Rote Beete aus dem Vakuumpack - schmeckt das wirklich nach was?
Zitat von ms_77 am August 25, 2026, 06:13 UhrZitat von leni_kin jedem anderen Kontext für ihn selbst auch nicht akzeptabel
das ist das was mich ehrlich gesagt am meisten beschäftigt wenn ich drüber nachdenke. Der Mann ist Schreiner, der baut Küchen ein. Wenn ein Kunde ihm sagt "ich hab im Internet gelesen man kann Massivholz auch ohne Ausdünstungsschutz lassen wegen irgendwas" - da lacht der doch auch. Der hat Berufserfahrung, der weiß dass das Unsinn ist und sagt das auch. Aber bei sich selbst und den Kapseln läuft der gleiche Gedankengang irgendwie nicht an. Das frag ich mich wirklich warum das so ist. Ich glaub @leni_k du hast da was getroffen mit dem Optimierungs-Gefühl. Gemüse kaufen ist halt nix Besonderes. Das macht jeder. Kapseln schlucken mit irgendwas drauf gedruckt das nach Labor klingt - das fühlt sich nach Plan an. Nach System. Der Schwager mag Systeme der hat zuhause alles sortiert bis auf die letzte Schraube in der Werkstatt. Was mich noch interessiert - du sagst du läufst. Hast du das selbst mal probiert wirklich mehr Rote Beete zu essen vor nem Training und irgendwas gemerkt, oder ist das auch so ein "könnte placebo sein" Ding für dich. Ich frag weil ich das mal gelesen hab irgendwo, dass das bei Ausdauer-Leuten tatsächlich untersucht wurde. Nicht von mir ausgedacht, stand irgendwo in nem Artikel den mir mein Schwager - natürlich - geschickt hatte.
Zitat von leni_kin jedem anderen Kontext für ihn selbst auch nicht akzeptabel
das ist das was mich ehrlich gesagt am meisten beschäftigt wenn ich drüber nachdenke. Der Mann ist Schreiner, der baut Küchen ein. Wenn ein Kunde ihm sagt "ich hab im Internet gelesen man kann Massivholz auch ohne Ausdünstungsschutz lassen wegen irgendwas" - da lacht der doch auch. Der hat Berufserfahrung, der weiß dass das Unsinn ist und sagt das auch. Aber bei sich selbst und den Kapseln läuft der gleiche Gedankengang irgendwie nicht an. Das frag ich mich wirklich warum das so ist. Ich glaub @leni_k du hast da was getroffen mit dem Optimierungs-Gefühl. Gemüse kaufen ist halt nix Besonderes. Das macht jeder. Kapseln schlucken mit irgendwas drauf gedruckt das nach Labor klingt - das fühlt sich nach Plan an. Nach System. Der Schwager mag Systeme der hat zuhause alles sortiert bis auf die letzte Schraube in der Werkstatt. Was mich noch interessiert - du sagst du läufst. Hast du das selbst mal probiert wirklich mehr Rote Beete zu essen vor nem Training und irgendwas gemerkt, oder ist das auch so ein "könnte placebo sein" Ding für dich. Ich frag weil ich das mal gelesen hab irgendwo, dass das bei Ausdauer-Leuten tatsächlich untersucht wurde. Nicht von mir ausgedacht, stand irgendwo in nem Artikel den mir mein Schwager - natürlich - geschickt hatte.
Zitat von elvira_k am August 25, 2026, 06:30 UhrIch lese das hier schon eine Weile mit und muss ehrlich sagen, dass mich die ganze Diskussion gerade beschäftigt, aber aus einem anderen Grund als ihr vielleicht denkt. @ms_77, Sie haben da was angesprochen mit den Studien zu Rote Beete und Ausdauer - das interessiert mich tatsächlich, weil mein Hausarzt mir geraten hat mehr davon zu essen, aber eben nicht aus Sport-Gründen sondern wegen des Blutdrucks. Und ich frage mich gerade ob das auch so ein Fall ist wo Leute anfangen zu optimieren obwohl es eigentlich simpel sein könnte. Bei mir im Garten wächst das Zeug seit Jahren und ich koche es regelmäßig ein, wie ich festgestellt habe mache ich das einfach weil es gut schmeckt und der Arzt das gut findet. Ich messe da nix nach, ich dosiere da nix - es ist einfach Essen. Und trotzdem hat mir der Hausarzt neulich gesagt dass die Werte besser geworden sind. Nicht spektakulär besser, aber eben besser.
