Post-Workout-Mahlzeit nach langen Ausfahrten – wann esst ihr wirklich?
Zitat von holli am Juli 7, 2026, 07:27 Uhr@markus_b82 du sprichst da was an das mich selbst länger nervt. Diese "ich hab das getestet" Geschichte ohne Werte dahinter - ja das ist unbefriedigend. Aber ehrlich gesagt bin ich nicht der Typ der Ruhepuls misst. Das klingt nach Arbeit und ich bin Rentner, nicht Biohacker. Was ich aber sagen kann - und das ist vielleicht auch für dich interessant - ist dass meine Hausärztin damals nach der Diagnose konkret gemessen hat. Blutdruck vorher, danach, und dann nochmal zwei Wochen später als ich das mit den Kartoffeln angefangen hab. Da gab es einen Unterschied. Nicht gigantisch aber messbar. Das reicht mir. Das Problem bei dir und @fk_1988 ist ein anderes. Ihr habt keinen Grund zu messen weil ihr kein Problem habt. Aber @markus_b82 - und da bin ich ehrlich - nur weil du keinen klaren Unterschied gemerkt hast bedeutet das nicht dass nichts passiert ist. Vielleicht war deine Testphase auch zu kurz. Zwei Wochen ist Anfängerkram. Der Körper braucht länger um sich umzustellen. Aber gut wenn's dir egal ist - und das ist ja legitim - dann lass es. Frisches Gemüse tut's auch wenn du eh nicht dran glaubst. Was mich aber neugierig macht: @fk_1988 du sagst nach vier Stunden Laufen merkst du nix. Aber nächsten Morgen - wann stehst du auf, wie schnell wirst du fit. Versuchst du wirklich eine Woche lang jeden Tag ne Banane danach zu essen und guckst ob sich was ändert. Das wäre zumindest ehrlich. Nicht wegen mir sondern weil du dann selbst weißt ob es Sinn macht. Edit: Kleine Klarstellung - mit "zwei Wochen ist Anfängerkram" meine ich nicht dass man nach zwei Wochen nichts merken kann, sondern dass der Körper einfach länger braucht um größere Veränderungen zu zeigen. Bei manchen geht's schneller, bei anderen dauert's halt.
@markus_b82 du sprichst da was an das mich selbst länger nervt. Diese "ich hab das getestet" Geschichte ohne Werte dahinter - ja das ist unbefriedigend. Aber ehrlich gesagt bin ich nicht der Typ der Ruhepuls misst. Das klingt nach Arbeit und ich bin Rentner, nicht Biohacker. Was ich aber sagen kann - und das ist vielleicht auch für dich interessant - ist dass meine Hausärztin damals nach der Diagnose konkret gemessen hat. Blutdruck vorher, danach, und dann nochmal zwei Wochen später als ich das mit den Kartoffeln angefangen hab. Da gab es einen Unterschied. Nicht gigantisch aber messbar. Das reicht mir. Das Problem bei dir und @fk_1988 ist ein anderes. Ihr habt keinen Grund zu messen weil ihr kein Problem habt. Aber @markus_b82 - und da bin ich ehrlich - nur weil du keinen klaren Unterschied gemerkt hast bedeutet das nicht dass nichts passiert ist. Vielleicht war deine Testphase auch zu kurz. Zwei Wochen ist Anfängerkram. Der Körper braucht länger um sich umzustellen. Aber gut wenn's dir egal ist - und das ist ja legitim - dann lass es. Frisches Gemüse tut's auch wenn du eh nicht dran glaubst. Was mich aber neugierig macht: @fk_1988 du sagst nach vier Stunden Laufen merkst du nix. Aber nächsten Morgen - wann stehst du auf, wie schnell wirst du fit. Versuchst du wirklich eine Woche lang jeden Tag ne Banane danach zu essen und guckst ob sich was ändert. Das wäre zumindest ehrlich. Nicht wegen mir sondern weil du dann selbst weißt ob es Sinn macht. Edit: Kleine Klarstellung - mit "zwei Wochen ist Anfängerkram" meine ich nicht dass man nach zwei Wochen nichts merken kann, sondern dass der Körper einfach länger braucht um größere Veränderungen zu zeigen. Bei manchen geht's schneller, bei anderen dauert's halt.
