Selbstmessung Blutdruck: Wann ist ein Messwert überhaupt aussagekräftig?
Zitat von rainerw am Juli 27, 2026, 08:07 UhrZitat von andrea.hdie meisten von uns haben gar kein verlässliches Bild von ihrem Ruhewert
das trifft mich grad mehr als ich dachte. @fk_1988 du sagst ich soll aufschreiben was so passiert - Schlaf, Überstunden, Sauerbraten. Klingt vernünftig. Aber dann hab ich nach vier Wochen ein Notizbuch voller Variablen und immer noch keinen Plan welche davon überhaupt relevant ist. Salz zum Beispiel - ich weiß dass das Thema ist bei Bluthochdruck, mein Arzt hat das auch erwähnt. Aber wie viel Salz ist "viel"? Die Wurst beim Frühstück? Das Brot? Ich hab keine Ahnung was ich da eigentlich notieren soll. Was mich jetzt wirklich interessiert - und das kam im Thread noch nicht - wie genau sind die Heimgeräte überhaupt. Ich hab so ein Omron-Ding, liegt da rum, aber ob das ding überhaupt kalibriert ist weiß ich nicht. Das wurde nie geprüft soweit ich weiß. In der Werkstatt würde ich nem Messgerät das nie geeicht wurde kein Ergebnis abnehmen. Warum vertrauen wir dem dann beim Blutdruck einfach so. Ich glaub das ist nochmal ne andere Fehlerquelle die wir komplett ignoriert haben hier.
Zitat von andrea.hdie meisten von uns haben gar kein verlässliches Bild von ihrem Ruhewert
das trifft mich grad mehr als ich dachte. @fk_1988 du sagst ich soll aufschreiben was so passiert - Schlaf, Überstunden, Sauerbraten. Klingt vernünftig. Aber dann hab ich nach vier Wochen ein Notizbuch voller Variablen und immer noch keinen Plan welche davon überhaupt relevant ist. Salz zum Beispiel - ich weiß dass das Thema ist bei Bluthochdruck, mein Arzt hat das auch erwähnt. Aber wie viel Salz ist "viel"? Die Wurst beim Frühstück? Das Brot? Ich hab keine Ahnung was ich da eigentlich notieren soll. Was mich jetzt wirklich interessiert - und das kam im Thread noch nicht - wie genau sind die Heimgeräte überhaupt. Ich hab so ein Omron-Ding, liegt da rum, aber ob das ding überhaupt kalibriert ist weiß ich nicht. Das wurde nie geprüft soweit ich weiß. In der Werkstatt würde ich nem Messgerät das nie geeicht wurde kein Ergebnis abnehmen. Warum vertrauen wir dem dann beim Blutdruck einfach so. Ich glaub das ist nochmal ne andere Fehlerquelle die wir komplett ignoriert haben hier.
Zitat von fk_1988 am Juli 27, 2026, 08:20 Uhr@rainerw du sprichst da was an das mich auch immer genervt hat. Ich hab mein Omron-Ding auch nie geeicht, keine Ahnung ob das überhaupt nötig ist oder nur ne Paranoia aus der Werkstatt. Aber fair point - wenn du dem Gerät nicht traust, brauchst du gar nicht erst anfangen zu messen. Das mit den Variablen notieren - da würde ich nicht zu detailliert werden. Du brauchst ja nicht jede Wurst zu dokumentieren. Eher so - guter Schlaf ja/nein, stressig ja/nein, viel bewegt ja/nein. Mehr brauchts nicht. Das Salz ist eh ne falsche Fährte wenn es um deine Messungen geht. Salz wirkt sich aus, klar, aber nicht bei dir persönlich an einem Tag zum anderen. Das ist eher was über Wochen. Für deine Baseline ist das nicht relevant. Was mich gerade beschäftigt bei dem was du fragst: du willst das perfekt machen, erst die Baseline, dann die Intervention, dokumentieren, abwägen. Das ist der richtige Gedanke. Aber ehrlich - mach es einfach. Nimm das Ding vom Regal, stell dir einen Wecker auf 7 Uhr morgens, mess dreimal mit fünf Minuten Pause, schreib die Werte auf. Nicht ins Notizbuch, in dein Handy, irgendwo. Nach vier Wochen kannst du deinem Arzt sagen "hier, das sind meine Werte". Und dann weiß er was los ist statt dass du nur sagen kannst "mir gehts manchmal komisch". Das reicht schon. Die Eichung deines Geräts kannst du beim Arzt abfragen, aber ich glaub die meisten Hausärzte machen das nicht.
