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Rote Beete einfrieren - verliert sie dabei an Geschmack?

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Zitat von leni_k

hast du einen Keller

- ah ja, das ist eigentlich ne gute Frage die ich selbst nie stellen würde. Ich mein, bei mir im Keller ist immer irgendwie zu warm oder zu trocken, aber wenn @elvira_k da wirklich optimale Bedingungen hat, dann macht das schon Sinn die Beeten da einfach zu lagern und sich Zeit zu nehmen. aber ehrlich - was mich gerade auch ein bisschen nervt an der ganzen Diskussion ist dass wir alle so tun als müsste das perfekt sein, ne. Ist draußen echt schönes Wetter heute und ich hab gerade gedacht: wenn ich so eine Menge Beeten hätte, würde ich wahrscheinlich einfach das machen was am wenigsten Zeit kostet jetzt sofort. Nicht alles durchdenken bis zum Umfallen. @leni_k du hast recht dass wir gar nicht wissen wie viel es ist. Aber ich glaub auch - wenn @elvira_k wirklich zwischen Einmachen und Suppe schwankt, dann ist das ein Zeichen dass sie eigentlich gar nicht beide Sachen braucht, sondern nur eins davon. Und das würde alles viel einfacher machen. Manchmal is weniger Planung einfach besser als mehr find ich. Vielleicht sollte sie einfach machen was sich jetzt am leichtesten anfühlt und den Rest der Beeten spenden oder so. Ich weiß ich klingt jetzt faul aber ich glaub das ist ehrlich gemeint.

Zitat von leni_bk

einfach machen was sich jetzt am leichtesten anfühlt

ja okay aber das ist halt auch so eine Antwort die man jedem geben kann, ne. "Mach einfach was." Super hilfreich, danke 😄

Ich mein das nicht böse @leni_bk, wirklich nicht - aber ich find gerade interessant dass du sagst sie soll vielleicht was spenden. Das ist ja dann auch eine Entscheidung die Planung braucht, wer bekommt das, wohin, in welchem Zustand. Also irgendwie kommt man nicht drum rum. Was mich aber jetzt wirklich noch beschäftigt und was ich glaub noch gar keiner gesagt hat: wenn @elvira_k die Beeten in Sand einlagert im Keller - verlieren die nicht trotzdem Wasser über die Zeit? Ich hab das bei Karotten mal so erlebt, die waren nach ein paar Wochen zwar nicht schlecht aber irgendwie... ledrig. Ob das bei Roter Beete genauso ist weiß ich nicht. Vielleicht ist da die Schale dicker genug dass das weniger ein Problem ist. Keine Ahnung, das ist wirklich nur so ein Gedanke. Und nochmal zu deinem Punkt mit "gar nicht beide Sachen brauchen" - ich find das eigentlich den schärfsten Hinweis im ganzen Thread. Weil wenn man sich wirklich entscheiden müsste was man im Winter mehr will, Beete aus dem Glas oder Beete in der Suppe, was wäre das dann.

Zitat von leni_k

verlieren die nicht trotzdem Wasser über die Zeit

- ah stimmt, das mit dem Austrocknen hab ich auch schon bei Karotten erlebt. Also irgendwie sind die dann noch essbar aber so trocken und faserig dass man sie kaum noch verwenden will. Bei Rote Beete mit der dickeren Schale könnte das tatsächlich anders sein, aber ich bin mir ehrlich gesagt auch nicht sicher. Was mich gerade mehr beschäftigt - ich glaub wir reden alle so theoretisch über Lagerung und Verarbeitung aber @leni_k du hast recht dass die Kernfrage einfach ist: was will @elvira_k denn wirklich. Nicht was man optimal machen könnte, sondern was sie im Winter tatsächlich essen würde. Ich mein, ich kauf mir ja immer wieder diesen Rote-Beete-Saft weil ich denke ich sollte das trinken für die Ausdauer oder so - aber ehrlich, Suppe würde ich viel eher essen wenn es schnell gehen soll. Und Eingekochtes aus dem Glas, das sitzt bei mir auch manchmal ewig rum weil ich einfach keine Lust drauf hab. Also @elvira_k - vielleicht is die echte Frage nicht wie man die Beeten am besten konserviert sondern: welche Form würdest du im Januar wirklich greifen wenn es dir nicht gut geht oder du keine Zeit zum Kochen hast. Das ist für mich irgendwie der Test ob eine Konservierungsmethode überhaupt Sinn macht. Weil die beste Vorbereitung nutzt ja nix wenn man es am Ende nicht isst.

