Rote Beete im Smoothie – funktioniert das wirklich oder nur Marketingbild?
Zitat von markus_hh88 am August 12, 2026, 14:31 UhrIch hab das jetzt endlich mal ausprobiert, weil mir ein Kollege aus der Praxis das seit Wochen empfiehlt. Rote Beete roh in den Mixer, Apfel, Ingwer, etwas Zitrone dazu. Die Farbe ist spektakulär, keine Frage. Geschmacklich war ich aber hin und her. Das Problem ist der erdige Anteil, der sich im Smoothie irgendwie stärker durchsetzt als wenn man die Beete geraspelt isst. Vielleicht liegt das daran, dass man mehr davon reinkippt als man sonst essen würde - man denkt ja, flüssig geht mehr rein. Der Apfel puffert das ein bisschen, Ingwer auch, aber wenn man das Verhältnis nicht gut trifft, schmeckt es halt doch nach Garten. Was mich interessiert: hat jemand einen Weg gefunden, den Eigengeschmack besser einzubinden, ohne ihn komplett zu überdecken? Ich will ja nicht einfach einen Fruchtsaft mit roter Farbe trinken. Realistisch betrachtet ist das Nitrat ja nur dann interessant, wenn man auch halbwegs relevante Mengen bekommt, und das ist bei einem Smoothie mit einem halben Finger Rote Beete wahrscheinlich eher symbolisch. Ich hab heute Nachmittag noch einen zweiten Versuch gemacht, diesmal mit weniger Apfel und mehr Rote Beete, plus Kokoswasser statt normalem Wasser. War tatsächlich runder, aber ich bin mir nicht sicher ob das an der Menge lag oder am Kokoswasser. Vakuumverpackte Rote Beete würde ich dafür übrigens nicht nehmen - das hat wirklich kaum Eigengeschmack mehr, und dann kann man auch gleich roten Fruchtsaft trinken. Frisch macht hier einen hörbaren Unterschied.
Ich hab das jetzt endlich mal ausprobiert, weil mir ein Kollege aus der Praxis das seit Wochen empfiehlt. Rote Beete roh in den Mixer, Apfel, Ingwer, etwas Zitrone dazu. Die Farbe ist spektakulär, keine Frage. Geschmacklich war ich aber hin und her. Das Problem ist der erdige Anteil, der sich im Smoothie irgendwie stärker durchsetzt als wenn man die Beete geraspelt isst. Vielleicht liegt das daran, dass man mehr davon reinkippt als man sonst essen würde - man denkt ja, flüssig geht mehr rein. Der Apfel puffert das ein bisschen, Ingwer auch, aber wenn man das Verhältnis nicht gut trifft, schmeckt es halt doch nach Garten. Was mich interessiert: hat jemand einen Weg gefunden, den Eigengeschmack besser einzubinden, ohne ihn komplett zu überdecken? Ich will ja nicht einfach einen Fruchtsaft mit roter Farbe trinken. Realistisch betrachtet ist das Nitrat ja nur dann interessant, wenn man auch halbwegs relevante Mengen bekommt, und das ist bei einem Smoothie mit einem halben Finger Rote Beete wahrscheinlich eher symbolisch. Ich hab heute Nachmittag noch einen zweiten Versuch gemacht, diesmal mit weniger Apfel und mehr Rote Beete, plus Kokoswasser statt normalem Wasser. War tatsächlich runder, aber ich bin mir nicht sicher ob das an der Menge lag oder am Kokoswasser. Vakuumverpackte Rote Beete würde ich dafür übrigens nicht nehmen - das hat wirklich kaum Eigengeschmack mehr, und dann kann man auch gleich roten Fruchtsaft trinken. Frisch macht hier einen hörbaren Unterschied.
