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Rote Beete einlegen – lohnt sich das wirklich oder ist das Aufwand für nix?

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Zitat von leni_do

mein ganzer Küchentisch aussieht wie ne Crime-Scene

okay das ist so exakt mein Leben dass ich kurz lachen musste. Ich hab mal Rote Beete für einen Smoothie geschnitten und danach sah mein Schneidbrett aus wie... naja. Nicht gut. Zur Ingwer-Frage: ich würd frischen nehmen wenn du ihn eh da hast getrocknet ist das eine ganz andere Intensität und ich glaub beim Einlegen will man eher die frische Note. Aber das ist mein Bauchgefühl, keine Ahnung ob das wirklich einen Unterschied macht wenn die Lake eh einige Tage zieht. Was mich bei deiner Frage zum Waschen beschäftigt: ja, unbedingt waschen vorher, die kommen ja aus der Erde und die Schale bleibt ja dran beim Kochen. Aber das ist eigentlich das Unkomplizierteste am ganzen Prozess. Und zum Färben nach dem Kochen - ich glaub das ist tatsächlich weniger wild, weil die Beete dann schon gegart ist und nicht mehr so aggressiv abfärbt. Roh ist halt das Schlimmste. Ich hab mal gelesen dass Zitronensaft auf den Händen danach hilft, aber ich hab das nie wirklich getestet weil ich meistens einfach Handschuhe anzieh wenn ich dran denk. Was ich mich ehrlich gesagt grad frag: lohnt sich das Einkochen für so kleine Mengen überhaupt? Ich mein, wenn ich samstags am Markt zwei, drei Knollen kauf und die dann einleg - das sind ja keine großen Vorräte. Vielleicht ist für so einen ersten Versuch der Kühlschrank-Weg eigentlich sinnvoller, einfach um zu schauen ob mir das Ergebnis überhaupt schmeckt.

Zitat von leni_klohnt sich das Einkochen für so kleine Mengen überhaupt

ja, das würde ich auch sagen. Ich glaub für den ersten Versuch ist Kühlschrank deutlich entspannter, und wenn mir das dann schmeckt kann ich später immer noch überlegen ob ich größere Mengen mach. Irgendwie bin ich froh dass wir diesen Thread haben, weil sonst hätte ich das wahrscheinlich noch Jahre aufgeschoben und mir eingeredet dass das viel zu kompliziert ist. Was mich gerade aber neugierig macht - wenn ich die dann im Kühlschrank hab und die zwei drei Wochen rumstehen, wird die Lake dann dunkelrot und färbt das den ganzen Kühlschrank ein wenn mal was ausläuft? Oder ist das total unwahrscheinlich wenn die Gläser gut verschlossen sind. Bei mir ist Platz knapp und ich möchte nicht dass meine Milch nach Rote Beete riecht 😅

Das andere was mich beschäftigt - du hast gemeint dass nach einer Woche der Geschmack runder wird. Bedeutet das dass ich die auch schon nach drei Tagen probieren kann und dann einfach später nochmal? Oder sollte ich die dann lieber stehen lassen wenn ich einmal angefangen hab? Ich stelle mir vor dass wenn ich das Glas öffne und was rausnehme die ganze Sterilität weg ist, oder ist das bei Einlegtem nicht so schlimm wie bei eingekochtem Zeug. Ich hab da ehrlich gesagt so ein mulmiges Gefühl bei solchen Sachen, auch wenn ich weiß dass das wahrscheinlich unbegründet ist