Zitat von ms_77Hast du das selbst mal probiert wirklich mehr Rote Beete zu essen vor nem Training
- da würde ich sagen, das ist vielleicht genau das Problem. Wenn Sie das als Training-Vorbereitung sehen fangen Sie schon wieder an zu optimieren. Das Gemüse macht seine Arbeit auch wenn Sie es einfach nur essen, ohne dass Sie vorher überlegen welches Timing das richtige ist. Der Schwager schickt Ihnen Links für Kapseln, jemand anderes liest über Dosierung vor dem Joggen - am Ende essen alle zu wenig normales Essen weil sie damit beschäftigt sind das Richtige zur richtigen Zeit zu nehmen.
Ich lese das hier schon eine Weile mit und muss ehrlich sagen, dass mich die ganze Diskussion gerade beschäftigt, aber aus einem anderen Grund als ihr vielleicht denkt. @ms_77, Sie haben da was angesprochen mit den Studien zu Rote Beete und Ausdauer - das interessiert mich tatsächlich, weil mein Hausarzt mir geraten hat mehr davon zu essen, aber eben nicht aus Sport-Gründen sondern wegen des Blutdrucks. Und ich frage mich gerade ob das auch so ein Fall ist wo Leute anfangen zu optimieren obwohl es eigentlich simpel sein könnte. Bei mir im Garten wächst das Zeug seit Jahren und ich koche es regelmäßig ein, wie ich festgestellt habe mache ich das einfach weil es gut schmeckt und der Arzt das gut findet. Ich messe da nix nach, ich dosiere da nix - es ist einfach Essen. Und trotzdem hat mir der Hausarzt neulich gesagt dass die Werte besser geworden sind. Nicht spektakulär besser, aber eben besser.
Zitat von ms_77Hast du das selbst mal probiert wirklich mehr Rote Beete zu essen vor nem Training
- da würde ich sagen, das ist vielleicht genau das Problem. Wenn Sie das als Training-Vorbereitung sehen fangen Sie schon wieder an zu optimieren. Das Gemüse macht seine Arbeit auch wenn Sie es einfach nur essen, ohne dass Sie vorher überlegen welches Timing das richtige ist. Der Schwager schickt Ihnen Links für Kapseln, jemand anderes liest über Dosierung vor dem Joggen - am Ende essen alle zu wenig normales Essen weil sie damit beschäftigt sind das Richtige zur richtigen Zeit zu nehmen.
Zitat von ms_77 am August 25, 2026, 07:03 UhrZitat von elvira_kDas Gemüse macht seine Arbeit auch wenn Sie es einfach nur essen
ja das ist eigentlich der Punkt auf den ich die ganze Zeit hinauswollte ohne dass ich's so klar gesagt hätte. Danke @elvira_k. Was mich bei Ihrem Beitrag aber trotzdem noch beschäftigt - der Hausarzt sagt besser geworden und Sie messen nix nach. Das ist ja im Grunde das Gegenteil von dem was mein Schwager macht. Der misst, dosiert, optimiert und weiß trotzdem nicht was's gebracht hat weil er zu viel auf einmal geändert hat. Sie machen nix davon und die Werte gehen hoch. Da muss ich lachen ehrlich. Wobei ich jetzt aufpasse dass ich da nicht den gleichen Fehler mach wie der Schwager - also daraus schließen dass Rote Beete der Grund ist. Vielleicht haben Sie auch sonst was geändert ohne's zu merken. @leni_k deine Frage hab ich noch nicht beantwortet, wegen Ausdauer und ob ich was gemerkt hab. Ich lauf nicht, ich fahr Fahrrad manchmal wenn die Baustelle nah genug ist. Aber gezielt testen ob Rote Beete da was macht - nein, das ist genau das Optimierungs-Ding von dem @elvira_k gerade schreibt. Da will ich nicht reintappen.
