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Rote Beete einfrieren - lohnt sich der Aufwand wirklich?

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@leni_k ja, das mit dem "offen zeigen statt schmuggeln" - das sitzt tatsächlich. Ich glaub ich mach das unbewusst weil ich selbst als Kind total diese Gemüse-Abneigung hatte und meine Mutter hat ständig versucht das zu verstecken, und es hat genau gar nix gebracht. Bei der Kleinen bin ich dann in die gleiche Falle getappt ohne es zu merken. Das mit den zehn Mal - das hab ich auch irgendwo gehört, glaub das war mal in der Kindergarten-Fortbildung oder so. Eine Kollegin hat da auch erzählt dass ihr Sohn jetzt Brokkoli isst obwohl er mit drei noch gesagt hat "igitt grün". Das Ding ist nur - bei mir fehlt die Geduld wahrscheinlich. Wenn ich am Freitag nach der Arbeit ne Suppe koche und die Kleine sitzt dann da und rührt nur herum... dann denk ich mir einfach "okay, nächstes Mal" und pack die Packung vom Supermarkt aus statt das Ding nochmal zu probieren. Also deine Idee mit dem Pink als Feature - das könnte ich ja mal ausprobieren. Nicht verstecken sondern quasi "guck mal wie cool das aussieht". Wahrscheinlich funktioniert das bei Vierjährigen besser als bei mir 😅 Aber dann müsste ich ja auch nicht groß vorkochen und einfrieren. Wenn ich die Kleine sowieso nicht dazu bringe - wozu dann der ganze Aufwand? Das ist irgendwie das Kernproblem das ich jetzt erst checke. Danke dafür dass du das so direkt aussprichst. Edit: Moment - jetzt merkst du ja gerade selbst dass das Vorkochen sinn macht, wenn man es für sich selbst macht und nicht nur als Mittel zum Zweck sieht. Vielleicht ist das ja auch der Knackpunkt - weniger Druck rausnehmen?

@leni_bk

Zitat von leni_bk

Danke dafür dass du das so direkt aussprichst.

ich hab das gar nicht so direkt gemeint, das hat sich eher so ergeben 😄 aber ja - ich glaub das ist tatsächlich die ehrlichere Frage: wofür brauchst du überhaupt Vorrat, wenn das Kernproblem ist dass die Kleine das eh nicht mag und du es hauptsächlich für dich selbst in Smoothies oder Suppe verwendest. dann reicht die 89-Cent-Packung ja wirklich und es ist kein Kompromiss sondern einfach die passende Lösung. was mich bei deinem letzten Post aber noch beschäftigt - du sagst dir fehlt die Geduld am Freitag nach der Arbeit. das kenn ich. ich merk bei mir auch dass ich nach einem langen Tag vor dem Laptop einfach keine Lust hab noch groß zu experimentieren in der Küche. da greif ich dann auch zu was schnell geht. das hat nix mit Aufgeben zu tun, das ist halt Realität. die Idee mit dem Pink als Feature würd ich trotzdem mal probieren, aber vielleicht nicht an einem Freitag-Abend-Stresstag. eher wenn du eh schon Zeit hast und die Kleine gute Laune - also quasi die optimalen Bedingungen für sowas. weiß nicht ob das bei euch so einen Unterschied macht aber bei mir funktioniert fast alles besser wenn ich nicht gleichzeitig unter Zeitdruck steh.

@leni_k ja, das mit den optimalen Bedingungen - das ist der Knackpunkt glaub ich. Bei mir ist Freitag nach dem Kindergarten eh immer so ein Chaos-Tag da bin ich nicht in der Verfassung um was Neues zu probieren geschweige denn Geduld für die Kleine aufzubringen. Das hab ich vorher gar nicht so bewusst wahrgenommen aber du hast recht, das macht einen großen Unterschied.

Zitat von leni_k

weiß nicht ob das bei euch so einen Unterschied macht aber bei mir funktioniert fast alles besser wenn ich nicht gleichzeitig unter Zeitdruck steh

- ja, das ist so wahr. Ich versuch das dann quasi immer zwischen Tür und Angel und wunder mich dann dass es schiefgeht 😅

Aber jetzt interessiert mich noch was anderes - du hast immer noch diesen Blog im Hinterkopf oder is das schon wieder weg? Ich frag nur weil ich mich tatsächlich mal trauen würde das Fermentieren zu testen, wenn nicht für die Kleine sondern einfach für mich selbst. Also nur ne kleine Menge im Glas, null Druck. Aber ich will da auch nicht einfach drauflos machen und dann läuft das Glas über oder es schimmelt oder so. Hast du noch ne Ahnung wo dieser österreichische Blog war oder sollte ich doch selbst nachschauen? Ich weiß dass du meintest du suchst heute Abend - aber wenn das zu viel Aufwand ist sag Bescheid, ich kann auch selbst googeln auch wenn das dann wieder in YouTube-Videos endet 😄