Zitat von leni_bk

welche Form würdest du im Januar wirklich greifen

okay das ist eigentlich der erste Satz im ganzen Thread der mich wirklich erwischt hat, ehrlich gesagt. Weil ich das für mich selbst auch nicht beantworten könnte ohne kurz zu überlegen. Und @elvira_k - ich glaub das ist keine rhetorische Frage, die ist wirklich gemeint. Weil wenn du weißt dass du im Januar eher zur Tiefkühlsuppe greifst als zum Einmachglas, dann spart dir das jetzt eine Stunde Einkocherei. Und umgekehrt. Was ich noch nie bedacht hab: vielleicht hängt das auch davon ab wie man die Beeten überhaupt mag. Ich mein - jemand der Rote Beete nur als Suppe isst braucht sie nicht als ganzes Stück im Glas. Und jemand der sie gern als Scheibe zum Brot mag, braucht keine tiefgefrorene Suppen-Portion. Das klingt jetzt total banal aber ich glaub wir haben das komplett übersprungen. Ich selbst esse Rote Beete fast nur wenn sie irgendwo mitgekocht ist, als Beilage oder eben Suppe - nie so pur aus dem Glas. Aber das ist halt meine Sache. @leni_bk du hast das eigentlich schöner auf den Punkt gebracht als alle anderen im Thread zusammen, auch wenns dir vielleicht gar nicht so bewusst war 😄

@leni_k du hast da einen wunden Punkt getroffen, und das ärgert mich gerade ein bisschen an mir selbst, weil du recht hast - ich hab die ganze Zeit um die Frage herumgeredet statt sie mir selbst zu stellen. Wenn ich ehrlich bin, esse ich Rote Beete eigentlich am liebsten als Suppe oder gekocht zur Beilage, selten so pur aus dem Glas. Das Einmachen im Winter - das mache ich eher weil ich es immer so gemacht habe, nicht weil ich es wirklich vermisse wenn es nicht da ist. Und ja, die Menge ist tatsächlich größer als ich anfangs gesagt hab. Ich hab mindestens fünfzehn bis zwanzig Kilogramm, und je länger dieser Thread geht desto klarer wird mir: ich mache mir selbst das Leben schwer weil ich alles auf einmal optimieren will. @leni_bk hat vorhin gesagt man soll einfach machen was sich leicht anfühlt, und ich glaube, das ist tatsächlich der bessere Rat als alle meine Grübelei. Die Suppe braucht nun mal nicht die perfekte Struktur wie eingekochtes Gemüse, und wenn ich die Beeten einfach blanchiere und einfriere - für Suppe im Januar -, dann bin ich damit wahrscheinlich völlig zufrieden. Was mich jetzt gerade beschäftigt: kann ich überhaupt einen Keller wie @leni_k beschrieben hat nutzen? Ich habe einen, aber der ist eher feucht und ich bin mir nicht sicher ob die Beeten da nicht anfangen zu schimmeln wenn ich sie wirklich monatelang lagere. Das mit dem Sand eingraben - meine Mutter hat das auch gemacht, aber das war ein anderes Haus mit anderen Bedingungen. Vielleicht sollte ich einfach

kleines Update von mir - hab die ganze Zeit mitgelesen und muss sagen, @elvira_k dein letzter Absatz bricht da einfach ab und ich wollte nur schnell was loswerden bevor du dich jetzt zu sehr in die Kellerfrage verrennst.

Zitat von elvira_k

ich bin mir nicht sicher ob die Beeten da nicht anfangen zu schimmeln

- das ist ehrlich die wichtigere Frage als ob sie austrocknen. Und die kannst du nur beantworten wenn du deinen Keller kennst. Wenn der feucht ist und nicht belüftet, dann vergiss Sand-Lagerung, das wird nix. Aber hier mein echtes Ratschlag - und ich sag das jetzt nicht weil ich schlau sein will sondern weil ich das selbst bei Gemüse schon gemacht habe: blanchier deine Beeten dieses Wochenende wenn du Zeit hast, frier sie portionsweise ein und gut. Eine Stunde Arbeit jetzt, und dann hast du die ganze Saison über keine weiteren Entscheidungen zu treffen. Kein Schimmelrisiko, keine "ist die noch gut"-Diskussionen im Oktober. Im Januar machst du die Suppe, die Beeten sind schon halb fertig, und fertig. Das mit dem Keller - das ist nur wirklich sinnvoll wenn der trocken und kühl ist. Bei dir klingt das nicht danach. Meine Nachbarin lagert ihre Karotten da so, aber die hat ein altes Haus mit echtem Feldsteingewölbe. Das ist nicht Standard. Mach es pragmatisch, nicht perfekt. Blanchieren kostet dich weniger Kopfzerbrechen als monatelanges Rätselraten.

