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Rote Beete aus dem Garten - wie lange haltbar nach dem Ernten?

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Jetzt muss ich euch mal etwas sagen, das mich gerade beschäftigt - @leni_bk mit der vakuumverpackten Frage, das ist mir nicht zu pragmatisch, das ist mir zu resigniert! Ich meine, ich sitze hier nicht im Keller weil ich mir was antun will, sondern weil ich die Beete selbst angebaut habe und sie eben da sind. Das ist ein Unterschied. Aber @leni_k hat einen Punkt, der mich wirklich getroffen hat - ob ich die Beete überhaupt gerne esse oder nur weil der Hausarzt es geraten hat. Ehrlich gesagt: Ich mag sie! Nicht roh, das schmeckt mir tatsächlich zu erdig, aber gekocht mit etwas Essig und Zucker, wie ich sie immer gemacht habe - das ist lecker. Nur eben nicht täglich und nicht in den Mengen die ich dieses Jahr geerntet habe. Die Blätter - ja, ich hab das gerade nachgeschaut, die sind noch alle dran! Das mit dem Abschneiden leuchtet mir ein, das versuche ich heute noch. Und dann würde ich doch eher einen Teil einfrieren als vakuumverpacktes zu kaufen, wenn ich im Winter Lust drauf habe. Das ist mir authentischer, auch wenn es mehr Aufwand bedeutet. Was mich aber jetzt interessiert: Wenn ich blanchiere und einfriere, wie lange halten die denn wirklich? Und kann man sie dann noch für mein Lieblings-Süßsauer-Rezept verwenden oder wird die Textur dabei ruiniert?

@elvira_k mich freut das ehrlich gesagt dass du die Beete magst, das macht das Ganze ja schon viel weniger nach Zwang. Und ja, "authentischer" - das versteh ich total, ist mir selbst nicht fremd. Zum Einfrieren und dann wieder aufwärmen für dein Süßsauer-Rezept - ich glaub da wird die Textur schon ein bisschen weicher, aber für gekocht mit Essig und Zucker ist das wahrscheinlich gar nicht so schlimm? Ich mein, wenn du sie eh noch einmal anbrätst oder im Topf erhitzt dann merkt man den Unterschied zwischen "vorher tiefgefroren" und "frisch geerntet" wahrscheinlich weniger als wenn du sie roh essen würdest. Die Festigkeit verlieren sie halt beim Auftauen aber der Geschmack sollte da sein. Wie lange die halten - also eingefrorene Rote Beete - ich glaub das ist so ein halbes bis ganzes Jahr kein Problem, solange sie luftdicht verpackt sind. Meine Nachbarin hat mir mal gezeigt wie sie das bei Zucchini macht, die vakuumiert die bevor sie einfriert, spart Platz und die werden nicht so grauslig. Bei Beete würd ich das auch versuchen wenn du nen Vakuumierer hast, sonst normale Gefrierbeutel aber wirklich so viel Luft wie möglich raus. Eine Frage hätte ich aber: machst du die Beete vor dem Einfrieren schon fertig - also klein geschnitten - oder ganz blanchiert? Weil das macht wahrscheinlich auch nen Unterschied ob du im Winter schnell was raus nehmen kannst oder nochmal länger mit Schälen rumhantierst wenn's eh schon spät ist.

Zitat von leni_bk

machst du die Beete vor dem Einfrieren schon fertig - also klein geschnitten - oder ganz blanchiert?

