Rote Beete roh essen - wer macht das wirklich und warum?
Zitat von ms_77 am August 28, 2026, 18:43 Uhr@leni_k
Zitat von leni_kdu hast einmal gekostet, fands nach Acker, und das wars. das ist auch eine Einzelmessung
okay, da hast du mich wieder. stimmt. aber ich glaub da ist trotzdem ein Unterschied. wenn ich an einer Anlage einmal rieche dass da was brennt, dann geh ich auch nicht erst drei Wochen dran bevor ich das ernst nehm. manche Einzelmessungen sind halt valide. die Frage is ob Geschmack genauso funktioniert wie ein Gerät das dir Spannung anzeigt. ich bin mir nicht sicher. das Reiswaffel-Beispiel von deiner Trainingspartnerin fand ich ehrlich interessant. nicht weil es die Beete betrifft sondern weil das zeigt wie stabil so ein Glaube sein kann bis man ihn mal wirklich testet. aber sie hats getestet. zufällig nicht geplant, aber sie hats gemerkt. das ist mehr als die meisten machen. was ich mich jetzt frag und das ist wirklich neu für mich in dem Gespräch hier: was würde mich eigentlich überzeugen. also nicht von Kapseln, das is schon klar. aber von der rohen Beete. ich weiß es gerade ehrlich nicht. vielleicht ist das auch ein Problem. wenn man vorher nicht weiß was einen überzeugen würde, dann ist man genauso festgefahren wie die Kapsel-Leute. meine Frau würd sagen ich soll einfach nochmal kosten mit ordentlicher Marinade drauf. aber das is heute Abend nix mehr, ich hab noch Papierkram.
Zitat von leni_kdu hast einmal gekostet, fands nach Acker, und das wars. das ist auch eine Einzelmessung
okay, da hast du mich wieder. stimmt. aber ich glaub da ist trotzdem ein Unterschied. wenn ich an einer Anlage einmal rieche dass da was brennt, dann geh ich auch nicht erst drei Wochen dran bevor ich das ernst nehm. manche Einzelmessungen sind halt valide. die Frage is ob Geschmack genauso funktioniert wie ein Gerät das dir Spannung anzeigt. ich bin mir nicht sicher. das Reiswaffel-Beispiel von deiner Trainingspartnerin fand ich ehrlich interessant. nicht weil es die Beete betrifft sondern weil das zeigt wie stabil so ein Glaube sein kann bis man ihn mal wirklich testet. aber sie hats getestet. zufällig nicht geplant, aber sie hats gemerkt. das ist mehr als die meisten machen. was ich mich jetzt frag und das ist wirklich neu für mich in dem Gespräch hier: was würde mich eigentlich überzeugen. also nicht von Kapseln, das is schon klar. aber von der rohen Beete. ich weiß es gerade ehrlich nicht. vielleicht ist das auch ein Problem. wenn man vorher nicht weiß was einen überzeugen würde, dann ist man genauso festgefahren wie die Kapsel-Leute. meine Frau würd sagen ich soll einfach nochmal kosten mit ordentlicher Marinade drauf. aber das is heute Abend nix mehr, ich hab noch Papierkram.
Zitat von leni_k am August 28, 2026, 19:00 Uhr@ms_77
Zitat von ms_77was würde mich eigentlich überzeugen
das ist die Frage die mich jetzt noch beschäftigt weil ich glaub die meisten Leute stellen die sich nie. und das du sie dir gerade laut stellst - das ist ehrlich gesagt mehr als ich von den meisten Diskussionen hier erwarte. aber ich häng bei dem anderen Satz fest. "manche Einzelmessungen sind valide." das stimmt. wenn's brennt, dann brennt's. nur - bei Geschmack ist das Problem dass der Kontext mitisst. buchstäblich. ich kenn das von mir, ich hab mal Roten Beete Carpaccio bei einer Freundin gegessen die gut kochen kann, gutes Licht, angenehmer Abend, und ich dachte: okay, das ist eigentlich fein. dann hab ich dasselbe zu Hause probiert nach einem langen Tag und es war wieder erdig und ich wollts nicht. gleiches Gemüse. andere Messung. das macht mich dann unsicher ob mein Urteil über Geschmack wirklich was über das Essen sagt oder über den Moment. vielleicht ist das der Unterschied zu deiner Anlage. die brennt unabhängig davon ob du gerade müde bist. deine Frau mit der Marinade - ich glaub die hat nicht unrecht. nicht weil die Marinade "täuscht" sondern weil Essen halt kein Vakuumtest ist. du kalibrierst das nie ohne Kontext.
