Rote Beete kochen – wie lange bis sie wirklich gar ist?
Zitat von elvira_k am August 5, 2026, 07:21 Uhr@derbär das mit der Radstrecke und dem Vergleich - ja, das leuchtet mir ein. Aber ehrlich gesagt beschäftigt mich jetzt was ganz anderes an dem was @evelyn83 geschrieben hat. Sie sagt ihr Alltag ist jeden Tag anders, drei Kinder, kein Sport der sich wiederholt. Und @derbär sagt dann, vielleicht ist Rote Beete für diesen Kontext einfach nicht das richtige Mittel. Das finde ich eigentlich den wichtigsten Satz im ganzen Thread, wenn ich das richtig sehe. Bei mir im Garten ist es ja anders - ich baue die Beete an, ich koche sie regelmäßig ein, das ist Teil meines Rhythmus geworden. Mein Hausarzt hat mir geraten mehr davon zu essen wegen des Blutdrucks, und bei mir funktioniert das weil ich eh in meinem Garten bin und die Knollen verarbeite. Aber das ist mein Kontext nicht @evelyn83's Kontext. Was mich aber beschäftigt - alle hier reden als würde es eine universelle Lösung geben, Knolle oder Konzentrat oder fermentiert. Aber vielleicht ist die eigentliche Frage gar nicht wie man die Beete zubereitet sondern ob die Person überhaupt einen Alltag hat wo das regelmäßig reinpasst. Bei leni_bk ist es das Sonntags-Ritual das nicht hält. Bei @evelyn83 ist es die Unvorhersehbarkeit. Bei @derbär funktioniert es weil er eine messbare Belastung hat. Ich glaube, das ist der Punkt den keiner hier wirklich aussprechen wollte.
@derbär das mit der Radstrecke und dem Vergleich - ja, das leuchtet mir ein. Aber ehrlich gesagt beschäftigt mich jetzt was ganz anderes an dem was @evelyn83 geschrieben hat. Sie sagt ihr Alltag ist jeden Tag anders, drei Kinder, kein Sport der sich wiederholt. Und @derbär sagt dann, vielleicht ist Rote Beete für diesen Kontext einfach nicht das richtige Mittel. Das finde ich eigentlich den wichtigsten Satz im ganzen Thread, wenn ich das richtig sehe. Bei mir im Garten ist es ja anders - ich baue die Beete an, ich koche sie regelmäßig ein, das ist Teil meines Rhythmus geworden. Mein Hausarzt hat mir geraten mehr davon zu essen wegen des Blutdrucks, und bei mir funktioniert das weil ich eh in meinem Garten bin und die Knollen verarbeite. Aber das ist mein Kontext nicht @evelyn83's Kontext. Was mich aber beschäftigt - alle hier reden als würde es eine universelle Lösung geben, Knolle oder Konzentrat oder fermentiert. Aber vielleicht ist die eigentliche Frage gar nicht wie man die Beete zubereitet sondern ob die Person überhaupt einen Alltag hat wo das regelmäßig reinpasst. Bei leni_bk ist es das Sonntags-Ritual das nicht hält. Bei @evelyn83 ist es die Unvorhersehbarkeit. Bei @derbär funktioniert es weil er eine messbare Belastung hat. Ich glaube, das ist der Punkt den keiner hier wirklich aussprechen wollte.
