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Rote Beete roh schälen – gibt es da einen Trick ohne die ganze Küche zu färben?

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Ich habe letztens gelesen, dass Rote Beete roh deutlich mehr Vitamine haben soll als gekocht, und mein Hausarzt hat mir ja ohnehin geraten, mehr davon zu essen. Deshalb dachte ich mir, ich probiere das mal aus, anstatt immer alles zu kochen und einzumachen. Aber ehrlich gesagt bin ich beim Schälen fast verzweifelt! Die rohen Rüben sind ja viel fester als die gekochten und als ich versucht habe, sie mit dem Sparschäler zu bearbeiten, bin ich einfach nicht voran gekommen. Das Messer war schneller, aber dann hatte ich überall Flecken, selbst mit den Einmalhandschuhen. Meine weiße Spüle sieht aus wie ein Tatort. Ich habe ein paar ältere Roten Beeten im Garten gehabt, die ich jetzt probiert habe, und der Geschmack ist natürlich unvergleichlich mit dem vakuumverpackten Zeug aus dem Supermarkt. Aber die Verarbeitung ist mir fast zu mühsam geworden. Vielleicht bin ich auch einfach ungeduldig, weil ich es nicht gewohnt bin, mich so lange damit rumzuärgern. Hat jemand von euch einen bewährten Kniff, wie man rohe Roten Beete vernünftig schält, ohne dass die halbe Küche aussieht wie nach einer Schlacht? Oder macht ihr das auch lieber gekocht und verzichtet auf die Vitamine? Mich interessiert wirklich, ob sich der Aufwand lohnt oder ob ich wieder zu meinen eingekochten Varianten greife.

@elvira_k ich kenn das mit der weißen Spüle 😅 bei mir wars mal das Schneidebrett und das hat Wochen gebraucht bis der Fleck weg war

aber mal kurz nachgefragt - hast du die roh wirklich nur mit dem Sparschäler versucht oder auch mit sowas wie einem Keramikschäler? ich hab irgendwo aufgeschnappt dass die besser greifen bei festen Sachen, keine ahnung ob das stimmt

und was mich eigentlich noch mehr interessiert: wenn dein Hausarzt das empfohlen hat, hat der auch gesagt wie viel man davon essen soll? weil ich frag mich immer ob da ein halbe Rübe pro Woche schon reicht oder ob das dann kaum was bringt. meine freundin meint man soll da täglich ran aber das ist mir realistisch gesehen zu viel Aufwand mit Kindern im Haus

@evelyn83

Zitat von evelyn83

wenn dein Hausarzt das empfohlen hat, hat der auch gesagt wie viel man davon essen soll

- nein, das hat er mir ehrlich gesagt nicht so konkret mitgeteilt. Er hat nur gemeint, dass ich mehr Rote Beete essen sollte wegen des Blutdrucks, aber ob das jetzt täglich sein muss oder ob zweimal die Woche ausreicht, darauf habe ich nicht nachgefragt. Das hätte ich mir vorhin sparen können jetzt ärgere ich mich ein bisschen über meine Ungeduld! Mit dem Keramikschäler habe ich das noch nicht ausprobiert, das ist eine gute Idee. Ich habe hier nur meinen alten Klassiker aus Metall und einen breiten Sparschäler, aber vielleicht liegt es ja daran, dass der einfach nicht gut genug greift. Das Problem ist nur - wenn der Aufwand so groß ist, dass ich jedes Mal mit Tatort-Spüle rechnen muss, dann frage ich mich wirklich, ob ich das regelmäßig durchhalte. Bei meinen eingekochten Rüben aus dem Sommer, da weiß ich genau, was ich habe und der Aufwand ist vorne rein groß, aber dann habe ich wochenlang Ruhe. Deine Freundin mit täglich - ja, das kann ich mir bei drei Kindern auch nicht vorstellen. Das wäre für mich persönlich auch zu viel, und ich bin selbst allein! Vielleicht ist das ganze Vitamin-Argument auch etwas übertrieben worden. Ich frag beim nächsten Termin einfach mal konkret nach.