Zitat von evelyn83 am August 12, 2026, 14:47 UhrZitat von markus_hh88flüssig geht mehr rein
genau das ist glaub ich das Problem, und ich hab das nie so klar gedacht aber das stimmt. man schüttet da eine Menge rein die man nie so essen würde und dann wundert man sich dass es zu erdig schmeckt
@markus_hh88 die Idee mit dem Kokoswasser klingt interessant, aber keine ahnung ob ich dafür extra Kokoswasser kaufen würde. das steht bei mir nicht einfach so rum 😅
ich frag mich eigentlich ob Rote Beete im Smoothie nicht grundsätzlich eher was für Leute ist die den Geschmack schon mögen. also wenn man ihn sowieso nicht mag, hilft auch Apfel und Ingwer nur bedingt. meine freundin die mich auf das Thema gebracht hat trinkt das seit Jahren und findet es total normal - aber die mag den erdigen Geschmack auch so schon
was mich noch interessiert: hast du die Beete vorher irgendwie vorbereitet oder einfach roh rein? ich hab mal irgendwo gelesen dass kurzes Einlegen in Zitronensaft den Geschmack etwas abmildert, keine ahnung ob das stimmt
Edit: hab gerade noch gelesen dass auch die Menge Rote Beete entscheidend ist - vielleicht einfach mit weniger anfangen und dann langsam steigern?
Zitat von markus_hh88flüssig geht mehr rein
genau das ist glaub ich das Problem, und ich hab das nie so klar gedacht aber das stimmt. man schüttet da eine Menge rein die man nie so essen würde und dann wundert man sich dass es zu erdig schmeckt
@markus_hh88 die Idee mit dem Kokoswasser klingt interessant, aber keine ahnung ob ich dafür extra Kokoswasser kaufen würde. das steht bei mir nicht einfach so rum 😅
ich frag mich eigentlich ob Rote Beete im Smoothie nicht grundsätzlich eher was für Leute ist die den Geschmack schon mögen. also wenn man ihn sowieso nicht mag, hilft auch Apfel und Ingwer nur bedingt. meine freundin die mich auf das Thema gebracht hat trinkt das seit Jahren und findet es total normal - aber die mag den erdigen Geschmack auch so schon
was mich noch interessiert: hast du die Beete vorher irgendwie vorbereitet oder einfach roh rein? ich hab mal irgendwo gelesen dass kurzes Einlegen in Zitronensaft den Geschmack etwas abmildert, keine ahnung ob das stimmt
Edit: hab gerade noch gelesen dass auch die Menge Rote Beete entscheidend ist - vielleicht einfach mit weniger anfangen und dann langsam steigern?
Zitat von markus_hh88 am August 12, 2026, 14:57 Uhr@evelyn83 zum Einlegen in Zitronensaft: ich kenn das eher als Oxidationsschutz bei Äpfeln oder Artischocken, ob das den Geschmack von Roter Beete wirklich verändert weiß ich ehrlich gesagt nicht. Klingt für mich eher nach einem dieser Tipps, der irgendwo abgeschrieben wurde ohne dass jemand nachgemessen hat was da passiert.
Zitat von evelyn83grundsätzlich eher was für Leute die den Geschmack schon mögen
Da ist was dran, aber ich glaub das gilt für die meisten Gemüse-Smoothies. Wer Grünkohl hasst, wird Grünkohl-Smoothie auch nicht mögen, egal wie viel Mango man drüber kippt. Das Grundprinzip ist das gleiche. Was mich bei deiner Frage zur Vorbereitung aber tatsächlich beschäftigt: ich hab die Beete einfach roh gewürfelt reingekippt, keine Vorbehandlung. Bin aber jetzt neugierig ob garen - also wirklich nur kurz, nicht komplett durchkochen - den Eigengeschmack anders einsetzt. Aus meiner Erfahrung mit Patienten, die Texturprobleme haben, weiß ich dass Hitze Zellstrukturen aufbricht und damit auch Aromastofffreisetzung verändert. Ob das beim Mixen dann einen merklichen Unterschied macht, ist eine andere Frage. Das Kokoswasser steht bei mir übrigens auch nicht einfach rum, ich hatte zufällig noch eine Packung von einem Ausdauertag letzte Woche. Würd ich nicht extra kaufen nur für den Smoothie.
@evelyn83 zum Einlegen in Zitronensaft: ich kenn das eher als Oxidationsschutz bei Äpfeln oder Artischocken, ob das den Geschmack von Roter Beete wirklich verändert weiß ich ehrlich gesagt nicht. Klingt für mich eher nach einem dieser Tipps, der irgendwo abgeschrieben wurde ohne dass jemand nachgemessen hat was da passiert.
