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Rote Beete roh schälen – wie macht ihr das ohne die ganze Küche zu färben?

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@ms_77 der Artikel war irgendwas über Sporternährung, ehrlich gesagt eher so eine aufbereitete Seite als Primärquelle. würd ich deinem Schwager jetzt nicht als Argument hinschmeißen, das wäre mir zu dünn. aber was mich bei deiner Kapsel-Frage gerade mehr beschäftigt: wenn dein Schwager Rote-Beete-Kapseln kauft, was will er davon eigentlich? wegen Nitrate? wegen Blutdruck? weil das eine andere Diskussion ist als hier. @elvira_k isst das Gemüse weil ihre Ärztin das empfohlen hat, das ist was anderes als irgendwas kapseln das man auch einfach essen könnte.

Zitat von ms_77

ob die Menge im Gemüse von der Sorte abhängt oder auch vom Boden

das mit dem Boden würd mich wirklich interessieren. ich hab keine Ahnung ob das realistisch ist oder ob ich da gerade Wein-Romantik auf Rübengemüse übertrage. aber bei Tomaten sagt ja auch jeder dass der Boden was ausmacht, und das klingt nicht komplett erfunden. ob das bei Geosmin messbar wäre - keine Ahnung, das ist mir zu weit weg von dem was ich je gelesen hab. was ich noch nie gemacht hab und jetzt gerade denke: rohe Beete auf Vorrat reiben und einfrieren, also schon verarbeitet einfrieren statt als ganze Knolle. ob die Textur dann weniger leidet weil sie eh gerieben ist. rein logisch klingt das plausibler als ganze Stücke einfrieren aber ich hab das nie getestet.

@leni_k

Zitat von leni_k

rohe Beete auf Vorrat reiben und einfrieren, also schon verarbeitet einfrieren statt als ganze Knolle

- das ist tatsächlich eine interessante Überlegung. Logisch macht das Sinn, weniger Eiskristall-Schaden wenn das Ding eh schon in kleine Teile zerlegt ist. Aber ehrlich gesagt - ich würd das einfach ausprobieren wenn man es eh machen will. Bei geriebener Beete ist die Textur ja ohnehin nicht mehr das Selling Point, dann geht's nur noch um den Geschmack. Und ob der leidet beim Einfrieren, das kann dir niemand vorab sagen ohne es getestet zu haben. Was mich aber viel mehr beschäftigt ist die Sache mit dem Boden und Geosmin. Weil wenn das wirklich so sortenabhängig ist UND bodenabhängig, dann sitzt @elvira_k mit ihrer Eigenanbau-Situation ja eigentlich perfekt. Sie könnte das einfach ausprobieren, kontrollierte Bedingungen sozusagen. Nächstes Jahr dann vielleicht ne andere Sorte probieren falls die jetzige nicht passt. Das ist ja der Luxus wenn man nen Garten hat. Aber ehrlich, für mich persönlich - ich kauf mir Rote Beete nicht wegen Geschmack-Optimierung. Wenn es schmeckt ok, wenn nicht auch ok. Für die Trainingseffekte brauchts das nicht extra würzig zu sein. Da geht's ums Nitrat und das ist in gekocht genauso drin wie in roh.

Zitat von lisab_93

Für die Trainingseffekte brauchts das nicht extra würzig zu sein. Da geht's ums Nitrat und das ist in gekocht genauso drin wie in roh.

ja aber "genauso drin" würd ich so pauschal nicht stehen lassen. ich hab irgendwo gelesen dass Nitrat hitzeempfindlich ist - also nicht komplett weg beim Kochen, aber ob das wirklich 1:1 bleibt, das weiß ich ehrlich gesagt nicht. und du sagst das so als wäre das geklärt. ist es das? was mich bei deinem Beitrag aber mehr nervt: "für mich geht's nicht um Geschmack-Optimierung." ok, für dich nicht. aber @elvira_k hat konkret gefragt wegen dem Geschmack und das ist doch legitim. nicht jeder isst das nur als Funktions-Gemüse. und der Punkt mit den kontrollierten Bedingungen im Eigengarten - das klingt nett aber realistisch wird @elvira_k nächstes Jahr nicht systematisch Sorten vergleichen. das macht man einmal kurz in Gedanken und dann kauft man halt wieder was der Samenhändler grad hat, so läuft das doch meistens. was ich mich jetzt wirklich frag: hat hier eigentlich jemand die Chioggia-Sorte roh probiert vs. normale dunkelrote? weil wenn der Geosmin-Gehalt da wirklich so unterschiedlich ist, wäre das der direkteste Test. ich komm die Woche nicht zum Naschmarkt aber das wäre eigentlich mal interessant.

