Rote Beete einfrieren – verliert sie wirklich so viel?
Zitat von leni_k am September 18, 2026, 21:46 UhrZitat von ms_77der hat einfach angefangen weniger anzupflanzen
das ist eigentlich die unromantischste aber wahrscheinlich cleverste Pointe des ganzen Abends. und irgendwie macht mich das ein bisschen nachdenklich - wir haben jetzt fast zwei Stunden über Einfrieren, Einkochen, Kompost diskutiert und die eigentliche Antwort ist vielleicht einfach: nächstes Jahr fünf Pflanzen weniger setzen. wobei ich wette dass @elvira_k das nächsten Frühling trotzdem wieder zu viel anbaut. das ist so ein Gärtner-Ding oder? man denkt immer es wird schon alles wegkommen. kenn ich von meiner Oma, die hat jedes Jahr zu viele Tomaten gepflanzt und jedes Jahr dasselbe Problem gehabt. und trotzdem war's ihr jedes Mal eine Freude beim Einpflanzen. @ms_77 du gehst jetzt schlafen und ich sollte eigentlich auch - ich muss morgen früh einen Auftrag fertig kriegen bevor die Woche richtig losgeht. aber irgendwie ist das hier doch netter als nochmal die Datei aufzumachen. was ich mir noch frag: ob @elvira_k morgen reinschaut und erstmal überrascht ist was aus ihrer Frage geworden ist. hoffentlich nimmt sie's ihr nicht übel dass wir da so ein bisschen drum herumgeredet haben.
Zitat von ms_77der hat einfach angefangen weniger anzupflanzen
das ist eigentlich die unromantischste aber wahrscheinlich cleverste Pointe des ganzen Abends. und irgendwie macht mich das ein bisschen nachdenklich - wir haben jetzt fast zwei Stunden über Einfrieren, Einkochen, Kompost diskutiert und die eigentliche Antwort ist vielleicht einfach: nächstes Jahr fünf Pflanzen weniger setzen. wobei ich wette dass @elvira_k das nächsten Frühling trotzdem wieder zu viel anbaut. das ist so ein Gärtner-Ding oder? man denkt immer es wird schon alles wegkommen. kenn ich von meiner Oma, die hat jedes Jahr zu viele Tomaten gepflanzt und jedes Jahr dasselbe Problem gehabt. und trotzdem war's ihr jedes Mal eine Freude beim Einpflanzen. @ms_77 du gehst jetzt schlafen und ich sollte eigentlich auch - ich muss morgen früh einen Auftrag fertig kriegen bevor die Woche richtig losgeht. aber irgendwie ist das hier doch netter als nochmal die Datei aufzumachen. was ich mir noch frag: ob @elvira_k morgen reinschaut und erstmal überrascht ist was aus ihrer Frage geworden ist. hoffentlich nimmt sie's ihr nicht übel dass wir da so ein bisschen drum herumgeredet haben.
Zitat von n.feld am September 18, 2026, 22:19 UhrZitat von leni_kman denkt immer es wird schon alles wegkommen
Das ist eigentlich der einzige Punkt im Thread der mich wirklich interessiert. Nicht das Einfrieren, nicht das Nitrat. Sondern dass Leute jedes Jahr dasselbe Mengenproblem produzieren und dann nach technischen Lösungen suchen statt nach der Ursache. Ich bin kein Gärtner, aber ich kenne das von IT-Seite her gut genug. Systeme die zu viel Output produzieren löst man nicht durch bessere Archivierung. Man dreht am Input. Was mich bei @elvira_k noch beschäftigt: Sie hat gefragt ob Nährwerte beim Einfrieren verloren gehen, weil ihr Hausarzt Rote Beete wegen Blutdruck empfohlen hat. Das ist konkret genug. Aber die Konservierungsmethode ist hier eigentlich nachrangig - ob die Nitratgehalte nach Einfrieren oder Einkochen minimal differieren, das macht bei üblichen Verzehrmengen wahrscheinlich keinen klinisch relevanten Unterschied. Dafür bräuchte man Zahlen, keine Vermutungen aus Ernährungsartikeln unbekannter Herkunft. Wenn der Hausarzt mehr Rote Beete empfiehlt, hat er vermutlich keine spezifische Zubereitungsform gemeint. Und regelmäßig essen ist ohnehin wichtiger als ob die Beete aus dem Einmachglas kommt oder aufgetaut. @leni_k ob sie morgen reinschaut und überrascht ist - ich tipp eher ja. Der Thread ist jetzt deutlich länger als ihre Frage.
