Rote Beete Saft — merkt ihr da wirklich was beim Blutdruck?
Zitat von fk_1988 am Juli 26, 2026, 01:34 Uhrmoin zusammen, ich bin gerade auf so einen Thread gestoßen wo jemand schwört dass Rote Beete Saft ihm den Blutdruck um 10 Punkte runtergebracht hat. Und natürlich wird dann gleich wieder irgendwelche teure Konzentrate verlinkt. Ich trinke seit nem Monat ab und zu frischen Rote Beete Saft, einfach aus dem Supermarkt. Nicht täglich, eher so zwei drei mal die Woche, weil ich's geschmacklich ganz ok finde. Und ja ich mess meinen Blutdruck auch regelmäßig. Aber ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher ob ich da irgendwas merke oder ob ich mir das nur einrede. Das Problem ist halt: Gleichzeitig schlaf ich besser als im Sommer, ich bin weniger im Stress bei der Arbeit, und ich bin auch insgesamt aktiver. Wie soll man da isolieren was wirklich vom Saft kommt und was einfach davon ist dass alles gerade besser läuft. Bei mir persönlich könnte es auch Placebo sein. Was mich aber jetzt nervt: Überall liest man dass Nitrat aus Rote Beete super ist. Aber wenn man fragt woher die Studien kommen, dann ist immer irgendein Supplement-Hersteller dahinter. Das ist mir zu verdächtig. Nur weil etwas aus Gemüse kommt heißt das ja nicht dass die hochkonzentrierte Variante im Körper das gleiche macht. Habt ihr da konkrete Erfahrungen gemacht, oder messt ihr regelmäßig genug um da einen echten Unterschied zu sehen. Und nicht so "ich fühl mich besser" sondern wirklich in den Zahlen.
moin zusammen, ich bin gerade auf so einen Thread gestoßen wo jemand schwört dass Rote Beete Saft ihm den Blutdruck um 10 Punkte runtergebracht hat. Und natürlich wird dann gleich wieder irgendwelche teure Konzentrate verlinkt. Ich trinke seit nem Monat ab und zu frischen Rote Beete Saft, einfach aus dem Supermarkt. Nicht täglich, eher so zwei drei mal die Woche, weil ich's geschmacklich ganz ok finde. Und ja ich mess meinen Blutdruck auch regelmäßig. Aber ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher ob ich da irgendwas merke oder ob ich mir das nur einrede. Das Problem ist halt: Gleichzeitig schlaf ich besser als im Sommer, ich bin weniger im Stress bei der Arbeit, und ich bin auch insgesamt aktiver. Wie soll man da isolieren was wirklich vom Saft kommt und was einfach davon ist dass alles gerade besser läuft. Bei mir persönlich könnte es auch Placebo sein. Was mich aber jetzt nervt: Überall liest man dass Nitrat aus Rote Beete super ist. Aber wenn man fragt woher die Studien kommen, dann ist immer irgendein Supplement-Hersteller dahinter. Das ist mir zu verdächtig. Nur weil etwas aus Gemüse kommt heißt das ja nicht dass die hochkonzentrierte Variante im Körper das gleiche macht. Habt ihr da konkrete Erfahrungen gemacht, oder messt ihr regelmäßig genug um da einen echten Unterschied zu sehen. Und nicht so "ich fühl mich besser" sondern wirklich in den Zahlen.