Zitat von ms_77was würde mich eigentlich überzeugen
das ist die Frage die mich jetzt noch beschäftigt weil ich glaub die meisten Leute stellen die sich nie. und das du sie dir gerade laut stellst - das ist ehrlich gesagt mehr als ich von den meisten Diskussionen hier erwarte. aber ich häng bei dem anderen Satz fest. "manche Einzelmessungen sind valide." das stimmt. wenn's brennt, dann brennt's. nur - bei Geschmack ist das Problem dass der Kontext mitisst. buchstäblich. ich kenn das von mir, ich hab mal Roten Beete Carpaccio bei einer Freundin gegessen die gut kochen kann, gutes Licht, angenehmer Abend, und ich dachte: okay, das ist eigentlich fein. dann hab ich dasselbe zu Hause probiert nach einem langen Tag und es war wieder erdig und ich wollts nicht. gleiches Gemüse. andere Messung. das macht mich dann unsicher ob mein Urteil über Geschmack wirklich was über das Essen sagt oder über den Moment. vielleicht ist das der Unterschied zu deiner Anlage. die brennt unabhängig davon ob du gerade müde bist. deine Frau mit der Marinade - ich glaub die hat nicht unrecht. nicht weil die Marinade "täuscht" sondern weil Essen halt kein Vakuumtest ist. du kalibrierst das nie ohne Kontext.
Zitat von ms_77 am August 28, 2026, 19:20 Uhr@leni_k
Zitat von leni_kdu kalibrierst das nie ohne Kontext
okay das stimmt. aber dann frag ich mich was das überhaupt noch bedeutet wenn Geschmack so kontextabhängig ist. gutes Licht, netter Abend, da schmeckts plötzlich. dann müsst ich ja eigentlich bei jedem Essen erstmal die Stimmung messen bevor ich dem Urteil trauen kann. das ist doch kein Weg. bei meiner Arbeit gibts das auch. ich hab schon Installationen abgenommen die beim ersten Blick okay wirkten weil alles ordentlich verlegt war und der Kunde freundlich war. trotzdem nochmal gemessen. weil nett und ordentlich ist kein Ersatz fürs Messen. ob ich das auf Essen übertragen kann - keine Ahnung, vielleicht nicht. was mich aber gerade mehr aufhält: du sagst "das Gemüse täuscht nicht, der Kontext verändert". okay. aber dann ist doch die logische Konsequenz dass man Rote Beete nie wirklich fair beurteilen kann. weder positiv noch negativ. weil immer irgendwas drumherum mitisst. das macht die ganze Diskussion hier ein bisschen merkwürdig wenn ich das so denk. wir reden über ein Gemüse und am Ende ist das Gemüse selbst fast egal. das kann ja nicht ganz stimmen. meine Frau würd jetzt sagen ich denk zu viel nach für jemand dem es eigentlich egal sein kann. und sie hat wahrscheinlich nicht unrecht.
Zitat von leni_kdu kalibrierst das nie ohne Kontext
okay das stimmt. aber dann frag ich mich was das überhaupt noch bedeutet wenn Geschmack so kontextabhängig ist. gutes Licht, netter Abend, da schmeckts plötzlich. dann müsst ich ja eigentlich bei jedem Essen erstmal die Stimmung messen bevor ich dem Urteil trauen kann. das ist doch kein Weg. bei meiner Arbeit gibts das auch. ich hab schon Installationen abgenommen die beim ersten Blick okay wirkten weil alles ordentlich verlegt war und der Kunde freundlich war. trotzdem nochmal gemessen. weil nett und ordentlich ist kein Ersatz fürs Messen. ob ich das auf Essen übertragen kann - keine Ahnung, vielleicht nicht. was mich aber gerade mehr aufhält: du sagst "das Gemüse täuscht nicht, der Kontext verändert". okay. aber dann ist doch die logische Konsequenz dass man Rote Beete nie wirklich fair beurteilen kann. weder positiv noch negativ. weil immer irgendwas drumherum mitisst. das macht die ganze Diskussion hier ein bisschen merkwürdig wenn ich das so denk. wir reden über ein Gemüse und am Ende ist das Gemüse selbst fast egal. das kann ja nicht ganz stimmen. meine Frau würd jetzt sagen ich denk zu viel nach für jemand dem es eigentlich egal sein kann. und sie hat wahrscheinlich nicht unrecht.
