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Rote Beete aus dem Garten - wieviel ist zu viel zum Einkochen?

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@lisab_93 ich lese hier schon ne Weile mit und muss sagen, das Gespräch zwischen dir und elvira_k hat mir irgendwie auch die Augen geöffnet. Weil ich merk gerade, dass ich das mit den Rote-Beete-Säften ähnlich mache - ich kauf mir regelmäßig dieses Betanio PLUS, weil alle Laufkolleginnen das nehmen, und dann denk ich "na ja, wenn alle das machen muss da was dran sein", aber ehrlich gesagt hab ich keine Ahnung ob das wirklich was bringt oder ob ich mir das nur einbilde. Das Ding ist: Ich trinke das vielleicht eine Woche regelmäßig und dann vergess ich's wieder. Und dann kauf ich mir ne neue Flasche, weil ich denk mir "nächste Woche fang ich wieder an", aber das ist genau das, was du bei elvira_k beschreibst - das Routine-Problem.

Zitat von lisab_93

Es geht nicht um eine einmalige Aktion - Ernten, Einkochen, Haken dran

- ja, genau das mach ich mit den Säften. Ich denk mir, okay, jetzt nehm ich das regelmäßig und dann bin ich "fertig" damit, dass ich was für meine Ausdauer mache. Aber das ist ja Unsinn wenn ich's nach ner Woche nicht mehr anfass. Habt ihr ne Idee wie man das einfach in den Alltag einbaut ohne dass man sich selbst Druck macht? Bei mir ist das Problem eher, dass ich morgens oft keine Zeit hab und abends dann zu müde bin zum "noch was für meine Gesundheit tun". Wahrscheinlich bin ich einfach zu faul dafür 😅

@leni_bk da würde ich ehrlich sagen - das Problem ist nicht die Faulheit, sondern dass du dir selbst nen Produkt kaufst statt ne Gewohnheit aufzubauen. Betanio PLUS ist ja auch teuer, und wenn du das nur eine Woche trinkst, dann zahlst du für ne Idee, nicht für nen Effekt. Das sehe ich genauso wie früher mit den eingemachten Gläsern - du denkst, das Ding im Regal ist die Lösung, aber es ist nur teuer. Für dich als Läuferin - klar, Rote Beete kann was bringen mit den Nitraten und so. Aber

Zitat von leni_bk

morgens oft keine Zeit hab und abends zu müde

- da brauchst du nicht noch ne komplizierte Routine. Wenn du Rote Beete willst, dann kauf dir ne vakuumverpackte aus dem Supermarkt, die magst du vorhin ja auch nicht, aber ehrlich? Für nen halben Euro kriegst du was zum Reinhauen, das ist weniger Gedankenkino als täglich ne Flasche zu trinken. Oder - und das ist vielleicht noch realistischer - frag dich, wo Rote Beete gar nicht als "Extra-Aktion" anfällt. Beim Mittagessen ne kleine Portion dazu? Das ist weniger Willenskraft als morgens extra nen Saft zu trinken. Was mich aber neugierig macht: Warum ausgerechnet Betanio PLUS? Weil deine Kolleginnen das nehmen, oder weil du da selbst nen Unterschied merkst beim Laufen?

@lisab_93 ah jetzt fragst du das. ehrlich gesagt... weiß ich gar nicht so richtig warum ich ausgerechnet Betanio PLUS gekauft hab. Ich glaub das war einfach, weil die Kolleginnen vom Lauftreff das nehmen und dann hab ich mir gedacht na ja, wenn alle das machen. Aber ob ich da selbst nen Unterschied beim Laufen merke? Naja, schwer zu sagen wenn ich's nur ne Woche trink und dann wieder vergess. Das mit der vakuumverpackten Rote Beete - das hab ich ehrlich gesagt immer als faul abgetan, weil ich irgendwo gelesen hab dass die nicht so gut sein sollen wie frische. Aber vielleicht bin ich da auch nur zu kritisch und denk zu viel nach. Das mit beim Mittagessen ne Portion dazu is ne interessante Idee. Bei mir in der Arbeit im Kindergarten bring ich mir oft was mit und da könnt ich mir ja einfach ne kleine Portion in ne Dose packen statt mir extra ne Flasche zum Trinken zu organisieren. Das ist ja mal ne praktische Lösung für jemanden der morgens gehetzt ist. Ich glaub mein Problem is einfach dass ich immer denk es muss irgendwie "optimal" sein und dann wird alles zu kompliziert. Wenn ich mir nur nen günstigen Becher Rote Beete zum Mittagessen mitbring statt mir teure Säfte zu kaufen die ich sowieso nicht trink... naja, das klingt eigentlich viel weniger stressig 😅