Zitat von rainer_w64 am Juli 26, 2026, 03:14 Uhr@fk_1988
Zitat von fk_1988Überall liest man dass Nitrat aus Rote Beete super ist
ja genau das ist der Punkt der mich auch beschäftigt. Ich hab letztens in irgendeinem Gesundheitsmagazin gelesen - nicht mal online das lag beim Zahnarzt rum - dass die meisten Untersuchungen zu dem Thema mit Konzentraten gemacht wurden die kein normaler Mensch so einfach isst. Irgendwas in der Art von 500ml Saft täglich. Wer macht das denn bitte. und dann kommt noch was dazu was du vielleicht noch nicht auf dem Schirm hast: Rote Beete hat Oxalsäure. Nicht dramatisch viel, aber wer Nierensteine kennt oder in der Familie hat, sollte das zumindest wissen. Mein Hausarzt hat das mal so nebenbei erwähnt, ich glaub weil ich ihn direkt gefragt hab. Von alleine sagt der sowas nicht. das mit dem Placebo was du schreibst - ich sag dir, das ist bei Ernährung generell das größte Problem. Du änderst nie nur eine Sache. Immer läuft da noch was anderes mit. Besserer Schlaf, weniger Stress, mehr Bewegung. Das kriegt man einfach nicht sauber auseinandergehalten ohne echte Kontrollbedingungen und die hat zuhause keiner. was mich bei deinem Beitrag aber ehrlich gesagt am meisten stört ist das mit den verlinkten Konzentraten. Sobald da ein Produkt verlinkt wird klingelts bei mir. Das kenn ich zu gut.
Zitat von fk_1988Überall liest man dass Nitrat aus Rote Beete super ist
ja genau das ist der Punkt der mich auch beschäftigt. Ich hab letztens in irgendeinem Gesundheitsmagazin gelesen - nicht mal online das lag beim Zahnarzt rum - dass die meisten Untersuchungen zu dem Thema mit Konzentraten gemacht wurden die kein normaler Mensch so einfach isst. Irgendwas in der Art von 500ml Saft täglich. Wer macht das denn bitte. und dann kommt noch was dazu was du vielleicht noch nicht auf dem Schirm hast: Rote Beete hat Oxalsäure. Nicht dramatisch viel, aber wer Nierensteine kennt oder in der Familie hat, sollte das zumindest wissen. Mein Hausarzt hat das mal so nebenbei erwähnt, ich glaub weil ich ihn direkt gefragt hab. Von alleine sagt der sowas nicht. das mit dem Placebo was du schreibst - ich sag dir, das ist bei Ernährung generell das größte Problem. Du änderst nie nur eine Sache. Immer läuft da noch was anderes mit. Besserer Schlaf, weniger Stress, mehr Bewegung. Das kriegt man einfach nicht sauber auseinandergehalten ohne echte Kontrollbedingungen und die hat zuhause keiner. was mich bei deinem Beitrag aber ehrlich gesagt am meisten stört ist das mit den verlinkten Konzentraten. Sobald da ein Produkt verlinkt wird klingelts bei mir. Das kenn ich zu gut.
Zitat von rainerw am Juli 26, 2026, 04:00 Uhralso ich frag mich gerade was überhaupt das Ziel von der ganzen Diskussion ist. Nicht böse gemeint @fk_1988. Aber du willst Zahlen sehen die dir sagen ob der Saft was taugt - das kriegst du zuhause schlicht nicht. Nicht weil du's falsch machst, sondern weil ein Blutdruckmessgerät aus der Apotheke einfach nicht präzise genug für sowas ist. Ich hab mal bei meiner Hausärztin nachgefragt warum meine Morgenwerte immer anders sind als die Werte bei ihr in der Praxis. Die hat mir erklärt dass allein der Zeitpunkt der Messung, ob man vorher Kaffee hatte oder wie man saß schon Schwankungen von 8 bis 15 Punkten machen kann. Also wie willst du da 10 Punkte Rote-Beete-Effekt rausrechnen. Das ist kein Angriff auf dich, ich mach das selber so ähnlich. Ich mess auch. Aber ich täusch mir nicht vor dass ich damit irgendwas beweise. was mich noch interessieren würde: Du schreibst du nimmst den Saft aus dem Supermarkt. Welchen genau, so pasteurisiert im Tetrapak oder den frisch gepressten aus der Kühltheke? Weil ich vermute dass da der Nitratgehalt schon ziemlich unterschiedlich ist. Hab ich aber keine Zahl dazu, ist nur ne Vermutung.
