dann bist du selbst schuld wenn du in drei Monaten merkst dass nix passiert ist. Was mich beschäftigt: wenn ich @fk_1988 richtig verstehe, hat sein Kumpel ja gar nicht mal versucht seine Ernährung wirklich umzustellen. Der trinkt Saft und denkt das reicht. Das ist ja fast das Gegenteil von Lebensstil-Änderung. Das ist ne Pille nur halt flüssig. Und dann wundert man sich dass nix passiert. Die Frage ist eher: wer erklärt dem Kumpel mal dass Rote Beete PLUS weniger Salz PLUS mehr Bewegung das Paket ist, nicht nur eins davon. Aber dafür braucht man Zeit beim Arzt und Zeit hat keiner. Drum kauft man sich nen teuren Saft und hofft
Zitat von rainer_w64dann kommt man irgendwann doch nicht um Tabletten rum. das ist die Frage die keiner hier so richtig anspricht
moin @rainer_w64, das ist eigentlich der wichtigste Punkt den du gemacht hast. aber ich glaub genau deswegen reden hier alle um die Rote Beete rum - weil Tabletten nehmen bedeutet dass man akzeptiert, es ist ein echtes Problem. Und das ist psychologisch was ganz anderes als "ich trinke vorsorglich nen Saft". Das Problem ist nur: wenn der Arzt dem Kumpel von @fk_1988 sagt "Blutdruck zu hoch, machen Sie was dagegen", meint der wahrscheinlich beides. Also erst die Lebensstil-Sachen probieren, und wenn das nicht reicht, dann Tabletten. Aber keiner erklärt wie lange "erst probieren" sein darf. Zwei Wochen? Zwei Monate? Ein Jahr? Mein Hausarzt hat mir da auch nix zu gesagt die sagen einfach "versuchen Sie's mit Ernährung" und dann bist du selbst schuld wenn du in drei Monaten merkst dass nix passiert ist. Was mich beschäftigt: wenn ich @fk_1988 richtig verstehe, hat sein Kumpel ja gar nicht mal versucht seine Ernährung wirklich umzustellen. Der trinkt Saft und denkt das reicht. Das ist ja fast das Gegenteil von Lebensstil-Änderung. Das ist ne Pille nur halt flüssig. Und dann wundert man sich dass nix passiert. Die Frage ist eher: wer erklärt dem Kumpel mal dass Rote Beete PLUS weniger Salz PLUS mehr Bewegung das Paket ist, nicht nur eins davon. Aber dafür braucht man Zeit beim Arzt und Zeit hat keiner. Drum kauft man sich nen teuren Saft und hofft
Zitat von selin_d am Juli 24, 2026, 14:37 Uhr@gg1987 du sprichst da was an das mich selbst beschäftigt. Das Problem mit "erst Lebensstil, dann Tabletten" - keiner sagt dir wie lange du probieren darfst ohne dich schuldig zu fühlen wenn's nicht klappt. Bei mir war es ähnlich, nur umgekehrt. Ich hab angefangen mit dem Laufen, dachte okay, vielleicht hilft mir das ja beim Blutdruck präventiv. Und seitdem recherchiere ich ständig - Rote Beete, Salzkonsum, wieviel Bewegung ist genug. Irgendwann merkst du aber dass du dich selbst unter Druck setzt mit Sachen die du gar nicht brauchst weil dein Arzt dir ja nix Konkretes mitgegeben hat. Was mich aber an dem ganzen Kumpel-Thema jetzt beschäftigt - und das ist ne echte Frage an @fk_1988 - hat dein Kumpel überhaupt schon mit dem Arzt besprochen was konkret sein Ziel ist? Also nicht "Blutdruck senken" sondern "wie viel Reduktion ist realistisch und in welchem Zeitraum". Weil wenn der Arzt ihm nur sagt "Ernährung" und der Kumpel macht dann sein eigenes Ding, dann reden die eigentlich aneinander vorbei. Das ist glaub ich das echte Problem, nicht die Messerei.