@leni_bk

Zitat von leni_bk

wenn alle das machen muss da was dran sein

da muss ich lachen. nein, wirklich. ich kenn das Prinzip. bei uns auf der Baustelle kauft auch jeder den gleichen Akkuschrauber weil der Kollege den hat. ob der besser ist - keine Ahnung, keiner hats je verglichen. und jetzt zahlst du x Euro für Betanio PLUS weil Laufkolleginnen das nehmen. sag mir einer ob das kein Marketingmodell ist. das mit der Dose zum Mittagessen - ja das ist die vernünftigste Idee in diesem ganzen Thread seit langem. kostet nix keine Flasche die du vergisst, kein extra Aufwand morgens. einfach rein in die Dose, fertig. aber ich frag mich trotzdem: hast du jemals - wirklich mal - beim Laufen einen Unterschied gemerkt, seitdem du das Zeug kaufst? nicht ob du einen Unterschied erwartet hast, sondern ob du wirklich einen gespürt hast. weil wenn die Antwort nein ist, dann ist die Antwort nein. dann ist das schlicht verschwendetes Geld. frische Rote Beete zum Mittag - gerne. macht Sinn. kostet fast nix. aber das Konzentrat in der Flasche, das du sowieso nicht regelmäßig trinkst... da muss einer erstmal erklären warum das besser sein soll als normales Gemüse das du tatsächlich isst.

@ms_77 da bin ich ja froh dass du das auch so siehst. weil ich hatte das Betanio PLUS selbst mal ausprobiert - ne Kollegin hat mir ne Flasche mitgebracht - und ehrlich gesagt war ich nicht so überzeugt. Keine Ahnung ob das an mir lag oder am Produkt, aber einen Unterschied beim Laufen habe ich nicht gespürt. Und ja, genau das ist der Punkt: Wenn du nicht merkst dass es was bringt, dann ist es einfach teuer. Punkt. @leni_bk aber das mit der Dose zum Mittagessen - das finde ich echt die smartere Lösung. Weil du löst damit zwei Probleme auf einmal: Du brauchst dich nicht extra drum kümmern morgens, und du schaffst ne echte Routine statt ne Idee im Kopf. Im Kindergarten hast du doch eh Mittag, oder? Dann packst du dir ne kleine Portion rein, isst sie mit deinem Mittagessen, fertig. Das ist so normal dass du es gar nicht mehr als "Gesundheit" wahrnimmst - und genau darum geht's ja. Das andere was mir gerade auffällt: Ihr redet alle von "optimal" sein, aber optimal ist nur das, das du wirklich durchhältst. Manche Leute joggen dreimal die Woche und halten das über Jahre, andere wollen täglich laufen und sind nach vier Wochen kaputt. Das Gleiche mit dem Essen - es ist schnuppe ob es vakuumverpackt oder frisch ist, wenn es am Ende im Magen landet weil du's essen magst.

@lisab_93

Zitat von lisab_93

es ist schnuppe ob es vakuumverpackt oder frisch ist wenn es am Ende im Magen landet weil du's essen magst

okay da bin ich halb dabei. vakuumverpackt ist mir auch nicht heilig, ich hab keine Prinzipien beim Gemüse. aber das Argument "optimal ist was du durchhältst" - das stimmt das kenn ich von mir selbst. ich hab mal probiert morgens Haferflocken zu essen weil meine Frau meinte das wär gut für irgendwas. drei Wochen, dann war ich durch damit. jetzt ess ich Brot wie immer und bin genauso fit. was mich aber bei dem ganzen Gespräch hier beschäftigt: ihr redet die ganze Zeit darüber WIE man die Rote Beete integriert in Dosen, eingefroren, vakuumverpackt, eingekocht. aber keiner fragt ob @elvira_k die überhaupt mag. ich mein - sie sagt sie kocht die selbst ein und schmeckt ihr. okay gut. aber @leni_bk? die kauft Betanio weil Kolleginnen das nehmen, jetzt soll sie Rote Beete in ne Dose packen - mag sie die eigentlich? weil wenn nicht ist das nur die nächste Pflicht die nach drei Wochen in der Kühlschranktür vor sich hingammelt. das ist kein Angriff, ich frag das wirklich. weil ich find das entscheidet mehr als jede Lagerstrategie.

@ms_77 da treffen Sie einen wunden Punkt, wenn ich ehrlich bin. Ich habe mir die Frage gestellt und die Antwort ist - ja, ich mag sie. Aber @leni_bk mit der Dose zum Mittagessen, das ist wirklich eine gute Frage, ob sie die überhaupt will oder ob das nur wieder eine neue Pflicht wird, die nach drei Wochen in der Schublade liegt. Bei mir ist es anders gelegen, weil mein Hausarzt mir das konkret empfohlen hat, und ich koche sie selbst ein, wie Sie richtig gelesen haben. Das schmeckt mir wirklich besser als dieses Konzentrat. Aber jetzt, wo Sie das so sagen - ich merke gerade, dass ich in diesem Thread selbst immer wieder in denselben Fehler verfalle. Ich denke über die Technik nach, über Lagerung und Mengen und Routine, aber eigentlich war der wichtigere Punkt, den @lisab_93 mir da geholfen hat zu verstehen, ein anderer. Was mich aber neugierig macht: Wie sieht das bei Ihnen selbst aus wenn ich fragen darf? Sie schreiben vom Haferflocken-Experiment und dass Sie jetzt Brot essen wie immer. Haben Sie mit Ihrem Hausarzt darüber gesprochen, oder haben Sie einfach gemerkt, dass es nicht in Ihren Alltag passt? Weil mein Arzt hat mir ja nicht gesagt, wie ich das machen soll, nur dass ich regelmäßig Rote Beete essen soll. Und da sitze ich und überlege mir Einfrier-Strategien, während die einfache Antwort vielleicht nur ist: Iss sie, wenn dir danach ist, und nicht, wenn du denkst, dass du solltest.