also ich frag mich gerade was überhaupt das Ziel von der ganzen Diskussion ist. Nicht böse gemeint @fk_1988. Aber du willst Zahlen sehen die dir sagen ob der Saft was taugt - das kriegst du zuhause schlicht nicht. Nicht weil du's falsch machst, sondern weil ein Blutdruckmessgerät aus der Apotheke einfach nicht präzise genug für sowas ist. Ich hab mal bei meiner Hausärztin nachgefragt warum meine Morgenwerte immer anders sind als die Werte bei ihr in der Praxis. Die hat mir erklärt dass allein der Zeitpunkt der Messung, ob man vorher Kaffee hatte oder wie man saß schon Schwankungen von 8 bis 15 Punkten machen kann. Also wie willst du da 10 Punkte Rote-Beete-Effekt rausrechnen. Das ist kein Angriff auf dich, ich mach das selber so ähnlich. Ich mess auch. Aber ich täusch mir nicht vor dass ich damit irgendwas beweise. was mich noch interessieren würde: Du schreibst du nimmst den Saft aus dem Supermarkt. Welchen genau, so pasteurisiert im Tetrapak oder den frisch gepressten aus der Kühltheke? Weil ich vermute dass da der Nitratgehalt schon ziemlich unterschiedlich ist. Hab ich aber keine Zahl dazu, ist nur ne Vermutung.
Zitat von rainer_w64 am Juli 26, 2026, 04:34 UhrZitat von rainerwallein der Zeitpunkt der Messung ob man vorher Kaffee hatte oder wie man saß schon Schwankungen von 8 bis 15 Punkten machen kann
@rainerw das stimmt, und ich glaub genau das wird in diesen ganzen "ich hab 10 Punkte weniger nach Rote-Beete" Berichten komplett ignoriert. Aber ich will mal kurz bei deiner Frage bleiben, Tetrapak vs. Kühltheke. Die Frage ist eigentlich gut. Ich hab mal so einen pasteurisierten Tetrapak-Saft neben nem Glas frisch eingemachte Rote Beete aus dem Glas gehabt also das Zeug was meine Frau manchmal macht. Geschmack ist komplett anders, keine Frage. Aber ob da der Nitratgehalt wirklich so verschieden ist - keine Ahnung. Ich würde das nicht einfach annehmen. Was mich bei dem Thema eigentlich mehr beschäftigt als der Saft selbst: Wir reden hier alle davon was wir messen. Aber misst hier eigentlich jemand auch abends? Ich hab irgendwann mal gelesen dass morgens und abends Werte sich bei manchen Leuten deutlich unterscheiden und dass das selbst schon diagnostisch interessant sein kann. Mein Arzt hat das nie angesprochen. Ich hab ihn auch nie gefragt, das geb ich zu. Also @rainerw deine Hausärztin klingt immerhin so als würde die reden. Das ist schonmal mehr als ich von meinem gewohnt bin.
Zitat von rainerwallein der Zeitpunkt der Messung ob man vorher Kaffee hatte oder wie man saß schon Schwankungen von 8 bis 15 Punkten machen kann
@rainerw das stimmt, und ich glaub genau das wird in diesen ganzen "ich hab 10 Punkte weniger nach Rote-Beete" Berichten komplett ignoriert. Aber ich will mal kurz bei deiner Frage bleiben, Tetrapak vs. Kühltheke. Die Frage ist eigentlich gut. Ich hab mal so einen pasteurisierten Tetrapak-Saft neben nem Glas frisch eingemachte Rote Beete aus dem Glas gehabt also das Zeug was meine Frau manchmal macht. Geschmack ist komplett anders, keine Frage. Aber ob da der Nitratgehalt wirklich so verschieden ist - keine Ahnung. Ich würde das nicht einfach annehmen. Was mich bei dem Thema eigentlich mehr beschäftigt als der Saft selbst: Wir reden hier alle davon was wir messen. Aber misst hier eigentlich jemand auch abends? Ich hab irgendwann mal gelesen dass morgens und abends Werte sich bei manchen Leuten deutlich unterscheiden und dass das selbst schon diagnostisch interessant sein kann. Mein Arzt hat das nie angesprochen. Ich hab ihn auch nie gefragt, das geb ich zu. Also @rainerw deine Hausärztin klingt immerhin so als würde die reden. Das ist schonmal mehr als ich von meinem gewohnt bin.