Zitat von elvira_kDas Gemüse macht seine Arbeit auch wenn Sie es einfach nur essen
ja das ist eigentlich der Punkt auf den ich die ganze Zeit hinauswollte ohne dass ich's so klar gesagt hätte. Danke @elvira_k. Was mich bei Ihrem Beitrag aber trotzdem noch beschäftigt - der Hausarzt sagt besser geworden und Sie messen nix nach. Das ist ja im Grunde das Gegenteil von dem was mein Schwager macht. Der misst, dosiert, optimiert und weiß trotzdem nicht was's gebracht hat weil er zu viel auf einmal geändert hat. Sie machen nix davon und die Werte gehen hoch. Da muss ich lachen ehrlich. Wobei ich jetzt aufpasse dass ich da nicht den gleichen Fehler mach wie der Schwager - also daraus schließen dass Rote Beete der Grund ist. Vielleicht haben Sie auch sonst was geändert ohne's zu merken. @leni_k deine Frage hab ich noch nicht beantwortet, wegen Ausdauer und ob ich was gemerkt hab. Ich lauf nicht, ich fahr Fahrrad manchmal wenn die Baustelle nah genug ist. Aber gezielt testen ob Rote Beete da was macht - nein, das ist genau das Optimierungs-Ding von dem @elvira_k gerade schreibt. Da will ich nicht reintappen.
Zitat von elvira_k am August 25, 2026, 10:44 Uhr@ms_77 da stimme ich Ihnen zu, aber ich muss auch sagen dass mir gerade noch was in den Sinn kommt. Sie schreiben
Zitat von ms_77Vielleicht haben Sie auch sonst was geändert ohne's zu merken
- und genau da liegt vielleicht der Knackpunkt, den Ihr Schwager nicht sieht. Ich habe in vier Jahren seit dem Rat meines Hausarztes wirklich nichts Großes geändert, ich lebe wie immer. Aber ich bin regelmäßiger in den Garten gegangen, hab mehr Zeit da draußen verbracht, und das ist vielleicht genauso wichtig wie die Rote Beete selbst. Das merke ich erst jetzt wenn ich darüber nachdenke. Was mich bei der ganzen Kapsel-Geschichte aber etwas irritiert - und das sage ich ganz offen - ist dass Ihr Schwager vielleicht unbewusst das gleiche tut wie ich, nur auf die falsche Art. Der macht Sport, ändert die Ernährung, nimmt Kapseln, schläft besser. Das sind ja nicht nur die Kapseln, das ist eine ganze Lebenssituation die sich da verändert. Aber statt das zu sehen packert er die Verantwortung in die Flasche. Das ist einfacher als zuzugeben dass man selbst was anderes macht. Bei mir ist es ehrlich gesagt auch Glück dabei, dass der Hausarzt nicht ständig nachbohrt. Er hat mir gesagt essen Sie mehr davon, und gut. Nicht wie viel, nicht wann, nicht in welcher Form. Das nimmt so viel Druck raus. Ich koche es einfach, und wenn ich merke es schmeckt mir, dann mach ich mehr davon ein. Fertig.
@ms_77 da stimme ich Ihnen zu, aber ich muss auch sagen dass mir gerade noch was in den Sinn kommt. Sie schreiben
Zitat von ms_77Vielleicht haben Sie auch sonst was geändert ohne's zu merken
- und genau da liegt vielleicht der Knackpunkt, den Ihr Schwager nicht sieht. Ich habe in vier Jahren seit dem Rat meines Hausarztes wirklich nichts Großes geändert, ich lebe wie immer. Aber ich bin regelmäßiger in den Garten gegangen, hab mehr Zeit da draußen verbracht, und das ist vielleicht genauso wichtig wie die Rote Beete selbst. Das merke ich erst jetzt wenn ich darüber nachdenke. Was mich bei der ganzen Kapsel-Geschichte aber etwas irritiert - und das sage ich ganz offen - ist dass Ihr Schwager vielleicht unbewusst das gleiche tut wie ich, nur auf die falsche Art. Der macht Sport, ändert die Ernährung, nimmt Kapseln, schläft besser. Das sind ja nicht nur die Kapseln, das ist eine ganze Lebenssituation die sich da verändert. Aber statt das zu sehen packert er die Verantwortung in die Flasche. Das ist einfacher als zuzugeben dass man selbst was anderes macht. Bei mir ist es ehrlich gesagt auch Glück dabei, dass der Hausarzt nicht ständig nachbohrt. Er hat mir gesagt essen Sie mehr davon, und gut. Nicht wie viel, nicht wann, nicht in welcher Form. Das nimmt so viel Druck raus. Ich koche es einfach, und wenn ich merke es schmeckt mir, dann mach ich mehr davon ein. Fertig.
