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Rote Beete aus dem Garten - wieviel ist zu viel zum Einkochen?

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Hallo zusammen, ich bin neu hier und habe gleich eine konkrete Frage, bei der mir vielleicht jemand helfen kann. Ich habe in meinem Garten heuer besonders viele Rote Beeten, und da mein Hausarzt mir geraten hat, mehr davon zu essen wegen des Blutdrucks, dachte ich mir, ich koche die ein wie jedes Jahr. Aber diesmal habe ich wirklich die doppelte Menge geerntet. Das Problem ist: Ich weiß nicht so richtig, ob ich täglich Rote Beete essen soll oder ob das auch zu viel werden kann. Der Hausarzt hat nur gesagt, ich soll regelmäßig welche essen, mehr nicht. Wie viel ist denn eigentlich "regelmäßig"? Jeden Tag ein Glas eingelegte Rote Beete, oder eher zwei, drei Mal in der Woche? Ich mache die immer selbst ein, mit Essig und ein paar Gewürzen, und das schmeckt mir deutlich besser als dieses Konzentrat aus der Flasche, das mir die Apothekerin mal empfohlen hat. Selbst gekocht und aus dem eigenen Garten weiß ich wenigstens, was drin ist. Aber bei der Menge, die ich dieses Jahr habe, könnte ich damit ein halbes Jahr auskommen, wenn ich täglich eine Portion esse. Hat jemand von euch da Erfahrung? Kann man zu viel Rote Beete essen, oder gibt es da keine Obergrenze? Und falls ich wirklich so viel einkochen sollte: Wie lange halten sich die eingelegten Beeten denn wirklich? Ich lagere die immer kühl und dunkel, aber sicher ist sicher.

Zitat von elvira_k

regelmäßig welche essen

. Das ist ja auch ne fiese Aussage von deinem Hausarzt, ehrlich gesagt. "Regelmäßig" kann alles bedeuten. Aber zu deiner eigentlichen Frage: Ich würde mir da weniger Sorgen um ne Obergrenze machen und mehr fragen, ob du die Menge überhaupt aufbrauchst, bevor die Gläser langweilig werden. Eingelegte Rote Beete hält zwar ewig - aber irgendwann isst du keine Gläser mehr, weil die Routine weg ist und du keine Lust mehr drauf hast. Bei mir ist das immer so: Ich koche was ein, die ersten zwei Wochen esse ich regelmäßig davon, dann wird's weniger, und nach nem Monat stehen drei volle Gläser im Keller und ich denke gar nicht mehr dran. Das ist der größere Verschleißfaktor als Gesundheit. Wenn dein Hausarzt Wert drauf legt - und bei Bluthochdruck macht das ja durchaus Sinn mit den Nitraten - dann würde ich eher fragen: Was passt in deine Routine rein? Isst du die gern als Beilage zu nem Mittagessen? Oder hauste du sie roh rein? Je nachdem brauchst du vielleicht nicht so viel eingekocht, sondern könntest auch frische Beeten durchs Jahr verteilt lagern. Vakuum oder Gefrierfach geben da mehr Flexibilität als nur Einkochen. Wie sieht es denn bei dir aus - isst du Rote Beete regelmäßig, oder wäre das neu für dich?

@lisab_93 das mit der Routine, die wegbricht - das trifft den Nagel auf den Kopf. Das habe ich selbst schon erlebt, wenn ich ehrlich bin. Ich koche Jahr für Jahr ein, und manchmal stehen da tatsächlich noch Gläser vom Vorjahr im Keller, obwohl ich mir fest vorgenommen habe, mehr davon zu essen. Aber in meinem Fall ist es vielleicht anders, weil der Hausarzt das konkret empfohlen hat und nicht einfach so. Das ist kein Trend für mich, sondern medizinischer Grund. Trotzdem hast du einen Punkt - ich sollte mir wirklich überlegen, wie ich die Beeten in meinen Alltag integriere, nicht umgekehrt. Wenn ich ehrlich bin, esse ich die eingelegten bisher eher zu Brot oder als Beilage zum Mittag, nicht täglich. Und jetzt frag ich mich: Macht es Sinn, wenn ich im Winter täglich eine kleine Portion esse, weil weniger frisch angeboten wird? Oder sollte ich tatsächlich lieber einen Teil anders lagern, wie du sagst? Ich habe ein Tiefkühlfach das ist nicht überlaufen. Nur - friere ich die roh ein oder gekocht? Das habe ich noch nie gemacht. Und dann verlieren die ja sicher an Textur, oder?

Zitat von elvira_k

friere ich die roh ein oder gekocht?