Zitat von rainerw am Juli 26, 2026, 05:15 Uhr@rainer_w64 gute Frage mit dem Abendmessen. Ich mach das tatsächlich manchmal. Nicht systematisch aber wenn ich abends auf dem Sofa sitze und das Gerät in der Nähe liegt. Und ja die Werte sind anders. Bei mir meistens etwas niedriger als morgens. Ob das normal ist oder ein Zeichen für irgendwas - keine Ahnung, ich bin kein Arzt. was mich aber bei deinem Beitrag mehr beschäftigt: Du sagst dein Arzt hat das nie angesprochen. Das kenn ich. Ich glaub die meisten Hausärzte reden über Blutdruck in den letzten fünf Minuten der Sprechstunde. Meine Ärztin ist da ne Ausnahme, das stimmt. Ich glaub das liegt daran dass ich immer direkt frage. Wer nicht fragt kriegt auch keine Antwort, so läufts.
Zitat von rainer_w64ob da der Nitratgehalt wirklich so verschieden ist - keine Ahnung
ich auch nicht. Aber ich würd vermuten dass beim Pasteurisieren irgendwas passiert. Ob das jetzt Nitrat betrifft oder nur den Geschmack, weiß ich nicht. Müsste man mal jemanden fragen der sich damit auskennt. Nicht irgendeinen Supplement-Blog. Heute bin ich sowieso zu müde um das groß weiterzudenken. Langer Tag.
@rainer_w64 gute Frage mit dem Abendmessen. Ich mach das tatsächlich manchmal. Nicht systematisch aber wenn ich abends auf dem Sofa sitze und das Gerät in der Nähe liegt. Und ja die Werte sind anders. Bei mir meistens etwas niedriger als morgens. Ob das normal ist oder ein Zeichen für irgendwas - keine Ahnung, ich bin kein Arzt. was mich aber bei deinem Beitrag mehr beschäftigt: Du sagst dein Arzt hat das nie angesprochen. Das kenn ich. Ich glaub die meisten Hausärzte reden über Blutdruck in den letzten fünf Minuten der Sprechstunde. Meine Ärztin ist da ne Ausnahme, das stimmt. Ich glaub das liegt daran dass ich immer direkt frage. Wer nicht fragt kriegt auch keine Antwort, so läufts.
Zitat von rainer_w64ob da der Nitratgehalt wirklich so verschieden ist - keine Ahnung
ich auch nicht. Aber ich würd vermuten dass beim Pasteurisieren irgendwas passiert. Ob das jetzt Nitrat betrifft oder nur den Geschmack, weiß ich nicht. Müsste man mal jemanden fragen der sich damit auskennt. Nicht irgendeinen Supplement-Blog. Heute bin ich sowieso zu müde um das groß weiterzudenken. Langer Tag.
Zitat von elvira_k am Juli 26, 2026, 07:40 UhrIch lese hier schon eine Weile mit und muss sagen, dass mich dieser Thread irgendwie beruhigt. Bei mir ist es nämlich ähnlich wie bei @fk_1988 - mein Hausarzt hat mir geraten, mehr Rote Beete zu essen wegen des Blutdrucks, und ich habe da gute Erfahrungen gemacht. Aber eben nicht mit irgendwelchen Konzentraten, sondern weil ich in meinem Garten selbst Rote Beete anbaue und regelmäßig verarbeite. Ich koche viel damit ein, mache Salate draus, und ja, ich esse das wirklich gerne. Das Problem ist nur: Ich kann genau so wenig wie ihr sagen, ob die Rote Beete selbst es ist oder ob es daran liegt, dass ich mich damit einfach mehr mit meiner Ernährung beschäftige. Wenn man anfängt, selbst Gemüse anzubauen und zu kochen, ändert sich ja auch der ganze Alltag irgendwie. Man sitzt weniger rum, bewegt sich mehr im Garten, schläft besser, weil man abends müde ist. Was mich bei euren Messungen aber interessiert: @rainerw, du fragst, ob jemand auch systematisch abends misst. Ich mache das tatsächlich, allerdings nicht wegen des Saftes, sondern weil mein Arzt mir das mal empfohlen hat. Und ja, meine Werte sind abends deutlich niedriger als morgens. Das finde ich eigentlich beruhigend, ehrlich gesagt. Aber was mich wirklich nervt, ist die gleiche Sache wie @rainer_w64: Diese ganzen Supplement-Hersteller, die mit Studien argumentieren. Wenn ich selbst Rote Beete aus meinem Garten esse, weiß ich wenigstens, was drin ist. Keine Pasteurisierung, keine Zusatzstoffe. Das ist für mich einfach ein anderes Gefühl als irgendein Konzentrat aus der Flasche. Edit: Kleine Präzisierung - ich wollte nicht sagen dass Konzentrate grundsätzlich schlecht sind, nur dass ich persönlich das Gefühl habe, es macht einen Unterschied, wenn man weiß, wo das