Zitat von ms_77 am August 25, 2026, 11:07 Uhr@elvira_k das mit dem Garten ist interessant. Also nicht die Rote Beete direkt - sondern dass Sie vier Jahre regelmäßig rausgehen, draußen sind, sich um was kümmern. Das ist ja auch was. Mein Onkel hatte Hochdruck und sein Arzt hat ihm irgendwann gesagt er soll Gartenarbeit machen. Nicht als Witz, wirklich als Empfehlung. Der hat dann nie Kapseln geschluckt der hat einfach Tomaten gezogen und war zufrieden.
Zitat von elvira_kpackert er die Verantwortung in die Flasche
das ist gut gesagt. Genau das. Und das kenn ich von der Arbeit in ner anderen Form - Kunden die sich ne teure Schutzleiste kaufen und dann glauben ihre Anlage ist damit fertig abgesichert. Die Schutzleiste hilft, ja. Aber wenn die Leitungen in der Wand aus den Siebzigern sind nützt das begrenzt was. Das Gerät übernimmt nicht die Verantwortung für das Gesamtsystem. Was mich an Ihrem letzten Satz aber noch beschäftigt - "wenn ich merk es schmeckt mir dann mach ich mehr davon ein". Das ist eigentlich der vernünftigste Ansatz den ich in dem ganzen Thread gelesen hab. Kein Protokoll, kein Timing, kein Pulver. Einfach: schmeckt, also mehr davon. Ich glaub ich sag das meinem Schwager beim nächsten Mal so. Nicht als Angriff, einfach als Frage - ob ihm das Zeug überhaupt schmeckt wenn er's als Knolle isst. Das hat er mir nämlich nie gesagt.
@elvira_k das mit dem Garten ist interessant. Also nicht die Rote Beete direkt - sondern dass Sie vier Jahre regelmäßig rausgehen, draußen sind, sich um was kümmern. Das ist ja auch was. Mein Onkel hatte Hochdruck und sein Arzt hat ihm irgendwann gesagt er soll Gartenarbeit machen. Nicht als Witz, wirklich als Empfehlung. Der hat dann nie Kapseln geschluckt der hat einfach Tomaten gezogen und war zufrieden.
Zitat von elvira_kpackert er die Verantwortung in die Flasche
das ist gut gesagt. Genau das. Und das kenn ich von der Arbeit in ner anderen Form - Kunden die sich ne teure Schutzleiste kaufen und dann glauben ihre Anlage ist damit fertig abgesichert. Die Schutzleiste hilft, ja. Aber wenn die Leitungen in der Wand aus den Siebzigern sind nützt das begrenzt was. Das Gerät übernimmt nicht die Verantwortung für das Gesamtsystem. Was mich an Ihrem letzten Satz aber noch beschäftigt - "wenn ich merk es schmeckt mir dann mach ich mehr davon ein". Das ist eigentlich der vernünftigste Ansatz den ich in dem ganzen Thread gelesen hab. Kein Protokoll, kein Timing, kein Pulver. Einfach: schmeckt, also mehr davon. Ich glaub ich sag das meinem Schwager beim nächsten Mal so. Nicht als Angriff, einfach als Frage - ob ihm das Zeug überhaupt schmeckt wenn er's als Knolle isst. Das hat er mir nämlich nie gesagt.