@rainerw du sprichst da was an das mich auch immer genervt hat. Ich hab mein Omron-Ding auch nie geeicht, keine Ahnung ob das überhaupt nötig ist oder nur ne Paranoia aus der Werkstatt. Aber fair point - wenn du dem Gerät nicht traust, brauchst du gar nicht erst anfangen zu messen. Das mit den Variablen notieren - da würde ich nicht zu detailliert werden. Du brauchst ja nicht jede Wurst zu dokumentieren. Eher so - guter Schlaf ja/nein, stressig ja/nein, viel bewegt ja/nein. Mehr brauchts nicht. Das Salz ist eh ne falsche Fährte wenn es um deine Messungen geht. Salz wirkt sich aus, klar, aber nicht bei dir persönlich an einem Tag zum anderen. Das ist eher was über Wochen. Für deine Baseline ist das nicht relevant. Was mich gerade beschäftigt bei dem was du fragst: du willst das perfekt machen, erst die Baseline, dann die Intervention, dokumentieren, abwägen. Das ist der richtige Gedanke. Aber ehrlich - mach es einfach. Nimm das Ding vom Regal, stell dir einen Wecker auf 7 Uhr morgens, mess dreimal mit fünf Minuten Pause, schreib die Werte auf. Nicht ins Notizbuch, in dein Handy, irgendwo. Nach vier Wochen kannst du deinem Arzt sagen "hier, das sind meine Werte". Und dann weiß er was los ist statt dass du nur sagen kannst "mir gehts manchmal komisch". Das reicht schon. Die Eichung deines Geräts kannst du beim Arzt abfragen, aber ich glaub die meisten Hausärzte machen das nicht.
Zitat von rainerw am Juli 27, 2026, 08:23 Uhr@fk_1988 okay die Eichfrage wäre ich mal gerne losgeworden aber die lässt mich jetzt nicht mehr los. Du sagst "beim Arzt abfragen" - ich hab das heute morgen kurz gegoogelt und soweit ich das verstehe gibt es da tatsächlich Normen für, die Geräte sollen irgendwie validiert sein bevor sie überhaupt verkauft werden. Aber ob mein konkretes Gerät nach zwei Jahren noch so misst wie am ersten Tag, das ist ne andere Frage. In der Werkstatt würde ich sagen: Verschleiß, Drift, kennt jeder. Was mich jetzt interessiert ist was du mit "einfach machen" meinst. Dreimal messen mit fünf Minuten Pause - das sind 15 Minuten plus Aufwachzeit. Morgens um 7 sitze ich da nicht fünf Minuten still. Ich bin um 6 auf, bis 7 bin ich schon halb auf der Arbeit. Ich frag mich ob das Protokoll für Schichtarbeiter oder Frühaufsteher so überhaupt funktioniert oder ob man das irgendwie anpassen kann ohne dass die Werte dann Mist sind. Und noch was das mir grad aufgeht - mein Arzt hat mir das Gerät nie gezeigt wie man das richtig anlegt. Ich hab die Anleitung gelesen, einmal, vor Jahren. Ob die Manschette bei mir immer auf der richtigen Höhe sitzt, keine Ahnung. Das ist vielleicht sogar mehr Fehlerquelle als alles was wir bisher besprochen haben.
