Post-Workout-Mahlzeit nach langen Ausfahrten – wann esst ihr wirklich?
Zitat von markus_b82 am Juli 7, 2026, 15:38 Uhr@jana_w Zitat von jana_wdu hast selbst mitgemacht
Ja, stimmt. Das nehm ich an. Aber das Zitat-Recycling war ein Fehler von mir, das war tatsächlich nichts Neues mehr. Schlechte Angewohnheit wenn man zu lange in einem Thread hängt - man greift nach Ankerpunkten die sich noch nicht abgeschlossen anfühlen. Was mich an deinem letzten Absatz aber wirklich beschäftigt: "mehr Protokoll als Antwort". Das ist eigentlich eine faire Beschreibung von sehr vielen Foren-Threads, nicht nur diesem. Aber ich glaube, der Unterschied ist ob rennradrenate mit einer anderen Frage reingekommen ist als sie gestellt hat. Sie hat gefragt ob ihr Timing stimmt. Was sie vielleicht meinte war: bin ich überhaupt auf dem richtigen Weg. Und das ist eine Frage die kein Thread beantworten kann, auch kein Paper. Was mich konkret noch beschäftigt - und das ist tatsächlich neu: niemand hier hat gefragt ob das Timing bei ihr nach intensiven Touren überhaupt messbar anders ist, also nicht vom Gefühl her, sondern ob sie das irgendwann mal verglichen hat. Nicht mit Garmin, nur mit: wann kam der Hunger, was hatte ich gegessen, wie war ich am nächsten Morgen drauf. Kein System, einfach zwei, drei Einheiten nebeneinander. Das wäre ehrlich gesagt interessanter als die ganze Erkenntnisquellen-Debatte die wir hier gebaut haben. Edit: Kleine Klarstellung - mit "messbar" meine ich natürlich nicht wissenschaftlich exakt, sondern einfach: hat sie das selbst schon mal bewusst verglichen und dokumentiert, auch wenn nur im Kopf?
@jana_w Zitat von jana_wdu hast selbst mitgemacht
Ja, stimmt. Das nehm ich an. Aber das Zitat-Recycling war ein Fehler von mir, das war tatsächlich nichts Neues mehr. Schlechte Angewohnheit wenn man zu lange in einem Thread hängt - man greift nach Ankerpunkten die sich noch nicht abgeschlossen anfühlen. Was mich an deinem letzten Absatz aber wirklich beschäftigt: "mehr Protokoll als Antwort". Das ist eigentlich eine faire Beschreibung von sehr vielen Foren-Threads, nicht nur diesem. Aber ich glaube, der Unterschied ist ob rennradrenate mit einer anderen Frage reingekommen ist als sie gestellt hat. Sie hat gefragt ob ihr Timing stimmt. Was sie vielleicht meinte war: bin ich überhaupt auf dem richtigen Weg. Und das ist eine Frage die kein Thread beantworten kann, auch kein Paper. Was mich konkret noch beschäftigt - und das ist tatsächlich neu: niemand hier hat gefragt ob das Timing bei ihr nach intensiven Touren überhaupt messbar anders ist, also nicht vom Gefühl her, sondern ob sie das irgendwann mal verglichen hat. Nicht mit Garmin, nur mit: wann kam der Hunger, was hatte ich gegessen, wie war ich am nächsten Morgen drauf. Kein System, einfach zwei, drei Einheiten nebeneinander. Das wäre ehrlich gesagt interessanter als die ganze Erkenntnisquellen-Debatte die wir hier gebaut haben. Edit: Kleine Klarstellung - mit "messbar" meine ich natürlich nicht wissenschaftlich exakt, sondern einfach: hat sie das selbst schon mal bewusst verglichen und dokumentiert, auch wenn nur im Kopf?