Zitat von gg1987 am August 5, 2026, 13:47 Uhrmoin, @elvira_k aber genau da wird's für mich wieder interessant und gleichzeitig auch frustrierend ehrlich. Du sagst vielleicht ist Rote Beete für diesen Kontext einfach nicht das richtige Mittel - und ja, das macht Sinn. Aber dann frag ich mich: warum wird das nicht am Anfang gesagt statt dass alle hier monatelang überlegen wie man es optimal zubereitet. @derbär hat ne messbare Belastung, du hast deinen Garten-Rhythmus, aber der Hausarzt sagt einfach zu jedem "iss mehr Beete" ohne zu fragen ob das in deinen Alltag passt überhaupt. Bei mir im Betrieb ist es ähnlich. Jungs kommen mit Supplements an, sagen der Trainer hat das empfohlen, und dann sitz ich da und sag immer: wenn du ordentlich schläfst und normal isst brauchst du das nicht. Aber das ist vielleicht auch zu einfach gedacht. Vielleicht sollte ich vorher fragen ob die Person überhaupt nen Alltag hat wo "ordentlich schlafen" realistisch ist. Was mich aber triggert - @evelyn83 hat gesagt sie steckt nicht genug drin um zu beurteilen. Aber ehrlich, nach diesem ganzen Thread stecken wir alle nicht genug drin. Du nicht, derbär nicht, keiner. Und dann kauft man sich irgendwas oder man kauft sich nix und am Ende hat sich nix geändert. Das ist für mich das eigentlich Blöde nicht die Frage wie man Beete kocht sondern dass man sich nie wirklich traut einfach anfangen ohne vorher alles durchzudenken.
moin, @elvira_k aber genau da wird's für mich wieder interessant und gleichzeitig auch frustrierend ehrlich. Du sagst vielleicht ist Rote Beete für diesen Kontext einfach nicht das richtige Mittel - und ja, das macht Sinn. Aber dann frag ich mich: warum wird das nicht am Anfang gesagt statt dass alle hier monatelang überlegen wie man es optimal zubereitet. @derbär hat ne messbare Belastung, du hast deinen Garten-Rhythmus, aber der Hausarzt sagt einfach zu jedem "iss mehr Beete" ohne zu fragen ob das in deinen Alltag passt überhaupt. Bei mir im Betrieb ist es ähnlich. Jungs kommen mit Supplements an, sagen der Trainer hat das empfohlen, und dann sitz ich da und sag immer: wenn du ordentlich schläfst und normal isst brauchst du das nicht. Aber das ist vielleicht auch zu einfach gedacht. Vielleicht sollte ich vorher fragen ob die Person überhaupt nen Alltag hat wo "ordentlich schlafen" realistisch ist. Was mich aber triggert - @evelyn83 hat gesagt sie steckt nicht genug drin um zu beurteilen. Aber ehrlich, nach diesem ganzen Thread stecken wir alle nicht genug drin. Du nicht, derbär nicht, keiner. Und dann kauft man sich irgendwas oder man kauft sich nix und am Ende hat sich nix geändert. Das ist für mich das eigentlich Blöde nicht die Frage wie man Beete kocht sondern dass man sich nie wirklich traut einfach anfangen ohne vorher alles durchzudenken.
Zitat von ms_77 am August 5, 2026, 20:54 UhrZitat von leni_bkbei mir ist es noch so ne bewusste Sache die ich machen soll
das ist der einzige Satz in dem ganzen langen Thread der mich wirklich getroffen hat. weil das ist das Problem. nicht die Garzeit nicht ob vakuum oder frisch, nicht ob fermentiert. @gg1987 hat recht - ihr denkt alle zu viel nach bevor ihr anfangt. aber ich sag das als einer der auch zu viel nachdenkt, nur in die andere Richtung. ich lese das hier seit Tagen mit weil mein Schwager mich auf den ganzen Beete-Kram gebracht hat. und ich dachte ich kann ihm erklären warum das Quatsch ist. aber ehrlich gesagt ist das Gemüse selbst gar nicht das Problem. das Problem ist dass hier alle Leute eine Knolle kaufen wollen als ob das irgendwas repariert. @derbasti zahlt für Kapseln weil Nachdenken lästig ist. @evelyn83 klappt Tabs zu. und leni_bk vergisst das Glas mittwochs. bei mir ist das mit dem Schwager genauso. der kauft sich jetzt Kapseln für 40 Euro weil er auf Youtube was gesehen hat. ich sag ihm - kauf dir ne Knolle für 80 Cent. aber dann kocht er die eine Stunde zu lang oder zu kurz und sagt siehste funktioniert nicht. das ist kein Ernährungsproblem. das ist ein Erwartungsproblem. und dafür kann weder die Knolle noch das Konzentrat was.