Zitat von markus_b82 am Juli 7, 2026, 07:57 Uhr@holli Zitat von holliZwei Wochen ist Anfängerkram. Der Körper braucht länger um sich umzustellen. Das ist eine Behauptung, die ich so stehen lassen muss - hast du da eine Quelle für? Nicht weil ich dir nicht glaube, aber das ist genau das Muster das mich bei solchen Diskussionen nervt: eine Zeitspanne wird in den Raum gestellt, als wäre sie Konsens. Ich kenn das aus der Nitrat-Forschung, da reden viele über Wochen der "Adaptionszeit" und dann schaut man in die Papers und das ist deutlich differenzierter. Was mich aber an deinem Punkt mit der Hausärztin interessiert: sie hat konkret gemessen, Blutdruck vorher und nachher. Das ist zumindest was. Aber "Kartoffeln anfangen" und gleichzeitig "Diagnose bekommen plus Behandlung" - da ist die Kausalität schwer zu isolieren, oder? Was hat sich sonst noch geändert in der Zeit? Ich bin nicht grundsätzlich dagegen, Post-Workout zu essen. Ich mach das nach langen Läufen auch, meistens was mit Kohlenhydraten und etwas Protein dazu. Aber der Sprung von "mir geht's besser" zu "dein Körper dankt dir das konkret, das ist Physiologie" ist halt größer als er klingt. @fk_1988 - die HRV-Frage würde ich wirklich ernstnehmen. Garmin oder was auch immer du hast, die meisten Geräte messen das mittlerweile automatisch im Schlaf. Das wäre zumindest ein Anhaltspunkt, der nicht nur auf Gefühl basiert. Edit: Kleine Klarstellung - mit "Physiologie" meine ich nicht, dass Ernährung keine Rolle spielt, sondern dass der direkte Mechanismus oft unklar bleibt, wenn mehrere Faktoren gleichzeitig ändern.
@holli Zitat von holliZwei Wochen ist Anfängerkram. Der Körper braucht länger um sich umzustellen. Das ist eine Behauptung, die ich so stehen lassen muss - hast du da eine Quelle für? Nicht weil ich dir nicht glaube, aber das ist genau das Muster das mich bei solchen Diskussionen nervt: eine Zeitspanne wird in den Raum gestellt, als wäre sie Konsens. Ich kenn das aus der Nitrat-Forschung, da reden viele über Wochen der "Adaptionszeit" und dann schaut man in die Papers und das ist deutlich differenzierter. Was mich aber an deinem Punkt mit der Hausärztin interessiert: sie hat konkret gemessen, Blutdruck vorher und nachher. Das ist zumindest was. Aber "Kartoffeln anfangen" und gleichzeitig "Diagnose bekommen plus Behandlung" - da ist die Kausalität schwer zu isolieren, oder? Was hat sich sonst noch geändert in der Zeit? Ich bin nicht grundsätzlich dagegen, Post-Workout zu essen. Ich mach das nach langen Läufen auch, meistens was mit Kohlenhydraten und etwas Protein dazu. Aber der Sprung von "mir geht's besser" zu "dein Körper dankt dir das konkret, das ist Physiologie" ist halt größer als er klingt. @fk_1988 - die HRV-Frage würde ich wirklich ernstnehmen. Garmin oder was auch immer du hast, die meisten Geräte messen das mittlerweile automatisch im Schlaf. Das wäre zumindest ein Anhaltspunkt, der nicht nur auf Gefühl basiert. Edit: Kleine Klarstellung - mit "Physiologie" meine ich nicht, dass Ernährung keine Rolle spielt, sondern dass der direkte Mechanismus oft unklar bleibt, wenn mehrere Faktoren gleichzeitig ändern.
Zitat von holli am Juli 7, 2026, 08:23 Uhr@markus_b82
Zitat von markus_b82Das ist eine Behauptung, die ich so stehen lassen muss - hast du da eine Quelle für?