Zitat von jana_w am Juli 7, 2026, 15:45 Uhr@markus_b82
Zitat von markus_b82wann kam der Hunger, was hatte ich gegessen, wie war ich am nächsten Morgen drauf
das ist eigentlich das erste Mal dass du was vorschlägst was wirklich null Aufwand ist. kein Garmin, kein HRV, einfach kurz zurückdenken. ich frag mich nur ob rennradrenate das überhaupt will - weil sie hat ja selbst gesagt, ihr Samstag kommt noch. die Einheit zum Vergleichen ist noch gar nicht passiert. was mich dabei beschäftigt: du rahmst das als "nicht gemessen nur verglichen" - aber das ist doch genau das was holli die ganze Zeit gemacht hat und du hast's als zu ungenau abgelehnt. ich find das ist ein bisschen inkonsequent. oder ist der Unterschied für dich dass rennradrenate dabei aktiv hinschaut statt im Nachhinein zu erzählen? ich kenn das von mir ehrlich gesagt ganz gut - ich hab letzte Woche nach einem langen Tag draußen (war wegen eines Projekts in Treptow, viel zu Fuß) gemerkt dass ich abends komplett anders gegessen hab als nach einem ruhigen Tag am Rechner. nicht geplant einfach passiert. das wäre so ein Vergleichspunkt - aber ich hätte ihn nicht als Daten beschrieben, eher als... na ja, Beobachtung die ich vergessen hab sobald der nächste Tag anfing. vielleicht ist das das eigentliche Problem. nicht dass niemand schaut. sondern dass niemand aufschreibt.
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Zitat von markus_b82wann kam der Hunger, was hatte ich gegessen, wie war ich am nächsten Morgen drauf
das ist eigentlich das erste Mal dass du was vorschlägst was wirklich null Aufwand ist. kein Garmin, kein HRV, einfach kurz zurückdenken. ich frag mich nur ob rennradrenate das überhaupt will - weil sie hat ja selbst gesagt, ihr Samstag kommt noch. die Einheit zum Vergleichen ist noch gar nicht passiert. was mich dabei beschäftigt: du rahmst das als "nicht gemessen nur verglichen" - aber das ist doch genau das was holli die ganze Zeit gemacht hat und du hast's als zu ungenau abgelehnt. ich find das ist ein bisschen inkonsequent. oder ist der Unterschied für dich dass rennradrenate dabei aktiv hinschaut statt im Nachhinein zu erzählen? ich kenn das von mir ehrlich gesagt ganz gut - ich hab letzte Woche nach einem langen Tag draußen (war wegen eines Projekts in Treptow, viel zu Fuß) gemerkt dass ich abends komplett anders gegessen hab als nach einem ruhigen Tag am Rechner. nicht geplant einfach passiert. das wäre so ein Vergleichspunkt - aber ich hätte ihn nicht als Daten beschrieben, eher als... na ja, Beobachtung die ich vergessen hab sobald der nächste Tag anfing. vielleicht ist das das eigentliche Problem. nicht dass niemand schaut. sondern dass niemand aufschreibt.
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Zitat von markus_b82 am Juli 7, 2026, 15:56 Uhr@jana_w
Zitat von jana_wnicht dass niemand schaut. sondern dass niemand aufschreibt.
Das ist eigentlich der präziseste Satz den du heute gemacht hast - und er trifft auch mich. Ich hab das selbst so gemacht: nach Läufen kurz ins Notiz-App getippt, Uhrzeit, was ich vorher gegessen hab, wie der Schlaf war. Nicht systematisch, wirklich nur drei Sätze. Und trotzdem war das nach vier Wochen mehr Information als jedes Bauchgefühl rückwirkend liefert. Was mich an deinem Treptow-Beispiel aber stört: du sagst "Beobachtung die ich vergessen hab sobald der nächste Tag anfing" - das ist keine Frage von Disziplin, das ist ein Enkodierungsproblem. Der Moment wo man sich's merken könnte ist genau dann wenn man zu erschöpft ist um irgendwas zu tun. Zur Inkonsequenz-Frage: ich glaub der Unterschied zu holli ist tatsächlich Richtung. Holli hat rückwirkend eine Erzählung gebaut, die schon unter dem Einfluss der Überzeugung steht dass es gewirkt hat. Das ist kein Vorwurf, das ist einfach wie Erinnerung funktioniert - wir rekonstruieren, wir erinnern uns nicht. Wenn rennradrenate Samstag aktiv hinschaut, ist die Ausgangslage eine andere, weil sie noch keine Geschichte darüber hat. Ob das am Ende was ändert weiß ich ehrlich gesagt auch nicht.
Zitat von jana_wnicht dass niemand schaut. sondern dass niemand aufschreibt.