Zitat von leni_k am August 28, 2026, 19:37 Uhr@ms_77 Zitat von ms_77wir reden über ein Gemüse und am Ende ist das Gemüse selbst fast egal
ich glaub das stimmt - aber nicht so wie du's meinst. das Gemüse ist nicht egal es ist bloß nie allein. und das gilt ja für fast alles was wir essen. du misst an der Anlage nach, okay. aber du hast auch irgendwann mal gelernt was ein normaler Wert ist. das war auch nicht kontextfrei, das war Erfahrung über Zeit. was mich an deinem letzten Satz eigentlich am meisten trifft: "jemand dem es eigentlich egal sein kann." das ist vielleicht der eigentliche Unterschied zwischen dir und zum Beispiel mir. mir ist es nicht egal weil ich damit trainiere, weil ich schaue was ich esse bevor ich lauf. du isst die Beete wenn deine Frau sie hinstellt und das wars. da ist das Gemüse tatsächlich ein bisschen egal, und das ist völlig okay. aber dann frag ich mich ob du eigentlich nicht die falsche Person bist um das zu beurteilen - nicht weil dein Urteil falsch ist, sondern weil du keinen Grund hast dir die Zeit zu nehmen es zu verfeinern. ich würd auch kein Urteil über Kabelinstallationen abgeben die ich nicht brauch. deine Frau klingt übrigens wie jemand mit dem ich gern über Essen reden würde 😄
Edit: wollte noch sagen - das ist keine Kritik, eher eine Beobachtung. jeder hat andere Prioritäten und das ist okay. nur manchmal hilft es, das im Hinterkopf zu haben wenn man sich austauscht.
@ms_77 Zitat von ms_77wir reden über ein Gemüse und am Ende ist das Gemüse selbst fast egal
ich glaub das stimmt - aber nicht so wie du's meinst. das Gemüse ist nicht egal es ist bloß nie allein. und das gilt ja für fast alles was wir essen. du misst an der Anlage nach, okay. aber du hast auch irgendwann mal gelernt was ein normaler Wert ist. das war auch nicht kontextfrei, das war Erfahrung über Zeit. was mich an deinem letzten Satz eigentlich am meisten trifft: "jemand dem es eigentlich egal sein kann." das ist vielleicht der eigentliche Unterschied zwischen dir und zum Beispiel mir. mir ist es nicht egal weil ich damit trainiere, weil ich schaue was ich esse bevor ich lauf. du isst die Beete wenn deine Frau sie hinstellt und das wars. da ist das Gemüse tatsächlich ein bisschen egal, und das ist völlig okay. aber dann frag ich mich ob du eigentlich nicht die falsche Person bist um das zu beurteilen - nicht weil dein Urteil falsch ist, sondern weil du keinen Grund hast dir die Zeit zu nehmen es zu verfeinern. ich würd auch kein Urteil über Kabelinstallationen abgeben die ich nicht brauch. deine Frau klingt übrigens wie jemand mit dem ich gern über Essen reden würde 😄
Edit: wollte noch sagen - das ist keine Kritik, eher eine Beobachtung. jeder hat andere Prioritäten und das ist okay. nur manchmal hilft es, das im Hinterkopf zu haben wenn man sich austauscht.
Zitat von ms_77 am August 28, 2026, 19:45 Uhr@leni_k
Zitat von leni_kdu keinen Grund hast dir die Zeit zu nehmen es zu verfeinern
okay das ist fair. das stimmt wahrscheinlich. aber da steckt auch eine Annahme drin die mich ein bisschen stört - dass man ein Urteil nur dann abgeben darf wenn man tief genug drin ist. ich urteile doch auch über Dinge die nicht mein Fach sind. ich sag meinem Schwager dass seine Autokaufentscheidung Quatsch war obwohl ich kein Kfz-Mann bin. und manchmal hab ich damit recht. was mich aber bei "du bist die falsche Person" wirklich aufhält: du hast den ganzen Thread lang gesagt Geschmack ist kontextabhängig, kaum zu messen, immer irgendwas drumherum. und jetzt sagst du ich soll mir mehr Zeit nehmen das Urteil zu verfeinern. was genau soll ich da verfeinern wenn das Messinstrument laut dir eh nicht zuverlässig ist. das passt für mich gerade nicht zusammen. und wegen meiner Frau - die würd dir sagen sie redet mit jedem über Essen das ist nicht schwer. die hat letztens unserem Lehrling erklärt wie man Kürbissuppe kocht während der an der Unterverteilung gearbeitet hat. der Junge war abgelenkt, hat ne Sicherung vergessen. also vielleicht lieber nicht beim Arbeiten übers Essen reden.