@leni_do das mit der Sterilität würde ich nicht so ernst nehmen ehrlich gesagt. Einlegtes ist ja nicht wie eingekochtes - da passiert nix wenn du das Glas öffnest und was rausnimmst. Die Lake ist halt sauer genug dass nix anfängt zu faulen. Ich glaub du kannst da ganz entspannt probieren wann es dir passt, und wenn du nach drei Tagen merkst "okay noch nicht ganz mein Ding" dann lass es einfach noch stehen. Nach einer Woche ist es ja nicht auf einmal verdorben nur weil du es vorher angefasst hast. Zum Ausläufer-Angst - ja, das ist natürlich theoretisch möglich, aber praktisch passiert das eher selten wenn die Deckel richtig zuschrauben. Bei mir stehen die Gläser immer im gleichen Regal und ich hab noch nie was gehabt das rausgegangen ist. Du könntest die Gläser auch einfach auf ein Tablett oder so stellen wenn dich das beruhigt, dann ist der Schaden begrenzt falls was schiefgeht. Aber ehrlich - ich glaub dein größeres Problem ist dass du dir selber zu viel Gedanken machst bevor du's überhaupt angefangen hast 😅 Das kenn ich von mir selber zu gut. Samstag auf den Markt, zwei Knollen kaufen, kochen, einlegen, fertig. Nicht perfekt machen müssen. Wenn's dann nach einer Woche nicht gut ist - naja, dann weißt du's und probierst nächstes Mal was anderes. Aber ich vermute stark dass es dir schmecken wird, vorallem wenn du den Ingwer-Chili-Ansatz nimmst statt nur klassisch.

Zitat von leni_bk

du machst dir selber zu viel Gedanken machst bevor du's überhaupt angefangen hast

okay fair point, das ist wahrscheinlich mein größtes Problem bei vielen Dingen 😅 aber irgendwie beruhigt mich das jetzt tatsächlich. Wenn die Lake sauer genug ist dass nix faulen kann, dann ist das ja deutlich weniger kritisch als ich mir das vorgestellt hab. Und mit dem Tablett - gute Idee, das mach ich wahrscheinlich eh, weil ich generell lieber auf Nummer sicher geh. Was mich jetzt aber neugierig macht - ich hab ja gelesen dass man bei Fermentation die Beete nicht komplett unter die Lake drücken muss, weil die Gase entweichen müssen. Beim klassischen Einlegen mit Essig - ist das anders? Muss da wirklich alles bedeckt sein oder kann ich da auch lockerer rangehen? Weil wenn ich ehrlich bin würde ich das lieber nicht im Wasserbad machen, aber wenn es beim Kühlschrank-Weg einfach ein bisschen lockerer sein darf, würde mir das psychologisch schon viel leichter fallen. Und noch was - samstag denke ich mir dann auch: soll ich die Knollen in Scheiben schneiden oder lieber Würfel? Weil Scheiben sehen wahrscheinlich schöner aus wenn ich das später aus dem Glas esse, aber Würfel verteilen sich vielleicht besser in der Lake? Oder ist das völlig egal und ich sollte einfach das nehmen was mir beim Schneiden einfacher fällt. Bei mir dauert Schneiden eh ewig weil ich langsam bin

Zitat von leni_do

soll ich die Knollen in Scheiben schneiden oder lieber Würfel

ich würd Scheiben nehmen ehrlich gesagt. Nicht wegen der Optik - sondern weil die gleichmäßiger einziehen. Würfel haben mehr Oberfläche, ja, aber die Ecken und Kanten liegen dann unterschiedlich in der Lake und du hast am Ende Stücke die außen schon sehr intensiv sind und innen noch fast neutral. Bei Scheiben ist das gleichmäßiger, hab ich das Gefühl. Aber ich sag das ohne wirklich Ahnung zu haben, also nimm das mit Vorsicht. zur anderen Frage, ob alles bedeckt sein muss beim Kühlschrank-Weg: ich glaub schon dass das wichtig ist, weil was rausschaut anfängt auszutrocknen und dann komisch schmeckt. Aber das heißt nicht dass du Lake bis zum Rand brauchst - nur die Beete selbst sollte unter der Flüssigkeit sein. Zur Not kannst du einfach noch etwas Wasser nachkippen wenn du merkst dass was rausschaut. was mich bei @leni_bk's Kommentar eigentlich am meisten anspricht: Samstag einfach machen. Ich glaub ich stell mir das gerade auch selbst zu sehr als großes Projekt vor. Zwei Knollen, ein Glas, schauen wir mal was passiert. Das Schlimmste das passieren kann ist dass es mir nicht schmeckt und ich das Glas wegschütt. Das hab ich schon mit teureren Experimenten gemacht.