Ich lese hier schon eine Weile mit und muss sagen, dass mich dieser Thread irgendwie beruhigt. Bei mir ist es nämlich ähnlich wie bei @fk_1988 - mein Hausarzt hat mir geraten, mehr Rote Beete zu essen wegen des Blutdrucks, und ich habe da gute Erfahrungen gemacht. Aber eben nicht mit irgendwelchen Konzentraten, sondern weil ich in meinem Garten selbst Rote Beete anbaue und regelmäßig verarbeite. Ich koche viel damit ein, mache Salate draus, und ja, ich esse das wirklich gerne. Das Problem ist nur: Ich kann genau so wenig wie ihr sagen, ob die Rote Beete selbst es ist oder ob es daran liegt, dass ich mich damit einfach mehr mit meiner Ernährung beschäftige. Wenn man anfängt, selbst Gemüse anzubauen und zu kochen, ändert sich ja auch der ganze Alltag irgendwie. Man sitzt weniger rum, bewegt sich mehr im Garten, schläft besser, weil man abends müde ist. Was mich bei euren Messungen aber interessiert: @rainerw, du fragst, ob jemand auch systematisch abends misst. Ich mache das tatsächlich, allerdings nicht wegen des Saftes, sondern weil mein Arzt mir das mal empfohlen hat. Und ja, meine Werte sind abends deutlich niedriger als morgens. Das finde ich eigentlich beruhigend, ehrlich gesagt. Aber was mich wirklich nervt, ist die gleiche Sache wie @rainer_w64: Diese ganzen Supplement-Hersteller, die mit Studien argumentieren. Wenn ich selbst Rote Beete aus meinem Garten esse, weiß ich wenigstens, was drin ist. Keine Pasteurisierung, keine Zusatzstoffe. Das ist für mich einfach ein anderes Gefühl als irgendein Konzentrat aus der Flasche. Edit: Kleine Präzisierung - ich wollte nicht sagen dass Konzentrate grundsätzlich schlecht sind, nur dass ich persönlich das Gefühl habe, es macht einen Unterschied, wenn man weiß, wo das
Zitat von rainerw am Juli 26, 2026, 08:17 Uhr@elvira_k das mit dem Garten klingt ehrlich gesagt vernünftig. Nicht wegen irgendwelcher Nitrat-Theorie sondern weil du dann halt weißt was du hast. Kein Tetrapak, kein Konzentrat, einfach Gemüse.
Zitat von elvira_kich wollte nicht sagen dass Konzentrate grundsätzlich schlecht sind
naja, ich sag mal - du musst dich da nicht rausreden. Der Punkt ist doch: wer selbst anbaut und kocht, denkt über Ernährung schon ganz anders nach als jemand der ein Fläschchen bestellt und hofft dass das die Arbeit übernimmt. Das ist kein Angriff auf irgendwen hier. Was mich bei deinem Beitrag aber wirklich beschäftigt ist was du am Schluss anfängst und dann abbrichst. "Wenn man weiß wo das..." - wo das was? herkommt? verarbeitet wird? Ich glaub ich weiß was du meinst, aber ich würd das gerne zu Ende denkt haben. Weil genau da liegt für mich eigentlich der Kern von dem ganzen Thema. Nicht ob Nitrat nun gut oder schlecht ist, sondern ob man überhaupt noch nachvollziehen kann was man da zu sich nimmt. Ich kauf den Saft im Rewe also pasteurisiert, ich weiß es. Mehr Kontrolle hab ich da nicht. Das ist mir bewusst. Aber das ist immer noch ein anderes Kaliber als irgendwas aus einem Online-Shop mit Versprechen auf der Verpackung.
