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Rote Beete roh vs. gekocht – wo schmeckt sie euch besser?

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Ich bin gerade in einer kleinen Krise mit meiner Ernte, und vielleicht könnt ihr mir helfen, da etwas Klarheit zu schaffen. In diesem Jahr habe ich deutlich mehr Rote Beete im Garten, als ich sonst hatte, und ich versuche gerade rauszufinden, wie ich sie am besten verwerte. Normalerweise koche ich sie immer, mache Suppe draus oder lege sie ein. Aber seit der Hausarzt mir geraten hat, mehr davon zu essen wegen des Blutdrucks, überlege ich, ob ich nicht mehr Varianten nutzen sollte. Letztens habe ich eine gegessen, die ich nur kurz blanchiert hatte, und die Textur war völlig anders. Viel bissfester und irgendwie auch weniger mehlig. Das Problem ist nur: Geschmacklich bin ich mir da echt unsicher. Die gekochte Rote Beete schmeckt mir vertraut, aber auch irgendwie dumpf, wenn ich ehrlich bin. Roh habe ich noch nicht viel probiert, weil ich immer diesen erdigen Nachgeschmack hatte, den ich nicht besonders mag. Meine Nachbarin meint, man müsse das ganz frisch vom Beet machen, noch warm sozusagen, dann schmeckt es ganz anders. Habt ihr da Erfahrungen gemacht? Macht die Frische so einen großen Unterschied aus? Und kann man diesen erdigen Geschmack wirklich weggaren, oder ist das einfach eine Sache, an die man sich gewöhnen muss? Ich möchte das Zeug ja nicht einfach so essen, weil der Arzt es sagt, sondern auch wirklich gerne haben.

ey @elvira_k krass dass dein arzt dir das empfiehlt! aber bruder vertrau mir, die rote beete raw ist wirklich nochmal anders. ich mach die mittlerweile regelmäßig in den smoothie, seit ich gelesen hab dass profis die nehmen für den pump und so. das mit dem erdigen geschmack. Ja das ist real, aber ich glaub das kommt auch drauf an WIE frisch die is. bei mir im lager krieg ich manchmal vakuumverpackte dinger und die schmecken halt nach nix. aber wenn ich die mal frisch vom markt geholt hab, war der unterschied krass. deine nachbarin hat da echt recht mit dem frisch-faktor. probiers mal, wenn du die gerade gerade vom beet holst, oder halt am selben tag. aber jetzt ne echte frage: hast du schon überlegt die zu reiben und wie nen carpaccio zu machen? mit bissl zitrone und olivenöl? das soll den erdigen kick komplett rausnehmen und is mega geil. deutlich weniger intensiv als ganz roh zu kauen. hab das mal irgendwo gesehen, will ich auch noch testen ehrlich gesagt. vielleicht ist das was für dich um zwischen roh und gekocht zu landen?

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weniger reden mehr heben

Zitat von derbasti

wenn du die gerade gerade vom beet holst

- ja, das werde ich definitiv ausprobieren! Ich habe mich da bisher zu wenig beeilt, wenn ich ehrlich bin. Die Beeten stehen ja den ganzen Tag im Garten und ich hole sie dann abends rein, wenn ich ohnehin draußen bin. Vielleicht liegt da auch schon ein Teil des Problems. Das mit dem Carpaccio interessiert mich tatsächlich sehr. Ich habe das noch nie gemacht, und ehrlich gesagt klingt es auch weniger abschreckend als einfach reinzubeißen in eine rohe Rote Beete. Zitrone und Olivenöl - das kann ich mir gut vorstellen dass das den erdigen Ton abbricht. So ähnlich wie wenn ich Feldsalat mache, auch da hilft ein gutes Dressing ungeheuer viel. Was mich aber noch neugierig macht: Du schreibst, dass du die im Smoothie nimmst. Muss ich dich da ehrlich fragen - schmeckt man die denn überhaupt? Ich stelle mir das vor wie einen sehr dunklen, etwas unappetitlichen Smoothie, und ich bin nicht sicher, ob mir das zusagt. Mein Hausarzt hat mir geraten, mehr Rote Beete zu essen, nicht sie zu trinken, wenn du verstehst, was ich meine. Ich bin da eher jemand, der gerne mit den Händen isst und merkt, was er gerade tut. Aber das Carpaccio - das probiere ich diese Woche mal aus. Frisch vom Beet, direkt verarbeitet. Danke für den Tipp!