@leni_k [quote=leni_khat hier eigentlich jemand die Chioggia-Sorte roh probiert vs. normale dunkelrote?[/quote] nee ich nicht. Und ehrlich gesagt - wenn ich auf dem Markt oder im Supermarkt Rote Beete kauf, schau ich eher nicht auf die Sorte. Die Dinger liegen da einfach im Regal und ich nehm mit was aussieht. Dass es da so große Unterschiede geben soll beim Geschmack, das ist mir neu. Aber es macht Sinn wenn ich drüber nachdenk. Was mich aber gerade beschäftigt ist eher eine praktische Frage - @elvira_k hat ja gesagt ihre Ärztin meint sie soll mehr Rote Beete essen. Wenn das wirklich medizinisch gemeint ist wegen Blutdruck und so, dann ist die ganze Geschmacks-Diskussion vielleicht sogar der falsche Weg. Weil wenn dir das Zeug nicht schmeckt wirst du's doch nicht regelmäßig essen, egal ob roh oder gekocht oder gerieben. Dann ist eher wichtig dass es ihr überhaupt in den Mund geht. Deswegen meine Frage: @elvira_k wie regelmäßig soll das denn sein? Täglich ein bisschen oder eher so ab und zu? Weil wenn's um Kontinuität geht dann würd ich dir eher sagen - mach das wie deine Hausärztin es gemeint hat und nicht wie die Marktfrau es vermarktet. Und die Sorte-Frage mit Geosmin und so - das ist interessant zum diskutieren aber für den Alltag wahrscheinlich zu theoretisch.

Zitat von lisab_93

für den Alltag wahrscheinlich zu theoretisch

ja ok aber das ist doch ein bisschen die Ausrede um nicht weiterdenken zu müssen. "zu theoretisch" sagt man wenn man keine Lust hat auf die Antwort. die Sorte-Frage ist doch nicht akademisch, die ist direkt relevant wenn @elvira_k nächstes Jahr wieder Samen kauft. was mich bei deinem Beitrag @lisab_93 aber wirklich stört: du springst jetzt zu "macht sie das wirklich regelmäßig" - als ob das die interessantere Frage wäre. @elvira_k hat konkret nach dem Schälen und dem Geschmack gefragt, nicht nach Compliance-Strategien. das klingt mir ein bisschen nach Ablenkung vom eigentlichen Thema. und das mit der Ärztin - "mach das wie deine Hausärztin es gemeint hat." ok, aber hat die Hausärztin gesagt roh oder gekocht? das steht da gar nicht. vielleicht hat sie einfach "mehr Rote Beete" gesagt und @elvira_k macht sich jetzt selbst Gedanken wie. das ist ein ziemlich großer Unterschied. was mich gerade wirklich beschäftigt - ich kenn das von mir selbst, wenn ich beim Training was ändern will wegen irgendeinem Hinweis, dann google ich erstmal drei Stunden und am Ende esse ich einfach was ich sowieso gegessen hätte. vielleicht ist das hier auch so ein Thread.

Zitat von leni_k

vielleicht ist das hier auch so ein Thread

da muss ich lachen. ja. wahrscheinlich schon. aber das was @leni_k am Ende schreibt stimmt halt. ich kenn das von mir selbst - ich hab meinem Schwager jetzt bestimmt dreimal erklärt warum Kapseln Quatsch sind und er kauft sie trotzdem. der Mensch macht was er macht. @elvira_k hat nen Garten, hat schon Rote Beete drin, isst die seit Jahren irgendwie - die wird das schon hinkriegen ohne dass wir hier zwei Stunden über Geosmin reden. was mich bei @leni_k aber wirklich trifft: ob die Hausärztin roh oder gekocht gesagt hat. das ist tatsächlich nie geklärt worden. ich würd tippen die hat einfach "essen Sie mehr Rote Beete" gesagt und alles andere kommt von @elvira_k selbst weil die Marktfrau ihr das eingetrichtert hat. Ärzte sagen selten "und zwar roh bitte". die haben dafür keine Zeit. und was ich noch nie gehört hab hier im Thread - ob da eigentlich ein Unterschied ist bei welcher Tageszeit man das isst. meine Frau isst abends kein rohes Gemüse mehr wegen Verdauung, das ist bei ihr einfach so. ob das bei Roter Beete auch relevant ist oder ob ich da gerade was erfinde weiß ich nicht. aber wenn @elvira_k das täglich essen soll ist das vielleicht gar nicht egal.

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