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Rote Beete roh raspeln - lohnt sich der Aufwand wirklich?

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@derbasti ja, das mit der Feuchte ist wirklich das Knackpunkt-Problem. Bei mir funktioniert es nur, weil ich diesen alten trockenen Keller habe, und nicht jeder hat das Glück. Dann machst du es richtig, wenn du das nicht probierst. Aber was mich gerade beschäftigt - du schreibst dass du jetzt seit zwei Wochen sonntags kochst und es "funktioniert krass einfach", und gleichzeitig fragst du noch immer ob du die Beete zwei drei Wochen lagern kannst. Das ist doch eigentlich schon die Lösung, oder? Du brauchst gar nicht lange lagern wenn du einfach jede Woche neue holst. Das ist doch viel praktischer als sich eine komplizierte Lagerstrategie zu überlegen, die bei dir im feuchten Keller sowieso nicht funktioniert. Mich wundert auch ein bisschen - als du das Betanio PLUS-Ding hinterfragst hast, da hast du genau den richtigen Gedanken gehabt. Der Hersteller schreibt was drauf, und du glaubst es. Aber wenn es dir dann doch ums echte Essen geht - warum nicht einfach dabei bleiben? Frische Beete vom Markt, sonntags kochen, fertig. Das ist nicht optimiert aber es ist echt. Der Hausarzt hat mir ja auch nicht gesagt ich soll Konzentrate trinken, der hat gesagt iss davon. Und du merkst ja selbst dass dir das Sonntagskochen gut läuft.

Zitat von flo_g

wahrscheinlich kann das keiner so sagen

ehrlich gesagt glaub ich das auch, und ich find es gut dass das jemand so direkt ausspricht. ich les hier schon eine Weile mit weil mich die Rote-Beete-Konzentrat-Frage selbst beschäftigt - hab Betanio PLUS auch schon im Drogeriemarkt gesehen und überlegt. aber was mich an diesem Thread mehr trifft als der Supplement-Kram: diese ganze Diskussion landet immer wieder beim selben Punkt. frische Ware, regelmäßig, ohne großes Drumrum. das klingt banal aber ich merk bei mir selbst dass der Schritt von "weiß ich" zu "mach ich wirklich" erstaunlich groß ist. was mich aber konkret interessiert - @elvira_k du sagst dein Hausarzt hat das wirklich gemessen, vorher/nachher. war das nur Blutdruck oder auch andere Werte? ich frag weil ich das bei mir nie so systematisch angeschaut hab, und ich lauf seit drei Jahren Halbmarathons. ich merk schon Unterschiede je nachdem wie ich die Woche davor gegessen hab, aber ob das jetzt die Beete war oder der Schlaf oder dass ich nicht zwei Kaffeé zu viel getrunken hab - keine Ahnung. @derbasti dein Update mit dem Sonntagskochen klingt übrigens nach dem realistischsten Ansatz hier. nicht weil es besonders clever ist, sondern weil es einfach passt in einen echten Wochenablauf. das ist mir mehr wert als jeder optimierte Nitrat-Wert.

Zitat von leni_k

diese ganze Diskussion landet immer wieder beim selben Punkt. frische Ware, regelmäßig, ohne großes Drumrum

ja genau das. und irgendwie beruhigt mich das auch ein bisschen, weil ich dann nicht das Gefühl hab dass ich was falsch mach wenn ich keine Laborwerte habe. was mich aber gerade beschäftigt - @elvira_k du hast vorhin geschrieben dass dein Hausarzt das gemessen hat. aber war das wirklich nur deshalb besser geworden weil du Rote Beete gegessen hast, oder hast du da auch noch andere Sachen verändert? weil ich kenn das von mir - wenn ich anfang bewusster zu essen dann ess ich automatisch auch weniger Süßkram und trink mehr Wasser und sowas. da kann man ja gar nicht auseinandernehmen was genau geholfen hat. und @derbasti - dein Sonntagskochen-Update freut mich ehrlich gesagt, weil das ist halt das was ich mir selbst auch immer vornehm und dann wieder nicht mach. Ich hab im Kindergarten diese fixen Routinen überall - Montag Obsttag, Mittwoch Gemüsesuppe - und wenn ich das Privat auch irgendwie so hätt, würde ich wahrscheinlich auch einfach mehr essen. Nur bei mir is das schwierig weil ich allein koche und dann halt viel zu viel wär wenn ich jedes Mal zwei Beeten mache. Kann man die geraspelten Dinger eigentlich einfrieren oder wird das dann matschig wenn es auftaut?

