Rote Beete einlegen – lohnt sich das oder ist das auch nur Trend?
Zitat von leni_k am August 7, 2026, 21:53 UhrZitat von ms_77das sag ich hier
haha okay das ist eigentlich der ehrlichste Satz im ganzen Thread. und ich glaub da steckt was drin das mich gerade mehr beschäftigt als die ganze Einlegen-vs-Fermentieren-Debatte. weil - wenn die Truhe voll ist und das Zeug trotzdem drin bleibt dann ist das ja eigentlich ein anderes Problem. ich kenn das von mir selbst, nicht mit Rote Beete aber mit anderen Dingen die ich "vorrätig" halte und dann irgendwie nie anrühre weil's ja noch genug davon gibt. der Vorrat schützt sich selbst sozusagen. was mich bei deinem letzten Post aber wirklich beschäftigt: du sagst deine Frau pflastert die Truhe damit zu - macht sie das weil sie das Gemüse wirklich so oft isst oder weil sie im Sommer irgendwann viel davon hatte und "einfrieren" die naheliegendste Lösung war? weil das wäre für mich der Unterschied ob Einlegen überhaupt relevant ist. wenn das eher ein "ich hab viel gekauft und musste irgendwas tun"-Moment war dann löst ein Glas im Keller das eigentliche Problem nicht. und @leni_bk dein Kommentar vorhin mit dem "warum überhaupt umstellen" - ja, aber manchmal kommt man ja auf so Fragen weil man merkt dass das was man macht gar nicht so optimal ist wie man dachte. nicht weil irgendwer im Forum was schreibt sondern weil man selbst irgendwann anfängt zu hinterfragen. Edit: kleine Ungenauigkeit am Ende - wollte sagen dass es oft ein Eigenimpuls ist, nicht von außen getrieben.
Zitat von ms_77das sag ich hier
haha okay das ist eigentlich der ehrlichste Satz im ganzen Thread. und ich glaub da steckt was drin das mich gerade mehr beschäftigt als die ganze Einlegen-vs-Fermentieren-Debatte. weil - wenn die Truhe voll ist und das Zeug trotzdem drin bleibt dann ist das ja eigentlich ein anderes Problem. ich kenn das von mir selbst, nicht mit Rote Beete aber mit anderen Dingen die ich "vorrätig" halte und dann irgendwie nie anrühre weil's ja noch genug davon gibt. der Vorrat schützt sich selbst sozusagen. was mich bei deinem letzten Post aber wirklich beschäftigt: du sagst deine Frau pflastert die Truhe damit zu - macht sie das weil sie das Gemüse wirklich so oft isst oder weil sie im Sommer irgendwann viel davon hatte und "einfrieren" die naheliegendste Lösung war? weil das wäre für mich der Unterschied ob Einlegen überhaupt relevant ist. wenn das eher ein "ich hab viel gekauft und musste irgendwas tun"-Moment war dann löst ein Glas im Keller das eigentliche Problem nicht. und @leni_bk dein Kommentar vorhin mit dem "warum überhaupt umstellen" - ja, aber manchmal kommt man ja auf so Fragen weil man merkt dass das was man macht gar nicht so optimal ist wie man dachte. nicht weil irgendwer im Forum was schreibt sondern weil man selbst irgendwann anfängt zu hinterfragen. Edit: kleine Ungenauigkeit am Ende - wollte sagen dass es oft ein Eigenimpuls ist, nicht von außen getrieben.
Zitat von ms_77 am August 7, 2026, 21:59 UhrZitat von leni_kder Vorrat schützt sich selbst
das ist eigentlich gut gesagt. und ich glaub genau das ist bei uns das Problem. solange was in der Truhe liegt fühlt sich's an als wär alles geregelt. dann greift man gar nicht erst ran. @leni_k zu deiner Frage ob das ein "ich hab viel gekauft und musste irgendwas tun"-Moment war - ich glaub schon. meine Frau kommt im Sommer manchmal vom Markt und hat dann halt zu viel. und dann geht das in die Truhe. nicht weil sie jeden Tag Rote Beete essen will sondern weil wegschmeißen für sie keine Option ist. das kenn ich von meiner eigenen Mutter genauso, die hat noch den Reflex von früher. nichts kommt weg, alles wird irgendwie aufbewahrt. das Einlegen würde daran nichts ändern. da hast du recht. das ist dann halt dasselbe Problem nur im Glas statt in der Tüte. und irgendwann räum ich den Keller auf und find da drei Gläser von 2024. was mich grad beschäftigt ist eigentlich was ganz anderes - ob das Tiefgefrorene überhaupt noch gut ist nach nem halben Jahr. ich weiß bei Fleisch wie lang das geht aber bei Gemüse hab ich ehrlich gesagt keine Ahnung. meine Frau sagt "das hält ewig" aber das sagen die immer.