Zitat von leni_bkbei mir ist es noch so ne bewusste Sache die ich machen soll
das ist der einzige Satz in dem ganzen langen Thread der mich wirklich getroffen hat. weil das ist das Problem. nicht die Garzeit nicht ob vakuum oder frisch, nicht ob fermentiert. @gg1987 hat recht - ihr denkt alle zu viel nach bevor ihr anfangt. aber ich sag das als einer der auch zu viel nachdenkt, nur in die andere Richtung. ich lese das hier seit Tagen mit weil mein Schwager mich auf den ganzen Beete-Kram gebracht hat. und ich dachte ich kann ihm erklären warum das Quatsch ist. aber ehrlich gesagt ist das Gemüse selbst gar nicht das Problem. das Problem ist dass hier alle Leute eine Knolle kaufen wollen als ob das irgendwas repariert. @derbasti zahlt für Kapseln weil Nachdenken lästig ist. @evelyn83 klappt Tabs zu. und leni_bk vergisst das Glas mittwochs. bei mir ist das mit dem Schwager genauso. der kauft sich jetzt Kapseln für 40 Euro weil er auf Youtube was gesehen hat. ich sag ihm - kauf dir ne Knolle für 80 Cent. aber dann kocht er die eine Stunde zu lang oder zu kurz und sagt siehste funktioniert nicht. das ist kein Ernährungsproblem. das ist ein Erwartungsproblem. und dafür kann weder die Knolle noch das Konzentrat was.
Zitat von leni_bk am August 10, 2026, 01:13 Uhrkleines Update mal - ich hab das mit den kleineren Knollen vom Markt tatsächlich probiert letzte Woche und der Spieß-Test hat echt funktioniert. Nach 35 Minuten reingestochen und bei der kleineren war schon klar dass sie durch ist. Das war irgendwie beruhigend ehrlich, weil ich sonst immer in diesen Rätsel-Modus gerate. Aber @ms_77 - das was du gerade geschrieben hast trifft mich irgendwie hart. Du schreibst dass das Problem nicht die Knolle ist sondern dass man sich ne Knolle kauft als ob das irgendwas repariert. Und ich merk gerade - genau das hab ich die ganze Zeit gemacht. Ich dachte okay wenn ich das regelmäßiger esse dann wird mein Training besser oder ich bin fitter oder was weiß ich. Aber eigentlich weiß ich gar nicht ob das stimmt. Meine Kollegin nimmt das, also dachte ich ich probier das auch. Nicht weil ich nen echten Grund hätte sondern weil andere das machen. Was mich gerade neu beschäftigt - wenn ich ehrlich bin, dann koch ich die Beete überhaupt nur weil ich dachte das soll ja gesund sein. Nicht weil ich die mag. Ich vergess das Glas mittwochs nicht nur weil ich zu viel vorgemacht hab, sondern weil ich eigentlich gar keine Lust drauf hab die zu essen 😅
Vielleicht ist das der eigentliche Punkt den ich erst jetzt kapier. Nicht wie man sie kocht sondern ob man sie überhaupt essen will. Bei mir ist das anscheinend nicht so der Fall wenn ich ehrlich bin.
kleines Update mal - ich hab das mit den kleineren Knollen vom Markt tatsächlich probiert letzte Woche und der Spieß-Test hat echt funktioniert. Nach 35 Minuten reingestochen und bei der kleineren war schon klar dass sie durch ist. Das war irgendwie beruhigend ehrlich, weil ich sonst immer in diesen Rätsel-Modus gerate. Aber @ms_77 - das was du gerade geschrieben hast trifft mich irgendwie hart. Du schreibst dass das Problem nicht die Knolle ist sondern dass man sich ne Knolle kauft als ob das irgendwas repariert. Und ich merk gerade - genau das hab ich die ganze Zeit gemacht. Ich dachte okay wenn ich das regelmäßiger esse dann wird mein Training besser oder ich bin fitter oder was weiß ich. Aber eigentlich weiß ich gar nicht ob das stimmt. Meine Kollegin nimmt das, also dachte ich ich probier das auch. Nicht weil ich nen echten Grund hätte sondern weil andere das machen. Was mich gerade neu beschäftigt - wenn ich ehrlich bin, dann koch ich die Beete überhaupt nur weil ich dachte das soll ja gesund sein. Nicht weil ich die mag. Ich vergess das Glas mittwochs nicht nur weil ich zu viel vorgemacht hab, sondern weil ich eigentlich gar keine Lust drauf hab die zu essen 😅
Vielleicht ist das der eigentliche Punkt den ich erst jetzt kapier. Nicht wie man sie kocht sondern ob man sie überhaupt essen will. Bei mir ist das anscheinend nicht so der Fall wenn ich ehrlich bin.
