Rote Beete roh raspeln - wie kriegt man das ohne Chaos hin?
Zitat von leni_do am August 21, 2026, 20:49 Uhrkleines Update zu meinem Kram mit den Shots - ich hab meine Kollegin letzte Woche tatsächlich richtig ausgefragt und nicht nur so oberflächlich gefragt. Und ehrlich gesagt hat das mehr gebracht als ich dachte. Sie hat mir konkret erzählt dass sie die vor längeren Läufen trinkt, nicht einfach so, und dass sie auf ihre Pace achtet - die ist bei ihr nach ner Zeit messbar besser geworden. Aber und das ist wichtig - sie hat die über mehrere Monate getestet, nicht einfach eine Flasche gekauft und gehofft. Das ist natürlich was ganz anderes als was ich gemacht hab. @markus_hh88 deine Frage mit den konkreten Messungen - das hat mich echt zum Nachdenken gebracht. Ich hab das nämlich gar nicht gemacht, ich bin einfach gelaufen und hab mir nix notiert. Aber jetzt frag ich mich ob ich das mal systematischer angehen sollte, zumindest beim nächsten längeren Lauf. Nicht weil ich denke dass die Shots jetzt das Wunder wirken sondern eher um überhaupt zu wissen woran ich bin. Was mich aber gerade mehr interessiert - @elvira_k dein Punkt mit dem Rhythmus und der Beruhigung beim Einkochen, das hat bei mir was ausgelöst. Ich hab nämlich beim letzten Halbmarathon-Training gemerkt dass mir die Planung selbst mehr hilft als das was ich esse. Also nicht weil Rote Beete oder sonst was, sondern weil ich weiß was ich wann tue. Ob das bei dir ähnlich läuft oder ob das nur bei mir so ist
kleines Update zu meinem Kram mit den Shots - ich hab meine Kollegin letzte Woche tatsächlich richtig ausgefragt und nicht nur so oberflächlich gefragt. Und ehrlich gesagt hat das mehr gebracht als ich dachte. Sie hat mir konkret erzählt dass sie die vor längeren Läufen trinkt, nicht einfach so, und dass sie auf ihre Pace achtet - die ist bei ihr nach ner Zeit messbar besser geworden. Aber und das ist wichtig - sie hat die über mehrere Monate getestet, nicht einfach eine Flasche gekauft und gehofft. Das ist natürlich was ganz anderes als was ich gemacht hab. @markus_hh88 deine Frage mit den konkreten Messungen - das hat mich echt zum Nachdenken gebracht. Ich hab das nämlich gar nicht gemacht, ich bin einfach gelaufen und hab mir nix notiert. Aber jetzt frag ich mich ob ich das mal systematischer angehen sollte, zumindest beim nächsten längeren Lauf. Nicht weil ich denke dass die Shots jetzt das Wunder wirken sondern eher um überhaupt zu wissen woran ich bin. Was mich aber gerade mehr interessiert - @elvira_k dein Punkt mit dem Rhythmus und der Beruhigung beim Einkochen, das hat bei mir was ausgelöst. Ich hab nämlich beim letzten Halbmarathon-Training gemerkt dass mir die Planung selbst mehr hilft als das was ich esse. Also nicht weil Rote Beete oder sonst was, sondern weil ich weiß was ich wann tue. Ob das bei dir ähnlich läuft oder ob das nur bei mir so ist
Zitat von lisab_93 am August 21, 2026, 21:13 Uhr@leni_do Zitat von leni_do: eigentlich um überhaupt zu wissen woran ich bin - das ist genau das Ding. Ich merk das beim Laufen selbst - wenn ich vorher weiß was ich machen werde (Strecke, Tempo, Regeneration danach), dann läuft es einfach besser. Nicht weil die Rote Beete magisch wirkt sondern weil ich mental schon im Plan bin. Das mit deiner Kollegin und den Shots ist aber auch interessant weil sie eben nicht einfach gekauft und gehofft hat sondern wirklich beobachtet. Das ist was anderes als die Packung zu lesen und zu denken "okay dann muss das ja helfen". Was mich aber gerade beschäftigt - und das ist eine echte Frage an euch alle - habt ihr nicht das Gefühl dass wir hier die ganze Zeit über Vertrauen sprechen aber nie wirklich klären was es bringt oder eben nicht? Bei mir ist es so: Ich kauf mir frische