Gekocht, definitiv. Roh verliert beim Auftauen noch mehr an Biss als ohnehin schon. Ich hatte das mal mit Roter Beete versucht - Desaster. Gekocht, abgekühlt, ab ins Gefrierfach. Wenn du die dann später brauchst, kannst du sie direkt in ne Suppe werfen oder kurz erwärmen. Textur ist halt nie wie frisch, aber das ist beim Einkochen auch nicht anders. Aber ehrlich gesagt - dein Hausarzt hat dir nicht gesagt "täglich" oder? Dann würde ich gar nicht erst anfangen, die einkochen wie verrückt. Klingt für mich eher danach, dass du zwei, drei Mal pro Woche ne Portion brauchst, um den Blutdruck-Effekt zu kriegen. Das passt locker in ne normale Routine. Warum also das Gefrierfach vollstellen für nen halbes Jahr? Das ist wieder die Routine-Falle, in die du selbst schon reingefallen bist. Mein Tipp: Koch heuer vielleicht die Hälfte ein wie sonst. Den Rest - wenn du Lust hast - frieren. Und im Winter, wenn's weniger frisch gibt, greifst du eben auf die gefrorenen zurück. Klingt komplizierter, ist aber realistischer als sich selbst nen Berg anzuschaffen, den du dann abarbeiten musst. Besonders wenn das neu für dich ist. Vielleicht merkst du ja auch, dass du weniger brauchst als gedacht.

@lisab_93 du hast da einen sehr guten Punkt,

Zitat von lisab_93

warum also das Gefrierfach vollstellen für nen halbes Jahr

- das ist wirklich nicht nötig und ich merke, ich falle da in mein altes Muster rein. Ich koche seit Jahren nach dem gleichen Schema ein, als würde ich für eine große Familie kochen müssen, obwohl ich seit vier Jahren allein bin. Aber jetzt bin ich mir unsicher bei einer anderen Sache: Wenn ich das Gefrierfach nutze, muss ich die Rote Beete dann vorher würzen oder eher blank einfrieren? Ich mache sie ja beim Einkochen mit Essig, Senf und so weiter ein, und das ist ja auch das, was mir schmeckt. Kann ich die schon fertig gewürzt einfrieren, oder wird das Essig dann komisch beim Auftauen? Ich will nicht, dass sie hinterher labberig schmecken und auch noch ganz versalzen. Und ehrlich gesagt: Zwei, drei Mal pro Woche klingt viel realistischer. Das muss ich mir dann auch gar nicht so in den Kopf setzen, dass es täglich sein soll. Der Hausarzt hat ja auch nicht täglich gesagt, wie du richtig angemerkt hast. Mein Problem ist eher, dass ich mir dann denke: Wenn es gut für mich ist, dann muss ich konsequent sein, und konsequent heißt bei mir immer gleich täglich! Aber vielleicht ist das ja auch nicht nötig.

Zitat von elvira_k

muss ich die Rote Beete dann vorher würzen oder eher blank einfrieren?

Blank einfrieren würde ich sagen. Essig und Gewürze - vor allem Salz - können beim längeren Lagern komisch werden, und die Säure zieht sich auch anders rein als beim Einkochen. Wenn du die später auftaust und erwärmst, kannst du die ja immer noch nachwürzen. Dann hast du auch mehr Kontrolle drüber, wie intensiv es wird. Aber ehrlich - mir ist da noch was aufgefallen bei dem, was du schreibst. Du merkst selbst, dass du ins "konsequent = täglich" -Muster verfällst, obwohl dein Hausarzt das nie gesagt hat. Das ist ja eigentlich das größere Thema als die Technik. Mein Eindruck: Du verwechselst "regelmäßig essen" mit "Höchstleistung abrufen". Regelmäßig ist entspannt - zwei, drei Mal die Woche, wie du selbst sagtest. Das ist nicht weniger wirksam, nur weil es nicht täglich ist. Wenn ich das von mir selbst kenne - und gerade beim Laufen ist das so - dann ist die Routine, die du wirklich durchhältst, immer besser als die perfekte Routine, die du nach zwei Monaten satt hast. Vielleicht probierst du diesen Winter einfach aus, wie zwei bis drei Portionen pro Woche sich für dich anfühlen. Dann siehst du ja selbst, ob das für deinen Blutdruck reicht oder ob du mehr brauchst. Du sammelst da gerade einfach zu viele Lageroptionen auf einmal ein und fragst dich, was richtig ist. Aber das Wichtigste ist erst mal: Was magst du essen und wann? Der Rest ergibt sich dann.

@lisab_93 du hast da etwas gesagt das mir gerade erst richtig klargeworden ist.

Zitat von lisab_93

Du verwechselst "regelmäßig essen" mit "Höchstleistung abrufen"

- ja, genau das ist es. Ich merke gerade, wie ich immer in diesen Modus verfalle, obwohl ich weiß, dass es mir nicht gut tut. Mit meinem Mann war das anders, da habe ich für zwei gekocht und das war einfach normal. Jetzt bin ich allein, aber mein Kopf hat das noch nicht so richtig akzeptiert, nehme ich an. Das Blank-Einfrieren probiere ich aus, das macht Sinn. Und ich glaube, ich habe mir da selbst einen Druck gemacht, der gar nicht nötig ist. Mein Hausarzt will, dass ich regelmäßig Rote Beete esse - nicht, dass ich mich damit selbst unter Druck setze wie bei einem Trainingsplan, wo ich dann Schuldgefühle habe, wenn ich eine Woche ausfalle. Was mich jetzt neugierig macht: Wie merkst du selbst bei deinem Laufen, ob die Routine passt oder nicht? Also woran merkst du, dass zwei, drei Mal in der Woche reicht und es nicht mehr sein muss? Ich bin da eher so einer, die denkt: Wenn es nicht wehtut, dann mache ich zu wenig. Das ist wahrscheinlich nicht der richtige Gedanke, oder?