@elvira_k

Zitat von elvira_k

vielleicht ist das ganze Vitamin-Argument auch etwas übertrieben worden

das frag ich mich ehrlich gesagt auch manchmal. weil wenn man sich nicht dran hält - also wenn der Aufwand so groß ist dass man es nach zwei Wochen wieder lässt - dann bringt das ja sowieso nix. meine hausärztin hat mir mal gesagt dass Regelmäßigkeit da viel wichtiger ist als die perfekte Menge

und das mit dem nächsten Termin nachfragen finde ich gut. sowas vergisst man ja meistens wenn man dann wirklich beim Arzt sitzt also vielleicht kurz aufschreiben vorher

was mich noch interessiert - du hast ja eigene Rüben im Garten gehabt. sind die denn kleiner als die aus dem Supermarkt? weil ich könnte mir vorstellen dass man bei kleineren einfach gar nicht erst groß schälen muss, so dünn wie die Schale bei jungem Gemüse manchmal ist. keine ahnung ob das bei Rote Beete auch so funktioniert

@evelyn83 Das mit den jungen Rüben ist tatsächlich ein interessanter Gedanke! In meinem Garten habe ich sie eigentlich immer so lange wachsen lassen, bis sie richtig groß sind, weil ich ja dann mehr zum Einmachen habe. Aber jetzt wo du das sagst - die ganz jungen, die ich mal zu früh geerntet habe, die hatten tatsächlich eine dünnere, zartere Schale. Ob man die roh essen kann ohne zu schälen, das weiß ich ehrlich gesagt nicht, ich müsste das ausprobieren. Das mit der Aufschreiberei beim Arzt ist ein guter Tipp, das vergesse ich tatsächlich ständig. Ich sitze dann da und hab alles wieder vergessen, was ich mir vorher überlegt habe. Dieses Mal schreib ich mir das auf. Aber was mich gerade noch beschäftigt - du hast gesagt, deine Hausärztin meinte, Regelmäßigkeit ist wichtiger als die Menge. Das leuchtet mir ein, aber dann müsste ich ja trotzdem einen Weg finden, das regelmäßig hinzubekommen. Wenn ich jedes Mal eine halbe Stunde mit Färben und Chaos rechne, dann bin ich ehrlich skeptisch, ob das auf Dauer was wird. Vielleicht sollte ich die gekochten Rüben einfach akzeptieren - die esse ich ja regelmäßig und der Aufwand ist überschaubar. Oder halt die kleinen Sorten probieren, wenn es die gibt.

Zitat von evelyn83

Regelmäßigkeit da viel wichtiger ist als die perfekte Menge

das glaub ich sofort, und das ist eigentlich auch das Argument das mich bei den gekochten Varianten hält. wenn du es nicht durchhältst, bringt dir das rohe Vitaminwunder halt gar nix. @elvira_k ich muss da kurz einhaken wegen der jungen Rüben ohne Schälen - ich hab das letztes Jahr tatsächlich mal so gemacht, ganz jung geerntet, nur kurz abgebürstet und roh gehobelt. Die Schale war so dünn dass man sie kaum gespürt hat. Das ist aber wirklich nur bei sehr jungen Rüben, bei den ausgewachsenen würde ich das nicht machen wollen. Was mich bei dem ganzen Thread aber eigentlich noch beschäftigt ist die Frage ob das überhaupt so einen riesigen Unterschied macht -roh vs. gekocht - oder ob das wieder so eine dieser Sachen ist die sich im Internet potenziert haben und in Wirklichkeit ist der Vitamin-Verlust beim Kochen überschaubar. Meine FH-Kollegin (Ernährungswissenschaft) hat mal irgendwas gesagt von wegen hitzeempfindliche vs. stabile Nährstoffe, aber ich erinnere mich nicht mehr genau was bei Rote Beete jetzt konkret gilt. Also @elvira_k wenn du die gekochten sowieso regelmäßig isst - vielleicht ist das die realistischere Lösung als sich jeden zweiten Tag mit der Spüle zu ärgern.

@leni_k ja genau das mit der FH-Kollegin - das würde mich auch interessieren was da konkret bei Rote Beete passiert. Weil irgendwie hab ich im Kopf dass bei manchen Gemüsesorten die Vitamine beim Kochen sogar besser verfügbar werden aber vielleicht verwechsel ich das auch. Was mich aber gerade mehr beschäftigt ist ne ganz andere Frage - @elvira_k du hast ja deine Rüben immer lange wachsen lassen zum Einmachen. Hast du die dann auch regelmäßig gegessen über die Monate, oder sind die eher so im Schrank gelegen? Weil ich hab das Gefühl bei mir ist es manchmal so dass ich mir was vornehme (Betanio nehmen, mehr Rote Beete essen) und dann sitzt das ewig in der Küche rum und am Ende werfe ich es weg weil es mir zu lästig ist. Und dann hätte ich mit gekocht einfach weniger Aufwand gehabt. Bei den kleinen Sorten vom Markt - vielleicht ist das ja auch ne Option? Klein kaufen, schneller weg, keine großen Vorräte die dann irgendwann schlecht werden. Kostet wahrscheinlich mehr pro Kilo aber wenn man es dafür wirklich durchzieht... weiß nicht ob das praktisch ist oder ob ich da wieder was übersehe.