Zitat von evelyn83grundsätzlich eher was für Leute die den Geschmack schon mögen
Da ist was dran, aber ich glaub das gilt für die meisten Gemüse-Smoothies. Wer Grünkohl hasst, wird Grünkohl-Smoothie auch nicht mögen, egal wie viel Mango man drüber kippt. Das Grundprinzip ist das gleiche. Was mich bei deiner Frage zur Vorbereitung aber tatsächlich beschäftigt: ich hab die Beete einfach roh gewürfelt reingekippt, keine Vorbehandlung. Bin aber jetzt neugierig ob garen - also wirklich nur kurz, nicht komplett durchkochen - den Eigengeschmack anders einsetzt. Aus meiner Erfahrung mit Patienten, die Texturprobleme haben, weiß ich dass Hitze Zellstrukturen aufbricht und damit auch Aromastofffreisetzung verändert. Ob das beim Mixen dann einen merklichen Unterschied macht, ist eine andere Frage. Das Kokoswasser steht bei mir übrigens auch nicht einfach rum, ich hatte zufällig noch eine Packung von einem Ausdauertag letzte Woche. Würd ich nicht extra kaufen nur für den Smoothie.
Zitat von evelyn83 am August 12, 2026, 15:38 Uhr@markus_hh88 das mit dem kurzen Garen find ich eigentlich interessant, aber ich frag mich ob man dann nicht genau das verliert was man eigentlich will. also wenn man den Smoothie trinkt weil da irgendwas mit Nitrat oder so sein soll - wird das durch Hitze nicht abgebaut oder verändert? keine ahnung ob das stimmt, hab ich irgendwann mal aufgeschnappt, kann auch falsch sein
Zitat von markus_hh88Hitze Zellstrukturen aufbricht und damit auch Aromastofffreisetzung verändert
okay das klingt logisch, aber dann würde der Smoothie ja auch anders schmecken als wenn man die Beete roh reinkippt - und nicht unbedingt besser oder schlechter, einfach anders. schwer zu sagen ob sich das lohnt ohne es mal auszuprobieren
ich glaub ich hänge bei dem Thema immer noch an der Grundfrage ob der Smoothie überhaupt sinnvoll ist wenn man den Geschmack nicht wirklich mag. so ein halbherziges Trinken weil man meint man sollte - das kenn ich bei mir selbst zu gut. dann steht das Ding im Kühlschrank und man trinkt es irgendwann weil man kein schlechtes Gewissen haben will
@markus_hh88 das mit dem kurzen Garen find ich eigentlich interessant, aber ich frag mich ob man dann nicht genau das verliert was man eigentlich will. also wenn man den Smoothie trinkt weil da irgendwas mit Nitrat oder so sein soll - wird das durch Hitze nicht abgebaut oder verändert? keine ahnung ob das stimmt, hab ich irgendwann mal aufgeschnappt, kann auch falsch sein
Zitat von markus_hh88Hitze Zellstrukturen aufbricht und damit auch Aromastofffreisetzung verändert
okay das klingt logisch, aber dann würde der Smoothie ja auch anders schmecken als wenn man die Beete roh reinkippt - und nicht unbedingt besser oder schlechter, einfach anders. schwer zu sagen ob sich das lohnt ohne es mal auszuprobieren
ich glaub ich hänge bei dem Thema immer noch an der Grundfrage ob der Smoothie überhaupt sinnvoll ist wenn man den Geschmack nicht wirklich mag. so ein halbherziges Trinken weil man meint man sollte - das kenn ich bei mir selbst zu gut. dann steht das Ding im Kühlschrank und man trinkt es irgendwann weil man kein schlechtes Gewissen haben will
Zitat von markus_hh88 am August 12, 2026, 15:46 Uhr@evelyn83 zur Nitrat-Frage: da ist tatsächlich was dran, aber es ist differenzierter als "Hitze zerstört alles". Nitrat selbst ist hitzestabil, das geht nicht einfach weg. Was sich verändert ist die Zellstruktur, und dadurch wird das Nitrat beim Kauen oder Mixen anders freigesetzt. Im Wesentlichen - nein, Moment, ich mein: der Kernpunkt ist, kurzes Blanchieren hat in einer Metaanalyse, die ich vor ein paar Monaten überflogen hab (war glaub ich in der European Journal of Nutrition, bin mir nicht 100% sicher), keinen signifikanten Nitrat-Verlust gezeigt. Komplett durchkochen sieht anders aus, da geht viel ins Kochwasser. Aber dein eigentlicher Punkt trifft mehr als die Biochemie:
Zitat von evelyn83halbherziges Trinken weil man meint man sollte
Das kenn ich aus der Praxis sehr gut. Patienten die irgendwas "machen sollten" und es dann mit schlechtem Gewissen runterwürgen, das funktioniert auf Dauer nicht. Weder als Therapie noch als Ernährungsgewohnheit. Wenn jemand den Geschmack wirklich nicht mag, würd ich eher sagen: lass es. Es gibt genug andere nitratreiche Quellen - Spinat, Mangold, Rucola. Die sind im Smoothie deutlich unauffälliger. Rote Beete hat halt diesen speziellen Erdton durch Geosmin, und der ist genetisch bedingt unterschiedlich stark wahrnehmbar. Manche riechen und schmecken das kaum, andere sehr intensiv. Das ist keine Frage der Gewöhnung allein. Ich frag mich gerade ob das bei dir auch so ist, also ob du den Geschmack grundsätzlich unangenehm findest oder einfach noch nicht die richtige Kombination hattest.