Fair Point. Hab ich nicht. Aber hör mal - das ist genau der Unterschied zwischen uns beiden. Du willst Quellen, ich vertrau auf das was meine Hausärztin gesagt hat und was ich selbst gespürt habe. Das ist nicht wissenschaftlich, okay. Aber es funktioniert bei mir. Das mit der Kausalität beim Blutdruck - ja, kann sein dass noch anderes sich verändert hat in der Zeit. Aber @markus_b82, wenn du nach deinen Papers fragst und ich nach meiner Erfahrung - dann reden wir halt aneinander vorbei. Du brauchst Werte um zu glauben. Ich brauch nur dass ich mich am nächsten Morgen besser fühle. Was mich aber bei dir nervt ist etwas anderes. Du fragst @fk_1988 nach HRV und Ruhepuls und Garmin - und das ist für einen Lagerist der ab und zu läuft völlig übertrieben. Das ist genau das Gegenteil von praktisch. Einfach ne Banane mitnehmen, fertig. Kein Tracking, kein Stress. @fk_1988 du brauchst nicht zu messen ob es was bringt. Du merkst es einfach wenn du es machst. Oder eben nicht. Aber die Banane kostet dich nix.
Zitat von markus_b82Das ist eine Behauptung, die ich so stehen lassen muss - hast du da eine Quelle für?
Fair Point. Hab ich nicht. Aber hör mal - das ist genau der Unterschied zwischen uns beiden. Du willst Quellen, ich vertrau auf das was meine Hausärztin gesagt hat und was ich selbst gespürt habe. Das ist nicht wissenschaftlich, okay. Aber es funktioniert bei mir. Das mit der Kausalität beim Blutdruck - ja, kann sein dass noch anderes sich verändert hat in der Zeit. Aber @markus_b82, wenn du nach deinen Papers fragst und ich nach meiner Erfahrung - dann reden wir halt aneinander vorbei. Du brauchst Werte um zu glauben. Ich brauch nur dass ich mich am nächsten Morgen besser fühle. Was mich aber bei dir nervt ist etwas anderes. Du fragst @fk_1988 nach HRV und Ruhepuls und Garmin - und das ist für einen Lagerist der ab und zu läuft völlig übertrieben. Das ist genau das Gegenteil von praktisch. Einfach ne Banane mitnehmen, fertig. Kein Tracking, kein Stress. @fk_1988 du brauchst nicht zu messen ob es was bringt. Du merkst es einfach wenn du es machst. Oder eben nicht. Aber die Banane kostet dich nix.
Zitat von markus_b82 am Juli 7, 2026, 10:11 UhrZitat von rennradrenatedas ist eben auch keine verlässliche Methode
Das ist eigentlich der ehrlichste Satz im ganzen Thread, und er kommt schon im ersten Beitrag vor - aber dann dreht sich die Diskussion trotzdem wieder zu "hör auf deinen Körper" und "die Banane kostet nix". @holli ich nehm dir das nicht übel, aber "du brauchst nicht zu messen, du merkst es einfach" ist für mich keine Antwort, das ist Kapitulation vor dem Problem. Und das hat nichts mit Biohacker-Attitüde zu tun. HRV ist keine Raketenforschung, das macht ein Garmin automatisch im Schlaf, ohne dass man irgendwas trackt oder auswertet. Ich hab das letztes Jahr nach meinem ersten Halbmarathon angefangen zu beobachten und der Aufwand ist null. Was mich aber gerade mehr beschäftigt: du sagst, deine Hausärztin hat gemessen, Blutdruck vorher und nachher. Aber "zwei Wochen Kartoffeln" parallel zu einer frischen Diagnose, bei der wahrscheinlich auch anderes angepasst wurde - Stress, Schlaf, vielleicht Medikamente - das ist kein sauberer Test, das ist ein Bündel von Veränderungen. Ich sag nicht, dass die Kartoffeln nichts gebracht haben. Ich sag nur, dass du das daraus nicht ableiten kannst. Das ist nicht Quellen-Fetischismus, das ist einfach sauberes Denken. Wenn ich bei der Arbeit einen Bug fixxe und gleichzeitig drei andere Stellen im Code ändere, und danach läuft's - dann weiß ich trotzdem nicht was geholfen hat.