Rüben presse die manchmal zu Saft nach längeren Läufen, und ja das fühlt sich gut an. Aber ob das messbar was an meinen Zeiten ändert? Keinen Plan. Mache ich es trotzdem? Ja, weil es sich anfühlt wie eine bewusste Entscheidung statt einfach nur Zufall. Das ist vielleicht auch schon genug. @elvira_k dein Punkt mit dem Rhythmus - das find ich ehrlich gesagt wichtiger als jede Nährstofftabelle. Wenn das Einkochen für dich beruhigend ist und du weißt was rauskommt, dann ist das nicht altmodisch sondern einfach smart. Und nein, die Rüben roh zu raspeln hätte dir nix gebracht wenn dein Kopf nicht dabei ist. Edit: Kleiner Tippfehler im Zitat gefixt - war "leni_doeigentlich" statt "leni_do: eigentlich
@leni_do Zitat von leni_do: eigentlich um überhaupt zu wissen woran ich bin - das ist genau das Ding. Ich merk das beim Laufen selbst - wenn ich vorher weiß was ich machen werde (Strecke, Tempo, Regeneration danach), dann läuft es einfach besser. Nicht weil die Rote Beete magisch wirkt sondern weil ich mental schon im Plan bin. Das mit deiner Kollegin und den Shots ist aber auch interessant weil sie eben nicht einfach gekauft und gehofft hat sondern wirklich beobachtet. Das ist was anderes als die Packung zu lesen und zu denken "okay dann muss das ja helfen". Was mich aber gerade beschäftigt - und das ist eine echte Frage an euch alle - habt ihr nicht das Gefühl dass wir hier die ganze Zeit über Vertrauen sprechen aber nie wirklich klären was es bringt oder eben nicht? Bei mir ist es so: Ich kauf mir frische Rüben presse die manchmal zu Saft nach längeren Läufen, und ja das fühlt sich gut an. Aber ob das messbar was an meinen Zeiten ändert? Keinen Plan. Mache ich es trotzdem? Ja, weil es sich anfühlt wie eine bewusste Entscheidung statt einfach nur Zufall. Das ist vielleicht auch schon genug. @elvira_k dein Punkt mit dem Rhythmus - das find ich ehrlich gesagt wichtiger als jede Nährstofftabelle. Wenn das Einkochen für dich beruhigend ist und du weißt was rauskommt, dann ist das nicht altmodisch sondern einfach smart. Und nein, die Rüben roh zu raspeln hätte dir nix gebracht wenn dein Kopf nicht dabei ist. Edit: Kleiner Tippfehler im Zitat gefixt - war "leni_doeigentlich" statt "leni_do: eigentlich
Zitat von elvira_k am August 21, 2026, 21:58 Uhr@lisab_93 du sagst es -
Zitat von lisab_93ob das messbar was an meinen Zeiten ändert? Keinen Plan
und trotzdem machst du es. Das finde ich ehrlich gesagt den wichtigsten Satz in diesem ganzen Thread. Weil genau das ist der Unterschied zwischen einem System, das funktioniert, und einem, das man ständig anzweifelt. Bei mir ist es genauso, nur eben mit dem Einkochen. Ich könnte mir jetzt auch Messungen aufschreiben, wie lange die Rüben haltbar sind oder welche Nährstoffe beim Kochen verloren gehen und so weiter. Aber das würde mir nichts bringen. Ich weiß aus vier Jahrzehnten, dass die Gläser im Keller stehen und noch gut sind wenn ich sie brauche. Das ist nicht unwissenschaftlich, das ist nur anders - das ist Erfahrung statt Theorie. Was mich gerade bei der ganzen Diskussion beschäftigt - und das ist jetzt wirklich was anderes - ist dass ich merke wie sehr wir alle versuchen, irgendwo Sicherheit zu finden. @leni_do mit ihren Shots, @leni_bk mit dem Training nach Plan, ich mit meinem Einkochen. Und das Verrückte ist: Es funktioniert nicht weil es perfekt ist sondern weil wir dabei bleiben und wissen was wir tun. Mein Hausarzt hat mir nicht gesagt ich soll mich wissenschaftlich damit auseinandersetzen, er hat gesagt ich soll mehr Rote Beete essen. Und das tu ich, gekocht, eingekocht, fertig. Das war am Ende auch die Antwort auf meine ursprüngliche Frage mit dem Raspeln - ich brauch gar nicht zu raspeln weil ich schon weiß was funktioniert.
