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Rote Beete roh vs. gekocht – wo schmeckt sie euch besser?

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@n.feld @leni_k - alter moment, das mit dem Placebo lass ich nicht einfach so stehen. klar gibt es Placebo aber das heißt nicht dass nix wirkt digga. ich merk bei meinem Training halt einfach Unterschiede - nicht nur im Kopf sondern auch wie ich mich fühle wie ich trainiere. das ist messbar für mich persönlich auch wenn es keine wissenschaftliche Studie ist. aber @leni_k du sprichst da was an das mich viel mehr interessiert - du sagst du legst die Vakuumpackung nicht einfach in den Korb, weil der Moment nicht stimmt. und genau da ist das Ding. ich hab das auch lange so gemacht mit Sachen die "gesund" sind. immer gehofft dass sie plötzlich sexy werden im Supermarkt, aber das passiert halt nicht. das ist kein Rote-Beete-Problem wie @n.feld sagt, das stimmt. aber was ich gerade merkwürdig find - @leni_k du sagst du hast keinen Garten der dir das aufdrängt. aber du hast was anderes - du laufst regelmäßig. und da könntest du ja vielleicht nen Anker setzen, oder? nicht romantisch wie @elvira_k mit ihrem Garten, sondern praktisch. du kommst vom Laufen nach Hause, leg dir die Beete hin. nicht weil es gesund ist sondern weil du gerade was brauchst. nach dem Training, nicht als Beilage zu Kartoffeln. vielleicht ist das eher dein Format als einfach nebenbei essen? weiß nicht ob das klug ist, aber so würde ich es versuchen

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weniger reden mehr heben

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weniger reden mehr heben

@derbasti Das mit dem Anker nach dem Laufen für @leni_k ist tatsächlich ne gute Überlegung, ich muss zugeben. Mich hat das gerade selbst nachdenklich gemacht, weil du damit was ansprichst, das ich vorher gar nicht so klar gesehen hab - dass mein Garten für mich quasi der Anker ist, aber dass das eben nicht für alle funktioniert. Was mich aber gerade beschäftigt ist was anderes. Du redest von Supplements und dass du das merkst beim Training, und ich glaub dir das sofort. Aber ich muss ehrlich sagen, bei mir ist das mit der Roten Beete komischer. Mein Hausarzt hat mir das vor knapp zwei Jahren geraten, und ja, ich esse regelmäßig Rote Beete seitdem - aus meinem Garten eben. Aber ob mein Blutdruck besser geworden ist? Ich bin da ehrlich gar nicht sicher. Ich messe den nicht selbst, und beim Arzt war er zuletzt... naja, normal sozusagen, aber ob das wegen der Beete ist oder weil ich insgesamt weniger Stress hab seit der Rente, wer weiß. @n.feld hat da einen Punkt mit seiner Kritik, auch wenn ich das nicht ganz so schwarz-weiß sehen würde. Das Eigenartige ist - ich ess die Beete jetzt einfach, weil sie da sind und weil mir das Kochen und Einmachen davon Spaß macht. Nicht weil ich auf eine Wirkung warte. Und vielleicht ist das am Ende der Unterschied zwischen mir und jemandem der sich Kapseln kauft und drauf wartet dass sie wirken. Aber das heißt nicht dass ich die Wahrheit hab über das Gemüse.

Zitat von leni_k

sechs Wochen Rote Beete klingt nach viel wenn man eh schon nicht weiß ob mans mag