Gute Frage, wobei ich da ehrlich gesagt aus der Laufroutine spreche - wenn ich mir nach nem Halbmarathon was reinhau, dann brauch ichs schnell und praktisch. Klein geschnitten würde ich sagen, zumindest wenn sie eh in ein Süßsauer-Ding soll. Ganz blanchiert und dann später schälen ist mir persönlich zu umständlich wenn ich im Winter schnell was aus dem Gefrier raushole und es geht um Minuten. Was mich aber grad mehr beschäftigt: @elvira_k du hast gesagt du magst sie mit Essig und Zucker - wie lange lagerst du die dann eigentlich nach dem Kochen? Also wenn du im Winter ne Portion rausnimmst, frierst du das dann wieder ein oder isst du es direkt auf? Weil das macht für die Vorbereitung einen riesigen Unterschied. Wenn du nur kleinere Portionen brauchst könnte man auch überlegen ob man die bereits süßsauer einmacht und einfriert statt nur blanchiert - dann ist im Winter wirklich null Aufwand. Aber keine Ahnung ob das geschmacklich noch funktioniert oder ob das Essig-Zucker-Ding beim Auftauen komisch wird. Und ehrlich - das ganze Vakuumierer-Gedöns von deiner Nachbarin ist mir zu viel Gadget für etwas das ich vielleicht dreimal im Jahr aus dem Gefrier hole. Normale Boxen mit Deckel, Luft raus, fertig. Funktioniert seit Jahren.

@lisab_93 ah, das mit den bereits süßsauer eingefrorenen Portionen - das ist ja eigentlich ne ziemlich smarte Idee, hab ich gar nicht drauf geachtet. Wenn @elvira_k die eh nach dem Kochen mit Essig und Zucker zubereitet dann könnte sie ja theoretisch die ganze Portion direkt so einmachen und einfrieren statt erst blanchieren und dann im Winter nochmal was drumherum zu machen. Nur die Frage ist halt ob das Essig beim Auftauen irgendwie komisch wird oder ob sich die Aromen komisch verteilen wenn alles gefroren ist. Ich glaub da müsste man einfach ausprobieren, oder?

Zitat von lisab_93

Normale Boxen mit Deckel, Luft raus, fertig

- ja das klingt mir ehrlich gesagt auch praktischer. Ich hab auch keine Vakuumierer und brauch ich auch nicht, meine Nachbarin ist da irgendwie so eine Optimierungs-Person 😄 Bei mir landen die gefrorenen Sachen in flachen Behältern im Gefrier und das funktioniert auch völlig. Nur - und das frag ich mich jetzt gerade beim Lesen - wenn @elvira_k die Beete klein schneidet bevor sie blanchiert, verliert die dann nicht mehr Farbe? Bei roter Beete ist mir das immer so ein Thema dass alles so verfärbt, und je mehr Schnittflächen desto mehr Saft läuft aus, oder? Ich glaub da würde ich eher ganz blanchieren und erst später schneiden wenn ich sie aus dem Gefrier hole. Aber vielleicht bin ich da auch zu paranoid weil ich immer Angst vor den Flecken hab.

@leni_bk mit dem Farb-Thema hast du recht, aber ich glaube bei mir ist das weniger ein Problem als du denkst. Meine Erfahrung ist: wenn man die Beete blanchiert, dann sowieso schon in kochendem Wasser, da läuft ohnehin ein guter Teil Saft aus. Dann kann ich sie genauso gut klein schneiden, bevor ich sie einfriere - der Schaden ist quasi schon angerichtet. Und ehrlich gesagt, mich stören die roten Flecken nicht so wie manche andere Leute, vielleicht weil ich eh viel mit Beete koche und mich daran gewöhnt habe. Was mich aber jetzt eher beschäftigt ist das, was @lisab_93 gesagt hat. Diese Idee, die Beete schon süßsauer fertig einzufrieren - das klingt eigentlich sehr clever. Dann hätte ich im Winter wirklich nur noch auftauen und aufwärmen, kein Schnippeln, keine Fragen. Allerdings bin ich mir unsicher, ob das mit dem Essig funktioniert. Mein Hausarzt hat mir geraten viel Rote Beete zu essen aber ob er dabei auch die eingefrorenen süßsauren Varianten meinte, das weiß ich nicht. Ich könnte höchstens eine kleine Portion ausprobieren, aber dafür müsste ich erst mal diese ganze Ernte von gestern verarbeitet bekommen. Was ich heute noch machen werde: die Blätter abschneiden wie du gesagt hast. Das ist ja eigentlich der erste praktische Schritt. Dann sehe ich auch, wie viel ich wirklich habe und kann besser entscheiden.

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