@lisab_93 du sagst es -
Zitat von lisab_93ob das messbar was an meinen Zeiten ändert? Keinen Plan
und trotzdem machst du es. Das finde ich ehrlich gesagt den wichtigsten Satz in diesem ganzen Thread. Weil genau das ist der Unterschied zwischen einem System, das funktioniert, und einem, das man ständig anzweifelt. Bei mir ist es genauso, nur eben mit dem Einkochen. Ich könnte mir jetzt auch Messungen aufschreiben, wie lange die Rüben haltbar sind oder welche Nährstoffe beim Kochen verloren gehen und so weiter. Aber das würde mir nichts bringen. Ich weiß aus vier Jahrzehnten, dass die Gläser im Keller stehen und noch gut sind wenn ich sie brauche. Das ist nicht unwissenschaftlich, das ist nur anders - das ist Erfahrung statt Theorie. Was mich gerade bei der ganzen Diskussion beschäftigt - und das ist jetzt wirklich was anderes - ist dass ich merke wie sehr wir alle versuchen, irgendwo Sicherheit zu finden. @leni_do mit ihren Shots, @leni_bk mit dem Training nach Plan, ich mit meinem Einkochen. Und das Verrückte ist: Es funktioniert nicht weil es perfekt ist sondern weil wir dabei bleiben und wissen was wir tun. Mein Hausarzt hat mir nicht gesagt ich soll mich wissenschaftlich damit auseinandersetzen, er hat gesagt ich soll mehr Rote Beete essen. Und das tu ich, gekocht, eingekocht, fertig. Das war am Ende auch die Antwort auf meine ursprüngliche Frage mit dem Raspeln - ich brauch gar nicht zu raspeln weil ich schon weiß was funktioniert.
Zitat von lisab_93 am August 21, 2026, 22:37 Uhr@elvira_k das mit "es funktioniert nicht weil es perfekt ist sondern weil wir dabei bleiben" - ja genau das. Ich merke das auch beim Laufen, wenn ich anfange zu viel zu optimieren wird es eher schlimmer. Aber was mich gerade beim Weiterlesen beschäftigt hat - du sprichst von vier Jahrzehnten Erfahrung mit deinen Rüben und das ist natürlich was anderes als wenn ich mir eine Flasche in die Hand nehme. Das ist echte Datensammlung, nur halt nicht in Zahlen sondern in "das funktioniert einfach". Aber ich frag mich gerade - und das ist jetzt echt eine Frage und nicht rhetorisch gemeint - ob das auch anders aussieht wenn man neu damit anfängt. Also nicht vier Jahrzehnte, sondern quasi von null. Weil @leni_do hat ja eben gemerkt dass die Planung selbst schon hilft, und das ist ja auch Vertrauen in einen Prozess, nur dass der noch ganz frisch ist. Wie lange hat es bei dir gedauert bis das Einkochen sich wie "normal" angefühlt hat statt wie eine Aufgabe? Für mich ist das relevant weil ich gerade überleg ob ich nicht auch mal eine Routine mit frischen Rüben aufbauen sollte statt die immer spontan zu kaufen wenn ich Lust drauf habe. Aber irgendwie fehlt mir die Ungeduld dafür - ich will das nicht vier Jahre testen, ich will sofort wissen ob es sich lohnt 😅
@elvira_k das mit "es funktioniert nicht weil es perfekt ist sondern weil wir dabei bleiben" - ja genau das. Ich merke das auch beim Laufen, wenn ich anfange zu viel zu optimieren wird es eher schlimmer. Aber was mich gerade beim Weiterlesen beschäftigt hat - du sprichst von vier Jahrzehnten Erfahrung mit deinen Rüben und das ist natürlich was anderes als wenn ich mir eine Flasche in die Hand nehme. Das ist echte Datensammlung, nur halt nicht in Zahlen sondern in "das funktioniert einfach". Aber ich frag mich gerade - und das ist jetzt echt eine Frage und nicht rhetorisch gemeint - ob das auch anders aussieht wenn man neu damit anfängt. Also nicht vier Jahrzehnte, sondern quasi von null. Weil @leni_do hat ja eben gemerkt dass die Planung selbst schon hilft, und das ist ja auch Vertrauen in einen Prozess, nur dass der noch ganz frisch ist. Wie lange hat es bei dir gedauert bis das Einkochen sich wie "normal" angefühlt hat statt wie eine Aufgabe? Für mich ist das relevant weil ich gerade überleg ob ich nicht auch mal eine Routine mit frischen Rüben aufbauen sollte statt die immer spontan zu kaufen wenn ich Lust drauf habe. Aber irgendwie fehlt mir die Ungeduld dafür - ich will das nicht vier Jahre testen, ich will sofort wissen ob es sich lohnt 😅
