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Rote Beete einfrieren - lohnt sich der Aufwand wirklich?

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meine Frau hat das jetzt tatsächlich ausprobiert. kochen, abkühlen lassen, in Gefrierbeutel und ab in die Truhe. ich hab da erstmal gar nichts zu gesagt weil - okay, soll sie machen. jetzt hat sie die erste Portion aufgetaut. und ich muss sagen die Dinger sehen aus wie nasse Socken. so matschig. sie sagt der Geschmack ist noch da aber die Textur ist halt weg. ich hab kurz probiert - schmeckt nach Rote Beete, stimmt. aber so ein bisschen... weich auf eine Art die mir nicht gefällt. jetzt frag ich mich ob das überhaupt einen Sinn macht. die vakuumverpackten aus dem Supermarkt sind doch auch schon halb weich und kosten kaum was. wozu dann den ganzen Aufwand - kochen abkühlen, portionieren, einfrieren - wenn das Ergebnis am Ende nicht besser ist. meine Frau sagt sie kann die eingefrorenen dann schnell in die Pfanne schmeißen oder so. okay. aber dafür kauf ich doch einfach die Packung vom Edeka. kostet 89 Cent oder so, null Arbeit. ich hab heute abend noch Kundentermin in Taucha, und auf dem Rückweg komm ich am Supermarkt vorbei - und da liegt die Packung einfach im Regal. fertig. keine Gefriertruhe voll mit Zeug das nach drei Monaten keiner mehr anfasst. sag mir einer warum das Einfrieren besser sein soll als einfach kaufen. falls hier jemand wirklich einen Unterschied merkt der sich lohnt - ich hör zu. aber ich glaub das ist wieder so eine Sache wo Leute Aufwand mit Wert verwechseln.

@ms_77 ich glaub du hast da einen Punkt, aber nur halb. der Vergleich mit der 89-Cent-Packung hinkt ein bisschen - vakuumverpackt ist halt meistens schon mit Essig oder so behandelt, das schmeckt man. frisch eingekocht und eingefroren ist zumindest noch "neutral". ABER. ich mach das selber nicht mehr so. ich hab das eine Saison lang probiert, auch weil ich mir gedacht hab ich kauf am Markt im Herbst eine größere Menge und dann hab ich den ganzen Winter was davon. die Textur nach dem Auftauen hat mich echt gestört, gerade wenn ich sie kalt als Salat essen will geht das gar nicht mehr. in der Pfanne anbraten oder in eine warme Suppe schmeißen - da passt es eigentlich noch ganz gut, das muss ich ehrlich sagen.

Zitat von ms_77

Aufwand mit Wert verwechseln

da liegst du nicht ganz falsch, aber ich glaub es kommt auch darauf an was man damit macht. wer sowieso nur warme Gerichte kocht und im Oktober am Naschmarkt günstig rankommt, für den macht einfrieren schon Sinn. für alle anderen - ja, Supermarkt reicht wahrscheinlich. was mich eigentlich mehr interessiert: hat wer schonmal fermentiert statt eingefroren? das soll ganz anders sein von der Konsistenz her, hab ich letztens irgendwo gelesen. da werd ich vielleicht mal schauen...

@leni_k das mit dem Fermentieren interessiert mich jetzt auch 😄 ich hab da ehrlich gesagt null Ahnung wie das funktioniert und ob das auch so simpel ist wie einfrieren. Klingt nach mehr Aufwand aber wenn die Konsistenz dann besser bleibt... keine Ahnung, vielleicht lohnt sich das ja eher. @ms_77 aber eine Frage - du vergleichst da Supermarkt-Packung mit selbst eingekocht, aber hast du auch mal probiert frische Beete selbst zu kochen und direkt zu essen? Nicht eingefroren sondern einfach am nächsten Tag. Weil das ist ja quasi der Baseline-Test oder? Wenn das auch schon matschig ist dann liegt es halt am Kochen selbst und nicht am Einfrieren. Bei mir ist es halt so - im Moment kauf ich auch einfach die Packungen, weil ich da nicht groß nachdenken muss und zwischendurch mal einen Smoothie machen will oder so. Aber ich glaub der Punkt mit dem Herbst und Naschmarkt sitzt schon. Wenn ich da günstig rankomme und weiß dass die nächsten vier Wochen keine frischen mehr gibt, dann würde ich vielleicht doch... keine Ahnung, schauen wie man das am smartesten macht. Habt ihr ne Idee wie man fermentiert? Glas Salzwasser, und dann einfach stehen lassen?