@evelyn83 zur Nitrat-Frage: da ist tatsächlich was dran, aber es ist differenzierter als "Hitze zerstört alles". Nitrat selbst ist hitzestabil, das geht nicht einfach weg. Was sich verändert ist die Zellstruktur, und dadurch wird das Nitrat beim Kauen oder Mixen anders freigesetzt. Im Wesentlichen - nein, Moment, ich mein: der Kernpunkt ist, kurzes Blanchieren hat in einer Metaanalyse, die ich vor ein paar Monaten überflogen hab (war glaub ich in der European Journal of Nutrition, bin mir nicht 100% sicher), keinen signifikanten Nitrat-Verlust gezeigt. Komplett durchkochen sieht anders aus, da geht viel ins Kochwasser. Aber dein eigentlicher Punkt trifft mehr als die Biochemie:
Zitat von evelyn83halbherziges Trinken weil man meint man sollte
Das kenn ich aus der Praxis sehr gut. Patienten die irgendwas "machen sollten" und es dann mit schlechtem Gewissen runterwürgen, das funktioniert auf Dauer nicht. Weder als Therapie noch als Ernährungsgewohnheit. Wenn jemand den Geschmack wirklich nicht mag, würd ich eher sagen: lass es. Es gibt genug andere nitratreiche Quellen - Spinat, Mangold, Rucola. Die sind im Smoothie deutlich unauffälliger. Rote Beete hat halt diesen speziellen Erdton durch Geosmin, und der ist genetisch bedingt unterschiedlich stark wahrnehmbar. Manche riechen und schmecken das kaum, andere sehr intensiv. Das ist keine Frage der Gewöhnung allein. Ich frag mich gerade ob das bei dir auch so ist, also ob du den Geschmack grundsätzlich unangenehm findest oder einfach noch nicht die richtige Kombination hattest.
Zitat von evelyn83 am August 12, 2026, 16:01 Uhr@markus_hh88
Zitat von markus_hh88der ist genetisch bedingt unterschiedlich stark wahrnehmbar
okay das hab ich echt nicht gewusst das erklärt vielleicht warum meine freundin das gar nicht so schlimm findet und ich immer so ein bisschen das Gefühl hab dass ich im Garten kaue
und zu deiner Frage - ich glaub ehrlich gesagt es ist beides ein bisschen. also ich find den Geschmack nicht wirklich angenehm, aber ich hab auch noch nie eine Kombination probiert bei der ich dachte "okay das passt jetzt". immer war da irgendwas das mich gestört hat
das mit Spinat oder Rucola im Smoothie klingt komischerweise weniger abschreckend für mich, obwohl ich das auch nie probiert hab. keine ahnung warum, vielleicht weil ich Spinat vom Kochen kenne und er da halt einfach nach nichts schmeckt 😄
ich glaub das ist bei mir generell das Problem mit solchen Sachen - ich probier was aus weil ich mein ich sollte, merke dass ich es nicht mag, und dann liegt das Rezept irgendwo rum. ist bei anderen Dingen genauso
Zitat von markus_hh88der ist genetisch bedingt unterschiedlich stark wahrnehmbar
okay das hab ich echt nicht gewusst das erklärt vielleicht warum meine freundin das gar nicht so schlimm findet und ich immer so ein bisschen das Gefühl hab dass ich im Garten kaue
und zu deiner Frage - ich glaub ehrlich gesagt es ist beides ein bisschen. also ich find den Geschmack nicht wirklich angenehm, aber ich hab auch noch nie eine Kombination probiert bei der ich dachte "okay das passt jetzt". immer war da irgendwas das mich gestört hat
das mit Spinat oder Rucola im Smoothie klingt komischerweise weniger abschreckend für mich, obwohl ich das auch nie probiert hab. keine ahnung warum, vielleicht weil ich Spinat vom Kochen kenne und er da halt einfach nach nichts schmeckt 😄