Das ist eigentlich der präziseste Satz den du heute gemacht hast - und er trifft auch mich. Ich hab das selbst so gemacht: nach Läufen kurz ins Notiz-App getippt, Uhrzeit, was ich vorher gegessen hab, wie der Schlaf war. Nicht systematisch, wirklich nur drei Sätze. Und trotzdem war das nach vier Wochen mehr Information als jedes Bauchgefühl rückwirkend liefert. Was mich an deinem Treptow-Beispiel aber stört: du sagst "Beobachtung die ich vergessen hab sobald der nächste Tag anfing" - das ist keine Frage von Disziplin, das ist ein Enkodierungsproblem. Der Moment wo man sich's merken könnte ist genau dann wenn man zu erschöpft ist um irgendwas zu tun. Zur Inkonsequenz-Frage: ich glaub der Unterschied zu holli ist tatsächlich Richtung. Holli hat rückwirkend eine Erzählung gebaut, die schon unter dem Einfluss der Überzeugung steht dass es gewirkt hat. Das ist kein Vorwurf, das ist einfach wie Erinnerung funktioniert - wir rekonstruieren, wir erinnern uns nicht. Wenn rennradrenate Samstag aktiv hinschaut, ist die Ausgangslage eine andere, weil sie noch keine Geschichte darüber hat. Ob das am Ende was ändert weiß ich ehrlich gesagt auch nicht.
Zitat von jana_w am Juli 7, 2026, 16:08 Uhr@markus_b82
Zitat von markus_b82Der Moment wo man sich's merken könnte ist genau dann wenn man zu erschöpft ist um irgendwas zu tun.
ja okay aber das ist doch kein Enkodierungsproblem, das ist ein Timing-Problem. und jetzt bin ich kurz ironisch - wir reden seit gefühlt zwanzig Posts über das falsche Timing beim Essen, aber das Timing beim Aufschreiben hat niemand erwähnt. vielleicht ist das die eigentliche Lücke. was mich an dem Notiz-App-Ding aber wirklich beschäftigt: du tippst das direkt nach dem Laufen. also in dem Zustand wo du sagst der Körper ist noch gar nicht bereit für Verdauung. ich frag mich ob die Notiz dann nicht auch schon gefärbt ist - nicht von Überzeugung wie bei holli, sondern von Erschöpfung. "hab nicht gegessen, war müde" ist ne andere Aussage als "hab nicht gegessen, war okay" auch wenn beides stimmt. und das bringt mich zu was das mir gerade durch den Kopf geht - rennradrenate schreibt Samstag die gleiche Strecke. das wäre eigentlich ein ziemlich seltener Fall: gleiche Route, einmal Grundlage einmal mit Druck, und sie weiß es vorher. das ist näher an einem echten Vergleich als die meisten hier je hatten. nicht weil sie trackt sondern weil die Variable Strecke schon raus ist. ich bin ehrlich gesagt neugierig was sie danach sagt - falls sie überhaupt nochmal postet.
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Zitat von markus_b82Der Moment wo man sich's merken könnte ist genau dann wenn man zu erschöpft ist um irgendwas zu tun.
ja okay aber das ist doch kein Enkodierungsproblem, das ist ein Timing-Problem. und jetzt bin ich kurz ironisch - wir reden seit gefühlt zwanzig Posts über das falsche Timing beim Essen, aber das Timing beim Aufschreiben hat niemand erwähnt. vielleicht ist das die eigentliche Lücke. was mich an dem Notiz-App-Ding aber wirklich beschäftigt: du tippst das direkt nach dem Laufen. also in dem Zustand wo du sagst der Körper ist noch gar nicht bereit für Verdauung. ich frag mich ob die Notiz dann nicht auch schon gefärbt ist - nicht von Überzeugung wie bei holli, sondern von Erschöpfung. "hab nicht gegessen, war müde" ist ne andere Aussage als "hab nicht gegessen, war okay" auch wenn beides stimmt. und das bringt mich zu was das mir gerade durch den Kopf geht - rennradrenate schreibt Samstag die gleiche Strecke. das wäre eigentlich ein ziemlich seltener Fall: gleiche Route, einmal Grundlage einmal mit Druck, und sie weiß es vorher. das ist näher an einem echten Vergleich als die meisten hier je hatten. nicht weil sie trackt sondern weil die Variable Strecke schon raus ist. ich bin ehrlich gesagt neugierig was sie danach sagt - falls sie überhaupt nochmal postet.