Zitat von leni_do am August 10, 2026, 06:50 Uhr@leni_bk das mit dem Spieß-Test freut mich echt für dich, aber jetzt wo du das schreibst merk ich irgendwie was bei mir selbst. Du sagst du cook die Beete nur weil du dachtest das soll gesund sein nicht weil du die mag. Und bei mir ist es... naja, ähnlich? Ich mein, ich trink die als Shot weil die Kollegin mich damit nerve und ich dachte okay mach ich halt mit, vielleicht hilft das beim Joggen. Aber ehrlich gesagt - wenn ich nicht laufen würde, würde ich mir die Dinger null kaufen. Das ist genau das was du beschreibst. Ich hab mir ne Lösung für nen Problem geholt das ich vielleicht gar nicht hab. Was mich aber gerade anders triggert - du merkst jetzt dass du die Beete mittwochs vergisst weil du sie nicht magst, nicht weil die Zubereitung zu kompliziert war. Das ist krass weil ich mir das vorher nie so bewusst gemacht hab. Der ganze Thread war wie... Leute suchen nach der perfekten Methode und am Ende ist die Frage gar nicht wie sondern ob überhaupt. Bei mir ist es jetzt so - ich weiß ehrlich nicht ob mir die Shots was bringen oder ob ich mir das nur einrede weil ich gelesen hab dass das Profis nehmen. Und ob das jetzt hilft beim Halbmarathon oder ob ich einfach besser trainier - kann ich nicht trennen. Aber irgendwie is mir das inzwischen egal geworden. Ich kauf mir die halt und wenn ich keine Lust drauf hab dann nicht, point. Das wars dann auch schon
@leni_bk das mit dem Spieß-Test freut mich echt für dich, aber jetzt wo du das schreibst merk ich irgendwie was bei mir selbst. Du sagst du cook die Beete nur weil du dachtest das soll gesund sein nicht weil du die mag. Und bei mir ist es... naja, ähnlich? Ich mein, ich trink die als Shot weil die Kollegin mich damit nerve und ich dachte okay mach ich halt mit, vielleicht hilft das beim Joggen. Aber ehrlich gesagt - wenn ich nicht laufen würde, würde ich mir die Dinger null kaufen. Das ist genau das was du beschreibst. Ich hab mir ne Lösung für nen Problem geholt das ich vielleicht gar nicht hab. Was mich aber gerade anders triggert - du merkst jetzt dass du die Beete mittwochs vergisst weil du sie nicht magst, nicht weil die Zubereitung zu kompliziert war. Das ist krass weil ich mir das vorher nie so bewusst gemacht hab. Der ganze Thread war wie... Leute suchen nach der perfekten Methode und am Ende ist die Frage gar nicht wie sondern ob überhaupt. Bei mir ist es jetzt so - ich weiß ehrlich nicht ob mir die Shots was bringen oder ob ich mir das nur einrede weil ich gelesen hab dass das Profis nehmen. Und ob das jetzt hilft beim Halbmarathon oder ob ich einfach besser trainier - kann ich nicht trennen. Aber irgendwie is mir das inzwischen egal geworden. Ich kauf mir die halt und wenn ich keine Lust drauf hab dann nicht, point. Das wars dann auch schon
