Bitte oder Registrieren, um Beiträge und Themen zu erstellen.

Rote Beete Saft — merkt ihr da wirklich was beim Blutdruck?

VorherigeSeite 2 von 2

@elvira_k

Zitat von elvira_k

vielleicht sollte man weniger die Messungen anzweifeln und mehr die Ärzte anzweifeln

da stimm ich dir zu echt jetzt. Aber ich sag dir auch warum das trotzdem nicht reicht: Der Arzt kann mir noch so gut zuhören - wenn ich nicht weiß was ich fragen soll nützt mir das wenig. Ich bin Schlosser, kein Mediziner. Ich geh da rein, der misst kurz, sagt "etwas erhöht, passen Sie auf die Ernährung auf" und dann ist die Sprechstunde rum. Fünf Minuten. Ich hab da am Anfang auch nichts nachgefragt weil ich gar nicht wusste dass ich was fragen könnte. Das hat sich erst geändert als ich selbst angefangen hab zu lesen. Nicht wegen irgendwelchen Supplement-Seiten sondern weil mich das Thema einfach beschäftigt wenn man direkt betroffen ist. Dann kommt man mit konkreten Fragen und kriegt konkrete Antworten - meistens jedenfalls. Was mich aber an deinem Beitrag ehrlich stört: du schreibst "Sie" zu mir. Wir sind hier im Forum, nicht beim Amt. Rainer reicht völlig. Und die Frage ob der Arzt "nachfassen sollte" - ja klar sollte er. Macht er aber nicht immer. Das ist Realität. Ich kann warten bis er von selbst drauf kommt oder ich frag beim nächsten Termin selbst nach was meine Werte über zwei Jahre eigentlich aussagen. Das mach ich dann wohl.

Zitat von rainer_w64

Das mach ich dann wohl

das würd ich dir raten @rainer_w64. Und wenn der Arzt dann sagt "alles gut" ohne die Werte wirklich anzuschauen nachhaken. Die haben manchmal wenig Zeit aber das heißt nicht dass man da einfach nicken soll. was mich bei deinem letzten Beitrag aber tatsächlich getroffen hat, ist das mit dem Fragen-nicht-wissen. Ich kenn das. Ich bin auch Schlosser, kein Akademiker. Am Anfang sitzt man da und nickt weil man nicht mal weiß was man eigentlich nicht versteht. Das ändert sich erst wenn man selbst irgendwann drüber gestolpert ist - bei mir wars tatsächlich wegen meiner Frau, die hat mir irgendein Heft mitgebracht, da stand was über Salz und Blutdruck, und auf einmal hatte ich beim nächsten Termin eine Frage. Klingt banal aber so fängt das an. @elvira_k zum "Sie" - das kenn ich auch, passiert im Netz manchmal wenn Leute unsicher sind wie der Ton hier ist. Nicht weiter schlimm. was mich gerade noch beschäftigt und noch keiner direkt gesagt hat: ob die Ärzte das Thema Ernährung manchmal auch absichtlich kurz halten weil sie wissen dass die meisten Patienten es sowieso nicht durchziehen. Das wär zynisch gedacht, aber ich schließ das nicht aus. Mein Blutdruck ist seit ich das Wurst-Frühstück gelassen hab deutlich stabiler - das hab ich selbst beobachtet, nicht gemessen, einfach so ein Gefühl. Ob Rote Beete da jetzt irgendwas beigetragen hat, weiß ich immer noch nicht.

@rainerw

Zitat von rainerw

ob die Ärzte das Thema Ernährung manchmal auch absichtlich kurz halten

das hab ich mich ehrlich gesagt auch schon gefragt. Aber ich glaub die Wahrheit ist noch banaler: die kriegen das in der Ausbildung kaum. Ich hab mal irgendwo gelesen - war glaub ich in irgendeinem Patientenratgeber den meine Frau aus der Bücherei mitgebracht hat - dass Ernährungsmedizin im Studium so gut wie keine Rolle spielt. Also die wissen das selbst nicht so genau. Dann lieber kurz halten als was Falsches sagen, das kenn ich aus dem Betrieb auch. Wer nichts sagt macht keinen Fehler. Was mich an deinem Beitrag aber wirklich stört ist das mit dem "Gefühl" beim Wurst-Frühstück weglassen. Ich mein das nicht böse. Aber genau das ist das Problem mit diesen ganzen Selbstbeobachtungen - wir alle machen das so ich auch. Wir lassen was weg, fühlen uns besser, schreiben es dem einen Ding zu. Dabei haben wir vielleicht gleichzeitig weniger Stress gehabt oder besser geschlafen weil der Sommer rum war. Mich würde mal interessieren ob hier überhaupt jemand dem Arzt konkret gesagt hat "ich versuch das über Ernährung zu regeln gib mir sechs Monate". Nicht als Frage hinten rum sondern als klare Ansage. Ich hab das nie so formuliert. Immer nur so halb. Vielleicht liegt da auch was.

Zitat von rainer_w64

gib mir sechs Monate

@rainer_w64 ich glaub da liegt tatsächlich was. Ich hab das auch nie so klar gesagt. Immer so "ich versuch das mal mit der Ernährung" und der Arzt nickt und das wars. Keine Abmachung, kein Termin wo man drauf zurückkommt. Nichts. Ich frag mich ob das nicht auch an uns liegt. Nicht nur an den Ärzten. Wenn ich im Betrieb irgendwas ändern will - Prozess, Material, egal - dann sag ich das klar und ich will ein Ergebnis sehen. Beim Arzt machen wir das plötzlich nicht mehr so. Wir hoffen irgendwie dass der schon weiß was er tut und fragen nicht nach. Ich hab meiner Hausärztin das glaub ich nie so direkt gesagt. Beim nächsten Termin - der ist im September - werd ich das mal genau so formulieren. Nicht als Bitte, sondern als "ich mach das jetzt so, ich bring dir die Werte mit, und dann reden wir drüber was die bedeuten". Mal schauen wie die darauf reagiert. Was mich bei deiner letzten Frage aber noch beschäftigt: du sagst "klare Ansage". Aber weißt du was passiert wenn der Arzt dann sagt "nein, Sie brauchen jetzt Tabletten"? Dann hat man ein Problem mit der Ansage. Das ist vielleicht auch ein Grund warum man das lieber halb lässt.

VorherigeSeite 2 von 2