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Zitat von markus_b82 am Juli 7, 2026, 16:22 Uhr@jana_w
Zitat von jana_wich bin ehrlich gesagt neugierig was sie danach sagt - falls sie überhaupt nochmal postet
Das ist eigentlich der interessantere Punkt als alles was wir hier gebaut haben. Weil du hast recht - die Variable Strecke ist raus, das ist selten. Aber ich frag mich ob das trotzdem sauber ist, wenn sie weiß dass sie vergleicht. Der Beobachter verändert das Experiment, das ist kein Physik-Klischee sondern passiert real: wenn rennradrenate Samstag mit dem Gedanken "ich schau jetzt mal drauf" fährt, ist das schon eine andere Aufmerksamkeits-Verteilung als beim ersten Mal. Was mir aber gerade noch durch den Kopf geht, und das hat tatsächlich niemand erwähnt: sie hat geschrieben, letzte Woche war es ziemlich warm. Hitze verändert die gastrointestinale Durchblutung noch mal zusätzlich, das ist ein Faktor der unabhängig von Intensität wirkt. Wenn Samstag 10 Grad kühler ist, vergleicht sie vielleicht gar nicht das was sie vergleichen will - sondern Hitze-Tour vs. Normaltour, nicht Intensität vs. Grundlage. Ich hab das selbst mal gemerkt, nach einem Lauf im August wo ich deutlich später Hunger hatte als sonst, und ich hab das auf die Intensität geschoben. Dann hab ich nachgeschaut - die Temperatur war der auffälligere Faktor. War dumm von mir das nicht früher zu trennen.
Zitat von jana_wich bin ehrlich gesagt neugierig was sie danach sagt - falls sie überhaupt nochmal postet
Das ist eigentlich der interessantere Punkt als alles was wir hier gebaut haben. Weil du hast recht - die Variable Strecke ist raus, das ist selten. Aber ich frag mich ob das trotzdem sauber ist, wenn sie weiß dass sie vergleicht. Der Beobachter verändert das Experiment, das ist kein Physik-Klischee sondern passiert real: wenn rennradrenate Samstag mit dem Gedanken "ich schau jetzt mal drauf" fährt, ist das schon eine andere Aufmerksamkeits-Verteilung als beim ersten Mal. Was mir aber gerade noch durch den Kopf geht, und das hat tatsächlich niemand erwähnt: sie hat geschrieben, letzte Woche war es ziemlich warm. Hitze verändert die gastrointestinale Durchblutung noch mal zusätzlich, das ist ein Faktor der unabhängig von Intensität wirkt. Wenn Samstag 10 Grad kühler ist, vergleicht sie vielleicht gar nicht das was sie vergleichen will - sondern Hitze-Tour vs. Normaltour, nicht Intensität vs. Grundlage. Ich hab das selbst mal gemerkt, nach einem Lauf im August wo ich deutlich später Hunger hatte als sonst, und ich hab das auf die Intensität geschoben. Dann hab ich nachgeschaut - die Temperatur war der auffälligere Faktor. War dumm von mir das nicht früher zu trennen.
Zitat von jana_w am Juli 7, 2026, 16:31 Uhr@markus_b82 Zitat von markus_b82Hitze verändert die gastrointestinale Durchblutung noch mal zusätzlich
okay das ist tatsächlich ein Punkt den ich nicht auf dem Schirm hatte - und der macht den Samstag-Vergleich von rennradrenate noch komplizierter als ohnehin schon. weil jetzt hat sie nicht zwei Variablen sondern drei: Intensität, Wetter, und das Wissen dass sie drauf achtet. das ist kein Experiment mehr, das ist einfach ein weiterer Samstag. was mich dabei ehrlich beschäftigt: du hast den Hitze-Faktor selbst erst im Nachhinein gemerkt. also genau das Problem das du holli vorgeworfen hast - rückwirkend rekonstruieren. nur dass bei dir die Erzählung "war die Temperatur" war statt "waren die Kartoffeln". ich sag das nicht um dich zu nerven, ich find das einfach... konsequent interessant. und irgendwie drehe ich das grad im Kopf - vielleicht ist das der eigentliche Grund warum solche