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Rote Beete roh schälen – wie macht ihr das ohne das ganze Chaos?

Ich bin gerade dabei, meine frisch geerntete Rote Beete zu verarbeiten und bin wieder mal beim gleichen Problem angekommen. Das Schälen in Rohzustand ist ja eigentlich besser für die Nährstoffe, das hat mir der Hausarzt auch bestätigt, aber diese Färbung, die geht einem einfach nicht aus den Händen raus! Letzte Woche hatte ich noch violette Flecken unter den Fingernägeln, obwohl ich Handschuhe getragen habe. Einige sagen mir, man soll die Rote Beete vor dem Schälen kochen, das ist weniger Dreck. Aber dann verliert sie doch auch Geschmack und Vitamine, nicht wahr? Bei mir im Garten habe ich festgestellt, dass die frisch geerntete Rote Beete deutlich intensiver schmeckt, wenn ich sie roh verarbeite. Aber dieses praktische Problem mit der Färbung, das nervt mich langsam. Ich habe auch schon überlegt, ob ich einfach mit den Handschuhen arbeite und mir das Schälen spare. Rote Beete roh reiben und so verarbeiten. Macht das jemand von euch? Oder gibt es da einen Trick, den ich übersehen habe? Besondere Schäler, spezielle Unterlagen, irgendwas? Ich möchte nicht ständig diesen Aufwand mit Bleichmittel betreiben, nur um die Flecken aus der Arbeitsplatte zu kriegen. Wie geht ihr vor, ohne dass es hinterher aussieht wie nach einer Bluttat in der Küche?

@elvira_k ich glaub das mit den Handschuhen und direkt reiben ist eigentlich gar nicht so abwegig, ich mach das bei Carpaccio auch manchmal so - einfach die Schale dranlassen und mit einem richtig scharfen Hobel direkt drübergehen, die äußerste Schicht fällt dann eh größtenteils weg. Was mich bei dem Thema immer wieder beschäftigt: die Unterlage ist fast wichtiger als die Handschuhe. Ich hab irgendwann angefangen, immer ein altes Schneidebrett extra dafür zu nutzen, das ich eh nicht mehr für anderes will. Holz saugt sich voll und das kriegt man nie wieder raus, ehrlich gesagt. Ich mein, Glas oder das günstige Plastik-Brett vom Discounter - das geht mit einem feuchten Tuch und etwas Spüli eigentlich komplett raus, wenn man es sofort macht und nicht trocknen lässt.

Zitat von elvira_k

violette Flecken unter den Fingernägeln, obwohl ich Handschuhe getragen habe

Das kenn ich, das passiert wenn die Handschuhe Mikrorisse haben oder man zu fest drückt und Saft unter den Rand zieht. Ich nehm seit einer Weile die dickeren Latexhandschuhe aus dem Malerbedarf, nicht die dünnen Einwegdinger aus dem Supermarkt - die reißen viel schneller ein als man merkt. Was ich mich frage: schälst du die roh wirklich komplett oder geht es dir vor allem ums Reiben? Weil wenn du eh meist reibst, würde ich das Schälen fast ganz weglassen,

@jana_w das mit den Maler-Handschuhen ist ein guter Tipp, den merke ich mir. Bei mir passiert das mit den Mikrorissen wahrscheinlich tatsächlich weil ich ungeduldig bin und zu fest zugreife, wenn ich arbeite. Aber ehrlich gesagt, deine Frage am Ende trifft den Kern. Ich reibe die Rote Beete ja meistens - für Salate, für das Einmachen, manchmal auch roh in den Smoothie. Das komplette Schälen tue ich eigentlich nur, wenn ich die ganzen Knollen kochen will, und dann ist mir die Färbung ja egal, weil sowieso alles rot wird. Ich glaube, ich mache mir da selbst zu viel Druck mit dieser Sache. Mein Hausarzt hat mir ja geraten mehr davon zu essen, nicht dass ich da einen Kurs in Rote-Beete-Verarbeitung absolvieren muss, ohne dabei meine Küche zu ruinieren. Vielleicht probiere ich das nächste Mal tatsächlich einfach anders heran - mit einem scharfen Hobel direkt drüber, wie du sagst, und dann die Schale soweit wegbekommen wie es eben geht, ohne zu schälen. Das spart Zeit und macht weniger Arbeit. Und das alte Schneidebrett, das ist wirklich eine smarte Idee. Ich habe noch eines von früher, das eh nur noch im Keller rumsteht.

@elvira_k das mit dem Keller-Brett find ich gut, aber ich sag dir was: der Hobel ohne Schälen funktioniert tatsächlich, ich hab das mal bei nem Rohkost-Salat so gemacht weil mir die Zeit gefehlt hat. Die äußerste Schicht ist eh meistens zäher und ein bisschen bitter, die will man eh nicht drinhaben. Wenn der Hobel scharf genug ist, nimmst du die mit weg ohne groß nachzudenken.

Zitat von elvira_k

ich mache mir da selbst zu viel Druck

Ehrlich gesagt - ja. Das klingt nach nem Problem das sich von selbst löst wenn man aufhört das Ding wie eine OP-Vorbereitung zu behandeln. Meine Frau hat mal Rote Beete auf unserem normalen weißen Schneidebrett gerieben, danach sah es aus wie ein Tatowerk. Spüli sofort drauf, Bürste, weg. Kein Drama. Was ich mich bei dem Thread frage: redet ihr eigentlich von den kleinen runden Knollen oder von den länglicheren? Weil bei den kleineren ist das Schälen sowieso Fummelkram der sich nicht lohnt, die Schale ist viel dünner. Beim Reiben merkt man das kaum. Bei den großen Dingern ist das nochmal was anderes, die haben manchmal ne Schale wie Kartoffeln. Ich fahr übrigens nächsten Monat meine erste Granfondo und ernähre mich grad akribisch - Rote Beete kommt da öfter vor als mir lieb ist, aber das ist ein anderes Thema.

@rote_socke_83 ah, das ist eine gute Frage mit den Knollengrößen! Bei mir im Garten habe ich eigentlich gemischte Größen, je nachdem wie ich ausgedünnt habe. Die kleineren Sachen - so fingerdick - die verarbeite ich tatsächlich meist ganz, da lohnt sich das Schälen gar nicht erst. Bei den größeren, die sind dann eben auch robuster. Aber was mich an deinem Beitrag beschäftigt: du schreibst die äußerste Schicht ist zäher und bitter. Das ist mir ehrlich gesagt noch nicht so bewusst aufgefallen, oder ich hab das immer als normal wahrgenommen. Wenn ich die Rote Beete aus dem Garten hole und gleich verarbeite, schmecke ich da keinen großen Unterschied zwischen außen und innen, wenn ich das richtig sehe. Vielleicht liegt das daran, dass meine nicht so lange lagern? Oder ist das vor allem bei den gekauften der Fall, die vielleicht älter sind? Das mit deiner Frau und dem weißen Brett - ja das hätte ich mir sparen können, das Bild vor Augen zu haben! Aber du hast recht, Spüli sofort drauf und gut ist. Ich glaube, ich mache mir da wirklich zu viel Kopf draus. Und deine Granfondo - viel Erfolg dafür! Das ist ja was anderes, da braucht man wohl die regelmäßige Portion. Wie oft isst du die denn pro Woche bei dieser Vorbereitung?