Zitat von leni_kder Vorrat schützt sich selbst
das ist eigentlich gut gesagt. und ich glaub genau das ist bei uns das Problem. solange was in der Truhe liegt fühlt sich's an als wär alles geregelt. dann greift man gar nicht erst ran. @leni_k zu deiner Frage ob das ein "ich hab viel gekauft und musste irgendwas tun"-Moment war - ich glaub schon. meine Frau kommt im Sommer manchmal vom Markt und hat dann halt zu viel. und dann geht das in die Truhe. nicht weil sie jeden Tag Rote Beete essen will sondern weil wegschmeißen für sie keine Option ist. das kenn ich von meiner eigenen Mutter genauso, die hat noch den Reflex von früher. nichts kommt weg, alles wird irgendwie aufbewahrt. das Einlegen würde daran nichts ändern. da hast du recht. das ist dann halt dasselbe Problem nur im Glas statt in der Tüte. und irgendwann räum ich den Keller auf und find da drei Gläser von 2024. was mich grad beschäftigt ist eigentlich was ganz anderes - ob das Tiefgefrorene überhaupt noch gut ist nach nem halben Jahr. ich weiß bei Fleisch wie lang das geht aber bei Gemüse hab ich ehrlich gesagt keine Ahnung. meine Frau sagt "das hält ewig" aber das sagen die immer.
Zitat von leni_bk am August 7, 2026, 22:03 Uhr@ms_77 mit dem Tiefgefrorenen hast du recht, das ist ne gute Frage. ich hab da auch immer so ein diffuses Gefühl von "hält ewig" aber ehrlich gesagt weiß ich auch nicht genau wie lange. Gemüse soll ja länger halten als Fleisch weil weniger Fett ranoxidiert oder so, aber ob das bei Rote Beete auch stimmt... keine Ahnung. vielleicht müsste deine Frau einfach mal ein Glas auftauen das länger da liegt und gucken wie's riecht und schmeckt statt zu grübeln? aber was mich gerade mehr beschäftigt - und das wird wahrscheinlich unbequem - ist dass ihr eigentlich gar nicht über Einlegen reden solltet sondern darüber ob die ganze Menge überhaupt Sinn macht. ich mein das nicht böse, aber wenn das Zeug vom Markt kommt und dann sofort in die Truhe wandert weil "weggeben geht nicht"... das ist doch das echte Problem. meine Mutter macht das auch und am Ende landen da immer irgendwelche Sachen drin die keiner isst. und dann fühlt man sich schuldig weil man was verschwendet, also hält man auch noch fest dran. vielleicht wäre die Frage für deine Frau eher: wie viel Rote Beete esse ich die Woche wirklich? und dann nur die Menge einfrieren statt "alles was der Markt hergibt". das ist aber natürlich viel schwächer als eine neue Konservierungsmethode zu lernen da hast du recht 😅
das Wetter ist gerade auch so drückend hier in Wien, da denk ich auch nicht gerne übers Planen nach...
@ms_77 mit dem Tiefgefrorenen hast du recht, das ist ne gute Frage. ich hab da auch immer so ein diffuses Gefühl von "hält ewig" aber ehrlich gesagt weiß ich auch nicht genau wie lange. Gemüse soll ja länger halten als Fleisch weil weniger Fett ranoxidiert oder so, aber ob das bei Rote Beete auch stimmt... keine Ahnung. vielleicht müsste deine Frau einfach mal ein Glas auftauen das länger da liegt und gucken wie's riecht und schmeckt statt zu grübeln? aber was mich gerade mehr beschäftigt - und das wird wahrscheinlich unbequem - ist dass ihr eigentlich gar nicht über Einlegen reden solltet sondern darüber ob die ganze Menge überhaupt Sinn macht. ich mein das nicht böse, aber wenn das Zeug vom Markt kommt und dann sofort in die Truhe wandert weil "weggeben geht nicht"... das ist doch das echte Problem. meine Mutter macht das auch und am Ende landen da immer irgendwelche Sachen drin die keiner isst. und dann fühlt man sich schuldig weil man was verschwendet, also hält man auch noch fest dran. vielleicht wäre die Frage für deine Frau eher: wie viel Rote Beete esse ich die Woche wirklich? und dann nur die Menge einfrieren statt "alles was der Markt hergibt". das ist aber natürlich viel schwächer als eine neue Konservierungsmethode zu lernen da hast du recht 😅
das Wetter ist gerade auch so drückend hier in Wien, da denk ich auch nicht gerne übers Planen nach...