Zitat von leni_kman denkt immer es wird schon alles wegkommen
Das ist eigentlich der einzige Punkt im Thread der mich wirklich interessiert. Nicht das Einfrieren, nicht das Nitrat. Sondern dass Leute jedes Jahr dasselbe Mengenproblem produzieren und dann nach technischen Lösungen suchen statt nach der Ursache. Ich bin kein Gärtner, aber ich kenne das von IT-Seite her gut genug. Systeme die zu viel Output produzieren löst man nicht durch bessere Archivierung. Man dreht am Input. Was mich bei @elvira_k noch beschäftigt: Sie hat gefragt ob Nährwerte beim Einfrieren verloren gehen, weil ihr Hausarzt Rote Beete wegen Blutdruck empfohlen hat. Das ist konkret genug. Aber die Konservierungsmethode ist hier eigentlich nachrangig - ob die Nitratgehalte nach Einfrieren oder Einkochen minimal differieren, das macht bei üblichen Verzehrmengen wahrscheinlich keinen klinisch relevanten Unterschied. Dafür bräuchte man Zahlen, keine Vermutungen aus Ernährungsartikeln unbekannter Herkunft. Wenn der Hausarzt mehr Rote Beete empfiehlt, hat er vermutlich keine spezifische Zubereitungsform gemeint. Und regelmäßig essen ist ohnehin wichtiger als ob die Beete aus dem Einmachglas kommt oder aufgetaut. @leni_k ob sie morgen reinschaut und überrascht ist - ich tipp eher ja. Der Thread ist jetzt deutlich länger als ihre Frage.
Zitat von ms_77 am September 18, 2026, 22:42 Uhr@n.feld
Zitat von n.feldSysteme die zu viel Output produzieren löst man nicht durch bessere Archivierung
ok das ist eigentlich nicht schlecht gesagt. IT-Vergleich hin oder her. der Punkt stimmt. aber bei dem Nährwert-Teil muss ich kurz einhaken. du sagst "klinisch relevanter Unterschied" und "dafür bräuchte man Zahlen". das ist fair. aber du machst genau das gleiche wie @leni_k vorhin - du stellst eine These auf ohne Zahlen zu haben. der Unterschied ist nur dass deine These klingt als käme sie von jemandem der viel liest. is mir schnuppe ob das IT oder Ernährung ist, ohne Beleg ist das beides Vermutung. was ich aber wirklich sagen wollte - und das ist mir grad erst aufgegangen - der Hausarzt hat Rote Beete empfohlen. nicht Rote-Beete-Extrakt. nicht Kapseln. nicht irgendwelchen gepressten Saft aus dem Reformhaus für zwölf Euro die Flasche. einfach das Gemüse. das finde ich eigentlich bemerkenswert. weil normalerweise kommt man aus solchen Gesprächen raus und dann kauft man irgendwas. @elvira_k hat einfach mehr angebaut. das ist eigentlich die vernünftigste Reaktion die ich in letzter Zeit gehört hab in dem Bereich. draußen ist es grad wieder kälter geworden, merkt man dass September ist. bin müde. aber das wollte ich noch loswerden.