Zitat von rennradrenatedas ist eben auch keine verlässliche Methode
Das ist eigentlich der ehrlichste Satz im ganzen Thread, und er kommt schon im ersten Beitrag vor - aber dann dreht sich die Diskussion trotzdem wieder zu "hör auf deinen Körper" und "die Banane kostet nix". @holli ich nehm dir das nicht übel, aber "du brauchst nicht zu messen, du merkst es einfach" ist für mich keine Antwort, das ist Kapitulation vor dem Problem. Und das hat nichts mit Biohacker-Attitüde zu tun. HRV ist keine Raketenforschung, das macht ein Garmin automatisch im Schlaf, ohne dass man irgendwas trackt oder auswertet. Ich hab das letztes Jahr nach meinem ersten Halbmarathon angefangen zu beobachten und der Aufwand ist null. Was mich aber gerade mehr beschäftigt: du sagst, deine Hausärztin hat gemessen, Blutdruck vorher und nachher. Aber "zwei Wochen Kartoffeln" parallel zu einer frischen Diagnose, bei der wahrscheinlich auch anderes angepasst wurde - Stress, Schlaf, vielleicht Medikamente - das ist kein sauberer Test, das ist ein Bündel von Veränderungen. Ich sag nicht, dass die Kartoffeln nichts gebracht haben. Ich sag nur, dass du das daraus nicht ableiten kannst. Das ist nicht Quellen-Fetischismus, das ist einfach sauberes Denken. Wenn ich bei der Arbeit einen Bug fixxe und gleichzeitig drei andere Stellen im Code ändere, und danach läuft's - dann weiß ich trotzdem nicht was geholfen hat.
Zitat von jana_w am Juli 7, 2026, 11:10 Uhr@markus_b82 das Bug-Beispiel find ich eigentlich ziemlich gut - aber ich glaub du machst damit unfreiwillig auch @holli's Punkt. weil wenn du drei Stellen im Code änderst und danach läuft's - dann ist "laufen tut's" trotzdem das Ergebnis das zählt, nicht? du weißt nicht *was* geholfen hat aber du weißt dass irgendwas davon funktioniert hat. ich bin da ehrlich gesagt irgendwo dazwischen. also ich find HRV-Tracking für jemanden der das interessant findet - totally fine. aber @holli hat schon recht dass das für fk_1988 komplett andere Rahmenbedingungen sind. der Typ arbeitet körperlich, läuft abends noch, und soll dann morgens Herzratenvariabilität auswerten. das ist halt nicht die gleiche Ausgangslage wie nach nem Halbmarathon. was mich bei dem ganzen Thread aber gerade ehrlich mehr interessiert - ihr redet die ganze Zeit über messen vs. fühlen, aber niemand hat gefragt *warum* das Timing überhaupt ne Frage ist. also rennradrenate isst trotzdem obwohl kein Hunger da ist, weil sie weiß dass das Fenster wichtig ist. das ist doch schon ne Entscheidung die nicht vom Körpersignal abhängt. und das find ich eigentlich konsequenter als alles was hier danach kam. digga ich mach das mit Rote Bete auch so - ich ess die nicht weil ich grad Lust drauf hab sondern weil ich irgendwann angefangen hab das einfach zu machen und jetzt ist's halt so. kein Tracking, kein Beweis, einfach Gewohnheit 🤷
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@markus_b82 das Bug-Beispiel find ich eigentlich ziemlich gut - aber ich glaub du machst damit unfreiwillig auch @holli's Punkt. weil wenn du drei Stellen im Code änderst und danach läuft's - dann ist "laufen tut's" trotzdem das Ergebnis das zählt, nicht? du weißt nicht *was* geholfen hat aber du weißt dass irgendwas davon funktioniert hat. ich bin da ehrlich gesagt irgendwo dazwischen. also ich find HRV-Tracking für jemanden der das interessant findet - totally fine. aber @holli hat schon recht dass das für fk_1988 komplett andere Rahmenbedingungen sind. der Typ arbeitet körperlich, läuft abends noch, und soll dann morgens Herzratenvariabilität auswerten. das ist halt nicht die gleiche Ausgangslage wie nach nem Halbmarathon. was mich bei dem