Zitat von elvira_k am August 21, 2026, 23:06 Uhr@lisab_93 deine Ungeduld finde ich ehrlich gesagt sympathisch, aber ich glaube, das ist genau der Punkt wo es nicht funktioniert. Bei mir war das nicht so dass ich nach vier Jahren gedacht habe "ah jetzt lohnt sich das", sondern es war von Anfang an Teil meines Lebens mit meinem Mann. Wir haben das zusammen gemacht, wir haben geredet während wir die Rüben geschält haben, und irgendwann war es einfach normal. Das war nicht eine bewusste Entscheidung, das war Gewöhnung durch Wiederholung. Was ich aber anders sehen würde - wenn du jetzt anfangen würdest mit frischen Rüben nicht weil du hoffst dass es in vier Jahren was bringt, sondern weil es dir jetzt gerade Freude macht, dann geht das schneller. Das ist wie mit dem Training von @leni_do, oder? Die Planung hilft nicht weil sie perfekt ist, sondern weil sie einem zeigt dass man selbst die Kontrolle hat. Bei mir hat sich das Einkochen anders angefühlt nachdem mein Mann gestorben ist. Plötzlich war es nicht mehr ein gemeinsames Ritual sondern etwas das ich allein mache. Und ehrlich gesagt hat mir das geholfen, weil ich in diesem bekannten Ablauf einen Halt gefunden habe. Das ist vielleicht auch gar nicht so verkehrt wenn man neu anfängt - nicht als Optimierungsmaßnahme sondern als etwas das dir selbst Struktur gibt.
@lisab_93 deine Ungeduld finde ich ehrlich gesagt sympathisch, aber ich glaube, das ist genau der Punkt wo es nicht funktioniert. Bei mir war das nicht so dass ich nach vier Jahren gedacht habe "ah jetzt lohnt sich das", sondern es war von Anfang an Teil meines Lebens mit meinem Mann. Wir haben das zusammen gemacht, wir haben geredet während wir die Rüben geschält haben, und irgendwann war es einfach normal. Das war nicht eine bewusste Entscheidung, das war Gewöhnung durch Wiederholung. Was ich aber anders sehen würde - wenn du jetzt anfangen würdest mit frischen Rüben nicht weil du hoffst dass es in vier Jahren was bringt, sondern weil es dir jetzt gerade Freude macht, dann geht das schneller. Das ist wie mit dem Training von @leni_do, oder? Die Planung hilft nicht weil sie perfekt ist, sondern weil sie einem zeigt dass man selbst die Kontrolle hat. Bei mir hat sich das Einkochen anders angefühlt nachdem mein Mann gestorben ist. Plötzlich war es nicht mehr ein gemeinsames Ritual sondern etwas das ich allein mache. Und ehrlich gesagt hat mir das geholfen, weil ich in diesem bekannten Ablauf einen Halt gefunden habe. Das ist vielleicht auch gar nicht so verkehrt wenn man neu anfängt - nicht als Optimierungsmaßnahme sondern als etwas das dir selbst Struktur gibt.
Zitat von lisab_93 am August 22, 2026, 02:26 Uhr@elvira_k da hast du was angesprochen das mich grad selbst zum Nachdenken bringt. Dieses "es war von Anfang an Teil meines Lebens" - klar, bei dir war das anders weil es eben ein gemeinsames Ding mit deinem Mann war. Aber deine Idee mit "weil es dir jetzt gerade Freude macht" statt Optimierungsgedanke - das ist eigentlich genau das was mir beim Laufen hilft. Ich mach das nicht weil ich irgendwann mal schneller sein muss, ich mach es weil die Routine selbst schon gut tut.