@n.feld
Zitat von n.feldSysteme die zu viel Output produzieren löst man nicht durch bessere Archivierung
ok das ist eigentlich nicht schlecht gesagt. IT-Vergleich hin oder her. der Punkt stimmt. aber bei dem Nährwert-Teil muss ich kurz einhaken. du sagst "klinisch relevanter Unterschied" und "dafür bräuchte man Zahlen". das ist fair. aber du machst genau das gleiche wie @leni_k vorhin - du stellst eine These auf ohne Zahlen zu haben. der Unterschied ist nur dass deine These klingt als käme sie von jemandem der viel liest. is mir schnuppe ob das IT oder Ernährung ist, ohne Beleg ist das beides Vermutung. was ich aber wirklich sagen wollte - und das ist mir grad erst aufgegangen - der Hausarzt hat Rote Beete empfohlen. nicht Rote-Beete-Extrakt. nicht Kapseln. nicht irgendwelchen gepressten Saft aus dem Reformhaus für zwölf Euro die Flasche. einfach das Gemüse. das finde ich eigentlich bemerkenswert. weil normalerweise kommt man aus solchen Gesprächen raus und dann kauft man irgendwas. @elvira_k hat einfach mehr angebaut. das ist eigentlich die vernünftigste Reaktion die ich in letzter Zeit gehört hab in dem Bereich. draußen ist es grad wieder kälter geworden, merkt man dass September ist. bin müde. aber das wollte ich noch loswerden.
Zitat von n.feld am September 18, 2026, 23:58 UhrZitat von ms_77du machst genau das gleiche wie @leni_k vorhin - du stellst eine These auf ohne Zahlen zu haben
Das ist fair. Den Punkt nehme ich an. Was mich aber stört: Du sagst es sei "bemerkenswert", dass der Hausarzt einfach das Gemüse empfohlen hat statt Kapseln oder Extrakt. Das klingt als wäre das die Ausnahme. Ich würde eher sagen es sollte der Normalfall sein, und dass wir es als bemerkenswert wahrnehmen sagt eher was über die Gesundheitsbranche aus als über den Hausarzt. Der Punkt mit elvira_k stimmt trotzdem. Sie hat auf einen medizinischen Hinweis reagiert indem sie mehr angebaut hat. Das ist konkret, direkt, ohne Umweg über den Reformhausregal. Ich hab schon Leute gesehen die auf "mehr Bewegung" mit dem Kauf eines Fitness-Trackers reagiert haben. Wobei ich nicht weiß ob "mehr anbauen" das Problem löst wenn am Ende trotzdem vieles im Kompost landet. Dann ist die Verwertungsrate entscheidend, nicht die Erntemenge. Aber das haben wir heute Abend oft genug gedreht.
Zitat von ms_77du machst genau das gleiche wie @leni_k vorhin - du stellst eine These auf ohne Zahlen zu haben
Das ist fair. Den Punkt nehme ich an. Was mich aber stört: Du sagst es sei "bemerkenswert", dass der Hausarzt einfach das Gemüse empfohlen hat statt Kapseln oder Extrakt. Das klingt als wäre das die Ausnahme. Ich würde eher sagen es sollte der Normalfall sein, und dass wir es als bemerkenswert wahrnehmen sagt eher was über die Gesundheitsbranche aus als über den Hausarzt. Der Punkt mit elvira_k stimmt trotzdem. Sie hat auf einen medizinischen Hinweis reagiert indem sie mehr angebaut hat. Das ist konkret, direkt, ohne Umweg über den Reformhausregal. Ich hab schon Leute gesehen die auf "mehr Bewegung" mit dem Kauf eines Fitness-Trackers reagiert haben. Wobei ich nicht weiß ob "mehr anbauen" das Problem löst wenn am Ende trotzdem vieles im Kompost landet. Dann ist die Verwertungsrate entscheidend, nicht die Erntemenge. Aber das haben wir heute Abend oft genug gedreht.