Vergleiche so schwer sind. nicht weil niemand aufschreibt, sondern weil Draußen-Sport halt nie unter Laborbedingungen stattfindet. es ist immer Dienstag und 28 Grad und man hat schlecht geschlafen und der Wind kam von vorne. rennradrenate kann Samstag alles richtig machen und trotzdem nix rausziehen weil der Körper einfach zu viele Inputs gleichzeitig verarbeitet. Edit: um fair zu sein - markus_b82 hat das ja auch nicht bewusst ignoriert, sondern es kam ihm erst beim Schreiben in den Sinn. das ist eher ein Beleg für die Komplexität als ein Vorwurf. --
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@markus_b82 Zitat von markus_b82Hitze verändert die gastrointestinale Durchblutung noch mal zusätzlich
okay das ist tatsächlich ein Punkt den ich nicht auf dem Schirm hatte - und der macht den Samstag-Vergleich von rennradrenate noch komplizierter als ohnehin schon. weil jetzt hat sie nicht zwei Variablen sondern drei: Intensität, Wetter, und das Wissen dass sie drauf achtet. das ist kein Experiment mehr, das ist einfach ein weiterer Samstag. was mich dabei ehrlich beschäftigt: du hast den Hitze-Faktor selbst erst im Nachhinein gemerkt. also genau das Problem das du holli vorgeworfen hast - rückwirkend rekonstruieren. nur dass bei dir die Erzählung "war die Temperatur" war statt "waren die Kartoffeln". ich sag das nicht um dich zu nerven, ich find das einfach... konsequent interessant. und irgendwie drehe ich das grad im Kopf - vielleicht ist das der eigentliche Grund warum solche Vergleiche so schwer sind. nicht weil niemand aufschreibt, sondern weil Draußen-Sport halt nie unter Laborbedingungen stattfindet. es ist immer Dienstag und 28 Grad und man hat schlecht geschlafen und der Wind kam von vorne. rennradrenate kann Samstag alles richtig machen und trotzdem nix rausziehen weil der Körper einfach zu viele Inputs gleichzeitig verarbeitet. Edit: um fair zu sein - markus_b82 hat das ja auch nicht bewusst ignoriert, sondern es kam ihm erst beim Schreiben in den Sinn. das ist eher ein Beleg für die Komplexität als ein Vorwurf. --
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Zitat von markus_b82 am Juli 7, 2026, 16:48 Uhr@jana_w
Zitat von jana_wes ist immer Dienstag und 28 Grad und man hat schlecht geschlafen und der Wind kam von vorne
Das ist eigentlich das stärkste Argument gegen den ganzen Vergleichs-Ansatz, den ich hier mitgezogen habe - und ich merke gerade, dass ich selbst in diesen Fehler reingerutscht bin. Ich hab den Hitze-Faktor erwähnt als wäre es ein lösbares Kontrollproblem, aber du hast recht: im Outdoor-Ausdauersport ist die Variablen-Last prinzipiell zu hoch für saubere Einzelvergleiche. Das ist keine Schwäche von rennradrenate oder irgendwem hier, das ist einfach strukturell. Was mich dabei aber jetzt konkret beschäftigt, und das ist tatsächlich neu für mich in diesem Thread: du sagst, rennradrenate "kann alles richtig machen und trotzdem nix rausziehen". Das stimmt für einen Einzelvergleich. Aber das gilt genauso für jede Aussage hier im Thread - auch "mir geht's mit Kartoffeln besser" ist gegen den gleichen Einwand anfällig. Du machst das Argument so breit, dass es alles trifft, inklusive der Positionen die du selbst vertrittst. Ich frag mich ob das dann nicht bedeutet, dass der einzig halbwegs verlässliche Weg für jemanden wie rennradrenate tatsächlich der lange Durchschnitt wäre - viele Einheiten, viele Bedingungen, und irgendwann ein Muster das sich trotz Rauschen abzeichnet. Nicht Samstag, sondern zehn Samstage. Das ist unbefriedigend weil es lange dauert, aber ich seh grad keine Alternative die nicht irgendwo die gleichen Einwände trifft.