Zitat von elvira_knicht als Optimierungsmaßnahme sondern als etwas das dir selbst Struktur gibt
- genau da bin ich grad bei mir selbst. Ich glaube mein Problem mit den frischen Rüben war bisher dass ich immer gedacht hab es muss irgendwo zu einer messbaren Verbesserung führen. Aber vielleicht ist einfach die Idee schon gut genug - dass ich weiß: Montag kauf ich frische Rüben, Mittwoch nach dem langen Lauf press ich die, Freitag ess ich was draus. Nicht weil das optimal ist sondern weil ich dann weiß wo ich bin. Was mich aber noch interessiert - du sagst das Einkochen hat dir nach deinem Mann geholfen weil es dieser bekannte Ablauf war. Wie lange hat es gedauert bis das sich nicht mehr traurig angefühlt hat, sondern einfach nur... normal? Weil ich glaub bei Routinen die mit Trauer verbunden sind ist das anders als wenn man was Neues anfängt.
@elvira_k da hast du was angesprochen das mich grad selbst zum Nachdenken bringt. Dieses "es war von Anfang an Teil meines Lebens" - klar, bei dir war das anders weil es eben ein gemeinsames Ding mit deinem Mann war. Aber deine Idee mit "weil es dir jetzt gerade Freude macht" statt Optimierungsgedanke - das ist eigentlich genau das was mir beim Laufen hilft. Ich mach das nicht weil ich irgendwann mal schneller sein muss, ich mach es weil die Routine selbst schon gut tut.
Zitat von elvira_knicht als Optimierungsmaßnahme sondern als etwas das dir selbst Struktur gibt
- genau da bin ich grad bei mir selbst. Ich glaube mein Problem mit den frischen Rüben war bisher dass ich immer gedacht hab es muss irgendwo zu einer messbaren Verbesserung führen. Aber vielleicht ist einfach die Idee schon gut genug - dass ich weiß: Montag kauf ich frische Rüben, Mittwoch nach dem langen Lauf press ich die, Freitag ess ich was draus. Nicht weil das optimal ist sondern weil ich dann weiß wo ich bin. Was mich aber noch interessiert - du sagst das Einkochen hat dir nach deinem Mann geholfen weil es dieser bekannte Ablauf war. Wie lange hat es gedauert bis das sich nicht mehr traurig angefühlt hat, sondern einfach nur... normal? Weil ich glaub bei Routinen die mit Trauer verbunden sind ist das anders als wenn man was Neues anfängt.
Zitat von elvira_k am August 22, 2026, 03:11 Uhr@lisab_93 das mit der Trauer ist eine ganz eigene Geschichte, ja. Ich glaube, das kann man nicht einfach so übertragen auf das was du gerade mit den Rüben vorhast. Bei mir war es so - die ersten zwei, drei Male nach seinem Tod, da war ich beim Einkochen tatsächlich ziemlich nah am Wasser gebaut. Aber nicht weil es traurig war, sondern weil ich gemerkt habe dass ich es allein tue und der Platz neben mir leer ist. Nach einer Weile - und das war weniger Zeit als ich gedacht hätte, vielleicht ein halbes Jahr - hat sich das verschoben. Plötzlich war ich nicht mehr die Witwe die das früher zusammen gemacht hat sondern einfach nur Elvira, die ihre Rüben einmacht wie immer. Das ist vielleicht auch der Unterschied zu deiner Situation. Du fängst nicht mit Trauer an, du fängst mit einer bewussten Entscheidung an. Das ist leichter. Aber ehrlich gesagt beschäftigt mich jetzt noch was anderes bei deinem letzten Satz. Du fragst wie lange es gedauert hat bis es sich normal anfühlt, und ich merke gerade dass ich da nicht wirklich eine Antwort drauf habe, die dir hilft. Weil bei mir war nichts neu - das war nur anders geworden. Was ich dir eher sagen kann ist: Fang an mit deinen Rüben und schau nicht ständig drauf ob es sich anfühlt wie es sein soll. Es wird sich anfühlen wie es sich anfühlt, und dann wird es irgendwann einfach normal. Punkt. Das ist nicht vier Jahre warten, das ist nur machen statt nachdenken.
