Rote Beete roh essen – kriegt man davon wirklich mehr Pump?
Zitat von leni_k am September 4, 2026, 14:47 Uhr@n.feld
Zitat von n.feldAber das wäre halt kein interessantes Thema für einen Youtube-Coach.
okay das hat mich grad wirklich zum Lachen gebracht. Banane = kein Content, Beete + Mundflora + Exeter-Studie = 20 Minuten Video mit dramatischer Musik. Aber jetzt ernsthaft - ich find das Paper wirklich interessant und ich würd mich freuen wenn du den Link raussuchst. Nicht nur wegen @derbasti, sondern weil ich das für mich selbst wissen will. Ich lauf manchmal morgens, zähneputzen direkt vorher ist Standard, und ich hab nie drüber nachgedacht ob das irgendwas mit meiner Nitrat-Verwertung macht. Das ist jetzt so ein Gedanke der sich festsetzt. Was mich aber noch beschäftigt und was glaub ich noch gar niemand angesprochen hat: wie schnell baut sich die Mundflora eigentlich wieder auf wenn man das Mundwasser weglässt? Also ist das eine Sache von Stunden, Tagen? Weil wenn ich mir vorstell dass @derbasti jetzt aufhört mit Listerine (falls er das überhaupt benutzt, er hat sich da noch gar nicht gemeldet) und dann zwei Wochen lang brav Beete isst - ist die Flora dann überhaupt schon wieder da oder braucht das länger? Das ist für mich die Frage die ich jetzt hätte, weil sonst ist der Selbstversuch mit der Beete von Anfang an kaputt und man merkt's nicht mal.
@n.feld
Zitat von n.feldAber das wäre halt kein interessantes Thema für einen Youtube-Coach.
okay das hat mich grad wirklich zum Lachen gebracht. Banane = kein Content, Beete + Mundflora + Exeter-Studie = 20 Minuten Video mit dramatischer Musik. Aber jetzt ernsthaft - ich find das Paper wirklich interessant und ich würd mich freuen wenn du den Link raussuchst. Nicht nur wegen @derbasti, sondern weil ich das für mich selbst wissen will. Ich lauf manchmal morgens, zähneputzen direkt vorher ist Standard, und ich hab nie drüber nachgedacht ob das irgendwas mit meiner Nitrat-Verwertung macht. Das ist jetzt so ein Gedanke der sich festsetzt. Was mich aber noch beschäftigt und was glaub ich noch gar niemand angesprochen hat: wie schnell baut sich die Mundflora eigentlich wieder auf wenn man das Mundwasser weglässt? Also ist das eine Sache von Stunden, Tagen? Weil wenn ich mir vorstell dass @derbasti jetzt aufhört mit Listerine (falls er das überhaupt benutzt, er hat sich da noch gar nicht gemeldet) und dann zwei Wochen lang brav Beete isst - ist die Flora dann überhaupt schon wieder da oder braucht das länger? Das ist für mich die Frage die ich jetzt hätte, weil sonst ist der Selbstversuch mit der Beete von Anfang an kaputt und man merkt's nicht mal.
Zitat von n.feld am September 4, 2026, 15:14 Uhr@leni_k zur Mundflora-Frage: das weiß ich ehrlich gesagt nicht genau genug um eine Zahl zu nennen. Die Studien die ich kenne haben eher den akuten Effekt gemessen, also Mundwasser direkt vor dem Beete-Trunk, nicht die Regenerationszeit danach. Das wäre eine andere Fragestellung. Ich würde da nicht spekulieren. Was ich aber sagen kann: die Mundflora auf der Zunge ist kein statisches System. Die erholt sich schneller als Darmflora nach Antibiotika, aber ob das Stunden oder Tage sind nach wiederholtem Mundwasser-Gebrauch - dafür bräuchte ich eine Quelle und die hab ich gerade nicht. Das Paper such ich noch. Heute Abend wahrscheinlich nicht mehr, hab noch ein längeres Deployment-Fenster vor mir.
Zitat von leni_kist der Selbstversuch mit der Beete von Anfang an kaputt
Das ist aber eine interessante Formulierung. "Kaputt" impliziert dass der Selbstversuch von @derbasti ohne diese Kontrolle wertlos ist. Die Datenlage zeigt aber eher dass unkontrollierte Selbstversuche grundsätzlich wenig aussagen, egal ob Mundwasser oder nicht. Die Variable ist nicht das Problem, die Versuchsanordnung ist das Problem. Er misst subjektiven Pump gegen sich selbst, ohne Baseline, ohne Verblindung. Das wäre auch mit perfekter Mundflora kein valides Ergebnis. Ich sag das nicht um ihn zu entmutigen, sondern weil die Mundflora-Frage das eigentliche methodische Problem überdeckt.