@leni_bk ja, Glas Salzwasser ist ungefähr der richtige Gedanke, aber ein bisschen mehr ist es schon. ich hab das noch nie selbst gemacht, nur mal bei jemandem probiert - die hat Rote Beete in Scheiben geschnitten, in ein Einmachglas mit Salzlake (irgendwas um die 2% Salz glaub ich) und dann einfach bei Zimmertemperatur stehen lassen, locker eine Woche. das Glas muss nicht luftdicht sein, die Milchsäurebakterien brauchen keinen Sauerstoff-Abschluss wie beim Einkochen. zumindest hab ich das so verstanden. was ich noch nicht weiß: wie lange das dann hält wenn es fertig fermentiert ist. im Kühlschrank soll es Monate gehen, hab ich gelesen - aber ob das stimmt, keine Ahnung. und die Konsistenz ist halt fest geblieben, das war das was mich damals wirklich überrascht hat. nicht weich, eher so... ein bisschen wie Essiggurke aber ohne den starken Essiggeschmack.

Zitat von leni_bk

Glas Salzwasser, und dann einfach stehen lassen?

im Prinzip ja, aber ich würd da nochmal kurz nachschauen wegen dem Salzverhältnis. zu wenig und es kann kippen zu viel und die Bakterien machen gar nichts. irgendwo hab ich das mal auf einem österreichischen Fermentier-Blog gelesen, finde den gerade nicht mehr. vielleicht ist das tatsächlich die bessere Alternative zum Einfrieren wenn man Vorrat anlegen will - zumindest für kalte Anwendungen.

@leni_k okay das mit dem österreichischen Fermentier-Blog - kannst du den vielleicht später raussuchen? Ich glaub das würde mir helfen, weil ich sonst wieder anfang zu googeln und dann lande ich bei irgendwelchen YouTube-Videos von Leuten die das seit zehn Jahren machen und plötzlich brauch ich special Equipment das ich nicht hab. aber ehrlich gesagt fasziniert mich jetzt vor allem die Sache mit der Konsistenz. also wenn das wirklich fest bleibt - das wäre ja eigentlich das Gegenteil von dem Problem das ms_77 bei der eingefrorenen hatte. und weniger Aufwand als kochen, abkühlen, portionieren... einfach nur schneiden und ins Glas? das klingt irgendwie zu easy um wahr zu sein, aber vielleicht ist das ja genau der Punkt. meine Frage ist eher - wie schmeckt das dann? Ich mein, beim Einfrieren bleibt es ja "neutral" wie du sagst, aber beim Fermentieren entwickelt sich ja was. ist das dann eher sauer? Weil wenn ich das in einen grünen Smoothie werfen will wie ich die Packungen jetzt mach, dann könnte das geschmacklich schiefgehen. aber wenn ich eh nur warme Sachen damit mach - Suppe, Beilage, sowas - dann is mir das wahrscheinlich egal. und wie lange lagert das im Kühlschrank wirklich? Weil mein Kühlschrank is eh schon vollgestellt mit Kindergarten-Zeug, Saft, irgendwas das die Kleine nicht essen will...

@leni_bk der Smoothie-Punkt ist eigentlich wichtig. fermentierte Rote Beete ist definitiv säuerlich - nicht so krass wie Essig, aber man schmeckt es. ich würd das nicht in einen grünen Smoothie schmeißen wenn du da Apfel-Spinat oder so drin hast das würde komisch werden. für warme Sachen dagegen - da kann das sogar interessant sein, weil die Säure beim Erhitzen ein bisschen weggeht.

Zitat von leni_bk

wie lange lagert das im Kühlschrank wirklich?

ich glaub die Angaben gehen irgendwo zwischen vier Wochen und mehrere Monate, aber ich will da nix Falsches sagen weil ich das eben nicht selbst gemacht hab. den Blog find ich gerade wirklich nicht - draußen ist es so schwül heute dass ich kaum klar denke ehrlich gesagt. ich schau heute Abend nochmal. was mich bei deiner Schilderung aber interessiert: du willst das also hauptsächlich für Smoothies nutzen. dann ist die vakuumverpackte Variante dafür eigentlich gar nicht so schlecht oder? ich mein - wenn es sowieso püriert wird, merkt man Textur eh kaum. das wäre dann vielleicht der einzige Fall wo die Supermarkt-Packung wirklich Sinn macht und nicht nur der faule Kompromiss ist. das fermentierte würd ich dann eher als eigenständige Beilage sehen - zu Käse, in einen Salat mit Walnüssen oder so. nicht als Zarbeit für irgendwas anderes.