@lisab_93 das mit der Trauer ist eine ganz eigene Geschichte, ja. Ich glaube, das kann man nicht einfach so übertragen auf das was du gerade mit den Rüben vorhast. Bei mir war es so - die ersten zwei, drei Male nach seinem Tod, da war ich beim Einkochen tatsächlich ziemlich nah am Wasser gebaut. Aber nicht weil es traurig war, sondern weil ich gemerkt habe dass ich es allein tue und der Platz neben mir leer ist. Nach einer Weile - und das war weniger Zeit als ich gedacht hätte, vielleicht ein halbes Jahr - hat sich das verschoben. Plötzlich war ich nicht mehr die Witwe die das früher zusammen gemacht hat sondern einfach nur Elvira, die ihre Rüben einmacht wie immer. Das ist vielleicht auch der Unterschied zu deiner Situation. Du fängst nicht mit Trauer an, du fängst mit einer bewussten Entscheidung an. Das ist leichter. Aber ehrlich gesagt beschäftigt mich jetzt noch was anderes bei deinem letzten Satz. Du fragst wie lange es gedauert hat bis es sich normal anfühlt, und ich merke gerade dass ich da nicht wirklich eine Antwort drauf habe, die dir hilft. Weil bei mir war nichts neu - das war nur anders geworden. Was ich dir eher sagen kann ist: Fang an mit deinen Rüben und schau nicht ständig drauf ob es sich anfühlt wie es sein soll. Es wird sich anfühlen wie es sich anfühlt, und dann wird es irgendwann einfach normal. Punkt. Das ist nicht vier Jahre warten, das ist nur machen statt nachdenken.
Zitat von ms_77 am August 22, 2026, 20:49 Uhrich les hier schon ne Weile mit und normalerweise halt ich die Klappe, aber @elvira_k das was du da grad geschrieben hast - "machen statt nachdenken" - das ist eigentlich das einzige was in diesem ganzen Thread wirklich stimmt. der Rest ist für mich ehrlich gesagt viel zu viel Gefühlsduselei um Rote Beete. Shots, Vertrauen, Rituale, Trauer... da muss ich lachen. Ihr seid hier von "wie raspel ich das ohne Flecken" zu Lebensphilosophie geglitten und keiner hats gemerkt.
Zitat von lisab_93ich will sofort wissen ob es sich lohnt
das ist wenigstens ehrlich. und die Antwort ist: kannst du nicht wissen, also hör auf drüber nachzudenken und mach einfach. oder lass es. beides ist okay. was mich aber wirklich aufregt ist das Shots-Thema. @markus_hh88 hat kurz was Vernünftiges geschrieben mit Bailey und Nitratmengen aber dann ist das wieder versandet. mein Schwager schluckt auch solches Zeug, zahlt dafür Unsummen, und wenn ich frag "was genau bringt dir das" kommt nix Konkretes. das ist Quatsch. frische Rübe kostet beim Markt hier vielleicht 80 Cent das Pfund. fertig. das mit dem Einkochen von @elvira_k - das ist übrigens das einzige in diesem Thread wo ich sag: ja das ergibt Sinn. nicht wegen Vitaminen oder Ritualen sondern weil man weiß was drin ist und es nicht wegwirft. das versteh ich.
ich les hier schon ne Weile mit und normalerweise halt ich die Klappe, aber @elvira_k das was du da grad geschrieben hast - "machen statt nachdenken" - das ist eigentlich das einzige was in diesem ganzen Thread wirklich stimmt. der Rest ist für mich ehrlich gesagt viel zu viel Gefühlsduselei um Rote Beete. Shots, Vertrauen, Rituale, Trauer... da muss ich lachen. Ihr seid hier von "wie raspel ich das ohne Flecken" zu Lebensphilosophie geglitten und keiner hats gemerkt.
Zitat von lisab_93ich will sofort wissen ob es sich lohnt
das ist wenigstens ehrlich. und die Antwort ist: kannst du nicht wissen, also hör auf drüber nachzudenken und mach einfach. oder lass es. beides ist okay. was mich aber wirklich aufregt ist das Shots-Thema. @markus_hh88 hat kurz was Vernünftiges geschrieben mit Bailey und Nitratmengen aber dann ist das wieder versandet. mein Schwager schluckt auch solches Zeug, zahlt dafür Unsummen, und wenn ich frag "was genau bringt dir das" kommt nix Konkretes. das ist Quatsch. frische Rübe kostet beim Markt hier vielleicht 80 Cent das Pfund. fertig. das mit dem Einkochen von @elvira_k - das ist übrigens das einzige in diesem Thread wo ich sag: ja das ergibt Sinn. nicht wegen Vitaminen oder Ritualen sondern weil man weiß was drin ist und es nicht wegwirft. das versteh ich.