das carpaccio-ding klingt ehrlich gesagt praktischer als das smoothie-abenteuer. @derbasti, deine idee mit dem "gerade vom beet" ist aber auch n punkt - ich nehm immer vakuumverpackte dinger aus dem supermarkt, weil ich keine zeit für den markt hab. vielleicht erklärt das auch, warum ich nie großen unterschied gemerkt hab damals. aber was mich jetzt interessiert: @elvira_k wenn du das carpaccio machst - probierst du es dann auch mal direkt nach dem reiben oder lässt du es noch ein bisschen stehen? ich frag weil ich letztens gelesen hab dass rohes gemüse mit zitrone und öl irgendwie noch geschmacklich "zusammenfindet" wenn mans ne viertelstunde liegen lässt. aber keine ahnung ob das bei rote beete auch zutrifft oder ob das einfach wieder so ein trend-blabla ist. und ehrlich - wenn der arzt dir sagt "mehr davon essen" würde ich auch nicht unbedingt smoothie-machen. das ist sowas wo man dann am ende doch wieder zu den gewohnten sachen greift weil man null lust drauf hat. carpaccio mit ner scheibe brot oder zu ner kalten kartoffelsuppe - das könnte ich mir für meinen alltag vorstellen, ist weniger aufwändig als die ganze fermentier-nummer.

Zitat von lisab_93

ob das einfach wieder so ein trend-blabla ist

das ist die richtige Frage. ich würd sagen: trend-blabla. die Säure aus der Zitrone macht was mit der Oberfläche, das stimmt, aber ob das jetzt 7 oder 15 Minuten sind - da muss ich lachen, wer misst denn sowas beim Abendessen. @elvira_k aber mal anders gefragt: du hast die Dinger frisch im Garten und überlegst noch ob du sie roh oder gekocht essen sollst. das ist eigentlich kein Problem, das ist ein Luxus. meine Frau kauft die vakuumverpackt im Rewe weil ich keine Zeit hab für sowas. der Geschmacksunterschied ist da, hab ich inzwischen selbst gemerkt. was mich aber mehr stört an diesem Thread hier: @derbasti schreibt "für den pump und so" - also jetzt sind wir wieder da. Rote Beete als Sportergänzung. das Gemüse ist einfach Gemüse. wer mir erzählt er kauft sich Kapseln davon weil frisch zu aufwändig ist, mit dem kann ich nicht mehr reden. das Carpaccio-Ding klingt vernünftig, das sei mal gesagt. meine Schwiegermutter macht da noch etwas Meerrettich dran, das bricht den Erdton nochmal anders als Zitrone. ob das besser ist weiss ich nicht, aber sie schwört drauf seit Jahren.

haha @ms_77 der meerrettich-tipp ist genial, das hätte ich nicht erwartet. aber jetzt bin ich auch neugierig ob das nicht mega scharf wird? ich mein meerrettich kann ja ziemlich heftig sein. aber mal ehrlich - ich glaub ich bin da auch so ein kandidat der sich zu viel gedanken macht. hab mir vor ein paar wochen betanio plus geholt weil mehrere kolleginnen das nehmen und alle sagen "das wirkt", und ich dachte ok dann muss da was dran sein. aber rote beete selber ess ich eher selten, und wenn dann nur die eingelegten aus dem glas weil die praktisch sind. der gedanke jetzt frisch vom beet zu nehmen und direkt zu verarbeiten... das klingt zwar besser aber auch irgendwie aufwändig für meinen alltag, ehrlich gesagt. im kindergarten hab ich mittags nie zeit für sowas 😅

@elvira_k ich würde das carpaccio-ding echt ausprobieren, das hört sich an als würde man damit auch weniger "kämpfen" müssen gegen den geschmack. und vielleicht ist genau das der punkt - wenn mans nicht erzwingen muss sondern einfach gern isst, dann macht mans auch regelmäßig. bei mir ist es halt so dass ich weiß es ist gesund aber wenn ich keine lust drauf hab kauf ich mir lieber was anderes. deswegen finde ich den ansatz gut dass man erst rausfinden muss WIE mans mag bevor man sich vornimmt es täglich zu essen.

@leni_bk das kindergarten-argument versteh ich, aber ich würde sagen - das carpaccio ist eher weniger aufwand als mehr. du schneidest eine rote beete in scheiben, reibst sie dünn, 2 minuten arbeit. nicht wirklich mehr als ne dose aufmachen und umzuschütten. @ms_77 der meerrettich-tipp ist interessant, aber ehrlich - das ist genau der punkt wo ich fragen würde: hat deine schwiegermutter das ausprobiert weil sie rote beete sonst nicht mochte, oder weil sie einfach gerne experimentiert? weil wenn der erdton das hauptproblem ist, dann lässt sich das auch anders lösen. salz zum beispiel. ich hab letztens irgendwo gelesen - naja, nicht gelesen, eher gehört von ner freundin die kocht - dass salz den erdigen geschmack bei vielen gemüsesorten abschwächt. nicht überlagert, sondern irgendwie... ausgleicht. hab ich noch nicht selbst getestet, aber könnte auch was für @elvira_k sein wenn das carpaccio-ding nicht sofort zieht. und zu diesem ganzen "frisch vom beet am selben tag" - klar ist das besser, aber real gesprochen: wer macht das regelmäßig? ich jedenfalls nicht. das ist eher so ein wochenend-projekt wenn ich zeit hab. für den alltag bleibt einfach praktisch, und wenn praktisch bedeutet dass man es überhaupt isst statt null zu essen, dann ist praktisch auch gut genug.