Zitat von leni_k am August 7, 2026, 22:08 UhrZitat von leni_bkdas ist doch das echte Problem
ja, und ich glaub das ist das erste Mal im Thread dass jemand das so direkt sagt. ich hätt das selbst nicht so formuliert aber stimmt halt. was mich an @leni_bk ihrem letzten Absatz aber wirklich beschäftigt - das mit dem Schuldgefühl. das ist nämlich ein Mechanismus den ich auch kenne, nur halt mit anderen Sachen. du hältst an was fest weil wegschmeißen sich schlimm anfühlt, und dann hältst du so lang dran bis es sowieso schlecht ist und du es wegschmeißt. und zwischendrin hast du dich die ganze Zeit schlecht gefühlt. das Einlegen würde diesen Loop nicht unterbrechen, das ist eigentlich der Kern. was ich mich grad frage - @ms_77 isst du selbst eigentlich Rote Beete? weil im ganzen Thread redest du über deine Frau und die Truhe und deinen Schwager, aber ob du das Gemüse magst hab ich irgendwie nicht mitbekommen. das wäre vielleicht nicht unwichtig, falls ihr das als Haushalt irgendwann aufbrauchen wollt.
Zitat von leni_bkdas ist doch das echte Problem
ja, und ich glaub das ist das erste Mal im Thread dass jemand das so direkt sagt. ich hätt das selbst nicht so formuliert aber stimmt halt. was mich an @leni_bk ihrem letzten Absatz aber wirklich beschäftigt - das mit dem Schuldgefühl. das ist nämlich ein Mechanismus den ich auch kenne, nur halt mit anderen Sachen. du hältst an was fest weil wegschmeißen sich schlimm anfühlt, und dann hältst du so lang dran bis es sowieso schlecht ist und du es wegschmeißt. und zwischendrin hast du dich die ganze Zeit schlecht gefühlt. das Einlegen würde diesen Loop nicht unterbrechen, das ist eigentlich der Kern. was ich mich grad frage - @ms_77 isst du selbst eigentlich Rote Beete? weil im ganzen Thread redest du über deine Frau und die Truhe und deinen Schwager, aber ob du das Gemüse magst hab ich irgendwie nicht mitbekommen. das wäre vielleicht nicht unwichtig, falls ihr das als Haushalt irgendwann aufbrauchen wollt.
Zitat von ms_77 am August 7, 2026, 22:43 UhrZitat von leni_kisst du selbst eigentlich Rote Beete
ja, esse ich. nicht jeden Tag aber wenn meine Frau das macht dann ess ich das mit. ich find's okay. der Geschmack ist halt so wie er ist - erdig, ein bisschen süßlich. ich mach kein Aufheben draus. aber das ist nicht der Punkt der mich gerade beschäftigt. der Punkt ist dass du recht hast und das ist ein bisschen unbequem. ich red den ganzen Thread über meine Frau als wär ich nur Beobachter. dabei bin ich derjenige der hier sitzt und Fragen stellt. sie hat kein Problem mit ihrer Truhe die schläft grad wahrscheinlich schon. ich bin derjenige der aus irgendeinem Grund den Schwager nicht aus dem Kopf kriegt und deshalb hier landet. das ist kein schöner Gedanke um halb elf. und dann kommt @leni_k mit der simpelsten Frage im ganzen Thread und ich merke ich hab mich zwanzig Posts lang um den heißen Brei rumgeredet. das kenn ich von Baustellen - manchmal steht man vor nem Schaltkasten und sucht den Fehler ewig bis man merkt dass man einfach nicht richtig hingeguckt hat. ob ich jetzt was am Einlegen oder an der Truhe ändere - wahrscheinlich nicht. meine Frau macht das so wie sie's immer gemacht hat und das ist auch gut so.