Zitat von n.feld am August 25, 2026, 13:18 Uhr@ms_77 die Frage am Ende ist eigentlich die einzig relevante, die in dem ganzen Gespräch noch nicht gestellt wurde. Ob ihm die Knolle als Knolle überhaupt schmeckt. Das ist faktisch der blinde Fleck in der ganzen Kapsel-Logik: wer das Lebensmittel selbst meidet oder ignoriert und trotzdem den Wirkstoff will, der hat ein anderes Problem als Nitratmangel. Ich lese hier schon eine Weile mit. Was mich konkret beschäftigt: niemand hat gefragt ob der Schwager Rote Beete je wirklich gegessen hat, als Erwachsener, bewusst. Wäre meine erste Rückfrage. Weil wenn nicht, dann ist die Kapsel auch nur ein Umweg um etwas zu vermeiden das man nie ausprobiert hat.
Zitat von ms_77ob ihm das Zeug überhaupt schmeckt wenn er's als Knolle isst
Genau das. Und wenn er sagt nein, dann ist die nächste Frage: warum nimmt er überhaupt Rote-Beete-Extrakt und nicht irgendwas anderes. Die Antwort ist vermutlich: weil irgendwer das empfohlen hat und er jetzt dabei ist. Das ist kein Ernährungs-Entscheidung, das ist Gruppenverhalten. Die Datenlage zu Nitrat und Ausdauer ist nicht erfunden, das stimmt. Aber die Studien die ich kenne, hab ich vor Monaten mal überflogen, arbeiteten mit Rote-Beete-Saft in definierten Mengen, nicht mit Kapselextrakten unbekannter Herkunft. Das ist kein kleiner Unterschied.
@ms_77 die Frage am Ende ist eigentlich die einzig relevante, die in dem ganzen Gespräch noch nicht gestellt wurde. Ob ihm die Knolle als Knolle überhaupt schmeckt. Das ist faktisch der blinde Fleck in der ganzen Kapsel-Logik: wer das Lebensmittel selbst meidet oder ignoriert und trotzdem den Wirkstoff will, der hat ein anderes Problem als Nitratmangel. Ich lese hier schon eine Weile mit. Was mich konkret beschäftigt: niemand hat gefragt ob der Schwager Rote Beete je wirklich gegessen hat, als Erwachsener, bewusst. Wäre meine erste Rückfrage. Weil wenn nicht, dann ist die Kapsel auch nur ein Umweg um etwas zu vermeiden das man nie ausprobiert hat.
Zitat von ms_77ob ihm das Zeug überhaupt schmeckt wenn er's als Knolle isst
Genau das. Und wenn er sagt nein, dann ist die nächste Frage: warum nimmt er überhaupt Rote-Beete-Extrakt und nicht irgendwas anderes. Die Antwort ist vermutlich: weil irgendwer das empfohlen hat und er jetzt dabei ist. Das ist kein Ernährungs-Entscheidung, das ist Gruppenverhalten. Die Datenlage zu Nitrat und Ausdauer ist nicht erfunden, das stimmt. Aber die Studien die ich kenne, hab ich vor Monaten mal überflogen, arbeiteten mit Rote-Beete-Saft in definierten Mengen, nicht mit Kapselextrakten unbekannter Herkunft. Das ist kein kleiner Unterschied.
Zitat von ms_77 am August 26, 2026, 09:58 Uhr@n.feld das mit dem Gruppenverhalten trifft's eigentlich ganz gut. Ich hab meinen Schwager jetzt mal im Kopf - wer hat ihm das überhaupt zuerst empfohlen. Das war sein Kumpel Tilo der macht Radsport und hat da irgendnen Vereinskollegen der seit Jahren auf sowas steht. Also Tilo hat's vom Vereinskollegen, mein Schwager hat's von Tilo. Kein Mensch davon hat das selbst irgendwo nachgelesen, die reichen das einfach weiter wie nen Witz.