ich glaub das ist bei mir generell das Problem mit solchen Sachen - ich probier was aus weil ich mein ich sollte, merke dass ich es nicht mag, und dann liegt das Rezept irgendwo rum. ist bei anderen Dingen genauso
Zitat von markus_hh88 am August 12, 2026, 16:11 Uhr@evelyn83
Zitat von evelyn83vielleicht weil ich Spinat vom Kochen kenne und er da halt einfach nach nichts schmeckt
Das ist eigentlich ein interessanter Punkt, weil er zeigt wie viel Erwartungshaltung beim Geschmack mitspielt. Du kennst Spinat als geschmacksneutral, also projizierst du das auf den Smoothie. Rote Beete kennst du als erdig, also ist der Smoothie schon verloren bevor du ihn trinkst. Ob das fair ist, sei mal dahingestellt. Was mich an deiner Beschreibung mehr beschäftigt ist das Muster dahinter: du probierst etwas aus weil du das Gefühl hast du solltest, nicht weil du es wirklich willst. Das führt fast immer zu nichts. Aus meiner Erfahrung - beruflich wie privat - funktioniert das bei Ernährungsgewohnheiten noch schlechter als bei Training. Beim Training hat man wenigstens manchmal den Effekt als Motivation. Wenn das Essen von Anfang an keinen Spaß macht, ist die Chance gering dass man dran bleibt. Mein ehrlicher Rat: wenn Rote Beete sich für dich anfühlt wie eine Pflichtübung, streich es einfach. Das ist kein Versagen. Rucola im Smoothie ist deutlich pflegeleichter im Geschmack, und wenn man Nitrat wirklich gezielt aufnehmen will, ist konzentrierter Rote-Beete-Saft aus der Flasche eigentlich sinnvoller als ein selbstgemachter Smoothie mit unklarem Nitratgehalt. Da weiß man wenigstens was drin ist. Ob sich das mit der Geosmin-Wahrnehmung bei dir wirklich so stark auswirkt, ließe sich übrigens relativ leicht testen: einfach mal einen winzigen Happen rohe Beete pur essen und schauen wie intensiv der Erdton ist.
Zitat von evelyn83vielleicht weil ich Spinat vom Kochen kenne und er da halt einfach nach nichts schmeckt
Das ist eigentlich ein interessanter Punkt, weil er zeigt wie viel Erwartungshaltung beim Geschmack mitspielt. Du kennst Spinat als geschmacksneutral, also projizierst du das auf den Smoothie. Rote Beete kennst du als erdig, also ist der Smoothie schon verloren bevor du ihn trinkst. Ob das fair ist, sei mal dahingestellt. Was mich an deiner Beschreibung mehr beschäftigt ist das Muster dahinter: du probierst etwas aus weil du das Gefühl hast du solltest, nicht weil du es wirklich willst. Das führt fast immer zu nichts. Aus meiner Erfahrung - beruflich wie privat - funktioniert das bei Ernährungsgewohnheiten noch schlechter als bei Training. Beim Training hat man wenigstens manchmal den Effekt als Motivation. Wenn das Essen von Anfang an keinen Spaß macht, ist die Chance gering dass man dran bleibt. Mein ehrlicher Rat: wenn Rote Beete sich für dich anfühlt wie eine Pflichtübung, streich es einfach. Das ist kein Versagen. Rucola im Smoothie ist deutlich pflegeleichter im Geschmack, und wenn man Nitrat wirklich gezielt aufnehmen will, ist konzentrierter Rote-Beete-Saft aus der Flasche eigentlich sinnvoller als ein selbstgemachter Smoothie mit unklarem Nitratgehalt. Da weiß man wenigstens was drin ist. Ob sich das mit der Geosmin-Wahrnehmung bei dir wirklich so stark auswirkt, ließe sich übrigens relativ leicht testen: einfach mal einen winzigen Happen rohe Beete pur essen und schauen wie intensiv der Erdton ist.