Zitat von leni_kich würd Scheiben nehmen ehrlich gesagt

okay, das ergibt eigentlich Sinn mit der gleichmäßigen Durchziehung. Ich glaub ich hab da zu viel an die Optik gedacht, aber wenn Scheiben am Ende tatsächlich besser schmecken dann ist mir das wichtiger. Und ja, ich glaub ich muss wirklich aufhören mir das ganze Projekt im Kopf zu zerlegen bevor ich's überhaupt angefangen hab. Was mich gerade aber beschäftigt - wenn ich samstag losziehe und die Knollen auf dem Markt kauf, wie erkenne ich denn ob die überhaupt gut sind zum Einlegen? Ich mein, beim normalen Kochen merke ich schnell wenn die außen schon weich oder schrumpelig sind, aber für's Einlegen braucht man wahrscheinlich andere Qualitätsmerkmale oder? Oder ist das komplett egal und die Beete wird durch den ganzen Prozess eh wieder knackig? Weil ich hätte gern nicht dass ich da hinfahre, zwei Knollen kaufe die dann nach einer Woche in der Lake immer noch irgendwie mehlig schmecken oder so. Und noch kurz - @leni_k du hast erwähnt dass die Lake gleichmäßig einzieht bei Scheiben. Das bedeutet ja auch dass ich nach ner Woche mit dem Probieren anfangen kann und nicht erst nach zehn Tagen, oder? Ich glaub das würde mir psychologisch auch helfen, wenn ich weiß dass ich nicht einfach blind darauf warten muss bis das "fertig" ist

Zitat von leni_do

wie erkenne ich denn ob die überhaupt gut sind zum Einlegen

das ist eigentlich ganz einfach - feste Knolle glatte Schale, keine weichen Stellen. Wenn die sich anfühlt wie eine alte Kartoffel die schon ein bisschen nachgibt, dann lass sie liegen. Für's Einlegen willst du wirklich das festeste was du findest, weil das Garen und die Lake zusammen eh schon etwas machen. zum Probieren nach einer Woche: ja, absolut. Ich glaub das ist sogar ein Vorteil vom Kühlschrank-Weg, du kannst einfach alle zwei Tage kurz kosten und merkst selbst wann es dir passt. Da gibt's keinen fixen Zeitpunkt. was ich noch nie überlegt hab und gerade erst denk: macht es eigentlich einen Unterschied ob die Beete noch heiß oder schon abgekühlt in die Lake kommt? Ich würd intuitiv sagen abgekühlt, weil heiß die Lake vielleicht irgendwie... komisch reagiert? Aber ich hab da null Ahnung ob das relevant ist oder ob ich mir das wieder einbilde. Meine Nachbarin macht das immer erst am nächsten Tag nach dem Kochen, aber ob das bewusst so ist oder einfach weil sie keine Zeit hat, weiß ich nicht.

Ich muss ehrlich sagen @leni_k, das mit heiß oder abgekühlt beschäftigt mich jetzt auch, wo du es fragst. Bei mir im Garten, wenn ich Gemüse einlege - und ja, ich mache das tatsächlich regelmäßig, nicht nur Rote Beete - ich lass das immer vollständig auskühlen. Aber nicht weil ich da eine wissenschaftliche Begründung hätte, sondern weil es sich einfach logischer anfühlt, wenn die Lake schon kalt ist bevor ich da Beete reinpacke. Zu heiß fühlt sich irgendwie aggressiv an, wenn das Sinn macht. Was mich aber viel mehr beschäftigt bei diesem ganzen Thread: Ihr sprecht alle vom Kühlschrank-Weg und zwei, drei Wochen, aber niemand hat wirklich gesagt, wie das dann schmeckt wenn man es später aus dem Glas direkt essen will. Ich meine, kommt die Lake mit raus oder schüttet man die ab? Bei mir ist es immer so, dass ich die Beete aus der Lake nehme, die Flüssigkeit separat nutze oder weggieße, und dann die Beete selbst mit anderen Sachen kombiniere. Aber vielleicht ist das nicht das, was leni_k mit einlegen meint - vielleicht ist das ganz anders gemeint und die Lake bleibt dran? Das andere, was mir gerade aufgefallen ist: Ihr werdet samstags auf den Markt gehen und das klingt, als wäre das was ganz Alltägliches für euch. Bei mir hier in Tübingen haben wir natürlich auch einen guten Markt, aber ehrlich gesagt gehe ich da nicht so regelmäßig hin wie ich sollte. Vielleicht sollte ich das auch mal wieder anfangen, statt immer alles im Supermarkt zu kaufen. Kann ja nicht schlecht sein, wenn man dann wirklich frische Sachen hat für so Projekte.