Zitat von elvira_k am August 10, 2026, 09:08 Uhr@leni_do das mit dem "egal geworden" - ja, das verstehe ich. Aber irgendwie beschäftigt mich gerade was anderes bei dem was du und @leni_bk jetzt beide schreibt. Ihr merkt beide, dass ihr die Beete eigentlich gar nicht wirklich wollt, sondern dass ihr euch das eingeredet habt weil andere das machen oder der Hausarzt es sagt oder weil man gelesen hat dass Profis das nehmen. Und das ist ehrlich gesagt der Punkt wo ich selbst auch mal innehalten musste. Bei mir im Garten ist das anders weil ich die Beete selbst anbaue und eh mit der Hand in der Erde bin. Da ist das nicht so eine bewusste "ich muss das für meine Gesundheit tun"-Entscheidung, sondern einfach Teil von meinem Rhythmus. Aber ich glaube, das ist genau der Unterschied, den der Hausarzt nie sehen kann wenn er jemandem sagt "iss mehr Rote Beete". Der kennt euren Alltag gar nicht. Was mich aber gerade mehr beschäftigt - wenn ihr beide merkt dass ihr das gar nicht wollt, dann ist die Frage doch nicht mehr wie man die zubereitet sondern eher: warum zwingt ihr euch zu etwas das ihr nicht mal mögt? Das finde ich ehrlich gesagt wichtiger als alle Diskussionen über Garzeit und Nitratgehalt die wir hier hatten. Wenn es euch nicht schmeckt und euch nicht in den Alltag passt, dann ist das Antwort genug, wenn ich das richtig sehe.
@leni_do das mit dem "egal geworden" - ja, das verstehe ich. Aber irgendwie beschäftigt mich gerade was anderes bei dem was du und @leni_bk jetzt beide schreibt. Ihr merkt beide, dass ihr die Beete eigentlich gar nicht wirklich wollt, sondern dass ihr euch das eingeredet habt weil andere das machen oder der Hausarzt es sagt oder weil man gelesen hat dass Profis das nehmen. Und das ist ehrlich gesagt der Punkt wo ich selbst auch mal innehalten musste. Bei mir im Garten ist das anders weil ich die Beete selbst anbaue und eh mit der Hand in der Erde bin. Da ist das nicht so eine bewusste "ich muss das für meine Gesundheit tun"-Entscheidung, sondern einfach Teil von meinem Rhythmus. Aber ich glaube, das ist genau der Unterschied, den der Hausarzt nie sehen kann wenn er jemandem sagt "iss mehr Rote Beete". Der kennt euren Alltag gar nicht. Was mich aber gerade mehr beschäftigt - wenn ihr beide merkt dass ihr das gar nicht wollt, dann ist die Frage doch nicht mehr wie man die zubereitet sondern eher: warum zwingt ihr euch zu etwas das ihr nicht mal mögt? Das finde ich ehrlich gesagt wichtiger als alle Diskussionen über Garzeit und Nitratgehalt die wir hier hatten. Wenn es euch nicht schmeckt und euch nicht in den Alltag passt, dann ist das Antwort genug, wenn ich das richtig sehe.
Zitat von markus_hh88 am August 11, 2026, 14:25 Uhr@elvira_k da muss ich ein bisschen widersprechen, auch wenn der Punkt grundsätzlich stimmt. Du schreibst, wenn es nicht schmeckt und nicht in den Alltag passt, ist das Antwort genug. Das stimmt als praktische Konsequenz. Aber das ist nicht das einzige was ich aus dem Thread mitnehme. Was mich eigentlich gerade mehr beschäftigt: @leni_bk und @leni_do beschreiben beide dasselbe Muster - sie haben angefangen weil jemand anderes das macht, nicht weil sie ein konkretes Problem hatten das sie lösen wollten. Das ist kein Rote-Beete-Problem, das ist ein Warum-Problem. Und das passiert mir beruflich dauernd: Patienten kommen mit Supplements die sie nehmen weil der Kumpel das empfohlen hat, nicht weil ihre Laborwerte irgendetwas nahelegen.