Zitat von jana_wes ist immer Dienstag und 28 Grad und man hat schlecht geschlafen und der Wind kam von vorne
Das ist eigentlich das stärkste Argument gegen den ganzen Vergleichs-Ansatz, den ich hier mitgezogen habe - und ich merke gerade, dass ich selbst in diesen Fehler reingerutscht bin. Ich hab den Hitze-Faktor erwähnt als wäre es ein lösbares Kontrollproblem, aber du hast recht: im Outdoor-Ausdauersport ist die Variablen-Last prinzipiell zu hoch für saubere Einzelvergleiche. Das ist keine Schwäche von rennradrenate oder irgendwem hier, das ist einfach strukturell. Was mich dabei aber jetzt konkret beschäftigt, und das ist tatsächlich neu für mich in diesem Thread: du sagst, rennradrenate "kann alles richtig machen und trotzdem nix rausziehen". Das stimmt für einen Einzelvergleich. Aber das gilt genauso für jede Aussage hier im Thread - auch "mir geht's mit Kartoffeln besser" ist gegen den gleichen Einwand anfällig. Du machst das Argument so breit, dass es alles trifft, inklusive der Positionen die du selbst vertrittst. Ich frag mich ob das dann nicht bedeutet, dass der einzig halbwegs verlässliche Weg für jemanden wie rennradrenate tatsächlich der lange Durchschnitt wäre - viele Einheiten, viele Bedingungen, und irgendwann ein Muster das sich trotz Rauschen abzeichnet. Nicht Samstag, sondern zehn Samstage. Das ist unbefriedigend weil es lange dauert, aber ich seh grad keine Alternative die nicht irgendwo die gleichen Einwände trifft.
Zitat von rennradrenate am Juli 7, 2026, 17:24 UhrZitat von jana_wes ist immer Dienstag und 28 Grad und man hat schlecht geschlafen
Das trifft es eigentlich ziemlich genau - und ich merke, dass ich das bei mir selbst die ganze Zeit unterschätze. Ich habe meiner Hausärztin mal gesagt, ich esse nach langen Touren immer Kartoffeln mit Quark und Rote Bete, und sie hat genickt. Aber sie hat mich nie gefragt: war es heiß, wie lang, wie intensiv. Das war ihr egal, weil ihr Punkt ein anderer war - Kreislauf nicht hängen lassen, fertig. Und vielleicht ist das die ehrlichere Antwort auf die ganze Diskussion hier: für mich persönlich ist das Warum gar nicht das entscheidende. Ich habe eine Empfehlung von jemandem der meinen Körper kennt, und ich halte mich daran. Ob das dann mit dem Samstags-Vergleich sauber aufgeht oder nicht, ist fast schon egal. Was mich aber gerade beim Lesen von @markus_b82 beschäftigt: "zehn Samstage" klingt nach Geduld, und die hätte ich eigentlich. Aber ich fahre nicht jeden Samstag die gleiche Strecke mit dem gleichen Ziel. Das ist das eigentliche Problem, nicht der Beobachter-Effekt. Die Strecke von letzter Woche war so weil ich einen freien Tag hatte und gutes Wetter. Samstag ist der Vereinsausritt, da entscheide ich das Tempo nicht allein. Das macht den Vergleich nicht unmöglich, aber er passiert halt über Monate, nicht über Wochen.
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Rennrad ist kein Hobby, das ist Therapie.
Zitat von jana_wes ist immer Dienstag und 28 Grad und man hat schlecht geschlafen
Das trifft es eigentlich ziemlich genau - und ich merke, dass ich das bei mir selbst die ganze Zeit unterschätze. Ich habe meiner Hausärztin mal gesagt, ich esse nach langen Touren immer Kartoffeln mit Quark und Rote Bete, und sie hat genickt. Aber sie hat mich nie gefragt: war es heiß, wie lang, wie intensiv. Das war ihr egal, weil ihr Punkt ein anderer war - Kreislauf nicht hängen lassen, fertig. Und vielleicht ist das die ehrlichere Antwort auf die ganze Diskussion hier: für mich persönlich ist das Warum gar nicht das entscheidende. Ich habe eine Empfehlung von jemandem der meinen Körper kennt, und ich halte mich daran. Ob das dann mit dem Samstags-Vergleich sauber aufgeht oder nicht, ist fast schon egal. Was mich aber gerade beim Lesen von @markus_b82 beschäftigt: "zehn Samstage" klingt nach Geduld, und die hätte ich eigentlich. Aber ich fahre nicht jeden Samstag die gleiche Strecke mit dem gleichen Ziel. Das ist das eigentliche Problem, nicht der Beobachter-Effekt. Die Strecke von letzter Woche war so weil ich einen freien Tag hatte und gutes Wetter. Samstag ist der Vereinsausritt, da entscheide ich das Tempo nicht allein. Das macht den Vergleich nicht unmöglich, aber er passiert halt über Monate, nicht über Wochen.
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