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Rote Beete einfrieren – vorher kochen oder roh, was macht mehr Sinn?

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okay ich hab jetzt noch zwei Knollen vom Naschmarkt rumliegen und die Zeit wird eng. Einfrieren scheint die logischste Option, aber ich weiß nicht wie ich das angehen soll. Meine erste Idee war: einfach roh schälen, würfeln, einfrieren. Fertig. Aber dann hab ich irgendwo gelesen dass man sie vorher blanchieren oder sogar ganz kochen soll, damit die Textur nach dem Auftauen nicht komplett zerfällt. Hat wer Erfahrung damit? Das Problem bei "erst kochen dann einfrieren" ist bei mir der Zeitfaktor. Ich bin grad mitten in einem größeren Projekt (Deadline nächste Woche...) und hab eigentlich keine 90 Minuten für Rote Beete. Rohe Würfel in eine Tüte, ab in den Tiefkühlschrank, wäre halt deutlich schneller. Was mich auch interessiert: verliert man beim Einfrieren viel von dem, was das Gemüse eigentlich ausmacht? Ich frag das auch weil ich die Knollen teilweise für Smoothies oder Salat verwenden wollte, nicht nur zum Kochen. Wenn die nach dem Auftauen nur noch matschig sind, bringt mir das halt wenig. Meine Hausarztin hat mir mal generell gesagt, dass gefrorenes Gemüse oft besser ist als man denkt, weil die Nährstoffe gut erhalten bleiben. Aber über Textur hat sie nix gesagt 😅

Und noch eine Frage die mich beschäftigt: kann ich die Schale einfach dranlassen beim Einfrieren? Ich habe letztens hier gelesen dass man die vielleicht gar nicht immer schälen muss, das klingt verlockend wenn ich ehrlich gesagt bin. Wäre schon ein Schritt weniger. Danke schon mal, falls jemand das schon durchprobiert hat!

@leni_k das mit der Schale dranlassen - ehrlich gesagt, das würde ich dann doch nicht machen, wenn du die nachher für Smoothies oder Salat nutzen willst. Bei mir im Garten habe ich festgestellt, dass die Schale beim Einfrieren eher zäh wird, und dann beim Auftauen auch nicht wirklich weich. Das ist eher unangenehm zu kauen. Aber zu deiner Hauptfrage: ich glaube, du machst dir da zu viel Stress mit dem Kochen. Das Problem ist, wenn du roh würfelst und einfach einfrierst, dann wird es beim Auftauen wirklich matschig - da hast du recht. Aber blanchieren reicht dir wahrscheinlich völlig aus, wenn die Zeit knapp ist. Nur kurz in kochendes Wasser, vielleicht vier, fünf Minuten, dann raus und abkühlen. Das ist schneller als die ganze 90-Minuten-Nummer, und die Textur bleibt deutlich besser als wenn du sie ganz gar machst. Für Smoothies würde ich dir ehrlich gesagt sowieso empfehlen, die vorher zu kochen. Dann wird es cremiger, und dieser erdige Geschmack den manche leute ja nicht mögen, der wird auch ein bisschen milder. Für rohe Salate - naja, wenn du die für Salat brauchst, würde ich sie gar nicht einfrieren, sondern lieber frisch verarbeiten, solange du sie noch hast. Wie lange willst du die denn lagern? Das macht auch einen Unterschied.

Zitat von elvira_k

Für rohe Salate - naja, wenn du die für Salat brauchst, würde ich sie gar nicht einfrieren

- ja aber genau da bin ich anderer Meinung. Ich mein, warum sollte man was wegwerfen nur weil man gerade keine Zeit hat. Rote Beete im Salat nach dem Auftauen ist halt anders, aber nicht automatisch schlecht. Kommt drauf an wie man sie verarbeitet. @leni_k meine ehrliche Antwort: nimm die Dinger, schäl sie, würfel sie, ab in den Froster. Punkt. Das funktioniert auch wenn die Textur ein bisschen leidet - beim Auftauen einfach ordentlich würzen, vielleicht noch bisschen Essig ran, dann schmeckt man das gar nicht so sehr. Für Smoothies eh schnuppe, da merkst du keinen Unterschied. Blanchieren ist mir persönlich zu viel Aufwand wenn man eh wenig Zeit hat. Du brauchst Topf, Wasser, Sieb, Kühlzeit... naja. Mach dir da nicht so viel Kopf. Die Nährstoffe bleiben, das stimmt. Und ehrlich gesagt, wenn die Knollen eh schon vom Markt sind und ein paar Tage rumliegen, dann ist der Punkt eh schon vorbei mit "perfekt frisch".