@leni_bk das mit dem Einfrieren - ehrlich gesagt habe ich das noch nie probiert, weil bei mir die Beeten einfach schnell aufgebraucht sind. Aber ich würde tippen, dass geriebenes Zeug beim Auftauen matschig wird wie du sagst, das ist ja bei Gemüse generell so. Wobei - wenn du das dann in eine Suppe oder so rein packst, spielt die Textur eh keine Rolle mehr. Da könntest du einfach den gefrorenen Brei reinkippen. Aber was mich bei dir mehr interessiert - du sagst du kochst allein und zwei Beeten wären zu viel. Warum machst du nicht einfach eine ganze Beete, packst dir drei vier Scheiben zur Seite und kochst den Rest dann später weiter? Ich meine, ich hab eine Familie und da ist das anders, aber auch bei mir landen die Beeten nicht alle auf einmal auf dem Teller. Eine gekochte Beete hält ja wie @gg1987 sagte locker vier Tage im Kühlschrank, und dann nimmst du dir einfach jeden Tag ne Scheibe oder zwei mit zum Mittagessen. Das ist weniger Stress als wenn du jedes Mal neu überlegst.

Zitat von leni_k

ob das wirklich nur deshalb besser geworden weil du Rote Beete gegessen hast

- da hast du recht, das lässt sich schwer auseinanderhalten. Bei mir hat sich tatsächlich auch sonst einiges geändert, mehr Bewegung im Garten und so. Aber der Hausarzt hat die Werte regelmäßig gemessen, und die sind gesunken seit ich das mit der Beete angefangen hab. Das reicht mir als Grund, ehrlich gesagt.

@leni_bk die Einfrieren-Frage ist eigentlich interessanter als sie klingt. Geraspelt einfrieren ergibt tatsächlich Matsch beim Auftauen, das stimmt - aber das liegt an den Zellwänden, die beim Gefrieren aufplatzen. Gekocht und dann eingefroren ist das weniger ein Problem, weil die Struktur da ohnehin schon weicher ist. Wenn du als Einzelperson kochst, wäre mein Tipp: eine mittelgroße Beete kochen, in Scheiben schneiden, einfrieren, und dann portionsweise rausnehmen. Direkt in die Pfanne oder in die Suppe, kein Auftauen nötig.

Zitat von elvira_k

Das reicht mir als Grund, ehrlich gesagt.

@elvira_k das nehme ich dir nicht weg - aber aus meiner Erfahrung ist "Werte besser, ich hab mehr Beete gegessen" halt keine Kausalität. Du hast selbst gesagt mehr Bewegung, anderes Essen generell. Das ist kein Angriff, das ist nur die Realität wie schlecht wir alle darin sind, einzelne Faktoren rauszuisolieren. Auch ich merk das bei meinen Trainingswochen. Was mich bei dem ganzen Thread gerade beschäftigt, und das hat hier noch keiner direkt angesprochen: Die Diskussion dreht sich ständig um Menge und Regelmäßigkeit - aber wie viel ist eigentlich realistisch nötig, damit der Nitrat-Effekt überhaupt messbar wird? Die Studien die ich kenne - unter anderem von Jones aus Exeter, der da viel zu Ausdauer und Nitrat publiziert hat - arbeiten mit 300 bis 500 mg Nitrat pro Tag, das sind grob 200 bis 250g rohe Rote Beete täglich. Eine Scheibe in der Suppe ist da halt weit entfernt.