Zitat von elvira_k

kommt die Lake mit raus oder schüttet man die ab

- ah, das ist ja ne gute Frage die ich mir vorher gar nicht gestellt hab. Ich glaub ich hab mir das so vorgestellt dass ich die Beete einfach aus dem Glas löffle und dann so esse, aber ob die Lake dann noch dran ist oder nicht... keine Ahnung ehrlich. @elvira_k du schüttest die ab und kombinierst die Beete dann mit anderen Sachen - das klingt eigentlich praktischer als ich das im Kopf hatte. Also die Lake ist dann mehr so ein Transportmedium als dass man die mitessen soll? Was mich aber gerade viel mehr beschäftigt - du hast erwähnt dass du regelmäßig Sachen einlegst und da kommt mir gerade eine Frage: wie lagerst du die ganzen Gläser eigentlich? Ich meine, wenn ich samstag anfange und dann auch noch die Ingwer-Chili-Variante machen will - das sind dann gleich mehrere Gläser im Kühlschrank und bei mir ist das Platz wirklich knapp. Ich hab so einen Standard-Kühlschrank von vor zehn Jahren, da passt nicht viel rein wenn ich noch normale Sachen wie Milch und Gemüse haben will. Vielleicht sollte ich das lieber kleinere Portionen machen oder mich gar nicht zu viel auf einmal antun beim ersten Versuch. Bin mir immer noch nicht 100% sicher ob das für mich was wird oder ob ich das nach zwei Wochen doch wieder vergesse

Zitat von leni_do

die Lake ist dann mehr so ein Transportmedium als dass man die mitessen soll

- ja, genau so sehe ich das auch. Aber ehrlich gesagt, wenn die Lake nach einer Woche wirklich gut durchgezogen hat, dann schmeckt die selbst auch nicht schlecht, man kann die dann auch noch für anderes verwenden. Ich mache das manchmal für Salate, gib ein bisschen von der Lake drüber statt Essig separat. Aber das ist natürlich eine Sache die man ausprobieren muss. Was mich bei deinem Platzproblem beschäftigt - und da gebe ich dir recht, das ist real - vielleicht machst du beim ersten Mal wirklich nur eine Variante statt zwei gleichzeitig. Die klassische Essig-Version ohne Schnickschnack, schau wie das läuft, und wenn dir das gefällt, dann kannst du nächstes Mal die Ingwer-Chili-Geschichte machen. Mein Hausarzt hat mir ja geraten mehr Rote Beete zu essen, und ich habe da gute Erfahrungen gemacht, aber nicht weil ich mir gleich vier verschiedene Projekte auf einmal angetan habe, sondern weil ich eine Sache nach der anderen gemacht habe und dann guckt man was wirklich passt. Das andere was mich beschäftigt - du fragst ob du das vergisst nach zwei Wochen. Das glaube ich nicht, ehrlich gesagt. Wenn du die im Kühlschrank stehen siehst und in einer Woche probierst, dann wirst du das nicht vergessen. Das ist ja nicht wie bei eingekochten Sachen die man in den Keller stellt und dann erst im Winter wieder rausnimmt. Die sind präsent, die nerven dich eher dass sie Platz wegnehmen.

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