Zitat von leni_bkich vergess das Glas mittwochs nicht nur weil ich zu viel vorgemacht hab, sondern weil ich eigentlich gar keine Lust drauf hab
Das ist ehrlich, und das ist gut. Aber der nächste Schritt wäre dann die Frage: gibt es überhaupt irgendwas das du tatsächlich merkst - Belastung, Erholung, Schlaf - das sich für dich gerade nicht gut anfühlt? Weil wenn die Antwort "eigentlich nicht" ist, dann ist das die Information. Nicht "Rote Beete ist nichts für mich", sondern "ich habe gerade kein Problem das ich lösen muss."
Realistisch betrachtet ist das die Hälfte aller Supplement-Gespräche die ich führe. Das Zeug wird gekauft bevor die Frage gestellt wurde.
@elvira_k da muss ich ein bisschen widersprechen, auch wenn der Punkt grundsätzlich stimmt. Du schreibst, wenn es nicht schmeckt und nicht in den Alltag passt, ist das Antwort genug. Das stimmt als praktische Konsequenz. Aber das ist nicht das einzige was ich aus dem Thread mitnehme. Was mich eigentlich gerade mehr beschäftigt: @leni_bk und @leni_do beschreiben beide dasselbe Muster - sie haben angefangen weil jemand anderes das macht, nicht weil sie ein konkretes Problem hatten das sie lösen wollten. Das ist kein Rote-Beete-Problem, das ist ein Warum-Problem. Und das passiert mir beruflich dauernd: Patienten kommen mit Supplements die sie nehmen weil der Kumpel das empfohlen hat, nicht weil ihre Laborwerte irgendetwas nahelegen.
Zitat von leni_bkich vergess das Glas mittwochs nicht nur weil ich zu viel vorgemacht hab, sondern weil ich eigentlich gar keine Lust drauf hab
Das ist ehrlich, und das ist gut. Aber der nächste Schritt wäre dann die Frage: gibt es überhaupt irgendwas das du tatsächlich merkst - Belastung, Erholung, Schlaf - das sich für dich gerade nicht gut anfühlt? Weil wenn die Antwort "eigentlich nicht" ist, dann ist das die Information. Nicht "Rote Beete ist nichts für mich", sondern "ich habe gerade kein Problem das ich lösen muss."
Realistisch betrachtet ist das die Hälfte aller Supplement-Gespräche die ich führe. Das Zeug wird gekauft bevor die Frage gestellt wurde.
Zitat von markus_hh88 am August 13, 2026, 22:10 UhrKleines Update von mir - ich hab jetzt ein paar Tage gewartet ob noch was kommt, und @elvira_k's letzter Satz lässt mich nicht ganz los.
Zitat von elvira_kwarum zwingt ihr euch zu etwas das ihr nicht mal mögt
Das ist richtig, aber ich glaub da fehlt noch eine Schicht. Die Frage ist nicht nur ob man was mag, sondern ob man überhaupt weiß warum man es nicht mag. Aus meiner Erfahrung - und das ist jetzt wirklich Praxisalltag, nicht Theorie - unterscheiden sich "ich mag das nicht" und "ich mag das nicht weil ich nie gelernt hab wie" erheblich. Das klingt banal, ist es aber nicht. @leni_bk hat am Ende ja selbst gesagt, der Spieß-Test hat funktioniert und das war beruhigend. Und kurz darauf sagt sie, sie mag die Beete eigentlich nicht. Das sind zwei verschiedene Aussagen, die im Thread so behandelt werden als wären sie dasselbe. Vielleicht hat sie die Beete immer zu lang gekocht und deshalb nie gewusst wie die eigentlich schmeckt wenn sie gut zubereitet ist. Matschig und süßlich ist halt kein fairer Test für ein Gemüse. Das soll kein Plädoyer sein dafür dass alle jetzt nochmal anfangen sollen. Wer keine Lust hat, hat keine Lust, fertig. Aber ich frag mich ob @leni_bk je eine frische, knackige, nicht übergart Rote Beete gegessen hat - roh geraspelt zum Beispiel, mit etwas Zitrone. Das ist ein komplett anderes Lebensmittel als das Glas das mittwochs im Kühlschrank vergessen wird.