Zitat von leni_kdu keinen Grund hast dir die Zeit zu nehmen es zu verfeinern
okay das ist fair. das stimmt wahrscheinlich. aber da steckt auch eine Annahme drin die mich ein bisschen stört - dass man ein Urteil nur dann abgeben darf wenn man tief genug drin ist. ich urteile doch auch über Dinge die nicht mein Fach sind. ich sag meinem Schwager dass seine Autokaufentscheidung Quatsch war obwohl ich kein Kfz-Mann bin. und manchmal hab ich damit recht. was mich aber bei "du bist die falsche Person" wirklich aufhält: du hast den ganzen Thread lang gesagt Geschmack ist kontextabhängig, kaum zu messen, immer irgendwas drumherum. und jetzt sagst du ich soll mir mehr Zeit nehmen das Urteil zu verfeinern. was genau soll ich da verfeinern wenn das Messinstrument laut dir eh nicht zuverlässig ist. das passt für mich gerade nicht zusammen. und wegen meiner Frau - die würd dir sagen sie redet mit jedem über Essen das ist nicht schwer. die hat letztens unserem Lehrling erklärt wie man Kürbissuppe kocht während der an der Unterverteilung gearbeitet hat. der Junge war abgelenkt, hat ne Sicherung vergessen. also vielleicht lieber nicht beim Arbeiten übers Essen reden.
Zitat von leni_k am August 28, 2026, 20:22 Uhr@ms_77
Zitat von ms_77was genau soll ich da verfeinern wenn das Messinstrument laut dir eh nicht zuverlässig ist
okay das ist tatsächlich ein Widerspruch den ich mir selbst einbrockt hab, da hast du recht. ich kann nicht sagen "Geschmack ist immer kontextuell" und gleichzeitig "du solltest mehr Zeit investieren um ihn besser zu beurteilen." das ist nicht konsistent. aber ich glaub der Punkt war ein anderer - nicht dass du das Urteil verfeinern sollst, sondern dass der Grund warum man sich die Mühe macht schon vorher da sein muss. ich lauf halb-marathons und ess deshalb aufmerksamer als jemand dem das egal ist. das ist kein Qualitätsurteil über Personen, das ist einfach Motivation. ohne die macht sich keiner die Arbeit. und das ist okay. was mich an deiner Sicherungs-Geschichte wirklich beschäftigt: der Lehrling hat was vergessen weil er abgelenkt war. aber abgelenkt von was - von einem Gespräch das ihn interessiert hat. ich weiß nicht ob das ein Argument gegen Kürbissuppe-Gespräche ist oder gegen Unterverteilungen die man im Gespräch nicht sichern kann. das klingt mehr nach einem Systemproblem als nach einem Essen-Problem. und zu deinem Schwager-Beispiel: manchmal hat man recht auch ohne tief drin zu sein, ja. aber du hast wahrscheinlich auch schon daneben gelegen und es nicht gewusst weil niemand nachgemessen hat.
Zitat von ms_77was genau soll ich da verfeinern wenn das Messinstrument laut dir eh nicht zuverlässig ist
okay das ist tatsächlich ein Widerspruch den ich mir selbst einbrockt hab, da hast du recht. ich kann nicht sagen "Geschmack ist immer kontextuell" und gleichzeitig "du solltest mehr Zeit investieren um ihn besser zu beurteilen." das ist nicht konsistent. aber ich glaub der Punkt war ein anderer - nicht dass du das Urteil verfeinern sollst, sondern dass der Grund warum man sich die Mühe macht schon vorher da sein muss. ich lauf halb-marathons und ess deshalb aufmerksamer als jemand dem das egal ist. das ist kein Qualitätsurteil über Personen, das ist einfach Motivation. ohne die macht sich keiner die Arbeit. und das ist okay. was mich an deiner Sicherungs-Geschichte wirklich beschäftigt: der Lehrling hat was vergessen weil er abgelenkt war. aber abgelenkt von was - von einem Gespräch das ihn interessiert hat. ich weiß nicht ob das ein Argument gegen Kürbissuppe-Gespräche ist oder gegen Unterverteilungen die man im Gespräch nicht sichern kann. das klingt mehr nach einem Systemproblem als nach einem Essen-Problem. und zu deinem Schwager-Beispiel: manchmal hat man recht auch ohne tief drin zu sein, ja. aber du hast wahrscheinlich auch schon daneben gelegen und es nicht gewusst weil niemand nachgemessen hat.
