Selbstmessung Blutdruck: Wann ist ein Messwert überhaupt aussagekräftig?
Zitat von andrea.h am Juli 27, 2026, 01:28 UhrIch frag mich das schon länger, weil ich in der Praxis regelmäßig Leute sehe, die mit einem Zettel voller Werte reinkommen und dann ist da kein Muster drin, weil die Messung jedes Mal anders war. Einmal nach dem Kaffee, einmal beim Aufstehen, einmal weil's grad gepasst hat. Das ist kein Vorwurf, ich mess selbst manchmal nach dem Laufen und wunder mich kurz über den Wert, obwohl ich's besser wissen sollte. Aber genau das ist das Problem mit den ganzen Selbstversuchen hier im Thread, auch mit Rote Beete. Jemand fängt an, täglich Saft zu trinken, misst den Blutdruck und sieht nach zwei Wochen niedrigere Werte. Schön. Aber hat er in der Zeit auch anders geschlafen? Weniger Stress gehabt? Im Frühling bewegt man sich automatisch mehr. Das kann man nicht rausdividieren. Ich hab eine Kollegin, die das sehr konsequent macht. Fünf Minuten sitzen, dreimal messen, Durchschnitt, immer gleiche Uhrzeit. Das ist schon eher belastbar. Aber das machen die wenigsten. Was mich dabei beschäftigt: bei Rote Beete Studien sind die Messbedingungen oft sehr kontrolliert, da wird nicht einfach irgendwann gemessen. Die Effektgrößen die rauskommen sind dann unter diesen Bedingungen messbar, aber im echten Alltag mit einer Omron-Manschette am Küchentisch sieht das halt anders aus. Ich will das nicht kleinreden, die Physiologie stimmt ja. Aber ich glaub, die meisten von uns, mich eingeschlossen, haben gar kein verlässliches Bild von ihrem Ruhewert. Und dann wird jede Veränderung einem Produkt zugeschrieben, das vielleicht gar nichts damit zu tun hat. Hat jemand von euch da wirklich eine konsistente Messmethode, und was habt ihr dabei gelernt?
Ich frag mich das schon länger, weil ich in der Praxis regelmäßig Leute sehe, die mit einem Zettel voller Werte reinkommen und dann ist da kein Muster drin, weil die Messung jedes Mal anders war. Einmal nach dem Kaffee, einmal beim Aufstehen, einmal weil's grad gepasst hat. Das ist kein Vorwurf, ich mess selbst manchmal nach dem Laufen und wunder mich kurz über den Wert, obwohl ich's besser wissen sollte. Aber genau das ist das Problem mit den ganzen Selbstversuchen hier im Thread, auch mit Rote Beete. Jemand fängt an, täglich Saft zu trinken, misst den Blutdruck und sieht nach zwei Wochen niedrigere Werte. Schön. Aber hat er in der Zeit auch anders geschlafen? Weniger Stress gehabt? Im Frühling bewegt man sich automatisch mehr. Das kann man nicht rausdividieren. Ich hab eine Kollegin, die das sehr konsequent macht. Fünf Minuten sitzen, dreimal messen, Durchschnitt, immer gleiche Uhrzeit. Das ist schon eher belastbar. Aber das machen die wenigsten. Was mich dabei beschäftigt: bei Rote Beete Studien sind die Messbedingungen oft sehr kontrolliert, da wird nicht einfach irgendwann gemessen. Die Effektgrößen die rauskommen sind dann unter diesen Bedingungen messbar, aber im echten Alltag mit einer Omron-Manschette am Küchentisch sieht das halt anders aus. Ich will das nicht kleinreden, die Physiologie stimmt ja. Aber ich glaub, die meisten von uns, mich eingeschlossen, haben gar kein verlässliches Bild von ihrem Ruhewert. Und dann wird jede Veränderung einem Produkt zugeschrieben, das vielleicht gar nichts damit zu tun hat. Hat jemand von euch da wirklich eine konsistente Messmethode, und was habt ihr dabei gelernt?
Zitat von derbär am Juli 27, 2026, 02:25 UhrZitat von andrea.heinmal nach dem Kaffee, einmal beim Aufstehen, einmal weil's grad gepasst hat
@andrea.h ja das kenn ich - ich glaub das machen die meisten so. Ich mess auch nicht nach Protokoll. Was mich bei dem was du schreibst aber gerade beschäftigt: du sagst die Effektgrößen aus den Studien sind unter kontrollierten Bedingungen messbar. Okay. Aber heißt das dann nicht auch dass man im Alltag gar nicht ERWARTEN darf da was zu sehen - selbst wenn das Zeug tatsächlich wirkt? Das wäre dann ja kein Argument gegen Rote Beete sondern gegen Selbstmessung überhaupt. Also ich frag mich ob das Messinstrument das Problem ist oder der Mensch dahinter. Ich hab mal zwei Wochen lang morgens direkt nach dem Aufstehen gemessen, immer bevor ich irgendwas gemacht hab. Die Werte waren deutlich konsistenter als vorher wo ichs random gemacht hab. Kein Protokoll, kein Dreifachmessung - aber wenigstens immer gleiche Situation. Und trotzdem weißt du halt nicht ob du die Nacht gut geschlafen hast oder der Hund drei Mal gebellt hat. Das kriegst du nie raus ohne Schlaflabor oder so nem Kram. Ich glaub das was deine Kollegin macht - fünf Minuten sitzen, dreimal messen - das ist schon näher dran. Aber ehrlich gesagt machen das die wenigsten weil es sich albern anfühlt morgens da so zu sitzen wie beim Arzt
--
Schaltwerk ölen ist auch Ernährung.
Zitat von andrea.heinmal nach dem Kaffee, einmal beim Aufstehen, einmal weil's grad gepasst hat
@andrea.h ja das kenn ich - ich glaub das machen die meisten so. Ich mess auch nicht nach Protokoll. Was mich bei dem was du schreibst aber gerade beschäftigt: du sagst die Effektgrößen aus den Studien sind unter kontrollierten Bedingungen messbar. Okay. Aber heißt das dann nicht auch dass man im Alltag gar nicht ERWARTEN darf da was zu sehen - selbst wenn das Zeug tatsächlich wirkt? Das wäre dann ja kein Argument gegen Rote Beete sondern gegen Selbstmessung überhaupt. Also ich frag mich ob das Messinstrument das Problem ist oder der Mensch dahinter. Ich hab mal zwei Wochen lang morgens direkt nach dem Aufstehen gemessen, immer bevor ich irgendwas gemacht hab. Die Werte waren deutlich konsistenter als vorher wo ichs random gemacht hab. Kein Protokoll, kein Dreifachmessung - aber wenigstens immer gleiche Situation. Und trotzdem weißt du halt nicht ob du die Nacht gut geschlafen hast oder der Hund drei Mal gebellt hat. Das kriegst du nie raus ohne Schlaflabor oder so nem Kram. Ich glaub das was deine Kollegin macht - fünf Minuten sitzen, dreimal messen - das ist schon näher dran. Aber ehrlich gesagt machen das die wenigsten weil es sich albern anfühlt morgens da so zu sitzen wie beim Arzt
--
Schaltwerk ölen ist auch Ernährung.