@elvira_k haha, ja -

Zitat von elvira_k

Wenn es nicht wehtut, dann mache ich zu wenig

. Das ist genau der falsche Gedanke, und beim Laufen merke ich das ständig. Ich hatte mal ne Phase, wo ich dachte, drei Mal die Woche Halbmarathon-Distanz ist das Minimum, sonst zählt es nicht. Resultat: Übertraining, Knie zickig, keine Lust mehr. Dann bin ich auf zwei Mal pro Woche runter, und plötzlich laufen die Trainings besser, ich bin motivierter, und die Zeiten sind sogar besser geworden. Weniger war mehr - aber das zu kapieren hat echt gedauert. Bei Ernährung ist es anders, aber das Prinzip ist das gleiche. Regelmäßig heißt nicht intensiv. Es heißt: Du machst es, ohne dich dabei selbst zu sabotieren. Wenn du zwei, drei Mal Rote Beete isst und das entspannt in deinen Alltag passt, dann wird das auch ein Blutdruck-Effekt haben. Wenn du dich dagegen täglich reinzwingst wie ein Trainingsplan, den du hasst, dann stellst du das nach vier Wochen sowieso ein. Das andere, das mir gerade auffällt: Du fragst mich, woran ich merke, dass es passt. Aber ehrlich - das merkst du selbst am besten. Nicht an Schmerzen oder Anstrengung, sondern daran, ob du es weiterhin tun magst. Wenn du im März immer noch Rote Beete isst, weil es normal für dich geworden ist und nicht weil du "solltest" - dann passt die Menge. Wenn du im Dezember schon denkst "ach, nächste Woche vielleicht", dann weißt du auch, dass es zu viel für deine Routine ist.

@lisab_93 das mit dem März ist ein gutes Merkmal, danke dafür. Ich glaube, ich fange an zu verstehen, worum es da wirklich geht. Es geht nicht darum, dass ich mich selbst optimieren muss wie eine Maschine, sondern dass es einfach Teil meines Lebens wird, wie Brokkoli oder Salat auch. Das Merkwürdige ist: Ich merke gerade, dass ich wahrscheinlich deshalb so viel einkochen wollte, weil ich unbewusst dachte, wenn die Gläser im Keller stehen, dann bin ich "fertig" mit dem Thema und habe meine Hausaufgaben gemacht. Dann kann ich mich zurücklehnen und denken die Gesundheit läuft jetzt auf Autopilot. Das ist natürlich Unsinn. Und genau das ist mir mit meinem Mann auch immer passiert - ich habe vorgekocht für die ganze Woche, alles saubergemacht, und dann war ich erschöpft statt entspannt. Diesmal mache ich das anders. Ich koche heuer etwa so viel ein wie sonst auch - das ist eine überschaubare Menge - und den Rest probiere ich mit dem Gefrierfach. Und im Winter schaue ich einfach, wie es läuft. Der Hausarzt sagt mir ja bei der nächsten Kontrolle, ob der Blutdruck besser wird. Das ist konkret genug für mich. Heute ist ja noch schönes Wetter, ich gehe nachher in den Garten und überlege mir mal, wie viel ich wirklich ernten will, statt einfach alles rauszumachen weil es da ist.

@elvira_k klingt, als hätte sich da gerade was geklärt für dich - finde ich gut. Aber eine Sache ist mir aufgefallen, und die ist vielleicht noch wichtiger als die ganze Lagerfrage: Du schreibst, dass du

Zitat von elvira_k

unbewusst dachte, wenn die Gläser im Keller stehen, dann bin ich "fertig" mit dem Thema

. Das erkenne ich total. Ist aber auch die Falle, weil du dann im März denkst, okay, jetzt esse ich die einfach aus Gewohnheit und nicht, weil ich Lust drauf habe. Mein Tipp: Versuch nicht, das Thema überhaupt "fertig" zu machen. Es geht nicht um eine einmalige Aktion - Ernten, Einkochen, Haken dran. Es geht darum, dass du irgendwann einfach Rote Beete kaufst wie normal Gemüse, weil du sie brauchst. Das ist viel entspannter. Wenn du das im Winter merkst, dass du sie vermisst oder dein Arzt sagt, der Blutdruck ist stabil - dann weißt du, es funktioniert. Und wenn nicht, probierst du mehr. Das mit dem schönen Wetter und bewusst ernten - sehr gut Gedanke. Manchmal ist weniger anfangen auch einfach weniger Kopfkino hinterher.

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