Zitat von n.feldarbeiteten mit Rote-Beete-Saft in definierten Mengen, nicht mit Kapselextrakten unbekannter Herkunft
das ist eigentlich der Punkt der mich noch nie jemand so direkt sagen gehört hab. Ich hab das meinem Schwager so ähnlich gesagt aber ohne das konkret belegen zu können. Wenn du sagst du hast das vor Monaten überflogen - was war das ungefähr, also wo hast du das gelesen. Nicht weil ich das dann auch googel, ich bin kein Forscher. Aber wenn er mir wieder mit Bioverfügbarkeit kommt will ich nicht mit leeren Händen dastehen. Und die Frage ob er's als Knolle überhaupt mag - ich glaub ich weiß die Antwort schon fast. Er isst kaum Gemüse soweit ich das kenne. Der ist so ein Fleisch-und-Kartoffeln-Typ. Das würde einiges erklären.
@n.feld das mit dem Gruppenverhalten trifft's eigentlich ganz gut. Ich hab meinen Schwager jetzt mal im Kopf - wer hat ihm das überhaupt zuerst empfohlen. Das war sein Kumpel Tilo der macht Radsport und hat da irgendnen Vereinskollegen der seit Jahren auf sowas steht. Also Tilo hat's vom Vereinskollegen, mein Schwager hat's von Tilo. Kein Mensch davon hat das selbst irgendwo nachgelesen, die reichen das einfach weiter wie nen Witz.
Zitat von n.feldarbeiteten mit Rote-Beete-Saft in definierten Mengen, nicht mit Kapselextrakten unbekannter Herkunft
das ist eigentlich der Punkt der mich noch nie jemand so direkt sagen gehört hab. Ich hab das meinem Schwager so ähnlich gesagt aber ohne das konkret belegen zu können. Wenn du sagst du hast das vor Monaten überflogen - was war das ungefähr, also wo hast du das gelesen. Nicht weil ich das dann auch googel, ich bin kein Forscher. Aber wenn er mir wieder mit Bioverfügbarkeit kommt will ich nicht mit leeren Händen dastehen. Und die Frage ob er's als Knolle überhaupt mag - ich glaub ich weiß die Antwort schon fast. Er isst kaum Gemüse soweit ich das kenne. Der ist so ein Fleisch-und-Kartoffeln-Typ. Das würde einiges erklären.
Zitat von leni_k am August 31, 2026, 06:48 Uhrkleines Update von mir, weil ich grad zufällig wieder in den Thread gestolpert bin.
Zitat von ms_77Der ist so ein Fleisch-und-Kartoffeln-Typ
okay das erklärt eigentlich alles. Wer das Gemüse selbst nie isst und dann Kapseln schluckt damit er "die Wirkung" kriegt - der hat halt nicht verstanden worum's geht. Das ist so als würd ich nie laufen aber täglich Laufschuhe kaufen und mich dann wundern warum die Kondition nicht besser wird. @ms_77 @n.feld - der Punkt mit dem Rote-Beete-Saft in den Studien ist übrigens das erste konkrete Argument das ich hier lese das ich wirklich nicht kannte. Das ist was anderes als "Kapseln sind halt schlechter" - das ist eine echte Unterscheidung. Saft ist halt Saft, da ist noch was drumrum. Kapselextrakt ist... was genau eigentlich. Das steht ja auch nie drauf was genau standardisiert wurde. Zu meinem Update: ich hab den Direktvergleich den ich mir vorgenommen hatte jetzt tatsächlich halbwegs gemacht, also frische Knolle aus dem Ofen gegen das Vakuumpack aus dem Billa. Nicht wissenschaftlich, aber ich hab's an drei Trainingstagen hintereinander so gegessen und geschaut wie ich mich fühl. Ehrliche Antwort: ich kann da nix rausziehen. Was ich aber sagen kann - die frische Variante hab ich tatsächlich gern gegessen, das Vakuumzeug war wieder so ein komisches Säuerlich. Also zumindest auf der Geschmacksebene ist die Frage für mich beantwortet. Was mich jetzt aber wirklich beschäftigt @n.feld: du sagst du hast Studien überflogen - war das irgendwas Konkretes oder eher so Überblicksartikel? Ich frag weil ich da
kleines Update von mir, weil ich grad zufällig wieder in den Thread gestolpert bin.