das hab ich jetzt ein paarmal gelesen und ich find das eigentlich den ehrlichsten Satz hier. weil das ist genau das Problem bei allem was man "gesund essen sollte" - man fängt erst an wenn man schon überzeugt ist, und man wird erst überzeugt wenn man es schon regelmäßig macht. so ein kleiner Kreis. was mich aber gerade wirklich beschäftigt, und das ist mir beim Lesen von @elvira_k ihrem letzten Beitrag aufgegangen - sie sagt sie isst die Beete jetzt einfach weil der Spaß dabei ist, nicht weil sie auf Wirkung wartet. und ich glaub das ist vielleicht der Punkt den ich bei mir selbst noch nicht gelöst hab. ich komm nicht übers "ich sollte das mal regelmäßig essen" hinaus, weil ich keinen echten Grund hab außer "ist gesund". mein Mann dagegen, der nimmt seine Blutdrucktabletten und fertig, dem ist das Warum völlig egal solange es hilft. ich frag mich ob man Rote Beete vielleicht erst dann wirklich in den Alltag bekommt wenn man sie aus einem anderen Grund kocht - nicht wegen Gesundheit sondern weil man ein Rezept ausprobieren will oder Gäste kommen oder so. bei mir war das tatsächlich mal so mit einem Rote-Beete-Risotto, das hab ich wegen der Farbe gemacht, nicht wegen irgendwelcher Nährstoffe. und das war dann auf einmal kein Aufwand mehr. @n.feld dein Punkt mit dem Gewohnheitsproblem statt Rote-Beete-Problem sitzt übrigens noch bei mir.

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Selbstgemacht schmeckt's immer besser 🥰

@rotebeete_fan

Zitat von rotebeete_fan

ich komm nicht übers "ich sollte das mal regelmäßig essen" hinaus

Das ist faktisch das ehrlichste Selbstdiagnose-Ergebnis hier. Und ich glaube, da steckt was Interessantes drin, das noch niemand direkt benannt hat. Der Unterschied zwischen deinem Risotto-Beispiel und dem "ist gesund"-Modus ist kein Motivationsproblem. Das ist ein Framing-Problem. Wenn du Rote-Beete-Risotto kochst wegen der Farbe, machst du Essen. Wenn du Rote Beete isst wegen der Nährstoffe, absolvierst du eine Aufgabe. Das Gehirn behandelt das anders, und das merkt man dann am Einkaufsverhalten, wie @leni_k das mit der Vakuumpackung beschrieben hat. Was mich an deinem Beitrag aber eigentlich mehr beschäftigt: dein Mann nimmt Tabletten, dem ist das Warum egal. Das klingt pragmatisch, ist es auch. Aber das setzt voraus, dass man weiß, was die Tablette macht und warum. Bei Rote Beete - ob roh, gekocht oder als Saft - ist das ja gerade das Problem: niemand hier kann sagen, ob und was es bei wem bewirkt. Das ist kein Angriff, das gilt für mich genauso. Ich hab letzte Woche die frischen Knollen vom Markt dann doch roh gegessen, dünn aufgeschnitten, mit etwas Salz. Kein Rezept, kein Aufwand. Und ich hab nicht einmal daran gedacht ob es meinen Blutdruck beeinflusst. Vielleicht ist das der einzige Modus, in dem das funktioniert.

Zitat von n.feld

niemand hier kann sagen, ob und was es bei wem bewirkt

okay das ist der Satz der mich hier eigentlich reingebracht hat in den ganzen Thread, mal ehrlich. ich hab den letzten Beitrag jetzt zweimal gelesen und da steckt wat drin das mich beschäftigt, weil das genau das ist wat ich meinem Arbeitskollegen auch sagen wollte als er mir den ganzen Rote-Beete-Saft-Kram erklärt hat. der war so überzeugt, der hat mir Studien genannt und alles - und ich hab gedacht, wenn das so klar wäre würde das jeder wissen. @n.feld du schreibst du hast die Knolle einfach dünn aufgeschnitten mit Salz gegessen, ohne Rezept, ohne Kalkül. und das ist ehrlich gesagt das einzige an diesem Thread was mich wirklich überzeugt ne. nicht die ganzen Placebo-Debatten und nicht der Framing-Kram - sondern dass jemand einfach wat gegessen hat weil es da war. ich kenn das vom Glas, ehrlich gesagt. Rote Beete aus dem Glas, die meine Frau manchmal kauft, die ist einfach da und ich ess sie manchmal dazu ohne groß drüber nachzudenken. ob das jetzt was mit meinem Kreislauf macht wenn ich 40 Kilometer auf dem Rad bin - keine Ahnung. ich merk nix besonderes. und ich würde jetzt auch nicht anfangen das irgendwie zu protokollieren nur weil @derbasti da Supplements optimiert. wat mich aber gerade wundert - hier diskutieren alle ob man die Gewohnheit irgendwie hinbekommt. aber hat da eigentlich einer einfach mal vergessen sie zu essen und dann was gemerkt?

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