@elvira_k das mit dem Garten klingt ehrlich gesagt vernünftig. Nicht wegen irgendwelcher Nitrat-Theorie sondern weil du dann halt weißt was du hast. Kein Tetrapak, kein Konzentrat, einfach Gemüse.
Zitat von elvira_kich wollte nicht sagen dass Konzentrate grundsätzlich schlecht sind
naja, ich sag mal - du musst dich da nicht rausreden. Der Punkt ist doch: wer selbst anbaut und kocht, denkt über Ernährung schon ganz anders nach als jemand der ein Fläschchen bestellt und hofft dass das die Arbeit übernimmt. Das ist kein Angriff auf irgendwen hier. Was mich bei deinem Beitrag aber wirklich beschäftigt ist was du am Schluss anfängst und dann abbrichst. "Wenn man weiß wo das..." - wo das was? herkommt? verarbeitet wird? Ich glaub ich weiß was du meinst, aber ich würd das gerne zu Ende denkt haben. Weil genau da liegt für mich eigentlich der Kern von dem ganzen Thema. Nicht ob Nitrat nun gut oder schlecht ist, sondern ob man überhaupt noch nachvollziehen kann was man da zu sich nimmt. Ich kauf den Saft im Rewe also pasteurisiert, ich weiß es. Mehr Kontrolle hab ich da nicht. Das ist mir bewusst. Aber das ist immer noch ein anderes Kaliber als irgendwas aus einem Online-Shop mit Versprechen auf der Verpackung.
Zitat von elvira_k am Juli 26, 2026, 08:29 Uhr@rainerw ja, genau das wollte ich sagen - wo das Gemüse herkommt und wie es verarbeitet wird. Danke dass du da nachgehakt hast, das war mir wichtig. Aber jetzt bin ich ehrlich neugierig auf etwas anderes, das mich gerade beschäftigt: Ihr alle messt regelmäßig und diskutiert die Zahlen, und das ist ja auch sinnvoll. Aber hat hier eigentlich schon mal jemand mit dem Arzt darüber gesprochen, ob die ganzen Messungen zuhause überhaupt notwendig sind? Ich frage das, weil mein Hausarzt mir das empfohlen hat - nicht täglich, aber regelmäßig - und er hat auch gesagt, dass ich die Werte mitbringen soll. Das war eigentlich hilfreich für ihn, um zu sehen wie es bei mir über längere Zeit aussieht. Aber ich habe den Eindruck, dass manche Menschen hier anfangen zu messen, weil sie irgendwas beweisen wollen, und dann wird das zur Obsession, wenn ich das richtig verstanden habe. Das ist ein bisschen wie in meinem Garten - wenn ich anfange zu perfektionieren und ständig nachzumessen wie viel Rote Beete ich geerntet habe, macht das die ganze Sache nur stressig. Das Gemüse wächst von allein, ich muss da nicht ständig kontrollieren. Vielleicht ist die Frage gar nicht "bringt mir der Saft 10 Punkte Blutdruck runter" sondern eher "hilft mir regelmäßiges Essen von Rote Beete zusammen mit dem Rest meines Lebens, mich besser zu fühlen". Und dafür brauche ich keine Zahlen.