@ms_77

Zitat von ms_77

mag sie die eigentlich?

okay das hat mich jetzt erwischt. weil ich bin ja auch leni_bk hier im Thread nicht, ich les das von außen - aber die Frage geht mich irgendwie trotzdem was an. ehrlich gesagt: ich mag Rote Beete. das ist vielleicht das erste Mal dass ich das so klar sag. nicht als "ist gesund also muss ich" sondern wirklich - die eingelegte Variante, so wie elvira_k das macht, die find ich gut. das erdige hat mich früher gestört, aber inzwischen weniger. was mich an dem ganzen Thread gerade beschäftigt ist eigentlich was elvira_k am Schluss schreibt.

Zitat von elvira_k

Iss sie, wenn dir danach ist, und nicht, wenn du denkst, dass du solltest

- das klingt so simpel und ich weiß trotzdem nicht ob ich das wirklich kann. weil bei mir ist das Thema ja auch immer mit dem Training verknüpft, und da denk ich automatisch in Kategorien: was bringt was, wann, wie viel. das ist fast schon ein Reflex. ich frag mich ob das bei jemandem der aus gesundheitlichen Gründen was essen soll - wie elvira_k - anders ist als bei jemandem der das aus Leistungsgründen macht. bei ihr klingt das irgendwie... entspannter. der Druck kommt von außen (Hausarzt) aber der Genuss ist auch da. bei mir ist beides gleichzeitig und das macht's komischer irgendwie.

@leni_k

Zitat von elvira_k

Iss sie wenn dir danach ist, und nicht, wenn du denkst, dass du solltest

das klingt simpel weil es simpel ist. aber ich versteh trotzdem was du meinst mit dem Reflex. du bist Läuferin, da ist alles irgendwie zweckgebunden. das ist ein anderer Kopf. was mich aber gerade beschäftigt ist das was du sagst - bei elvira_k kommt der Druck von außen, der Genuss ist auch da, und irgendwie klingt das entspannter. ich glaub das liegt daran dass sie nicht versucht beides gleichzeitig zu optimieren. sie will den Blutdruck runter sie mag die Beete, fertig. kein Leistungsziel dran. bei dir ist das Essen Mittel zum Zweck beim Laufen. dann wird aus "ich mag das" schnell "bringt das was für meine Zeit". das ist ein anderer Film. ich sags mal so - ich bin Elektriker. wenn ich ne Leitung ziehe, will ich dass der Strom fließt. ich denk nicht dran ob die Leitung besonders schön liegt. bei elvira_k fließt der Strom. bei dir willst du gleichzeitig noch wissen ob die Leitung optimal verlegt ist. das macht alles komplizierter als es sein muss. @elvira_k - Sie haben gefragt ob ich mit meinem Hausarzt über die Haferflocken gesprochen hab. nein. hab ich nicht. ich hab einfach aufgehört. meine Hausärztin weiß das wahrscheinlich nicht mal. und ich bin noch am Leben.

@ms_77

Zitat von ms_77

ich bin noch am Leben

das hat mich grad zum Lachen gebracht, und ich glaub das ist auch ein bisschen der Punkt. du hast einfach aufgehört und das war's. kein Gespräch, kein Rechtfertigen, kein Plan B. was mich dabei erwischt: ich könnte das wahrscheinlich nicht. nicht weil ich die Rote Beete so liebe oder so, sondern weil bei mir alles irgendwie dokumentiert werden muss. ich hab eine Notiz-App wo ich meine Laufzeiten eintrage, Strecken, manchmal sogar was ich vorher gegessen hab. das ist inzwischen so ein Automatismus dass ich gar nicht mehr weiß ob ich das für mich mache oder ob ich irgendwas beweisen will. und jetzt überleg ich - wenn ich die Rote Beete einfach so esse weil sie mir schmeckt, ohne dass ich das irgendwo eintrage als "Maßnahme fürs Training"... würde ich das dann überhaupt als "zählend" wahrnehmen? das klingt absurd wenn ich das so schreib. dein Elektriker-Bild macht eigentlich mehr Sinn als ich zugeben will. ich will gleichzeitig dass der Strom fließt UND eine Bescheinigung dass die Leitung optimal verlegt ist. und wahrscheinlich ess ich deshalb das Betanio PLUS auch lieber als normale Beete - weil da steht wenigstens was drauf, eine Dosierung, ein Versprechen. das gibt mir das Gefühl ich hab was Messbares getan. ob das der Grund ist warum ich eingelegte Rote Beete nie als "richtiges" Training-Essen gesehen hab, obwohl ich sie eigentlich mag... keine Ahnung. vielleicht schon.

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