Zitat von ms_77 am August 28, 2026, 20:39 Uhr@leni_k
Zitat von leni_kdu hast wahrscheinlich auch schon daneben gelegen und es nicht gewusst weil niemand nachgemessen hat
ja. stimmt. das passiert. ich erinner mich an eine Geschichte mit nem Verteilerkasten bei nem Kunden, da war ich mir sicher dass das Ding unterdimensioniert ist und hab das auch so gesagt. hat sich hinterher rausgestellt ich hab die Angabe falsch gelesen. war unangenehm. aber - und das ist der Punkt - ich habs gemerkt weil irgendwann jemand nachgemessen hat. das ist der Unterschied den ich die ganze Zeit versuche zu beschreiben und du drehst das jetzt um gegen mich, was fair ist, aber es ändert nix am grundsätzlichen Problem. beim Sicherungs-Ding: das war kein Systemproblem. der Junge soll lernen dass man beim Arbeiten den Kopf bei der Arbeit hat. fertig. das ist keine Philosophie, das ist Handwerk. was mich aber grad wirklich beschäftigt ist was anderes. du sagst ohne Motivation macht sich keiner die Mühe. okay. aber dann ist doch die Frage was bei den Kapsel-Leuten die Motivation ist. weil wenn die Motivation "ich will dass es wirkt" ist - dann ist das schon die Antwort vor dem Test. das ist kein offenes Experiment mehr. das ist Bestätigung suchen. und ich glaub das ist genau was bei @derbasti passiert, auch wenn ichs ihm net übel nehm. er will dass der Pump besser ist. also ist er besser. so funktioniert das halt im Kopf. meine Frau hat übrigens heute Abend nochmal Rote Beete gehobelt. ich hab nicht gekostet. Papierkram.
Zitat von leni_kdu hast wahrscheinlich auch schon daneben gelegen und es nicht gewusst weil niemand nachgemessen hat
ja. stimmt. das passiert. ich erinner mich an eine Geschichte mit nem Verteilerkasten bei nem Kunden, da war ich mir sicher dass das Ding unterdimensioniert ist und hab das auch so gesagt. hat sich hinterher rausgestellt ich hab die Angabe falsch gelesen. war unangenehm. aber - und das ist der Punkt - ich habs gemerkt weil irgendwann jemand nachgemessen hat. das ist der Unterschied den ich die ganze Zeit versuche zu beschreiben und du drehst das jetzt um gegen mich, was fair ist, aber es ändert nix am grundsätzlichen Problem. beim Sicherungs-Ding: das war kein Systemproblem. der Junge soll lernen dass man beim Arbeiten den Kopf bei der Arbeit hat. fertig. das ist keine Philosophie, das ist Handwerk. was mich aber grad wirklich beschäftigt ist was anderes. du sagst ohne Motivation macht sich keiner die Mühe. okay. aber dann ist doch die Frage was bei den Kapsel-Leuten die Motivation ist. weil wenn die Motivation "ich will dass es wirkt" ist - dann ist das schon die Antwort vor dem Test. das ist kein offenes Experiment mehr. das ist Bestätigung suchen. und ich glaub das ist genau was bei @derbasti passiert, auch wenn ichs ihm net übel nehm. er will dass der Pump besser ist. also ist er besser. so funktioniert das halt im Kopf. meine Frau hat übrigens heute Abend nochmal Rote Beete gehobelt. ich hab nicht gekostet. Papierkram.