@gg1987 ja, aber da muss ich dir widersprechen - und zwar nicht weil ich grundsätzlich gegen Kompromisse bin, sondern weil das zwei verschiedene Dinge sind. Wenn leni_k die Beeten für Smoothies nutzen will, dann ist deine Methode völlig in Ordnung, da stimme ich dir zu. Da merkst du den Unterschied wirklich nicht so sehr. Aber wenn sie gleichzeitig sagt, dass sie die auch für Salat verwenden möchte, dann ist das einfach eine andere Rechnung. Ein gefrorenes und aufgetautes Stück Rote Beete im Salat schmeckt nicht nur anders es sieht auch nicht mehr appetitlich aus - das Fleisch wird grau statt dunkelrot, und die Struktur... naja. Das ist dann eher wie Brei, und da hilft auch Essig nicht wirklich weiter. Ich sage das nicht aus Prinzip, sondern weil ich das selbst durchprobiert habe, damals als ich noch dachte, ich könnte einfach alles einfrieren. Mein Mann hat mir damals die eingefrorenen Scheiben im Salat nicht angerührt, obwohl er Rote Beete sonst gerne mochte. @leni_k vielleicht ist die praktischere Frage: was brauchst du wirklich? Wenn es hauptsächlich um die Smoothies geht, dann friere ein, würfel roh, fertig. Für den Salat würde ich dir ehrlich empfehlen, die Knollen lieber jetzt noch frisch zu verarbeiten, wenn du die Zeit irgendwie auftreiben kannst. Eine halbe Stunde reicht, wenn du schnell machst.

@elvira_k jetzt versteh ich aber nicht ganz warum das Fleisch grau werden soll. Ich meine, du kochst die Rote Beete ja auch manchmal, oder? Und danach ist die auch nicht grau. Das hat doch mit der Temperatur beim Einfrieren nix zu tun. Eher eine Frage ob die vorher schon älter war oder wie lange die lagert. Und ehrlich dieser "mein Mann hat sie nicht angerührt" - das ist ja ein sehr persönliches Problem. Ich kenne Leute die essen gefrorene Beeten auch aus dem Salat ohne zu meckern. Kommt drauf an wie sehr man generell pingelig ist beim Essen oder? Was mich da eher interessiert: @leni_k wie lange brauchst du die denn wirklich? Wenn die Deadline nächste Woche ist und du die Beeten diese Woche noch brauchst, dann frierst du ein und gut. Wenn aber "irgendwann später" gemeint ist, dann ist die ganze Diskussion eh für die Katz. Ich würde die Dinger einfach zubereiten wie du sie brauchst. Wenn Smoothie ansteht - roh würfeln, einfrieren, fertig. Den Salat machst du dann halt einfach ohne, wenn die Zeit nicht reicht. Diese ganze Vorbereitungs-Nummer mit Blanchieren finde ich für zwei Knollen einfach übertrieben. Edit: Kleine Korrektur - natürlich ist das Gemüse, nicht Fleisch! Keine Ahnung wie mir das reingerutscht ist. 😅

@gg1987 naja, mit der Färbung hast du natürlich recht, das war nicht ganz präzise von mir. Aber der Punkt ist eher dieser: wenn du Rote Beete kochst, dann machst du das mit Absicht, weil du sie essen willst. Das Gemüse wird warm, behält seine Struktur - zumindest wenn du es nicht zu lange machst - und schmeckt nach etwas. Beim Einfrieren und wieder Auftauen ist es einfach ein anderer Prozess, das kann man nicht ganz vergleichen. Die Zellwände brechen auf, und das lässt sich nicht rückgängig machen, egal wie sorgfältig man es macht. Aber du hast mich da tatsächlich zum Nachdenken gebracht mit deinem Punkt. Vielleicht bin ich da zu streng, wenn ich sage, man sollte das lieber gar nicht erst einfrieren für Salat. @leni_k wenn die Zeit wirklich so knapp ist wie du beschreibst, dann würde ich dir ehrlich sagen: friere ein was du willst, und entscheide später noch mal, was du damit anfängst. Manchmal sieht man das ja erst beim Auftauen, ob es noch was taugt für rohen Salat oder ob es dann doch eher in eine Suppe gehört. Das ist weniger Stress als jetzt schon zu planen, was du nicht essen wirst. Aber eins würde ich doch anders sehen als gg1987: zwei Knollen sind nicht viel, und blanchieren dauert wirklich nur ein paar Minuten. Der ganze Aufwand mit Topf und so - ja okay, aber die Zeit hast du vermutlich schneller gespart als du denkst, wenn du die Beeten später nicht entsorgen musst weil sie dir zu matschig sind.