ganzen Thread aber gerade ehrlich mehr interessiert - ihr redet die ganze Zeit über messen vs. fühlen, aber niemand hat gefragt *warum* das Timing überhaupt ne Frage ist. also rennradrenate isst trotzdem obwohl kein Hunger da ist, weil sie weiß dass das Fenster wichtig ist. das ist doch schon ne Entscheidung die nicht vom Körpersignal abhängt. und das find ich eigentlich konsequenter als alles was hier danach kam. digga ich mach das mit Rote Bete auch so - ich ess die nicht weil ich grad Lust drauf hab sondern weil ich irgendwann angefangen hab das einfach zu machen und jetzt ist's halt so. kein Tracking, kein Beweis, einfach Gewohnheit 🤷
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Zitat von markus_b82 am Juli 7, 2026, 11:26 Uhr@jana_w das Bug-Beispiel hast du gut aufgegriffen, aber ich glaub da liegt ein Denkfehler. Wenn ich drei Stellen ändere und danach läuft's - dann weiß ich, dass das System läuft, ja. Aber ich weiß nicht ob eine davon sogar kontraproduktiv war und die anderen beiden das ausgebügelt haben. Und wenn ich das nächste Mal den gleichen Bug hab, bin ich genauso ahnungslos wie vorher. Das ist das Problem.
Zitat von jana_wniemand hat gefragt *warum* das Timing überhaupt ne Frage ist
Das ist eigentlich der interessanteste Punkt den du machst. Und du hast recht, dass rennradrenate da die ehrlichste Position hat - sie handelt nach Wissen, nicht nach Gefühl. Aber das setzt voraus, dass das Wissen selbst stimmt. Das "anabole Fenster" zum Beispiel - da hat sich die Forschungslage in den letzten zehn Jahren deutlich verschoben, Schoenfeld hat dazu 2013 was veröffentlicht, das die 30-Minuten-Regel ziemlich relativiert hat, zumindest für nicht-nüchterne Trainingseinheiten. Was mich bei deinem letzten Absatz aber wirklich beschäftigt: du sagst, du isst Rote Bete nicht weil du Lust hast, sondern weil's Gewohnheit ist. Ich frag mich ob das dann überhaupt noch das ist, worüber wir diskutieren. Gewohnheit ist ein anderes Konstrukt als "auf den Körper hören" - das ist eher Disziplin durch Automatisierung. Und das würde ich @fk_1988 tatsächlich empfehlen, nicht HRV, nicht Tracking, einfach die Entscheidung vorab treffen und nicht mehr drüber nachdenken.
@jana_w das Bug-Beispiel hast du gut aufgegriffen, aber ich glaub da liegt ein Denkfehler. Wenn ich drei Stellen ändere und danach läuft's - dann weiß ich, dass das System läuft, ja. Aber ich weiß nicht ob eine davon sogar kontraproduktiv war und die anderen beiden das ausgebügelt haben. Und wenn ich das nächste Mal den gleichen Bug hab, bin ich genauso ahnungslos wie vorher. Das ist das Problem.
Zitat von jana_wniemand hat gefragt *warum* das Timing überhaupt ne Frage ist
Das ist eigentlich der interessanteste Punkt den du machst. Und du hast recht, dass rennradrenate da die ehrlichste Position hat - sie handelt nach Wissen, nicht nach Gefühl. Aber das setzt voraus, dass das Wissen selbst stimmt. Das "anabole Fenster" zum Beispiel - da hat sich die Forschungslage in den letzten zehn Jahren deutlich verschoben, Schoenfeld hat dazu 2013 was veröffentlicht, das die 30-Minuten-Regel ziemlich relativiert hat, zumindest für nicht-nüchterne Trainingseinheiten. Was mich bei deinem letzten Absatz aber wirklich beschäftigt: du sagst, du isst Rote Bete nicht weil du Lust hast, sondern weil's Gewohnheit ist. Ich frag mich ob das dann überhaupt noch das ist, worüber wir diskutieren. Gewohnheit ist ein anderes Konstrukt als "auf den Körper hören" - das ist eher Disziplin durch Automatisierung. Und das würde ich @fk_1988 tatsächlich empfehlen, nicht HRV, nicht Tracking, einfach die Entscheidung vorab treffen und nicht mehr drüber nachdenken.