@fk_1988 okay die Eichfrage wäre ich mal gerne losgeworden aber die lässt mich jetzt nicht mehr los. Du sagst "beim Arzt abfragen" - ich hab das heute morgen kurz gegoogelt und soweit ich das verstehe gibt es da tatsächlich Normen für, die Geräte sollen irgendwie validiert sein bevor sie überhaupt verkauft werden. Aber ob mein konkretes Gerät nach zwei Jahren noch so misst wie am ersten Tag, das ist ne andere Frage. In der Werkstatt würde ich sagen: Verschleiß, Drift, kennt jeder. Was mich jetzt interessiert ist was du mit "einfach machen" meinst. Dreimal messen mit fünf Minuten Pause - das sind 15 Minuten plus Aufwachzeit. Morgens um 7 sitze ich da nicht fünf Minuten still. Ich bin um 6 auf, bis 7 bin ich schon halb auf der Arbeit. Ich frag mich ob das Protokoll für Schichtarbeiter oder Frühaufsteher so überhaupt funktioniert oder ob man das irgendwie anpassen kann ohne dass die Werte dann Mist sind. Und noch was das mir grad aufgeht - mein Arzt hat mir das Gerät nie gezeigt wie man das richtig anlegt. Ich hab die Anleitung gelesen, einmal, vor Jahren. Ob die Manschette bei mir immer auf der richtigen Höhe sitzt, keine Ahnung. Das ist vielleicht sogar mehr Fehlerquelle als alles was wir bisher besprochen haben.
Zitat von fk_1988 am Juli 27, 2026, 08:33 UhrZitat von rainerwob das Protokoll für Schichtarbeiter oder Frühaufsteher so überhaupt funktioniert
ja das ist tatsächlich ne gute Frage die du da stellst. Ich glaub das ist eins der Punkte wo die ganze "erst messen dann ändern" Geschichte auch wieder an ihre Grenzen stößt - wenn dein Alltag einfach nicht so funktioniert dass du um 7 Uhr gemütlich sitzt. Bei mir ist es ähnlich, ich bin um 5 auf, dann geht mir schon der Kopf los und ich bin nicht mehr im Ruhemodus. Ich mess deswegen eher so zwischen 19 und 20 Uhr, immer wenn ich von der Schicht komme. Ist nicht das Standard-Protokoll aber es ist MEIN konstanter Punkt. Das ist glaub ich wichtiger als dass es im Lehrbuch steht. Was mich aber gerade bei dem was du fragst nervt - und das muss ich einfach mal sagen - du fragst jetzt nach der Manschettenhöhe und ob das Gerät validiert ist und die Eichung und dass du die Anleitung vor Jahren gelesen hast. Das ist alles berechtigt, klar. Aber das klingt auch wie du suchst nach Gründen warum du das Ding NICHT nutzen kannst statt warum du es SOLLTEST. Dein Arzt wird dir zeigen wie die Manschette sitzt das ist ne 30-Sekunden-Sache. Und ob das Omron nach zwei Jahren Drift hat - okay, vielleicht. Aber das bedeutet nicht dass jede Messung Müll ist, es bedeutet nur dass es plus-minus ein paar Punkte sein könnte. Das ändert dein Muster nicht. Wenn deine Werte über vier Wochen bei dir im Schnitt bei 140 liegen statt 145, dann ist das trotzdem relevant auch wenn das Gerät 3 Punkte zu hoch anzeigt. Mach es einfach. Stell dir nen Wecker auf 19 Uhr wenn dir das besser passt.
Zitat von rainerwob das Protokoll für Schichtarbeiter oder Frühaufsteher so überhaupt funktioniert
ja das ist tatsächlich ne gute Frage die du da stellst. Ich glaub das ist eins der Punkte wo die ganze "erst messen dann ändern" Geschichte auch wieder an ihre Grenzen stößt - wenn dein Alltag einfach nicht so funktioniert dass du um 7 Uhr gemütlich sitzt. Bei mir ist es ähnlich, ich bin um 5 auf, dann geht mir schon der Kopf los und ich bin nicht mehr im Ruhemodus. Ich mess deswegen eher so zwischen 19 und 20 Uhr, immer wenn ich von der Schicht komme. Ist nicht das Standard-Protokoll aber es ist MEIN konstanter Punkt. Das ist glaub ich wichtiger als dass es im Lehrbuch steht. Was mich aber gerade bei dem was du fragst nervt - und das muss ich einfach mal sagen - du fragst jetzt nach der Manschettenhöhe und ob das Gerät validiert ist und die Eichung und dass du die Anleitung vor Jahren gelesen hast. Das ist alles berechtigt, klar. Aber das klingt auch wie du suchst nach Gründen warum du das Ding NICHT nutzen kannst statt warum du es SOLLTEST. Dein Arzt wird dir zeigen wie die Manschette sitzt das ist ne 30-Sekunden-Sache. Und ob das Omron nach zwei Jahren Drift hat - okay, vielleicht. Aber das bedeutet nicht dass jede Messung Müll ist, es bedeutet nur dass es plus-minus ein paar Punkte sein könnte. Das ändert dein Muster nicht. Wenn deine Werte über vier Wochen bei dir im Schnitt bei 140 liegen statt 145, dann ist das trotzdem relevant auch wenn das Gerät 3 Punkte zu hoch anzeigt. Mach es einfach. Stell dir nen Wecker auf 19 Uhr wenn dir das besser passt.