@elvira_k naja aber genau da wird's für mich ein bisschen philosophisch. Du sagst die Zellwände brechen auf und das lässt sich nicht rückgängig machen - stimmt ja. Aber ist das wirklich so ein Drama wenn die Beete am Ende eh in eine Suppe oder einen Eintopf geht? Ich mein, @leni_k hat ja nicht gesagt dass sie die unbedingt noch roh im Salat braucht. Sie hat nur gesagt sie wollte sie "teilweise" dafür verwenden. Das klingt für mich eher nach Plan B, nicht Plan A. Was mich da eher interessiert: wie lange lagern gefrorene Beeten überhaupt bei dir? Ich hab die letztens im Januar eingeforen und im März wieder rausgekramt, und die waren immer noch okay für nen Smoothie oder ne Suppe. Aber maybe is das auch einfach ne Frage wie sehr man auf Perfektion abhängig ist beim Kochen, oder? Ich bin da ehrlich ein praktiker - wenn die Dinger nicht direkt in den Müll gehen und ich die noch verwenden kann, dann ist mein Job getan.

Zitat von gg1987

wenn die Dinger nicht direkt in den Müll gehen und ich die noch verwenden kann, dann ist mein Job getan

- ja genau, das sehe ich genauso! Ich mein, bei mir landen die Rote Beete ja sowieso irgendwann im Eintopf oder eingekocht im Glas, da spielt die Textur überhaupt keine Rolle. Und wenn sie vorher gefroren waren? Macht für mich keinen unterschied. Aber ich hab da noch ne andere Frage die mich interessiert, @leni_k - wie sieht es denn mit den eingelegten aus? Du hast die Knollen ja noch, und wenn du sie jetzt schnell blanchierst oder kochst, könntest du sie auch direkt einlegen statt einzufrieren. Das hält bei mir super lange, und irgendwie mag ich das lieber als die eingefrorenen Sachen wieder aufzutauen. Dann hast du die immer griffbereit und kannst sie spontan in den Eintopf werfen oder zum Brot essen. Ich weiß, das ist jetzt noch eine Option mehr und nicht weniger, aber ehrlich gesagt würde ich mich nicht verrückt machen mit blanchieren versus roh einfrieren. Probier das aus was dir passt von der Zeit her, und schau dann halt beim Auftauen was draus wird. Mehr kann man da nicht machen wenn die Deadline so eng ist.

Zitat von andrea.h

Dann hast du die immer griffbereit und kannst sie spontan in den Eintopf werfen

- ah okay, das ist eigentlich nen guter Punkt den ich vorher nicht so im Blick hatte. Eingelegte Beeten sind halt praktisch, stimmt. Aber @leni_k - wenn du das machen willst, musst du die halt wirklich kochen, oder? Das ist ja das was du vermeiden wolltest wegen der Deadline. Und ehrlich, Essigansatz machen und alles in Gläser füllen - das dauert auch ne Weile. Mich interessiert eher: warum muss überhaupt alles so perfekt geplant sein? Ich mein, du hast die Knollen noch, die gehen nicht weg. Schäl sie jetzt würfel sie, ab in den Froster, fertig. In zwei Wochen wenn die Deadline vorbei ist, nimmst du die raus und schaust was damit anfangen kannst. Vielleicht brauchst du sie dann doch gar nicht mehr, oder dir fällt spontan was Besseres ein. Diese ganze Voraus-Planung für zwei Knollen ist mir ehrlich zu aufwändig. Und zu den Lagerungszeiten - @andrea.h bei mir halten die auch locker zwei, drei Monate ohne Probleme. Ich mach mir da wirklich nicht so viel Kopf. Wenn sie nach zwei Monaten matschig sind, tja, Pech, aber das ist selten der Fall. Mach dich nicht verrückt mit der Sache.

@gg1987

Zitat von gg1987

schäl sie jetzt würfel sie ab in den Froster fertig

ja das klingt halt einfach aber ich frag mich ob das bei zwei knollen überhaupt den aufwand wert ist. ich mein wenn die eh nur in smoothies landen ist mir das egal. aber wer kauft frische knollen vom naschmarkt und friert die dann roh ein. das ist irgendwie verschenkt. keine ahnung ob das stimmt aber ich hab mal gehört dass man rote beete auch einfach im keller lagern kann wenn man keinen sandkasten-keller hat. also nicht jeder hat das. ich jedenfalls nicht. mir ist das hier ehrlich gesagt zu viel hin und her für zwei knollen.

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