Zitat von leni_k am August 28, 2026, 21:13 Uhr@ms_77
Zitat von ms_77ich hab nicht gekostet. Papierkram.
das ist irgendwie der ehrlichste Abschluss den dieser Thread haben konnte. und ich merk dass ich gerade auch nicht weiß was ich darauf antworten soll - was selten vorkommt. aber der Satz mit derbasti hat mich dann doch noch erwischt. "er will dass der Pump besser ist also ist er besser." das stimmt wahrscheinlich öfter als wir zugeben. nur - ich frag mich ob das automatisch bedeutet dass da nichts passiert. weil Placebo heißt ja nicht nix. das ist ein echter Effekt, der macht echte Dinge im Körper. das sagt meine Trainingspartnerin auch immer wenn ich skeptisch bin - "wenn's hilft hilft's." ich weiß nicht ob ich das einfach so unterschreiben würde, aber ganz wegwischen kann ich's auch nicht. was mich jetzt nach dem ganzen Gespräch ehrlich gesagt mehr beschäftigt als die Beete selbst: wir haben beide eigentlich zugegeben dass wir nicht neutral sind. du nicht, ich nicht. und trotzdem haben wir weitergemacht als ob das was ändert. vielleicht macht das auch nix. vielleicht ist ein Gespräch zwischen zwei Leuten die nicht neutral sind trotzdem nützlich. ich weiß es nicht. deine Frau hobelt jedenfalls weiter. das hat irgendwie was.
Zitat von ms_77ich hab nicht gekostet. Papierkram.
das ist irgendwie der ehrlichste Abschluss den dieser Thread haben konnte. und ich merk dass ich gerade auch nicht weiß was ich darauf antworten soll - was selten vorkommt. aber der Satz mit derbasti hat mich dann doch noch erwischt. "er will dass der Pump besser ist also ist er besser." das stimmt wahrscheinlich öfter als wir zugeben. nur - ich frag mich ob das automatisch bedeutet dass da nichts passiert. weil Placebo heißt ja nicht nix. das ist ein echter Effekt, der macht echte Dinge im Körper. das sagt meine Trainingspartnerin auch immer wenn ich skeptisch bin - "wenn's hilft hilft's." ich weiß nicht ob ich das einfach so unterschreiben würde, aber ganz wegwischen kann ich's auch nicht. was mich jetzt nach dem ganzen Gespräch ehrlich gesagt mehr beschäftigt als die Beete selbst: wir haben beide eigentlich zugegeben dass wir nicht neutral sind. du nicht, ich nicht. und trotzdem haben wir weitergemacht als ob das was ändert. vielleicht macht das auch nix. vielleicht ist ein Gespräch zwischen zwei Leuten die nicht neutral sind trotzdem nützlich. ich weiß es nicht. deine Frau hobelt jedenfalls weiter. das hat irgendwie was.
Zitat von ms_77 am August 28, 2026, 21:31 Uhr@leni_k
Zitat von leni_kvielleicht ist ein Gespräch zwischen zwei Leuten die nicht neutral sind trotzdem nützlich
ja. wahrscheinlich. aber das ist ja fast schon Philosophie für ein Forum über Gemüse. was mich bei dem Placebo-Ding aber wirklich aufhält - du sagst "wenn's hilft hilft's." okay. aber das gilt dann ja für alles. wenn ich meinem Lehrling sage er soll morgens ne Runde um den Block joggen bevor er anfängt weil das die Konzentration steigert, und er glaubts und arbeitet danach besser - hat der Spaziergang geholfen oder der Glaube daran. und ist mir das dann eigentlich egal solange die Sicherungen sitzen. ich weiß nicht. vielleicht ist das wirklich egal. aber bei Kapseln für 30 Euro ist es mir halt nicht egal weil da zahlt jemand für den Glauben und denkt er zahlt für den Effekt. das ist der Unterschied. ein Gespräch kostet nix. ein Placebo aus der Apotheke schon. und wegen "deine Frau hobelt jedenfalls weiter" - ja. die macht das. die hat mich heute Abend noch gefragt ob ich nicht doch mal kosten will. ich hab nein gesagt. nicht weil ich stur bin sondern weil ich Papierkram hatte und dann keine Lust mehr. vielleicht nächste Woche. mit Zitrone drauf oder was auch immer ihr hier so empfehlt. mal sehen.