@lisab_93 das mit dem salz ist interessant, weil ich das ehrlich gesagt noch nie gehört hab. aber jetzt wo du es sagst - ich glaub ich hab das unbewusst gemacht? wenn ich eingelegte rote beete aus dem glas esse, die sind ja auch immer salzig und ich find die geschmacklich deutlich weniger... naja, erdrig eben. das könnte da tatsächlich was mit zu tun haben. aber was mich gerade mehr reizt ist dein punkt mit dem "regelmäßig". also echt jetzt ich glaub das ist bei mir das kernproblem. ich weiß dass es gesund ist, ich kauf mir sogar diese betanio-dinger weil ich denk ok dann muss ich mir die rote beete nicht immer selbst zubereiten, aber am ende mach ich das auch nicht regelmäßig genug. und dann sitzt man da und fragt sich warum man das geld ausgibt 😅

@elvira_k ich glaub der ansatz mit dem carpaccio ist echt der richtige für dich, aber vielleicht auch mal schauen ob du das nicht einfach als beilage zu sachen machst die du ohnehin isst? also wie @lisab_93 sagt - zu kartoffelsalat oder so. dann ist es nicht "ich esse jetzt rote beete" sondern "oh, es gibt heute rote beete dazu" und das fühlt sich weniger erzwungen an. bei mir ist es halt immer das problem dass ich mir selbst sagen muss "das ist gesund" aber wenn ich es nicht mag entsteht einfach null motivation. vielleicht probierst du das carpaccio auch einfach mal und schaust dann wo es dir von selbst reinpasst statt es extra als projekt zu planen?

Zitat von leni_bk

ich glaub das ist bei mir das kernproblem

- genau, und das ist ehrlich gesagt das einzige was zählt. weil wenn du dir regelmäßig was kaufst und nicht nutzt, ist das einfach verschwendetes geld. egal wie gut die wirkung theoretisch sein soll. aber jetzt ne andere frage: @leni_bk du schreibst dass die eingelegten aus dem glas weniger erdrig schmecken - könnte es sein dass du eigentlich gar kein problem mit rote beete hast, sondern nur damit wie sie zubereitet ist? weil das würde dann ja auch erklären warum du dich die betanio-kapseln kaufst statt einfach mehr vom glas zu essen. das ist billiger und du magst den geschmack offensichtlich wenn es eingelegte sind. mich reizt jetzt auch nochmal die frage an @ms_77 - deine schwiegermutter macht meerrettich dran - schmeckt man davon wirklich noch was von der roten beete oder ist das dann komplett überlagert? weil wenn der meerrettich so stark ist dass man die beete dahinter nicht mehr rausschmeckt, dann ist das ja auch wieder nur ein workaround statt das problem zu lösen. und @elvira_k - vielleicht ist für dich auch einfach eingelegte beete aus dem supermarkt eine option? dann hast du die haltbarkeit, den geschmack der dir gefällt, und null aufwand. der arzt hat dir nicht gesagt "frische rote beete", sondern einfach "mehr davon essen". ob die aus dem glas kommt oder vom beet ist dem doc egal.

Zitat von lisab_93

ob die aus dem glas kommt oder vom beet ist dem doc egal

- ja genau, das ist so ein guter punkt und ich glaub ich bin da selbst viel zu verkopft. ich mein wenn ich ehrlich bin, die eingelegten schmecken mir und ich ess sie gerne, warum kauf ich mir dann noch extra kapseln? das ist ja irgendwie doppelt gemoppelt. aber was mich gerade so ein bisschen triggert - ich hab das gefühl dass hier alle davon ausgehen dass frisch automatisch besser sein muss, und @elvira_k hat ja auch nen garten und könnte das machen. aber bei mir ist es halt realität dass ich weder garten noch zeit hab und ehrlich weiß ich auch gar nicht ob mir der extra-aufwand was bringt. vielleicht sind die eingelegten aus dem glas für mich einfach... die richtige lösung? und das ist ok? ich glaub mein eigentliches problem ist nicht dass ich rote beete nicht mag sondern dass ich mir selbst zu viel druck mache weil überall steht "das ist so gesund und wirkt" und dann kauf ich mir kram den ich gar nicht brauch. wenn ich die eingelegten einfach öfter ins essen reintun würde statt immer zu denken ich müsste das irgendwie optimieren... dann hätt ich das problem vermutlich schon längst gelöst, ne? 😅

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