Zitat von elvira_k am September 19, 2026, 07:03 UhrGut dass ihr hier so ausführlich diskutiert habt, aber jetzt muss ich ehrlich etwas klarstellen. @n.feld Sie schreiben
Zitat von n.feldregelmäßig essen ist ohnehin wichtiger als ob die Beete aus dem Einmachglas kommt oder aufgetaut
- und da stimme ich Ihnen zu, aber vielleicht habe ich meine Sorge nicht richtig ausgedrückt. Es geht mir gar nicht um technische Haarspalterei mit Nitrat und Enzymen. Der Hausarzt hat mir geraten mehr Rote Beete zu essen, und ich mache das gerne, weil ich sie selbst anbaue und weiß was drin ist. Das ist mir wichtig. Aber wenn ich jetzt einfach viel zu viel einfriere und dann im Winter zwei Monate lang aufgetaute matschige Scheiben esse nur weil sie da sind - dann esse ich nicht regelmäßig aus Überzeugung sondern aus schlechtem Gewissen. @leni_k hat das vorhin ganz richtig erfasst, das war nicht nur eine Konservierungsfrage. Und @ms_77, mit dem Punkt "weniger anpflanzen" haben Sie recht, aber das ist leichter gesagt als getan wenn man im Frühjahr vor den Beeten steht. Man denkt einfach es wird schon gut. Dieses Jahr war ein besonders gutes Wachstumsjahr, die sind alle viel größer geworden als sonst. Das konnte ich nicht vorhersehen. Nachbarn verschenken - ja, das habe ich schon überlegt. Aber ehrlich gesagt bin ich nicht dafür bekannt dass ich mich einfach mal bei zehn Leuten anmelde und Gemüse verteile. Das ist mir zu aufdringlich. Lieber werfe ich was weg als dass ich komisch wirke. Vielleicht ist die einfache Antwort wirklich: nächstes Mal weniger Samen nehmen und den Rest einkochen wie immer. Das funktioniert ja wunderbar.
Gut dass ihr hier so ausführlich diskutiert habt, aber jetzt muss ich ehrlich etwas klarstellen. @n.feld Sie schreiben
Zitat von n.feldregelmäßig essen ist ohnehin wichtiger als ob die Beete aus dem Einmachglas kommt oder aufgetaut
- und da stimme ich Ihnen zu, aber vielleicht habe ich meine Sorge nicht richtig ausgedrückt. Es geht mir gar nicht um technische Haarspalterei mit Nitrat und Enzymen. Der Hausarzt hat mir geraten mehr Rote Beete zu essen, und ich mache das gerne, weil ich sie selbst anbaue und weiß was drin ist. Das ist mir wichtig. Aber wenn ich jetzt einfach viel zu viel einfriere und dann im Winter zwei Monate lang aufgetaute matschige Scheiben esse nur weil sie da sind - dann esse ich nicht regelmäßig aus Überzeugung sondern aus schlechtem Gewissen. @leni_k hat das vorhin ganz richtig erfasst, das war nicht nur eine Konservierungsfrage. Und @ms_77, mit dem Punkt "weniger anpflanzen" haben Sie recht, aber das ist leichter gesagt als getan wenn man im Frühjahr vor den Beeten steht. Man denkt einfach es wird schon gut. Dieses Jahr war ein besonders gutes Wachstumsjahr, die sind alle viel größer geworden als sonst. Das konnte ich nicht vorhersehen. Nachbarn verschenken - ja, das habe ich schon überlegt. Aber ehrlich gesagt bin ich nicht dafür bekannt dass ich mich einfach mal bei zehn Leuten anmelde und Gemüse verteile. Das ist mir zu aufdringlich. Lieber werfe ich was weg als dass ich komisch wirke. Vielleicht ist die einfache Antwort wirklich: nächstes Mal weniger Samen nehmen und den Rest einkochen wie immer. Das funktioniert ja wunderbar.