Zitat von leni_kvielleicht ist ein Gespräch zwischen zwei Leuten die nicht neutral sind trotzdem nützlich
ja. wahrscheinlich. aber das ist ja fast schon Philosophie für ein Forum über Gemüse. was mich bei dem Placebo-Ding aber wirklich aufhält - du sagst "wenn's hilft hilft's." okay. aber das gilt dann ja für alles. wenn ich meinem Lehrling sage er soll morgens ne Runde um den Block joggen bevor er anfängt weil das die Konzentration steigert, und er glaubts und arbeitet danach besser - hat der Spaziergang geholfen oder der Glaube daran. und ist mir das dann eigentlich egal solange die Sicherungen sitzen. ich weiß nicht. vielleicht ist das wirklich egal. aber bei Kapseln für 30 Euro ist es mir halt nicht egal weil da zahlt jemand für den Glauben und denkt er zahlt für den Effekt. das ist der Unterschied. ein Gespräch kostet nix. ein Placebo aus der Apotheke schon. und wegen "deine Frau hobelt jedenfalls weiter" - ja. die macht das. die hat mich heute Abend noch gefragt ob ich nicht doch mal kosten will. ich hab nein gesagt. nicht weil ich stur bin sondern weil ich Papierkram hatte und dann keine Lust mehr. vielleicht nächste Woche. mit Zitrone drauf oder was auch immer ihr hier so empfehlt. mal sehen.
Zitat von leni_k am August 28, 2026, 21:46 Uhr@ms_77
Zitat von ms_77vielleicht nächste Woche. mit Zitrone drauf oder was auch immer ihr hier so empfehlt
okay das klingt jetzt fast wie eine Zusage. ich halt dich dran 😄
aber was mich bei dem Papierkram-Satz wirklich beschäftigt - nicht zum ersten Mal heute Abend. du hast zweimal nein gesagt zur Beete und beide Male war Papierkram der Grund. ich frag mich ob der Papierkram wirklich der Grund ist oder ob er gerade sehr praktisch war. das ist keine Anklage, ich kenn das selbst. ich hab manchmal keinen Hunger auf was Bestimmtes und dann kommt irgendwas dazwischen und ich bin froh dass ich einen Grund hatte. was mich aber wirklich neu beschäftigt nach dem ganzen Gespräch: du hast das mit dem Lehrling und dem Spaziergang gebracht. und ich glaub da steckt was drin das wir noch nicht angefasst haben. weil beim Lehrling sagst du "ist mir egal solange die Sicherungen sitzen." das ist pragmatisch, das leuchtet ein. aber du würdest ihm wahrscheinlich trotzdem nicht sagen "geh spazieren, das hilft" wenn du nicht irgendwie daran glaubst dass es stimmt. sonst wärst du unehrlich zu ihm. und das würdest du nicht machen. also irgendwo zwischen "Placebo ist okay wenn's funktioniert" und "ich lüg meinem Lehrling nicht" - da ist noch eine Grenze die ich nicht ganz greifen kann. vielleicht ist die Frage nicht ob der Effekt echt ist sondern ob man weiß dass man rät.
Zitat von ms_77vielleicht nächste Woche. mit Zitrone drauf oder was auch immer ihr hier so empfehlt
okay das klingt jetzt fast wie eine Zusage. ich halt dich dran 😄
aber was mich bei dem Papierkram-Satz wirklich beschäftigt - nicht zum ersten Mal heute Abend. du hast zweimal nein gesagt zur Beete und beide Male war Papierkram der Grund. ich frag mich ob der Papierkram wirklich der Grund ist oder ob er gerade sehr praktisch war. das ist keine Anklage, ich kenn das selbst. ich hab manchmal keinen Hunger auf was Bestimmtes und dann kommt irgendwas dazwischen und ich bin froh dass ich einen Grund hatte. was mich aber wirklich neu beschäftigt nach dem ganzen Gespräch: du hast das mit dem Lehrling und dem Spaziergang gebracht. und ich glaub da steckt was drin das wir noch nicht angefasst haben. weil beim Lehrling sagst du "ist mir egal solange die Sicherungen sitzen." das ist pragmatisch, das leuchtet ein. aber du würdest ihm wahrscheinlich trotzdem nicht sagen "geh spazieren, das hilft" wenn du nicht irgendwie daran glaubst dass es stimmt. sonst wärst du unehrlich zu ihm. und das würdest du nicht machen. also irgendwo zwischen "Placebo ist okay wenn's funktioniert" und "ich lüg meinem Lehrling nicht" - da ist noch eine Grenze die ich nicht ganz greifen kann. vielleicht ist die Frage nicht ob der Effekt echt ist sondern ob man weiß dass man rät.