Zitat von ms_77Der ist so ein Fleisch-und-Kartoffeln-Typ
okay das erklärt eigentlich alles. Wer das Gemüse selbst nie isst und dann Kapseln schluckt damit er "die Wirkung" kriegt - der hat halt nicht verstanden worum's geht. Das ist so als würd ich nie laufen aber täglich Laufschuhe kaufen und mich dann wundern warum die Kondition nicht besser wird. @ms_77 @n.feld - der Punkt mit dem Rote-Beete-Saft in den Studien ist übrigens das erste konkrete Argument das ich hier lese das ich wirklich nicht kannte. Das ist was anderes als "Kapseln sind halt schlechter" - das ist eine echte Unterscheidung. Saft ist halt Saft, da ist noch was drumrum. Kapselextrakt ist... was genau eigentlich. Das steht ja auch nie drauf was genau standardisiert wurde. Zu meinem Update: ich hab den Direktvergleich den ich mir vorgenommen hatte jetzt tatsächlich halbwegs gemacht, also frische Knolle aus dem Ofen gegen das Vakuumpack aus dem Billa. Nicht wissenschaftlich, aber ich hab's an drei Trainingstagen hintereinander so gegessen und geschaut wie ich mich fühl. Ehrliche Antwort: ich kann da nix rausziehen. Was ich aber sagen kann - die frische Variante hab ich tatsächlich gern gegessen, das Vakuumzeug war wieder so ein komisches Säuerlich. Also zumindest auf der Geschmacksebene ist die Frage für mich beantwortet. Was mich jetzt aber wirklich beschäftigt @n.feld: du sagst du hast Studien überflogen - war das irgendwas Konkretes oder eher so Überblicksartikel? Ich frag weil ich da
Zitat von ms_77 am August 31, 2026, 07:03 Uhr@leni_k der Vergleich ist ja trotzdem was - auch wenn da nix Messbares rauskommt. Dass dir die frische schmeckt und das Vakuumzeug nicht das ist doch das einzige was zählt am Ende.
Zitat von leni_kKapselextrakt ist... was genau eigentlich
das hab ich mich auch schon gefragt und dann mal auf die Packung von meinem Schwager geschaut als die bei uns rumlag. Da stand irgendwas von "Rote-Beete-Extrakt standardisiert auf X mg Nitrat" oder so ähnlich. Klingt erstmal konkret. Aber was ist weg wenn du aus der Knolle einen Extrakt machst - das steht da halt nicht. Ich bin Elektriker, kein Chemiker. Aber wenn ich ein Kabel konfektioniere und dabei die Schirmung weglasse weil die "für den Zweck nicht nötig" ist - dann kann das trotzdem Folgen haben die ich vorher nicht eingeplant hab. Die Knolle ist halt das Gesamtpaket. Und zu deinem abgebrochenen Satz am Ende - du wolltest noch was fragen an @n.feld. Ich bin auch gespannt was der sagt, weil ich das Saft-Argument meinem Schwager wirklich gern mitgeben würd. Nicht aggressiv, einfach als: schau, selbst die Forschung die das untersucht hat nahm Saft und keine Kapsel. Das ist kein erfundenes Argument das ist einfach was man nachschauen kann. Wobei ich mir fast sicher bin er findet dann eine Website die genau das Gegenteil behauptet.
@leni_k der Vergleich ist ja trotzdem was - auch wenn da nix Messbares rauskommt. Dass dir die frische schmeckt und das Vakuumzeug nicht das ist doch das einzige was zählt am Ende.