Kleines Update von mir - ich hab jetzt ein paar Tage gewartet ob noch was kommt, und @elvira_k's letzter Satz lässt mich nicht ganz los.
Zitat von elvira_kwarum zwingt ihr euch zu etwas das ihr nicht mal mögt
Das ist richtig, aber ich glaub da fehlt noch eine Schicht. Die Frage ist nicht nur ob man was mag, sondern ob man überhaupt weiß warum man es nicht mag. Aus meiner Erfahrung - und das ist jetzt wirklich Praxisalltag, nicht Theorie - unterscheiden sich "ich mag das nicht" und "ich mag das nicht weil ich nie gelernt hab wie" erheblich. Das klingt banal, ist es aber nicht. @leni_bk hat am Ende ja selbst gesagt, der Spieß-Test hat funktioniert und das war beruhigend. Und kurz darauf sagt sie, sie mag die Beete eigentlich nicht. Das sind zwei verschiedene Aussagen, die im Thread so behandelt werden als wären sie dasselbe. Vielleicht hat sie die Beete immer zu lang gekocht und deshalb nie gewusst wie die eigentlich schmeckt wenn sie gut zubereitet ist. Matschig und süßlich ist halt kein fairer Test für ein Gemüse. Das soll kein Plädoyer sein dafür dass alle jetzt nochmal anfangen sollen. Wer keine Lust hat, hat keine Lust, fertig. Aber ich frag mich ob @leni_bk je eine frische, knackige, nicht übergart Rote Beete gegessen hat - roh geraspelt zum Beispiel, mit etwas Zitrone. Das ist ein komplett anderes Lebensmittel als das Glas das mittwochs im Kühlschrank vergessen wird.
Zitat von leni_k am August 13, 2026, 22:42 Uhr@markus_hh88 der Punkt mit roh geraspelt und Zitrone - das triffst du eigentlich ziemlich genau. Ich hab leni_bk die ganze Zeit so ein bisschen beobachtet in dem Thread und gedacht, sie hat die Beete wahrscheinlich nur in dieser matschigen gekochten Version kennengelernt. Das ist halt wirklich kein fairer Test. Ich kenn das von mir selbst, ich hab Fenchel jahrelang gehasst weil meine Mutter den immer totgekocht hat. Dann mal roh in einem Salat gegessen und das war komplett anders. Manchmal ist es wirklich nur die Zubereitungsform. Was mich bei deinem letzten Beitrag aber mehr beschäftigt - du fragst ob @leni_bk weiß warum sie die Beete nicht mag. Aber ich glaub da ist noch was anderes. Sie sagt sie vergisst das Glas mittwochs. Ich kenn das Gefühl - wenn mich ein Essen nicht anspringt, "vergesse" ich das auch irgendwie aktiv. Das ist kein echtes Vergessen, das ist das Gehirn das nein sagt ohne dass man es ausspricht. Roh geraspelt wäre vielleicht wirklich der Versuch wert bevor man sagt okay das ist nix für mich. Dauert fünf Minuten, keine Kochzeit, keine Frage ob der Spieß jetzt wirklich wie Butter reingeht. Und wenn das auch nix ist dann weiß man zumindest dass es am Gemüse selbst liegt und nicht an einem Stunde-zu-lang-Unfall.