Zitat von evelyn83 am August 12, 2026, 16:43 Uhr@markus_hh88 okay das mit dem winzigen Happen pur essen klingt so simpel dass ich mich frage warum ich da nicht selbst drauf gekommen bin. ich glaub ich hab das immer gleich in irgendeiner Kombination gegessen und nie wirklich isoliert probiert
Zitat von markus_hh88konzentrierter Rote-Beete-Saft aus der Flasche eigentlich sinnvoller
das hab ich tatsächlich mal kurz angeschaut, also so fertige Sachen, aber dann war mir das entweder zu teuer oder ich hab nicht verstanden was da wirklich drin ist im Vergleich zu frisch. steht ja irgendwas auf der Flasche aber ob das dann auch wirklich so wirkt - keine ahnung ob man dem trauen kann
und das mit der Erwartungshaltung beim Geschmack, das hat mich ehrlich gesagt ein bisschen erwischt. weil das stimmt wahrscheinlich. ich geh da schon mit so einem "wird nicht gut" ran und dann überrascht es mich natürlich nicht positiv. ist bei den Kindern genau das gleiche - wenn die einmal entschieden haben dass sie was nicht mögen kommst du da kaum noch ran, egal wie du es zubereitest
ich weiß nicht ob ich das mit Rote Beete wirklich nochmal angehe oder ob ich einfach beim Spinat bleib. fühlt sich weniger nach Aufwand an
@markus_hh88 okay das mit dem winzigen Happen pur essen klingt so simpel dass ich mich frage warum ich da nicht selbst drauf gekommen bin. ich glaub ich hab das immer gleich in irgendeiner Kombination gegessen und nie wirklich isoliert probiert
Zitat von markus_hh88konzentrierter Rote-Beete-Saft aus der Flasche eigentlich sinnvoller
das hab ich tatsächlich mal kurz angeschaut, also so fertige Sachen, aber dann war mir das entweder zu teuer oder ich hab nicht verstanden was da wirklich drin ist im Vergleich zu frisch. steht ja irgendwas auf der Flasche aber ob das dann auch wirklich so wirkt - keine ahnung ob man dem trauen kann
und das mit der Erwartungshaltung beim Geschmack, das hat mich ehrlich gesagt ein bisschen erwischt. weil das stimmt wahrscheinlich. ich geh da schon mit so einem "wird nicht gut" ran und dann überrascht es mich natürlich nicht positiv. ist bei den Kindern genau das gleiche - wenn die einmal entschieden haben dass sie was nicht mögen kommst du da kaum noch ran, egal wie du es zubereitest
ich weiß nicht ob ich das mit Rote Beete wirklich nochmal angehe oder ob ich einfach beim Spinat bleib. fühlt sich weniger nach Aufwand an
Zitat von markus_hh88 am August 12, 2026, 17:01 Uhr@evelyn83
Zitat von evelyn83ob man dem trauen kann
Das ist eigentlich die richtigere Frage als alles was wir davor besprochen haben. Bei fertigen Säften steht oft irgendwas wie "aus 100g Roter Beete" drauf, aber was das an Nitrat bedeutet hängt stark von der Rote Beete selbst ab - Sorte, Boden, Lagerung. Die Schwankungsbreite ist da nicht gering. Es gibt Produkte, die tatsächlich standardisiert sind, also die einen bestimmten Nitratgehalt pro Portion angeben und das auch belegen können. Das sind dann meistens die teureren, konzentrierten Shots, nicht die günstigen Säfte aus dem Supermarkt-Regal. Ob das "wirklich wirkt" ist eine andere Frage. Da muss ich realistisch bleiben: der Effekt ist messbar, aber nicht groß. Die Studien, auf die sich das meiste stützt, kommen aus dem Leistungssport-Kontext mit kontrollierten Bedingungen. Was das im Alltag bedeutet ist deutlich weniger klar.
Zitat von evelyn83ich weiß nicht ob ich das mit Rote Beete wirklich nochmal angehe
Wenn du dich beim Spinat-Smoothie wohler fühlst, ist das keine schlechte Entscheidung. Ich kenn das bei Patienten die sich in eine Ernährungssache reinquälen die sie nie wirklich wollten. Meistens läuft das nach ein paar Wochen aus. Was mich bei deiner Sache mit den Kindern und der Erwartungshaltung eher beschäftigt - das ist eigentlich ein schönes Beispiel für Priming. Aber das führt jetzt zu weit.