Zitat von leni_kKapselextrakt ist... was genau eigentlich
das hab ich mich auch schon gefragt und dann mal auf die Packung von meinem Schwager geschaut als die bei uns rumlag. Da stand irgendwas von "Rote-Beete-Extrakt standardisiert auf X mg Nitrat" oder so ähnlich. Klingt erstmal konkret. Aber was ist weg wenn du aus der Knolle einen Extrakt machst - das steht da halt nicht. Ich bin Elektriker, kein Chemiker. Aber wenn ich ein Kabel konfektioniere und dabei die Schirmung weglasse weil die "für den Zweck nicht nötig" ist - dann kann das trotzdem Folgen haben die ich vorher nicht eingeplant hab. Die Knolle ist halt das Gesamtpaket. Und zu deinem abgebrochenen Satz am Ende - du wolltest noch was fragen an @n.feld. Ich bin auch gespannt was der sagt, weil ich das Saft-Argument meinem Schwager wirklich gern mitgeben würd. Nicht aggressiv, einfach als: schau, selbst die Forschung die das untersucht hat nahm Saft und keine Kapsel. Das ist kein erfundenes Argument das ist einfach was man nachschauen kann. Wobei ich mir fast sicher bin er findet dann eine Website die genau das Gegenteil behauptet.
Zitat von n.feld am August 31, 2026, 09:17 Uhr@ms_77 zur Quellenfrage: ich hab das damals über PubMed überflogen, konkret war das eine vielzitierte Arbeit von Lansley et al., 2011, "Dietary nitrate supplementation reduces the O2 cost of walking and running". Die haben mit Rote-Beete-Saft gearbeitet, nicht mit Extrakt. Das ist kein Geheimwissen, das ist einfach öffentlich zugänglich. Wenn dein Schwager das nächste Mal mit Bioverfügbarkeit kommt, kannst du fragen ob er die Originalstudie kennt oder nur den Produkttext der darauf verweist. Das sind meistens zwei sehr verschiedene Dinge.
Zitat von ms_77er findet dann eine Website die genau das Gegenteil behauptet
Wahrscheinlich. Aber das ist dann sein Problem, nicht deins. Du kannst jemandem eine Quelle hinhalten, du kannst ihn nicht zwingen sie zu lesen. @leni_k deine Frage war abgebrochen, ich nehm mal an du wolltest wissen ob das Überblicksartikel waren oder Primärliteratur. Beides, ehrlich gesagt. Ich hab mir das angeschaut weil mich das methodisch interessiert hat, nicht weil ich vorhatte Rote Beete zu essen. Was ich dabei mitgenommen hab: die Effektgrößen in den Studien sind real aber moderat, und sie gelten für trainierte Ausdauersportler unter kontrollierten Bedingungen. Auf den Schwager mit fünf geänderten Variablen lässt sich das sowieso nicht übertragen. Was mich bei deinem Update noch beschäftigt: drei Trainingstage sind methodisch nix, das weißt du selbst. Aber du hast das nie als Versuch verkauft, insofern ist das in Ordnung.
@ms_77 zur Quellenfrage: ich hab das damals über PubMed überflogen, konkret war das eine vielzitierte Arbeit von Lansley et al., 2011, "Dietary nitrate supplementation reduces the O2 cost of walking and running". Die haben mit Rote-Beete-Saft gearbeitet, nicht mit Extrakt. Das ist kein Geheimwissen, das ist einfach öffentlich zugänglich. Wenn dein Schwager das nächste Mal mit Bioverfügbarkeit kommt, kannst du fragen ob er die Originalstudie kennt oder nur den Produkttext der darauf verweist. Das sind meistens zwei sehr verschiedene Dinge.
Zitat von ms_77er findet dann eine Website die genau das Gegenteil behauptet
Wahrscheinlich. Aber das ist dann sein Problem, nicht deins. Du kannst jemandem eine Quelle hinhalten, du kannst ihn nicht zwingen sie zu lesen. @leni_k deine Frage war abgebrochen, ich nehm mal an du wolltest wissen ob das Überblicksartikel waren oder Primärliteratur. Beides, ehrlich gesagt. Ich hab mir das angeschaut weil mich das methodisch interessiert hat, nicht weil ich vorhatte Rote Beete zu essen. Was ich dabei mitgenommen hab: die Effektgrößen in den Studien sind real aber moderat, und sie gelten für trainierte Ausdauersportler unter kontrollierten Bedingungen. Auf den Schwager mit fünf geänderten Variablen lässt sich das sowieso nicht übertragen. Was mich bei deinem Update noch beschäftigt: drei Trainingstage sind methodisch nix, das weißt du selbst. Aber du hast das nie als Versuch verkauft, insofern ist das in Ordnung.