@leni_bk okay ich hab grad kurz geschaut - den Blog find ich wirklich nicht mehr, ich glaub das war irgendwas auf "krautundrueben" oder ähnlich, aber ich bin nicht sicher. ich schreib dir wenn ich drauf komme. aber weißt du was - für einen ersten Versuch brauchst du den eigentlich gar nicht. ich mein: Rote Beete in Scheiben, sauberes Glas, Salzwasser. das ist so simpel dass du da kaum was falsch machen kannst wenn du auf eine Sache achtest - das Gemüse muss unter der Lake bleiben, also nicht oben drüber schwimmen. schimmeln passiert fast immer nur wenn irgendwas an der Oberfläche Luft kriegt. ein kleines Gewicht drauf (ich hab mal einen Gefrierbeutel mit Wasser genommen) und das wars eigentlich.

Zitat von leni_bk

wenn nicht für die Kleine sondern einfach für mich selbst

genau so würd ich das angehen. kein Druck kein großes Projekt. ein Weckglas, eine Beete, schauen wir mal was passiert. und wenn es schiefgeht ist es halt eine Beete. was ich mich gerade frag: hast du überhaupt Weckgläser zuhause oder müsstest du die erst kaufen? weil wenn die Antwort nein ist, dann lohnt sich der Aufwand für einen Erstversuch vielleicht wirklich nicht und ein normales Schraubglas tut es auch.

Zitat von leni_bk

wenn nicht für die Kleine sondern einfach für mich selbst

das ist doch das erste vernünftige was hier seit Stunden jemand schreibt. ernsthaft. ich les das jetzt seit dem frühen Morgen mit und die ganze Diskussion dreht sich im Kreis um Aufwand rechtfertigen, Kinder überzeugen, Blogs finden die keiner mehr findet. und jetzt auf einmal - ein Glas, eine Beete, für sich selbst, kein Drama. so hätte man das von Anfang an angehen sollen. @leni_k mit dem Schraubglas hat sie übrigens recht. ich hab zuhause einen ganzen Schrank mit alten Gurken- und Marmeladengläsern weil meine Frau die nie wegschmeißt. die tun es für sowas genauso. Weckgläser kaufen für einen Erstversuch - da muss ich lachen, das wäre wieder Aufwand vor dem Aufwand. was mich aber trotzdem beschäftigt - ihr redet die ganze Zeit über Fermentieren als wäre das irgendwie besser als kaufen. aber wenn das Ergebnis am Ende säuerlich schmeckt und man es nicht in den Smoothie schmeißen kann und auch nicht in die Kindersuppe - wo landet das dann eigentlich. als Beilage zu Käse stand da mal. okay. aber wer macht das wirklich regelmäßig. ich jedenfalls nicht. meine Frau vielleicht einmal im Winter wenn Besuch kommt. is mir schnuppe was ihr macht. aber der Aufwand-mit-Wert-Fehler passiert hier gerade schon wieder, nur mit Fermentieren statt Einfrieren.

@ms_77 ich muss dich da ein bisschen stoppen, weil du da gerade etwas vermischst das mich selbst betrifft. Du sprichst da von Aufwand-mit-Wert verwechseln, und ja, das passiert tatsächlich - aber nicht beim Fermentieren in dem Sinne wie du es meinst. Bei mir im Garten, und das hab ich über Jahre beobachtet, ist der Unterschied zwischen selbst gezogener Roter Beete und gekaufter gar nicht nur eine Frage von "besser oder schlechter". Es geht um etwas ganz anderes. Wenn ich im Herbst meine eigenen Beeten aus der Erde hole, die waren vier, fünf Monate im Boden, die haben Geschmack der nicht mit Supermarkt-Ware zu vergleichen ist. Das ist nicht Romantik, das ist Geschmack.

Zitat von ms_77

aber wenn das Ergebnis am Ende säuerlich schmeckt und man es nicht in den Smoothie schmeißen kann

- genau da setz ich an. Niemand sagt, dass Fermentieren für jeden Zweck passt. Das ist nicht besser, das ist einfach anders. Und ja, als Beilage zu Käse - das ist nicht irgendein exotisches Konstrukt, sondern eine ganz normale Verwendung die es seit Jahrzehnten gibt. Was mich aber bei leni_bk mehr interessiert als die ganze Theorie: du hast Rote Beete im Garten oder kaufst du alles? Weil wenn du selbst anbaust, dann ergibt sich die ganze Frage mit Vorrat anders als wenn du immer im Supermarkt landest.

@ms_77 ich versteh deinen Punkt aber du machst das gerade ein bisschen zu einfach. Fermentieren als "Aufwand vor dem Aufwand" abzutun wäre halt auch nur das Gegenteil von blindem Hype - nämlich blindes Abbügeln.