Zitat von evelyn83ob man dem trauen kann
Das ist eigentlich die richtigere Frage als alles was wir davor besprochen haben. Bei fertigen Säften steht oft irgendwas wie "aus 100g Roter Beete" drauf, aber was das an Nitrat bedeutet hängt stark von der Rote Beete selbst ab - Sorte, Boden, Lagerung. Die Schwankungsbreite ist da nicht gering. Es gibt Produkte, die tatsächlich standardisiert sind, also die einen bestimmten Nitratgehalt pro Portion angeben und das auch belegen können. Das sind dann meistens die teureren, konzentrierten Shots, nicht die günstigen Säfte aus dem Supermarkt-Regal. Ob das "wirklich wirkt" ist eine andere Frage. Da muss ich realistisch bleiben: der Effekt ist messbar, aber nicht groß. Die Studien, auf die sich das meiste stützt, kommen aus dem Leistungssport-Kontext mit kontrollierten Bedingungen. Was das im Alltag bedeutet ist deutlich weniger klar.
Zitat von evelyn83ich weiß nicht ob ich das mit Rote Beete wirklich nochmal angehe
Wenn du dich beim Spinat-Smoothie wohler fühlst, ist das keine schlechte Entscheidung. Ich kenn das bei Patienten die sich in eine Ernährungssache reinquälen die sie nie wirklich wollten. Meistens läuft das nach ein paar Wochen aus. Was mich bei deiner Sache mit den Kindern und der Erwartungshaltung eher beschäftigt - das ist eigentlich ein schönes Beispiel für Priming. Aber das führt jetzt zu weit.
Zitat von evelyn83 am August 12, 2026, 17:07 Uhr@markus_hh88
Zitat von markus_hh88das führt jetzt zu weit
nee sag das ruhig, ich glaub ich versteh ungefähr was du meinst - also dass man sich selbst schon so reinredet dass was nicht klappt, bevor mans probiert hat. bei den Kindern ist das jedenfalls so, und dass ich das bei mir selbst nicht erkenn ist irgendwie typisch
was mich bei dem Satz mit den Leistungssport-Studien aber mehr beschäftigt: wenn die Ergebnisse alle aus so einem kontrollierten Umfeld kommen, warum wird das dann so vermarktet als wär es für jeden Alltag relevant? ich mein ich bin keine Sportlerin die sich auf irgendwas vorbereitet, ich sitz acht Stunden im Büro. was soll mir da ein messbarer aber kleiner Effekt bringen
und das mit den standardisierten Shots die teurer sind - das ist dann wahrscheinlich genau das was ich mal kurz angeschaut hab und dann weggelegt hab weil mir der Preis zu hoch war. also selbst wenn das die "richtige" Version wäre, ist das für mich im Alltag einfach nicht realistisch. drei Kinder, Teilzeit, da guck ich schon zweimal was ich ausgeb
ich glaub das ist so ein bisschen das grundlegende Problem bei dem ganzen Thema für mich. klingt interessant, liest sich gut, und dann schaut man auf den Preis oder den Aufwand und denkt naja
Zitat von markus_hh88das führt jetzt zu weit
nee sag das ruhig, ich glaub ich versteh ungefähr was du meinst - also dass man sich selbst schon so reinredet dass was nicht klappt, bevor mans probiert hat. bei den Kindern ist das jedenfalls so, und dass ich das bei mir selbst nicht erkenn ist irgendwie typisch
was mich bei dem Satz mit den Leistungssport-Studien aber mehr beschäftigt: wenn die Ergebnisse alle aus so einem kontrollierten Umfeld kommen, warum wird das dann so vermarktet als wär es für jeden Alltag relevant? ich mein ich bin keine Sportlerin die sich auf irgendwas vorbereitet, ich sitz acht Stunden im Büro. was soll mir da ein messbarer aber kleiner Effekt bringen
und das mit den standardisierten Shots die teurer sind - das ist dann wahrscheinlich genau das was ich mal kurz angeschaut hab und dann weggelegt hab weil mir der Preis zu hoch war. also selbst wenn das die "richtige" Version wäre, ist das für mich im Alltag einfach nicht realistisch. drei Kinder, Teilzeit, da guck ich schon zweimal was ich ausgeb
ich glaub das ist so ein bisschen das grundlegende Problem bei dem ganzen Thema für mich. klingt interessant, liest sich gut, und dann schaut man auf den Preis oder den Aufwand und denkt naja