@markus_hh88 jetzt hast du mich aber nachdenklich gemacht mit diesen Nitrat-Mengen. 200 bis 250 Gramm täglich - das ist ja eine ganze große Beete nicht nur eine Scheibe nebenbei. Und ehrlich gesagt, wenn ich das höre, frage ich mich, ob mein Hausarzt mir das überhaupt so gemeint hat, oder ob ich das nur in meinem Kopf zu einer großen Sache gemacht habe. Bei mir sieht das so aus: Ich esse vielleicht zwei, drei Mal die Woche eine ordentliche Portion - gekocht, mit Salat oder so - und das waren schon gute 150 Gramm pro Mal. Aber jeden Tag? Nein. Und ob das reicht um überhaupt messbar den Blutdruck zu senken, das kann ich gar nicht sagen. Mein Hausarzt hat die Werte kontrolliert und gesagt "ja, besser geworden", aber ob das wirklich an der Menge liegt oder einfach daran, dass ich überhaupt anfangen hab bewusster zu essen - das unterscheide ich selbst nicht. Was mich aber jetzt beschäftigt: Wenn das wirklich 200 bis 250 Gramm täglich braucht, dann haben all diese Leute hier, die von einer Scheibe in der Suppe oder Sonntagskochen reden, wahrscheinlich gar nicht den Effekt den sie sich wünschen. Das wäre ja fast schon lustig, wenn es nicht so unbequem wäre.

@elvira_k

Zitat von elvira_k

Das wäre ja fast schon lustig, wenn es nicht so unbequem wäre.

ja, das trifft mich gerade ehrlich gesagt ein bisschen. weil ich hab in den letzten Wochen schon öfter mal Rote Beete gegessen und dabei so ein diffuses "passt schon"-Gefühl gehabt. aber 200g täglich - das hab ich nie annähernd erreicht. vielleicht zweimal die Woche eine kleinere Portion, nicht mehr. was mich jetzt bei @markus_hh88 beschäftigt: wenn die Mengen so hoch sein müssen damit überhaupt was messbar passiert - wie soll das dann jemand wie ich im Alltag realistisch hinkriegen, ohne dass Rote Beete plötzlich das halbe Abendessen übernimmt. ich mein, ich bin Halbmarathon-Läuferin, kein Profi. ich will nicht jeden Tag 250g Beete essen nur für ein paar Sekunden Unterschied bei der Pace. und da frag ich mich ob das Konzentrat dann doch seinen Sinn hat - nicht weil ich dem Marketing glaub, sondern weil es halt einfach mehr Nitrat auf kleinerem Volumen liefert. das ist keine Begeisterung für Betanio PLUS, ich bin da noch immer skeptisch. aber die Logik würde zumindest für das Konzept sprechen, oder? schauen wir mal ob @markus_hh88 dazu noch was sagt, der scheint sich da wirklich reingelesen zu haben.

@leni_k ja, aber da würde ich vorsichtig sein mit der Logik. Wenn das Konzentrat wirklich messbar mehr bringt dann müsste man das ja auch nachweisen können - und wie @markus_hh88 eben beschrieben hat, ist das schwer rauszufinden ohne echte Kontrollgruppe. Der Hersteller sagt natürlich dass die Konzentration höher ist, aber ob du davon weniger trinken kannst und den gleichen Effekt hast, oder ob es einfach nur praktischer ist - das ist wieder eine ganz andere Frage. Was mich aber ehrlich gesagt mehr beschäftigt: Wenn 200 bis 250 Gramm täglich nötig sind, dann frag ich mich, für wen das überhaupt relevant ist. Das sind ja nicht die Hobbyläufer wie du - das sind eher Leute mit diagnostiziertem Blutdruck-Problem, und da hat der Arzt wahrscheinlich auch konkret gesagt "iss das regelmäßig". Bei mir war das so. Der Hausarzt hat nicht gesagt "nimm ein Konzentrat", der hat gesagt iss Rote Beete. Punkt. Und ich mach das halt, weil es einfach ist und ich selbst anbaue. Aber deine Frage, ob die Alltags-Portionen überhaupt reichen - das ist berechtigt. Vielleicht sind wir hier alle nur am Gefühl herumoptimieren, statt uns zu fragen ob das überhaupt sinn macht für unsere Situation. Bei dir als Läuferin ist das wahrscheinlich was ganz anderes als bei mir, die nur den Blutdruck im Auge hat.

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