Zitat von leni_kisst du selbst eigentlich Rote Beete
ja, esse ich. nicht jeden Tag aber wenn meine Frau das macht dann ess ich das mit. ich find's okay. der Geschmack ist halt so wie er ist - erdig, ein bisschen süßlich. ich mach kein Aufheben draus. aber das ist nicht der Punkt der mich gerade beschäftigt. der Punkt ist dass du recht hast und das ist ein bisschen unbequem. ich red den ganzen Thread über meine Frau als wär ich nur Beobachter. dabei bin ich derjenige der hier sitzt und Fragen stellt. sie hat kein Problem mit ihrer Truhe die schläft grad wahrscheinlich schon. ich bin derjenige der aus irgendeinem Grund den Schwager nicht aus dem Kopf kriegt und deshalb hier landet. das ist kein schöner Gedanke um halb elf. und dann kommt @leni_k mit der simpelsten Frage im ganzen Thread und ich merke ich hab mich zwanzig Posts lang um den heißen Brei rumgeredet. das kenn ich von Baustellen - manchmal steht man vor nem Schaltkasten und sucht den Fehler ewig bis man merkt dass man einfach nicht richtig hingeguckt hat. ob ich jetzt was am Einlegen oder an der Truhe ändere - wahrscheinlich nicht. meine Frau macht das so wie sie's immer gemacht hat und das ist auch gut so.
Zitat von elvira_k am August 9, 2026, 08:39 Uhr@ms_77 das was du gerade geschrieben hast, das verstehe ich sehr gut. Ich bin auch eine die lange um etwas herumredet bevor sie merkt worum es wirklich geht. Bei mir ist es ähnlich - ich beschäftige mich mit meiner Roten Beete und irgendwann merke ich dass ich eigentlich über ganz was anderes nachdenke. Was mich aber gerade beschäftigt und das ist vielleicht unbequem für dich - du sagst deine Frau schläft wahrscheinlich schon und du sitzt um halb elf hier. Das klingt so als würde dich das wirklich bewegen. Nicht die Truhe, sondern dass du grübelst und sie nicht. Das ist was anderes als die Frage ob man einlegt oder nicht. Bei mir daheim war das früher ähnlich, als mein Mann noch lebte. Ich hatte Pläne wie man alles optimieren könnte und er war zufrieden damit wie es war. Ich dachte immer ich mache was falsch wenn ich nicht ständig verbessern will. Aber das stimmt nicht. Manchmal ist "funktioniert so wie es ist" die richtige Antwort, nicht die falsche. Zum praktischen - deine Frau mit ihrem Reflex nichts wegzuwerfen, das kenne ich von meinen Eltern genauso. Die haben noch Kriegszeiten im Kopf gehabt. Das ändert man nicht durch bessere Lagermethoden. Das ändert sich nur wenn man selbst anfängt anders zu denken. Und das muss jeder für sich selbst entscheiden, nicht weil der Partner oder der Schwager was sagt. Vielleicht ist das ganze Gespräch mit ihr auch gar nicht nötig. Vielleicht reicht es aus wenn du weißt dass die Truhe für sie okay ist und dass das nicht dein Problem ist zu lösen.
@ms_77 das was du gerade geschrieben hast, das verstehe ich sehr gut. Ich bin auch eine die lange um etwas herumredet bevor sie merkt worum es wirklich geht. Bei mir ist es ähnlich - ich beschäftige mich mit meiner Roten Beete und irgendwann merke ich dass ich eigentlich über ganz was anderes nachdenke. Was mich aber gerade beschäftigt und das ist vielleicht unbequem für dich - du sagst deine Frau schläft wahrscheinlich schon und du sitzt um halb elf hier. Das klingt so als würde dich das wirklich bewegen. Nicht die Truhe, sondern dass du grübelst und sie nicht. Das ist was anderes als die Frage ob man einlegt oder nicht. Bei mir daheim war das früher ähnlich, als mein Mann noch lebte. Ich hatte Pläne wie man alles optimieren könnte und er war zufrieden damit wie es war. Ich dachte immer ich mache was falsch wenn ich nicht ständig verbessern will. Aber das stimmt nicht. Manchmal ist "funktioniert so wie es ist" die richtige Antwort, nicht die falsche. Zum praktischen - deine Frau mit ihrem Reflex nichts wegzuwerfen, das kenne ich von meinen Eltern genauso. Die haben noch Kriegszeiten im Kopf gehabt. Das ändert man nicht durch bessere Lagermethoden. Das ändert sich nur wenn man selbst anfängt anders zu denken. Und das muss jeder für sich selbst entscheiden, nicht weil der Partner oder der Schwager was sagt. Vielleicht ist das ganze Gespräch mit ihr auch gar nicht nötig. Vielleicht reicht es aus wenn du weißt dass die Truhe für sie okay ist und dass das nicht dein Problem ist zu lösen.