Zitat von rote_socke_83 am Juli 27, 2026, 12:33 UhrZitat von derbärselbst wenn das Zeug tatsächlich wirkt
Genau das ist der Knackpunkt der mich bei dem ganzen Thread beschäftigt. Ich fahr Rad, hab Betanio PLUS ausprobiert, und ich kann dir nicht sagen ob ich was gespürt hab weil ich gleichzeitig mehr trainiert hab oder weil das Zeug was tut. Hab nie konsequent gemessen. Aber @fk_1988 - das mit dem "du suchst nach Gründen warum du es nicht nutzen kannst" an @rainerw das ist zwar hart aber ich find das trifft. Ich kenn das von mir selbst. Man stellt so lange Bedingungen auf bis das Ding auf dem Regal bleibt. Was mich aber bei dem ganzen Messdiskurs noch interessiert und was bisher nicht kam: wir reden die ganze Zeit über Uhrzeiten und Protokolle, aber ich frag mich ob das Gerät überhaupt an beiden Armen gleich misst. Ich hab mal gelesen - wo genau weiß ich nicht mehr, irgendwas beim Omron selbst - dass man immer den selben Arm nehmen soll weil die Werte abweichen können. Mein Hausarzt misst immer links, ich hab zwischendurch mal rechts gemessen weil links grad besonders war nach nem Sturz. Das könnte ja auch ne Fehlerquelle sein die man einfach vergisst. @rainerw du machst dir Gedanken über Drift und Kalibrierung - ich find das ehrlich gesagt berechtigt, nicht als Ausrede. In der Logistik würde ich nem Scanner der nie geeicht wurde auch nicht blind vertrauen.
Zitat von derbärselbst wenn das Zeug tatsächlich wirkt
Genau das ist der Knackpunkt der mich bei dem ganzen Thread beschäftigt. Ich fahr Rad, hab Betanio PLUS ausprobiert, und ich kann dir nicht sagen ob ich was gespürt hab weil ich gleichzeitig mehr trainiert hab oder weil das Zeug was tut. Hab nie konsequent gemessen. Aber @fk_1988 - das mit dem "du suchst nach Gründen warum du es nicht nutzen kannst" an @rainerw das ist zwar hart aber ich find das trifft. Ich kenn das von mir selbst. Man stellt so lange Bedingungen auf bis das Ding auf dem Regal bleibt. Was mich aber bei dem ganzen Messdiskurs noch interessiert und was bisher nicht kam: wir reden die ganze Zeit über Uhrzeiten und Protokolle, aber ich frag mich ob das Gerät überhaupt an beiden Armen gleich misst. Ich hab mal gelesen - wo genau weiß ich nicht mehr, irgendwas beim Omron selbst - dass man immer den selben Arm nehmen soll weil die Werte abweichen können. Mein Hausarzt misst immer links, ich hab zwischendurch mal rechts gemessen weil links grad besonders war nach nem Sturz. Das könnte ja auch ne Fehlerquelle sein die man einfach vergisst. @rainerw du machst dir Gedanken über Drift und Kalibrierung - ich find das ehrlich gesagt berechtigt, nicht als Ausrede. In der Logistik würde ich nem Scanner der nie geeicht wurde auch nicht blind vertrauen.