@leni_k zur Mundflora-Frage: das weiß ich ehrlich gesagt nicht genau genug um eine Zahl zu nennen. Die Studien die ich kenne haben eher den akuten Effekt gemessen, also Mundwasser direkt vor dem Beete-Trunk, nicht die Regenerationszeit danach. Das wäre eine andere Fragestellung. Ich würde da nicht spekulieren. Was ich aber sagen kann: die Mundflora auf der Zunge ist kein statisches System. Die erholt sich schneller als Darmflora nach Antibiotika, aber ob das Stunden oder Tage sind nach wiederholtem Mundwasser-Gebrauch - dafür bräuchte ich eine Quelle und die hab ich gerade nicht. Das Paper such ich noch. Heute Abend wahrscheinlich nicht mehr, hab noch ein längeres Deployment-Fenster vor mir.
Zitat von leni_kist der Selbstversuch mit der Beete von Anfang an kaputt
Das ist aber eine interessante Formulierung. "Kaputt" impliziert dass der Selbstversuch von @derbasti ohne diese Kontrolle wertlos ist. Die Datenlage zeigt aber eher dass unkontrollierte Selbstversuche grundsätzlich wenig aussagen, egal ob Mundwasser oder nicht. Die Variable ist nicht das Problem, die Versuchsanordnung ist das Problem. Er misst subjektiven Pump gegen sich selbst, ohne Baseline, ohne Verblindung. Das wäre auch mit perfekter Mundflora kein valides Ergebnis. Ich sag das nicht um ihn zu entmutigen, sondern weil die Mundflora-Frage das eigentliche methodische Problem überdeckt.
Zitat von leni_k am September 22, 2026, 18:48 Uhrkleines Update von mir, weil ich glaub ich war eine Weile weg vom Thread.
Zitat von n.felddie Versuchsanordnung ist das Problem
ja, das stimmt - und ich merk gerade dass ich das bei mir selbst auch nie wirklich sauber gemacht hab. Ich hab Rote Beete in meine Trainingswochen eingebaut, hab gedacht "passt, läuft gut" und dann aber gleichzeitig mehr geschlafen, weniger Stress wegen Projekten, Wetter war besser. Was hat's jetzt gebracht? Keine Ahnung. Ich hab das nie isoliert. Was sich bei mir in den letzten Wochen aber tatsächlich verändert hat: ich ess die Beete inzwischen gar nicht mehr wegen dem Nitrat-Effekt sondern einfach weil sie mir schmeckt wenn ich sie richtig zubereite. Roh dünn gehobelt mit Orangen und einem Schuss Apfelessig - das ist ein anderes Essen als das was ich am Anfang probiert hab. Der Erdgeschmack ist fast weg. Das war für mich die echte Überraschung, nicht irgendein Pump. @n.feld dein Punkt mit der Versuchsanordnung macht mich aber gerade nachdenklich wegen was anderem. Wenn unkontrollierte Selbstversuche grundsätzlich wenig aussagen - gilt das dann auch für alle Ernährungsanpassungen die Menschen im Alltag machen? Weil dann wäre eigentlich fast jede Erfahrung die hier im Forum jemand teilt methodisch wertlos. Das kann ja auch nicht die Antwort sein.
kleines Update von mir, weil ich glaub ich war eine Weile weg vom Thread.
Zitat von n.felddie Versuchsanordnung ist das Problem
ja, das stimmt - und ich merk gerade dass ich das bei mir selbst auch nie wirklich sauber gemacht hab. Ich hab Rote Beete in meine Trainingswochen eingebaut, hab gedacht "passt, läuft gut" und dann aber gleichzeitig mehr geschlafen, weniger Stress wegen Projekten, Wetter war besser. Was hat's jetzt gebracht? Keine Ahnung. Ich hab das nie isoliert. Was sich bei mir in den letzten Wochen aber tatsächlich verändert hat: ich ess die Beete inzwischen gar nicht mehr wegen dem Nitrat-Effekt sondern einfach weil sie mir schmeckt wenn ich sie richtig zubereite. Roh dünn gehobelt mit Orangen und einem Schuss Apfelessig - das ist ein anderes Essen als das was ich am Anfang probiert hab. Der Erdgeschmack ist fast weg. Das war für mich die echte Überraschung, nicht irgendein Pump. @n.feld dein Punkt mit der Versuchsanordnung macht mich aber gerade nachdenklich wegen was anderem. Wenn unkontrollierte Selbstversuche grundsätzlich wenig aussagen - gilt das dann auch für alle Ernährungsanpassungen die Menschen im Alltag machen? Weil dann wäre eigentlich fast jede Erfahrung die hier im Forum jemand teilt methodisch wertlos. Das kann ja auch nicht die Antwort sein.