@gg1987 du sprichst da was an das mich selbst beschäftigt. Das Problem mit "erst Lebensstil, dann Tabletten" - keiner sagt dir wie lange du probieren darfst ohne dich schuldig zu fühlen wenn's nicht klappt. Bei mir war es ähnlich, nur umgekehrt. Ich hab angefangen mit dem Laufen, dachte okay, vielleicht hilft mir das ja beim Blutdruck präventiv. Und seitdem recherchiere ich ständig - Rote Beete, Salzkonsum, wieviel Bewegung ist genug. Irgendwann merkst du aber dass du dich selbst unter Druck setzt mit Sachen die du gar nicht brauchst weil dein Arzt dir ja nix Konkretes mitgegeben hat. Was mich aber an dem ganzen Kumpel-Thema jetzt beschäftigt - und das ist ne echte Frage an @fk_1988 - hat dein Kumpel überhaupt schon mit dem Arzt besprochen was konkret sein Ziel ist? Also nicht "Blutdruck senken" sondern "wie viel Reduktion ist realistisch und in welchem Zeitraum". Weil wenn der Arzt ihm nur sagt "Ernährung" und der Kumpel macht dann sein eigenes Ding, dann reden die eigentlich aneinander vorbei. Das ist glaub ich das echte Problem, nicht die Messerei.
Zitat von gg1987 am Juli 24, 2026, 15:52 UhrZitat von selin_dhat dein Kumpel überhaupt schon mit dem Arzt besprochen was konkret sein Ziel ist
@selin_d das ist die Frage die ich mir auch gerade stelle. Ich hab meinen Kumpel nicht direkt gefragt was der Arzt ihm konkret gesagt hat, nur dass es um Blutdruck geht. Aber jetzt wo du das so formulierst - "wie viel Reduktion in welchem Zeitraum" - merkst du dass das eine extrem konkrete Frage ist die ein Arzt beantworten können sollte. Und ich tippe drauf dass die in dem zehn-Minuten-Termin gar nicht gestellt wurde. Was aber auch interessant ist: mein Kumpel könnte selbst ganz leicht fragen "okay, wenn ich das jetzt drei Monate probiere mit Ernährung - woran merke ich dass es funktioniert oder eben nicht". Und dann hätte er zumindest nen Rahmen. Stattdessen sitzt er jetzt da und misst täglich und hofft dass die Zahlen irgendwann runter gehen. Das ist ja im Grunde ein Selbstexperiment ohne Hypothese. Das Problem das ich sehe - und das hat @rainer_w64 ja auch gesagt - wenn die Lebensstil-Sachen nicht reichen, muss er irgendwann doch Tabletten nehmen. Und genau davor hat er wahrscheinlich Angst. Deswegen die ganze Saft-und-Mess-Aktion. Weil es sich anfühlt als würde er noch was tun können, bevor es ernst wird. Aber ernst ist es ja schon, der Arzt hat es gesagt. Das ist das was ich ihm vielleicht sagen sollte, nicht "höre auf zu messen" sondern "kläre ab was der Plan ist, nicht nur was die Zahlen sind
Zitat von selin_dhat dein Kumpel überhaupt schon mit dem Arzt besprochen was konkret sein Ziel ist
@selin_d das ist die Frage die ich mir auch gerade stelle. Ich hab meinen Kumpel nicht direkt gefragt was der Arzt ihm konkret gesagt hat, nur dass es um Blutdruck geht. Aber jetzt wo du das so formulierst - "wie viel Reduktion in welchem Zeitraum" - merkst du dass das eine extrem konkrete Frage ist die ein Arzt beantworten können sollte. Und ich tippe drauf dass die in dem zehn-Minuten-Termin gar nicht gestellt wurde. Was aber auch interessant ist: mein Kumpel könnte selbst ganz leicht fragen "okay, wenn ich das jetzt drei Monate probiere mit Ernährung - woran merke ich dass es funktioniert oder eben nicht". Und dann hätte er zumindest nen Rahmen. Stattdessen sitzt er jetzt da und misst täglich und hofft dass die Zahlen irgendwann runter gehen. Das ist ja im Grunde ein Selbstexperiment ohne Hypothese. Das Problem das ich sehe - und das hat @rainer_w64 ja auch gesagt - wenn die Lebensstil-Sachen nicht reichen, muss er irgendwann doch Tabletten nehmen. Und genau davor hat er wahrscheinlich Angst. Deswegen die ganze Saft-und-Mess-Aktion. Weil es sich anfühlt als würde er noch was tun können, bevor es ernst wird. Aber ernst ist es ja schon, der Arzt hat es gesagt. Das ist das was ich ihm vielleicht sagen sollte, nicht "höre auf zu messen" sondern "kläre ab was der Plan ist, nicht nur was die Zahlen sind