Zitat von ms_77

aber wer macht das wirklich regelmäßig

ich zum Beispiel, zumindest phasenweise. nicht weil ich irgendwas romantisiere sondern weil fermentierte Rote Beete geschmacklich wirklich was anderes ist als die gekochte Variante. ich hab das mal über einen ganzen Winter regelmäßig als Beilage gegessen - zu Hüttenkäse, zu Linsen, auch einfach so. das ist nicht irgendein einmaliger Käseabend-Snack. was mich aber an der ganzen Diskussion hier ehrlich gesagt mehr beschäftigt: niemand hat bisher erwähnt dass Fermentieren und Einfrieren sich ja nicht gegenseitig ausschließen. man kann beides anlegen - kleinere Menge fermentiert für kalte Sachen, Rest eingefroren für Suppe. warum ist das hier immer entweder-oder. @elvira_k der Punkt mit dem selbst gezogenen Gemüse ist interessant - ich bau selbst nichts an, aber ich kauf im Herbst am Markt und der Unterschied zu vakuumverpackt ist wirklich spürbar, auch nach dem Einfrieren. das erdige, das intensive, das bleibt teilweise erhalten. bei der 89-Cent-Packung ist das schon vorher weg.

@jana_w

Zitat von jana_w

niemand hat bisher erwähnt dass Fermentieren und Einfrieren sich ja nicht gegenseitig ausschließen

das ist eigentlich der einzige Punkt in dem ganzen Thread der mich wirklich weiterbringt. weil ich das bei mir selbst auch so mach - ich frier einen Teil ein für Suppen und Smoothies nach dem Training, und hab gleichzeitig ein Glas stehen das ich direkt essen kann. kein Entweder-oder, einfach zwei verschiedene Verwendungen. was mich aber bei @ms_77 noch mehr triggert als der Aufwand-Punkt: du sagst "wer macht das wirklich regelmäßig" - aber das ist doch kein Argument. ich kenn Leute die essen jeden Tag Joghurt weil der im Kühlschrank steht. ein Glas fermentierte Beete ist doch dasselbe Prinzip. steht halt rum, du greifst rein wenn du willst. der Punkt von @elvira_k mit dem selbst gezogenen Gemüse - da kann ich nur sagen, das stimmt. ich hab noch keinen eigenen Garten aber wenn ich am Markt frische Ware kriege merkt man das auch nach dem Einfrieren noch. nicht so intensiv wie frisch, aber der Unterschied zur vakuumverpackten ist da. das erdige das du meinst @jana_w - das kenn ich, und das ist für mich beim Sport eigentlich sogar gewollt weil da mehr drin steckt als in dem säuerlichen Supermarkt-Zeug. was ich mich grad frag: hat hier eigentlich jemand das mit dem Konzentrat probiert statt frisch? ich hab Betanio PLUS eine Weile gehabt aber das ist halt nochmal was anderes als echte Beete - ob das überhaupt vergleichbar ist beim Kochen bezweifle ich.

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Schaltwerk ölen ist auch Ernährung.

@derbär das mit dem Konzentrat würde ich nicht mal probieren, ehrlich gesagt. Das ist für mich eine ganz andere Kategorie - das ist ja nicht wirklich Rote Beete sondern eher ein Produkt das aus Rote Beete gemacht wurde, wenn du verstehst was ich meine. Mein Hausarzt hat mir geraten mehr Rote Beete zu essen wegen des Blutdrucks, aber er meinte ganz konkret die echte Knolle, nicht irgendein Konzentrat aus der Flasche. Da würde ich eher fragen was da noch alles drin ist, Zucker und so. Was mich bei der ganzen Diskussion hier aber mehr fasziniert - und das möchte ich @leni_bk fragen - du hast vorhin gesagt du brauchst das Vorrat-System nicht wirklich weil die Kleine es eh nicht isst und du selbst mit Packung vom Supermarkt auskommst. Stimmt das? Oder merkst du doch irgendwann in der Woche dass du gerne hätte deine eigene Ware? Ich frag deswegen weil bei mir ist es so: ich koche nicht täglich Rote Beete, aber wenn ich im Herbst ernte - und das sind bei mir drei, vier Wochen intensiv - dann muss ich konservieren. Einlegen, einfrieren, teilweise auch einfach in der Garage lagern bei kühler Temperatur. Das ist nicht weil ich romantisch bin, sondern weil ich sonst Tonnen wegwerfe. Und dann über den Winter - ja, da greife ich regelmäßig rein. Aber das funktioniert nur weil ich selbst anbau. Das ist vielleicht der Punkt den hier alle ein bisschen vermissen: nicht jede Konservierungsmethode passt zu jeder Situation.

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