@markus_hh88 der Punkt mit roh geraspelt und Zitrone - das triffst du eigentlich ziemlich genau. Ich hab leni_bk die ganze Zeit so ein bisschen beobachtet in dem Thread und gedacht, sie hat die Beete wahrscheinlich nur in dieser matschigen gekochten Version kennengelernt. Das ist halt wirklich kein fairer Test. Ich kenn das von mir selbst, ich hab Fenchel jahrelang gehasst weil meine Mutter den immer totgekocht hat. Dann mal roh in einem Salat gegessen und das war komplett anders. Manchmal ist es wirklich nur die Zubereitungsform. Was mich bei deinem letzten Beitrag aber mehr beschäftigt - du fragst ob @leni_bk weiß warum sie die Beete nicht mag. Aber ich glaub da ist noch was anderes. Sie sagt sie vergisst das Glas mittwochs. Ich kenn das Gefühl - wenn mich ein Essen nicht anspringt, "vergesse" ich das auch irgendwie aktiv. Das ist kein echtes Vergessen, das ist das Gehirn das nein sagt ohne dass man es ausspricht. Roh geraspelt wäre vielleicht wirklich der Versuch wert bevor man sagt okay das ist nix für mich. Dauert fünf Minuten, keine Kochzeit, keine Frage ob der Spieß jetzt wirklich wie Butter reingeht. Und wenn das auch nix ist dann weiß man zumindest dass es am Gemüse selbst liegt und nicht an einem Stunde-zu-lang-Unfall.
Zitat von markus_hh88 am August 14, 2026, 15:53 Uhr@leni_k der Fenchel-Vergleich passt eigentlich ziemlich gut. Ich hab das beruflich auch schon oft gesehen - Leute die sagen sie mögen ein Gemüse nicht, und wenn man nachfragt wie sie das kennen, kommt immer dieselbe Version: totgekocht, aus der Dose, oder halt das Glas das schon drei Tage im Kühlschrank stand. Was mich bei @leni_bk aber nochmal beschäftigt, und das ist jetzt wirklich ein neuer Gedanke: sie sagt der Spieß-Test war "beruhigend". Das ist ein interessantes Wort. Nicht "praktisch" oder "hilfreich", sondern beruhigend. Das klingt für mich eher nach jemandem die das Kochen selbst als stressig erlebt, nicht nur das Ergebnis. Und wenn der Prozess schon Stress macht, dann ist das Glas mittwochs nicht das eigentliche Problem. Ich frag mich ob roh geraspelt da wirklich hilft oder ob das nur eine andere Form von "Aufwand den ich mir vornehme und dann doch nicht mache" ist. Fünf Minuten klingt wenig, aber wenn man nach der Arbeit nach Hause kommt und erstmal die roten Hände und das Schneidebrett hat - ich kenn das von mir selbst, ich mach das sonntags manchmal als Meal-Prep und die Küche sieht danach aus wie ein Tatort. Das ist keine Kritik an dem Vorschlag. Aber ich glaub der Schritt vorher wäre zu klären ob sie das Gemüse überhaupt ohne Hintergedanken probiert hat, einfach weil sie Hunger hatte und nicht weil sie dachte sie sollte.
@leni_k der Fenchel-Vergleich passt eigentlich ziemlich gut. Ich hab das beruflich auch schon oft gesehen - Leute die sagen sie mögen ein Gemüse nicht, und wenn man nachfragt wie sie das kennen, kommt immer dieselbe Version: totgekocht, aus der Dose, oder halt das Glas das schon drei Tage im Kühlschrank stand. Was mich bei @leni_bk aber nochmal beschäftigt, und das ist jetzt wirklich ein neuer Gedanke: sie sagt der Spieß-Test war "beruhigend". Das ist ein interessantes Wort. Nicht "praktisch" oder "hilfreich", sondern beruhigend. Das klingt für mich eher nach jemandem die das Kochen selbst als stressig erlebt, nicht nur das Ergebnis. Und wenn der Prozess schon Stress macht, dann ist das Glas mittwochs nicht das eigentliche Problem. Ich frag mich ob roh geraspelt da wirklich hilft oder ob das nur eine andere Form von "Aufwand den ich mir vornehme und dann doch nicht mache" ist. Fünf Minuten klingt wenig, aber wenn man nach der Arbeit nach Hause kommt und erstmal die roten Hände und das Schneidebrett hat - ich kenn das von mir selbst, ich mach das sonntags manchmal als Meal-Prep und die Küche sieht danach aus wie ein Tatort. Das ist keine Kritik an dem Vorschlag. Aber ich glaub der Schritt vorher wäre zu klären ob sie das Gemüse überhaupt ohne Hintergedanken probiert hat, einfach weil sie Hunger hatte und nicht weil sie dachte sie sollte.