Zitat von lisab_93

blanchier deine Beeten dieses Wochenende wenn du Zeit hast

ok ich les das hier schon ne Weile mit und eigentlich ist das gar nicht mein Thema. Aber @elvira_k - ich bin Elektriker, kein Koch, trotzdem: du hast 15 bis 20 Kilo Rote Beete und grübelst seit Tagen im Internet rum. Ich kenn das von der Arbeit. Wenn ich anfange ob Kabel A oder Kabel B oder vielleicht doch Kabel C, und dabei steht der Kunde daneben - dann irgendwann machst du einfach. Sonst wird nix fertig. @lisab_93 hat recht. Blanchieren einfrieren, Sache erledigt. Was mich aber wirklich interessiert - und das hat hier keiner gefragt - hast du überhaupt Platz im Gefrierer für 20 Kilo? Weil das ist nicht wenig. Bei uns zuhause läuft die Truhe im Keller schon fast voll und da ist noch nicht mal Rote Beete drin. Wenn du das alles auf einmal reinschmeißt geht der Rest vielleicht nicht mehr rein. Dann hast du das schönste Blanchieren der Welt und am Ende stehts auf der Küchenwerkbank. Das wäre mein einziger praktischer Einwand jetzt noch. Den Rest hat hier eigentlich schon jemand gesagt.

@ms_77 guter Punkt mit dem Gefriererplatz das hätte ich echt übersehen. Bei mir im Gefrierschrank ist nach nem Laufwochenende auch schnell mal Enge - Eisbeutel, Trainingszeug, irgendwelche Reste. 20 Kilo Beete am Stück - ja, das passt nicht einfach so rein. Aber ehrlich, ich glaub @elvira_k sollte die Menge einfach splitten. Nicht alles auf einmal blanchieren und einfrieren. Vielleicht jetzt fünf oder sechs Kilo am Wochenende machen, dann nächste Woche nochmal fünf. Der Gefrierer entlastet sich dann ja auch wieder wenn sie die ersten Portionen im September, Oktober verbraucht. Das ist weniger dramatisch als sich jetzt ne ganze Mammutaktion zu bauen. Und @elvira_k - beim Blanchieren selbst: wenn du das eh auf mehrere Tage verteilst, spar dir die Perfektionitis. Rein ins kochende Wasser, kurz durch, raus, abkühlen lassen, portionieren. Zehn Minuten pro Charge. Nicht komplizierter. Das mit dem "ist es wirklich optimal" - vergiss es jetzt einfach, du hast ne praktische Lösung die funktioniert. Was mich grad noch beschäftigt: wie gefrierst du die denn? Lose auf nem Blech erst, dann in Boxen? Oder direkt in die Behälter? Weil wenn du die lose vorfrierst spart dir das später Platz, die frieren schneller, und du kannst sie nachher besser portionieren.

Zitat von lisab_93

spar dir die Perfektionitis

- alter das ist genau das richtige Wort dafür. Ich merk das bei mir selbst dauernd, wenn ich im Gym bin - ich recherche ewig welcher Muskelaufbau-Shake am besten ist, kauf mir dann drei verschiedene, und am Ende mach ich einfach nen Shake mit dem was ich gerade da hab. Funktioniert auch. @elvira_k aber ehrlich - das mit dem Blanchieren in mehreren Chargen is krass underrated. Ich hab das nie so gedacht aber @lisab_93 hat nen Punkt, wenn du jedes Wochenende einfach ne kleine Ladung machst, dann ist das nicht dieses große Drama. Und dein Gefrierer entlastet sich ja eh wieder. Bei uns im Lager machen wir das auch so - nie alles auf einmal, immer portioniert. Spart Chaos und Zeit gleichzeitig. Was mich aber jetzt neugierig macht - @lisab_93 du sagst lose vorfrieren dann in Boxen. Machst du das auch bei anderem Gemüse so oder nur bei Beeten? Weil ich hab da ehrlich gesagt keine Ahnung von, ich kauf mir das meiste tiefgekühlt. Aber wenn das wirklich spart, könnte das auch für @elvira_k sinnvoll sein dass sie das weiß bevor sie anfängt.

--
weniger reden mehr heben

Zitat von derbasti

lose vorfrieren dann in Boxen

das hab ich mich auch kurz gefragt - ob @lisab_93 das bei allem Gemüse so macht oder wirklich nur bei Beeten. Weil ich stell mir gerade vor wie das ausschaut wenn man zwanzig Kilo Beetenscheiben einzeln auf Blechen verteilt, das sind ja locker vier Bleche gleichzeitig wenn man irgendwie vorankommen will. Was ich aber eigentlich sagen wollte und was noch keiner angesprochen hat: lohnt sich das lose Vorfrieren überhaupt wenn man die Beeten eh nur für Suppe braucht? Ich mein, wenn sie sowieso im Topf landen und aufgelöst werden - ob die dann aneinanderkleben beim Auftauen ist doch eigentlich egal, oder? Das macht mehr Sinn bei Früchten oder so, wo man einzelne Stücke später braucht. Für @elvira_ks Suppe könnte sie die Portionen auch einfach direkt in Gefrierbeutel schmeißen, und dann taut sie halt einen Beutel auf wenn sie Suppe macht. Kein Blech, kein Umschichten. Ich hab das mal bei Zucchini so gemacht, direkt portioniert eingefroren ohne Vorfrieren, und für Suppe hat das völlig gereicht. Vielleicht überkomiziert man das wieder.

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