Zitat von jana_w am Juli 7, 2026, 11:40 Uhr@markus_b82 okay das mit "Gewohnheit ist ein anderes Konstrukt als auf den Körper hören" - das ist eigentlich der interessanteste Punkt den du gemacht hast und ich glaub du hast recht. aber dann frag ich mich ob das nicht für fast alle hier gilt. holli macht Kartoffeln weil Ritual, rennradrenate isst obwohl kein Hunger, ich ess Rote Bete weil ich irgendwann angefangen hab. das ist alles Automatisierung. niemand hier hört wirklich "auf seinen Körper" im Sinne von - Signal kommt rein, ich reagiere. das ist alles schon vorher entschieden. was mich dabei beschäftigt: wenn Gewohnheit das eigentliche Konstrukt ist, dann ist doch die ganze Diskussion über Fenster und Timing und HRV komplett irrelevant für die Frage ob man es überhaupt tut. das eine ist "wie genau" und das andere ist "wie kommt man dahin dass man's einfach macht". und da glaub ich ist die Banane von holli tatsächlich die bessere Antwort als dein Garmin - nicht weil Messen dumm ist sondern weil der erste Schritt nicht Auswerten ist sondern Dranbleiben.
Zitat von markus_b82Disziplin durch Automatisierung
das klingt ehrlich gesagt nach mehr Aufwand als es ist. bei mir ist das einfach so gelaufen dass Rote Bete irgendwann im Kühlschrank war weil ich sie sowieso für andere Sachen kaufe. kein Plan dahinter
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@markus_b82 okay das mit "Gewohnheit ist ein anderes Konstrukt als auf den Körper hören" - das ist eigentlich der interessanteste Punkt den du gemacht hast und ich glaub du hast recht. aber dann frag ich mich ob das nicht für fast alle hier gilt. holli macht Kartoffeln weil Ritual, rennradrenate isst obwohl kein Hunger, ich ess Rote Bete weil ich irgendwann angefangen hab. das ist alles Automatisierung. niemand hier hört wirklich "auf seinen Körper" im Sinne von - Signal kommt rein, ich reagiere. das ist alles schon vorher entschieden. was mich dabei beschäftigt: wenn Gewohnheit das eigentliche Konstrukt ist, dann ist doch die ganze Diskussion über Fenster und Timing und HRV komplett irrelevant für die Frage ob man es überhaupt tut. das eine ist "wie genau" und das andere ist "wie kommt man dahin dass man's einfach macht". und da glaub ich ist die Banane von holli tatsächlich die bessere Antwort als dein Garmin - nicht weil Messen dumm ist sondern weil der erste Schritt nicht Auswerten ist sondern Dranbleiben.
Zitat von markus_b82Disziplin durch Automatisierung
das klingt ehrlich gesagt nach mehr Aufwand als es ist. bei mir ist das einfach so gelaufen dass Rote Bete irgendwann im Kühlschrank war weil ich sie sowieso für andere Sachen kaufe. kein Plan dahinter
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Zitat von markus_b82 am Juli 7, 2026, 11:50 Uhr@jana_w
Zitat von jana_wder erste Schritt nicht Auswerten ist sondern Dranbleiben
Das stimmt, und ich will das gar nicht wegdiskutieren. Aber du machst da gerade einen Schnitt den ich nicht ganz nachvollziehe: "wie genau" und "wie kommt man dahin" sind für mich keine getrennten Fragen. Wenn ich nicht weiß ob das Timing überhaupt relevant ist, dann optimiere ich meine Gewohnheit auf eine möglicherweise falsche Annahme. Das ist nicht egal. Was mich aber bei deinem letzten Punkt wirklich beschäftigt: du sagst, Rote Bete war einfach im Kühlschrank weil du sie sowieso kaufst. Das ist ein anderes Modell als Disziplin - das ist Umgebungsgestaltung. Und da geb ich dir recht, das funktioniert oft besser als jeder Plan. Ich hab das selbst gemerkt, als ich angefangen hab nach dem Laufen immer eine Portion Quark in Sichtweite zu stellen. Nicht weil ich drüber nachgedacht hab, sondern weil er halt da war. Nur - und das ist meine echte Frage hier - ändert das was an der ursprünglichen Frage von rennradrenate? Die wollte wissen ob ihr Timing stimmt, nicht ob sie eine Gewohnheit braucht. Die hat die Gewohnheit schon. Sie fragt nach dem Warum dahinter. Und da sind wir in diesem Thread ziemlich weit weggekommen von dem was sie eigentlich wissen wollte.
