Bitte oder Registrieren, um Beiträge und Themen zu erstellen.

Rote Beete einfrieren - verliert sie dabei an Geschmack?

Ich habe in meinem Garten dieses Jahr besonders viel geerntet, mehr als ich ehrlich gesagt verarbeiten kann. Normalerweise koche ich ja viel ein, aber Einmachen funktioniert bei mir nur bis September, dann wird mir das zu zeitaufwändig. Eine Nachbarin hat mir geraten, die Roten Beete einfach zu blanchieren und dann einzufrieren, aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob das sinnvoll ist. Meine Frage ist vor allem: Schmeckt die eingefrorene Rote Beete nachher noch wie die frische? Ich habe da etwas Skepsis, weil ich gemerkt habe, dass vakuumverpackte Sachen aus dem Supermarkt bei mir immer irgendwie flach schmecken, und ich befürchte, das Einfrieren könnte ähnlich sein. Oder ist das Quatsch und ich stelle mir das nur ein? Und praktisch: Muss ich wirklich blanchieren? Reicht es nicht auch, sie roh einzufrieren? Ich würde sie ja eh später wieder kochen wollen, entweder für Suppe oder zum Einmachen im Winter, wenn ich wieder Zeit habe. Die anderen Sachen aus meinem Garten. Bohnen, Zucchini. Friere ich ganz normal ein, aber bei der Roten Beete habe ich irgendwie ein ungutes Gefühl. Vielleicht bin ich auch einfach zu altmodisch und sollte mich von meinen Einkoch-Gewohnheiten verabschieden. Hat hier jemand längere Erfahrung damit?

Zitat von elvira_k

Muss ich wirklich blanchieren?

@elvira_k kurz dazu, weil ich das mal explizit nachgelesen hab (irgendein Einfrierratgeber, weiß nicht mehr genau welcher): roh einfrieren ist technisch möglich, aber Geosmin und so Enzyme die für Geschmack und Textur zuständig sind verändern sich anders als beim Blanchieren. Ich mein, du willst sie eh später kochen - aber der Unterschied soll tatsächlich merkbar sein, gerade bei der Textur nach dem Auftauen. Matschiger halt. Was ich noch nie probiert hab, und das frag ich mich gerade wirklich: hast du schon mal gekochte Rote Beete eingefroren, also nicht roh oder nur blanchiert sondern richtig durch? Ich überleg ob das für deinen Fall nicht sogar pragmatischer wäre. Du kochst jetzt im Sommer durch, frierst portionsweise ein und musst im Winter nur noch auftauen und verarbeiten. Weniger Aufwand als zweimal Kochen. Das Vakuumverpackt-Feeling das du beschreibst kommt meines Erachtens mehr von der Lagerzeit und dem Zitronensäurezusatz als vom Einfrieren selbst - das sind halt zwei verschiedene Prozesse. Eingefroren aus dem eigenen Garten dürfte da schon anders rauskommen allein weil die Ausgangsqualität besser ist. Aber ich geb zu, ich hab das selbst nur mit kleinen Mengen getestet, nicht mit einer ganzen Gartenernte.