@rainerw ja, genau das wollte ich sagen - wo das Gemüse herkommt und wie es verarbeitet wird. Danke dass du da nachgehakt hast, das war mir wichtig. Aber jetzt bin ich ehrlich neugierig auf etwas anderes, das mich gerade beschäftigt: Ihr alle messt regelmäßig und diskutiert die Zahlen, und das ist ja auch sinnvoll. Aber hat hier eigentlich schon mal jemand mit dem Arzt darüber gesprochen, ob die ganzen Messungen zuhause überhaupt notwendig sind? Ich frage das, weil mein Hausarzt mir das empfohlen hat - nicht täglich, aber regelmäßig - und er hat auch gesagt, dass ich die Werte mitbringen soll. Das war eigentlich hilfreich für ihn, um zu sehen wie es bei mir über längere Zeit aussieht. Aber ich habe den Eindruck, dass manche Menschen hier anfangen zu messen, weil sie irgendwas beweisen wollen, und dann wird das zur Obsession, wenn ich das richtig verstanden habe. Das ist ein bisschen wie in meinem Garten - wenn ich anfange zu perfektionieren und ständig nachzumessen wie viel Rote Beete ich geerntet habe, macht das die ganze Sache nur stressig. Das Gemüse wächst von allein, ich muss da nicht ständig kontrollieren. Vielleicht ist die Frage gar nicht "bringt mir der Saft 10 Punkte Blutdruck runter" sondern eher "hilft mir regelmäßiges Essen von Rote Beete zusammen mit dem Rest meines Lebens, mich besser zu fühlen". Und dafür brauche ich keine Zahlen.
Zitat von rainer_w64 am Juli 26, 2026, 08:35 Uhr@elvira_k ich versteh was du meinst, aber das mit "ich brauch keine Zahlen" - da hak ich kurz ein. Du bist nicht in derselben Situation wie ich. Wenn dein Arzt sagt "alles im Rahmen, weiter so", dann kannst du dir das vielleicht leisten. Ich hab erhöhten Blutdruck, diagnostiziert, schriftlich. Da ist "fühlt sich gut an" halt keine Antwort auf irgendwas.
Zitat von elvira_kanfangen zu messen weil sie irgendwas beweisen wollen
das klingt ein bisschen so als wär messen schon das Problem. Ich mess nicht weil ich irgendwas beweisen will. Ich mess weil mir mein Arzt sonst sagt "dann nehmen wir jetzt Tabletten". Das ist mein konkreter Grund. Kein Sport-Hobby, kein Selbstoptimierungs-Quatsch. Was mich aber an deinem letzten Satz tatsächlich erwischt hat - ob Rote Beete "zusammen mit dem Rest" was bringt. Das ist ja im Grunde genau das was keiner beantworten kann, auch kein Arzt. Mein Hausarzt hat mir vor zwei Jahren gesagt ich soll die Ernährung umstellen und dann hat er das Thema nie wieder angesprochen. Ich hab seitdem weniger Salz, mehr Gemüse, kein Wurst-Frühstück mehr. Ob da die Rote Beete jetzt den entscheidenden Unterschied macht oder die anderen Sachen - keine Ahnung. Ich glaub ehrlich gesagt nicht dran. Aber ich ess sie trotzdem weil mir der Salat mit Meerrettich schmeckt. Das ist so ungefär mein Stand.
@elvira_k ich versteh was du meinst, aber das mit "ich brauch keine Zahlen" - da hak ich kurz ein. Du bist nicht in derselben Situation wie ich. Wenn dein Arzt sagt "alles im Rahmen, weiter so", dann kannst du dir das vielleicht leisten. Ich hab erhöhten Blutdruck, diagnostiziert, schriftlich. Da ist "fühlt sich gut an" halt keine Antwort auf irgendwas.
Zitat von elvira_kanfangen zu messen weil sie irgendwas beweisen wollen
das klingt ein bisschen so als wär messen schon das Problem. Ich mess nicht weil ich irgendwas beweisen will. Ich mess weil mir mein Arzt sonst sagt "dann nehmen wir jetzt Tabletten". Das ist mein konkreter Grund. Kein Sport-Hobby, kein Selbstoptimierungs-Quatsch. Was mich aber an deinem letzten Satz tatsächlich erwischt hat - ob Rote Beete "zusammen mit dem Rest" was bringt. Das ist ja im Grunde genau das was keiner beantworten kann, auch kein Arzt. Mein Hausarzt hat mir vor zwei Jahren gesagt ich soll die Ernährung umstellen und dann hat er das Thema nie wieder angesprochen. Ich hab seitdem weniger Salz, mehr Gemüse, kein Wurst-Frühstück mehr. Ob da die Rote Beete jetzt den entscheidenden Unterschied macht oder die anderen Sachen - keine Ahnung. Ich glaub ehrlich gesagt nicht dran. Aber ich ess sie trotzdem weil mir der Salat mit Meerrettich schmeckt. Das ist so ungefär mein Stand.