Zitat von jana_wder erste Schritt nicht Auswerten ist sondern Dranbleiben
Das stimmt, und ich will das gar nicht wegdiskutieren. Aber du machst da gerade einen Schnitt den ich nicht ganz nachvollziehe: "wie genau" und "wie kommt man dahin" sind für mich keine getrennten Fragen. Wenn ich nicht weiß ob das Timing überhaupt relevant ist, dann optimiere ich meine Gewohnheit auf eine möglicherweise falsche Annahme. Das ist nicht egal. Was mich aber bei deinem letzten Punkt wirklich beschäftigt: du sagst, Rote Bete war einfach im Kühlschrank weil du sie sowieso kaufst. Das ist ein anderes Modell als Disziplin - das ist Umgebungsgestaltung. Und da geb ich dir recht, das funktioniert oft besser als jeder Plan. Ich hab das selbst gemerkt, als ich angefangen hab nach dem Laufen immer eine Portion Quark in Sichtweite zu stellen. Nicht weil ich drüber nachgedacht hab, sondern weil er halt da war. Nur - und das ist meine echte Frage hier - ändert das was an der ursprünglichen Frage von rennradrenate? Die wollte wissen ob ihr Timing stimmt, nicht ob sie eine Gewohnheit braucht. Die hat die Gewohnheit schon. Sie fragt nach dem Warum dahinter. Und da sind wir in diesem Thread ziemlich weit weggekommen von dem was sie eigentlich wissen wollte.
Zitat von rennradrenate am Juli 7, 2026, 12:42 Uhr@markus_b82 du hast recht, dass wir weit weg sind von meiner ursprünglichen Frage. Aber ich finde das nicht so schlimm, weil mich das hier gerade tatsächlich weitergebracht hat - nur anders als erwartet. Was ich konkret mitnehme: Ich habe nicht nach Bestätigung gefragt, dass mein Timing stimmt. Ich habe gefragt, ob ich es richtig mache. Und der Unterschied ist, glaube ich, dass ich die Antwort gar nicht aus einem Forum bekomme, auch nicht aus einer Studie die ich nicht kenne.
Zitat von markus_b82Die hat die Gewohnheit schon. Sie fragt nach dem Warum dahinter.
Ja. Aber vielleicht ist das Warum bei mir schon beantwortet - meine Hausärztin hat mir etwas gesagt, ich habe es eingebaut, es funktioniert für mich soweit ich das beurteilen kann. Was mich wirklich noch beschäftigt ist etwas anderes, das im Thread gar nicht vorkam: ob das Timing nach einer sehr intensiven Einheit grundsätzlich anders sein sollte als nach einer langen aber ruhigen. Ich fahre Samstag die gleiche Strecke die ich letzte Woche gemacht habe, einmal als Grundlagenrunde, einmal mit echtem Druck. Und ich merke, dass mein Körper danach komplett anders reagiert - nicht nur beim Hunger, auch bei der Erschöpfung insgesamt. Das ist nicht messbar mit Garmin oder ohne, das ist einfach ein anderer Zustand. Ob da das gleiche Timing Sinn ergibt, das weiß ich nicht.
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Rennrad ist kein Hobby, das ist Therapie.
@markus_b82 du hast recht, dass wir weit weg sind von meiner ursprünglichen Frage. Aber ich finde das nicht so schlimm, weil mich das hier gerade tatsächlich weitergebracht hat - nur anders als erwartet. Was ich konkret mitnehme: Ich habe nicht nach Bestätigung gefragt, dass mein Timing stimmt. Ich habe gefragt, ob ich es richtig mache. Und der Unterschied ist, glaube ich, dass ich die Antwort gar nicht aus einem Forum bekomme, auch nicht aus einer Studie die ich nicht kenne.