Zitat von elvira_kmeine weiße Spüle sieht aus wie ein Tatort
okay das hab ich jetzt erst richtig gelesen und ich muss ehrlich sagen - das ist bei mir auch passiert, einmal, und danach hab ich mir angewöhnt direkt in der Spüle zu schälen. Also Wasser reinlaufen lassen, Schälen unter fließendem Wasser. Klingt umständlich, ist es aber eigentlich nicht, und die Farbe geht gleich weg bevor sie sich irgendwo festsetzen kann. @leni_bk dein Punkt mit dem Eingemachten das im Schrank sitzt trifft mich gerade ein bisschen. ich hab letzte Woche noch ein Glas von irgendwann im März gefunden... passt nicht so gut zum "regelmäßig essen" Anspruch. Also ich glaub der Unterschied zwischen kleinen Mengen kaufen und großen Vorräten anlegen ist vielleicht wirklich relevanter als ob man roh oder gekocht kauft. Was mich bei dem ganzen Vitamin-Diskurs aber noch beschäftigt: hat irgendwer von euch mal nachgeschaut was bei Rote Beete konkret hitzeempfindlich ist? Weil ich kenn das Argument von Betain als stabiler Stoff, aber Folat zum Beispiel reagiert angeblich anders aufs Kochen. Meine FH-Kollegin würde das wahrscheinlich wissen, ich sollte sie mal fragen. Edit: @leni_bk - sorry, hab deinen Nick falsch geschrieben, ist mir gerade aufgefallen!

@leni_k haha ja das mit dem Glas von März - ich kenne das zu gut. Bei mir sind es eher die Betanio-Flaschen die ich mir kaufe und dann irgendwie vergesse regelmäßig zu nehmen. Spüle schälen ist aber echt ein guter Tipp, das probier ich beim nächsten Mal aus. Was mich gerade beschäftigt ist eher die praktische Seite - @elvira_k du hast ja vorhin gesagt du isst deine gekochten regelmäßig. Wie machst du das denn konkret, lagerst du die im Kühlschrank oder sind das die eingekochten aus deinem Garten? Weil wenn es um Regelmäßigkeit geht, dann interessiert mich eher wie man das überhaupt in den Alltag einbaut. Ich meine - ich bin Kindergärtnerin, ich bin ständig unterwegs, und wenn ich mir freitags denke "okay diese Woche esse ich mehr Rote Beete" und dann Montag morgen bin ich zu spät dran und der Snack wird zum Problem. Mit gekochtem das schon im Glas ist - das geht einfach schneller. Das mit den kleinen Sorten vom Markt würde ich trotzdem gern mal probieren wenn ich Donnerstags einkaufen geh. Nicht aus Vitamin-Gründen sondern eher weil ich den Geschmack vom frischen Zeug tatsächlich besser finde als vom vakuumverpackten. Aber dann muss ich halt auch ehrlich sein dass ich die wahrscheinlich nicht täglich essen werde sondern eher so zwei, drei Mal die Woche wenn mir danach ist. Und wenn das reicht um den Blutdruck zu senken oder whatever - okay. Wenn nicht naja dann war es halt trotzdem lecker.

@leni_bk

Zitat von leni_bk

wenn mir danach ist

das klingt ehrlich gesagt nach dem realistischsten Ansatz den ich heute hier gelesen hab. Nicht weil es besonders ambitioniert ist, sondern weil es tatsächlich hält. Was mich an deinem Beitrag aber grade aufhält: du sagst du kaufst Donnerstags ein. Das ist eigentlich der perfekte Moment um kleine Mengen frisch zu holen und die dann über das Wochenende zu verbrauchen - Montag ist dann eh wieder alles weg und du hast kein schlechtes Gewissen wegen Vorräten die langsam vor sich hin existieren. Ich frag mich gerade ob das nicht überhaupt die sinnvollere Strategie ist als das große Einmachen, also eher kleine Mengen gezielt kaufen, verwenden, fertig. @elvira_k macht das ja umgekehrt - viel auf einmal, dafür dann Ruhe. Beides kann funktionieren, je nach Typ. Was mich aber bei dem "wenn mir danach ist" noch beschäftigt: ist das bei dir wirklich Lust, oder ist das eher so ein... ich greif dazu weil es da ist? Weil ich bei mir merke dass ich Sachen öfter esse wenn sie schon vorbereitet rumstehen. Rohe Rote Beete muss ich aktiv wollen. Gekochte esse ich nebenbei.

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