Zitat von elvira_k am Juli 26, 2026, 08:40 Uhr@rainer_w64
Zitat von rainer_w64Ich mess nicht weil ich irgendwas beweisen will
- das ist mir klar, und entschuldigen Sie, wenn das so rübergekommen ist. Das war nicht gemeint als Vorwurf an Sie oder andere hier. Ich habe mich nur gefragt, wo der Punkt ist wo die Messung hilft und wo sie anfängt zu belasten. Bei mir ist es einfach anders, weil mein Arzt mir konkret gesagt hat: "Bringen Sie mir die Werte mit", und das gibt mir eine klare Richtung. Aber ich verstehe natürlich, dass Sie in einer anderen Situation sind, wenn der Arzt von Tabletten spricht. Was mich aber gerade beschäftigt - und das ist ehrlich eine echte Frage - ist etwas anderes: Sie sagen, Ihr Arzt hat Ihnen vor zwei Jahren gesagt, Sie sollen die Ernährung umstellen, und dann hat er das Thema nie wieder angesprochen. Das finde ich eigentlich problematisch. Nicht weil die Ernährung nichts bringt, sondern weil ein Arzt doch nachfassen sollte, oder nicht? Wenn ich meinen Hausarzt etwas frage, antwortet er mir. Und wenn ich dann später wieder komme und sage "ich hab das gemacht was Sie gesagt haben", dann fragt er nach. Das ist für mich ein Teil von dem, worauf ich vertraue. Aber vielleicht ist das bei Ihnen auch nur Zeitmangel, wie @rainerw schon gesagt hat. Mein Hausarzt hat mir geraten, die Rote Beete zu essen, aber das war eben auch nur ein Satz in der Sprechstunde. Der Unterschied ist nur, dass ich danach selbst aktiv geworden bin - weil ich eh im Garten bin. Vielleicht sollte man weniger die Messungen anzweifeln und mehr die Ärzte anzweifeln, die sich nicht Zeit für ihre Patienten nehmen.
Zitat von rainer_w64Ich mess nicht weil ich irgendwas beweisen will
- das ist mir klar, und entschuldigen Sie, wenn das so rübergekommen ist. Das war nicht gemeint als Vorwurf an Sie oder andere hier. Ich habe mich nur gefragt, wo der Punkt ist wo die Messung hilft und wo sie anfängt zu belasten. Bei mir ist es einfach anders, weil mein Arzt mir konkret gesagt hat: "Bringen Sie mir die Werte mit", und das gibt mir eine klare Richtung. Aber ich verstehe natürlich, dass Sie in einer anderen Situation sind, wenn der Arzt von Tabletten spricht. Was mich aber gerade beschäftigt - und das ist ehrlich eine echte Frage - ist etwas anderes: Sie sagen, Ihr Arzt hat Ihnen vor zwei Jahren gesagt, Sie sollen die Ernährung umstellen, und dann hat er das Thema nie wieder angesprochen. Das finde ich eigentlich problematisch. Nicht weil die Ernährung nichts bringt, sondern weil ein Arzt doch nachfassen sollte, oder nicht? Wenn ich meinen Hausarzt etwas frage, antwortet er mir. Und wenn ich dann später wieder komme und sage "ich hab das gemacht was Sie gesagt haben", dann fragt er nach. Das ist für mich ein Teil von dem, worauf ich vertraue. Aber vielleicht ist das bei Ihnen auch nur Zeitmangel, wie @rainerw schon gesagt hat. Mein Hausarzt hat mir geraten, die Rote Beete zu essen, aber das war eben auch nur ein Satz in der Sprechstunde. Der Unterschied ist nur, dass ich danach selbst aktiv geworden bin - weil ich eh im Garten bin. Vielleicht sollte man weniger die Messungen anzweifeln und mehr die Ärzte anzweifeln, die sich nicht Zeit für ihre Patienten nehmen.