Zitat von markus_b82Die hat die Gewohnheit schon. Sie fragt nach dem Warum dahinter.
Ja. Aber vielleicht ist das Warum bei mir schon beantwortet - meine Hausärztin hat mir etwas gesagt, ich habe es eingebaut, es funktioniert für mich soweit ich das beurteilen kann. Was mich wirklich noch beschäftigt ist etwas anderes, das im Thread gar nicht vorkam: ob das Timing nach einer sehr intensiven Einheit grundsätzlich anders sein sollte als nach einer langen aber ruhigen. Ich fahre Samstag die gleiche Strecke die ich letzte Woche gemacht habe, einmal als Grundlagenrunde, einmal mit echtem Druck. Und ich merke, dass mein Körper danach komplett anders reagiert - nicht nur beim Hunger, auch bei der Erschöpfung insgesamt. Das ist nicht messbar mit Garmin oder ohne, das ist einfach ein anderer Zustand. Ob da das gleiche Timing Sinn ergibt, das weiß ich nicht.
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Zitat von jana_w am Juli 7, 2026, 13:22 Uhr@rennradrenate
Zitat von rennradrenateob das Timing nach einer sehr intensiven Einheit grundsätzlich anders sein sollte als nach einer langen aber ruhigen
das finde ich eigentlich die einzige Frage hier die ich noch nicht sehe dass sie jemand wirklich angetastet hat. weil das ist ja ein komplett anderer physiologischer Zustand - nicht nur "mehr Belastung" sondern qualitativ anders. ich kenn das von mir wenn ich mal wirklich langen Yoga-Flow mache vs. so ein sanftes 20-Minuten-Ding. das ist lächerlich verglichen mit vier Stunden Hügel-Rennrad, ich weiß. aber selbst da merk ich dass mein Körper nach intensiver Einheit irgendwie... abweisend reagiert auf Essen, zumindest kurz danach. während nach dem ruhigeren Ding Hunger fast sofort kommt. ich frag mich ob das vielleicht gar kein Timing-Problem ist sondern ein Typ-Problem. also dass dein Körper nach intensiver Belastung erstmal in einem anderen Modus ist wo Verdauung schlicht nachrangig ist - und dass da das gleiche Fenster das nach einer Grundlagenrunde Sinn macht, einfach nicht passt. nicht weil du was falsch machst sondern weil die Rahmenbedingungen andere sind. was würde das für dich konkret bedeuten - isst du nach der intensiven Tour dann einfach anders, also andere Menge oder andere Sachen, oder läuft das bei dir genauso ab wie nach der ruhigen Runde?
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Zitat von rennradrenateob das Timing nach einer sehr intensiven Einheit grundsätzlich anders sein sollte als nach einer langen aber ruhigen
das finde ich eigentlich die einzige Frage hier die ich noch nicht sehe dass sie jemand wirklich angetastet hat. weil das ist ja ein komplett anderer physiologischer Zustand - nicht nur "mehr Belastung" sondern qualitativ anders. ich kenn das von mir wenn ich mal wirklich langen Yoga-Flow mache vs. so ein sanftes 20-Minuten-Ding. das ist lächerlich verglichen mit vier Stunden Hügel-Rennrad, ich weiß. aber selbst da merk ich dass mein Körper nach intensiver Einheit irgendwie... abweisend reagiert auf Essen, zumindest kurz danach. während nach dem ruhigeren Ding Hunger fast sofort kommt. ich frag mich ob das vielleicht gar kein Timing-Problem ist sondern ein Typ-Problem. also dass dein Körper nach intensiver Belastung erstmal in einem anderen Modus ist wo Verdauung schlicht nachrangig ist - und dass da das gleiche Fenster das nach einer Grundlagenrunde Sinn macht, einfach nicht passt. nicht weil du was falsch machst sondern weil die Rahmenbedingungen andere sind. was würde das für dich konkret bedeuten - isst du nach der intensiven Tour dann einfach anders, also andere Menge oder andere Sachen, oder läuft das bei dir genauso ab wie nach der ruhigen Runde?
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