@leni_k ah okay das macht Sinn. Also Smoothie ist dann eher nicht das Ding für fermentierte Beete, verstanden. Das mit der Säure hätte ich auch selbst drauf kommen können wenn ich zwei Sekunden nachdenk 😅

Zitat von leni_k

wenn es sowieso püriert wird, merkt man Textur eh kaum

- ja genau, darum kauf ich die Packungen ja überhaupt. Bei mir landen die eh im Mixer oder in die Suppe. Aber ehrlich gesagt... jetzt wo du das sagst frag ich mich ob ich mir da selbst was vormach. Ich hab mir eingeredet dass die Packungen wegen dem Saft oder was auch immer drin irgendwie besser sind als normale eingefrorene. Aber wenn es am Ende püriert wird - was spielt die Herkunft dann noch für ne Rolle? Ich könnt ja theoretisch im Herbst am Markt billig rankomm, selbst kochen, einfrieren - und dann im Winter die gleichen Smoothies machen wie jetzt. Der einzige Unterschied ist dass ich dafür vorher ne Stunde in der Küche steh. Das ist irgendwie das was dich nervt bei mir, oder? Dass ich das Aufwand-Ding mitspiel ohne es eigentlich zu hinterfragen. Ich kauf regelmäßig was das ich gar nicht nutze wie ich es nutzen würd, und dann denk ich mir naja is ja nur 89 Cent. Aber wenn ichs mal hochrechne übers Jahr... Warte, du findest den Blog noch oder bleibts dabei dass das Thema erstmal hängig bleibt?

@leni_bk den Blog such ich noch, versprochen - aber das dauert vielleicht bis morgen weil ich grad noch einen Auftrag fertigmachen muss.

Zitat von leni_bk

ob ich mir da selbst was vormach

naja, ich würd das nicht so hart formulieren. du nutzt die Packungen für Smoothies und Suppe, das ist ein konkreter Use-Case, das passt. der Punkt ist eher ob du aktiv Vorrat anlegen willst oder nicht - und das ist ja ne Lebensstilfrage, kein Denkfehler. ich hab auch ein Jahr gebraucht bis ich gecheckt hab dass ich am Naschmarkt immer zu viel kauf weil es "günstig" ist und dann die Hälfte wegwirft. was mich bei dir aber tatsächlich interessiert: du hast Kinder erwähnt. bekommst du die überhaupt dazu Rote Beete zu essen? weil das ist glaub ich das eigentliche Problem wenn man größere Mengen anlegen will und dann doch alleine davor sitzt 😄

@leni_k ha ja, das mit den Kindern - genau da sitzt der Hund begraben. Also bei uns ist das echt ne Nummer. Die Kleine ist vier und wenn sie sieht dass was rot/pink ist, dann ist erstmal Skepsis angesagt. Ich hab das mit den eingefrorenen Beeten auch mal versucht in ihre Suppe zu schmuggeln, aber irgendwie merkt sie das trotzdem und dann sitzt sie da mit hängenden Mundwinkeln. Mit den Packungen vom Supermarkt ist es ehrlich gesagt nicht viel anders, aber wenigstens - und das klingt jetzt albern - fühle ich mich weniger schuldig wenn ich die wegmache weil die ja eh nur 89 Cent kosten. Wenn ich selbst kochen, abkühlen, einfrieren würde und das dann in den Müll geht... das würde mich irgendwie mehr ärgern denk ich. Ist wahrscheinlich psychologischer Bullshit aber naja. Was mich aber bei dir interessiert - du hast gesagt dass fermentierte Beete auch geschmacklich interessant sein kann in warmen Sachen. Hast du das schonmal in einer Kindersuppe probiert? Oder ist das eher ne Erwachsenen-Sache? Weil wenn es weniger bitter oder erdiger wird durch die Säure könnte das ja theoretisch... keine Ahnung, nur so ein Gedanke. Aber wahrscheinlich schiebe ich das nur auf weil ich mich nicht traue sie einfach öfter dran zu gewöhnen 😅

@leni_bk ehrlich gesagt - nein, fermentierte Beete in einer Kindersuppe hab ich nie probiert und ich würd das auch nicht als ersten Schritt empfehlen. der Geschmack ist halt wirklich anders, das ist nichts was man einfach "unterschmuggelt".

Zitat von leni_bk

wahrscheinlich schiebe ich das nur auf weil ich mich nicht traue sie einfach öfter dran zu gewöhnen

das klingt gar nicht so falsch. ich hab irgendwo mal gelesen dass Kinder ein neues Lebensmittel bis zu zehnmal "kennenlernen" müssen bevor sie es wirklich akzeptieren - und das heißt nicht immer aufessen, manchmal reicht schon dass es am Teller liegt ohne Drama. ob das bei Roter Beete auch so funktioniert, keine Ahnung. aber vielleicht ist das Pink ja sogar ein Vorteil bei Vierjährigen? kommt auf die Art an. was mich bei dir eher wundert: du sagst sie erkennt es in der Suppe trotzdem. also die Farbe verrät es ja sofort wenn die Suppe auch rosa wird, das lässt sich kaum verstecken. ich würd da fast sagen - offen zeigen ist cleverer als schmuggeln. "schau mal wie pink das ist" und so tun als wär das ein Gimmick. funktioniert natürlich nicht immer und ich hab keine Kinder also red ich leicht. den Blog schau ich heut Abend nochmal, bin jetzt gleich fertig mit dem Projekt.

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